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Erfahrungsbericht

für Hotel RIU Cypria Maris, Paphos
5 Sterne RIU's Doppelpack Bericht mit Bildern
65 von 65 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Service und Freundlichkeit, Speisenangebot und Qualität, Sauberkeit, Gartenanlage, Ausstattung

Kontra Hotelstrand, evtl. Zimmergrösse

Der Autor

Thokla

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Nachdem nach 1998 der erneute Entschluss gefasst war, erneut Zypern als östlichste Insel des Mittelmeeres für zwei Wochen zu besuchen, begann die Recherche nach einem geeigneten Hotel. Als Ziel wurde wiederum der klimatisch sehr ausgewogene Ort Paphos (landessprachlich: Páfos) im SüdWesten der Inselrepublik für den, von den Temperaturen her, angenehmen Monat Juni gewählt. Da die Hotelunterkunft wiederum eine der landestypischen Kategorie von 4 Sternen sein sollte, kam zuerst das Hotel Aloe in die engere Wahl, das schon 1998 zur Zufriedenheit als Ausgangsbasis diente. Eher positiv beeinflusst durch schon mehrere Aufenthalte in Hotels der bekannten Kette RIU führte dann jedoch die Suche mehr in diese Richtung.

Im Bereich Paphos waren zwei 4*-Hotels dieser Kette verfügbar, die augenscheinlich direkt nebeneinander zu liegen schienen, sodass es anfangs schwer fiel, die Unterschiede auszumachen. Das erheblich neuere Haus namens RIU Cypria Bay war spürbar teurer als das nebenan stehende mit der Bezeichnung RIU Cypria Maris. Der Preisunterschied erklärte sich nicht unbedingt durch das Alter des Hotels, sondern vielmehr durch die Art der Verpflegung, denn das RIU Cypria Bay ist ausnahmslos ein All Inclusive-Haus. Je nach persönlichen Vorlieben bezüglich der angedachten Urlaubspläne kann zwar eine solch inkludierte Vollverpflegung Vorteile bieten, doch sollte der avisierte Gast sich schon vorher darüber im Klaren sein, diesen Status nicht ausnutzen zu können, wäre in diesem Fall die bessere Wahl das letztendlich auch gewählte Hotel RIU Cypria Maris, gebucht mit klassischer Halbpension.


|| LAGE

Die leider nicht exakt bekannte Lage dieses Hotels bereitete bei der Planung ein wenig Kopfschmerzen. Durch das schon vormals besuchte Hotel Aloe war die Wegstrecke zum Hafenzentrum Paphos' (Kato Paphos) von dort aus bekannt und am Abend ohne grössere Anstrengung, man sollte dann doch die sommerlichen Temperaturen nicht ausser Acht lassen, sehr gut zu bewältigen. Unter Zuhilfenahme diverser Informationsquellen, die im Nachhinein betrachtet trotzdem nicht ganz korrekt waren, war festzustellen, dass das RIU Cypria Maris ein wenig weiter östlich des 1998 besuchten Hotels zu liegen schien. In den Prospekten angegeben war eine Entfernung von ca. 2 km zum Ortszentrum.

Vom Zielflughafen Paphos aus sind es etwa 12 bis 13 km zum Hotel, die ein typischer Transferbus in rund 20 bis 30 Minuten zurücklegt - je nach gewählter Route. Das Hotel lag somit im östlichen und neueren Hotelareal Paphos', welcher genau genommen zur Ortschaft Geroskipou gehört. Schlussendlich war also festzustellen, dass zwar der zurückzulegende Fussweg zum Hafenzentrum von Paphos weiter war als erwartet, sich aber letztendlich als noch gut machbar herausstellte. Zusätzlich kann man auch gut die Möglichkeit einer Linienbusfahrt ins Zentrum oder zum entfernten Strand Coral Bay wählen, da die Haltestelle nur wenige Meter entfernt des Hotels zu finden und die Nutzung vergleichsweise günstig ist.

