Home > Reisen > Europa > Italien > Südtirol > Hotels in Südtirol > Hotel Elefant, Sand in Taufers > Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht

für Hotel Elefant, Sand in Taufers
5 Sterne Der Elefant in Sand Bericht mit Bildern
150 von 150 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Sehr gemütliches Hotel, familiär, leckeres Essen, nette Wirtsleute

Kontra der Urlaub ist zu kurz

Der Autor

Sesamkorn Seit 3 Sep 2003

Bis 1.6. kein Internet... bis bald... Cis ist derzeit aus... http://harrys-leckereien.de.tl mehr

229 Mitglieder vertrauen mir

"Ein Elefant zog einst nach Wien,
verirrte sich nach Sand!
Zu seiner Ehr steht hier das Haus,
bekannt im ganzen Land"

So wird man empfangen, wenn man Heimkommt.

Soviel zum Beginn der Geschichte.

Rückblende…

"Wir sollten mal wieder zum Schifahren gehen" sagte mein Schatz zu mir in weihnachtsseliger Laune. Das machte mich stutzig, war mein Schatz doch noch nie auf den Brettern gestanden, die im Schnee so richtig schön rutschen können.

Was machte ich da, wollte ich doch, das sich mein Engel wohl fühlte… und da konnte man nicht irgendwo hin. Überlegen brauchte ich nicht lange, wusste ich doch, wo man hervorragend Schi fahren kann, eine wunderschöne Landschaft hat, ganz lecker essen kann und sich wirklich wie Zuhause fühlen kann.

Eine E-Mail an Ruth geschickt, die auch prompt beantwortet wurde. "Klar Harald, wir haben noch ein Zimmer für euch" schrieb sie mir und ich buchte - vom 30.12.2007 bis zum 02.01.2008… aber dazu später mehr.

Wo ich buchte?

Im

++Hotel Elefant++

In Sand in Taufers. Sand liegt im schönen Ahrntal, mitten in Südtirol. Die Anreise ist ganz einfach. Man muss Österreich durchqueren. Tanken nicht vergessen, denn der Sprit kostet ein paar Cent weniger als in Deutschland. Tipp von mir: An einer Tankstelle der Autobahn tanken und dann kann man die Maut für den Brenner dort vor Ort zahlen und braucht nicht mehr in der Schlange stehen, die sich vor den Zahlstellen bildet. Das klappt sehr gut. Einfach seine Autonummer der netten Dame an der Kasse geben, 16 Euro berappen und schon ist das Auto frei geschaltet - für die Hin- und die Rückreise. Eine Videokamera an der Brennerstation liest das Kennzeichen und gibt die Schranke frei.

Über den Brenner gefahren, dann die Autostrada runtergebrettert (Tempolimit und Lichtpflicht beachten) und die erste Ausfahrt Richtung Bruneck abfahren. Danach geht es beschaulich durch das Tal und in Bruneck sollte man einen kurzen Aufenthalt einplanen. Es ist ein schönes kleines Städtchen. Dann Richtung Ahrntal, Sand in Taufers fahren.

In Sand in Taufers kann man das Hotel Elefant gar nicht verfehlen. Liegt es doch direkt an der Hauptstraße, das Schild ist nicht zu übersehen.

Wie ich zu dem Hotel kam? Wie die Jungfrau zum Kinde. Mein Bruder fragte mich vor ungefähr 10 Jahren, ob ich nicht Lust hätte, mit ein paar Freunden und ihm zum Schifahren zu kommen. Klar, hatte ich Lust und so war mein erster Aufenthalt im Hotel Elefant klar. Mittlerweile war ich schon 5 mal dort zu Gast. In keinem Hotel war ich so oft als Gast, und Ihr könnt Euch vorstellen, warum ich immer wieder gerne dorthin fahre.

++Das Hotel++

wird von einem Ehepaar geführt - Ruth und Helmut Mutschlechner. Die beiden sind mit Laib und Seele Wirtsleute und das spüren die Gäste auch - im sehr positiven Sinn.

