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Erfahrungsbericht

für Hotel Alpin, Gossensaß
Nächsten Bericht ansehen "Absolut schönes Hotel"
5 Sterne Hotel Alpin Ladurns - Traum nahe der Skipiste Bericht mit Bildern
159 von 159 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Modern, preiswert, ruhig und und und

Kontra Nichts was nenneswert wäre...

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

feldmaus Seit 27 Nov 2002

Verletzungsbedingt bin ich leider auf "passiv" gesetzt und derzeit sehr wenig bei CIAO. Nicht... mehr

83 Mitglieder vertrauen mir
Update Januar 2012 ist im Text eingearbeitet
.

Nach unserem Skiurlaub im Jahre 2007 hatten wir ungeheuren Gefallen am Skigebiet Ladurns (siehe meine Bericht) und an Südtirol überhaupt gefunden.
Wir haben insgesamt 3 verschiedene Quartiere in Ladurns getestet und sind im Januar 2011 wieder im Hotel ALPIN gelandet, das wir 2008 erstmals gebucht hatten. Qualtät setzt sich eben durch....
Inzwischen haben wir schon alles für Januar 2013 festgemacht - und das sagt eigentlich alles aus...

Vorstellungen und Erwartungen

Wir sind meist 4 Personen, die sich jährlich eine Woche Skiurlaub in den Alpen gönnen.
Dabei haben wir in der Vergangenheit Pensionen und kleinere Hotels in der Nähe der jeweiligen Skigebiete als Basis genutzt.

Als Freunde der alpinen Pistenabfahrten hat man ja immer einiges an Ausrüstung, die ja transportiert und gelagert werden muss. Und da ein Tag auf der Piste ganz schön anstrengend sein kann, sollte auch das "Davor und Danach" passen.

Aus diesem Grunde haben wir für uns einen kleinen Katalog zusammengestellt, in dem wir unsere Wunschvorstellungen zusammenfassen.
Ja und das wären:
• Das Quartier sollte preiswert sein;
• Vom Quartier sollte der Zugang zum Skigebiet entweder zu Fuß oder durch einen in unmittelbarer Nähe abfahrenden Skibus möglichst zeitunabhängig erreichbar sein;
• Um die gestressten Muskeln und den geschundenen Körper nach einem anstrengenden Tag auf der Piste zu verwöhnen, sollte möglichst täglich eine Sauna nutzbar sein;
• Es sollte als Verpflegung eine Halbpension angeboten werden;
• Es muss eine Möglichkeit bestehen, die Skiausrüstung entweder in einem Depot in Pistennähe zu deponieren oder in einem Skikeller.

Was verspricht man Seitens des Hotel Alpin?

Um es ganz kurz zu machen - all das was wir uns vorstellten, wurde vom Hotel angeboten:
• Die 7 Tage Skiurlaub inklusive Skipass wurden zu einem geradezu sensationell günstigem Preis angeboten;
• Vom Hotel bis zum Skilift sind es etwa 100 m;
• Täglich kann die Sauna in der Zeit von 14:00 bis 21:00 Uhr genutzt werden;
• Als Sahnehäubchen obenauf gibt es ein kleines Schwimmbad, das von 06:00 - 23:00 Uhr nutzbar ist;
• Im Paketpreis ist die geradezu üppige Halbpension enthalten;
• Im Hotel gibt es einen Skikeller mit Trocknern für die Skischuhe. Außerdem gibt es direkt am Lift ein Skidepot.
• Versprochen wird eine wunderbare Aussicht auf die bizarre Bergwelt;
• Familienfreundlichkeit, Kinderfreundlichkeit;
• Behindertengerechte, barrierefrei Ausstattung;
Es sollte also an nichts fehlen, von dem was wir uns wünschen konnten.

Kontakt

Da wir uns als gestandene Ciao-ianer bestens mit dem Internet auskennen, haben wir natürlich den Kontakt über das Internet aufgenommen.

Die Homepage http://www.hotelalpin.it ist gut und übersichtlich gestaltet.
Dort werden sowohl die Telefon- und Faxnummern benannt, als auch der eMail-Account.
Der erste Kontaktversuch per eMail wurde bereits im Oktober gestartet, einer Zeit, in der in diesen Regionen im Regelfall eine Urlauberflaute vorherrscht.

Die Rezeption des Hotel war wider Erwarten besetzt und innerhalb von 24 Stunden hatten wir Antwort auf alle unsere Anfragen. Sehr korrekt, sehr freundlich und vor allem sehr persönlich. Das war erst einmal die erste angenehme Überraschung.
Der Kontakt per eMail funktioniert nach wie vor in der Regel innerhalb von 24 Stunden - meist aber bedeutend schneller!

