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Erfahrungsbericht

für Holiday Inn Golden Mile, Kowloon
4 Sterne Location with a capital L Bericht mit Bildern
57 von 57 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro zentrale Lage, guter Service, großzügige Zimmer, Ausstattung des Hotels

Kontra eher teuer, nicht topaktuelle Ausstattung

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

KlJa Seit 23 Jul 2001

"For my part, I travel not to go anywhere, but to go. I travel for travel’s sake. The great... mehr

30 Mitglieder vertrauen mir

Ein kurzer Aufenthalt in Hongkong machte ein Hotel notwendig. Da lange nicht klar war, wie ich meine Flüge nach und von Hong Kong buche und was in Hong Kong auf dem Plan stand, sollte es ein Hotel in der Innenstadt sein, das aber gut erreichbar und halbwegs bezahlbar war. Auf der Liste ganz oben stand das Sheraton, das aber ein halbes Jahr vorher einen Preis aufrief, der für mich inakzeptabel war. Also buchte ich „zur Sicherheit“ zunächst mal das Holiday Inn als Award in der Hoffnung, das ich etwas besseres günstigeres find. Leider war dies dank Messen und europäischer Osterferien ein hoffnungloses Unterfangen bzw. ich hatte beim Sheraton zu hoch gepokert. Also blieb es beim Holiday Inn, eine Wahl, die ich aber letztendlich wieder nicht bereut habe.

Lage

Das Holiday Inn Golden Mile liegt zentral mitten in Kowloon an der Kreuzung Nathan Road / Mody Road, darf sich aber mit der prestigeträchtigen Anschrift ‚ 50 Nathan Road, Tsim Sha Tsui, Kowloon‘ schmücken, da es auch einen Eingang an der Nathan Road gibt. In wenigen Minuten ist man am Star Ferry Terminal Kowloon, den Malls am Hafen und dem Kowloon Park. Die MTR-Station „Tsim Sha Tsui“ ist quasi vor dem Hotel und so sind auch anderen Ort in Hongkong und auf Hongkong Island gut vom Hotel zu erreichen.

Vom Flughafen nimmt man am besten den Airport Express bis Kowloon und von dort den kostenlosen Shuttle Bus zum Hotel. Der Bus fährt neben dem Holiday Inn noch andere Hotels an, u.a. das Hyatt, Intercontinental und Shangri-La an. Ist das Holiday Inn auf der Fahrt der erste Halt, so ist dies zwar bei der Ankunft gut, bei der Abfahrt in Richtung Kowloon Station muß man aber auch noch die anderen Hotel mitabfahren, was in der Rush Hour auch schon mal 40 Minuten dauern kann. Das Taxi ist aber auch nur zehn Minuten schneller gewesen, d.h. die zentrale Lage hat hier auch schon mal seine Schattenseiten. Mein Hong Kong Bekannter sind aber aufgrund der Lage an der Nathan Road nicht gerade begeistert, wenn sie mich dort abholen. Es ist zeitlich unkalkulierbar, wie ich auch selbst schon leidvoll erfahren durfte.

Eine wirklich zentralere Lage gibt es in Kowloon eigentlich nicht, oder wie ein Bekannter von mir es mal formuliert hat: „location with a capital L“. Shopping ist hier überhaupt kein Problem und auch die Büros der großen Finanzdienstleiser auf Hongkong Island sind via MRT gut zu erreichen, die ich hier jedem Taxi vorziehen würde. Gleiches gilt für Shatin und die New Territories Es ist nur nicht gerade die ruhigste Lage und die Schlepper vor dem Hotel, die einen vom Anzug bis zur falschen Rolex alles andrehen wollen sind auch eine Quelle ewiger Freude.

Ambiente

Das in den 70er Jahren erbaute Hotel hat 19 Stockwerke und ist auch nach der Renovierung vor gut zehn Jahren keine wirkliche Schönheit geworden. Es beherrschen eher tristes Grau und Beton die Fassade des Hotels, deren Fenster etwas zurückgesetzt sind. Dies allerdings hat sie mit vielen Gebäuden in der Umgebung und entlang der Nathan Road gemein.

Die unteren beiden Etagen sind etwas herausgesetzt, sie beherbergen vor allem Shops (Erdgeschoß) und Restaurants (erstes Obergeschoß).

