Ciao - für Leute mit eigener Meinung
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Die Spanier lieben den Euro...
Pro gewohnte RIU Qualtität
Kontra tlw. renovierungsbedürftig, Preiswucher in Spanien
Urlaub...... träum
1. Der offizielle Teil mit wirklich ernsthaften Informationen.Teil 1
Das RIU Papayas bildet mit dem RIU Flamingo eine Gemeinschaftsanlage, die sich alle Einrichtungen des Hotels teilen. Das Papayas ist eine Hotelanlage,Während die Seemannsfamilie das Flamingo beglückte, übernachtete meine ebenfalls mitgereiste Mutter im Papayas. Da lediglich die Zimmer unterschiedlich sind, fasse ich einfach beide Hotels in diesem Bericht zusammen.
~ Die Lage~Das Hotel, das U-förmig angelegt ist, wobei der eine Schenkel das Papayas darstellt und er andere das Flamingo liegt gute 10 Minuten zu Fuß vom Strand
entfernt. Wem das zu weit ist, der benutzt den regelmäßig fahrenden, kostenlosen Hotelbus. Die Playa del Ingles ist die zweitgrößte Bettenburg der Welt, somit gibt es utopisch viele Hotels, Einkaufszentren und auch – unglaublich- Touristen. Wenn es richtig voll ist, so um die 170.000. Der Strand ist genau
das, was ich mir vorgestellt habe. Gut, er erreicht nicht ganz das Flair der Karibik. Eigentlich erreicht er überhaupt kein Flair. Einen satten Kilometer
lang parallel aufgestellte Liegen und Sonnenschirmen erwecken den Eindruck eines Hühnchens in der Legebatterie. Überflüssig zu erwähnen, das die Liegen
kostenpflichtig sind. Es geht abwechslungsreich zu am Strand, denn alle 5 Minuten kommt ein anderer Schwarzafrikaner vorbei, der noch schönere und kitschigere Sonnenbrillen hat, als sein Kumpel zuvor. Zudem ist der Sand derart kochend heiß, das Badeschuhe mehr als empfehlenswert sind.
Wohl der spannendste Moment nach der Anreise. Langsam gleitet der Schlüssel in das Schloß des uns zugewiesenen Appartement. Schweißperlen auf der Stirn,
den das was sich dahinter verbirgt, wird sich für nächsten 14 Tage mein zu Hause nennen. Nach dem Öffnen entfaltet sich vor uns der Wohnraum des
Appartement. Erster Eindruck: verwohnt, altbacken. Zweiter Eindruck: Immer noch verwohnt und altbacken. Muß also wohl stimmen.
Die gesamte Einrichtung ist durchaus noch in Schuß, man sieht aber doch recht deutlich, das es schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Alles wirkt etwas
einfach, zu einfach für ein 4* Appartement, und erst Recht zu einfach für ein 4* RIU Appartement, denn die sind doch teurer. Es ist alles sauber, der
Fernseher bietet zahlreiche deutsche Programme. Die Küche ist mit 2 Plattenherd und Kühlschrank eingerichtet, aber eine Mikrowelle oder Wasserkocher suche ich vergeblich. Schade eigentlich. Dafür funktioniert die Klimaanlage bestens und die Klospülung überzeugt durch ihren spektakulären Sound. Darf ruhig jeder hören, wenn der Seemann auf dem stillen Örtchen ist.
~ Die Zimmer im Papayas ~
unterscheiden sich lediglich in wenigen Punkten: Es gibt eine Minibar, Teppich anstatt Fliesen, ein Fön im Badezimmer und logischerweise kein separates Schlafzimmer. Die Zimmer wirken moderner, sind anscheinend überwiegend renoviert worden. Ansonsten ist die Ausstattung identisch.Die Suiten, von denen ich eine unbewohnte dank der Putzfrau in Augenschein nehmen durfte, wirkte recht angenehm, kleiner Wohnraum mit gemütlichen Sofa, separates Schlafzimmer und kleinem Miniflur. Allerdings gilt auch hier: Die Sitzecke befindet sich im Herbst des Lebenszyklus.
