Erfahrungsbericht über

Hotel Raquel, Havanna

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Hotel Raquel, Havanna

 

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Prämierter Erfahrungsbericht

Ein Glücksgriff !

4  25.06.2012

Pro:
Architektur, Zimmer, Personal

Kontra:
das Essen (zumindest das Frühstück); Kleinigkeiten

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Preis-/Leistungsverhältnis

Anbindung

Service

Essen & Trinken

Sauberkeit

mehr


RoneryWulf

Über sich:

Mitglied seit:27.02.2010

Erfahrungsberichte:46

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 128 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Wie einige eventuell mitbekommen haben, habe ich mir Ende April/Anfang Mai noch einmal einen richtig großen Lebenstraum erfüllt. Es mag sich etwas seltsam anhören, aber nach Kuba wollte ich eigentlich schon einmal seit dem Kindesalter. Und nun... hat es endlich geklappt. Ich durfte nach Kuba! Und habe so Gelegenheit das sozialistische Kuba, so wie es wohl nicht mehr lange bestehen bleibt, doch noch einmal kennen zu lernen. Dabei war meine erste Station auf meiner Rundereise dieses Hotel, in dem ich während meiner drei Wochen fünf Nächte verbringen durfte. Ja, ich "durfte", denn angesichts der gerade einmal 25 Zimmer und der Dauerausbuchung ist das nämlich schon fast ein Privileg.


Allgemeines zum Hotel
Das Gebäude, eine Villa im Jugendstil, wurde 1905 erbaut und 1908 nochmals erweitert. Ursprünglich war es nichts anderes als ein Geschäftshaus mit Büros und Läden. Bis sich die kubanische Handelskammer dieses schöne Stück unter dem Nagel riss. Heute ist es Eine der besten Adressen im bezahlbaren Bereich unter den Hotels in Havanna und ist mit vier Sternen dekoriert. Das Hotel ist Eigentum der Hotelkette Garni, die Leitung ist jedoch in Kubanischer Hand.


Die Lage - zu Fuß durch die Altstadt
Aber fangen wir einmal ganz langsam an und schauen uns die Umgebung an. Zu aller erst: Wir befinden uns in der Altstadt von Havanna und zwar in einer sehr, sehr, sehr zentralen Lage. Man ist wirklich im Handumdrehen an vielen wichtigen "Spots of Interest" für jeden Besucher dieses ungewöhnlichen Landes. Während meines Havanna-Aufenthalts hat mir insbesondere der "Plaza Vieja" unglaublich gut zugesagt. Ein schöner Platz umgeben von zahlreichen Kolonialgebäuden, wie man sie hierzulande aus dem Fernsehen kennt. Ebenso ist der Platz geradezu von kleinen Café überflutet, in denen man es sich in der karibischen Sonne gut gehen lassen kann. Aber am Besten an dem Platz gefiel mir immer, dass es sich auch um einen Treffpunkt für Kubaner handelt und man nicht nur die bekannten Gänsescharen käseweißer Touristen verfolgen kann. Dieser Platz ist direkt neben dem Hotel gelegen. Klasse! Aber auch weitere Sehenswürdigkeiten wie die bekannte "Camera Obscura" oder die Obispo Einkaufsmeile sind in wenigen Gehminuten erreichbar. Kurzum, hier findet man alles, was das Herz begehrt und für alles Andere gibt es Bici-Taxis, so eine Art Fahrrad-Rikscha, in der ein armer Kubaner in die Pedale tritt um feiste, lauffaule Touristen von A nach B zu bringen oder natürlich Oldtimer-Taxis. Das Hotel Raquel ist wirklich ein perfekter Startpunkt für jeden Trip in diese junge, lebensbejahende Stadt - Havanna.


Erste Eindrücke
Nach ca. 30 Minuten ist man vom Airport angekommen und steht vor der beeindruckenden Steinfassade des Hotels Raquel. Ich war vorher noch nie in Kuba und umso mehr finde ich Havanna mit all seinen imposanten Kolonialbauten beeindruckend. Aber irgendwie passt diese seltsame Fassade kaum ins sonstige Stadtbild. Anders aber schön! Tatsächlich handelt es sich bei dem Hotel Raquel um eine umgebaute Villa im Jugendstil. Hat also rein gar nichts mit der Kolonialzeit am Hut. Die Umgebung wirkt bedauerlicherweise nicht unbedingt "touristenkonform". Allerdings ist es auch nicht so, dass man sich im Dunkeln nicht auf die Straße trauen würde. Aber das Hotel sticht aus der eher verfallenen Gegend schon heraus.

