Unsere vorletzte Station führte uns von von Linz nach Passau.
Buchung und Preis:
Auch in Passau suchten wir wieder ein zentrales Hotel, das sich gut vom Bahnhof erreichen lässt. Ein Blick auf den Stadtplan und die Angebote von HRS zeigten uns vier bezahlbare 4*-Hotels mit bezahlbaren Preisen in der Altstadt. Unsere Wahl fiel auf den „Passauer Wolf“, der für 77,40 € ein DZ ÜF anbot.
Lage / Anfahrt/ Garage
Das Hotel befindet sich 700 m vom Bahnhof und nur 30 m zur nächstgelegenen Kreuzfahreranlegestelle.
Für Bahnfahrer: Vom Bahnhof rechts der Einkaufsstraße folgen bis zu einem Fußgängerüberweg, dann der breiten Fußgängerpassage folgen. Am Ende geht links eine schmale Gasse (Rindermarkt) ab und ihr steht direkt vorm Hotel, Fußweg ca. 15 Minuten (mit Gepäck). Für Autofahrer: Die Einfahrt zur Hotelgarage befindet sich an der Unteren Donaulände, wenn ihr rechtzeitig einen der knappen Stellplätze (weniger als 10) gebucht habt. Wir haben (beim Sekttrinken, s. u.) gehört, wie die Dame an der Rezeption die Parkmöglichkeiten Geschäftskunden erklärte:
Gäste, die nicht rechtzeitig gebucht haben, können 10 Min. entfernt ihr Auto parken. Wer spät kommt und früh wieder fährt, kann über Nacht kostenlos auf den Busparkplätzen vorm Hotel stehen, muss diese aber gegen 08:00 Uhr verlassen. Wer eine Flusskreuzfahrt gebucht hat, kann unter www.parken-passau.de Informationen über längeres Parken finden.
Hotel
4* Passauer Wolf, Passau
Untere Donaulände 4/ Rindermarkt
Passau
Tel. 0851/ 931 51-0
Fax 0851/ 931 51-50
www.Hotel-Passauer-Wolf.de
info@Hotel-Passauer-Wolf
Das Hotelgebäude stammt aus dem 14. Jahrhundert und erhielt nach diversen Bränden um 1700 sein heutiges Aussehen. Die Fassade zur Donau ist eher schlicht, während die zwei Etagen höher gelegene Fassade zum Rindermarkt von einer aufwändigen Barock-Fassade geziert wird. Auf beiden Seiten gibt es Eingänge, die Einfahrt zur Garage befindet sich Untere Donaulände.
Schwerbehinderte können das Hotel nur von der Donaulände betreten (und erreichen die auf der Rindermarkt-Seite gelegene Rezeption nicht, da sie eine halbe Etage versetzt ist und nur durch Treppen oder eine zu steile Rampe zugänglich, auf der die Koffer herunter rutschen können),
39 Zimmer, davon 20 DZ, 18 EZ und eine Suite. Die Rezeption ist bis 22:00 Uhr geöffnet, danach kommen Gäste mit ihrer Zimmerkarte ins Hotel. Das Hotel verfügt auch über eine Sauna, die wir aber weder inspiziert noch genutzt haben.
Die Rezeption / sonstiger Service
Als wir um 12:10 Uhr im Hotel eintrafen, waren die Zimmer noch nicht fertig (einchecken ab 14:00 Uhr), darum haben wir nur unser Gepäck deponiert, einen Stadtplan und einige Infos über die Stadt eingeholt und sind erstmal losgezogen – schließlich befanden wir uns ja schon in der Altstadt und das 3-Flüsse-Eck war nicht weit. Um 14:15 Uhr erhielten wir dann unsere Zimmerkarte und den Hinweis, dass wir noch ein Glas Sekt zur Begrüßung erhalten, sobald wir mögen. Da wir schon eine zweistündige Donaufahrt gebucht hatten, wurde das Gläschen erstmal verschoben Die Dame weist uns darauf hin, dass wir ein besonders schönes Zimmer zur Donau hätten, dies wäre aber leider nicht leise.
Welcome-Drink:
Jeder Gast bekommt zur Begrüßung ein Glas Sekt (pur, mit O-Saft oder nur Saft) angeboten, dass jederzeit zur Öffnungszeit der Rezeption erhältlich ist. Wir haben uns dieses Glas (0,1 l) später als Aperitif vorm Restaurantbesuch geholt und in der urigen Lobby getrunken, andere Gäste haben es auch mit aufs Zimmer genommen.