Die Verpflegung erfüllt den klassischen RIU Standard. Das heißt, es mangelt an nichts. Das Frühstücksbüffet ist mehr als üppig, das Abendbuffet ebenfalls. Allerdings verhält es sich hier fast wie bei McDonalds: Wer ein McDonalds kennt, kennt alle. So ähnlich ist es mit RIU. Wer ein RIU Buffet kennt, wird
keine großartigen Unterschiede merken, die Buffets sind nahezu genormt, könnte man sagen. Überraschungen gibt es keine. Aber da sie bestens sind, gibt es keinen Grund zur Beanstandung.
~Die Anlage~
Hauptbestandteil ist logischerweise der Pool. Die Poolandschaft ist recht großzügig gestaltet und bietet genügend Liegeplätze und Sonnenschirme. Der Pool selbst ist recht nett angelegt, mit einer Pflanzeninsel in der Mitte und variierender Wasserhöhe sowie ein abgeteilter Kinderbereich. Es gibt kleinere Freizeitangebote wie Krökeln, Billard etc., einen großzügigen Sitzbereich (in dem abends die Animation stattfindet) draußen sowie eine große Bar mit Internetecke drinnen.Es gibt diverse Einkaufsmöglichkeiten, auf die ich aber im 2. Teil eingehen werde.
Gleichzeitig bietet die Anlage aber auch den größten Witz des Hotels: Den Kinderspielplatz. Etwas lustloseres als diesen Spielplatz gibt es nicht. InFür eine Appartementanlage, die naturgemäß Familien mit Kindern anzieht ein Witz. RIU sollte sich etwas schämen, was ich der Hoteldirektion auch mitgeteilt habe. Als Alternative bot man uns an, den Spielplatz des benachbarten RIU Waikikis zu benutzen, der ist auch etwas netter angelegt, aber immer noch nicht der Hit. Zudem bedeutet dies, das die Eltern ihre Kinder nicht mehr in der Anlage haben.
Die Animation hingegen empfand ich als sehr angenehm und dezent. Es gibt nämlich keine. Keine wildgewordenen Animateure, die morgens um 11 Uhr laut schreiend durch die Gegend flitzen um irgend eine Wasservolleyballmannschaft voll zu bekommen, keine Gäste die sich bei aberwitzigen Spielchen zum Deppen machen. Lediglich Abends finden Musikveranstaltungen oder Magiershows etc. statt.
Wem das alles aber nicht so wichtig ist, der wird sich in der Anlage wohl fühlen.
So ich denn nichts vergessen habe, komme ich nun nach dem Pflichtprogramm zur Kür, jetzt kommt sozusagen der lockere Teil. Danke das du den ernsthaften
überstanden hast. Soll heißen: Die wesentlichen Informationen über das Hotel sind erzählt, lediglich das Gesamtfazit könnte noch interessieren. Teil 2 besteht nur aus erlebten, gelebten und überlebten Erfahrungen rund um das Urlaubsgebiet. Erfahrungen sind emotionale Erlebnisse, und ich schildere Sie so, wie ich sie erlebt habe. Sollten sie komisch rüberkommen, so ist das nicht gewollt.
Aus dem Tagebuch eines Seemannes:
Seit Tagen quält mich ein Gedanke. Was ist an den Zimmern mit Blick zur Gartenseite so viel besser, das sie Aufpreis kosten? Bei Meerblick könnte ich das ja noch verstehen, aber worin unterscheidet sich der Blick zur Gartenseite und dem gegenüberliegenden Schenkel des U-förmigen Hotels vom Blick zum benachbarten Hotel?Glück gehabt, die Putzfrau hat die Türen eines unbewohnten Gartenseitenzimmers offen gelassen. Rein und lucki lucki gemacht. Kein Unterschied festgestellt. Der einzige Unterschied: Die Zimmer zur Gartenseite werden jeden Abend von der draußen (!) stattfindenden Abendanimation in Form von Musik beschallt, und zwar laut und bis 23.00 Uhr. Die Flamingo Zimmer der anderen Seite kommen in den Genuß der musikalischen Darbietungen des Waikikis. Aber die findet nur jeden zweiten Abend statt. Aha.
Bleibt festzustellen: Kurioserweise sorgen die beiden Riu Hotels selbst für den größten Lärmfaktor.
