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Erfahrungsbericht

für Hotel Miami
3 Sterne Welcome to Miami, Mittelklasse auf Ibiza
64 von 64 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro gute Lage, sehr nah am Strand, annehmbares Essen, nettes Personal

Kontra spartanische Zimmer, dreckiger Kinderspielplatz, lieblose Poollandschaft

Der Autor

Edelgroove Seit 12 Nov 2000

Wie schön: mein gestiefelter Kater hat bei der Mai-Lotterie gewonnen. Ich freu mich!!!! mehr

118 Mitglieder vertrauen mir

Eine Freundin von mir und ich beschlossen letztes Jahr spontan in den Urlaub zu fahren. Allerdings waren wir wegen Prüfungen sehr unflexibel was Zeit und Länge unseres Urlaubs betraf und so mussten wir echt ganz schön lange suchen, bis wir etwas gefunden haben, mit dem wir beide einverstanden waren.

Wir haben am Flughafen die Last Minute Angebote gecheckt und haben zwei Wochen lang jeden Tag Internet-Reisebüro-Angebote sortiert. Irgendwann konnte ich die ganzen Hotelbeschreibungen nicht mehr lesen und wollte einfach nur noch irgendwas buchen, was wir schließlich auch getan haben.

Ibiza war im September/Oktober am Günstigsten und das Hotel „Miami“ sah auf den Bildern auch sehr nett aus. So kam es also, dass wir für 339 Euro eine Woche Ibiza, Hotel Miami gebucht haben.

Also ab in Flieger und auf die Partyinsel gejettet. Nur dumm, dass die Discos Ende September alle schon zu hatten und von Party keine Rede war, es sei denn man macht gerne mit Rentnern Party. Aber ich will mich weder über die Insel noch über das schlechte Wetter, das wir dort hatten, beschweren, denn in meinem Bericht soll es um unser Hotel gehen.

_Die Lage des Hotels
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Das Hotel Miami gehört zur Intertur-Gruppe, die einige Hotels auf Ibiza und Mallorca betreibt.

Mit dem Bus fährt man ungefähr 40 Minuten vom Flughafen nach Es Canar, wobei natürlich die Stops an diversen anderen Hotels eingerechnet sind.
Das Hotel „Miami“ liegt am äußersten Zipfel des kleinen Dörfchens Es Cana und ist von Strand und Meer umgeben.
Vom Hotel aus, geht man 5 Minuten in die Stadt. Dabei kann man entweder am Strand entlang laufen (Nachts besonders schön), an der Strandpromenade oder an der Strasse, wenn man noch die verschiedenen Souvenirshops besuchen will.

Im Zentrum des Ortes ist die Bushaltestelle, wo täglich in kurzen Abständen (ca. 30 Minuten) die Busse in die nächst größere Stadt St. Eularia fahren. Die Busfahrt dahin kostet 1,05 Euro, einfach.
Von St. Eularia kann man dann weiter nach Ibiza Stadt fahren. Die Busverbindungen sind dort recht gut.

Unmittelbar neben der Bushaltestelle in Es Cana ist der winzig kleine Hafen. Von dort aus fährt mehrmals am Tag eine Fähre nach Formentera rüber (Kosten: Hin- und Rückfahrt 19,50 Euro)

Das Hotel „Miami“ ist in jeder Hinsicht sehr zentral gelegen. Zum berühmten Hippie Markt im Punta Arabi Club kann man zu Fuß gehen. Der Fußmarsch dauert 10 Minuten.
Zum weniger berühmten, aber viel schöneren Markt nach Las Dalias muss man allerdings 10 Minuten mit dem Taxi fahren.

In der Hochsaison ist die Lage des Hotels wahrscheinlich erste Sahne, aber in der Nachsaison ist in den Bars um das Hotel gar nichts los. Man muss schon nach Es Cana gehen oder mit dem Bus nach St. Eularia fahren. Leider fährt in der Nachsaison der Bus aber schon um 22 Uhr zurück. In der Hauptsaison gibt es wenigstens einen speziellen Diskobus, der die Nachtschwärmer noch weit nach Mitternacht nach Hause bringt.

_Die Ausstattung und die Zimmer des Hotels
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Das Hotel „Miami“ ist mit über 400 Zimmern sehr groß und erinnert bei näherem Hinsehen an Plattenbauten. Der Eingangsbereich ist allerdings sehr einladend. Das Hotel ist in zwei Gebäudekomplexe, die im spitzen Winkel aufeinander zulaufen, aufgeteilt. Zu jedem Gebäude gibt es zwei sehr veraltete Aufzüge und Treppen, sowie sehr gut gekennzeichnete Nottreppen. In den Fluren des Hotels riecht es sehr streng nach Reinigungsmitteln und dort sieht es auch nicht sehr freundlich aus: dreckiger Teppich, wenig bis keine Bilder an den Wänden...kasernenähnlich.

