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Erfahrungsbericht

für Hotel Pennsylvania, New York City
Nächsten Bericht ansehen "Bescheidene Zimmer, dafür..."
2 Sterne Blick aufs Empire State Building Bericht mit Bildern
205 von 205 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro perfekte Lage

Kontra Zimmer klein, schmuddelig und sehr laut, recht teuer, oft lange Wartezeiten an der Rezeption

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

Linnie1978 Seit 9 Apr 2003

** 315856 to go ** 53 to read ** ♥ Jonas Simon - 27.05.10 ♥ ** Bitte keine bh-Betteleien im PGB... mehr

186 Mitglieder vertrauen mir

Unsere letzte Etappe führte uns am Ende der Flitterwochen von Philadelphia nach New York. Die Fahrt an sich ist nicht lang, nur rund 160 km, aber der Verkehr kurz vor New York bzw. durch den Lincoln Tunnel ist so dicht, dass man dennoch sehr lange braucht. Am allerlängsten dauerten und wirkten jedoch die paar Blöcke, die wir in Manhattan noch zu unserem Hotel zurücklegen mussten. Leider half uns auch das Navi nicht wirklich weiter, da es in den tiefen Hochhausschluchten in schöner Regelmäßigkeit den Funkkontakt verlor und uns nicht sagen konnte, wie wir weiterfahren sollten. Wer also wie wir mit dem Auto zum Hotel Pennsylvania fahren möchte, sollte sich vorher den Weg sehr genau ansehen... Als wir auf der linken Seite schließlich das Hotel erspähten, war die Freude riesig, auch wenn es dort wirklich nirgends einen Parkplatz gibt. Mein Mann stellte sich also in die Taxi-Zone und schickte mich zum Einchecken. Zwischendurch musste er mehrfach umparken, weil die Taxifahrer ihn verscheuchen wollten, doch eine andere Möglichkeit hätte es nicht gegeben, das Auto zum Check-In abzustellen...


Ich hatte riesiges Glück, denn im Bahnhofshallen-ähnlichen Foyer wartete in diesem Moment niemand an der Rezeption. Als ich sie lang kurzem Suchen gefunden hatte (die Halle ist wirklich riesig!), konnte ich sofort zum Tresen vortreten und einchecken. Dies ging wieder einmal sehr schnell vonstatten, ich musste meine Kreditkarte vorlegen und einen Meldebogen ausfüllen, und schon bekam ich die Magnetkarte für unsere Zimmertür und einen kleinen Stadt- und U-Bahn-Plan von New York in die Hand gedrückt. An der linken Seite des Foyers befinden sich die 12 Fahrstühle, die einen hinaus ins Zimmer befördern. Unseres lag im neunten Stock, doch dauerte die Warterei auf einen der zahlreichen und geräumigen Fahrstühle nie lang.


Am Madison Square Garden


Das Hotel Pennsylvania liegt direkt gegenüber der weltberühmten Veranstaltungshalle Madison Square Garden und damit auch genau gegenüber der bekannten Penn Station. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln dürfte sich demnach deutlich entspannter gestalten als die Anreise mit dem Mietwagen, aber wir hatten ja leider keine Wahl. Das Hotel ist wahrlich riesig und verfügt über 1700 Zimmer. Die normalen Zweibettzimmer haben nur wenige Extras, nämlich eine Klimaanlage, einen Haartrockner, einen Fernseher, ein Bügelbrett, ein Bügeleisen und einen Radiowecker.


Im Foyer finden sich neben der Rezeption diverse Shop, ein Restaurant, ein Kiosk, ein Ticketvorverkaufsschalter und ein kleiner Raum mit einigen PCs, die Internetanschluss haben. Für eine halbe Stunde Surfen zahlt man zwei Dollar, für eine Stunde drei Dollar. Doch waren die Schlangen vor dem Computerraum stets so lang, dass wir gar nicht in die Verlegenheit gekommen sind, im Internet zu surfen. Im hoteleigenen Fitnessraum könnte man noch trainieren, falls man tagsüber in New York nicht genügend Bewegung bekommen hat (was aber wirklich nicht anzunehmen ist...).


Da wir eine Pauschalreise mit sämtlichen Übernachtungen gebucht hatten, weiß ich den genauen Übernachtungspreis leider nicht, im Internet fand ich aber Preise von rund 200 US-Dollar pro Nacht, das entspricht rund 140 Euro. Die zentrale Lage hat einfach ihren Preis... So liegt das Hotel Pennsylvania nicht nur direkt gegenüber vom Madison Square Garden, sondern auch nur einen Block entfernt vom berühmtesten Einkaufszentrum der Welt, Macy's, bzw. vom Empire State Building, auf das wir sogar Zimmerblick hatten. Auch zum Times Square sind es gerade mal acht Blocks, die man ohne Ampeln in zehn Minuten gehen könnte. Mit Ampeln läuft man etwa 20 Minuten, aber auch das ist für Manhattan ja praktisch direkte Nachbarschaft. Der Broadway verläuft nur einen Block vom Hotel entfernt – also ein idealer Ausgangspunkt für die Sightseeingtouren!


Die Kontaktdaten


Hotel Pennsylvania New York
401 7th Avenue (at 33rd Street)
New York, NY 10001
Reservierungen: Toll-free: 1.800.223.8585
Tel. 212.736.5000
Email: reservations@hotelpenn.com
www.hotelpenn.com/contactus.html


Sesam, öffne dich


Mit dem Fahrstuhl angekommen im neunten Stock musste ich erstmal unser Zimmer suchen, denn das erreichte ich erst nach mehreren Biegungen und einer Entfernung von bestimmt 30 bis 50 Metern vom Fahrstuhl. Mit dem schweren Koffer war es gar nicht so leicht, das Zimmer zu erreichen, da ich den zentnerschweren Koffer über dicken (und leider hässlich dunkelgrünen) Teppichboden ziehen musste.


