Hotel Restaurant-Café Konditorei Knaus, Unteruhldingen (Uhldingen-Mühlhofen)

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Hotel Restaurant-Café Konditorei Knaus, Unteruhldingen (Uhldingen-Mühlhofen)

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Heute "knausern" wir!

4  03.07.2012

Pro:
leckeres Essen, Preis - /Leistungsverhältnis, schöne Lage, toller Service, geniale Desserts

Kontra:
eines der Hauptgerichte viel zu knapp bemessen, relativ dunkler Innenraum

Empfehlenswert: Ja 

LaberLili

Über sich: 18.07.: Und nun erstmal zehn Tage Jubel, Trubel, Heiterkeit... :)

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Nun ist es schon wieder über eine Woche her, dass wir am Bodensee waren, aber ich habe immer noch Einiges von unseren Erlebnissen zu berichten – oder auch von unserem Gegessenen, wie in diesem Fall nun.

Der Betrieb Knaus – Hotel, Restaurant, Café-Konditorei

Der Gasthof Knaus liegt in unmittelbarer Nähe des Yachthafens von Unteruhldingen, was wiederum zur Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen gehört, die zwischen Überlingen und Meersburg am Bodensee zu finden ist. Verlässt man ein Kursschiff am Uhldinger Hafen, umrundet man diesen einfach und hält sich dabei rechts: so wird man automatisch auf das Knaus-Haus hingeführt. Dort, wo sich die Seestraße und die Schulstraße kreuzen: da findet man dies Hotel-Restaurant.
Neben dem Hotel gibt es wohl auch einige Autostellplätze, aber ich weiß nicht, ob diese Parkplätze nicht eher den Hotelgästen vorbehalten sind. Ohnehin: würden sämtliche Restaurantgäste hier mit dem Auto ankommen, wäre der Parkraum keinesfalls ausreichend.
Unteruhldingen ist verkehrsberuhigt, am Ortsrand findet man einen großen (kostenpflichtigen) Parkplatz und von hier aus erreicht man Knaus in nur wenigen Minuten Fußweg.

„Knaus“ – das ist ein Hotel plus Restaurant plus eigener Konditorei, also ein Multitalent. Untergebracht waren wir aber auch heuer wieder im Gästehaus Anker und auch zum Kuchen essen sind wir nicht bei Knaus eingekehrt, aber in diesem Jahr haben wir es zumindest geschafft, gleich 2x dort zwecks Abendessens einzulaufen. Und von diesen Besuchen wird mein Bericht nun handeln – er ist im Sinne „Hotel-Restaurant“ also nicht vollständig, da ich eben nicht über das Hotel, sondern lediglich über den Restaurantbetrieb berichten kann.

Kommen wir nun also zu unseren Restaurantbesuchen im Hause Knaus, denn so wie wir unseren Urlaub am ersten Tag begonnen haben, so haben wir ihn am letzten Tag auch beschlossen: mit einem „knauserigen“ Abendessen.
Am ersten Abend - drinnen…

… waren wir noch mit meinem Bruder samt Gattin dort. An jenem Abend war das Wetter ein wenig unstet (heißt: der Regen hatte sich noch nicht ganz entschieden, ob er der Sonne nun tatsächlich Platz machen sollte) – zudem war es der Tag des EM-Spiels Deutschland-Holland und bei Knaus hatte man sich dem Public Viewing im Kleinen verschrieben (heißt: in der Gaststube konnte man das Spiel auf einem höher angebrachten Flachbildschirm betrachten). Wir setzten uns also hinein: der Gastraum hat die Form eines liegenden Us und ist eher schmal. Hauptsächlich gibt es hier Vierer- und Zweiertische: allgemein haben hier vorne auch nicht Hunderte an Personen Platz. (Ich weiß nun aber auch nicht, ob sich nach hinten raus nicht doch noch ein weiterer Saal befindet.)
Bei besonders schlechtem Wetter würde ich aber generell empfehlen, entweder zeitig hier aufzulaufen oder zuvor einen Tisch zu reservieren.

Der Gastraum ist eher dunkel gehalten; mir war er schon fast etwas zu duster: da hätte ich nun den ein oder anderen Farbtupfer ganz schön gefunden. Aber insgesamt ist die Einrichtung in den gedeckten Farben eher klassisch-schlicht gehalten.