Zimmer, Ausstattung, Radio TV, Internet

Generell haben alle Zimmer als Standart:
Balkon, Dusche oder Badewanne, WC, Bidet, SAT-TV, Telefon und Safe.
Alle Zimmer sind mit einem flauschigen Teppichboden ausgelegt, der für eine ausgezeichnete Trittschalldämmung sorgt.
Insgesamt ist es im Hotel sehr ruhig, obwohl es ausgebucht war und eine Menge kleiner Kinder mehr Unruhe vermuten lies. Es war erstaunlich ruhig, obwohl es die Kinder nicht wirklich waren.
Auch in dieser Hinsicht ein dicker Pluspunkt.

Im sehr geräumigen Bad findet man zudem einen Haarföhn und einen extra Kosmetikspiegel vor.

Man ist gut beraten, bei der Reservierung zu hinterfragen, ob das Zimmer mit Badewanne oder Dusche ausgestattet ist. Beides hat was für sich.
Wir haben uns seit 2011 für die Badewanne entschieden, weil ich Sauna nicht so gut vertrage und mich lieber in Wanne entspanne.

Alle Zimmer sind grundsätzlich mit digitalem TV/Radio ausgestattet.
Ein ordentlicher Fernseher (LG) mit Digitalbox sichert, dass man allzeit gut informiert und bei Bedarf auch unterhalten ist. Wir haben ARD, ZDF sowie ORF 1 und 2 getestet bzw. genutzt, aber es sind hinreichend andere Programme zu finden und man kann auch auf Radio umstellen.
Uns hat es aber nicht wirklich nach Fernsehabenden gelüstet. Nachdem wir mehrfach beim ersten Munterwerden in der Nacht den TV abgeschaltet haben, beschränkten wir uns auf "heute" und den Wetterbericht und schliefen danach vom Tagessport hinreichend erschöpft meist schnell ein.....

Inzwischen bietet das Hotel auch einen LAN/W-LAN Internetzugang an, für den man sich ander Rezeption ganz unkompliziert die Zugansdaten abholen kann.
Pro Stunde werden für die recht schnelle Verbindung 1,00 EUR im Voraus bezahlt.
Jedes Login wird nach meiner Erkenntnis minutengenau abgerechnet
Sinnvoll ist es, ein LAN-Kabel mitzubringen, aber für 2,50 EUR bekommt man dort eins zu kaufen.

Zimmerauswahl


Angeboten werden 3 verschiedene Zimmerkategorien:
1. "Margherite"

Das ist ein etwa 29 m² großes Doppelzimmer.
Diesen Zimmertyp hatten wir gemietet.
Die Beschreibung der Ausstattung kann im Großen und Ganzen auf alle anderen Zimmer übernommen werden, auch wenn wir z.B. Kinderzimmer und deren Ausstattung nicht näher beschreiben können, weil wir nur flüchtige Blicke durch offene Türen lunschen konnten.

Im sehr geräumig wirkenden Zimmer befindet sich ein bequemes Doppelbett mit 2 Nachtschränkchen (2 Schübe und Staufach mit Tür).

Die Matratzen waren sehr angenehm. Ich habe in "fremden" Betten sehr schnell Rückenschmerzen, weil die Matratzen zu hart, zu weich, na einfach nicht passend sind. Die Matratzen im ALPIN machten mir diese Sorgen nicht. Alle 7 Nächte schlief ich gut und war früh hinreichend erholt, so man das nach dieser doch ungewohnten Belastung auf der Piste eben sein kann.....

Ein großer Kleiderschrank, ein kleines 2-er Sofa, das sich wohl als Zusatzbett ausziehen lässt -haben wir nicht probiert, aber es sieht so aus- ergänzt die Ausstattung. Dazu kommt ein Schreibtisch, der ebenfalls über eine Tür und 2 Schubfächer verfügt. Natürlich hat dieser Schreibtisch auch einen soliden Holzstuhl Also jede Menge Platz, mehr als man in einem Kombi-PKW an Garderobe mitschleppen kann…..

Diese Zimmer machen den Hauptteil der insgesamt rund 30 Zimmer im Hotel aus.