Auch die Zimmertür machte keinen sonderlich hübschen Eindruck, sie war grün und nach außen gewölbt. Das Zimmer an sich war ziemlich beengt, da es von einem riesigen Kingsize-Bett dominiert wurde, in dem wir zu zweit wunderbar versinken konnten. Denn wieder einmal war die Matratze total durchgelegen. Vor dem Fenster standen dann noch ein Fernsehschrank, ein Schreibtisch und ein Stuhl. Unter dem Fenster, das sich nicht öffnen lässt, stand die altersschwache Klimaanlage, die total verstaubt und dreckig war. Auch durchs Fenster konnte man kaum gucken. Vermutlich ist es noch niemals gesäubert worden nach dem Bau des Hotels. Durch einen Dunstschleier aus Dreck konnte ich aber das Empire State Building erkennen, das nur einen Block vom Hotel entfernt liegt, und zwar netterweise genau in unsere Richtung. So fühlte ich mich schon beim ersten Blick aus dem Fenster endlich in New York angekommen!


Der Blick zurück ins Zimmer war weniger erfreulich, denn die Zimmereinrichtung war total heruntergekommen, außerdem machte das Zimmer schon auf den ersten Blick einen schmuddeligen Eindruck. Aufgrund der vielen Zimmer scheinen die Zimmermädchen nicht genügend Zeit zu haben, um alle richtig sauber zu halten, und so wird nur oberflächlich geputzt...


Das Bad war ebenso winzig wie das Zimmer und ähnlich heruntergekommen. Der Abfluss schimmerte grünlich, der Duschkopf war verrostet und unter der Ablagefläche fiel schon fast der Rost herunter. Das Waschbecken wurde von zwei klapperigen und windschiefen Beinen gehalten, sodass ich es nicht wagte, mich auf das Waschbecken zu stützen, aus Angst, es könnte herunterfallen. Der Haartrockner war hier nicht wie üblich an der Wand befestigt, sondern lag in dem winzigen Flurschrank bereit und tat glücklicherweise seine Dienste.


Gesäubert wurde unser Zimmer täglich, nach zwei Übernachtungen (wir schliefen insgesamt drei Nächte dort) bekamen wir sogar neue Bettwäsche. Aber so richtig wohlfühlsauber war das Zimmer nicht. Allerdings liegt das auch daran, dass Möbel, Teppichboden und Bettdecke schon einen gewissen Grunddreck angesammelt haben, dass hier ein Wohlfühlfaktor gar nicht mehr möglich ist.


Leider drang trotz des neunten Stocks und der Lage zum schmuddligen Hinterhof hinaus der New Yorker Lärm ungehindert in unser Zimmer, die Fenster scheinen also gar nicht isoliert zu sein. So waren die Nächte auch wieder sehr unruhig, sodass mein Ohropax letztmalig in den Flitterwochen zum Einsatz kommen musste.


Goodbye, New York


Beim Auschecken hatten wir ähnliches Glück wie beim Einchecken – nämlich eine leere Rezeption. An allen anderen Tagen und bei jedem Durchqueren des Foyers sahen wir meterlange Schlagen vor der Rezeption. Manchmal standen garantiert über 50 Leute an, um einzuchecken – eine Katastrophe! Obwohl die Rezeptionstheke meterlang ist und dort bestimmt 20 Leute gleichzeitig arbeiten könnten, waren immer nur höchstens eine Handvoll Angestellte dort, sodass es zu diesen massiven Wartezeiten kam. Ich hätte nicht gewusst, wie ich bei einer solchen Schlange hätte einchecken sollen, wo mein Mann draußen in der Taxihaltezone stand...


Frühstück wird im Hotel wie üblich nicht angeboten. Aber gerade in New York fehlte es uns überhaupt nicht. Der nächste Dunkin Donuts war einen Block weiter, der nächste Tim Horton's sogar direkt neben dem Hotel. Dort kann man wunderbar frühstücken, sodass mir das hoteleigene Frühstück kein bisschen fehlte.


Unter dem Strich war das Hotel okay für die drei Übernachtungen, aber ob ich dort gebucht hätte, wenn ich wirklich 200 Dollar pro Nacht hätte zahlen müssen, wage ich zu bezweifeln. Top ist auf jeden Fall die Lage, denn bis auf den Financial District erreicht man alle Sehenswürdigkeiten Manhattans sogar zu Fuß. Und wenn man auf die U-Bahn angewiesen ist, kommt man von der gegenüberliegenden Penn Station sofort weg. Wenn ich ein besseres Angebot erhalten würde, würde ich das Hotel eventuell auch für den nächsten Besuch in New York buchen, denn im Hotel hält man sich ja wirklich die wenigste Zeit auf.


Bilder

für Hotel Pennsylvania, New York City
hotel - Hotel Pennsylvania, New York City
Das Hotel Pennsylvania, mitten in Manhattan
von Linnie1978 Linnie1978
hotel - Hotel Pennsylvania, New York City

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  • belli4charlotte 02.04.2012 19:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • schotterkoenig 01.03.2012 04:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Velu1961 10.02.2012 07:28
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • dik1609 18.11.2011 07:09
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • miss_chocolate 10.11.2011 17:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    da kann die Lage noch so toll aein..

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