Das sagt selbst das Hotel selbst, ich zitiere von der Homepage:
"Das Raquel, ein beeindruckendes architektonisches Werk, steht in dramatischem Kontrast zu seinem nicht sehr ansehnlichen Umfeld, einem eher bescheidenen Wohngebiet, dessen einzige Tugend die Nähe zum Alten Platz (And. d. Autoren: Plaza Vieja) und zu anderen Sehenswürdigkeiten des historischen Stadtkerns darstellt."


Die Lobby und die Rezeption
Man! Was für ein Palast! Die Lobby ist einfach nur beeindruckend. Der matt glänzende Feinsteinboden, die unglaubliche Weite des Raums bis hin zu den Marmorsäulen, die Einem den Atem stocken lassen. Klasse! Da fühl man sich gleich, als wer man wer. Das etwas sonderbare bunt gewürfelte Licht in der Halle fiel mir erst danach auf. Ein Blick nach Oben ist des Rätsels Lösung. Die Decke besteht aus einem Mosaik von Buntglasstücken. Wunderschön! Bei aller Liebe, aber diese Pracht hätte ich bei einem nicht näher genannten Hotel bei einer Pausschalreise nun wirklich nicht erwartet und auch als ich direkt vor dem Hotel stand, hätte ich dies nicht gedacht. Ein wahres Prunkstück! Ein Geheimtipp! Desweiteren ist die Halle nur so gespickt mit allerhand Gemälden und Statuen. Nobel geht die Welt zugrunde. Das Mobiliar in der Lobby bestand aus einem Mix sehr gemütlicher Sofas in sehr gutem Zustand, die zum Jugendstil passend eingerichtet wurden und einen Satz Sessel mit Bast-Sitzfläche. Außerdem gab es noch einen Gift-Shop - also einen Souvenirladen. Der allerdings kaum der Rede wert war. Die Rezeption besteht aus einem etwa drei oder vier Meter langen ebenhölzernen Tresen und verliert sich geradezu in dem riesigen Raum, der fast das ganze Erdgeschoss ausmacht. Zur Begrüßung gab es einen kleinen Fruchtcocktail und auf dem Zimmer eine Flasche Wasser. Nicht viel, aber deswegen bin ich ja auch nicht hergekommen. Viel wichtiger war, dass man freundlich aufgenommen wurde, was in Kuba erstaunlicherweise bei allem was Richtung Dienstleitung läuft anscheinend längst nicht Gang und Gebe ist. So zumindest meine Eindrücke in den nächsten drei Wochen. Eigentlich erstaunlich wenn man bedenkt, dass für die meisten Hotelangestellten ein paar Euro schon ein halbes Vermögen sind. Die Löhne in Kuba sind extrem gering. Aber hier hat man es von Anfang an verstanden eine geradezu familiäre Atmosphäre aufzubauen. Sofern man zumindest des Englischen mächtig war. Schön wäre es gewesen, wenn die Zimmer unserer Reisegruppe zusammengelegen hätten und gar nicht gefallen hat mir, dass niemand sich um die Koffer gekümmert hat. So durften zwei Frauen so in den Vierzigern alleine sehen, wie sie ihre Koffer auf das Zimmer bekamen.


Das Zimmer Nr. 217
Mein Zimmer war in der dreistöckigen Villa in der 2. Etage angesiedelt. Aus der Lobby ging es mit einem Aufzug nach oben. Der Aufzug war übrigens von einer Bauart, die ich höchstens aus alten Gangsterfilmen aus den 20er Jahren kenne. Wirklich interessant, dennoch hoffe ich, dass die Technik da drin im Laufe der Zeit doch wenigstens ein wenig erneuert wurde. Der Schlüssel in der Villa, dem Hotel, ist übrigens noch ein echter Schlüssel. Heutzutage selten genug. Die Flure in den Stockwerken wirken wie in einer Villa. Aber Moment, wir sind ja in einer Villa. Weiß, fast schon klassisch. Auch das hier kürzlich (vor einigen Jahren?) restauriert wurde, fällt sofort ins Auge. Abnutzungen? Fehlanzeige. Aber kommen wir zum Zimmer... sagte ich Zimmer, ich meinte Residenz!