Die Adresse des Hotels will ich Euch auch nicht vorenthalten:

Familie Mutschlechner
Ahrntaler Straße Nr. 11
I-39032 Sand in Taufers / Südtirol / Italien
Telefon 0039 0474 678 021
Fax 679 333
E-Mail: info@hotel-elefant.com
Internet: www.hotel-elefant.com

++Der Ort++

Sand in Taufers war in der Vergangenheit ein beliebter Ort zur Erholung für die Reichen und Schönen dieser Welt. Im 18. und 19. Jahrhundert tummelten sich Adel, nicht nur Könige und Fürsten aus Deutschland in dem Ort, bot er doch gesunde Luft auf ca. 850 Metern Höhe. Für die Bewohner des Ortes war es natürlich ein Segen, der ein wenig Geld in die Kassen brachte. Helmut erzählte aus seiner Kindheit, als der Sultan von Arabien immer Halt machte und seinen Stab mitbrachte. Er mietete immer das ganze Haus, das dann von mindestens 60 Mann bewohnt wurde. Er erzählte von den riesigen Limousinen, die mit Chauffeur vor dem Haus poliert wurden.

Die Gäste kamen aber nur im Sommer, im Winter war es wegen des Wetters nicht so beliebt.

Das hat sich grundlegend geändert. Heute ist Sand in Taufers ein beliebter Urlaubsort, nicht nur im Sommer, wo zahlreiche Wanderwege zum Entspannen und die Landschaft genießen einladen. Im Winter bietet der Ort wunderbar präparierte Pisten, die zum Wedeln einladen. Aber dazu später mehr.

Im Ort selbst gibt es zahlreiche schöne Läden, die zum Einkaufen locken, schöne Häuser, eine Burg, die hoch auf dem Berg trutzt. Macht einen Spaziergang durch den Ort und überzeugt Euch selbst von der Schönheit. Und alles ist umrahmt von den Bergen, die dicht mit Wald bewachsen sind. Ich sage nur, wunderschön.

Das Hotel Elefant gibt es schon mehrere hundert Jahre. Wie lange genau habe ich leider nicht erfahren können. Nur soviel, die Familie Mutschlechner führt es schon in 4. Generation, seit dem Jahr 1877. Das beweist das Schild am Hotel, wie Ihr auf dem Bild erkennen könnt.

"Wir vom Hotel Elefant verstehen es, für Sie Heimat zu schaffen. Die behagliche Atmosphäre unserer Räumlichkeiten erzählt von Tradition und Gastlichkeit. Wohlige Wärme und ein Hauch von Romantik ziehen durch Herz und Seele. Heimkommen, umsorgt und umhegt werden, auftanken und ausspannen."

So steht es auf der 2. Seite des Hotelprospektes, das eben vor mir liegt. Und ich kann es mit Recht sagen, es stimmt alles, so wie es dort steht. Wohlfühlen wird im Hotel Elefant groß geschrieben.

++Anreise++

Wir fuhren am Sonntag, dem 30.12. um 5:45 Uhr von Hirschaid aus los. Über München und Insbruck - ohne Stau führen wir über den Brenner bis nach Bruneck. Dort kamen wir um 10:20 an und dann gingen wir erst mal einkaufen. Richtig gelesen, in Bruneck hatte der hiesige Supermarkt auch am Sonntag geöffnet. Zahlreiche Leute nutzten die Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln und anderen Sachen einzudecken.

Nach dem Mittagessen, das übrigens sehr lecker war, fuhren wir dann weiter nach Sand. Dort angekommen, parkte ich direkt vor dem Eingang, bin ich doch ein fauler Mensch, der nicht gerne Koffer schleppt. Wir gingen durch den Eingang und wurden sofort von Ruth begrüßt. Mich drückte sie richtig herzlich und sofort fühlte ich mich wie Zuhause. Als wir beide begrüßt waren, gab es ein leckeres Schnäpschen, ein Kräuterlikör, der so richtig warm ums Herz machte. So macht Ankommen richtig Spaß. Danach gab uns Ruth den Schlüssel unseres Zimmers. Die Nummer 216 sollte uns Herberge für die nächsten 4 Tage geben. "Ob wir noch den Safeschlüssel bräuchten" fragte mich Ruth und ich nahm auch diesen Schlüssel in Empfang. Der Tresor ist übrigens kostenlos. Nun gingen wir die Treppen hoch in den 2. Stock. Es gibt zwar einen Lift, aber der ist im Neubau und so gingen wir hoch. Ist ja auch gesund.