Schräg gegenüber des Hotels, im Aliathon Holiday Village, befindet sich ein kleiner Supermarkt, ein Restaurant, ein Optiker und eine nette Bar mit Innen- und Aussengastronomie. Auch ein Geldautomat, der die gebräuchlichsten elektronischen Zahlungsmittel akzeptiert und sich somit zur Geldbeschaffung eignet, ist dort in einer kleinen Bankfiliale untergebracht.


|| HOTELEINDRÜCKE

Das Hotel selbst wurde eigenen Angaben zufolge im Winter 1999/2000 komplett renoviert. Ursprünglich gehörte das Cypria Maris nicht zur Kette der RIU-Hotels, sondern wurde eigenständig unter diesem Namen vermarktet. Von aussen sieht das Hotel im ersten Moment ein wenig nach althergebrachter Bauweise touristischer Hotels aus, bei genauerem Betrachten zeigen sich jedoch viele bauliche Details, die Einfallsreichtum zeigen. Dazu gehören auch die schrägen, verglasten Dachflächen im Rezeptionsbereich sowie, noch üppiger ausgeführt, im integrierten Hallenbad.

Ein perfektes und sehr freundliches Verhalten zeigten die Hotelangestellten nicht nur direkt bei der Ankunft, sondern im Grunde während des gesamten Aufenthaltes. Hier gab es dann auch (endlich) einmal einen wohlschmeckenden Begrüssungsdrink, der in einem Atemzug mit dem Verfrachten des mitgebrachten Reisegepäcks in einen Gepäckwagen serviert wurde. Der Chef der Rezeption bemühte sich zudem, neben Englisch auch Deutsch zu sprechen - was den vergleichsweise wenigen deutschen Gästen sehr engegenkam.

Die Ausstattung und Dekoration des Rezeptions- und Eingangsbereiches sowie des gesamten Hotelgebäudes hat als Hauptbezugsthema wohl das Rittertum. Viele Einrichtungsgegenstände wie Ritterfiguren, Kronleuchter, Wappen und Bilder deuteten darauf hin, machten das ganze Erscheinungsbild aber nicht unsympathisch.

Durchquert man das Erdgeschoss und bewegt sich zur Meerseite des Hotels, kann man einen schönen Überblick über den mit üppiger Vegetation versehenen Gartenbereich (ca. 4000 qm) erhaschen. Hier zeigt sich dann doch der Vorteil, dass dieses Hotel schon länger existiert, denn erst kürzlich errichtete Unterkünfte (wie auch das nebenan stehende RIU Cypria Bay) sind nur kärglich mit Palmen und farbenfrohen Gewächsen bedacht.


|| ZIMMER

Beim Betreten des gebuchten Doppelzimmers, dieser Moment ist ja immer spannend, soll dieser Raum doch für längere Zeit eine Art zweiter Heimat darstellen, liess sich doch sogleich erkennen, dass hier eine wirkungsvolle Renovierung durchgeführt wurde. Das absichtlich zur Landseite gebuchte Zimmer war zwar nicht riesig, aber gross genug für zwei Personen. Sollte der Wunsch nach einem grösseren Raum bestehen, ist dieser natürlich zu erfüllen. Grössere Räume stehen überwiegend als Zimmer mit Meerblick zur Verfügung. Da ich auf diesen Umstand keinen gesteigerten Wert legte, wurde die deutlich preiswertere Variante eines Zimmers mit Landblick gewählt. Ein nicht zu verheimlichender Nachteil dieser Auswahl ist jedoch der teils etwas höhere Geräuschpegel in den Abendstunden, wenn vorbeifahrende Fahrzeuge oder die Musik des gegenüber liegenden Restaurants bzw. der Bar doch vernehmbar sind.

