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Pro Ambiente, Service, Ausstattung
Kontra für manche die Lage??
Nach sieben Jahren „Pistenabstinenz“ beschloss ich im Herbst letzten Jahres, endlich einmal wieder im Januar zum Skifahren nach Österreich zu fahren. Wir waren ziemlich spät dran, was die Quartiersuche betraf und haben letztendlich im Skigebiet Brixen im Thale in Österreich eine Unterkunft gefunden, die uns (4 Erwachsene) zusagte:
Das Familienhotel Loipenstubn *** in Brixen im ThaleGebucht haben wir ganz bequem per Internet. Die Homepage des Hotels war sehr übersichtlich und bot jede Menge Informationen zum Hotel, Zimmerausstattung, Lage…
Mitte Januar war es dann soweit, voller Vorfreude starteten wir von Bremen aus in Richtung Brixen im Thale. Nach circa 11 Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel: die Loipenstubn
ALLGEMEINES:
Die „Loipenstubn“ ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Familienhotel. Es wird von der kompletten Familie Beihammer bewirtschaftet:
Die Loipenstubn hat sich in den letzten Jahren von einer kleinen Gästepension mit einem Restaurant auch für auswärtige Gäste zu einem ***-Hotel weiterentwickelt. Nach dem Tod des Vaters von Andreas und Martina haben diese sich dazu entschlossen, die Pension und das Restaurant weiterzuführen. Im letzten Jahr haben im Haus umfangreiche Umbau- und Anbauarbeiten stattgefunden. Ende November wurde das Haus wiedereröffnet. Die Anzahl der Zimmer wurde dabei fast verdoppelt, so dass jetzt circa 50 Gäste in dem Hotel unterkommen können.
Stammgäste erzählten mir, dass es bis zum jetzigen Zeitpunkt immer sehr schwierig gewesen sei, überhaupt ein Zimmer in der Loipenstubn zu bekommen. Alles sei ständig ausgebucht gewesen. Daraufhin habe man die Familie Beihammer dazu gedrängt, dass Haus doch zu vergrößern. Auch jetzt war das Haus immer voll ausgebucht.
Mit dem Fahrzeug reist man von Deutschland aus am besten über München und dann über die Autobahn in Richtung Kufstein / Innsbruck an. Hier ergibt sich ein weiterer Vorteil des Skigebiets und damit natürlich auch des Hotels: Die österreichische Autobahn verlässt man schon an der Ausfahrt: Kufstein – Süd, also der zweiten Autobahnabfahrt auf österreichischem Gebiet. Damit spart man sich die sonst fälligen Mautgebühren. Nun folgt man der Bundesstraße über Wörgl nach Brixen im Thale. Aufgrund der guten Beschilderung ist der Ort nicht so schwer zu finden.
Um in Brixen selbst das Hotel Loipenstubn zu erreichen, durchquert man den Ort bis auf der rechten Seite der kleine Bahnhof zu sehen ist. An dieser Stelle biegt man von der Hauptstraße nach rechts ab, fährt die kleine Straße hinter den Eisenbahnschienen gleich nach links und erreicht so nach wenigen hundert Metern das Familienhotel Loipenstubn.
Wer mit der Bahn anreist, muss von Deutschland aus mindestens einmal in Wörgl umsteigen. Dort besteigt man einen Regionalzug in Richtung Kitzbühl. Diese Züge fahren in regelmäßigen Abständen.
Auch wenn es vom Bahnhof nicht mehr weit ist bis zum Hotel, sollte man doch Andreas Beihammer bitten, einen mitsamt Gepäck vom Bahnhof abzuholen. In dem hoteleigenen Kleinbus ist genug Platz für Kind und Kegel.
In dieser Oase der Ruhe haben wir so manche Stunde verbracht.
Der gesamte Bereich roch stets absolut frisch und war penibel gereinigt. Auch bezüglich der Sauberkeit gab es hier also nichts zu beanstanden.
Für die Skifahren gibt es im Untergeschoss des Hauses einen Raum für die Skischuhe. Diese können auf ein Regal von Heizstäben gesteckt werden und dort trocknen. Ist auch wesentlich angenehmer, morgens in die bereits angewärmten Skistiefel zu steigen.
