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Pro tolle Flora, tolle Landschaft
Kontra nichts
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Als unser Schiff in Funchal anlegte, stand für uns fest, dass wir keinen Ausflug buchen wollten, sondern die nähere Umgebung, die Gärtern und Hügel, die Fauna und vor allen die Flora der vor der westafrikanischen Küste und zu Portugal gehörenden Atlantikinsel Madeira, auf eigene Faust entdecken wollten. Unseren Sohn, dem der Spaziergang sicher zu viel und zu langweilig geworden wäre, wussten wir in der Kinderbetreuung, die bei Costa Crochiere, wie schon öfter erwähnt wirklich toll ist, wussten wir gut aufgehoben. Und so machten wir uns, ohne noch immer genau zu wissen, was wir machten wollten, auf , ließen beim vonbordgehen unsere Bordkarte scannen, schließlich muss das Schiff ja wissen, wer nicht an Bord ist und spazierten die Hafenmole entlang Richtung Stadt Funchal. Es war schon um die Mittagszeit, der Himmel war strahlend blau, nur über den Bergen Madeiras hingen ein paar Quellwolken und die Temperatur lag bei um die 25 Grad, ideales Wetter für einen Spaziergang.
Oben am Berg sahen wir das berühmte Reid’s Palace Hotel liegen, wir aber stiegen die Stufen des recht steilen Anstiegs Richtung Casino, welches wir schon vom Schiff aus leuchtend weiß in der Sonne hatten liegen sehen. vorbei am Bright Star Hotel (4 Sterne), welches von außen wirkt, als sei es in die Jahre gekommen, gingen genau zu diesem Bau, den der berühmte Architekt Oscar Niemeyer entworfen hat, der auch die brasilianische Hauptstadt entworfen hat.Bright Star Hotel
Rua Princessa Dona Amélia 25
9000-019 Funchal, Madeira, Portgual
Tel.: +351 291 209550
Fax +351 291 200551
eMail: bright-star@sapo.pt
Rua Imperatritz Amélia
9004-513 Funchal, Madeira, Portgual
Tel.: +351 291 209100
Fax +351 291 232076
eMail: fo.casino@pestana.com
HP www.pestana.com
Dann liefen wir, vorbei an relativ lebhaftem Verkehr weiter Richtung Zentrum. Immer wieder begegneten uns die gelben Linienbusse, die man für relativ wenig Geld nutzen kann, um von einer Sehenswürdigkeit zu anderen zu fahren. Aber würde die Zeit bis zum Auslaufen des Schiffes dafür ausreichen. Welche andere Alternative(n) gab es noch.
Lt. dem Reiseführer von Merian, eine Seilbahn. Da wir so wie schon auf dem zur Teleferico do Funchal waren, gingen wir weiter bis zur Talstation und erkundigten uns, nach den Tarifen. Derer gab es einige, nur Bergfahrt, oder auch wieder mit der Seilbahn ins Tal, ein Kombiticket in Verbindung mit dem Eintritt ind Monte Palace Tropical Garden mit herrlichem Blick auf Stadt, Bucht und Meer, oder ….., was tun?Wir entschieden uns, nur die Bergfahrt zu buchen, was uns 10 Euro pro Person kostete, die Berg- und Talfahrt hätte mit 15 Euro zu Buche geschlagen, denn es sollte noch etwas einmaliges, wohl nur hier zu erlebendes für den Weg ins Tal geben. Falls uns das dann zu teuer, oder zu gewagt sein sollte, hätte es ja noch die Möglichkeit des Fußweges, oder eines erneuten Onewaytickets gegeben.
Die modernen Kabinen fahren in einer Art Endlosscchleife, so dass die Wartezeiten, auch bei größerem Andrag nicht allzu lang sind.Beim Einsteigen wird man fotografiert, das Foto kann man oben angekommen zusammen mit einer CD mit Musica dos Encontros da Eira für 10 Euro erwerben.
Nachdem die Gondel sich mit uns auf den Weg nach oben gemacht hatte und an Höhe gewann, bekamen wir nach und nach einen immer spektakuläreren Blick auf die rechts und links liegenden grün bewachsenen Berge, die Bucht mit unserem im Hafen liegenden Schiff und die Weite des Atlantiks. Unter uns glitten Häuser dahin, über die die Kabine direkt hinwegfuhr, Gärten und Brachgrundstücke, in bzw. auf denen unter anderem Stelitzien, Bananen und andere südliche Pflanzen in üppiger Pracht gediehen.An der Bergstation angekommen, hat man die Möglichkeit einen Souvenirshop zu besuchen, der zu annehmbaren Preisen die üblichen Produkte anbietet, Bücher, Karten, folkloristisches, Weine Tassen (unter anderem Halbtassen; denn nicht jeder kann sich ja nach den Ausgaben für und im Urlaub noch eine ganze erlauben, und vieles mehr.
Die Toilettenanlagen sind sowohl in Bergstation auch in der Talstation in Ordnung.