Der Haupteingang des Holiday Inn ist in der Mody Road, aber es gibt zusätzlich den bereits oben erwähnten Eingang zur Nathan Road. Ist ersterer fast schon etwas versteckt und wer nicht gerade nach oben schaut, übersieht den Eingang auch schon mal, führt er doch vermeintlich nur zu Shops bzw. einem Food Court im Untergeschoß, so ist der Haupteingang eher etwas chaotisch, da häufig zugeparkt und wer hier rein will, muß rangieren können. Es ist überdacht und verfügt sogar über einen kleinen Springbrunnen, der aber nicht wirklich zur Geltung kommt.

Betritt man das Hotel von hier, so steht man in der eher dunklen und ‚sehr lebendigen‘ Lobby des Hotels. Gleich am Eingang befindet sich das Desk des Concierges und Bell Boys, der auch für die Gepäckaufbewahrung zuständig ist. Etwas weiter hinein ist die eher kleine Lobby. Sie erstreckt sich zwar über zwei Etage und wirkt auch recht edel für ein Holiday Inn, ist aber eher dunkel, da Tageslicht nur vom Eingang hereinfällt und dort ist die Lobby nur einstöckig. Auf der rechten Seite gibt es einige Sitzgelegenheiten und eine Treppe in die erste Etage, auf der anderen Seite befinden sich die Desk zum Ein- und Auschecken. Es gibt mehrere Desks für reguläre Gäste und darüber hinaus auch solche für Gäste mit Status im Gästeprogramm „Priority Club“.

Die Aufzüge zu den Hotels befinden sich recht zentral im Gebäude, man erreicht sie wenn man die Lobby vom Eingang passiert. Dort gibt es auch eine Treppe in die erste Etage zum Restaurant „Bistro on the Mile“.

Das Hotel verfügt in der obersten 19. Etage über einen Dachpool, ca. 15 x 7 m, der von 07:00 bis 21:00 Uhr geöffnet ist. Handtücher werden gestellt und es gibt dort auch einige Sonnenliegen. Der Bereich ist eigentlich ganz nett, bietet nicht ganz so gute Blicke auf die Umgebung, kann von den höheren umliegenden Gebäuden (insbes. dem neuen Hyatt und den sich darin befindlichen Appartments) eingesehen werden. Er wird recht gut frequentiert, war aber bei meinen Besuchen nie übervoll.
Gleichfalls auf der 19. Etage ist der nach Geschlechtern getrennte Spa Bereich, der über Sauna und Dampfbad verfügt. Eher klein, aber durchaus recht ansehnlich, kann man hier zwischen 06:00 und 22:00 Uhr relaxen. Auch Massagen können hier gebucht werden, das Angebot ist eher etwas hochpreisig, war aber meiner Erinnerung nach günstiger als im InterContinental Grand Stanford.
Abgerundet wird das Angebot von einem Fitneßstudio, das recht gut ausgestattet ist. Neben Laufbändern, Crosstrainern, Geräte für den Oberkörper gibt es auch Bikes. Handtücher liegen bereit und auch ein Wasserspender ist vorhanden. Geöffnet ist dieser Bereich von 05:30 bis 23:00, was ich etwas bedauere, da ich mich auf Reisen an einen 24 h Gym gewöhnt habe. Die Geräte sind in einem gut bis sehr gutem Zustand, nicht die allerneusten aber im Zuge der Renovierung ausgetauscht worden; die meisten Geräte sind von Technoygym und Life Fitness. Einzig die etwas laute Musik störte, aber der Fernseher ließ sich auch Fernbedienung leiser stellen.

6 Konferenz und Besprechungsräume sowie ein großer Ballsaal stehen für Events mit bis zu 700 Personen zur Verfügung. Leider verfügen dieser aber ausnahmslos nicht über Tageslicht, da sie im Basement des Gebäudes untergebracht sind.

Man sieht dem Hotel sein Alter in einigen Teilen an, insbes. bei den Aufzügen und den Fluren zu den Zimmern. Hier spürt man deutlich das Alter des Hotels und nicht mehr alles entspricht dem neusten Stand der Technik, was nicht gleichbedeutend ist, mit ungepflegt. Im Gegenteil, ich habe schon in neueren Hotels übernachtet, die deutlich abgewohnter wirkten.