++Unser Zimmer++

hieß "Schafgarbe"… jedes Zimmer hat hier einen anderen Blumennamen. An der Tür hängt ein großes rotes Herz, auf dem "Herzlich Willkommen" steht. Schnell ist aufgeschlossen und wir treten ein. Wir haben ein schönes Zimmer, das ca. 14 m² groß ist. Der Ausblick aus dem Fenster macht Freude, sehen wir doch die Berge Richtung Kronplatz. Über den Kronplatz später mehr.

Der Boden ist mit flauschigem, roten Teppichboden belegt, der keine Gebrauchsspuren aufweist. So gefällt mir das. Durch einen schmalen Gang, der einen Spiegel und einen großen Schrank mit vielen Bügeln beherbergt, kommt man ins Zimmer. Ein Doppelbett mit Nachtkästchen, weiß bezogen, lädt zum Schlafen ein. Ein Telefon steht auf einem Nachttisch. Internet ist zwar nicht vorhanden, aber ich vermisse es nicht. Ich bin ja im Urlaub, da brauche ich weder Nachrichten noch Zeitung. Ciao kann auch warten, bis ich wieder daheim bin :- )…Ein Schreibtisch, auf dem ein kleiner Fernseher steht und ein Stuhl gehört auch zur Ausstattung. An der Gardarobe kann man seine Jacke aufhängen. Ein Hammer war der Balkon, der mindestens 20 m² groß war. Hier ist Platz im Sommer, gemütlich einen Abend ausklingen zu lassen. Nun dient mir der Balkon als Kühlschrank, da wir am Sonntag schon ein wenig Wurst und Käse eingekauft haben.

Pay-TV ist keines vorhanden, wird aber auch nicht gebraucht. Es gibt genügend deutsche Programme, von ARD über ZDF, Vox, RTL, Pro 7 und so weiter…. Aber wir sind ja nicht zum Fernsehschauen im Urlaub.

Nun ein Blick ins Badezimmer. Es ist ca. 3 m² groß und komplett gefliest. Was sofort auffällt, der Raum hat Fußbodenheizung. Wohlig warm werden die Füße gehalten. An den Handtuchhaltern hängen Duschtücher und Handtücher in ausreichender Menge. Eine stabile Duschkabine und ein Waschbecken mit einem runden Spiegel sind als Ausstattung vorhanden. Des weiteren gibt es einen Kosmetikspiegel und einen Fön. Ein Bidet für die Damen gibt es auch noch. Über dem Waschbecken ist eine Ablage für die Toilettensachen angebracht und 2 Steckdosen sind ebenfalls vollkommen ausreichend. So gefällt mir das Badezimmer, zumal das Wasser sehr schnell richtig heiß kommt und der Wasserdruck auch super ist. Das ist ja nicht immer der Fall in Hotels. Hier zur vollkommenen Zufriedenheit.

Dann haben wir noch einen Blick in den Schrank geworfen. Ein Zusatzkopfkissen und 2 Wolldecken gehören noch zur Zimmerausstattung. Die Wolldecken wurden von uns später dann auch gebraucht. Dazu später mehr.

Alles in allem ist das Zimmer sehr gemütlich und warmherzig eingerichtet. Viel Holz und angenehme Farben sorgen für ein richtig schönes Wohlfühlen.

++Weiteres über das Hotel++

Das Elefant verfügt über 33 Zimmer, die Teils im Altbau und Teils im Neubau, der an den Altbau angebaut wurde, untergebracht. Alle Zimmer sind sehr schön und nett eingerichtet und bieten bis zu 65 Personen Herberge. Ich habe ja schon 5 Zimmer bewohnt und war mit jedem sehr zufrieden. Besonders hervorheben muss man den Zimmerservice, so ein sauberes Hotelzimmer findet man selten. Da war nix an Staub oder dergleichen zu finden *freu*

Überall im Haus hängen alte Bilder, die das Leben und die Menschen von früher zeigen. Einige der Bilder sind über 100 Jahre alt und geben einen Einblick über das karge Leben von früher. Alte Schränke und Stühle sind ein angenehmer Blickfang und auch Holzschnitzereien sind reichhaltig im Haus verteilt. Man merkt, dass das Haus mit viel Liebe eingerichtet wurde.