Wütend stiefelte ich zum 50 Meter entfernten „normalen“ Supermarkt. Leitungswasser in Spanien sollte man nicht trinken. Also brauchte ich zusätzlich noch einen 5ltr Kanister Wasser. Am Eingang erwartete mich eine ganze Palette Wasser. Preis pro Kanister: 1,90 €. Komisch, ein halbes Jahr vorher kostete das auf Lanzarote noch 160 Peseten (ca. 1€). Die spinnen hier alle! Weiter hinten im Markt kostet der Kanister von einem anderen Hersteller noch 1,25 € ... aha !
Mein inzwischen geschulter Blick wird auf eine dunkle Ecke des Marktes gelenkt. Dort, hinter 3 Gitterwagen versteckt steht noch eine Palette mit Kanistern. Kurzerhand habe ich mir dreimal den Unterarm gebrochen, um überhaupt dran zu kommen. Siehe da: 0,95 € ! Später, mit einem Mietwagen fernab von Touristen in einem kleinen einheimischen Markt habe ich das Wasser dann für 0,35 € bekommen. Ähnlich verhält es sich bei allen anderen Lebensmitteln: Das bekannte kostet das doppelte, irgend wo versteckt findet sich meist ein Noname Produkt für die Hälfte. Aber meistens verdammt gut versteckt.
Auch die klassischen Touristenattraktionen verlangen teilweise Eintrittspreise, die in keiner Relation zum gebotenen stehen. Ich habe mehrmals laut loslachen müssen, als man mir die Eintrittspreise offerierte. Eine teilweise wirklich bodenlose Frechheit.
Letztes Beispiel für die Preisgestaltung. Die allabendliche Frage des Kellners im Restaurant des Hotels „Was möchten Sie trinken?“ beantwortete ich gelegentlich lapidar mit „Ein Bier“. Das bekam ich sogar. Krombacher. Eine Flasche für 2,70 €. Erst am vorletzten Tag (ich Idiot...) bin ich auf die Idee gekommen, in die Weinkarte zu schauen, wo auch die Bierpreise standen. Wieder der Aha – Effekt: Ein Bier ist ein Krombacher = 2,70€. Hätte ich ein spanisches Bier bestellt, hätte ich noch 2,10€ bezahlt. Für eine lokale Biersorte waren es noch 1,80€. Und das schmeckte nicht viel schlechter, zumal ich es eh zum Alster verpanschte.Ich weiß nicht mehr, in wie vielen Urlauben ich schon war. Aber erst bei diesem Urlaub habe ich den Trick meines Lebens gefunden. Als Seemann, der schon alle Weltmeere dieser Welt ausgetrunken hat, nerven mich morgens diese 0,1ltr Orangensaft Gläser utopisch. Meistens hole ich schon 2 Gläser gleichzeitig, weil ich sonst mehr unterwegs bin, als am Tisch. Bis unser Tischnachbar – mit dem gleichen Problem ausgestattet – mit einem leeren Glas ankam, was mich lächeln ließ, und den Orangensaft in der 0,5ltr fassenden Teewasserkanne transportiert hatte, was mich neidisch werden ließ. Warum bin ich da nicht drauf gekommen ?