Öffnungzeiten:
Oben auf einem der Hügel thront das 5 Sterne Hotel „Qunita do Monte Panoramic Garden“, mit Zimmerpreisen zwischen 152 E uro (preiswertester Einzelzimmerpreis) und 368 Euro für die Standart Suite. Für diese Preise (Zimmerpreise inkl. Frühstück und Steuer) bietet das Hotel dann eine Lage oben auf dem Monte, inmitten üppigen Grüns und blühender Pflannzen sowie dem schon erwähnten traumhaften Ausblick.
Caminho de Santo António 52Quasi um die Ecke leigt die Kirche Nossa Senhora do Monte, wo wir dann zum zweiten Mail an diesem Tag mit der KuK Monarchie Österreichs-Ungarns konfrontiert wurden. Denn hier steht nich nur eine Statue des letzten Herrschers, Kaiser Karl, der Seliggesprochene liegt hier, starb im Exil auf Madeira, auch begraben. Zur letzten Ruhe gebettet, liegt er in einem schlichten schwarzen Sarg überragt von einem ebensolchen Kreuz. Die Gruft schmücken Blumen und die Farben Österreichs und Ungarns.
Die Kirche, deren zwei schlanken weißen, braun abgesetzten Türme weithin sichtbar sind, stammt aus dem 18. Jahrhundert und liegt hoch auf dem Monte, wenn auch nicht ganz auf dessen Spitze. Sie ist von oben aus Richtung des Quinta Hotels oder von unter über eine steile Treppe erreichbar.Am Fuß dieser Treppe, die wir nach der Besichtigung der Kirche hinabstiegen, sieht man sie dann stehen, die Korbschlttenfahrer in ihren weißen Hosen, ebensolchen Hemden und den Strohhüten, mit ihren doppelsitzigen Fahrzeugen, welchen einen in einer rasanten, wohl nahezu einmaligen Fahrt auf einer 2 km langen Strecke Richtung Funchal befördern. Seit über 100 Jahren sind diese wohl so nur hier auf Madeira anzutreffenden Schlitten im Einsatz, zu Beginn dem Warentransport dienend, sind sie heute zu einer Touristenattraktion geworden.
Das wäre doch was, eben der andere Weg zurück. Nur was würde es kosten? Eine Tafel gab Auskunft: 15 Euro für eine Person, 20 für deren Zwei und 25 für drei Personen. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber eben etwas ganz Besonderes, wenn ich sogar das Einmalige Erlebnis. So zückte ich mein Portemonnai und kurz saßen wir schon auf den Holzbänken, die mich irgendwie an alte Schulbänke erinnerten; Handtasche und Rucksack im Fußraum verstaut, die Videocamera eingeschaltet, denn schon ging es nach einigen kräftigen Anschüben der Fahrer mit den Füßen los. Rasant, schnell ging es bergab um enge Kurven, vorbei an staundenden Wanderern, mehr oder weniger gelangweilten Einheimischen, um parkende Autos herum, über Kreuzungen (gilt hier eigentlich rechts vor links?), steuerten die beiden Schlittensteurer das Gefährt den Berg hinab, bremsend, ziehend, rasten, schleudernd rasten wir weiter bergab. Geschwindigkeiten von bis zu 48 Stundenkilometer sind hier möglich und das in den engen Gassen, inmitten des wenn auch spärlichen Straßenverkehrs. Nach ca. 10 Minuten geht das Abenteuer zu Ende, noch eine letzte Bremsung und kurz vor einer größeren Kreuzung steht das Gefährt still. Als Erinnerung noch ein Foto mit den beiden Fahrern (müssen die eigentlich eine Prüfung ablegen?) und schon zogen die ohne uns, den Schlitten an einem Seil um die Ecke und wieder den Berg hinauf. Ob hinter einer weiteren Kurve ein LKW oder Eselskarren darauf wartete in wieder zum Ausgangspunkt zu bringen oder ob er beschwerlich händig die steilen Gassen nach oben gezogen werden musste, konnte ich nicht feststellen.Infos:
Sitio da Igeja, Monte, 9050-288 Funchal, Madeira, Portugal
Tel: +351 291 283919
HP www.madeira-web.com/PagesD/monte-toboggan.html
Auf unserem Weg kamen wir durch enge Gassen, vorbei an alten aber auch neueren Häusern in deren Gärten wir wieder die üppige Flora Madeiras bewundern konnten. Der Weg zog sich dann doch länger als gedacht und die Sonne brannte mittlerweile doch ganz schön und so waren wir froh, als wir am Fuß des Hügels ankamen und die Stadt Funchal erreicht hatten.
Wir kauften uns noch an einem Stand frisches Obst, welches wir in einem der Parks auf einer Bank sitzen verzehrten, inmitten von Blumen, Springbrunnen und mit Blick auf den Atlantik. Dann kehrten wir aufs Schiff zurück, wohl wissend, viel erlebt und gesehen zu haben.
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Dana16w 24.09.2011 00:48
medea1978 23.09.2011 21:06
namiti3 21.09.2011 06:54
bh
Leuchttuermin 20.09.2011 12:16
und noch ein Wäschestück wechslet die Leine :)
interessant beschrieben ...! lg detlef