Natürlich verfügt das Hotel über eine hervorragende Küche, was ich später noch anschaulich erörtern werde.

Nach dem anstrengenden Schifahren lädt ein relativ großer Saunabereich zum Abspannen und Relaxen ein. Die Wirtsstube ist sehr gemütlich und es macht Spaß, einfach bei einem Glas Roten ein paar Stunden zu verweilen.

Das Auto kann man entweder auf dem hoteleigenen Parkplatz im Freien abstellen oder ein paar Meter weiter in die kostenlose Tiefgarage stellen, was ich am 2. Tag gemacht habe.

++Schmeckt´s?++

Wir haben im Elefanten Halbpension gebucht, das heißt, Frühstück und Abendessen. Fangen wir mit dem Frühstück an. Logisch, nach dem guten Schlaf hat man Hunger. Im Speisesaal, der in warmen Farben gehalten ist, macht das Essen Spaß, vor allem, wenn man so lecker verwöhnt wird.

"Platz nehmen und zurücklehnen. Was darf es heute sein? Lieben Sie herzhafte Gerichte aus der bodenständigen Südtiroler Küche oder möchten Sie leichte italienische Gerichte fein serviert? Ein wahrer Augenschmaus unsere kulinarische Kreationen. Ihr Gaumen wird es Ihnen danken" - so steht es im Prospekt des Hauses.

++Das Frühstück++

Wird als Buffet gereicht. Hier hat man die Qual der Wahl. Angefangen vom gekochten Schinken, der lecker saftig ist, Salami, herzhaft und mild, Frischwurst und verschiedene Käsessorten laden zum schlemmen ein. Frischkäse, Quark, Obstsalat sind in großen Schüsseln da, um den Tag schwunghaft zu beginnen. Wer ein Müsli möchte, für den stehen verschiedene Zutaten dazu auf dem Buffet. Milch, Orangensaft, Grapefruitsaft in Steinkrügen bleiben kühl und lecker. Brötchen stehen am Tisch, auf dem Buffet sind noch verschiedene Brotsorten und Kuchen zur Auswahl. Marmeladen, Honig, Nutella, die Auswahl ist sehr groß und lecker.

Eier sucht man vergebens auf dem Buffet. Logisch, denn die werden auf Wunsch so gekocht, wie man sie gerne hat. Ich für meinen Teil esse morgens gerne Rührei mit Südtiroler Schinken, das ist für mich das höchste. Mein Engel mag ihre Eier gerne Hartgekocht, auch das ist kein Problem. Ebenso gibt es die obligatorische abgeschmierte Kaffeekanne mit der braunen Brühe hier nicht. Der Kaffee wird frisch und wunschgerecht zubereitet. Wir hatten immer Cappuccino, der war immer perfekt und absolut lecker. Ihr seht also, das Frühstück bietet für jeden etwas. Wir sind immer rundum zufrieden aufgestanden.

Helmut hat sich morgens immer zu uns gesetzt (wir waren oft die ersten beim Frühstück) und wir haben uns unterhalten. Helmut ist eh ein supernetter Typ, nie Grießgrämig und immer zu einem Scherz aufgelegt. Von ihm erfuhren wir sehr viel über die Vergangenheit von Sand in Taufers, das war schon sehr interessant.

++Abendessen inbegriffen++

Klaro ist bei Halbpension das Abendessen mit inbegriffen. Morgens weis man schon, was man Abends zum schlemmen bekommt.

Am Eingang zum Speiseraum ist ein Ständer, auf dem das Abendmenue geschrieben ist. Dies ist in italienischer und deutscher Sprache der Fall. Es gibt immer 4 Gänge, die aus

Warmer Vorspeise

Suppe

Hauptgang

Dessert

bestehen.

Ein Beispiel zum WasserimMundzusammenlauf:

Bandnudeln mit Wildragout
***
Klare Rinderbrühe mit Tortellini
***
Schweinesteak Florentiner Art mit
Gartengemüse und Röstkartoffeln
** *
Halbgefrorenes

So oder so ähnlich sah die Karte immer aus, außer an Sylvester, da gab es ein Überraschungsmenue, über das ich hier und jetzt schreibe…. An jedem Abend außer Sylvester konnte man sich noch vom reichhaltigen Salatbuffet bedienen. Hier hatte man die Qual der Wahl aus ungefähr 10 Salaten, die man unterschiedlich anmachen konnte.