Auch hier führt das Hotel seine Linie des Jugendstils fort. Viele geschwungene Linien, gepaart mit einem hellem karibischen Flair. Leider hat man auf den Zimmern Teppichboden verlegt. Dieser ist optisch... na ja, sagen wir Geschmackssache und war zumindest in meinem Zimmer schon leicht abgenutzt. Die Schränke sind dunkel gehalten, was an sich ganz gut ins räumliche Konzept passt. Aber wichtiger noch, sie sind für zwei Personen ausreichend groß. An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich als Einzelperson ein Doppelzimmer bekommen habe. Auch das Bad wirkt mit seinen sandfarbenen Kacheln sehr freundlich und ist ebenso wie das Schlafzimmer erfreulich reinlich. Auch das habe ich in Kuba später anders kennenlernen dürfen. Desweiteren verfügte das Zimmer über einen ebenfalls schönen Balkon, der jedoch gerade genug Platz bot um ein bisschen Luft zu schnappen und nur einen eher durchwachsenen Ausblick auf die nicht gerade prachtvollen Rückfassaden der umliegenden Häuser bietet. Wichtiger war da der kleine Kühlschrank im Zimmer, der als Minibar gedacht war und mir auch als Ablageplatz für meine heißgeliebten medizinischen Spritzen ein guter Freund war. Auch die Klimaanlage tat grundsätzlich ihr Werk, obwohl ich so meine leisen Zweifel habe, dass die im Hochsommer ausreichen wird. Desweiteren gab es auf dem Zimmer einen Safe, welcher aussah, als hätte ihn schon jemand aufgestemmt. Zumindest war er an verschiedenen Seiten verkratzt und eingedellt. Den habe ich dann doch lieber nicht benutzt. Da ist ja jedes Versteck in einer Socke sicherer. Desweiteren gab es einen Röhrenfernseher mit Satelliten-TV. Ob es auch deutsche Sender gab, kann ich euch nicht sagen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal, ob er überhaupt funktioniert hat. Aber das Wichtigste am Raum ist natürlich das Bett. In meinem Doppelzimmer zur Alleinnutzung standen zwei freistehende Einzelbetten à 1x2 Meter mit einer Matratze, die sich zumindest nicht allzu abgelegen angefühlt hat. Ja, nachdem ich eigentlich fast immer den ganzen Tag unterwegs war, habe ich darin geschlafen wie ein Baby. Also über das Zimmer an sich lässt sich nicht meckern, einzig der Teppichboden hatte schon einmal bessere Zeiten gesehen und der Safe war mir nicht ganz geheuer. Ansonsten finde ich das Zimmer durchaus geschmackvoll eingerichtet und dank einer "Wohnfläche" von 32 m² auch nicht zu beengt. Dennoch, den prunkvollen Auftritt von Hotellobby und den Fluren wird das Zimmer nicht mehr ganz gerecht. Aber für kubanische Verhältnisse spielt das Hotel in einer ganz weit oben gelegenen Liga.

Es sei noch gesagt, dass es in dem Hotel auch Zimmer ohne Fenster gibt. Was ich dann doch recht fies finden würde. Ehrlich gesagt kann ich es mir gar nicht vorstellen in einem fensterlosen Raum bei der Hitze dahinzuvegetieren. Jedenfalls empfiehlt es sich bei der Buchung auf jeden Fall auf ein Zimmer mit Fenster zu bestehen. Ansonsten bekommt der Spruch: "Die Luft ist so dicht, die kann man schneiden" eine ganz reale Bedeutung.


Die Dachterrasse
Einmal das Zimmer inspiziert, ging es natürlich daran die Villa zu erforschen. Dabei führte mich der erste Weg - fast schon traditionell - auf das Dach. Und da sind wir wieder voll im Element des Jugendstils. Eine wunderschöne nahezu barrierefreie Fläche, welche mit roten Feinsteinkacheln bestückt wurde und von einer etwa 1,20 Meter großen Mauer umgeben ist. Auf der Terrasse sind alle paar Meter Pflanzentöpfe angebracht worden und damit man nicht beim Herumdösen nach einem schweren Tag voller Laufen und Staunen in Havanna in der prallen Sonne entspannen muss, sind drei wunderschöne weiße Pavillons mit Stoffdach aufgebaut worden. Hier lässt es sich aushalten. Man kann Rund um die Villa den Ausblick genießen, der jedoch angesichts der Umgebung eher ein maues Vergnügen ist.