2. "Edelweiss"

Das Zimmer verfügt mit 34 m² bei vergleichbarer Ausstattung wie Vers. 1, zusätzlich aber über ein Kinderzimmer mit einem Doppelstockbett.
3. Das Zimmer "Alpenrose"

ist als Juniorsuite ausgewiesen.
Mit Kinderzimmer, Sitzecke und separatem Schlafzimmer bietet es auf 40 m² bei vergleichbarer Ausstattung eine sehr angenehmen Komfort für Familien.


Bedingt durch die gut durchdachte Bauweise gehen alle Zimmer und Balkons in südliche Richtung. Die unangenehme Wirkung langer Gänge und Flure wurden durch einen geschickten Baustil umgangen. Der bogenförmige Grundriss des Baus verkürzt die langen Gänge optisch.

Ein Fahrstuhl sorgt für ein bequemes auf und ab.
Er läuft nahezu geräuschlos, da er hydraulisch betrieben wird.
Allerdings hat die Laufruhe ihren Preis. Der Fahrstuhl ist sehr sanft aber auch sehr langsam. Ungeduldig, aber auch sportlich wie wir sind, haben wir den Fahrstuhl nicht so oft benutzt sondern sind auf den recht breiten Treppen zu Fuß rauf oder runter gegangen..
Es war manchmal eine Geduldsprobe auf den Fahrstuhl zu warten, die wir uns sparten.

Die Bäder sind sehr geräumig. Generell ist die Barrierefreiheit im gesamten Hotel umgesetzt, bis hin zum Zugang zu den Duschen. Sehr angenehm empfanden wir die behindertengerechte höhere Anbringung der Toiletten. Anfangs ungewöhnlich, aber spätestens nach dem ersten Tag auf der Piste eine Wohltat. Man hatte schon nach halbem Weg die Sitzhöhe erreicht. Und das tut bei schmerzenden Muskeln wirklich gut...

Obwohl man die behindertengerechte Ausstattung bemerkte, ist sie nicht vordergründig oder aufdringlich. Man fühlt sich also keineswegs wie in einem Seniorenheim!

Angenehm fiel auch die rustikale Einrichtung im Kiefernholzstil ins Auge. Im Obergeschoss konnten wir die interessante Holzbalkenkonstruktion der Decken bewundern.

Die Heizung lies sich im Zimmer elektronisch regeln. So konnte man unmittelbar Einfluss darauf nehmen, dass während der Abwesenheit nicht unnötig Heizenergie verpulvert wird.

Preise / Buchung

Die Preise sind wie in fast allen Hotels dieser Region nicht fix, sondern saison- und auch angebotsabhängig.
Das ALPIN bietet wie viele andere Quartiergeber sehr interessante Angebote in der Vorweihnachtszeit, oder Aktionswochen "Der erste Schnee" oder die "Freundschaftswochen" oder wie auch immer die Angebote benannt werden.
Die Freundschaftswochen galten für den Zeitraum vom 12. - 26. Januar 2008.
Wie wir beobachten konnten, werden solche Angebote in jedem Jahr immer wieder aufgelegt. Es kann aber auch sein, dass ein Buchung zu den sehr guten Preisen zu spät kommt, da ja auch Reiseanbieter da ganz gern mal "zuschlagen".

Pro Person im Doppelzimmer bezahlten wir 2012 für 7 Tage Halbpension, 6 Tage Skipass Ladurns 435,00 EUR. Die Nutzung aller Hotelanlagen einschließlich Schwimmbad, Sauna etc. ist natürlich inklusive.
Nur das Solarium muss extra bezahlt werden.

Wir hatten aber auch Sonderwünsche.
Zum einen wollten wir den erweiterten Skipass (Wipptalpass), der uns auch das Skifahren im Skigebiet Ratschings-Jaufen und auf dem sehr interessanten Rosskopf, dem "HAusberg" von Sterzing ermöglicht.
Zum andern wollten wir die Zeit optimal nutzen und kauften einen 7-Tagepass. Der Aufpreis betrug 2012 stolze 48,00 EUR pro Person weil der "Weiße Wochen-Rabatt" für diese Version des inclusive Angebot nicht gilt. Außerhalb dieser Aktionswochen ist die Preisdifferenz für den erweiterten Skipass geringer!
Leider war in der ersten Januarhälfte der Schnee ausgerechnet auf dem Rosskopf ziemlich knapp, so dass sich in diesem Jahr der Aufpreis nicht gelohnt hatte.
Aber das ist eben Pech, das man im Umgang mit Naturgewalten immer haben kann. DIe Psiten in Ladurns waren -wie immer- bestens präpariert...