++Leckerei hoch drei++

Als wir am Sylvester Morgen zum Frühstück kamen, war nur auf dem Ständer zu lesen:

"Überraschungsmenue" und "Ab 19:00 Uhr Aperitiv"

Wir waren gespannt wie Flitzebogen, was uns erwartete.

Abends um 19:00 Uhr waren wir dann auch zur Stelle, wie die übrigen Hotelgäste auch. Die waren übrigens bunt gemischt, viele Italiener und ein paar Deutsche, die sich den Aperitiv schmecken ließen. Es war ein Glas Sekt mit selbst gemachten Holundersirup. Ich kann Euch sagen, so was von lecker…. Mjam…

Dann gingen wir zu unserem Tisch. Hui, war der schön eingedeckt. Rosenblüten waren über das Tischtuch verstreut. Wunderschön gefaltete Servietten waren in Gläsern aufgestellt und eine Batterie an Bestecken machten Ahnung, das dieses mal ein mehrgängiges Menue aufgetischt werden sollte.

Auf Pergament war dann die Speisefolge abgedruckt, nun aber aufgepasst und nicht den Bildschirm abschlecken *lach *

**Sylvestermenue 2007 / 2008**

Rosa gebratenes Roastbeef auf Salatbett mit hausgemachter Remoulade

**

Consomee mit Sherry und Brandteigkrapfen

**

Bis von Spinatspätzle mit Steinpilzen und Spargelcrepes

**

Zitronensorbet

**

Rinderfilet Wellington mit Tannenzapfenkroketten und Mischgemüse

**

Halbgefrorenes

Und nun sage mal einer, dass das nicht schmecken würde…

Was soll ich sagen, es war erst einmal sehr lecker angerichtet und es schmeckte um so besser. Einfach superlecker… das kann ich Euch sagen.

Wie übrigens jeden Abend das Essen wirklich superlecker war.

Wir haben dann bis kurz vor 23:00 Uhr geschlemmt und sind dann in die Stube gegangen, wie die anderen Gäste auch. Dort haben wir uns dann ganz gemütlich auf den Jahreswechsel vorbereitet und sind gaaaaanz ruhig und schön ins neue Jahr gerutscht. In der Stube wird auch einmal wöchentlich ein lustiger Abend veranstaltet, mit Lifemusik und viel Gaudi. Helmut macht selbst Musik auf selbst gebastelten Musikinstrumenten, das ist immer ein großer Spaß. Ich habe schon einige Abende dort so gelacht, gesungen und getrunken, es war immer herrlich.

++Gibt es noch was anderes++

als Essen im Hotel??

Aber ja doch, muss ich eindeutig sagen.

So gibt es einen herrlichen Wellnessbereich im Keller des Hotels. Vor 4 Jahren eingeweiht und von uns gerne besucht. Die Gäste erwartet ein sehr schöner Bereich mit Heisssauna, Dampfsauna, Kräuterraum, Meditationsgrotte, Kneipp Tour und Erlebnissdusche stehen dem müden Gast zur Verfügung.

"Herzerwärmend in kalten Winterabenden - die Tauferer Stubensauna oder das Römische Dampfbad. Erfrischung satt im Kneipp-Fusszonenreflexbad, wohliges Duftspiel in unserer Kräuterkuchl "Melcheralm" und zum Ausklang eines traumhaften Schitages exclusive Entspannung in unserer Meditationsgrotte mit Wasserbetten."

So steht es im Hausprospekt.

Natürlich haben wir alles ausprobiert, und das jeden Abend. Hier in der Sauna kamen dann die Wolldecken zum Einsatz, die wir auf dem Zimmer hatten. Denn nach dem Saunagang ist Ruhen angesagt und da ist es schön warm eingepackt zu sein. Handtücher sind ausreichend vorhanden, so dass man keine von Zuhause mitbringen braucht. Wir haben diese Zone sehr genossen, es war herrlich, zumal wunderschöne Entspannungsmusik im Hintergrund lief. Ich bin öfters als einmal in den Schlummer gefallen…. Herrlich….

