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Einmal im 5-Sterne-Hotel - Warum nicht?!
Pro Super schön, bequem, luxoriös, lecker und und und!
Kontra Generell sehr teuer - außer man weiß wie man es umgeht!
Eine Nacht einmal in einem 5-Sterne Hotel zu verbringen, das war schon seit längerem ein Traum, von dem ich dachte, dass er nicht so leicht zu verwirklichen sei, da man als Studentin generell nicht über die Mittel verfügt, die man dazu benötigt, doch vor knapp einem Jahr, als ich mit meinem Freund spontan nach Brüssel gefahren bin, sollte es endlich soweit sein, wir checkten ein ins Hôtel Le Plaza, doch will ich von vorne beginnen.
Da wir schon längere Zeit überlegten einmal nach Brüssel zu fahren und ein paar Reserven angespart hatten, setzten wir uns eines Morgens einfach ins Auto und fuhren nach Brüssel. Zwar waren wir Recht schnell dort, allerdings stellte es sich als schwerer heraus sich mit dem Auto in einer fremden Stadt zurecht zu finden, als wir gedacht haben, so stellten wir das Auto im nächstbesten Parkahaus ab und fuhren mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof (Gare Midi), wo wir erhofften eine Auskunft über freie Hotelzimmer zu erlangen.Am Bahnhof stießen wir dann auf ein kleines Büro, dass sich „Hotel Information“ nannte. Wir gingen hinein und fanden ein Regal in dem einige Prospekte über 3 bis 5-Sterne Hotels lagen, in denen wir dann eine Weile stöberten, bis wir ein Heftchen vom Hôtel Le Plaza in der Hand hielten, ein 5-Sterne Hotel dessen Bilder allein in mir den alten Traum von einer Nacht in einem solchen Hotel weckten. So beschlossen wir einfach einmal zu fragen, was eine Nacht in einem solchen Hotel kosten würde und stellten fest, dass es nicht viel teurer wäre, als wenn wir eines von den hübscheren 3-Sterne Hotels gewählt hätten.
Zwar etwas überrascht, dass wir uns tatsächlich fürs Le Plaza interssierten, erklärte sie uns, dass es sehr viel günstiger wäre, wenn wir bei ihr buchen würden, als im Hotel, und dass ein Zimmer pro Nacht 100 Euro kosten sollte, da anscheinend Verwaltungsgebühren entfielen. Nun gut, 50 Euro pro Person mag zwar viel klingen, doch versicherte sie uns, dass das Frühstück inklusive sei und so beschlossen wir, es einmal auszuprobieren, wie es sich in einem 5-Sterne Hotel schläft. Nach einem Anruf im Hotel, ob noch etwas frei sei, bezahlten wir die 100 Euro und erhielten eine Buchungsbestätigung die wir nur abzugeben hätten, dann sei alles geregelt, sie erklärte uns noch, wie wir mit der U-Bahn zum Hotel kämen, das lediglich zwei Kilometer vom Gare Midi entfernt sei.Das Le Plaza liegt auf dem Boulevard Adolphe Max zwischen dem Place Rogier und dem Place de Brouckère, nur einen Kilometer vom „Grand Place“ entfernt, also mitten in Brüssel. Dort angekommen staunten wir erst einmal über die Größe und das prachtvolle Aussehen des Hotels in dem wir die Nacht verbringen würden. Als wir auf die Türe zugingen und ein Portier, kaum älter als wir selbst, uns die Türe öffnete, war uns schon ein wenig mulmig zumute, denn man fühlte sich doch recht deplaziert in dieser Situation. Als wir dann durch die Lobby zur Rezeption gingen staunten wir nicht schlecht über die wirklich sehr exklusive und geschmackvolle Einrichtung. Eine Eingangshalle, wie man sie nur aus Filmen oder Reportagen kommt, von der man aber nie glaubt, sie selbst einmal zu betreten.
An der Rezeption wurden wir zwar ein wenig neugierig gemustert, aber als wir unsere Buchungsbestätigung überreichten, behandelte man uns wie jeden anderen Kunden und wir durften einchecken. Doch halt! Als Sicherheit ist es wohl übrig seine Kreditkarte zu hinterlegen, falls man die Minibar plündert oder sonst irgendwelche Kosten verursacht. Doch damit konnten wir leider nicht dienen, wer hat mit etwa 20 Jahren schon eine Kreditkarte?! So sahen wir uns in Gedanken schon auf dem Weg zurück nach Deutschland, bis wir vernahmen, es sei auch möglich eine Kaution von 200 Euro zu hinterlegen. Nun, da wir gewöhnlich keine 200 Euro mit uns herumtrugen, machten wir uns erst einmal auf den Weg zur nächsten Bank, die glücklicherweise direkt in der Nähe ist und beliehen unsere Konten. Wie gut, dass es noch Monatsanfang war. Nachdem wir dann die Kaution hinterlegt und alles Formalien erledigt hatten, führte man uns per Aufzug in die dritte Etage zu unserem Zimmer.Als man uns die Türe aufschloss und einen angenehmen Aufenthalt wünschte, waren wir schon sprachlos, wie groß der Vorraum unseres Zimmers war, nämlich so groß wie alle bisherigen Hotelzimmer selbst in denen wir übernachtet hatten. Der Page verschwand und wir standen in einem überdimensionalen Vorzimmer von dem zwei Türen abzweigten, links das Schlafzimmer, rechts das bad und die Toilette.