Unsere Sonderwünsche stellen kein Problem dar und das Team hatte innerhalb von 2..3 Tagen entsprechende Angebote parat.
Die gesamte Abwicklung erfolgte zuverlässig per e-Mail.
Der Skipass wird inzwischen bei der Anmeldung im Hotel elektronisch gefertigt, so dass man sich nicht erst an der Kasse am Lift anstellen muss.

Die Zimmerpreise liegen in der Hauptsaison natürlich deutlich höher und variieren auch zu anderen Zeiten.
Sie bewegen sich dann zwischen 42,00 EUR im günstigsten Fall und 66,00 EUR über den Jahreswechsel pro Person und Tag im Doppelzimmer. In der Hauptferienzeit sind es immerhin 64,00 EUR.
Hier wirken die Gesetze des Marktes in Bezug auf Angebot und Nachfrage…

Generell sind die Preise durchaus kundenfreundlich geregelt und man wird dem Ruf kinder- und familienfreundlich zu sein, auch bei den Preisen gerecht.
Kinder im Zimmer der Eltern (jedenfalls bei 2 Vollzahlern) sind bis zum Alter von unter 3 Jahren kostenfrei. Ab 3 bis unter 7 Jahren wird der Preis um 70 % ermäßigt. Von 7 bis unter 12 Jahren sind es immerhin noch 40% Nachlass und ab 12 sind es immerhin noch 10%, die man spart. Das gilt übrigens generell für eine dritte Person im Zimmer.
Single mit Kind zahlen im Doppelzimmer 1 x Einzelzimmerzuschlag und für das Kind bis unter 12 Jahren -40%.
Das sind faire Preise für die Lütten!

Lage / Anreise

Das Hotel Alpin befindet sich in dem zu Gossensaß gehörenden Ortsteil Ladurns im Pflerschtal (Südtirol).
Von Deutschland aus sehr bequem von Innsbruck aus über die Brennerautobahn erreichbar. Ab Innsbruck fährt man nur noch knapp 50 km.
Um aus Richtung München kommend nach Innsbruck zu gelangen gibt es 2 Varianten. Einmal die A8 in Richtung Salzburg und dann auf der Inntal-Autobahn A 12 bis Innsbruck.
Wir haben sowohl die Version via A95 über Garmisch-Partenkirchen B2 / B177, als auch die A8 / A12 / A13 getestet.
Wenn in Garmisch nicht gerade ein großes Event steigt, ist das sicher eine gute Alternative, der immer staugefährdeten A8 oder A12 zu entkommen.
Auf jeden Fall ist es kein großer Fehler, wenn man bei der Anreise die Autobahn bereits in Innsbruck verlässt und Landstraße S812 fährt, die weitgehend parallel zur A 13 verläuft.
Man ist zwar etwa 20…30 Minuten (maximal) länger unterwegs, spart aber immerhin 8 EUR "Brennermaut" und man hat etwas von der wunderschönen Landschaft!
Das trifft allerdings nur dann zu, wenn die Straßen weitgehend schneefrei sind. Wir genießen diese Strecke als Entspannung nach einer langen Autobahnfahrt.
Wer die Autobahn A 13 fährt kann man auch an der Anschlusstelle Brennerort verlassen und fährt dort weiter nach Gossensaß. Im Ort ist dann der Abzweig nach Ladurns nach rechts ausgewiesen. Man sollte da etwas aufmerksam sein, denn diese Ausschilderung sind an italienischen Autobahnen sehr ist leicht zu übersehen!

Von Gossensaß sind es dann noch rund 5 km und man findet am Ortseingang von Ladurns als erstes Gebäude rechts der Straße das Hotel Alpin.

Kleine Nachhilfe: Südtirol gehört als autonomes Gebiet mit eigener Regierung zu Italien. Die Amtssprache ist sowohl Deutsch, als auch Italienisch. Man macht sich aber bei Südtirolern nicht unbedingt beliebt, wenn man als Gast Italienisch spricht, denn man ist dort sehr stolz, eben Südtiroler zu sein. Man kann also getrost deutsch sprechen, ohne die sehr gastreundlichen Südtiroler zu verärgern.

Ladurns liegt im Pflerschtal, das im kleinen Ortsteil St.Anton endet. Rechts und links der Straße erheben sich stolze, zerklüftete steile Berge, die sehr deutlich die 2.000 m Marke überragen. Immer wieder ein imposanter Anblick, der für die Dolomiten aber typisch ist.

Das Skigebiet Ladurns, das klein aber fein ist, erreicht man zu Fuß selbst in Abfahrtsstiefeln in 5 Minuten. Da es generell nicht überlaufen ist, gibt es auch so gut wie keine Wartezeiten am Lift.
Ich habe dazu im vergangenen Jahr ausführlich berichtet.