An diesem Abend war der Gastraum nun gut gefüllt: das Wetter entschied sich letztlich doch zugunsten der Sonne; ohnehin war es tagsüber sehr heiß gewesen, lediglich am Mittag hatte es, passend zu unserer Ankunft, einen derben Schauer von dreiminütiger Dauer gegeben und am späten Nachmittag waren hier noch zwei kurze Platzregen gefolgt, die jeweils aber nichtmals eine Minute anhielten. Kurzum: im Restaurant war es doch auch recht warm und stickig und nur bei geöffnetem Fenster wirklich angenehm. Glücklicherweise stand unser Tisch auch direkt an einem solchen.

Mein Mann und ich hatten am Mittag, nachdem wir ankamen, schon eine Pizza gegessen und entschieden uns (eigentlich), zum Abendessen nur eine Hauptspeise zu nehmen. Mein Bruder und meine Schwägerin bestellten zunächst allerdings noch eine Vorspeise, die auch prompt gebracht und von Beiden wohlwollend aufgenommen wurde. Ebenso wie beide Vorspeisen gleichzeitig gebracht wurden, trudelten auch unsere vier Hauptspeisen gemeinsam bei uns ein – so wie es doch auch sein sollte.

Was meine Schwägerin aß, ist mir entfallen. Ich wollte angesichts der Tatsache, dass ich an jenem Tag ja schon mittags eine warme Mahlzeit zu mir genommen hatte, aber dennoch noch Hunger hatte, lieber etwas Leichtes zu mir nehmen und entschied mich für den „Fischersalat“: das ist ein großer gemischter Salat mit verschiedenen Fischfilets und Melone. Dieser war auch tatsächlich sehr lecker und recht groß, so groß, dass ich die letzten Happen nicht geschafft habe – wobei ich davon ausgehe, dass die Portion, hätte ich nicht ein paar Stunden zuvor jene Pizza gegessen, durchaus auch von mir verzehrbar gewesen wäre. Meine restliche Portion aß dann mein Bruder, der auch den Teller seiner Gattin, die ebenfalls vorzeitig das Handtuch warf, leeraß.

Mein Bruder und mein Göttergatte hatten beide den „Uhldinger Filettopf“ bestellt: dieser bestand aus Schweinemedaillons mit hausgemachten Spätzle und einer Pilzrahmsauce. Der Filettopf kam dann in einem Töpfchen daher:
Bilder
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  • Hotel Restaurant-Café Konditorei Knaus, Unteruhldingen (Uhldingen-Mühlhofen) Knaus Unteruhldingen
  • Hotel Restaurant-Café Konditorei Knaus, Unteruhldingen (Uhldingen-Mühlhofen) knauseriger Matjes-Monat
  • Hotel Restaurant-Café Konditorei Knaus, Unteruhldingen (Uhldingen-Mühlhofen) Tomatensuppe bei Knaus
Hotel Restaurant-Café Konditorei Knaus, Unteruhldingen (Uhldingen-Mühlhofen) Hotel Restaurant-Café Konditorei Knas
Auf dem Weg zum Knaus`ern (nicht sichtbar: rechts der Bodensee bzw. der Yachthafen von Unteruhldingen)
ähnlich einem Single-Römertopf bzw. einer kleinen Auflaufform. Dabei war dieses Töpfchen nichtmals komplett gefüllt: ich saß neben meinem Mann und als der Filettopf neben ihm platziert wurde, konnte ich so nichtmals erkennen, dass dort überhaupt etwas drinnen war. Warum ich das so betone? Weil beide Männer im Anschluss nicht satt waren und sowohl meine Schwägerin als auch ich waren der Meinung, dass die dargebotene Menge doch tatsächlich etwas mickrig war.
Unsere Teller (also der meinige und der meiner Schwägerin) waren nun wirklich gut gefüllt: ich hatte schon fast einen Salatberg vor mir, aber der „Uhldinger Filettopf“ bedeckte mengentechnisch nun grad mal den Teller, nachdem man das Filettöpfchen geleert hatte. Meiner Meinung nach wäre die Portion „für den kleinen Hunger“ oder als Kindergericht absolut in Ordnung gewesen, aber als Hauptgericht, das mit 14,90€ auch noch zu den teuersten angebotenen Speisen gehörte?!