Check in / Check out / Service

Nachdem ich am frühen Nachmittag gelandet bin war ich rund 90 Minuten später im Hotel. In der Lobby war zu diesem Zeitpunkt recht viel los, kommen doch um diese Zeit viele Flüge aus Europa an. An den regulären Schaltern zum ein- und auschecken war eine lange Schlange. Dankenswerterweise war der Priority Club Schalter deutlich leerer und die Wartezeit nur kurz.
Meine Reservierung wurde schnell gefunden und die Anrede erfolgte mit Namen, wobei sich die Mitarbeiterin erkundigte, ob sie meinen Namen richtig ausspricht. Nach der Autorisierung meiner Kreditkarte gab es dann die Zimmerkarte und einen Voucher für ein Getränk an der Bar oder im Bistro sowie einen weiteren Voucher für 25% Ermäßigung auf das Frühstück. Ein Late Check out bis 14:00 Uhr wurde mir zudem bereits jetzt gewährt, obgleich ich diesen dann gar nicht in voller Länge in Anspruch nehmen brauchte. Der Weg zum Zimmer wurde erklärt genau wie der Hinweis auf ein etwas größeres Zimmer am Gebäudeende und entfernt von den Aufzügen. Öffnungszeiten von Gym und Pool mußte ich allerdings erfragen, die Zeiten, in denen das Frühstück serviert wird gab es aber ohne weitere Nachfrage.

Der Check out gegen 13:00 verlief schnell, da diesmal keine Schlange vorhanden war. Insoweit hatte ich Glück, denn gegen 11:30 Uhr hätte ich deutlich länger warten müssen. Die Rechnung war korrekt und auch der Preis für das Frühstück war korrekt um 25% reduziert. Auch hier erfolgte die Anrede mit Namen und man erkundigte sich, ob alles zu meiner Zufriedenheit gewesen sei.

Die von mir während des Aufenthaltes kontaktierten Mitarbeiter waren freundlich und hilfsbereit, die Auskünfte zutreffend. Einzig der Service im Restaurant hätte etwas aufmerksamer sein können, aber dazu sei auf den entsprechenden Abschnitt verwiesen.

Zimmer

Das Hotel verfügt über 614 Zimmer, die sich auf verschiedene Kategorien aufteilen. Die Zimmeranzahl variiert etwas, je nachdem wie man zählt, denn manche Zimmer können sowohl Teil einer Suite als auch separat gebucht werden. Dies erklärt die unterschiedlichen Angaben zur Anzahl der Zimmer.

Neben dem Deluxe Zimmer, die den ehemaligen Standardzimmern zu entsprechen scheinen, gibt es noch Premier Rooms, Executive Rooms und Familienzimmer. Suiten sind in verschiedenen Größen gleichfalls vorhanden. Die Familienzimmer haben dabei bis zu drei Doppelbetten, das diese Räume für Familien interessant macht. Die maximale Belegung nach System sieht hier zwar nur drei Erwachsene vor, aber dies sollte in den Buchungssystemen oder direkt beim Hotel auch mit einer abweichenden Zahl von Personen buchbar sein.

Ich bin auf ein Deluxe Zimmer am Gebäudeende upgegradet worden. Dies ist zwar nicht wirklich ein Upgrade, denn die Räume sind nur geringfügig größer, was wahrscheinlich erst beim Nachmessen wirklich auffällt, aber die Lage am Ende sorgte doch für eine etwas ruhigere Lage, da hier niemand mehr vorbei ging.

Die Zimmer sind mir rund 26qm recht groß, berücksichtigt man, daß dies Hong Kong ist, wo Platz teurer ist. Insoweit ist dies schon als Pluspunkt zu werten, denn es gibt in Hong Kong auch Hotels mit deutlich kleineren Zimmern, z.B. das Eaton Hotel am anderen Ende der Nathan Road.

Die Zimmer sind klassisch zugeschnitten.

Nachdem man das Zimmer betreten hat, steht man in dem großzügigen und breiten Flur.

Im Flur befindet sich der großzügige Kleiderschrank mit Bügeleisen und –brett sowie Safe. Normale, d.h. nicht diebstahlsichere Bügel stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Auch befinden sich hier Bademantel und Hausschuhe.