Das Hotel Alpin

Das Hotel wurde im Jahre 2006 fertig gestellt. Es macht auch 2012 unverändert einen außerordentlich gepflegten Eindruck. Der Besitzer und das Personal sind relativ jung, freundlich und zuvorkommend.
Das Erdgeschoss wird durch die Speiseräume, eine Bar, die Lobby, den Empfang und das Schwimmbad belegt. Auch ist dort ein großes Spielzimmer für die Kinder untergebracht. Natürlich wird ein erheblicher Teil durch Küche und Wirtschaftsräume belegt.

Darüber befinden sich die Hotelzimmer, die sich auf 3 Etagen verteilen. Man gelangt sowohl über den bereits erwähnten hydraulischen Fahrstuhl dorthin, wie auch über 2 recht breite Treppenaufgänge. Die bauliche Ausstattung ist modern und man erkennt, dass an Sicherheit nicht gespart ist. Jede Etage lässt sich durch breite Feuertüren absperren, die notfalls auch automatisch schließen. Dicke Teppichböden dämpfen Geräusche jeder Art. Der halbbogenförmige Grundriss macht den Bau interessant. Je nach Aufbettungen und Zimmerbelegungen bietet das Hotel mehr als 80 Personen ein angenehmes Quartier.

Für Raucher bietet das Hotel einen separaten Raucherraum an.
Ansonsten ist es in den übrigen öffentlichen Räumen -wie in Italien längts normal - rauchfrei. Sehr sehr angenehm!

Gastronomie

Die Versorgung der Hotelgäste zum Frühstück und zum Abendessen erfolgt in einem geräumigen Gastsaal mit einigen kleineren Nebenräumen. Die Bestuhlung ist bequem und die Tische werden individuell nach Reisegruppen zusammengestellt. Da wir in diesem JAhr nur zu zweit waren, hatten wir auch einen Zweiertisch. Vor Jahren saßen wir mit unseren Freunden zusammen am 7 Personen Tisch. Das wird eingerichtet, wenn klar ist, wer zusammengehört.

Frühstück

Beim Frühstück ist ein umfangreiches Buffet erstellt.
Zwischen 8:00 und 10:00 Uhr kann man in aller Ruhe frühstücken. Natürlich ist an schönen Tagen (davon hatten wir 7 !!!) bereits ab 8:00 Hochbetrieb. Alle wollen auf die Piste!
Es herrscht morgens Selbstbedienung am gut bestücktem Buffet.
Eine Hotelangestellte sorgt mit dem Küchenpersonal dafür, dass das Buffet immer nachgelegt wird und sichert ab, dass kleine Extrawünsche bestmöglich erfüllt werden.
Es gibt Kaffee, der sehr gut schmeckt, es gibt heiße Milch, heißes Wasser für Tee, den es in vernünftiger Auswahl als Teefilterbeutel gibt und man kann Orangen- oder Apfelsaft selbst zapfen.
Gläser und Tassen stehen bereit. Ebenso steht Kakaopulver zur Verfügung. Aus meiner Sicht blieb kein Wunsch offen.
Es gab Brötchen (Kaiserbrötchen) und man konnte zusätzlich verschiedene Dunkelbrotsorten wählen. Frisch und schmackhaft. Das Brot dürfte eine Auswahl von südtiroler Spezialitäten sein, denn es ist zum Teil mit Kümmel oder Anis gewürzt. Es hat offenbar nicht nur mir gut geschmeckt. Der Zuspruch war sehr groß. Ich konnte gut und gern auf Weißbrot und Brötchen verzichten.
Natürlich gab es auch Müsli, Schokoflakes und Kornflakes. Mehrere leckere offene Konfitürensorten sorgten für Süßes auf dem Buffet. Meine Renner waren Heidelbeere und Himbeere. Honig und Nutella gab es in kleinen Portionspacks. Mindestens 3 Schüsseln mit leckerem Joghurt in verschiedenen Variationen - davon 1x pur- boten auch hier was ganz Leckers zum Kombinieren.
Butter und Margarine gab es ganz hygienisch in abgepackten Portionen.
Natürlich gab es guten südtiroler Schinkenspeck (recht mager, Speck ist da irreführend), leckerer Käse (Aufschnitt) war in mehreren Sorten auf dem Buffet. Camenbert konnte man sich aus einer Torte schneiden. Einen Schritt weiter gab es lecker Salami, Kochschinken und gut schmeckende Wurst. Auch wenn hier in den 7 Tagen wenig variiert wurde - es war keineswegs eintönig, denn man konnte an einem Morgen wohl sowieso nicht von allem kosten.
Obligatorisch stand ein großer Korb mit gekochten Frühstückseiern bereit. Allerdings waren die wirklich sehr hart gekocht.
Wer es weicher mochte, der konnte sich allerdings die Eier so kochen, wie er es am liebsten hatte. Ich habe den "Job" für unseren Tisch übernommen. Am zweiten Tag hatte ich es raus, das Eigelb perfekt cremig hinzubekommen. Ich durfte weitermachen. Lustig war es, wenn der Eierkocher zirpend mitteilte, dass er fertig ist. Es klang ein wenig wie Grillen an einem Sommertag. Putzig auch, wenn dann immer jemand im Saal losflitzte wenn seine Eier fertig waren.
Wer Obst wollte, konnte zwischen Äpfeln, Orangen, Kiwis, Bananen, Weintrauben oder Mandarinen wählen - oder von jedem etwas auf den Teller packen.