Der Stil und die Farben der Einrichtung, blau-beige in Kombination mit glänzendem Dunkelgrün als auch Korbmaterial, wirkten sogleich freundlich wie auch recht modern. Der Erhaltungszustand war als gut bis sehr gut, die Sauberkeit der gesamten Unterkunft als makellos zu bezeichnen. Für die Reisekoffer stand ein Abstellboard zur Verfügung, die Unterbringungsmöglichkeiten für die Kleidung im regulären Schrank waren, wie schon häufig, etwas eingeschränkt, aber für einen 2-wöchigen Aufenthalt gerade noch ausreichend. Der im Schrank installierte Zimmersafe wurde für einen Tagesobulus von 1,50 CYP mitgebucht, war allerdings leider etwas unmodern, sodass stets an eine Unterbringungsmöglichkeit für den Safeschlüssel gedacht werden musste. Ebenfalls zur Verfügung stand ein breiter Schreibtisch mit Schubladen als zusätzliche Staumöglichkeit. Hier war auch die Minibar untergebracht, die einige Getränke zu verträglichen Preisen enthielt (Softdrinks [0,33 L]: 1,30 CYP, Mineralwasser [1 L]: 1,10 CYP, Bier [KEO 0,33 L]: 1,40 CYP).

Eine echte Sitzecke gab es im Zimmer nicht, nur ein zusätzlicher (robuster) Stuhl stand neben einem kleinen Tisch zur Verfügung, was in der Gesamtheit jedoch nicht unbedingt zum Relaxen taugte. Der bei diesem Zimmer in der 1. Etage nachträglich angebrachte Balkon mit 2 Stühlen wirkte etwas gewöhnungsbedürftig und lud daher ebenfalls nicht zu einem Aufenthalt ein. Balkonliebhaber sollten daher eher nach einem Zimmer ab dem 2. Stock fragen. Bei höheren Aussentemperatur wird der Gast die individuell regelbare und stets zur Zufriedenheit arbeitende Klimaanlage des Zimmers zu schätzen wissen.

Das vorhandene Bad war ebenfalls in gutem Zustand und bot neben Waschbecken und Toilette eine Badewanne mit Duschmöglichkeit, wobei der Duschvorhang seine Funktion gänzlich erfüllte. Nach zwei Tagen löste sich dieser wegen nachlässiger Montage jedoch aus seiner Verankerung, was der prompt agierende Hausservice innerhalb einer Stunde wieder in Ordnung brachte. Die Abstellmöglichkeiten um das Waschbecken herum waren zwar wiederum etwas begrenzt, aber doch ausreichend gross. Etwas ungewöhnlich war der Anbringungsort des Haartrockners, der seinen Platz im Hauptraum neben dem grossen Spiegel über dem Schreibtisch hatte. Hier war dann auch die einzige Möglichkeit, mitgebrachte elektrische Geräte an eine Steckdose anzuschliessen (z.B. Ladegeräte für elektronische Geräte). Man sollte jedoch im Vorfeld an das Mitbringen eines Steckdosenadapters denken (englische Norm). Im Bad selbst steht jedoch eine Steckdose für einen Rasierer zur Verfügung.

Als Zusatzservice erhielten wir, allerdings erst nach einer Woche Aufenthalt, zwei Bademäntel sowie zwei paar (Einweg-) Hausschuhe ins Zimmer gelegt. Genauso verhielt es sich mit einem Obstteller samt zwei kleiner Flaschen Rot- und Weisswein. Der Zimmerservice führte seine Arbeit unscheinbar, äusserst gründlich und liebevoll durch, sodass nie Kritik aufkam. Im Gegenteil - war man doch täglich am Nachmittag damit beschäftigt, die Handtücher nach durchgeführter Zimmerreinigung wieder zusammenzusuchen. Die Reinigungskraft brachte es fertig, innerhalb von zwei Wochen eine täglich neue kunstvolle "Konstruktion" auf dem Bett und im Bad aus Handtüchern zu kreiieren, zusätzlich versehen mit einem (schriftlichen) Gruss des Hauses bzw. des Reinigungspersonals.