Leider gab es – warum auch immer – nicht genügend Heizkörper für die Stiefel der Gäste. Wer abends zu spät zurück zum Hotel kam, den bestrafte das Leben…
Dieses Schicksal hat während unseres Aufenthaltes allerdings immer nur maximal zwei Gäste getroffen.
Abends sah der Raum natürlich total nass und verdreckt aus, aber wenn man am nächsten Morgen den Raum betrat, war der Boden auch hier sauber und vor allem trocken.
Im Sommer räumt der Hausherr das Carport für Motorradfahrer frei, damit die ihre Maschinen überdacht unterstellen können.
Für Autofahrer gibt es direkt vor dem Haus und auf dem Kiesplatz gegenüber genügend Parkmöglichkeiten. Als wir im Januar dort waren, hat es die Familie trotz riesiger Mengen Neuschnees immer wieder geschafft, die Parkplätze und die Zuwegung zum Haus befahrbar bzw. begehbar zu machen.ZIMMER:
Wir bekamen von Martina Beihammer zwei nebeneinanderliegende Doppelzimmer zugewiesen, die sich von ihrer Ausstattung leicht unterschieden. Nun aber erstmal zu den Gemeinsamkeiten der Zimmer:
Die Doppelzimmer der Loipenstubn sind alle mit Dusche / WC, Föhn, Handtuchtrockner, Sat-TV, Telefon, Safe, Internetanschluss und einem Balkon ausgestattet.
Dunkelrote Teppichauslegeware und blassgelb gestrichene Wände sorgen dafür, dass man sich sofort nach Betreten des Zimmers heimisch fühlt, wirklich sehr gemütlich.
Schwere Vorhänge verdunkeln den Raum zur Nachtzeit vollständig.Die Matratzen des Doppelbetts waren nicht so weich und nicht zu hart, sondern genau richtig. Unter dicken Gesundheitsbettdecken und auf genau so dicken Kissen haben wir wunderbar geschlafen. Insgesamt habe ich sicherlich in einem Hotel noch nie so gemütlich und bequem geschlafen wie in der Loipenstubn, auch wenn die schwere Bettdecke schon ein wenig gewöhnungsbedürftig war.
Nachttisch, Kommode, Schrank und Garderobe boten uns und unseren unzähligen Kleidungsstücken genügend Stauraum. Bei unseren Freunden gab es noch ein kleines Tischchen mit zwei bequemen Sesseln in einer Ecke. Wir hatten stattdessen ein drittes Bett im Zimmer, das als Lager für Kleidung und Koffer diente.Zum Fernsehen sind wir nicht so viel gekommen. Morgens wurde jedoch mittels Fernbedienung schnell das Lokalprogramm eingeschaltet, um alles Neue über Temperaturen, Schneehöhen, Windstärken des Skigebiets zu erfahren. Diesen Service fanden wir wirklich großartig und konnten uns so immer seelisch und klamottentechnisch auf den jeweiligen Tag einstellen.
Der Holzbalkon wäre sicherlich groß genug, um dort einen Tisch und mindestens drei Stühle aufzustellen, von uns wurde er lediglich als Kühlschrank benutzt.Nun aber zum Highlight des Zimmers: dem Badezimmer
Von vielen Hoteliers wird dieser Raum immer ein wenig stiefmütterlich behandelt, nicht so von Familie Beihammer in der Loipenstubn. Der Raum ist sehr großzügig bemessen, größer als meine Küche zu Hause Die Fußbodenheizung und der Handtuchwärme sorgten immer für kuschlige Wärme. Der Waschtisch bot genügend Abstellmöglichkeiten für Kulturtaschen und Krimskrams aller Art, den Frau nun einmal so braucht.
Der an der Wand neben dem Waschtisch installierte Föhn war leistungsstark und schaffte es, mein langes Haar in kürzester Zeit trockenzupusten. Das schafft auch nicht jeder…
Handtücher werden bei Bedarf täglich gewechselt, man muss sie halt nur auf den Boden legen, um ein Neues zu bekommen. Dies ist sicher ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz, der heutzutage von vielen Hotels praktiziert wird.