Für die Schifahrer gibt es dann einen Raum für die Schier zum Unterstellen und im Kellerraum ist Platz und Wärme für die Schistiefel, die dann am nächsten Tag wohlig warm zum nächsten Einsatz kommen.

Alles im allem kann man behaupten, im Hotel Elefant ist man super untergebracht. Man fühlt sich heimisch, von Ruth, Helmut und den Mitarbeitern sehr gut aufgehoben. So nett und freundlich, warmherzig und ehrlich habe ich noch kein Haus kennen gelernt. Die ganze Atmosphäre ist so, das man sich wohlfühlt. Deshalb gibt von uns die volle Punktzahl von 5 Sternen.

++Der Preis++

Ist zu Sylvester natürlich ein wenig höher als zu den Zwischensaisonen. Wir haben für die Halbpension pro Person 60 Euro pro Übernachtung gezahlt. Normalerweise hätte es 68 Euro gekostet, doch Ruth hat uns einen Sonderpreis gemacht. *freu * Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut. Es gibt aber auch Angebote, die die Halbpension und den Schipass beinhalten. Da sich das von Jahr zu Jahr ändert, bitte bei Interesse die Anfrage an Ruth und Helmut richten.

Ein Manko - aber das ist das einzige bei der ganzen Sache. Für die Bezahlung wird nur Bares oder Travelerschecks in Euro akzeptiert. Aber wenn man das weis, kann man sich drauf einrichten. Auch die Preise für die Getränke halten sich in Grenzen. Wir haben für den echt leckeren Hauswein gerade mal 5 Euro bezahlt, für den halben Liter wohlgemerkt. Ein Schnaps schlägt mit ca. 2,20 Euro zu Buche, das ist auch voll in Ordnung. Was die anderen Getränke kosten, kann ich leider nicht so sagen, ich habe nicht in die Getränkekarte geschaut. Bier ist zumindest teuerer als Wein, aber das ist in ganz Südtirol so. Nicht nur deshalb sollte man sich an den Wein halten, der ist eh im Urlaub leckerer als das Bier. Das kann man zuhause auch trinken. *lach*

++Drumherum++

ist das Urlaubmachen auch vom Feinsten. Über den Ort habe ich ja schon ein wenig geschrieben. Alles ist gemütlich und überschaubar. Wer hier Action sucht, sucht vergeblich. Sand in Taufers ist für den ruhigen, erholsamen Urlaub ausgelegt. Jedoch kann man gut einkaufen, nicht nur der Südtiroler Schinkenspeck, Käse oder der leckere Wein locken, den Geldbeutel zu leeren. Wir haben auch Jeans und Pullover für uns beide gekauft, alles sehr günstig und gut anzuschauen. Natürlich haben wir uns auch mit Lebensmitteln und Spezialitäten eingedeckt. In Luttach ist eine Metzgerei, die unbedingt besucht werden sollte. Bietet sie doch Wildspezialitäten wie Hirschschinken, Kaminwurzen aus Gemsenfleisch und Käse vom Allerfeinsten. Ich liebe diesen Laden…

Im Euro Spar Laden im Einkaufszentrum von Sand kann man super Nudeln, Kaffee und edle Brände einkaufen - was wir auch gemacht haben *lach*

++Schifahren++

wird natürlich groß geschrieben in Sand. Dafür sorgen schon die beiden Schigebiete - Speikboden und Klausberg. Die Anbindung ist denkbar einfach. Raus aus dem Hotel, natürlich schon mit Schistiefeln und der restlichen Ausrüstung und kaum 30 Meter weiter fährt der kostenlose Schibus ab.

Aber erst mal ein wenig um das drumherum…

Wer Schi fahren will, braucht die Bretter natürlich. Ich besitze keine Schi mehr, und das schon seit 2 Jahren mehr. Also ist leihen angesagt. Das machen wir immer in Hermann`s Schistadl, das die Hauptstraße hoch liegt. Ein himmelbraues Haus, das kann man nicht übersehen. Dort kann man Schi, die Stecken, Schuhe und ganz aberwitzige auch ein Snowboard ausleihen. Der Helm für Kinder und Erwachsene liegt auch parat, wer einen will.

Da ich Schuhe und Stecken habe, aber mein Engel gar nix, haben wir dann

1 x Carver von Head, 170 Meter lang - für mich

Und

1 x Carver von Head (ganz neu), 140 Meter kurz, 1 Paar Stecken und 1 Paar Schischuhe - für mein Schihaserl ausgeliehen.