Trimm dich und relaxe
Hier mache ich es kurz und bündig. Im "Fitnesscenter" findet man ein paar Gerätschaften vor, die scheinbar nur eine gewisse Alibifunktion haben. Sie sind sichtlich alt und abgenutzt. Ob man die aus diversen Gründen nicht ersetzen kann oder will, sei mal dahingestellt. Den Wellness-Bereich. Auch bekannt als Sauna mit Holzverkleidung habe ich mir bei Temperaturen, die auch nachts kaum unter die 25 Grad gefallen sind, dann doch geschenkt.


Frühstücken? Verzichte!
Es empfiehlt sich eigentlich fast überall auswärts zu essen. Besonders in Kuba. Dort ist es Gang und gebe in sogenannten privaten Restaurants zu essen. Das ist im Prinzip nichts anderes, als bei Kubanern zu Gast zu sein und sich bekochen zu lassen. Natürlich zu einem angemessenen Preis. In meinem Fall rund 20 CUC (ca. 25 Euro). Eingefädelt wurde das Ganze über den Concierge des Hotels. Ein netter Kerl namens Thomas. Auf diese Weise lernt man nicht nur echte kubanische Landesküche kennen, sondern sieht auch ein wenig wie so ein "Durchschnittskubaner" lebt. Aber ein vernünftiges Frühstück hätte ich mir im Hotel dann schon gewünscht. Der Toast war krümelig und trocken und die Marmelade wurde - obwohl wir uns in Kuba befinden - aus Spanien in kleinen unansehnlichen Plastikschalen serviert. Das "Rührei" war Original Rühreipulver, wenn ihr mich fragt. Und der Kaffee schmeckte eher, als hätten die eine Bohne gerade versucht zum fünften Mal aufzukochen. Nein, das war gar nichts. So gerne ich auch an meine Zeit in Havanna und dem Hotel mit seinen lieben Personal und den beeindruckenden Räumlichkeiten zurückdenke. Da läuft mir ein Schauer über den Rücken. Es endete nach dem 2. Tag damit, dass ich und ein Paar, dass ich kennen gelernt habe, regelmäßig zu eines der zahlreichen Café in der Nähe zum breakfasten gegangen sind. Über das vorhandene Restaurant und die Bar kann ich nicht allzu viel sagen, da ich diese nicht besucht habe. Bei über 30 Grad steht mir nicht der Sinn danach, in einer zigarettenrauchgeschwängerten Spielunke zu hocken.


Das Personal - wie du mir, so ich dir
In meinen drei Wochen Kuba habe ich gerade im Servicebereich sowohl die Sonnenseite im Service von Castros Kuba kennengelernt wie auch die Schattenseite. Zur Sonnenseite, die ist ganz klar im Hotel Raquel zu finden. Ich wüsste vom Concierge bis hin zum Gärtner und auch beim Zimmermädchen wirklich nicht, was es zu meckern gäbe. Trotzdem gibt es bei den eingängigen Hotelportalen durchaus viele kritische Stimmen. Aber ich denke, wenn man zwischen den Zeilen liest dann merkt man recht schnell... sagen wir einmal die deutsche Mentalität durch. Zu laut, Essen zu kalt, zu würzig, zu dreckig... etc. Das ist alles de facto richtig, aber Kuba ist nicht Deutschland! Dort herrscht ein Geben und Nehmen. Dreckige Handtücher, wie bei mir passiert? Kein Problem, da man ja dem Zimmermädchen am ersten Tag 2 CUC (so 2,50 Euro) hingelegt hat. Da bekommt die Schmuddelwäsche eben der Nächste. Kaputte Glühlampe im Bad? Auch passiert. Kein Problem, der Concierge macht das gerne, weil du letzten Abend ordentlich Geld bei seinem Bekannten in seinem "privaten Restaurant" gelassen hast. Das ist Kuba! Aber nicht nur da. Also ich wurde stets freundlich und zuvorkommend behandelt. Und das obwohl man sich - abgesehen von den Angestellten an der Rezeption (englisch) - oftmals nur mit Händen und Füßen verständigen konnte. Mangels Spanischkenntnissen meinerseits. Und im Allgemeinen lässt sich sagen, dass die Angestellten durchaus das machen wofür sie da sind. Oftmals unsaubere Hotels mag es in Kuba geben, ich hatte so eins in Grenada. Aber dieses hier gehört nicht dazu.


