Erfahrungsbericht über

Hotel Peniscola Palace, Castellón

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Hotel Peniscola Palace, Castellón

1 Angebote von EUR 96,00 bis EUR 96,00  

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Wem laut nichts ausmacht

4  28.10.2006

Pro:
große Zimmer, sauber, lange Buffetzeiten

Kontra:
laut, lange Wege

Empfehlenswert: Ja 

little_maryann

Über sich: Endlich Sommer

Mitglied seit:24.12.2001

Erfahrungsberichte:91

Vertrauende:30

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 72 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

In diesem Frühjahr waren wir zwei Wochen in Spanien. Mein Chef fährt da seit 20 Jahren in den gleichen Ort und hatte meinen Männe und mich überredet doch mal mitzukommen. Den Ort, den er seit 20 Jahren immer wieder besucht, heißt Peniscola und liegt an der Costa Azahar, der spanischen Orangenküste.
Es handelt sich hierbei um einen sehr alten, kleinen Ort, dessen Festung und Altstadt auf einer Halbkugel liegt, die ins Meer hineinragt. Von dieser Halbkugel aus, hat sich ein größerer Ort gebildet, leider auch mit einer großen Anzahl Hotels in Form von Bettenbunkern an der Küstenstrasse entlang. Auch für meinen Chef und seine Frau war dies der erste Urlaub in einem solchen Hotel. Die beiden hatten sonst immer eine Wohnung in einer Ferienanlage außerhalb des Ortes. Über ein kleines Reisebüro hier vor Ort buchten wir also zwei Doppelzimmer mit Halbpension in einem Hotel mit Namen Peniscola Palace zu einem sehr günstigen Preis von 27 Euro pro Person und Tag bei eigener Anreise. Allerdings waren wir ja auch Ende April bis Anfang Mai dort.

Bei dem Peniscola Palace handelt es sich um ein großes Hotel, das im Halbkreis direkt gegenüber dem Strand gebaut wurde. Man muss nur eine heftig befahrene Strasse überqueren und ist am Strand. Direkt am Hotel ist ein Zebrastreifen und das ist auch gut so, denn ansonsten könnte das schon mal etwas dauern. Fast alle Zimmer sind mit Blick aufs Meer. Zu Fuß in die Altstadt sind es etwa 2 km. Um das Hotel herum gibt es abgeschlossene Parkplätze, die man jedoch schon im Vorfeld reservieren sollte.
Das Hotel hat 224 Zimmer, die geräumig bemessen sind und alle einen kleinen Balkon haben. Was nervt ist, das man keine Möglichkeit hat, Abends das Licht auf dem Balkon auszumachen. Es erlischt erst gegen 24 Uhr und solange liegt dieser Hotelklotz in hellem Licht. Auch ist es ein Haus der langen Wege, je nachdem wo man sein Zimmer hat. Die Aufzüge liegen auf der rechten Seite des Hauses und hat man jetzt sein Zimmer wie wir, auf der genau gegenüberliegenden Seite, dann durchläuft man sicher jedes Mal bis zu 50 Meter Flur. Lästig wenn man etwas im Zimmer vergessen hat.

Die Zimmer sind funktionell und farblich ansprechend ausgestattet und haben unter anderem auch einen kleinen Kühlschrank und einen Fernseher mit ein oder zwei deutschen Sendern. Wie in südlichen Ländern durchaus üblich, bestanden die Bettdecken bei unserer Ankunft nur aus zwei Laken, es waren jedoch zwei Wolldecken im Schrank. Ich glaube, die meiste Zeit beim Bettenmachen geht dabei drauf, diese Laken möglichst fest unter die Matratze zu stopfen. Ich kam mir immer vor, als müsste ich von oben unter die Decke schlüpfen.

Die Badezimmer sind groß, haben eine Badewanne mit Duschabtrennung, ein Bidet, Toilette und zwei Waschbecken. Handtücher sind ausreichend da und es wurde auch jeden Tag gründlich sauber gemacht.
Wie ich zu Beginn schon schrieb, ist das Hotel in Form eines Halbkreises aufgebaut. Innerhalb dieses Hotel Halbkreises liegen ein Wintergarten und davor der Pool. Abends wird der Wintergarten zu Bingospielen und zum Tanzen benutzt und es ist der einzige Bereich innerhalb der öffentlichen Räume des Hotels, in dem geraucht werden darf. Jeden Abend ist es hier bis Mitternacht sehr laut, und innerhalb dieses Halbkreises hallt es sehr. Auch nachts kann es hier recht laut sein, weil die Form des Gebäudes geradezu wie ein Schalltrichter fungiert und vorbei fahrende Mopeds nicht wirklich leise sind.
In dem Wintergarten wird auch Animation mit Kindern betrieben oder eine Art Aerobic, allerdings muss man dazu schon spanisch können. In der Zeit, in der wir im Hotel wohnten, war hier fast ausschließlich spanisches Publikum.