Für 3 Tage bezahlten wir hier gerade mal 55 Euro dafür. Da lohnt es sich nicht mehr, Schi zu kaufen. Denn die Schi von Hermann sind immer bestens präpariert und super in Schuss. Oft bekommt man sogar richtig neue Schi, so wie meine Sonja. Für Gäste des Hotels Elefant gibt es noch mal 10 % Rabatt und bei der Rückgabe gab es dann noch ein Schnapserl für Sonja und mich *gg*

Oben an der Talstation ist dann die Schischule und der Schipassverkauf. Natürlich haben wir uns erst mal in der Schischule nach einem guten Lehrer für Sonja erkundigt. So buchten wir den Hannes für 4 Stunden, jeweils am 01.01. und am 02.01. Vormittag und nachmittags. Ich erachte einen Einzelunterricht besser als einen Schikurs, in dem 15 Hanseln dem Schilehrer hinterher fahren. Die letzten 5 bekommen doch gar nix mehr mit…. Die Stunde mit Hannes kostete zwar 33 Euro (für 60 Minuten), bringt aber letztlich deutlich mehr. Nach den 4 Stunden konnte mein Schatz schon im Pflug fahren, den Berg aufsteigen und auch ein paar Meter gut zurücklegen, ohne den Popo in den Schnee zu setzten *lol*

Das Schigebiet Speikboden hat seit heuer eine neue Gondel, die jeweils 6 Personen nach oben bringen kann. Leider ist die neue so gebaut, das man nun bis zur Mittelstation fahren muss. Früher war es eine Sesselbahn, die zuerst Michlreis, ein Gasthof auf halber Strecke anfuhr, um dann die Schifahrer mit einem anderen Sessel weiter hoch zu bringen. Leider deshalb, weil Michlreis eine hervorragende Küche hat, man sich absolut wohl fühlt und sich wie daheim fühlt. Nun muss man von der Mittelstation abfahren um dort Einkehrschwung zu halten.

Das ist doch nicht schlimm, werden einige von Euch sagen. Ist es aber doch. Die Abfahrt zu Michlreis ist eine schwarze Piste, die von Anfängern nicht so einfach zu fahren ist. Früher war es möglich, mit dem Sessellift nach dem Essen wieder hoch zu fahren, das ist jetzt nicht mehr möglich. Man muss ins Tal fahren, um wieder nach oben zu kommen. Im Winter bei guten Schneeverhältnissen ist das ja noch ein Spaß, aber wenn der Schnee wegtaut, ist das nicht mehr lustig. Schade drum, da hätten sich die Ingenieure besser Gedanken machen sollen.

Ein Tagesschipass kostet mittlerweile 30,50 Euro. Nicht wenig, aber es ist ja Hochsaison.
Dafür kann man aber lange fahren und wer es ausnutzt und nicht nur auf der Hütte den Jagertee in sich reinschüttet, hat viel davon. Es gibt auch noch den Halbtagesschipass für 21,50 Euro oder den 3-Stunden Pass für 20 Euro.

Ich habe mir aber nur den Übungsliftpass besorgt, wollte ich ja bei meinem Schatz bleiben. Der Übungshang ist nicht sonderlich lang, so ca. 200 Meter geht es bergab. Steil ist er auch nicht besonders, ich brauche ca. 35 Sekunden, um ihn runter zu rutschen. Aber wie gesagt, ich wollte je bei meinem Engel bleiben. Der Pass hatte aber auch nur 10 Euro pro Tag gekostet…

++Hunger++

kommt automatisch, wenn man anständig auf Schiern unterwegs ist. Den kann man aber denkbar lecker stillen. Im Tal gibt es den "Gretis Schirmpub" und das angrenzende Wirtshaus an der Talstation. Hier kann man gemütlich sitzen, sowohl im Pub als auch im Lokal selbst. Im Lokal ist Bedienung, die einen wirklich nett und aufmerksam umsorgt, im Pub muss man seine Sachen selbst holen. Das Essen ist wirklich sehr lecker, es gibt riesige Portionen und die Preise sind für Nudeln von 5 bis 6,50 Euro und für Fleischgerichte ab 10 Euro. Die Nudeln werden in Pfannen serviert, die so groß sind, das sie fast für 2 Personen reichen. Auch Sonderwünsche werden gerne erfüllt. So mag mein Schatz keinen Schnittlauch, der in einer Soße vertreten war. Sie hätte gerne die Steinpilzravioli gegessen, aber eben ohne die Schnittlauchsoße. Kein Problem, sagte die Bedienung, und so bekam sie die Nudeln mit Gorgonzolasoße. Was sehr lecker schmeckte.