Zusätzlich zu den im normalen Hauptgebäude des Hotels vorhandenen Zimmern kann auch wahlweise eines der kleinen, eigenständigen Bungalows im schön bewachsenen Garten als Unterkunft gebucht werden.


|| RESTAURANT "Coeur de Lion"

Die Grundfläche des Restaurants für das Frühstück und Abendessen kann in Relation zu einigen anderen Hotels, in denen ich war, als sehr grosszügig bezeichnet werden, sodass keinerlei Gedränge auf engem Raum aufkommen kann. Auch hier gilt, den RIU-Konzepten folgend, die Aufteilung der Abendessenszeiten in zwei Gruppen (18:30 und 20:30 Uhr) sowie bei Erstankunft die Festlegung eines Tisches für den gesamten Aufenthalt in Absprache mit der Restaurantchefin - was stets kein Nachteil ist.

Die Bedienung durch die Kellner, der Grossteil ist weiblichen Geschlechts, erfolgte stets sehr zeitnah, prompt und freundlich. Beim Abendessen steht, neben dem angerichteten Selbstbedienungsbuffet, wohl auch die Möglichkeit, direkt ein Tagesmenü zu bestellen, wie bei eher wenigen anderen Gästen zu sehen war. Sonst wird im Grunde nur die Getränkeauswahl des Gastes auf einem Block notiert. Vor Verlassen des Restaurants unterschreibt man entweder diesen Beleg, um den Betrag auf die Gesamtrechnung gebucht zu bekommen oder zahlt wahlweise mit diesem Beleg zentral direkt am Ausgang des Restaurants in Bar.

Die Auswahl an Getränken ist üppig und reicht in der Preisspanne, speziell bei den angebotenen Weinsorten, von recht preiswert bis gehoben. Gleich normale (grosse) Flaschen zu ordern hat den Vorteil, sie preisgünstiger zu bekommen als mehrmals kleine Versionen zu bestellen. Nicht aufgebrauchte Flaschen werden gelagert und stehen üblicherweise am Folgeabend automatisch wieder auf dem angestammten Tisch. Wobei in diesem Zusammenhang der Begriff preiswert im Grunde auf Zypern nicht angebracht ist, denn seit des EU-Beitritts des Südteils im Mai 2004 ist, wie mir gesagt wurde, fast alles teurer geworden. Die Flasche eines preiswerten, jedoch sehr wohlschmeckenden zypriotischen Rot- oder Weißweins (0,7 L) lag somit bei 6 bis 7.- CYP. Als kohlensäurehaltiges Mineralwasser wurde im Restaurant interessanterweise nur ein deutsches Produkt angeboten (Gerolsteiner zu 1,65 CYP [0,33 L]).

Der Umfang und die Auswahl der am Buffet, das in mehrere Sektionen aufgeteilt ist, angebotenen Vorspeisen als auch der warmen Hauptgerichte war als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Selbstverständlich wiederholten sich während des 2-wöchigen Aufenthaltes die Arten der gebotenen Salate und der kalten sowie warmen Vorspeisenplatten als auch die der warmen Gerichte, trotzdem kam aber keine Eintönigkeit auf. Zu bemerken ist jedoch die leichte Tendenz zur britischen Essenskultur, was unschwer an einigen Zutaten erkennbar ist. Grund dafür ist natürlich die starke Präsenz der britischen Gäste in diesem und auch im benachbarten RIU-Hotel, was leider auch die Einschränkung nach sich zieht, dass kaum echte und urtypische zypriotische Speisen im Angebot zu finden sind. Auf die verschiedenen Nachspeisen (Kuchen, Cremes, Eis, ...) hatte dieser Einschlag jedoch kaum Einfluss - vielleicht abgesehen vom rosafarbigen Pudding.

