Home > Reisen > Afrika > Tunesien > weitere Städte in Tunesien > weitere Hotels in Tunesien > Hotel weitere Hotels in Tunesien > Hotel Samara, Sousse > Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht

für Hotel Samara, Sousse
Nächsten Bericht ansehen "Endlich Urlaub..."
3 Sterne Hotel Samara, Sousse, Tunesien Bericht mit Bildern
93 von 93 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro Saubere Zimmer, funktionierende Klimaanlage auf den Zimmern

Kontra Animation, Verpflegung

Der Autor

Josef_D Seit 20 Apr 2000

Nur noch knapp 4.910.000 Punkte bis Schwarz, ich freu mich so .......... mehr

19 Mitglieder vertrauen mir

Das Hotel Samara liegt im Norden von Sousse, der drittgrößten Stadt Tunesiens. In der Zeit vom 24.07. - 07.08.2004 verbrachten wir dort unseren wohlverdienten Urlaub. Was wir in diesem Hotel erlebten und zu welchem Urteil wir gekommen sind, lest Ihr in diesem Bericht. Das Hotel Samara hat vier landesspezifische Sterne. Was das Hotel somit bei Reiseanbietern in einem guten Licht erscheinen läßt, ist bei näherem Hinsehen allerdings kaum gerechtfertigt. Es ist schwierig die 4 tunesischen Sterne mit deutschen oder anderen europäischen Sternen zu vergleichen, jedoch bedeuten auch in Tunesien 4 Sterne immerhin First Class Kategorie. Das, was der Begriff First Class erwarten läßt, kann das Hotel Samara jedoch nicht bieten. Hier die Details:

Lage (***)

Das Hotel Samara liegt direkt an der vielbefahrenen Strasse von Sousse nach Port El Kantaoui. Dichten Strassenverkehr gibt es hier rund um die Uhr. Trotzdem herrscht im Hotelareal weitestgehend Ruhe vor dem Verkehrslärm. Dies ist wohl der Architektur des Hotels zuzuschreiben. Der eigentlische Hotelkern ist auf der Vorderseite von Rezeption und Speisesaal und auf der Rückseite vom Discokomplex zur Strasse hin abgeschirmt. Zum hoteleigenen Strand sind etwa 350 Meter zu laufen, etwas störend hierbei ist, daß man besagte verkehrsreiche Strasse überqueren muss. Da die Fahrweise der Autofahrer in Tunesien eher als fußgängerfeindlich zu bezeichnen ist, ist der Weg zum Strand leider nicht ohne Risiken, dies gilt insbesondere für Kinder. Von 5 möglichen Sternen für die Lage ziehe ich daher einen ab, einen weiteren dafür, daß das Samara nicht direkt am Meer liegt. Bleiben drei Sterne für die Lage.

Zimmer (****)

Es gibt im Hotel Samara zwei Arten der Unterbringung. Zum einen das klassische Hotelzimmer mit Einzel- oder Doppelbett und Bad/WC. Wer wie wir kinderreicher anreist bekommt das Appartment mit zwei Schlafzimmern, Bad/WC und Wohnküche. Dazu gibt es bei beiden Zimmertypen eine große Terasse. Es gibt 24 Stunden lang Klimaanlage, TV mit vielen deutschen Sendern und Telefon. Die Schlafzimmer sind sauber, die Bettwäsche wird regelmäßig getauscht. Das Badezimmer ist ebenfalls sauber, die Ausstattung einfach, Toilette, Bidet, Wanne mit Duschvorhang, Waschtisch. Auch hier werden täglich Hand- und Badetücher gewechselt. Der Teufel steckt wie so oft im Detail, die ersten Tage mußten wir fünf mit jeweils 4 Bade- und Handtüchern auskommen. Die Zimmerbelegung war dem Reinigungspersonal nicht mitgeteilt worden. Während unserer Anwesenheit wurde die Toilette undicht, nach mehreren Anläufen mit stetig steigender Handwerkerzahl bekam man das Problem dann doch in den Griff, seitdem gibt's im Bad von Zimmer 302 ein lustiges Durcheinander von Bodenfliesen zu bewundern. Schlimmer ist der Zustand der Küche, bestehend aus Spüle, Kühlschrank, 2 Kochplatten sowie diversen Schränken. Mein erster Eindruck war mir einen Mundschutz zuzulegen, wenn ich den Küchenschrank nebst Inventar öffne und anschaue. Das Besteck, das Porzellan, alles war irgendwie ekelig. Ein undefinierbarer Belag haftete auf Gläsern, Tassen und Besteck. Meine Lebensgefährtin kochte sich Tasse, Unterteller und Löffel im Mineralwasser aus, bevor sie mit ruhigem Gewissen einen löslichen Kaffee trinken konnte. Für den Küchenbereich gibt's einen Stern Abzug bei den Zimmern.