Über das Schigebiet selbst habe ich ja schon vor 3 Jahren geschrieben - und sogar einen Diamanten dafür von Ciao bekommen. Es hat sich außer der neuen Talbahn nix verändert, was ich hier noch mal schreiben müsste. Wenn Ihr Interesse an der Beschreibung habt, einfach den Bericht lesen, ich freue mich auch über Bewertungen zu älteren Berichten.

++Fazit++

Hui, ist der wieder lange geworden. 10 Din A 4 Seiten, da soll einer sagen, man kann über ein Hotel nix sagen.

Ich sage eines - Das Hotel Elefant ist rundum zu empfehlen. Hier wird man noch freundlich und familiär empfangen und verwöhnt. Das Essen ist sehr lecker, für jeden Geschmack ist was dabei. Die Zimmer sind ausreichend groß, oft mit Balkon und vor allem sehr sauber. Die Ausstattung lässt auch keine Wünsche aufkommen - ich kann auf Internet im Urlaub verzichten. Der Fernseher blieb bei uns eh meist aus. Die Wirtsleute sind unheimlich nett, Helmut immer zu einem Scherz aufgelegt und Ruth ist die Übermama für Jederman : -)) So macht der Urlaub Spaß. Einzig für Rollstuhlfahrer ist das Hotel nicht sehr gut geeignet, es gibt Treppen, die nicht überwunden werden können.

Auch das Drumherum in Sand ist für einen ruhigen Urlaub wie geschaffen. Es gibt genügend Einkaufsmöglichkeiten und Läden zum Bummeln.

Schnell ist man in Bruneck, Bozen oder Meran, alles Städte, die sehr schön sind. In Bozen liegt dann noch der Özi, die berühmte Südtiroler Mumie aus dem Eis. Ich habe sie schon gesehen und kann Euch sagen, die ist wirklich so schön wie im Fernsehen *lol*

Der Preis für das Zimmer geht auch in Ordnung, schließlich war es über Sylvester. In der Nebensaison ist es natürlich etwas günstiger, fragt einfach nach. Ruth oder Helmut geben Euch gerne Auskunft.

Alles in allem gibt es von mir die Höchstnote - also 5 von den 5en, die möglich sind. Wenn es mehr Sterne hier geben würde, ich würde sie geben : -))

Also, wer Lust auf einen schönen Schiurlaub in einem gemütlichen Hotel hat, ist im Elefanten gut aufgehoben, glaubt mir. Ich habe es schon oft gemacht und fahre im nächsten Winter wieder mit meinem Schatz hin, das ist schon ausgemacht.

Danke für alle Bewertungen und Kommentare, ich freue mich sehr. Euer harry

Bilder

für Hotel Elefant, Sand in Taufers
Wir beide
von Sesamkorn Sesamkorn

Bewerten Sie diesen Erfahrungsbericht

Wie hilfreich ist dieser Bericht für Sie? Leitfaden zum Bewerten

Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors

Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

  • Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

  • Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.

Aktiviere die Funktion für negative Bewertungen

Kommentar schreiben

 Kommentar abgeben  Kommentar abgeben

JavaScript sollte aktiviert sein, um eine Bewertung oder einen Kommentar abgeben zu können.

Kommentare

Haben Sie eine Frage zu Hotel Elefant, Sand in Taufers? Frage stellen
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 31 | 1 - 5 von 153 Kommentaren
  • thomas_kretschmer 21.02.2010 10:06
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • werdende_Traumfrau 14.11.2009 17:36
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • tapio-maunzi 03.08.2009 18:12
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Auch wenn ich nicht Skifahren kann, ein toller Bericht. Gruß Doris

  • blonde.locke 18.03.2008 16:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Trisa 17.03.2008 20:53
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 31 | 1 - 5 von 153 Kommentaren