Kostenpunkt
Gleich vorneweg. Da ich ein Pauschalangebot für eine Kuba-Rundereise hatte, kann ich euch nur recherchierte Preise nennen. Die Zimmerpreise schwanken natürlich je nach Saison extrem und sind so bei 60 bis 90 Euro für ein Doppelzimmer (22 vorhanden) mit Frühstück und 140 Euro für eine Junior-Suite (3 vorhanden) angesiedelt. Wie Letztere aussieht, kann ich leider nicht sagen. Wie ihr seht, ist man bei diesem vier Sterne Hotel durchaus schnell auf europäischem Niveau. Wer bisher die Leistung "WLAN" vermisst hat. Auch die gibt es im Hotel, jedoch zu einem stattlichen Preis. Leider weiß ich nicht mehr genau, wie hoch dieser war. Gezahlt werden kann im Übrigen auch per Mastercard und Visa Card, aber das war es auch schon mit dem Einsatz in Kuba. Zumindest habe ich in Kuba keinen wirklichen Geldautomaten gesehen und ob die kubanischen Banken die "imperialistischen" Karten annehmen. Nun. da habe ich meine Zweifel.


Der Wiederkomm-Faktor
Das Raquel ist für mich der Traum von einem Hotel, in dem die typisch kubanischen Macken (oder der Charme) zwar vorhanden sind, aber sie nicht weiter stören sollten. Wenn man wie ich das Glück hatte, nicht gerade zur Hauptstraße hinaus ein Zimmer zu haben kann man sogar von einer relativen Ruhe sprechen und glaubt mir... die ist in Havanna selten. Das Hotel ist optisch einfach ein Traum und es wird sehr darauf geachtet, die pompösen Räumlichkeiten nicht verkommen zu lassen. Auch die Zimmer sind räumlich sehr großzügig. Das ganze Hotel wirkt sehr gepflegt. Einzig das Essen, zumindest so wie ich es gehört habe (kenne ja nur das Frühstück) ist nicht so toll. So dass ich mir überlegen würde, nur eine Übernachtung zu buchen und das Frühstücken lieber an einem der gemütlichen Cafés am "Plaza Vierja" zu mir zu nehmen. Hotel Raquel? Gerne wieder! Aber ohne Frühstück oder Halbpension.


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abschließende Empfehlungen in der Umgebung:
Die Gegend ist wirklich voll mit Cafés und Restaurant, die man einfach einmal erlebt haben muss. Mein Favorit war ein Santo Angel. Die haben da Hähnchenspieße, die müssen wirklich von Engel stammen. "Broschettas" unbedingt probieren! Auch schön ist der El Floridita. Die machen den besten Daiquiri der Stadt. Finde ich jedenfalls. Zu Finden am Parque Central. Und wenn man schon quasi ein Hotel direkt am Schokoladenmuseum hat. Auch dieses ist einen Besuch wert. Ebenso wie das angrenzende Eiscafé "casa de chocolate". Da gibt es alles, solange man es irgendwie mit Schokolade in Einklang bringen kann. Besonders die kalte Schokolade mit Minzblättern hat es mir angetan. In dem Laden habe ich mir fast einen Zuckerschock geholt ;-)

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Adresse:
Calle Amargura, No. 103 esq. a San Ignacio, Havana Vieja
http://www.hotelraquel-cuba.com/de/hotel_raquel_cuba.asp - teils in Deutsch; auf jeden Fall einen Besuch wert.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
hochsauerlaender

hochsauerlaender

27.01.2013 05:16

B H. Herzlichen Dank für das Lesen / Bewerten. Ich habe mich ein wenig revanchiert. Viele Grüße. Man liest sich ...

t.schlumpf

t.schlumpf

02.12.2012 09:34

Ich komme fast nicht mehr nach, sorry und LG aus dem verschneiten Hessen ;o)

milabie

milabie

15.11.2012 09:13

Was für eine pracht.- Doch in einem Zimmer ohne Fenster bekäme ich Beklemmungen

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