Einziges Manko des Badezimmers: Es fehlt eine Ablagemöglichkeit für die Kleidung. Platz wäre für eine Strandliege, aber ein kleiner Hocker würde sicher auch ausreichen.Einzelzimmer gibt es in der Loipenstubn nicht, man bekommt als Alleinreisender einfach ein Doppelzimmer zur Alleinnutzung und zahlt dafür 3,- € Aufschlag.
Wer mit Kindern anreist, kann ein Dreibettzimmer wie das unsere bekommen. Es gibt jedoch auch zwei Doppelzimmer mit einem gemeinsamen Vorzimmer. In diesem Fall lässt sich das Vorzimmer mittels Chipkarte öffnen. Von diesem Vorzimmer gelangt dann jeder in sein eigenes Zimmer mit eigenem Badezimmer. Eine Rückzugsmöglichkeit ist also für alle Beteiligten gegeben.
RESTAURANT:
Die Loipenstubn ist bei Einheimischen als Restaurant sehr beliebt. Auch mein Skilehrer, der doch eine Menge verspeisen konnte, hält das Restaurant als eines der besten in Brixen. Das allgemeine Restaurant ist so Abend für Abend randvoll gefühlt mit zumeist einheimischen Gästen. Reservierung ist da fast Pflicht. Besonders beliebt ist natürlich der Tisch direkt neben dem wohlig warmen Kachelofen in der Gaststube.
Wir hatten eine Pauschale gebucht und somit auch Halbpension.
Das Frühstücksbüfett war sehr reichhaltig: Neben Semmeln und verschiedenen Brötchen gab es Vollkornbrot und Toast. Als Auflage konnte man zwischen sechs verschiedenen Marmeladen, Honig, Nussnougatcreme, Quark, regionalen Wurst- und Käsesorten und Diätkonfitüre wählen. Im Wechsel gab es Rührei und Spiegelei, teilweise Speck oder kleine Würstchen.
Das Müsli konnte man sich aus vielen verschiedenen Zutaten selbst zusammenmischen, Naturjoghurt und ein Obstsalat komplettierten morgens diese „gesunde“ Ecke.
Morgens war eine Bedienung im Gästebereich, die immer die Platten rasch nachfüllte, beim Betreten des Frühstücksraums sofort nach den Getränkewünschen fragte und diese auch zügig erfüllte.
Die Frühstückszeit geht von 08.00-09.30 Uhr, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Da wir den Skibus um 08.52 Uhr nehmen mussten, damit ich pünktlich beim Skikurs ankam, fingen wir immer ein wenig eher mit dem Frühstück an. Auch das war kein Problem.
Morgens galt es schon, die Essenswünsche für den Abend zu äußern. Dafür hatten wir einen Zettel auf dem Tisch liegen, auf dem wir unsere Wünsche für das Hauptgerichts des Menüs am Abend ankreuzen mussten.
Auf das Essen am Abend habe ich mich immer den ganzen Tag schon gefreut. Neben typischen österreichischen Spezialitäten war die Küche gutbürgerlich mitteleuropäisch. Meistens konnten wir zwischen einem Fisch- oder einem Fleischgericht wählen, für Vegetarier wurde stets etwas Spezielles gekocht, wenn das gewünscht wurde.Den Auftakt des Abends machte immer ein selbst zusammengestellter Salatteller vom üppigen Salatbüfett. Dabei gab es neben lediglich mundgerecht geschnittenen frischen Zutaten auch bereits angemachte Salate. Alle Zutaten waren stets knackig frisch und wurden schön angerichtet präsentiert.
