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Pro Gemütlich, sauber, tolle Lage und preislich unschlagbar
Kontra Nörgler würden wohl was finden, ich nicht.
Und wieder steht meine jährliche Hotelkritik eines Hauses auf einer griechischen Insel an, diesmal hatte ich das Hotel Gemini in Messonghi auf Korfu ausgewählt (Inselbericht werde ich gesondert einstellen). Wie immer hatte ich vor der Buchung das Internet durchforstet, um Berichte über Hotels in Korfu zu sichten und danach meine Wahl zu treffen - und dieses Haus schien mir für das Preis-Leistungsverhältnis die besten Kritiken zu haben. Schon im November hatte ich dann über Ciao-Reisefee Schneeweisschen gebucht, 3 Wochen Hotel Gemini Messonghi mit Halbpension für 906 Euro, Flüge und Reiserücktrittsversicherung natürlich inclusive. Am 08. September 2007 sollte es losgehen, Rückflug würde am 29.09.2007 sein.
Lage des Hotel GeminiMessonghi liegt an der Ostküste Korfus südlich von Korfu-Stadt, etwa in der Mitte zwischen Hauptstadt Kerkira und der südlichen Spitze Korfus. Messonghi ist ein sehr kleiner Ort, aber durch eine Brücke über den Messonghi River mit dem wesentlich größeren Moraitika direkt verbunden. Vom Hotel aus kommt man in etwa 50 Metern an den Strand, bummelt man von dort aus Richtung Moraitika, kommt man nach wenigen Metern zunächst zu einer kleinen Landzunge, direkt dahinter mündet der Messonghi River ins Meer. Geht man den Kies-Strand in die andere Richtung entlang, kommt man, ebenfalls nach wenigen Metern, an einen Sandstrand. Man braucht also nur wenige Minuten, um an den Meeresstrand oder an den Messonghi-Fluss zu kommen, etwas länger ist der Weg nach Moraitika, das aber immer noch sehr gut zu Fuß zu erreichen ist. Das kleine Zentrum von Messonghi ist ebenfalls sehr nahe.
Direkt am Hinterausgang des Hotels ist eine Bushaltestelle, der Zeitplan hängt aus, ist auch im Hotel zu bekommen. Allerdings fahren nur relativ wenige Busse direkt über diese Haltestelle, deshalb ist es günstiger, über die Brücke nach Moraitika zu gehen, da hier an der Hauptkreuzung wesentlich häufiger Busse Richtung Kerkira oder in den Süden nach Kavos fahren. Das Hotel Gemini liegt also recht verkehrsgünstig.Supermärkte, Shops, Restaurants und Tavernen sind ebenfalls genug in unmittelbarer Umgebung. Wer mehr Trubel sucht, kann nach Moraitika gehen, wo es wesentlich hektischer und touristischer zugeht als im gemütlichen kleinen Messonghi.
Ausstattung des Hotels GeminiDas klimatisierte 3-Sterne-Hotel verfügt über 126 Doppelzimmer, die auf 2 Häuser verteilt sind. Jedes der Häuser hat 2 - 3 Stockwerke (das 3. Stockwerk erstreckt sich nicht über das ganze Gebäude). Im Haupthaus befindet sich die Rezeption, die 24 Stunden besetzt ist, eine Eingangshalle mit Mietsafeanlage (1,50 Euro pro Tag) und mehreren Sitzgruppen, eine Bar mit Fernsehraum und das Restaurant, in dem Frühstück und Abendessen gereicht werden, letzteres auch mit großer Terrasse.
Im Außenbereich schließt sich an die Bar der Poolbereich an. Der Pool ist relativ groß, der Nichtschwimmerbereich gut vom tiefen Becken abgetrennt. Liegen und Sonnenschirme sind reichlich vorhanden und kostenlos zu nutzen. Der Pool macht einen sehr sauberen Eindruck.Neben dem Poolbereich befindet sich eine teilweise überdachte Strandbar. An diese grenzt wiederum ein kleines, teilweise überdachtes Restaurant an, in dem man mittags zu relativ moderaten Preisen Essen nach Speisekarte bestellen kann (ich habe einmal gegrilltes Fischfilet mit Pommes für 5,90 Euro bestellt, war lecker und reichlich!)