Hotelausstattung (***)

Das Hotel verfügt leider nur über einen sehr kleinen Swimming Pool, der der Anzahl der Gäste in keinster Weise gerecht wird. Schatten ist am Pool ebenfalls ein Fremdwort, bei Temperaturen nahe bzw. teilweise auch über 40° C unzumutbar. Besser ist da schon der bereits angesprochene, hoteleigene Strand, hier gibt es Sonnenschirme in ausreichender Zahl und der Wind von See läßt einen das Klima angenehm erscheinen. Es gibt am Pool sowie auch am Strand jeweils eine Snackbar, wo man sich, wenn einen der Hunger oder Durst plagt, gut und preiswert versorgen kann. Warum allerdings das Getränkesortiment unterschiedlich ist, begreife ich nicht. Man bekommt nicht alle Softdrinks am Strand. Es liegt nicht an Glas oder Kunststoff. Die Gründe konnte ich nicht erfahren. Für die kleinen Hotelgäste gibt es einen Miniclub mit Minigolfanlage. Leider hat die Hoteldirektion noch nicht erkannt, daß Kinder gerne den ganzen Tag unterhalten werden. So sucht man vergeblich die klassische Animation für Kinder und Erwachsene. Gut, ich kann damit leben, aber viele Kinder machten einen gelangweilten Eindruck. Am Abend gibt's Minidisco – eine halbe Stunde lang - , jeden Abend mit der gleichen Musik. Danach kommt das Highlight eines jeden Tages im Samara – Hotel, die große Unterhaltungsshow. Da gibt es dann Bauchtanz, Fakir, Travestie usw. Leider hat der Unterhaltungschef ein sehr kurzweiliges Gedächtnis, in 2 Wochen sahen wir, bzw. hatten wir sehen können 2x den Bauchtanz, 2x den wirklich schlechter als mittelmäßigen Fakir, die Travestie jeweils Sonntag, die Ägyptenshow 2x usw. Man tut sich wirklich schwer im Samara, die Gäste abwechslungsreich zu unterhalten.
Weitere Ausstattungsmerkmale sind ein kleines Hallenbad, eine (!) Tischtennisplatte, eine Hotelbar und ein Rezeptionsbereich gegen den jeder Fußgängertunnel hier in Deutschland besser beleuchtet ist. Für die Hotelausstattung kann ich auf keinen Fall mehr als 3 Sterne vergeben.

Und das Beste zum Schluß:

Verpflegung (**)