Dem Salat folgte eine Suppe. Meistens gab es eine Brühe mit Flädle, Backerbsen oder Profiteroles, also keine schweren sahnigen Suppen, die einem jeden Appetit auf weitere Speisen nehmen würden.Dem Hauptgang folgte ein Nachtisch, der zumeist aus Eis mit Früchten bestand. Ich selbst habe mir immer nur eine kleinere Portion des Hauptgangs bestellt und auf den Nachttisch verzichtet. Die anderen Mitreisenden hatten sich vom Dessert oft ein wenig mehr erwartet, wahrscheinlich auch gehofft, den Apfelstrudel oder anderen Kuchen serviert zu bekommen, für den die Loipenstubn über die Grenzen von Brixen hinaus bekannt ist.
Während unseres einwöchigen Aufenthaltes im Hotel gab es zwei Themenabende:Unser gut und viel essender Mitfahrer hat mir übrigens verraten, dass auch er abends immer sehr gut satt geworden ist. Das, was ich so esse, sollte hier schließlich nicht als Maßstab gelten.
Insgesamt hat das Essen wirklich gehalten, was es versprochen hat. Die Speisen waren stets angenehm gewürzt und appetitlich angerichtet. Die Teller werden von der Küchenchefin mit Kräuter und Gemüse verziert.Leider haben wir es nicht geschafft, am Nachmittag einfach mal ein Stück Kuchen zu verspeisen, der so appetitlich im Kuchenregal des Restaurants ausgestellt war. Das müssen wir unbedingt einmal nachholen.
AMBIENTE und MITARBEITER:Alle anderen Mitarbeiter des Hauses, die originär nicht zur Familie Beihammer gehörten, haben uns unseren Aufenthalt in dem Hotel wirklich verschönert: die Zimmer waren immer sauber geputzt und pikobello aufgeräumt. Im Speisesaal wurden die Getränke immer sofort serviert, das Essen kam immer heiß auf den Tisch.
Wirklich ein angenehmer und herzlicher Service, der jedoch nicht aufdringlich und auch nicht aufgesetzt wirkte.
Der Preis für die Winterpauschale mag manchem auf den ersten Blick sehr hoch vorkommen, ist er vielleicht auch. Betrachtet man jedoch die Preise anderer gleichwertiger Hotels zur Wintersaison (incl. Skipass), so wird man feststellen, dass im Hotel Loipenstubn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Diese Auffassung vertrete ich zumindest, nachdem ich eine Woche in diesem Hotel verbracht habe.
Update: Da Andreas Beihammer mal Skilehrer war, hat er durch Kontakte einige Rabatte für seine Gäste ausgehandelt: In der Skischule Aktiv (Brixen) und beim Skiverleih bekommt man jeweils 10% Ermäßigung, das rechnet sich...UMGEBUNG und AKTIVITÄTEN:
Im Winter ist in Brixen natürlich Skifahren angesagt, keine Frage. Die Tourismuszentrale des Ortes lässt sich hier und da auch Aktivitäten wie das Nachtskilaufen oder aber Fackelwanderung mit anschließendem Glühweintrinken einfallen.
Dazu sollte man wissen, dass es zwar direkt vor dem Hotel eine Skibushaltestelle gibt, diese jedoch nur zweimal morgens und zweimal am Nachmittag angefahren wird. Wer wie wir auf die Skischulzeiten Rücksicht nehmen muss, muss bereits um 08.52 Uhr in den Bus steigen, nix mit Ausschlafen. Aber ganz ehrlich: Will man nicht so früh wie möglich auf die Piste?
Wir haben nachmittags unsere Skier meistens an der Talstation der Skiwelt eingeschlossen und sind zu Fuß zurück zum Hotel gegangen. So etwa 20 Minuten haben wir für den Weg gebraucht, ihn aber immer genossen.
FAZIT:
Das Hotel kann ich uneingeschränkt empfehlen. Wer nicht im Hotel wohnt, sollte aber auf jeden Fall abends mal das Restaurant besuchen. Ein 3-Gang-Menü kostet hier um die 12,-€.
Tel.: 0043-(0)5334-8381
www.loipenstubn.atEure VaniHH
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Wegeno 13.04.2006 08:47
Plinke 16.03.2006 14:53
eins a und alles drin bin oft in Brixen, LG Annette
Bluebirdunfa 11.03.2006 01:03
hr.biernot 24.08.2005 18:50
Mundi1 30.07.2005 10:45
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