Sowohl Frühstück als auch Abendessen werden in Buffetform gereicht. Beide Buffets waren sehr üppig bestückt und man konnte sich gemütlich Zeit lassen. Man konnte sogar mit einem Sektfrühstück beginnen, was mein Männe und ich auch jeden Morgen gern getan haben. Ein Glas Sekt, etwas Orangensaft, Kaffee oder Tee, Aufschnitt, Käse, gebackene Eier, kleine gebratene Würstchen, frisches Obst, es war von allem ausreichend da. Dazu gab es Brötchen, Croissants und oder Toast mit einem bemerkenswerten Toaster. Dieses Gerät war wie ein Förderband konstruiert, auf der einen Seite legte man seine Toastscheibe auf einen Rost und auf der anderen Seite kam das Brot dann im günstigsten Fall geröstet heraus. Im ungünstigsten Fall erinnerte das was da heraus kam, mehr so an Holzkohle, was zu unserer Erheiterung durchaus öfter vorkam. Woran das lag….keine Ahnung.

Auch das Buffet abends war sehr üppig gehalten, wobei nicht alles, was da lag, jedermanns Sache war. Aber die Auswahl war groß genug um sicher satt zu werden. Es gab eine Theke mit Vorspeisen, viele davon mit Meeresfrüchten, mehrere warme Speisen, und ein üppiges Nachtischbuffet mit Cremes und Kuchen oder frischem Obst..
Toll war auch, das an einem Tag als der 1. FC Barcelona die spanische Meisterschaft gewonnen hatte ein großes Tablett aus den verschiedensten frischen Salaten ganz exakt zum Emblem von Barcelona angeordnet war. Das sah genial aus, fast zu schade zum essen.

Die Qualität der Speisen war ok, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber man konnte satt werden und es gab auch viele Sachen insbesondere bei den Meeresfrüchten, die man so hier zuhause kaum bekommt.
Was nicht unbedingt mein Fall war, sind die Essenszeiten der Spanier. Das Abendbuffet begann um 19.30 Uhr. Da würde ich zuhause kaum noch etwas essen, denn das ist mir eigentlich zu spät. Auch wiederholten sich im Laufe der zwei Wochen viele Sachen.

Vor dem Wintergarten liegt ein relativ großer Pool, der als wir ankamen rattenkalt war, da der natürlich nicht beheizt war. So im Laufe der zwei Wochen relativierte sich das allerdings, da die Sonne von Tag zu Tag zunahm. Die Liegen um den Pool sind umsonst, unten am Strand werden sie pro Tag für 3 Euro vermietet. Allerdings geht vor den Liegen am Pool ja direkt die Strasse vorbei. Es war teilweise schon recht nervig, wenn die Baufahrzeuge mit einem Höllenlärm etwa 4 Meter von den Liegen entfernt vorbei donnerten.
Um den Pool herum besteht auch die Möglichkeit für Behinderte das Haus zu betreten, denn durch einen Hintereingang mit Rampe führt eine zweite Rampe in den hinteren Teil des Wintergartens und somit ins Haus hinein.

Bliebe noch etwas zum Service zu sagen. An der Rezeption war die Verständigung relativ problemlos, da die Leute englisch sprachen. Im Restaurantbereich gestaltete sich das schon etwas schwieriger, da hier außer spanisch nichts möglich war. An jedem Abend ging ein Chef de Rang von Tisch zu Tisch und schrieb die Getränke auf. Wir haben in den zwei Wochen zwei Herren in dieser Funktion kennen gelernt. Der eine machte immer ein bärbeißiges Gesicht, der andere war freundlich und offen. Die anderen Servicekräfte waren eigentlich nur mit Getränke anschleppen und abräumen beschäftigt. Wir konnten leider nur ein paar Brocken spanisch und so war die Verständigung denkbar eingeschränkt und mehr als ein freundliches Grinsen von beiden Seiten nicht möglich.

Für mich war das auch der erste Urlaub in einem solchen Bettenbunker und ich habe mich während der gesamten zwei Wochen nicht uneingeschränkt wohl gefühlt. Das ist nicht unbedingt meine Form von Urlaub. Ansonsten ist das Haus durchaus zu empfehlen. Bezüglich Sauberkeit und Strandnähe ist es prima, allerdings muss man unempfindlich in Bezug auf die Lautstärke sein.

Bilder von Hotel Peniscola Palace, Castellón
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
LoewieLoew

LoewieLoew

28.05.2008 23:44

Schade! Es ist einfach unglaublich, das Spanien nichts, aber auch gar nichts lernt! Wir machen seit 4 Jahren Urlaub an einem Flecken im Hinterland von denia, was keiner kennt und fahren an en Stück Strand, was noch nicht erschlossen ist. Mich erschrecken trotzdem die Veränderungen von Jahr zu Jahr, wie die komplette Küste zugeklatscht wird. Macht man Urlaub so wie wir in der Nachsasion, färht man durch Geisterstädte, wie in den ganzen Anlagen, die gebaut werden, 1 -2 Wohnungen besetzt sind. Auf kurz oder lang wird der Immoblienmarkt in Spanien zusammenbrechen und dann Gnade Gott- welche Betonruinen entstehen werden...auf den hintersten Winkel in den Bergen enstehen Parzellen, wo man sich fragt, wer will da leben und wohnen? Euer Hotel war direkt am Meer, eigentlich traumhaft, aber über kurz und lang wird da alles zugekleistert sein wegen der Immoblienspekulationen...ich frage mich, wie doof Spanien eigentlich ist?

SkateAemKei

SkateAemKei

06.11.2006 09:31

Castellon kannte ich nur vom Fußball. Schön auch mal so drüber zu lesen :) Greetz Moe

Queen500

Queen500

31.10.2006 13:25

schon viel über dieses Hotel gehört... .

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