Der erste Samstag nach der Ankunft, 0:00 Uhr: DIE RUSSEN KOMMEN !!!! FLIEGERALARM!!! Um das Hotel herum schlagen gewaltige Mörsergranaten ein, überall sind Explosionen zu hören. Überrascht, wie die bankrotten Russen hierher kommen suche ich Schutz im Kleiderschrank, mein Sohn steht senkrecht im Bett, meine Frau geht im Gewusel unter. Nach einem Moment der Besinnung stelle ich fest: Nirgends Russen zu sehen. Auf dem Balkon klärt sich die Lage: Es ist das allsamstagliche Feuerwerk! Allerdings: So ein Feuerwerk habe ich noch nie erlebt. Das Hotel scheint in leichter Tallage zu liegen, die Explosionen rufen somit ein Echo hervor. Die Akustik übertrifft alles, was ich bislang erlebt habe. Und ich übertreibe wirklich nicht.Die Suizidtreppe: Das Hotel hat eine außenliegende Treppe, die bis in das siebte Stockwerk hinaufführt. Natürlich gibt es auch Fahrstühle. Aber die Treppe bietet den Vorteil, angefressene Kalorien zu verbrennen. Also nutzte ich diese oft und gerne. Die Treppe führt wie gesagt außen im oval hinauf. Als Schutz dient nur eine knapp einen Meter hohe Außenmauer. Es klingt pervers, aber da wir im 6. Stock untergebracht waren, also fast ganz oben, stellten sich mir jedesmal neue Fragen: Zum Beispiel: Wie lange bräuchte wohl ein Glas Wasser, bis es unten angekommen ist? Wie hoch würde ein runtergeworfener Pflummi zurückspringen? Ein Experiment wäre mir beinahe gelungen: Mein Interesse, ob ich es schaffe, mit einem Tennisball den benachbarten Pool des Waikikis zu treffen und zu beobachten, wie hoch die Gischtwolke wohl schlägt, war nahe an der Durchführung. Den Tennisball hatte ich schon. Aber meine Ehefrau drohte mir schlimmste Strafen an, und urplötzlich war der gehortete Tennisball verschwunden. Wie von Geisterhand. Sowohl Ehefrau als auch mein Matrose schwörten, das sie nichts damit zu tun hätten...... Aber der Ernst der Sache ist: Bei Kindern hätte ich bei der geringen Höhe der Außenmauer doch so meine Bedenken.
3. Gesamtfazit:
Aufgrund der Nebenkosten in Spanien rate ich aber von einem Urlaub mit HP oder weniger ab. Das ist unkalkulierbar, das werden die Spanier mit Sicherheit auch merken. Ich persönlich werde nächstes Jahr definitiv von einem Urlaub in Spanien absehen. Es sei, denn es ist ein Allinclusive Hotel oder Appartement. Sehr zu empfehlen sei dazu übrigens das RIU Gran Canaria. Eine neu erbaute Anlage, direkt am Strand, einen Ort weiter (Maspalomas). Wir haben uns dieses angeschaut, die Anlage ist groß, gepflegt und halt neu erbaut, der Ort wesentlich angenehmer als Playa del Ingles.Und durch das All Inclusive werden die Nebenkosten kalkulierbar, der Mehrpreis gegenüber HP allemal wieder reingeholt.
Das soll es gewesen sein.Der Seemann.
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Elokin19 30.05.2007 13:06
germanchopper 05.02.2004 21:53
Hallo popeye, dein Bericht ist einsame Spitze und trotz des Alters (2,5 Jahre) noch immer brandaktuell. Wir waren im Januar 2004 da und dein Bericht stimmt bis ins kleinste Detail. Nur den Spielplatz haben wir nicht gesehen, da wir keine Kinder haben (deswegen fehlt uns der Blick für Spielplätze). Leider habe ich bei deinem Bricht TRÄNEN gelacht und mußte einiges 2-3 mal lesen, um es durch die Tränen richtig zu sehen Dein Schreibstil ist die „Wucht in Tüten“. Aber mal ein Tipp für die Zukunft: in hoteleigenen Supermärkten kauft man auch nicht ein.....tztztz....das verdirbt einem ja den ganzen Urlaub. Wir machen es immer so, daß wir uns einen Wagen für 2 Tage mieten, um die Insel anzusehen und dabei gleich in den Shopping-Centern in der Nähe von den Autobahnen einkaufen. Das ganze findet ganz am Anfang vom Urlaub statt, so ist allen gedient. Die Insel wurde besichtigt und wenn man z.B. Alkohol oder Zigaretten kaufen will, ist der Wagen (rein rechnerisch) fast umsonst (im Gegensatz zu den Preisen in den Touri-Bettenburgen. Es grüßt germanchopper
Chris26 24.03.2003 00:15
Wow, noch ausführlicher geht's ja wohl kaum! Super Hotelrezension!
MissKlamotte 14.03.2003 22:58
abutilon 13.03.2003 23:18
Da hast Du wohl recht - der Teuro hat erbarmungslos zugeschlagen auf den Kanaren. Ist mir auch schon sauer aufgestoßen. Aber was bitte ist Krökeln? Ansonsten habe ich Tränen gelacht bei Deinem Bericht. Schöne Grüße Claudia