Die englische Ausrichtung ist in gewisser Weise auch beim morgendlichen Buffet erkennbar, denn welcher Deutsche oder Österreicher ist auffällig stark Speisen wie roten Bohnen und warmen Würstchen zugeneigt ... Auch war der Toastbrotautomat stets dicht umlagert und die Orangenmarmelade immer zuerst geleert. Die Frühstücksauswahl ist insgesamt als sehr umfangreich zu bezeichnen und lässt kaum Wünsche offen. Auch Spiegeleier werden wunschgerecht vor Ort gebraten. Die Festlegung des Tisches vom Abendessen gilt am Morgen nicht, sodass hier wahlfrei, je nach Wunsch, innerhalb des Restaurants oder auf der schön ausserhalb gelegenen Terrasse gefrühstückt werden kann. Die Ober haben durchgehend reichlich zu tun, die Tische zu decken, wieder abzuräumen und zusätzlich den Gästen kleine Thermoskannen mit Kaffee auf den Tisch zu stellen.

Als sehr positiv ist beim Abendessen als auch beim Frühstück anzumerken, dass zur Neige gehende Speisen umgehend wieder durch Frische ersetzt werden. Das dies eben nicht überall so ist, konnte ich beim Besuch eines 4* RIU-Hotel in Port el Kantaoui (Tunesien) erleben. Das gesamte Restaurant ist im Übrigen zur kompletten Nichtraucherzone erklärt worden, was durchaus sympatisch ist.


|| SONSTIGE HOTELEINRICHTUNGEN / - ANGEBOTE

Der zum Hotel gehörige Pool inmitten der grünen Gartenlandschaft ist zwar nicht übermässig gross oder sehr pfiffig gestaltet, zumindest aber vorhanden. Wer einen schöneren Pool nutzen möchte, hat auch die Möglichkeit, den des Nachbarhotels RIU Cypria Bay aufzusuchen. Die Liegen, Auflagen und Sonnenschirme unter den zahlreichen Palmen können kostenfrei benutzt werden, wenn denn noch welche verfügbar sind - ab der Mittagszeit stellen sie ein knappes Gut dar, da es auch regelmässig Gäste des RIU Cypria Bay vorziehen, die schattigeren Möglichkeiten des RIU Cypria Maris zu nutzen. Inmitten dieses Areals ist eine Poolbar vorhanden, die neben Getränken auch zahlreiche Snacks anbietet. An verschiedenen Tagen wurde mittags vom Küchenpersonal ein Grill aufgebaut, sodass auch frisch gegrillte Speisen angeboten wurden. Weiterhin im Bereich des Pools, seitlich unterhalb des Hotels, auch ein echtes Restaurant mit zahlreichen Tischen samt grossflächigem Sonnenschutz untergebracht, das aber während des Aufenthaltes nur zurückhaltend besucht war und nur um die Mittagszeit herum bewirtschaftet wurde.

Zum Hotel gehört auch ein kleiner, künstlich geschaffener Strandabschnitt mit einigen Liegemöglichkeiten. Ein von hier aus in das Meer gebauter L-förmiger Steg gehört ebenso zum Hotel und kann auch als Relaxfläche dienen. Direkt daneben befindet sich ein kleines Schwimmbassin, das durch eine Öffnung mit dem Meer verbunden ist und auch eine eigene Einstiegsleiter hat. Ein Verleiher von Sportbooten und Jetskis hat hier ebenfalls seinen Sitz.

Familien mit Kindern sollten eventuell den sog. Crusaders Kids Club besuchen, der in der Art eines kleinen Kindergartens zwischen den beiden Hotels ein kleines Gebäude samt Spielgeräten sein Eigen nennen darf. Die Betreuung wird von den hoteleigenen Animateuren durchgeführt, die ich in allen Belangen als sehr freundlich, kompetent und einfallsreich erlebt habe. Sie führen dann auch, ohne die Nerven der Gäste irgendeiner Weise zu strapazieren, auch täglich ein vielfältiges Animationsprogramm durch. Da sich die Animateure immer engagiert und freundlich präsentierten, wurde dieses Angebot auch gern genutzt.

