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| Ab | 62,00 € | 2 Preise vergleichen |
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| Userbewertung | 6 Erfahrungsberichte |
Ein 4-Sterne-Hotel nicht nach unserem Geschmack
Pro Kostenloses WLAN im ganzen Hotel | sehr gutes Abendessen
Kontra Muffige, extre kleine Zimmer | Schimmel im Bad | Frühstück inkl. Kaffee = bäh!
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Anfang Dezember 2010 entflohen wir dem Winter und buchten kurzfristig zwei Wochen Urlaub auf Teneriffa. Weil wir uns nicht entscheiden konnten, ob wir im Norden oder im Süden der Insel wohnen wollten, entschieden wir uns, zwei Hotels zu buchen. In der ersten Woche wohnten im in Puerto de la Cruz und in der zweiten Woche in Los Cristianos im Hotel "Paradise Park", von dem ich heute berichten möchte. Den etwas veralteten Berichten, die hier auf ciao gepostet sind, kann ich vorab schon mal eines entgegen setzen: In den letzten Jahren sind wohl einige Renovierungsarbeiten und Verbesserungen geleistet worden. So gibt es z.B. keine Platzanweiser im Restaurant mehr und auch das Abendessen hat an Qualität gewonnen. Aber lest selbst...
| Lage
Das Hotel liegt im Randgebiet der Stadt Los Cristianos, ca. 15 km vom Flughafen Teneriffa-Süd entfernt. Das Gebäude steht etwas am Hang des Montana de Guaza hinauf. Es ist eines von vielen Hotel-Komplexen und sticht trotz seiner acht Stockwerke und der auffällig blauen Farbe zwischen all den Appartement- und Hotelburgen nicht sonderlich heraus. Zur Strandpromenade sind es ca. 800-1000 m Luftlinie. Diesen Weg muss man tagsüber aber nicht zwingend laufen, denn der Hotelbus fährt vormittags und nachmittags (von 9.30 bis 13.15 und von 15.30 bis 17.45 Uhr) im 15-Minuten-Takt hin und her und befördert die Gäste in den interessantesten Teil der Stadt.
Der ganze Gebäudekomplex ist nicht besonders schön und der Bereich rund um den Pool ist - wie das ganze Innere des Hotels - sehr beengt. Ich hatte immer wieder Probleme mit meiner Raumangst und musste mich oft zur Ruhe zwingen, um keinen Anfall zu bekommen. Noch heute spüre ich die Beklemmung nach, die mich das ein oder andere Mal befallen wollte.
| Rezeption
Bei unserer Ankunft wurden wir freundlich begrüßt. Das Personal sprach vor allem Englisch, was uns in dieser Gegend, die hauptsächlich von Engländern frequentiert wird, nicht verwunderte. Wir bekamen beim Einchecken zwei Keycards, so dass wir unabhängig voneinander das Zimmer aufsuchen konnten. Das fand ich schon mal sehr wichtig.
Beim Betreten bekamen wir einen kleinen Schock. Mit unseren Koffern passten wir kaum durch die Tür und den Gang, weil dieser viel zu schmal war und zusätzlich durch einen hinein ragenden Kühlschrank verengt wurde. Das Zimmer selbst stand dem schmalen Gang um nichts nach. Ein zu kurzes Bett, zwei kleine Nachtkästchen (mit Telefon und toller Spot-Leselampe), ein sehr, sehr schmaler Schreibtisch und ein Einbaukleiderschrank - das war alles, was in dem kleinen Zimmer Platz fand. Wir vermissten vor allem eine Kofferablage. So mussten wir unsere beiden Koffer auf den Boden legen. Dadurch konnten wir zum einen die linke Tür des Kleiderschranks nicht mehr öffnen und stolperten zum anderen über einen der Koffer, wenn wir auf den Balkon gehen wollten.
Das Design der Einrichtung hat uns aber gut gefallen. Helle Farben und modernes Holz sowie Laminatboden verbreiteten behagliche Gemütlichkeit.Das Zimmer roch sehr muffig und abgestanden. Wir öffneten sofort die Fenster und ließen frische Luft hinein. Das sollte in den nächsten Tagen unsere erste Handlung sein, sobald wir das Zimmer betraten. In dem kleinen Raum verbrauchte sich die Luft in Nullkommanichts. Hinzu kamen die Probleme mit dem Bad. Das Bad besaß nämlich kein Fenster, so dass es nicht entlüftet werden konnte. Da die moderne Dusche aus mehreren Strahlern bestand und unnötig viel Wasser verprasste, gleichte das Bad nach dem Duschen einem türkischen Hamam. Der entstandene Dampf konnte aber nirgendwo entweichen. Deshalb war das neu renovierte Bad bereits von Schimmel befallen.
Ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt: eine ordentliche Entlüftung nach dem Toilettengang war ebenfalls nicht möglich. Das das kleine Entlüftungsrohr in der Decke gar nicht oder unzureichend die Luft nach außen förderte, mussten wir durchs Zimmer entlüften.