Zimmer 31:
Also erstmal 5 Stufen bewältigen (die Koffer werden vom Personal über eine sehr steile Rampe rauf- und runtergehievt) bewältigen und mit dem Lift in den 3. Stock gefahren. Im Eingangsbereich des Zimmers befindet sich links ein Einbaukleiderschrank, rechts das Bad. Im Zimmer ist links ein Kofferbock mit großem Spiegel darüber und eine große neue Schlafcouch.
Unter dem linken Fenster ein maßgebauter Arbeitsplatz mit Stuhl, Tischlampe, Telefon und Internetzugang (für mitgebrachte Rechner, kein WiFi), daneben ein Flachbild-TV an der Wand. Beide Fenster haben Blick zur Donau, sind jedoch nicht isolierverglast, so dass der Lärm insbesondere der stark befahrenen Landstraße jenseits der Donau zu hören ist (nachts ist es ruhiger, da hört ihr nur ggf. die Schiffsdiesel der vor Anker liegenden Kreuzfahrer, aber in den frühen Morgenstunden brandet der Verkehr). Rechts befindet sich ein Doppelbett (200 * 200) mit 2 Nachtschränken und in der Kopfabdeckung integrierten Lampen. Auf den Nachtschränken befinden sich neben dem süßen „Betthupferl“ aus Schokolade auch je ein Paar Einweg-Ohrstöpsel.Das Zimmer wirkt relativ frisch renoviert: die Decke ist weiß, die Wände zart senffarben, über dem Bett fünf mal das „Wolfslogo“, der Teppich braungold mit dezentem Muster, die Möbel helles und dunkles Holz.
Bad:
Auf der linken Seite ein grauer Acryl-Waschtisch und ein runder Kosmetikspiegel, hinten eine Badewanne mit Duschtrennwand und rechts die Toilette sowie ein Handtuchwärmer (der Ende September aber noch nicht eingeschaltet ist). Handtücher, Duschtücher und Waschlappen liegen sauber bereit. Alles ist gut beleuchtet.
Frühstück:
Frühstück gibt es in einem hellen und freundlichen Raum auf der Donauseite, der vom Stil ähnlich wie die Zimmer eingerichtet ist. Kaffee (Thermoskanne) und Tee (Porzellankännchen) wurden serviert oder können vom Buffet genommen werden. Tolle Teeauswahl: 14 Sorten Ronnefeld, davon 6 Tassenbeutel und 8 Kannenbeutel und es gab sogar meine Lieblingssorten Jungpana (Darjeeling) und Morgentau (Sencha mit Blüten). Außerdem Saft (O- und Multi), Sekt (kühl und prickelnd, Hausmarke), 4 Cerealien, 6 Marmeladen, 3 Joghurt, 3 Obstsalate, 6 Sorten frisches aufgeschnittenes Obst, 3 Schnittkäse, Käseplatte (Gorgonzola, Munster, Camembert, …), 8 Wurstsorten (lecker!), Räucherlachs, Croissants, Brezeln, 8 Brötchensorten (hell, dunkel, Körner), Butter, Margarine, 10 Kuchensorten (versch. Obstkuchen, Schokolade, Donuts, …), Rührei, Speck, Würstchen, Kartoffeltaschen, gekochte Eier, … und alles in guter Qualität. Ein super Frühstück in schöner Atmosphäre.
Fazit:
Positiv:
- zentrale Lage in der Altstadt, 15 Min. zu Fuß zum Bahnhof
- Garage (wenige Plätze)
- sehr freundliches Personal
- tolles Frühstücksbuffet inklusiv
- Begrüßungsgetränk
- schönes Zimmer mit Donaublick
Negativ:
- fehlende Isolierverglasung
- durch die steilen Stufen zwischen Rezeption und Hotelbereich können Schwerbehinderte die Rezeption nicht (bzw. nur durch den großen Umweg über mehrere Straßen) erreichen, ein Teil der Zimmer ist aber durch den Eingang auf der Unteren Donaulände mit dem Fahrstuhl ohne Stufen erreichbar (unbedingt bei Buchung angeben, ein Teil der Zimmer ist auch vom Lift nur über einige Stufen begehbar)
Ein schönes historisches Hotel mit tollem Service und günstigem Preis, dass ich – bis auf den mittleren Straßenlärm – uneingeschränkt empfehlen kann.