Hat man sich mit einem Brötchen zuviel vertan - es hat niemand geschimpft, wenn man es dann doch mit hinaus genommen hat. Aber eben nur etwas, was augenscheinlich übrig war.

Für das Frühstück gibt es glatte 5 Sterne!

Das Abendbrot

bestand generell aus mindestens 4 Gängen.
Der erste Gang, ist das Selbstbedienen an einem geradezu üppigen Buffet. Das erweist sich meist als das größte Problem das Abends.
Tomate-Mozarella, diverse Salate, Eihälften, riesige Oliven, und jede Menge anderer Köstlichkeiten boten eigentlich schon alles, was man sich von einem guten Buffet wünscht.
Sensationell lecker waren die Carpaccio - eine italienische Leckerei aus hervorragend angerichteten hauchdünnen Scheiben von rohem Rindfleisch. In einer wunderbaren Marinade, herrlich gewürzt. Unumstritten der Favorit bei den Gästen.
Und da hatten wir es - das Problem….. man war eigentlich schon satt, bevor das Abendessen überhaupt begann.

Während man die Vorspeisen selbst auswählen musste, wurde der "Rest" des Abendessens natürlich serviert. Ich habe versäumt aufzuschreiben was es da alles gab. Von Fisch über Lammcareè, Rinderfilet, wunderbare Pastevariationen, ein Streifzug durch die italienische und südtiroler Küche - eine Wonne für Feinschmecker.
Eine Kostprobe eines "ganz normalen" Menüs:
1. Salatmenü
2. Kartoffelrahmsuppe mit Speckstreifen
3. Tomaten-Mozarella-Strudel auf Basilikumsauce
4. Gekochter Rindertafelspitz mit Wurzelgemüse, Salzkartoffeln und grüner Sauce
5. Dessert: Apelküchle mit Vanillesauce

Die Portionen waren zwar angenehm klein gehalten, aber spätestens ab der zweiten Vorspeise begann es eng zu werden…… Der zweiten Vorspeise folgte ja dann das Hauptgericht - natürlich auch nicht zu viel auf dem Teller. Als Gipfel dann immer noch ein Dessert - auch hier fantasievolle Leckerein. Nur gut, dass man auf der Piste Kalorien ohne Ende verbrannt hat, andernfalls hätte die eine Woche eine Veränderung der Konfektionsgrößen von mindestens einer Nummer gebracht.

Das Sahnehäubchen der Woche war das versprochene Galadiner.
Wirklich eine klasse Vorstellung, die dort der Küchenchef (oder Chefin??) da abgeliefert haben.
Da schwebte der Hauch Luxus eines 5-Sternehotels sehr deutlich durch den Raum.

Die Bedienung war sehr freundlich, sehr professionell.
Immer freundlich ist Valentin. EIn junger Südtiroler, dem es wohl absolut unmöglich ist, auch nur unfreundlich zu schauen.
Perfekte, aber keineswegs aufgesetzte Höflichkeit, immer ein Lächeln und Manieren - die sind schon eine besondere Erwähnung wert.
Diese Laudatio auf ihn ist dem Umstand geschuldet, dass er uns bereits bei unserem ersten Besuch sehr angenehm aufgefallen ist.
Aber auch die anderen Mitarbeiter geben keinen Anlass zur Kritik.
Gelegentlich serviert auch der Chef persönlich und am Morgen hat die Chefin höchstpersönlich die Fäden in der Hand und sichert ab, dass am Buffet keine Wünsche offen bleiben.