Das Schlafzimmer war einfach ein Traum von Zimmer. Wie jeder sogenannte „Traditional Room“ mit Doppelbett verfügte unser Zimmer über ein besonders großes und bequemes Bett, einem Fernseher mit 40 Programmen, einer Klimaanlage, Fax und Telefon, Minibar, einem Schreibtisch mit zwei Stühlen und einem großen Kleiderschrank. Die Einrichtung insgesamt war unheimlich edel und trotzdem nicht kitschig sondern modern. Als ich den Kleiderschrank öffnete, erblickte ich die Preistafel, die ja in fast jedem Hotelschrank zu finden ist und stellte fest, dass ein solches Zimmer, wie wir für 100 Euro bekommen hatten, normalerweise 350 Euro kostet, wenn man es direkt vor Ort bucht. Noch dazu hatten wir das Frühstück inklusive, was gewöhnlich noch einmal zusätzlich 18 Euro pro Person wären. Kaum zu glauben, dass man soviel Luxus für weniger als ein Drittel des normalen Preises bekommen kann.Als wir das Bad betraten waren wir aber wirklich hin und weg. Es war ein sehr geräumiges weißes Bad, von dem aus eine Tür zu separaten Toilette führte. Das Bad hat eine große Badewanne, die ebenfalls als Dusche dient, wenn man eine Glasschwingtür davor schiebt. Außerdem gibt es ein Bidet und ein Waschbecken. Haartrockner und Anschluss für einen Rasierapparat ist ebenfalls vorhanden. Außerdem gibt es neben den üblichen kleinen Päckchen mit seife, Duschgel, Shampoo, Watte, Kosmetiktücher und Nagelpfeile. Das Duschgel bzw. Schaumbad duftet sogar sehr angenehm, so dass einem Bad nichts entgegenspricht. Wer allerdings hofft sich einen weißen Frotteebademantel oder ein paar Handtücher mitnehmen zu können, der wird freundlich anhand eines Aushangs im Zimmer darauf hingewiesen, dass diese Eigentum des Hotels sind, allerdings an der Rezeption zu kaufen wären.
Am Abend, nachdem wir den Tag in der gegenüberliegenden Einkaufsstraße und der wunderschönen Altstadt verbracht haben, machten wir es uns in unserem Zimmer gemütlich und lasen in der ausliegenden Broschüre, was das Le Plaza alles zu bieten hat:So ist das 1996 wiedereröffnete 5-Sterne Hotel mit insgesamt 193 Räumen und Suiten ausgestattet. Es gibt den „Traditional Room“ wie wir einen hatten, weiter den „Deluxe Room“ für 400 Euro die Nacht, den „Prestige Room“ für 450 Euro die Nacht und schließlich die Suiten, in denen man „schon“ für satte 620 bis 1100 Euro die Nacht verbringen darf. Weiter gibt es große Konferenzräume und im Erdgeschoss eine Bar und ein Restaurant. Allerdings waren wir dort nicht essen, da die Preise doch relativ hoch sind und wir es vorzogen in einem netten kleinen Lokal auf dem „Grand Place“ zu essen.
Nach dem wundervollen Tag in Brüssel schalteten wir noch einmal den Fernseher ein um festzustellen, dass man durch den Kabelanschluss 40 internationale Programme empfangen kann, natürlich auch deutsche, doch waren wir ja nicht zum Fernsehen hergekommen.In der Nacht habe ich nicht so gut geschlafen, wie ich gedacht habe, was allerdings keineswegs an dem Bett lag, das wirklich unheimlich bequem war, sondern viel mehr an der Tatsache, dass ich viel zu aufgeregt war. Aber trotzdem war es ein tolles Erlebnis einmal in einen solchen Zimmer schlafen zu können.
Am Morgen viel es uns richtig schwer, dass wir dieses herrliche Zimmer schon bald verlassen müssten, aber wir wurden durch ein außergewöhnlich gutes Frühstück belohnt. Dieses Frühstück war ungelogen das beste das ich je zu mir genommen habe, denn es gab einfach alles, was man sich vorstellen kann. Eine riesige Auswahl an Brötchen und Brot, eine noch größere Auswahl an den köstlichsten Käse- und Wurstsorten, Marmelade, frisches Obst, Müsli, Joghurt, Rührei, Würstchen, gekochtes Ei, Speck, Kartoffelpuffer, frisch gepresste Säfte, heiße Getränke jeder Art, und, was ich besonders faszinierend fand: es gab einen frischen Lachs, von dem man Scheiben abgeschnitten bekam, wenn man etwas wollte. Ich habe mit Sicherheit noch ganz viel vergessen, so groß war die Auswahl, doch es war einfach unbeschreiblich gut.Nach dem Frühstück, das den ganzen Tag noch vorhielt, checkten wir aus und bekamen unsere Kaution wieder, da wir weder die Minibar noch das Pay TV genutzt hatten und so fuhren wir mit einem Gefühl einen tollen Tag und eine tolle Nacht in Brüssel verlebt zu haben.
Wer mehr Lust auf das Hôtel Le Plaza bekommen hat, der findet erhält einen weiteren Einblick unter diesem link:http://www.leplaza-brussels.be/index.htm
oder direkt in Brüssel:Boulevard Adolphe Max,
118-126
1000 Brüssel Belgien
Außerdem ist es immer gut ein paar Euro mehr in der Tasche zu haben, falls man keine Kreditkarte hat. Um die Kaution zu hinterlegen. Alles in Allem hat das Le Plaza seine 5 Sterne verdient, die ich hiermit auch noch einmal vergeben möchte, da der einzige Nachteil, nämlich der hohe Preis, umgangen werden kann. Und nun wünsche ich allen, die sich entschließen einmal nach Brüssel zu fahren, einen wunderschönen Aufenthalt!
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