Immerhin fanden beide Männer den „Uhldinger Filettopf“ aber sehr lecker, eben nur deutlich zuwenig, was dann auch dazu führte, dass Beide tatsächlich noch ein weiteres Hauptgericht bestellten und zwar jeweils die mit Käse überbackenen Maultaschen in Tomatensauce. Während mein Mann hier aber kurz vor Schluss dann doch auch aufgab (was er vor Allem der Tatsache des stopfenden Käses zuschrieb), bestellte mein Bruder zum Entsetzen meiner Schwägerin im Anschluss noch ein Dessert. :) Ja, mein Bruder hatte eine Vorspeise, zwei Hauptgerichte, ein Dessert und noch Reste der übrigen Hauptspeisen; nein, mein Bruder ist nicht übergewichtig. Ja, mein Bruder ist verfressen; nein, er hat keinen krankhaften Stoffwechsel.

Insgesamt: mein Bruder isst eigentlich immer soviel und bis auf die Größe des „Uhldinger Filettopfs“ waren die Portionen doch auch absolut in Ordnung. Brüderchen und Ehefrau waren zuvor übrigens schonmal dort gewesen: an dem Tag hatte Frau Schwägerin abends keinen rechten Hunger mehr und entschied sich dann für etwas vermeintlich Leichtes, Kleines; Ofenkartoffel mit Kräuterquark und Salat. Bevor wir gemeinsam zum Essen bei Knaus aufbrachen, hatte mein Bruder noch gewitzelt, dass bei besagtem Essen seine Liebste auch an der Portion gescheitert sei: „Die schafft noch nichtmal eine ganze Kartoffel!“ Als ich ihn später dazu befragte, meinte er, dass ihm beim vorherigen Knaus-Besuch auch ein Hauptgericht vollends ausgereicht habe. Von daher war es nun schon überraschend und erstaunlich, dass der „Uhldinger Filettopf“ derart minimalistisch daherkam. Ich meine, Teller müssen ja nicht überbordend voll sein, aber wenn man beim Anblick des gebrachten Essens bereits denkt: „Ist das alles, oder kommt da noch was?“ und dann nichtmals satt wird… wir waren hier immerhin in einem gutbürgerlichen Lokal und nicht in einem Luxusrestaurant, wo ein teelöffelgroßer Klecks Irgendwas auf einen Quadratmeter Teller kommt!

Aber da das Essen im Allgemeinen sehr lecker war, die Preise vertretbar und die Portionen ansonsten auch okay waren, konnten wir das Restaurant Knaus nach unserem ersten Besuch dort zwar durchaus weiterempfehlen – mit dem Hinweis, dass der „Uhldinger Filettopf“ eher knapp bemessen und von ihm als Hauptspeise abzuraten sei.

Sanitäranlagen…

Die Toilettenräume gehen in diesem Fall direkt vom Gastraum ab, was ich persönlich eher unschön finde – zumindest möchte ich nicht neben den Toilettentüren sitzen, erst recht nicht an gutfrequentierten Abenden.

Ansonsten kann ich kaum was zu den WCs sagen: weder ich noch mein Mann haben diese besucht – im Gegensatz zu meiner Schwägerin und die hat heile zu unserem Tisch zurückgefunden. Hungrige Krokodile werden also kaum in den Toilettenräumen versteckt sein. Und Frau Schwägerin ist auch nicht angewidert aus dem Lokal gestürmt, also muss es dort auch sauber gewesen sein.

Am letzten Abend – draußen…

… wollten wir auch der Terrasse noch eine Chance geben. Wir waren fast den kompletten Tag ausschließlich mit dem Schiff unterwegs gewesen und hatten eine große Rundfahrt mit den Kursschiffen unternommen: da wir unterwegs nichts gegessen hatten, waren wir entsprechend hungrig.

Das Wetter war recht schön und so konnte man ganz gut draußen auf der Knausschen Terrasse sitzen: diese ist relativ groß und bietet mehr Platz als der Innenraum. Naturgemäß ist sie auch deutlich heller, haha. Aufgrund der Lage des Hotel-Restaurant Knaus sieht man eigentlich von jedem Terrassenplatz aus zumindest zipfelmäßig noch den Yachthafen.
Die Terrasse ist mit großen gelb-weissen Sonnenschirmen ausgestattet und auf den direkt ans Haus angrenzenden Plätzen gibt es hier auch eine Markise, die sich sehr weit ausfahren lässt, so dass auch alle Personen, die hier auf der Terrasse sitzen, bei Regen nicht nass werden – sofern kein Wind den Regen in Richtung des Hauses, sprich: der auf der Terrasse sitzenden Gäste, peitscht. Unter den Sonnenschirmen ist man im Regenfall ähnlich gut geschützt, so dass man auch bei Nieselwetter nicht gleich nach innen flüchten muss.