Fast täglich war die nachmittägliche oder abendliche Einkehr in den Terrassenbereich der Galleon Bar Programm. Die Terrasse wurde von 10:00 bis 01:30 Uhr bewirtschaftet und bietet auch schattige Plätze. Die Bedienung kann stets zügig agieren, da auf jedem der Tische, auf der Terrasse und auch im Innern, kleine Funkrufanlagen stehen. Ein Druck auf den Knopf lässt ein Signal mit Tischnummer direkt an der Bar erscheinen - eine tolle Einrichtung, wie ich fand. Die rustikal eingerichtete Galleon Bar (viel dunkles Holz und Leder) war zwar am Abend stets gut besucht, doch hielten sich auch viele Gäste an den ausserhalb liegenden Sitzmöglichkeiten in der Hotelhalle auf. Kleinere Tische mit Holz-/Lederstühlen als auch grössere mit dazugehörigen blauen bzw. dunkelroten Ledergarnituren luden die Gäste, speziell bei den fast jeden Abend stattfindenden Darbietungen von Sängern oder Musikgruppen auf der winzigen Bühne, dazu ein, hier den Tag ausklingen zu lassen.

Da in beiden der benachbarten Hotels am Abend verschiedene Aufführungen und Veranstaltungen stattfinden und diese auch gut sichtbar in der Hotelhalle angekündigt werden, empfehle ich auch den Besuch dieser nahezu professionell organisierten Events. Speziell die fast an jedem Abend um 21.30 bis 22:00 Uhr proklamierten Themenveranstaltungen im Falcon Night Club (RIU Cypria Bay) gefielen sehr gut, wobei das weitläufige, fast exklusive Ambiente in diesem Nachtclub sicher dazu beitrug. Der Begriff Nachtclub hat auch keinerlei anrüchige Hintergründe ...

In der ersten Etage des Hotels, genannt Mezzanine Floor, ist das RIU Oceana Health Centre untergebracht. Hier kann man dem neuzeitlichen Wellnesstrend folgen und bei Massagen, Algentherapien u.ä. relaxen oder auch einfach den Friseur für einen neuen Haarstyle aufsuchen. Im Erdgeschoss befindet sich weiterhin ein nicht gerade kleiner Hotelshop, der sogar mehr als essentielle Dinge für den Hotelgast bereit hält. Durch die grosszügig gehaltenen Öffnungszeiten besteht somit fast immer die Möglichkeit, sich mit fehlender Sonnenmilch, Süssigkeiten und Zigaretten, Souvenirs, Kartenmaterial, Reiseführern oder gar Kopfschmerztabletten zu versorgen. Die Preise im Shop sind nicht als überzogen zu werten, sondern entsprechen den Ortsüblichen.

Als positiv war das Vorhandensein eines öffentlichen Internetterminals im Lobbybereich des Erdgeschosses zu werten, da man hier nach Einwurf von 0,50 CYP für 10 Minuten im WWW umherstöbern, eMails schreiben bzw. Lesen oder auch nach dem Wetter der folgenden Tage sehen konnte. Dass das Gerät einmal defekt war, kam zwar sporadisch vor, dauerte aber nur kurze Zeit an.


|| FAZIT

Das Hotel RIU Cypria Maris wird meiner Ansicht nach den Anforderungen an ein (landestypisch) mit 4 Sternen eingestuftes Hotel vollends gerecht und ruft im Grunde keinen Anlass zur Kritik hervor. Es repräsentiert, obwohl es am östlichsten Ende Europas zu finden ist, genau den Status, wie man es auch von anderen südeuropäischen Unterkünften gewohnt ist. Der Service und die Freundlichkeit des Personals kann ohne Übertreibung als vorbildlich angesehen werden, die Güte der angebotenen Speisen war gut bis sehr gut, die zur Verfügung stehende Auswahl stets ausreichend gross.

