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Pro Gemütlich, wunderschöne Lage, sehr freundliches Personal
Kontra Kein Kontra!
Heute möchte ich euch von einem ganz vesonderen Ort berichten. Es ist ein Platz, an dem man sich, selbst im grönländischen Winter, aufwärmen und sein Bündel niederlegen kann.
Er befindet sich in Nanortalik, einem kleinen Ort in Südgrönland, mit ca. 1400 Einwohnern, gleich am Ausgang des Tasermiut Fjordes.
Bevor ich euch etwas mehr über diese gediegenen Unterkunft erzähle, noch ein paar wichtige Fakten zu seinem Umfeld.
Wer Nanortalik besucht und dort ein paar Tage verbringt, um die gigantischen Schönheit der Landschaft näher auf sich wirken zu lassen, ist im
Das Hotel Kap Farvel hat ca. 20 Zimmer und ist unter folgender Adresse zu finden:
Isua B 304Der himmelblaue Holzbau, mit seinem einzigartigen Blick über den Tasermiut Fjord, wirkt schon von außen sehr einladend. Er hat zwei Eingänge, die mich anfangs ein bisschen verwirrt haben. Der erste Eingang führt direkt in die Bar und den Billardraum. Über den zweiten Eingang erreicht man das Restaurant.
Die Zimmer sind geräumig, einfach, aber zweckmäßig eingerichtet. Nicht jedes Zimmer hat ein eigenes Bad.
Im älteren Teil des Hotels gibt es 7 Einzelzimmer und 3 Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad und ohne TV.
Im neueren Teil gibt es 8 Doppelzimmer und 2 Familienzimmer (bis zu 4 Personen) mit TV und eigenem Bad.
Die Zimmerpreise bewegen sich zwischen 215 Euro (Familienzimmer), 199 Euro (Doppelzimmer mit Bad) und 100 Euro (Einzelzimmer ohne Bad), incl. Frühstück.
Wer auf den Fernseher nicht verzichten kann, dem steht ein TV Raum zur Verfügung.
Die Zimmer werden täglich gereinigt und wer jeden Tag ein neues Handtuch braucht, bekommt aus das.
Das gesamte Hotel macht in allen Bereichen einen sehr sauberen Eindruck!
Als ich gestern, nachdem das Wetter sich endlich mal wieder von seiner schönsten Seite zeigte, zu einer Wanderung in der Berge aufbrach, kam ich am Hotel Kap Farvel vorbei und dachte mir, es wäre schön den Tag nicht am Herd abzuschließen, sondern zum Abschluß der Wanderung, auf dem Rückweg, im Restaurant des Hotels lecker zu essen. Auf meinem Hinweg machte ich meine Bestellung für 18 Uhr und zog los. Der Einfachheit halber, wählte ich das Tagesmenu, von dem ich keine Ahnung hatte, was das überhaupt ist.
Hungrig und müde kehrte ich nach meiner Wanderung ins Hotel Kap Farvel zurück und setzte mich an den gedeckten Tisch. Fünf weitere Gäste hatten sich zum Abendessen eingefunden und wie ich festellte, hatten wir alle dasselbe bestellt.
Auf den Ober im Anzug kann man lange warten, denn den gibt es nicht. Man wird bedient von einem Inuit in ganz normaler Straßenkleidung und aus der Küchenluke schaut ab und zu der Koch mit Skimütze. Lange Wartezeiten gibt es auch nicht. Ich habe vielleicht 5 Minuten auf mein Essen und mein Wasser warten müssen.
Erstaunt über die Menge, die sich da auf meinem Teller befand, musste ich erstmal genauer untersuchen, was ich zu essen bekommen hatte. Deutlich erkennbar war der Rosenkohl und das Wurzelgemüse, aber das Fleisch schien mir unbekannt. Es roch hervorragend und nachdem ich den ersten Bissen probiert hatte, tippte ich auf Schweinefilet - medium, zart und weich wie Butter, köstlich gewürzt und viel zu viel für mein Magenvolumen.
Als Beilage gab es geröstete, ungeschälte Kartoffeln, gegrillte Zwiebeln und irgendein Gemüse, dass ich nicht kannte.
Der Nachtisch, den ich lieber esse als alles Fleisch der Welt, bestand aus einem hübsch angerichteten Stück Erdbeertorte mit Sahne und einem Schokotrüffel. Über den Nachtisch nur zu sagen er wäre lecker gewesen, ist untertrieben, denn er war göttlich!