Das Badezimmer erreicht man gleichfalls vom Flur aus. Es ist durchschnittlich groß und verfügt über Badewanne, Waschbecken und Toilette. Ein Föhn steht zur Verfügung, auf Rasier- oder Kosmetikspiegel muß man aber verzichten. Das Waschbecken ist bündig in den Waschtisch eingelassen, dahinter befindet sich der große Spiegel. Wie üblich läuft er an, wenn man geduscht hat. Die Bathroom Amenities waren zahlreich und seit langer Zeit fand ich auch hier Zahnbürste und Einmalrasierer unter den bereit liegenden Bathroom Amenities. Handtücher lagen dreifach in kleiner, mittlerer und großer Größe bereit.

Der „Grohe-Duschkopf“ mit Massagefunktion war wie auch der Duschvorhang in einwandfreiem Zustand, der Wasserdruck war okay und die Temperatur blieb konstant. Ein etwas weiter gebogener Duschvorhang wäre aber sicherlich von Vorteil gewesen.
Lampen über dem Spiegel sorgen hier für eine Beleuchtung des Badezimmers, eine seitliche Beleuchtung ist nicht vorhanden. Da das Badezimmer durch die schwarzen Fliesen zwar edel wirkte, aber leider auch etwas dunkel war, fand ich es insgesamt eher etwas schlecht beleuchtet.
Handtücher (klein / mittel / groß) lagen für drei Personen bereit, die Bathroom Amenities bestanden aus Lotion, Shampoo und Conditioner und wurden täglich aufgefüllt.

Die Sauberkeit war gut, es fanden sich weder Haare im Waschbecken oder der Wanne und auch die kritischen Stellen wie Ecken waren gut gereinigt.


Das Zimmer selbst verfügte über ein King Size Bett auf der linken Seite nebst daneben stehendenden Nachttischen mit jeweils einer Nachttischlampe. Ein Telefon befand sich hier genauso wie die zentrale Steuereinheit, mit der die Lichtschalter genauso gesteuert werden konnten wie die Klimaanlage und die „Do not disturb“ Leuchte an der Tür. Im Anschluß an das Bett befand sich unmittelbar vor dem Fenster noch ein Sofa nebst Tisch und Stehlampe. Dem Bett gegenüber war am Fenster der Schreibtisch, auch hier mit einem direkt dahinter hängendem Spiegel, was für mich irgendwie störend ist. Eine Schreibtischlampe war vorhanden, genau wie ausreichend freie Stecker sowie ein weiteres Telefon nebst LAN Verbindung. Leider war keine internationale Steckdosenleiste vorhanden, man brauchte einen Adapter, der aber im Zimmer zur Verfügung stand. Der Schreibtischstuhl war ein ergonomischer und erlaubte auch längeres Sitzen ohne daß ich anschließend Rückenschmerzen hatte. Neben dem Schreibtisch befand sich in einem Schrank der Röhren TV und daneben die Kofferablage.

Die Minibar war im Übergang vom Flur zum Zimmer untergebracht und die Preise mit 39 HKG für ein Wasser, 36 HKG für eine Cola und 42 HKG für ein Bier (10 HKG = 0,90 EUR) waren noch recht zivil, auch wenn hier noch Steuern drauf kommen.
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Die Nutzung des Internets ist kostenpflichtig. 24 Stunden kosten 140 HKG zzgl. Steuern, 1 Stunde 70 HKG zzgl. Steuern. Die Abrechnung erfolgt über die Zimmerrechnung, leider wurde das Internet hier für Gäste mit Status nicht erlassen.

Der Ausblick von dem die gesamte Zimmerbreite einnehmenden Fenster war mittelmäßig, er reichte bis zum gegenüberliegenden Gebäude, bot aber immerhin seitlich auch einen Blick in die Ferne. Das Fenster ließ sich zudem öffnen, was aber die Geräuschkulisse deutlich erhöhte. Man war daher zwar nicht zwingend auf die Klimaanlage angerwiesen, bei offenem Fenster zu schlafen ist hier aber nicht die beste Idee. Die Klimaanlage arbeitet hörbar und auch nicht gänzlich zugfrei, was aber wohl auch dem Alter geschuldet sein wird.

Das Bett war eher weich und wie bei Holiday Inn üblich konnte man zwischen verschiedenen Kopfkissenstärken wählen.