Eingebettet ist das alles in eine wunderschöne blühende Gartenanlage. Und es gibt noch einen großen Kinderspielplatz mit verschiedenen Schaukeln, Rutsche, Klettergerüsten und einem Karussell.Zimmerausstattung
Ich hatte Zimmer 107 im Haupthaus, ein Zimmer im 1. Stock. Das Zimmer war recht groß und typisch griechisch spartanisch, aber freundlich, eingerichtet. Wenn man aufschloss, kam man in einen Korridor mit einem großen Einbaukleiderschrank auf der linken Seite, der, wirklich unüblich, reichlich Kleiderbügel bot! Hinter dem Schrank war im Korridor eine kleine Nische, in der eine Kommode mit mehreren Schubladen und einem Schuhregal stand. Rechts ging es ins Bad ab, das für griechische Mittelklassenhotels ebenfalls recht groß und komfortabel war. Um die Duschwanne waren durchsichtige verschiebbare Duschwände angebracht und es war - bisher selten erlebt! - ausreichend Abstellfläche in der Dusche für Haarkosmetik und Duschgel. Im Gegensatz zu Gewohntem schwamm das Bad also nicht nach jedem Duschen und Haare Waschen.Die Toilette war sauber und modern, über dem Waschbecken befand sich ebenfalls eine große Ablage, außerdem ein Spiegel und ein Föhn. 2 Zahnputzgläser und 2 Stück Seife waren auf der Ablage, und natürlich standen Handtuch, Badetuch und eine Fußbodenmatte zur Verfügung. Neben dem Waschbecken standen ein Hocker und ein Mülleimer.
Die Badezimmerausstattung scheint in verschiedenen Zimmern unterschiedlich gewesen zu sein, denn ich hörte von anderen Gästen, dass sie eine Badewanne im Bad hatten, in der sie auch duschen konnten und um die herum ein Duschvorhang angebracht war.Kam man ins Zimmer, stand gleich rechts neben der Türe ein Schreibtisch mit Stuhl, über dem Schreibtisch hing ein Spiegel. An der rechten Wand standen 2 Betten, umrandet von 2 Nachttischen. Alle Möbel waren zartgrün gestrichen. Geradezu führte eine Schiebetüre auf den Balkon, auf dem ein Tisch mit 2 Stühlen stand. Im Erdgeschoss gab es statt Balkon wirklich große Terrassen, und auch in den Stockwerken waren die Balkons verschieden groß. Für mich war der Balkon jedenfalls groß genug. Vor der Balkontüre hing ein hübscher bunter Vorhang, und links von der Türe standen Tisch und Sessel. An der linken Wand befand sich, außer 3 hübschen Bildern von Schiffen, das Fernsehgerät. An deutschsprachigen Sendern konnte ich ZDF, Sat 1 Austria und Pro 7 Austria empfangen. Und natürlich war noch die typische Bank und ein Papierkorb im Zimmer.
Telefon und Musikanlage waren in die Nachttische eingearbeitet, die Fernbedienung für das Fernsehgerät bekam man mit dem Zimmerschlüssel beim Einchecken an der Rezeption.Klimaanlage gab es auch, die hätte extra 6 Euro pro Tag gekostet, war aber eh nicht nötig, weil es nachts immer angenehm kühl war.
ServiceDie Rezeption ist, wie gesagt, 24 Stunden besetzt, wobei entweder eine Dame (Angelika) oder ein Herr Dienst tun. Beide sind sehr freundlich und hilfsbereit, Angelika bemalt auch Steine und verkauft sie für wenige Euro. Ich bekam an der Rezeption Aspirin (kostenlos), und auch sonst konnte ich mich jederzeit mit Sorgen, Kümmernissen oder Fragen an sie wenden. Von anderen Touristen hörte ich, dass, als sie einen Magen-Darm-Infekt hatten, ihnen ein Arzt gesandt und spezielle Schonkost auf dem Zimmer serviert wurde.
Die ganze Hotelanlage wurde immer gut sauber gehalten, auch die Zimmer wurden täglich gereinigt.Frühstück und Abendessen wurden in Büfetform gereicht.
Zum Frühstück gab es 2- 3 Arten Kuchen und eine Art Kekse, Weißbrot und dunkleres Brot, Butter und Margarine, 2 bis 3 Arten Wurst, 2 Arten Käse, entweder Rühreier oder gekochte Eier, Marmeladen, Honig, 2 Arten Flakes und Müsli mit Milch und Quark, Tomatenscheiben, manchmal Pfirsichhälften und zum Trinken das Übliche: Kaffee, Milch, Tee, Saft.Das Abendessen wechselte täglich, der Menüplan hing immer an der Türe in deutscher Sprache - seltsam, denn das Publikum war wirklich international und eher englisch-sprachig- aus. Es gab immer eine Suppe, Salatbüfet, 2 Fleischgerichte oder Fleisch- und Fischgericht, ein Auflauf oder Eintopf, 2 - 3 Beilagen und 1 Gemüse und 1 Nachtisch.