Der Speisesaal des Hotels ist dafür sehr freundlich und bietet im vorderen Teil einen schönen Blick auf den Pool und den Strand.

Die Ausstattung der Zimmer lässt dafür sehr stark zu wünschen übrig.
Ich bin bei der Urlaubsbehausung wirklich nicht pingelig und weiß, was ich für mein Geld verlangen kann, aber als ich unser Doppelzimmer gesehen habe, hätte ich am Liebsten losgeheult und nach meiner Mama geschrieen.

Unser Zimmer war in dreckigem braun gefliest und hat bei mir schon ein leichtes Ekelgefühl ausgelöst, obwohl das Zimmer an sich sauber war.

Die Ausstattung beschränkte sich auf zwei quietschende Feldbetten, einem klapperigen Nachttisch, einem Schreibtisch mit Spiegel, ein Tisch, ein Stuhl (sehr praktisch in einem DOPPEL-Zimmer) und ein kleiner Wandschrank, der nicht richtig schloss und nicht richtig aufging.

Die spartanische Einrichtung des Zimmer ist wohl seit Bestehen des Hotels nicht mehr verändert worden. Das Zimmer hatte kein Radio, keinen Fernseher, keine Minibar und auch sonst keine Annehmlichkeiten.
Im Wandschrank befand sich der Tresor, den wir für 3,50 Euro Miete am Tag angemietet hatten. Dummerweise ging der Tresor in die falsche Richtung auf und schlug mit der Tür immer gegen die Schublade. Wir mussten von oben rein greifen und konnten nur ertasten, was wir gerade im Begriff waren rauszuholen.

Im weiß gekachelten Badezimmer gab es ein kleines Waschbecken, ein Bidet und natürlich eine Toilette. Außerdem eine Badewanne mit Duschvorrichtung und Vorhang. Einen Fön gab es leider nicht.
Bis auf die Tatsache, dass die Armaturen alle leicht angelaufen waren, war das Badezimmer noch das Beste am Zimmer.

Unser Zimmer hatte einen kleinen Balkon mit Meerblick, der allerdings durch das laute Rattern der Hotelklimaanlage etwas getrübt wurde. Auf dem Balkon konnten wir es uns aber nach einem Einkauf im gegenüberliegenden Supermarkt Abends auf zwei kleinen Hockern etwas gemütlich machen und die Aussicht aufs Meer genießen.

Die Klimaanlage im Zimmer funktionierte gut, war aber bei unserem Urlaub im September nicht mehr nötig – ich hätte da lieber eine Heizung gehabt.

_Der Service
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Die Zimmer wurden täglich durchgekehrt und grob gereinigt, was heißt der Müll wurde entleert und die Betten wurden gemacht.
Beim Müll waren die Zimmermädchen allerdings etwas übereifrig. Ich hatte zweimal eine Tüte mit Zeugs auf dem Boden liegen, die einfach weggenommen wurde. Es war zum Glück nur Futterzeugs drin und nichts irgendwie wertvolles. Ärgerlich war es trotzdem.

Die Handtücher im Bad wurden unregelmäßig gewechselt.

Das Personal war sehr bemüht deutsch zu sprechen und es den Gästen recht zu machen. Wir hatten keinerlei Beschwerden und zu uns waren die Angestellten stets freundlich. Beim Abendessen bekam man seine Getränke immer sehr schnell und auch beim Bezahlen gab es nie Probleme.

An der Rezeption half man uns bei allen Fragen weiter. Wir wollten mit der Fähre nach Formentera und die Angestellte an der Rezeption hat uns gesagt wann die Fähre fährt, wie lange sie fährt und uns auch die Tickets verkauft. Alles hat super geklappt.
Der Nachtportier war Deutscher und hat penibel darauf geachtet, dass wir ihm das Zimmerkärtchen zeigen, bevor er uns den Schlüssel gibt, denn schließlich könne sonst ja jeder den Schlüssel haben wollen. Dieses Verhalten fand ich sehr korrekt, denn es ist gut zu wissen, dass wirklich nur ich Zugang zu meinem Zimmer habe.

Das Animationsprogramm war hingegen sehr dürftig. Mittags wurde Volley- oder Wasserball gespielt, abends gab es eine Kinderdisko und ab 22 Uhr dann Erwachsenenanimation. Es gab Sänger, Schwarzlichttheater, die Wahl der Miss Miami und sonstige " lustige" Shows. Das Ganze ging immer eine Stunde lang und ab 23 Uhr musste sich dann jeder mit sich selbst beschäftigen.