Das Zimmer war in warmen Farben gehalten, ein Bild an der Wand setzten einen Akzent, wobei die Wände aber nicht kahl wirkten, da die Möbel recht geschickt positioniert waren. So entstand der Eindruck einer Fülle, ohne daß der Raum aber beengt wirkte, was er zudem gar nicht war. Die Einrichtung war zeitlos, aber auch ein wenig lieblos, da jeglicher lokaler Bezug fehlte und sich dieses Hotelzimmer auch in einem Hotel auf einem anderen Kontinent befinden könnte. Die Möbel waren in einem guten Zustand, es gab aber wie auch an der Wand einige Schrammen und Kratzer. Gleichwohl war das Zimmer sauber, lediglich in der Ecke in der sich die Stehlampe befand war länger nicht mehr gesaugt worden. Dabei wäre dies sogar auffallend gewesen, denn der Stecker dieser Lampe war nicht eingestöpselt, weshalb sie zunächst nicht anging.

Einen abendlicher „Turndown-Service“ wurde in der Deluxe Kategorie nicht angeboten.

Die ehemaligen Deluxe, jetzigen Premier Zimmer sind unlängst renoviert und neu designed worden und man kann zwischen den Einrichtungsstilen „Oriental Red“ oder „Ming Blue“ wählen. Diese Zimmer liegen im 13 und 14 Stock, darüber befinden sich die Executive Zimmer mit Zugang zur in der 18. Etage gelegenen Club Lounge.

Food & Beverage

Das Holiday Inn Golden Mile bietet mehrere hoteleigene Restaurants an, die auch von „Locals“ frequentiert werden.
Zu erwähne ist hier das kantonesische Restaurant Loong Yuen, da im Basement gelegen mittags von 11:00 bis 15:00 Uhr und abends von 18:00 bis 23:00 geöffnet ist und für das Gericht ‚smothered fried rice with fried egg‘ ausgezeichet wurde. Darüber hinaus gibt es hier auch Dim Sum und kantoneische Küche.
Das Bistro on the Mile ist ganztägig von 06:00 bis 01:00 geöffnet und serviert vor allem Buffetgericht, u.a. auch das Frühstücksbuffet. Es befindet sich in der ersten Etage und von einigen Tischen kann man dem Treiben auf der Orchard Road bzw. der Mody Road zuschauen.
Im Osteria Ristorante Italiano wird mittags und abends (sonntags nur Abends) talienische Küche serviert, die Preise sind aber durchaus noch okay. Es befindet sich im Zwischengeschoß und ist wohl auch bei Locals recht beliebt, da gut.
Im Basement befindet sich zudem das Delicatessen Corner, welches geöffnet von 11:30 bis 23:00 Uhr, deutsche und österreichische Gerichte in einer „europäischen Umgebung“ serviert, aber wohl auch als take away.

Die Bar Hari’s on the Mile (benannt nach dem Patriarch der Eigentümerfamilie Dr Hari Harilela) ist abend geöffnet und vor allem Bar, d.h. Getränke, aber auch einige kleine Snacks sind im Angebot.

Das Frühstücksbuffet im „Bistro on the Mile“ ist ein recht umfangreiches internationales Buffet mit einer großen Auswahl an verschiedenen Brotsorten und Brötchen sowie Muffins, Bagels, und Croissant. Aufschnitt und Käse stehen genauso bereit wie Marmelade. Daneben gibt es Lachs und auch warme Gerichte wie Dim Sum, Rührei, Sautiertes Gemüse, fried rice oder fried noodles, gegrillte Würstchen und Pancakes. Wem das noch nicht reicht, kann sich verschiedene Eierspeisen auf Wunsch frisch zubereiten lassen. Tee und Kaffee bringen die Mitarbeiter, verschieden Säfte und auch frisches Obste und Müsli sowie Joghurt runden das reichhaltige Angebot ab. Der Service indes war etwas unaufmerksam und wirkte etwas unkoordiniert. So dauerte es schon einmal etwas, bis benutztes Geschirr abgeräumt wurde, obwohl die Servicekräfte anscheinend nichts zu tun hatten. Aber alles in Allem ein durchaus noch gutes Ergebnis, denn es wurde andererseits auch sehr prompt abgeräumt. Es hing hier wohl durchaus etwas von der Supervisorin ab, die schien klare Anweisungen geben zu müssen. Mit rund 17 EUR (bzw. 22 EUR ohne Discount Voucher) war das Frühstück m.E. angemessen berechnet, konnte man sich doch hier eigentlich für den Rest des Tages satt essen.
Das Ambiente war hell und modern, hier halfen die großen Glasflächen und die helle Farbgebung seit der Renovierung. Die Speisen wurden auch recht gut präsentiert, nur mit dem Nachfüllen kam das Personal nicht immer mit, bemühte sich aber bereits nachzufüllen bevor die angebotenen Gerichte erschöpft waren.