Für 150 DKK wankte ich, mit vollem Bauch zufrieden nach Hause und plante im Kopf schon den nächsten Ausflug in dieses Restaurant, denn das Hotel Kap Farvel liegt nur ca. 100 m von meinem Wohnhaus entfernt.
Über das Frühstück im Hotel Kap Farvel kann ich nichts sagen, da ich dort nie gefrühstückt habe.
Rückblickend kann ich nur sagen, dass man das Mittag - wie das Abendessen, als überdurchschnittlich gut bezeichnen kann!
sind jahreszeitlich bedingt sehr unterschiedlich. Im Sommer kann man eindeutig mehr unternehmen, als im Winter, jedoch ist alles was Nanortalik an Infrastruktur zu bieten hat, zu allen Jahreszeiten zu Fuß erreichbar.
Gleich links nebem den Hotel gibt es eine große Sporthalle und einen Fußballplatz, der sich an das Ufer des Tasermiut Fjordes schmiegt. Wer sich beim Sport verletzt, hat es nicht weit, denn gleich rechts neben dem Hotel ist die überaus gut ausgestattete Klinik Nanortalik.
Im alten Hafen, Sommer wie Winter gut erreichbar, findet man das, aus mehreren Gebäuden bestehende Museumsdorf.
Nanortalik gilt als Eldorado für Bergsteiger, Kletterer, Wanderer und Kajakfahrer. Ich weiß nicht, was die Menschen reizt auf den Sermitsiaq-Gletscher, den man per Schiff erreichen kann, zu klettern, aber es gibt ausreichend Kletterer, die sich, selbst bei winterlichen Temperaturen gern an diesem Gletscher versuchen.
Wer Wanderungen mag, sollte an gutes Schuhwerk denken. Die unebenen Geröllfelder ist nicht einfach zu begehen. Nanortalik ist von hohen Bergketten umgeben, aber es gibt einen kleinen Talseinschnitt, den selbst ungeübte Kletterer wie ich, bezwingen können. Auch er ist, im Winter nicht ganz ohne, aber der mühsame Weg lohnt sich. Hat man das Plateau erreicht, gelangt man nach ca. einem Kilometer zu einer Bergquelle, an der sich die Einheimischen ihr Wasser in Kanister abfüllen, weil sie meinen, dieses Wasser sei ganz besonders gut. Von oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Berge und den Tasermiut Fjord. Je weiter man sich von der Quelle entfernt, desto einsamer und eindrucksvoller wird die Landschaft. Wege gibt es nicht. Man muss sich schon ein bisschen durch die Wildnis kämpfen.
Nur per Hubschrauber ist Nanortaliks Goldmine am Berg Kirkespiret erreichbar. Die Flugplätze sind jedoch ausschließlich den Minenarbeitern reserviert. Wer trotzdem Geld suchen möchte, wird oft in den Flüssen der Region fündig.
Im Sommer, wenn die Tagestemperaturen über 20 Grad erreichen, kann man Kanuto - oder Angeltouren unternehmen. Die Gewässer hier sind sehr frischreich.
Verpassen sollte man auch die kleine Holzkirche von 1916 nicht oder das Touristbüro, in dem man viel über Land und Leute erfahren kann. Neben Büchern in unterschiedlichen Sprachen (außer deutsch) findet man viel Handwerkskust, Informationen zu Touren der Region, traditionelle Kleidung, Schumuck, hochwertige Winterbekleidung oder Kartenmaterial.Geöffnet ist die Touristeninformation täglich, außer sonntags von 9 bis 16.30 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr. Ein Besuch lohnt sich!
Das Hotel Kap Farvel in Nanortalik ist nicht mit einem europäischen 3 Sterne Hotel vergleichbar, aber es ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann, denn an Gastfreundlichkeit und Unkompliziertheit ist er kaum zu überbieten. Hinzu kommt die traumhafte Lage mit Blick auf den Tasermiut Fjord und seine umliegenden Berge. Hier kommt der Ruhesuchende, wie auch der Aktive voll auf seine Kosten!
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bongilein 28.12.2011 14:34
Wieder ein erstklassiger Bericht von Dir ... besonders die Beschreibung der Mahlzeiten läßt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen ... : - ))) LG bongilein
Oberlisbler 09.09.2011 17:54
Wunderschön ... :-)
wuzelduzel 08.06.2011 19:44
gerrhosaurus78 01.06.2011 14:59
Erstklassiger Bericht. LG, Daniela
interessant, stamme aus "Südschweden "