Auch hier können volle 5 Sterne vergeben werden.

Getränke zum Abendessen waren nicht inklusive. Aber die Preis erwiesen sich als moderat.
Hilfreich ist es, die Getränkekarte vorher einzusehen, wenn man Überraschungen vermeiden will. Aber es gibt keinen "Ausreißer".
Im Urlaub wollen wir nicht geizen und ob Weihenstephan-Hefeweizen, ein Viertel Rotwein, ein Bier oder eben nur Wasser - die Preise sind für das Niveau eines Hotels absolut in Ordnung, auch wenn ich sie jetzt nicht exakt benennen kann. Ein köstlicher Cappuccino kostet jedenfalls 2,00 EUR. Da kann man nicht meckern!

Wer mal so zwischendurch nach einem Drink, einem Espresso, einem Cafè oder einem Bier an der Bar dürstet - kein Problem. Im Foyer kann man integriert mit einer wunderbaren Aussicht auf die Dolomiten auch an der Bar auch gut abhängen...
Gemütlich und relativ preiswert.

Schwimmbad / Sauna

Das Schwimmbad ist ein kleines Hallenbad mit etwa 15 m Länge (geschätzt) und einer Wassertiefe von etwa 1,60 m. Tagsüber war es vorwiegend von den Kindern belagert. Am Morgen zählte mein Mann zu den wenigen, die sich mit ein paar Schwimmzügen in aller Ruhe munter machten. Ein Kinderplanschbecken und einige Liegen komplettieren das Ganze. Herrlich ist der Ausblick aus den Panoramafenster auf die herrlichen Berge, die alles ganz romantisch machen.

Im Kellergeschoss befindet sich die Sauna, die man einerseits vom Schwimmbad aus erreicht, oder eben ganz normal über den Flur. Hier stellte sich keine vollständige Zufriedenheit ein.
Die Räumlichkeiten sind sehr großzügig gestaltet, aber es wird viel Platz verschenkt.
Die Dampfsauna bietet etwa 6.. 7 Personen Platz, die Trockensauna (finnisch) ist auch mit 10 Personen ausgelastet. Das wäre weitgehend OK, aber es gibt nur eine Dusche und ein Tauchbecken fehlt völlig. Auch haben wir zum Beispiel einen Wasserschlauch vermisst, mit dem man sich in vollem Strahl abkühlen kann.
Es ist also recht kompliziert die Körpertemperatur nach der Hitze in der Sauna vernünftig abzusenken. Im Winter kann man noch auf eine kleine Veranda im Freien treten, aber im Sommer bringt das auch keinen Abkühlung. Eine beheizte Steinfließenbank ist zwar durchaus bequem, aber eben auch nix, was zur Abkühlung beiträgt.
Bequeme Saunaliegen sind vorhanden, aber da könnten es ein paar mehr sein. Obwohl sie ausreichen könnten, wenn alle Saunagäste nach 10…15 Minuten die Liegen räumen und den Nachfolgern Platz machen. Aber das ist ein Problem, das sich so wohl selten zur absoluten Zufriedenheit lösen lassen wird. Im Ruheraum sind zwei Lautsprecher angebracht, die für einen musikalischen Backround sorgen sollen.

Ebenso amüsant wie ärgerlich waren die ersten 3 Tage, an dem die Sauna von italienischen Hotelgästen regelrecht okkupiert war. Ärgerlich war, dass sich die Italiener wohl nicht so recht mit den Gepflogenheiten in einer Sauna auskennen. Man war nicht bereit die Badebekleidung abzulegen. OK, das wäre zu verschmerzen, wenn dann nicht ein hygienisches Problem auftreten würde. Man ging mit der durchschwitzten Badebekleidung ohne Handtuch auch in die finnische Sauna. Das war nicht so toll. Auch dass man sich im Ruheraum stundenlang laut schwatzend aufhielt. Eben eher ein Familientreff, als ein Saunabesuch.
Aber Italiener kennen die Gepflogenheiten in einer Sauna nicht oder nicht gut, und so musste man des eben hinnehmen.
Der Hotelbetreiber, den mein Mann deshalb ansprach befindet sich da auch in einer Zwickmühle. Welchen Teil der Hotelgäste will er nun verärgern? Und so bat er um Verständnis und lockte mit der Hoffnung, dass die italienischen Gästen einige Tage vor uns abreisen.
Wir haben uns jedenfalls in der Sauna so bewegt, wie wir es gewohnt waren.
Mit unserer Nacktheit kamen einige dann doch nicht so recht klar und so blieben einige an den nächsten Tagen weg und nur der "harte" Kern trotzte unserer Sittenwidrigkeit.
In den späteren Jahren ging es entspannter zu, auch wenn sich einige etwas schwer taten, alle Kleidungsstücke abzulegen.