Als Beispiel für ein Abendmenü:Spargelsuppe
Nudelsalat, Paprika, Gurken, Tomaten, Zwiebeln, grüner Salat
Mussaka,
Blumenkohl
Hähnchen süßsauer
Rindfleisch mit Zitrone
Paprikanudeln
Oreganokartoffeln
Kuchen
Das Personal war überschaubar, immer dieselben drei Kellner, zwei Männer und ein Mädchen. Sie kannten daher schon die einzelnen Menschen mit ihren Bedürfnissen, ich bekam schon fast automatisch meinen Tee:-))
Montags wurde abends ab 21 Uhr als Programm ein traditioneller griechischer Abend geboten. Eine korfische Tanzgruppe führte Tänze vor und tanzte dann mit den Hotelgästen Sirtaki.Noch erwähnen möchte ich, dass die Preise laut aushängender Preisliste natürlich ganz andere sind als die im Pauschalangebot: Für die Zeit bis 31.05. und vom 16.09 - 31.10. wird pro Zimmer 45 Euro verlangt, für die Zeit vom 01.06. - 15.07. 51 Euro, für die Zeit vom 16.07. - 15.09. 64 Euro; das Frühstück wird immer mit 8 Euro, das Abendessen mit 17 Euro veranschlagt. Besonders das Frühstück würde ich danach als stark überteuert ansehen, aber gemach: Das Hotel ist eh nur mit Halbpension buchbar, und da sind die Preise nun einmal ganz andere und extrem viel günstiger, wie man an meinen oben genannten Kosten sieht!
Zunächst zur Lage: Juhuuuuuu, es sind einmal keine Höhenunterschiede zwischen Hotel und Meer oder Hauptstraße auszugleichen!! Bisher hatte ich auf griechischen Inseln meist ein Hotel am oder auf einem Hügel, und auch beim Transfer vom Flughafen zum Hotel Gemini sah ich reichlich Hotels, bei denen man zum Strand oder zur Straße erst hinabsteigen musste. Es ist einfach klasse, wenn man jederzeit spontan ohne große Anstrengung schnell ans Meer oder in den Ort kommt.
Aber nicht nur deshalb fühlte ich mich sofort wohl hier. Die Dame an der Rezeption ist mir sofort sehr sympathisch, und schon vor der Rezeption fällt auf, wie liebevoll alles bepflanzt ist. Das Haus selber wirkt eher klein und gemütlich, aber darum herum die Anlage erscheint mir wirklich groß und weit. Und alles blüht: Palmen, Oleander, Rosen, Pflanzen, von denen ich keinen Namen kenne.Auch in meinem Zimmer fühle ich mich sofort wohl. Sauber und hell ist alles, ich sehe auf eine herrliche Palme, es scheint irgendwie alles zu strahlen.
Das Essen im Hotel ist nicht umwerfend, aber durchaus gut und vielseitig. Das Brot zum Frühstück ist manchmal etwas hart, dann weiche ich auf Kuchen oder Müsli aus, es gibt ja genug Alternativen.Das Personal insgesamt ist furchtbar nett. Als ich einen Tag wegen starker Erkältung im Bett bleibe, bemuttert mich die Putzfrau geradezu und schenkt mir Bonbons gegen die Halsschmerzen. Und jeden Morgen schon von allen ein freundliches "Kalimera" entgegengeschmettert zu hören ist einfach schön!
Als Kritikpunkt habe ich gelesen, es sei sehr laut. Nun, ich war 3 Wochen da, eine Woche davon war recht laut, was aber ortsüblich ist, zumal mein Zimmer schräg über der Bar lag und ich immer das Fenster offen hatte. Vergessen wir nicht: ein Hotel ist so laut wie seine Gäste, und in der Hauptsaison vor allem sind Hotelgäste oft recht ausgelassen und oft bis spät im Poolbarbereich. Die anderen beiden Wochen waren jedenfalls ruhig.Die Fluktuation war relativ stark: dauernd kamen Gäste und fuhren ab, die Mehrheit der Gäste blieb wohl eine Woche. Das Publikum war völlig unterschiedlich - quer durch alle Nationen und Altersklassen. Ich sprach jedenfalls mit Holländern, Österreichern, Tschechen, Engländern, Franzosen, Griechen etc. Ich empfand diese Vielfalt als recht angenehm.
Sowohl als Ausgangspunkt für Unternehmungen als zum Aufenthalt im Hotelbereich selbst und seiner unmittelbaren Umgebung fand ich das Haus hervorragend, und das Preis-Leistungsverhältnis ist eigentlich unschlagbar.Ich kann das Gemini nur uneingeschränkt empfehlen. Selten habe ich mich irgendwo so wohl gefühlt!
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das-antiquarium 25.02.2011 14:19
hubbie 11.07.2009 09:44
habe damals auf der anderen Flussseite genächtigt
swissghostly 23.06.2009 20:34
AnnaHaeberle 01.06.2009 21:04
Das wüede ich so gerne live sehen, am 3. 6. fliegen meine Etern auch nach Griechenland.
Pik7 02.12.2007 12:57
Flauschig.