_Das Essen im Hotel
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Das Essen war in Ordnung, aber nicht weltbewegend. Es war mehr auf die englischen Gäste ausgelegt. Morgens gab es Bohnen und Speck, Rührei, Spiegelei, Wurst, Käse, Marmelade, Brötchen, Toast, Vollkornbrot, Joghurt, frische Früchte und süßen Kram wie Kuchen, Plätzchen und süße Brötchen. Außerdem wurden jeden morgen frische Crepes gemacht.

Ich fand das Frühstücksbuffet recht umfangreich und obwohl ich eigentlich kein großer Frühstücker bin, habe ich mich morgens gut sattgegessen, auch wenn ich den Duft von Wurst und Speck morgens einfach nicht ertragen kann.

Abends gab es meistens Pommes, Nudeln, verkochtes Gemüse und Fleisch (Truthahn oder Schwein) in verschiedenen Variationen.
Das Vorspeisenbuffet bot verschiedene Rohkost oder bereits fertige Salate. Man konnte sich alles selbst zusammenstellen.

Besonders nett fand ich den kleinen Teil, über dem “Kinderbuffet“ stand. Hier gab es Sachen, die Kinder gerne mögen, aber auch Erwachsen schmecken: Kroketten, Nudeln mit Tomatensauce, Würstchen im Schlafrock und anderes.

Das Essen war zwar wenig abwechslungsreich, aber doch immer lecker und ich bin eigentlich sehr verwöhnt und pingelig was Essen angelangt.

Die Tische im Restaurant musste man meistens selbst decken, da nur selten Besteck und Servietten auf dem Tisch lagen. Diese Sachen bekam man an mehreren Besteckständen.
Leider hat die Poolbar schon gegen 19 Uhr geschlossen, so dass man nach dem Essen nicht noch schön draußen etwas trinken konnte. Dafür musste man drinnen an die Bar gehen, wo die Cocktails sehr schlecht waren. Es wurde nichts frisch gemixt, sondern fertig aus der Flasche in ein Glas gegossen. Keine Spur von Alkohol und dafür zahlte man dann 3,90 Euro.

_Die Poollandschaft
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Liegen waren am Pool gerade genug für alle Gäste vorhanden. Rund um den Pool waren Liegen aufgestellt, auf einer höheren Ebene und auf einem kleinen Teil, der wie ein Sonnendeck aufgemacht war. Obwohl auf Tafeln darum gebeten wurde, sich keine Liegen mit seinen Handtüchern zu reservieren, waren noch vor dem Frühstück die besten Plätze belegt. Da ich aber eh lieber im Schatten liege, habe ich immer noch ein Plätzchen gefunden. Bis auf den " Krach" der Kinder, war es am Pool sehr ruhig und der Pool wurde auch nicht häufig genutzt. Es gab drei Becken: ein Kinderbecken, das mit einem Zaun abgetrennt war, ein Nichtschwimmerbecken mit 1,10 Meter Tiefe und ein großes Schwimmerbecken mit 1,70 bis 2 Meter Tiefe. Der Pool war sauber, aber das Wasser war eisig. In Poolnähe gab es ein Volleyballfeld und einen kleinen Kinderspielplatz, auf dem ich allerdings mein Kind nicht hätte spielen lassen. Der Platz war dreckig und die Spielmöglichkeiten veraltet und sehr begrenzt.

Wem es am Pool nicht gefallen hat, der konnte eine kleine Treppe runtergehen und war sofort am Strand. Der Strand war immer sauber und das Wasser war klar. Liegen musste man hier extra bezahlen, aber wie gesagt, konnte man am Pool liegen und zum Meer runtergehen. Am Strand liegen, war eigentlich nicht nötig.

_Mein Fazit
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Für den kleinen Preis kann man wohl nicht viel erwarten und im Grunde war das Hotel „Miami“ auch in Ordnung. Standard Mittelklasse eben.
Schade war eigentlich nur, dass wir die meiste Zeit im Zimmer bleiben mussten, weil es kalt war und das Freizeit-Angebot im Herbst doch sehr begrenzt ist.

Eine Woche konnte ich es in dem Hotel gut aushalten, zwei Wochen wären mir aber auf jeden Fall zu viel geworden, da brauche ich doch mehr Luxus und ein Zimmer, in das ich gerne Abends zurückkehre.

PS: Leider sind meine Urlaubsfotos immer noch nicht entwickelt, aber ich werde auf jeden Fall Bilder nachreichen.

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Kommentare

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  • Babyteddy 15.08.2005 12:20
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Sommer2001 23.07.2004 15:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • traumstern12 21.06.2004 16:48
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • very-tas 06.06.2004 10:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • tinavfl 24.05.2004 13:23
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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