Der Balkon, der Richtung Innenhof mit Swimmingpool zeigte, war sehr klein. Aber um sich abends noch ein bisschen raus zu setzen und den Sonnenuntergang zu genießen, reichte es. Handtücher hängten wir zum Trocknen über die zwei Stühle oder die Balustrade. Ein kleiner Tisch mit Aschenbecher stand dort ebenfalls. Leider war der Balkon sehr gut einzusehen. D.h. alle Gäste, die über uns ein Zimmer hatten, konnten uns auf den Balkon gucken.
Unser recht großes Bad hatte ein Waschbecken mit großer Ablagefläche, Haartrockner, Seife und Duschgel. Genau gegenüber der Toilette befand sich das Bidet, so dass man, wenn man auf dem WC saß, mit den Knien dagegen stieß. Die Dusche war - wie ich bereits erwähnt habe - sehr modern und besaß eine Duschpaneele mit verschiedenen Düsen, aus denen verschwenderisch das Wasser spritzte. Man konnte sich sogar vom Wasser massieren lassen. Ich fand diese Duscheinheit unpassend. Auf einer Insel, die unter Wasserknappheit leidet, sollte man keine Wasserverschwendung betreiben.Unser Zimmer zeigte zum Innenbereich des Hotels hinaus, so dass wir einen sehr schönen Blick zum Pool und zu den Appartementhäusern hatten. Über die Dächer der Häuser hinweg konnte man Los Cristianos und dahinter das Meer sehen. Wir waren schon froh, dass wir kein Zimmer zur Straßenseite hinaus bekommen hatten.
Das Beste am ganzen Zimmer war: es hatte KOSTENLOSEN WLAN. Mit einem internetfähigen Handy oder einem Laptop konnte man dieses problemlos nutzen. Zwar war die Leitung tagesabhängig teilweise recht langsam, aber zum Versenden von E-Mails oder zum Abrufen der Wettervorhersage reichte die Geschwindigkeit allemal aus.Alles in allem hat uns das Zimmer aber trotzdem nicht zugesagt. Das wäre auch der Grund, warum wir im Hotel "Paradise Park" nicht noch einmal übernachten würden. Es war uns einfach zu eng und das schlecht zu entlüftende Bad mit dem Schimmel schreckte uns auch ab.
Frühstück (von 7 bis 10 Uhr)
Das Frühstück war typisch englisch und sagte uns überhaupt nicht zu. Bereits am dritten Tag aßen wir jeden morgen das gleiche, weil wir uns nur das rauspickten, was uns schmeckte. Der Speck war labbrig, das Rührei zu dünn, die Marmelade sirupartig und der Kaffee schmeckte fürchterlich. Dieser Instant-Mist konnte man nicht einmal als Poliermittel für Autowrackteile verwenden. Schrecklich!
Das Toastbrot hatte auch keinen Eigengeschmack und konnte im bereit gestellten Toaster nie so zubereitet werden, dass er schön "medium-cross" war, weil das Gerät jeden Tag anders eingestellt wurde. Wir aßen also jeden Tag etwas Stangenweißbrot mit Nougatcreme, danach Pancakes (mal kalt, mal warm - mal labbrig, mal trocken) mit Vanillesirup und zum Nachtisch Müsli mit getrockneten Feigen und Pflaumen. Der einzige Lichtblick des Morgens waren die frischen Früchte wie Honig- und Wassermelonen, Bananen, Äpfel, Grapefruit, Ananas usw. Und das Glas Sekt, mit dem man alles runterspülen konnte ;-|
Getränke gab es auch in reicher Auswahl. Das spanische Bier haben wir nicht probiert, obwohl es uns empfohlen wurde. Wir bestellten uns zum Abendessen meist eine Flasche von dem sehr leckeren spanischen Mineralwasser. Meine bessere Hälfte trank dann meist noch eine Fanta und ich meinen obligatorischen Hauswein, der wirklich recht gut schmeckte. Im "HP Plus" sind diese Getränke, wie gesagt, kostenlos enthalten.
Auf das Abendessen freuten wir uns wirklich den ganzen Tag. Für uns umso unverständlicher, dass wir morgens ein schlechtes Frühstück, dafür abends aber ein so tolles Abendessen serviert bekamen.Es gibt übrigens die Möglichkeit, vor Ort "hoch zu stufen". Das heißt, wenn man vorab ein Zimmer mit Frühstück gebucht hat, kann man im Hotel auf Halbpension oder sogar All inclusive aufbuchen. Ich glaube mich zu erinnern, dass das Abendessen irgendetwas um die 13.- EUR gekostet hat, bin mir aber nicht sicher.
| Publikum
Während unseres Aufenthalts Anfang Dezember bestand das Publikum zu 90 Prozent aus Engländern. Der Rest setzte sich aus Deutsche und Spanier sowie ganz wenigen Russen zusammen. Die Engländer waren meist jenseits der 60 und recht angenehm. Es gab bei ihnen jedenfalls keine Buffetschlachten, wie man sie von den Russen gewohnt ist.
| Aufenthaltsräume
Es gibt im ganzen Hotel reichlich Rückzugsmöglichkeiten. Wer also nicht in seinem viel zu kleinen Zimmer sitzen möchte, kann in eine der Bars gehen, sich im Spiele-/Lesezimmer setzen oder in eine der anderen Sitzecken, die im ganzen Haus verteilt sind, lümmeln. Da uns das Ambiente und die Angebote der Bar nicht besonders angesprochen haben, sind wir abends meist noch ins große Spielzimmer gegangen, wo wir an mit grünem Stoff bezogenen Tischen "Kniffel" spielten. Hier steht übrigens auch ein Getränkeautomat, an dem man sich Limonaden etc. ziehen kann.
