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Pro Netter Empfangsherr.
Kontra Renovierungsbedürftig. Verdreckt. Stinkt.
Das Hotel Rex in Hamburg hat bisher noch keinerlei Bewertung bekommen und das will ich nach einem Besuch dort ändern.
Es handelt sich dabei um ein Hotel, das sich etwas außerhalb der Innenstand befindet, jedoch eine relativ gute Bus- und S-Bahnverbindung hat.Das Hotel hat keinen einzigen Stern und ein Aufenthalt dort kommt einem wie eine Zeitreise vor: 50 Jahre zurück!
* * * * *SUCHE / FINDE
Wie schon so oft war ich auf der Suche nach einem Hotel, diesmal allerdings in Deutschland. Hamburg!An einem verlängerten Mai-Wochenende - man (in diesem Fall "frau") gönnt sich ja sonst nix - wurde ein Ausflug in die Hansestadt Hamburg unternommen.
Im Internet war alles "erschwingliche" ausgebucht, so nahm ich mir die Hotels vor, die nur per Telefon buchbar sind. Ich fand für das Wochenende, an dem ziemlich viel in der Stadt los war, tatsächlich noch ein Zimmer für uns zwei Mädels.Per Telefon teilte mir ein Mann freundlich mit, dass gerade ein Zimmer frei geworden war und ich es haben könne. Er wollte nur meinen Namen und Handy-Nr. haben. Viele Hotels bestehen sonst zusätzlich auf eine Kreditkarten-Nr..
Im Internet fand ich nur eine Seite die sich im Aufbau befand und somit war ich ganz gespannt. Mein Pech mit den Hotels sollte dieses Wochenende nicht versauen!Wir Mädels nahmen uns vor, einige typische Sehenswürdigkeiten abzuklappern und abends schön auszugehen. Pustekuchen. Wir waren so K.O., dass wir nur noch müde am Hotel ankamen. Und darum geht es hier:
UNSER HOTEL !* * * * *
ERSTER EINDRUCKIch kam früher als meine Freundin in Hamburg an und fuhr schon mal vor, um mir das Hotel mit dem Hunde-Namen mal genauer anzusehen.
Stellingen, vom Bahnhof Hamburg Altona mit dem Bus in etwa 20 Minuten erreichbar.Mit der Buslinie 183 fuhr ich also am Hotel vorbei. War klar. Ich fand es nicht sofort, da die Aufschrift von der gegenüberliegenden Seite durch die Bäume nicht zu erkennen war. Eine Station zurückgelaufen übersah ich es erst, bis ich zwischen einem Motorrad-Kleidung-und-Zubehör-Laden (rechts) und einer etwas heruntergekommenen (und nachts lauten) Bar (links von mir) stand. Das Schild, das wie die Werbetafel einer alten Tankstelle aussah, fiel mir erst dann auf: "Hotel Rex!"
Hinter einem gekachelten höhligen Durchgang, befindet sich die Eingangstür zum Hotel. Vor dem Durchgang ist die Aufschrift (eigentlich) groß und gut lesbar "Hotel Rex" mit einigen Infos zu den Zimmerpreisen angebracht (siehe Foto Nr. 1 "Hotel Rex").Es hatte den Eindruck ein Motel, anstatt Hotel, zu sein. Heruntergekommen aber dennoch nett war der Empfangsbereich.
An der Rezeption gab es eine Bimmel, die ich unbedingt benutzen musste. Daraufhin kam ein Mann. Er ließ mich ein Formular ausfüllen, wollte meinen Personalausweis gar nicht erst sehen und gab mir die Schlüssel (siehe Foto Nr. 2 "Hotelschlüssel") vom Hoteleingang und dem Hotelzimmer. Dann sagte er, ich solle durch die Tür und dann an den Toiletten nach links. Ich wunderte mich, dass es Klos außerhalb der Zimmer gab. Dann dachte ich, es wäre für irgendwelche Gäste oder vielleicht auch für das Personal. Nix da!Ich ging also allein durch die Tür zum Flur im Erdgeschoss, indem sich einige Zimmer befanden. Urin-Gestank überwältigte meine Nase. Die Toiletten, die sich vorne am Eingang des Flures befanden, wurden anscheinend von ALLEN Hotelgästen genutzt aber von der Reinigungskraft nicht sonderlich gereinigt.