Festgestellt: zumindest die auf die Terrasse hinausgehenden Fenster des Restaurants lassen sich ebenfalls komplett einfahren (ich weiß gar nicht, warum das an unserem ersten Abend nicht gemacht worden ist). Allerdings ist es dann so, dass die, die innen am Fenster sitzen, so quasi neben, aber etwas über, denen sitzen, die auf der anderen Seite auf der Terrasse vor dem Fenster sitzen. Ich finde das jetzt nicht ganz so schön, vor Allem, da die Gäste drinnen auf die Gäste draußen quasi herabblicken und bei einem romantischen Abendessen würde ich nun auch nicht so unter/neben den Augen und Ohren Fremder essen wollen. In solchen Fällen also besser einen komplett freistehenden Tisch wählen!

Als wir nun da waren, neigte sich die Vorsaison ja just ihrem Ende zu: die Terrasse füllte sich später noch etwas mehr, blieb aber nahezu halbleer. In der Hauptsaison wird dort aber entsprechend mehr los sein.

An unserem letzten Abend entschieden wir uns dann auch für eine Vorspeise: ich nahm die Tomatensuppe mit Kräutercroutons, während mein Mann sich für die Brokkolicremesuppe entschied, die just Tagessuppe war. Ich liebe Tomatensuppe und diese war auch angenehm cremig und fruchtig, auch die Croutons waren perfekt. Mein Mann war auch absolut von seiner Brokkolicremesuppe begeistert und da ich mir das Naschen natürlich nicht nehmen lassen konnte: diese Suppe war wirklich genial und egal, wie toll ich Tomatensuppe auch finde – diese Brokkolicremesuppe übertraf sie sogar noch. Beide Suppen waren auch definitiv komplett selbst gemacht.

Als Hauptgericht wählte mein Mann die panierten Schnitzel „Wiener Art“ mit Pommes frites, während ich das „rasant pikante Paprikaschnitzel“ wählte, ebenfalls mit Pommes frites. Ich hatte während des gesamten Urlaubs fast gar kein Fleisch, sondern eigentlich nur Fisch und Meeresgetier gegessen, und war der Meinung, es sei mal wieder Zeit für ein Fleischgericht. Das Paprikaschnitzel sollte mit einer leichten Chilinote versehen sein und ich bin Fan von leichter Schärfe.

Nun ja, die Pommes frites waren angenehm knusprig und grade ausreichend gewürzt, weder zuviel, noch zuwenig: ich konnte sie so sehr gut zusammen mit der Paprikasauce meines Gerichts essen. Pur wären sie auch in Ordnung gewesen, aber ich bin kein Fan von reinen Fritten. Mein Mann hat einen Mayo-Tick und die gewünschte Mayonnaise wurde auch hier in Beutelform nachgeliefert (obschon ich ja schon fast damit gerechnet hatte, dass man hier auch Mayo und Ketchup täglich selbst macht und den Gästen dann in kleinen Schälchen offeriert).

Mein Paprikaschnitzel war relativ dick und mein Messer relativ stumpf; da ich zudem nicht über Bärenkräfte verfüge (eher im Gegenteil), musste ich mich da schon anstrengen. Okay, ich hätte auch einfach nach einem neuen Messer fragen kann, aber da war mein Kampfeswille geweckt. ;)
Insgesamt war mein „rasant pikantes Paprikaschnitzel“ einfach ein qualitativ hochwertigeres Zigeunerschnitzel und im Übrigen nicht „rasant pikant“: die Paprikanote war ganz klar da und angesichts der größeren Paprikastücke auch kaum abzustreiten, aber die leichte Chilinote war wohl so leicht, dass der Wind sie bereits davongetragen hatte als das Paprikaschnitzel bei mir ankam. Ich fand es ohne Zweifel sehr lecker, aber die versprochene Schärfe blieb eben aus. Nichtsdestotrotz überzeugte das Paprikaschnitzel geschmacklich so sehr, dass ich es durchaus nochmals bestellen würde, aber wer es in der Hoffnung auf etwas Scharfes ordert, wird doch enttäuscht sein.

Aber in jedem Fall war das Schnitzel, grad auch angesichts seiner Dicke, absolut gut gebraten: da hat man ja oft das Problem, dass es innen noch (relativ) roh ist, während es außen schon totgebraten ist. Das war nun wie gesagt sehr lecker, halt nur nicht rasant pikant.