Die meisten Gäste setzten sich aber auf die Terrasse, wo sie noch ein/zwei Bierchen tranken. Die Preise waren moderat! Da es auch einige AI-Gäste gab, sah man auch viele, die irgendwelche "Plastikbecher-Cocktails" tranken.
Der gesamte Poolbereich kam mir sehr beengt vor. Es stand eine Liege an der anderen, ein Sonnenschirm neben dem anderen und trotzdem fand auf der Anlage noch die ein oder andere Palme Platz. Da hatte sich ein Landschaftsgestalter wirklich Mühe gegeben!
Es besteht die Möglichkeit, sich große Pooltücher zu leihen. Das Leihen selbst ist kostenlos. Es wird aber eine Sicherheitsgebühr von 10.- EUR pro Badetuch verlangt. Das Geld bekommt man natürlich zurück erstattet, wenn man das Tuch zurück bringt.
| Solarium/Dachterrasse
Das so genannte Solarium ist ein abgegrenzter Bereich auf der sehr großzügigen Dachterrasse. Die Terrasse selbst ist wirklich das Highlight des Hotelkomplexes. Sie ist sehr groß und man hat vom achten Stock aus einen herrlichen Blick über Los Cristianos bis hin zum Meer. Ich konnte gut verstehen, dass die Gäste sich hier die meiste Zeit des Tages aufhielten. Durch eine Glasfront vom stetigen Wind geschützt, lagen sie hier gemütlich in der Sonne und lasen oder schliefen. Wir selbst genossen die Terrasse nur einen Tag, da wir unseren Urlaub lieber aktiv verleben!
| Fitness-Raum
In den kleinen Fitness-Raum habe ich nur einen kurzen Blick geworfen. Der Geräte sind meiner Meinung nach viel zu eng gestellt. Sie scheinen aber in einem sehr guten Zustand zu sein. Leider gibt es hier - wie in so vielen öffentlichen Hotelräumen - kein Tageslicht.
| Sonstiges
Das Hotel wirbt täglich und - in meinen Augen - ziemlich aufdringlich um Clubmitglieder. Man soll diesem "Amigos-in-Paradise-Ferienclub" beitreten, um verschiedene Vorzüge in Anspruch nehmen zu können. So erhält man z.B. ein Willkommensgeschenk aufs Zimmer, darf sich - je nach Verfügbarkeit - das Zimmer aussuchen, erhält auf SPAradise-Behandlungen und im Friseursalon fünf Prozent Rabatt oder bekommt das Zimmer zu einen besonderen Preis. Da wir nicht vorhatten, nochmals in dieses Hotel zu gehen, haben wir uns zu dieser Mitgliedschaft nicht überreden lassen. Bei uns hat die "Kundenbindung" also nicht funktioniert.
| Fazit
Das "Paradise Park" in Los Cristianos ist ein 4-Sterne-Hotel, das seine Auszeichnung vermutlich aufgrund seiner Ausstattung (Flachbildfernseher, WLAN im ganzen Hotel, Wellness & Spa, Friseur, Pools, Fitness-Raum etc.) erhalten hat. Die vier Sterne finde ich in diesem Zusammenhang auch nicht übertrieben und möchte sie auch nicht mit der pauschalen Beurteilung "4 Sterne in Spanien sind drei Sterne bei uns" abtun. Das mag alles in Ordnung sein, aber in einem 4-Sterne-Hotel möchte ich mich auch wohl fühlen. In den viel zu kleinen, muffigen Zimmern, in denen man sich gegenseitig auf die Füße tritt, kann ich das aber nicht. Wenn ich dann auch noch Schimmel im Bad finde und mir das Frühstück nicht schmeckt, bleiben von den vier Sternen nur noch drei übrig. Da reißen ein "luxuriöser", kostenloser WLAN-Anschluss und ein super Abendessen auch nichts mehr raus.
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kleenerknuffi 05.03.2011 09:18
******
MSBBonn 03.03.2011 08:51
Besser spät als nie :-)
manyatta 18.02.2011 06:12
Alle Schulden beglichen, bh!
manyatta 17.02.2011 19:06
Auch hier muss ich wiederkommen, sorry!
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Hotel Paradise Park, Los Cristianos Lage Hotel Paradise Park liegt in Arona, in der Nähe der folgenden Sehenswürdigkeiten: Strand von Los Cristianos, Magma Kunst- und Kongresszentrum... |
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schade, aber leider kein bh als Trost mehr übrig