Einen dicken Pluspunkt verdient in der Sauna aber die kostenfreie Getränkeversorgung. Zum einen spendet ein großer Wasserballon gut temperiertes Trinkwasser, zum anderen kann man den Hydrolythaushalt durch lecker Tee ausgleichen. Ein toller Samowar spendet das heiße Wasser, Teefilterbeutel kann man aus einem Spenderreservoir in verschiedenen Varianten ziehen.

Kinderfreundlichkeit



Kinderfreundlichkeit wird im Alpin ganz groß geschrieben. Es gibt bequeme Kinderbetten, in denen sich auch die Kleinsten wohl fühlen.
Neben großzügig eingerichteten Spielzimmern im Hotel und einem Raum in dem sogar eine Kletterwand existiert wird für die Kinder auch eine ordentliche Betreuung gewährleistet. Um Beim Abendessen für eine angenehmere ruhigere Atmosphäre zu sorgen, essen die Kinder gemeinsam in separaten Räumlichkeiten und sie bekommen auch das, was Kinder viel lieber essen, als Lammcarreè und Co. Zwar waren die Kid's meist nach einer ¾ Stunde wieder bei ihren Eltern, aber der Hauptteil des Abendessens war in Ruhe gesichert.
Tagsüber besteht die Möglichkeit, die Kinder in "Fichti's Kinderland" anzumelden. Auch dort werden sie vorzüglich betreut und haben die Möglichkeit bei professionellen Skilehrern die Kunst des Skifahrens zu erlernen.

Bei Schneefreiheit können die Kids einen Spielplatz direkt vor dem Hotel nutzen.
Da die zwar wenig befahrene Straße recht dicht an diesem Spielplatz vorbeiführen würde, hat der Hotelbesitzer extra eine Böschung anschieben lassen, damit kein Kind beim Spielen in ein Auto läuft.
Sehr umsichtig!

Fazit

Spätestens an der Länge des Berichtes erkennt Ihr, dass ich voll und ganz begeistert bin von diesem kleinen südtiroler Schmuckstück. Dabei habe ich sicher noch eine Menge Dinge nicht genannt, die sehr angenehm waren.
Aber alles was mir nicht so positiv aufgefallen war, steht im Bericht.
Ja und das ist tatsächlich denkbar wenig!
Erfreulich ist, das das Niveau von 2008 auch im Jahr 2012 gehalten worden ist und es deutet nichts darauf hin, das man die Absicht hegt, da Abstriche zuzulassen!

Folglich kann ich hier ohne Zögern alle 5 Sterne zücken, auch wenn das Hotel selbst "nur" 3 eigene besitzt.

Natürlich ist das mit einer Empfehlung verbunden, dieses Hotel für einen Urlaub zu buchen.
Auch wenn ich alles es nur aus der Sicht des alpinen Skihaserls einschätzen kann, bin ich überzeugt, dass man auch im Frühjahr, Sommer oder Herbst voll auf seine zufrieden sein kann.
Bietet doch das Umfeld u.a. mit der alten Bischofsstadt Sterzing wunderschöne Ausflugsziele bietet. Das Wandern auf den Bergen kann ich mir für mich zwar nicht so gut vorstellen, aber Fans dieses Hobbys kommen garantiert ebenso auf Ihre Kosten, wie ich beim Skifahren.
So bleibt zum Schluss das eindeutige Votum: Das Ladurner Hotel Alpin ist eine Reise wert!

Eure feldmaus


Bilder

für Hotel Alpin, Gossensaß
Hotel Alpin, Gossensaß
Nahezu winzig wirkend vor der 2.000 m Dolomiten Kulisse - aber der Anblick täuscht das Auge...
von feldmaus feldmaus
Hotel Alpin, Gossensaß

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Kommentare

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  • spar_ass 07.05.2012 20:53

    der bericht ist super ausführlich, du hast dir sehr viel mühe gegeben und obendrein noch ein update... von mir folgt hier ein bh

  • Dennus 23.04.2012 00:04
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH :)!!

  • Ascot1975 26.03.2012 06:29
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    One Worte

  • Verena2907 12.02.2012 08:11
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • esposa1969 05.12.2011 08:36
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Wäschelieferung da

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