Schon etwas in Sorge kam ich zu meiner Zimmer-Tür und bekam sie erst gar nicht auf. Nach etwas fummeln und fluchen klappte es dann doch noch.Ich stand also im sogenannten Badezimmer, das das eigentliche Zimmer durch eine Holztür abtrennte:
Gelb-braunen Kachelboden, rechts eine mit Plastikgardine abgetrennte Dusche. Ein Waschbecken daneben. Dann ging es durch die zweite Tür, die das angebliche (winzige) Badezimmer vom Schlafzimmer abtrennte.Das Doppelzimmer bestand aus zwei separaten Betten (siehe Foto Nr. 3 "Zimmer") getrennt durch einen Tisch mit einem alten grünen Telefon sowie einem Glas-Aschenbecher darauf, ein eingebauter Schrank (siehe Foto Nr. 4 "Schrank und Tür") - in den sicherlich schon sehr lange keiner mehr seine Kleidung zu hängen wagte -, ein Fernseher auf gestapelten Gelben Seiten (siehe Foto Nr. 5 "Fernseher"), kleine Blumen-Druck-Bilder über beiden Betten und ein muffiger dreckiger kleiner Teppich. Wenigstens waren die Bettlacken weiß.
Sollte das ein Nichtraucher-Zimmer sein? -Igit!* * * * *
DUSCHEEs musste einmal so kommen, dass ich die Dusche versuchte zu nutzen. Ich betone hier ausdrücklich das Wort "versuchte", denn das Wasser spritzte in dünnen Streifen in zwei verschiedene Richtungen, so dass es mir Mühe machte überhaupt nass zu werden. Es galt außerdem den Eckel zu überwinden, da die "Kabine" sehr eng und nicht sonderlich sauber war. Schimmel guckte mich von allen Seiten an.
Wie bereits erwähnt gab es Handtücher. Gelbe und graue. Diese passten farblich perfekt zu den vergilbten Kacheln und den schwarzen Rändern in der Dusche (siehe Foto Nr. 6 "Bad"). Alles antike Stücke, etwa 50 Jahre alt.
Ich hatte mir von Peter, dem netten Herrn vom Empfang, einen Fön ausgeliehen. Ich bekam ein bis dahin nur in alten Büchern und/oder Zeitschriften gesehenes Modell in rauchigem Gelb (siehe Foto Nr. 7 "Fön"), das ins Museum gehört. Laut Peter ist der Fön so alt wie das Hotel: 50 Jahre. Natürlich probierte ich es vor dem Duschen aus. Dabei fiel mir auf, dass im sogenannten Badezimmer die Steckdose nicht funktionsfähig ist. Als ich den Fön nun endlich an bekam (andere Steckdose), hörte ich ein lautes "wuuuuuuuuuuuuuum" und es roch nach verbranntem Staub. Experimentell, dachte ich und benutzte das alte Schätzchen lieber nicht. Meinen Haaren zuliebe.
FRÜHSTÜCK
Dazu kann ich keine genauen Angaben machen.* * * * *
AUS-CHECKENDer Empfangsherr hatte am Abend zuvor gesagt, dass ich vor 10:00 Uhr zu ihm kommen soll um das Zimmer abzurechnen und bis etwa 12:00 Uhr das Hotelzimmer nutzen kann.
Mit Bargeld bewaffnet erfuhr ich von anderen Gästen, dass hier erst seit einem Jahr die Kartenzahlung eingeführt war und es deshalb etwas dauerte. Mein Bares lachte, ich bekam jedoch keine Rechnung bzw. Quittung, weil der Drucker an dem Sonntag streikte.Um 12:00 Uhr war ich draußen und die Schlüssel auf dem Rezeptionstisch.
* * * * *PREIS
Pro Zimmer von 34,00 bis 69,00 EUREinzelzimmer: EUR 32,00 bis 50,00
Doppelzimmer: EUR 42,00 bis 69,00
* * * * *
ADRESSEHotel Rex
Kieler Strasse 385
22525 Hamburg (Stellingen)
http://www.hotel-rex-hamburg.de
* * * * *VERKEHRSANBINDUNG
BUS-LinienS-BAHN
Nr. 11 von Altona-Bahnhof zur Haltestelle Stellingen.
WEITERE INFOS
- Hotel befindet sich in der Nähe zum Volksparkstadion (Arena)- Es hat 49 Betten in 32 Zimmern.
* * * * *FOTOS
Nr. 1 "Hotel Rex"
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Wolle0509 24.09.2009 09:22
witzig finde ich ja, dass auf dem Schlüsselanhänger noch die alten Postleitzahlen stehen...
ZIMT-ZICKE 23.09.2009 17:39
Wie jetzt? Jetzt steht das BH da und ich durfte nicht mal einen Kommentar abgeben? Na ja, dann eben jetzt! Ciao hat wohl mal wieder Probleme. Dieses Hotel gefällt mir auch nicht. Liegt es an meinem Alter und meinen Ansprüchen? Das ist grauenvoll. Aber der Bericht ist sehr gut.
badenpower60 23.09.2009 14:51
redel99 25.02.2008 07:05
Klingt wirklich nicht einladend. Danke für die Warnung. LG. Niklas
Da bist Du anscheinend zweimal verreist, Einmal ins Hotel und einmal in die Zeit zurück.