Preise

Hongkong ist leider teuer und Hotels in Hong Kong noch mehr. Ich habe in Hong Kong bei meinen häufigen Besuchen die Preise sehr häufig in beide Richtungen pendeln gesehen. Geht das Holiday Inn in der Low Season im Juli auch schon gelegentlich für rund 100 EUR weg, so gibt es auch Zeiten da ist mehr als das doppelte fällig. In kaum einer anderen Stadt variieren die Preise so sehr wie in Hong Kong. Früh eine flexible günstige Rate zu buchen hilft hier schon mal etwas Adäquates zu sichern und dann regelmäßig zu prüfen. Sind allerdings Messen in der Stadt, ist dann ein ziemlich aussichtloses Unterfangen, denn eine gute Lage hat seinen Preis.

Habe ich im November 2009 für das Intercontinental Grand Stanford inklusive Frühstück und Internet 1600 HKG bezahlt, das Holiday Inn lag damals bei rund 1400 HKG, so rief das Holiday Inn jetzt 2200 HKG auf. So habe ich mir das Hotel zunächst einmal als Award für 25000 Priority Club Punkte gesichert, in der Hoffnung etwas Günstigeres zu bekommen. Leider gelang mir dies nicht wirklich. Unter 1900 HKG war das Holiday Inn während meiner viermonatigen Suche nicht verfügbar. In Anbetracht der Preise des nahen Intercontinental Grand Standford ist das Holiday Inn eher teurer, denn das IC Grand Standford ist häufig billiger oder nur unwesentlich teurer und alles in allem ist es doch das eigentlich schönere Hotel. Wer allerdings mitten drin sein will, der sollte das Holiday Inn nehmen. Da das Hotel aber auch aufgrund vieler Touristen eine hohe Auslastung hat, macht sich dieser leider auch in den hohen Preisen bemerkbar.

Fazit

Das Holiday Inn Golden Mile ist ein solides und etabliertes 4-Sterne-Hotel in zentraler Lage von Kowloon. Das große Plus, neben der Lage des Hotels, sind die großen Zimmer, auch wenn die Einrichtung jegliches lokales Kolorit vermissen läßt. Auch wenn man dem Hotel sein Alter ansieht, so ist es doch in einem insgesamt guten Zustand. Die Ausstattung kann sich sehen lassen und auf Annehmlichkeiten wie Pool oder Fitneßcenter muß man nicht verzichten. Das Personal ist freundlich und hilfsbericht, sieht man von einigen kleineren Ausnahmen einmal ab.
Im Vergleich zu anderen Hotels ist es dabei leider auch teuer und insbesondere wenn ich das Intercontinental Grand Standford zum selben Preis bekommen kann, siehe ich dieses dem Holiday Inn immer vor, Dies liegt aber auch an meiner Präferenz nicht unbedingt mitten an der Nathan Road wohnen zu müssen, sondern eher etwas ruhiger abseits des Geschehens.
Gleichwohl kann ich jedem, der das ultimative Hong Kong Erlebnis will oder nur kurz in der Stadt ist bzw. ein Hotel sucht, das eine gute Verkehrsanbindung an die MRT hat, das Holiday Inn ans Herz legen. Knappe vier Sterne


Bilder

für Holiday Inn Golden Mile, Kowloon
Deluxe Zimmer
Deluxe Zimmer mit Sitzecke
von KlJa KlJa
Deluxe Zimmer

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Kommentare

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  • Gering 29.10.2011 21:53
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • Munzijoy 24.08.2011 13:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • monja43 19.07.2011 13:28
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    gegen Upgrades hatten wir noch selten etwas einzuwenden ;-)

  • cathana 11.07.2011 13:25
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    :)

  • duderally 05.07.2011 02:53
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

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