Mein Mann war mit seinen Schnitzeln Wiener Art nun auch sehr zufrieden und ich habe natürlich wieder mal genascht: man konnte nun zwar nicht so einfach mit der Gabel ein Stück abstechen, aber im Mund war das Schnitzel dann doch auch angenehm butterig. Die Schnitzel waren auch schön plattgeklopft, da kam dann auch mein Messer problemlos durch.

Portionstechnisch gab es nun auch nicht zu mäkeln: wir haben beide unsere Teller artig leergegessen – und da es unser letzter Abend war, haben wir uns dann auch noch ein Dessert gegönnt. Also dieser Entschluss fiel weniger, weil wir noch so hungrig gewesen wären, sondern tatsächlich eher, um den Abschluss des Abends (und vor Allem des Urlaubs) zu würdigen – und da wir quasi seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, hatte ich auch entsprechend Appetit. Aber ich muss sagen: hätten wir nachmittags doch auch noch Kaffee und Kuchen gehabt, dann hätte ich wohl schon mit den letzten Bissen vom Paprikaschnitzel zu kämpfen gehabt. Aber so passte halt auch noch ein Dessert rein.

Mein Mann entschied sich hier nun für den hausgemachten Apfelstrudel mit Vanilleeis, der auch auf der regulären Karte zu finden ist. Ich hingegen entschied mich für die zum Tagesdessert erklärte Waffel mit Sahne und Pistazieneis.

Die einer belgischen Waffel nicht unähnliche Waffel war sehr zart und fluffig, auch innen war sie nicht zerbacken oder zu mantschig, sondern noch leicht-teigig, aber eben nicht roh. Die Sahne war halt Sahne; da gibt’s nichts Auffälliges zu berichten. Das Pistazieneis war herrlich: schön cremig, aber nicht zu süß, sondern hier kam das Pistazien-Aroma ganz toll zum Vorschein.

Der werte Gatte war auch absolut angetan von seinem Strudel, aber vor Allem schwerverliebt in das Vanilleeis, welches mit einer deutlichen Vanillenote daherkam. Und tatsächlich schmeckte das Eis nicht nur hausgemacht, sondern war es auch tatsächlich, wie uns von der freundlichen Bedienung versichert wurde.
Angesichts der mehr als überzeugenden Desserts haben wir es dann auch fast ein wenig bereut, dass wir in der Woche zuvor nicht mal zu Kaffee und Kuchen aus der Konditorei Knaus hier eingekehrt sind.

Der Service: top!

Ich möchte an dieser Stelle übrigens darauf hinweisen, dass der Service im Restaurant Knaus aber mitunter einer der mit am Abstand besten Services war, den wir während des Essens am See je erlebt haben. Ob bei unserem ersten oder auch dem zweiten Besuch: wir sind immer sehr schnell bedient worden und hatten weder bemerkenswerte Wartezeiten auf Getränke noch auf unser Essen.

„Sonderwünsche“ wurden auch schnell erfüllt: mein Mann hatte beispielsweise kaum um Mayo gebeten, da bekam er sie auch schon gereicht und hier bestand auch keine strikte Tischaufteilung zwischen den Servicekräften. D.h. ein „Ich sag meiner Kollegin/meinem Kollegen gleich Bescheid!“ haben wir nie gehört: entweder wurde kurz freundlich genickt und dem entsprechenden Mitarbeiter hinter den Kulissen Bescheid gegeben (als wir beim zweiten Besuch eine andere Kellnerin nach der Rechnung fragten, gab sie uns lediglich eine Rückmeldung und eine Minute später kam dann aber schon die wohl eigentlich für uns zuständige Mitarbeiterin mit der Rechnung angeflitzt) oder man kümmerte sich eben selbst schnell um das Anliegen der Gäste.

Die Servicekräfte waren auch nicht aufdringlich, wenn auch immer präsent: ständig wuselte jemand zwischen den Tischen umher, so dass man seine Anliegen immer gleich loswurde. Man musste also nie minutenlang warten, bis man jemanden aus dem Service abfangen konnte. Von daher: ganz dickes Lob an den Service (der auch noch sehr ruhig und gelassen blieb, als sich bei unserem zweiten Besuch die Gäste an einem anderen Tisch in unserer Nähe auf der Terrasse offensichtlich als „etwas“ schwieriger entpuppten)!
Und das Ganze kostet wieviel?