Die verlangten Preise innerhalb des Hotels lehnen sich nahezu 1:1 an die der Destination Zypern allgemein an und sind daher, darüber muss man sich im Klaren sein, höher als andernorts. Der EU-Beitritt Süd-Zyperns im Mai 2004 trug sein übriges dazu bei, dass sich die Kosten der allgemeinen Lebenshaltung weiter erhöht haben. Dass beispielsweise der Gast für ein grosses Bier im Hotel 3,90 CYP zu zahlen hat (rund 6,80 EUR), ist keine Ausnahme, sondern die Regel.

Als sehr positiv hervorzuheben ist die bestehende Partnerschaft zwischen dem Hotel RIU Cypria Maris und dem nebenan neu erbauten Hotel RIU Cypria Bay der gleichen Kette. Die sich durch die Nachbarschaft ergebenden Synergieeffekte, mögliche Nutzung der Einrichtungen beider Häuser in gleichem Maße, sind für die Gäste beider Hotels angenehm. Wie schilderte es doch der Hoteldirektor bei seinem freundlichen Begrüssungsgespräch so treffend: “... Sie können alles nutzen, nur schlafen und essen müssten Sie schon noch in Ihrem gebuchten Hotel ...“.

Ein zweiwöchiger Aufenthalt im RIU Cypria Maris mit Halbpension und Unterbringung in einem Doppelzimmer zur Landseite schlägt mit rund 2000.- EUR für zwei Personen zu Buche (Veranstalter: TUI, 06.2005). Sollten die Reisenden lieber im moderneren Nachbarhotel (RIU Cypria Bay) wohnen wollen, so sind durch den All Inclusive-Aufschlag rund 600.- EUR mehr zu entrichten. Das Gleiche kostet es übrigens, im Cypria Maris ein Zimmer mit Meerblick zu buchen - wem es das wert ist ...

Der künstlich angelegte Hotelstrand ist zwar eher winzig, doch aber ausreichend. Wer lieber einmal an einen richtigen Strand möchte, dem sei der namens Coral Bay nördlich von Paphos empfohlen. Hierzu müsste aber wohl ein Mietwagen oder die Benutzung der regelmässig verkehrenden Busse als Transportmittel herhalten, da der Weg zu Fuss wahrhaftig etwas zu weit wäre. Fast unmittelbar vor dem Hotel befindet sich eine Bushaltestelle, die auch gern in Anspruch genommen wird, um z.B. an den Hafen oder das Zentrum der Stadt Paphos zu gelangen. Ein Fussmarsch hinunter zum Hafen bzw. zum Zentrum ist natürlich auch noch zu bewältigen, doch sind es bis dorthin immerhin rund 3 Kilometer Wegstrecke.


|| ANSCHRIFT - Kontakt

Hotel RIU Cypria Maris
Poseidonos Avenue
CY-8127 Paphos
(Zypern / Cyprus)

Tel.: +357 (26) 96 41 11
Fax: + 357 (26) 96 41 25©TK 23/09/2005 [incl. aller Medien und insbesondere eigener Internetpräsenzen]

Bilder

für Hotel RIU Cypria Maris, Paphos
Übersicht über die Gartenanlage
von Thokla

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  • tapio-maunzi 04.08.2010 18:07
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH und Gruß. Doris

  • Katzimoto 12.07.2010 21:57
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH - bewährte gute RIU-Qualtität, aber "internationale Küche" ist leider ein nicht totzukriegender Trend, weil es zu viele Touristen gibt, die auch im Urlaub nicht auf die gewohnte Kost verzichten wollen :0(

  • Michaela2015 06.02.2009 16:20
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • pyragoon 01.11.2008 17:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • ChaziChaz 25.06.2008 11:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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