Der gesamte Restaurationsbereich des Samara Hotel in Sousse ist eine einzige Katastrophe. Die klimatischen Verhältnisse während unseres Aufenthalts dort schwankten zwischen brülleheiß und unangenehm kühl. Was die Hoteltechniker da mit der Klimaanlage veranstalteten, entzieht sich meiner Kenntnis. Es war zum Frühstück im Speisesaal teilweise heißer als draussen.
Kommen wir zum Essen selber. Im Hotel gab es ausschließlich Gäste mit Halbpension, und so gab es morgens und Abends Mahlzeiten. Das Frühstück war einfach. Wurst, Käse, Tomaten, 3- und 5 Minuteneier, Versuche von warmen Speisen wie Spiegelei, Würstchen etc. Dazu gab es einen Showkoch, dessen Programm im wesentlichen aus Donats bestand. Dazu gab es diverse Marmeladensorten und Joghurt. Kaffee, Tee und Kakao sowie zwei undefinierbare Säfte wurden als Getränke gereicht. Das was auf den ersten Blick nicht so übel klingt entpuppte sich allerdings so wie beschrieben als Dauerbrenner. Ohne jede auch noch so kleine Abwechslung wurde genau dieses Frühstück 2 Wochen lang angeboten. Frühstück gab es von 7 – 10 Uhr, ein Zeitraum der peinlichst genau eingehalten wurde. Egal wie lang die Schlange bei Showkoch auch war, Punkt 10 Uhr schaltete er das Licht über seinen Kochplatten aus und verschwand durch die Hintertür, täglich aufs Neue erstaunte und verärgerte Gäste hinterlassend.
Das Abendbüffet war leider von der gleichen Vielfalt wie das Frühstück betroffen. Wenn ich das Abendessen auf einen Begriff reduzieren sollte, würde ich sagen Fritten. Fritten, Fritten und nochmal Fritten. Für die Kids war das toll, aber so mancher Erwachsener stocherte Abends Lustlos durch seine Kartoffelstäbchen. Dazu gab es Reis und Nudeln, die nie auch nur ein Salzkorn gesehen hatten.
Interessant war auch das Arrangement der Büffettische. Alles stand in einer Reihe, streng nebeneinander. Dies führte regelmäßig zu langen Schlangen am Büffet. Erreichte man dann die Suppen, stellte man fest, daß neben den Suppenkesseln keine Suppenschüsseln standen. Die standen ganz am anderen Ende des Saals. Also zurück an den Anfang der Reihe, wie beim Monopoly. Es gab noch weiter Fußangeln. Der Ketchup zu den Fritten stand irgendwo mitten im Salatbüffet, eine Tatsache, die ebenfalls zu einer Ehrenrunde führte.
Das Personal muß ebenfalls noch viel lernen. Das meine Familie und ich an einem Abend nicht an einem Tisch Platz nehmen wollten, unter dem große Ketchuplachen standen, konnten die Herrschaften nicht begreifen. Unsere Missetat wurde dann auch mit Nichtachtung geahndet und wir bekamen an diesem Abend erst sehr spät unsere Getränke, der Kellner allerdings auch kein Trinkgeld.
Gerade der Küchenbereich ist ein Aushängeschild eines Hotel mit hohem Stellenwert. Und hier verschenkt das Samara Hotel wertvolle Punkte. Für den Küchenbereich vergebe ich maximal 2 Sterne.

Fazit

Meiner eigenen Wertung zufolge hat das Hotel Samara in Sousse die 4 Sterne, die es offiziel wohl hat, nicht verdient. Für ein FirstClass Hotel gibt es da zuviele Mängel. Wenn wir nochmal in Tunesien Urlaub machen, dann sicher nicht im Hotel Samara.

Der Preis (Nachtrag)

Die erwähnte Reise war eine Pauschalreise. Gebucht über ITS kostete sie für 5 Personen (2 Erwachsene, 3 Kinder) inklusive Flug ab/nach Stuttgart/Monastier EUR 2.090,- .

19.08.2004

© Josef_D

Bilder

für Hotel Samara, Sousse
Hotel Samara
von Josef_D Josef_D

Bewerten Sie diesen Erfahrungsbericht

Wie hilfreich ist dieser Bericht für Sie? Leitfaden zum Bewerten

Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors

Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

  • Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

  • Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.

Aktiviere die Funktion für negative Bewertungen

Kommentar schreiben

 Kommentar abgeben  Kommentar abgeben

JavaScript sollte aktiviert sein, um eine Bewertung oder einen Kommentar abgeben zu können.

Kommentare

Haben Sie eine Frage zu Hotel Samara, Sousse? Frage stellen
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 19 | 1 - 5 von 94 Kommentaren
  • elfang18 13.03.2006 09:59
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Bifie 01.07.2005 00:08
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Sehr guter Bericht. Gegenüber ist doch die große Disco "Samara", oder? Ich glaube ich war mit meinem damaligen tunesischen Freund einmal in dem Hotel, weil der DJ aus dem Samara dort wohnte. Haben nen Kaffee am Pool getrunken. Kam mir damals schon nicht so toll vor. Tunesien vermisse ich trotzdem *schluchz*. LG, Jen

  • Luthien87 13.04.2005 20:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • 11071984 11.04.2005 10:53
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • skyfly777 08.04.2005 01:59
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    .....Tunesien immer gerne, aber am besten nie unter 4****! Wenn man bedenkt, dass das Hotel Samara erst "renoviert" wurde :-)....., wir waren im Riadh Palms, was ich von der Lage her als viel besser einstufe, als das Samara, da man ja direkten Strandzugang hat, aber auch das Riadh Palms brauche ich nicht noch einmal. Das Samara kann sehr laut sein, wenn man ein Zimmer in Disconähe erwischt. Mein Geschmack ist das Hotel aber generell nicht. Guter Bericht, "sh" von mir. LG Gabi

Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 19 | 1 - 5 von 94 Kommentaren

Mehr Berichte

für Hotel Samara, Sousse