Wie schon erwähnt, war der „Uhldinger Filettopf“ mit 14,90€ eines der teuersten Hauptgerichte: die Essenspreise bewegten sich größtenteils im Rahmen von 10-15€. Ich komme vom platten Land in einer Nicht-Touristengegend und dort sind die Restaurantpreise ähnlich; von daher finde ich die Knaus-Preise nun kaum auffällig.

Ich habe mir allerdings von einer Einheimischen sagen lassen, dass die Kuchen-Preise dort etwas höher sein sollen: die hauseigene Konditorei würde entsprechende Preise haben. '''Unsere Desserts inklusive Backwaren kosteten nun je 5,50€, was absolut okay ist und wenn die Kuchen und Torten dort im Allgemeinen so lecker sind, wie es die Dessertqualität nun versprach, würde ich nachmittags auch gerne ein, zwei €uronen mehr für das Kuchenstück zahlen'''. Aber wie gesagt: wenn man vom Apfelstrudel absieht, haben wir dort weder Kuchen noch Torte gegessen und die Preise für das „normale“ Essen waren in meinen Augen eben auch normal.

Das letzte Essen (unsere beiden Drei-Gänge-Menüs plus jeweils ein großes Getränk) lag nun bei knapp 47€ und auch für das erste Essen hatten wir Zwei zusammen um die 40€ zu löhnen (zwar hatten wir dort weder Vorspeisen noch Desserts, aber das zusätzliche Hauptgericht fraß diese „Ersparnis“ quasi wieder auf).

Unten auf der Rechnung befindet sich übrigens ein „Knauserpass“: legt man diese Rechnung beim nächsten Besuch direkt vor, erhält man 10% Rabatt auf alle warmen Speisen, die bei jenem Besuch verzehrt werden. Stammgäste können preislich also noch etwas profitieren.

Bei den angehängten Fotos findet ihr übrigens auch einen kleinen Auszug aus der Speisekarte, könnt euch also ein noch detaillierteres Bild über die Essenpreise machen. ;)

Alles in Allem…

können sowohl ich als auch mein Mann einen Essensbesuch im Restaurant Knaus durchaus empfehlen. Unbegrenzt begeistert sind wir jedoch beide nicht: denn es sollte einfach nicht passieren, dass ein Hauptgericht so knapp dargereicht wird, dass eine erwachsene Person nicht davon satt wird. Aber in dieser Hinsicht schien der „Uhldinger Filettopf“ durchaus eine Ausnahme zu sein und dass mein rasant pikantes Paprikaschnitzel nun nicht so rasant pikant war, wie der Name es vermuten ließ: gegessen (im wahrsten Sinne des Wortes).

Insgesamt hat das Essen ja doch sehr gut geschmeckt, die Preise waren nicht übertrieben, der Service war sehr gut, aber bevor ich das Restaurant Knaus weiterempfehle, ziehe ich in der Gesamtwertung dann doch ein Sternlein ab und statt einem „sehr gut“ gibt’s dann eben aber immer noch ein „gut“.


Hinweis zu den Fotos: bei unserem ersten Besuch ist mir erst im Nachhinein eingefallen, dass man ja auch über das Restaurant einen Bericht schreiben könnte. Von daher gibt es von diesem ersten Besuch auch keine Bilder von den Gerichten; von der Gaststube könnte ich so oder so kein Bild so einfach online stellen, sofern ich eines gemacht hätte: denn der Gastraum war bei diesem Besuch gut gefüllt und man hätte immer fremde Personen erkannt und hätte ich diese Menschlein alle wegretuschiert, wäre wohl auch das gesamte Foto ausradiert gewesen. Von daher beschränken sich die Fotos auf den Abend des zweiten Besuchs!

Auf der Knaus-homepage (http://hotelknaus.de) könnt ihr unter dem Punkt Restaurant im obigen Wechselbanner übrigens einen Blick sowohl in das Restaurant als auch auf die Terrasse werfen!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
travelgirl

travelgirl

17.09.2013 09:15

*Wäschenachlieferung*

travelgirl

travelgirl

07.08.2013 11:55

Ein Bericht, der auf jeden Fall ein bh verdient, das ich allerdings nachliefern muss :( Da ich leider nur 9 bhs pro Tag verteilen kann, aber noch über 100 Berichte (siehe Favoriten) auf der bh-Warteliste sind, kann es noch ein paar Tage dauern, bis ich noch mal vorbeikomme, aber versprochen, ist versprochen... Bis dahin lg und einen tollen Start in die Woche - tg

t.schlumpf

t.schlumpf

26.12.2012 18:14

Schöne Restweihnachten wünsch ich dir noch ;o)

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