Hofgut Battenberg

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Mit Burgdrachen!

1  30.07.2010 (09.08.2010)

Pro:
Ambiente, Himbeermarmelade .

Kontra:
Kaputte, zusammengewürfelte Möbel, Radiowecker mit falscher Uhrzeit, kein Fernseher u .  v .  a .  m .

Empfehlenswert: Nein 

Sandrine19

Über sich: Ich hätte ja 'mal wieder voll Lust auf ein Treffen ♥

Mitglied seit:20.11.2002

Erfahrungsberichte:32

Vertrauende:60

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 129 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wenn die kleine Schwester heiratet, nimmt man gerne den einen oder anderen Weg auf sich. Sie hatte sich als Location die Burg Battenberg ausgesucht.

Ein bisschen Geschichte

778 n. Chr wird Battenberg zum ersten Mal erwähnt; es zählt zu den ältesten Ansiedlungen in der Pfalz. Im Frühmittelalter ging das Besitztum um Battenberg von karolingischen Gaugrafen in salischen Königsbesitz über. Nachdem es mehrfach als Lehen weitergegeben wurde, gehörte es seit der Teilung des Leininger Hauses (1309) zur Leiningen-Hardenburger Linie, die in dieser Zeit ihren Regierungssitz in der Burg Battenberg hatte. Die Burg wurde 1693 von den Franzosen im Erbfolgekrieg unter Ludwig XIV. endgültig zerstört. Heute befindet sie sich im Besitz der Familie Schraut.

Durch Hörensagen habe ich erfahren, dass Papa Schraut seinem Sohn das Weingut vererbt hat und seiner Tochter die Burg mit Hotel und Burgschenke. Meine Schwester und ich fragten uns, wie wir uns das Erbe geteilt hätten. Was hätte ich lieber gehabt – das Weingut oder die Burg? Ich glaube, die Burg.

Besonderheiten: Die Burg Battenberg ist Bestandteil des „Drei-Burgen-Wanderweges“ (Neuleiningen, Altleiningen, Battenberg). Unbedingt die Absperrungen beachten, da akute Baufälligkeit besteht.
Die Koordinaten

Hofgut Battenberg
67271 Battenberg
Telefon: 06359-2196
Fax: 06359-961005
Internet: www.hofgutbattenberg.de
E-Mail: schraut@hofgutbattenberg.de

Das Hotel hat sieben Doppelzimmer. Da die Party gleich nebenan auf der Burg stattfinden sollte (ca. 300 Meter entfernt), hatte meine Schwester der Familie und den engsten Freunden diese sieben Doppelzimmer reserviert.

Für die anderen Gäste hatte sie in Hotels in der Umgebung Zimmer reserviert.

Am Anfang fühlten wir uns privilegiert, konnten wir doch besoffen oder müde schnell in unsere Betten gelangen. Aber ich sage es schon jetzt: Ich sollte mir wünschen, in einem anderen Hotel ein Zimmer genommen zu haben.
Die Anfahrt

Mit einem Navigationssystem ganz einfach. Auch auf der Internetseite findet sich eine Anfahrtsskizze. Die Landschaft ist wunderschön. Es lohnt sich, zwischendurch mal anzuhalten und ein Fotochen zu machen.

Das Einchecken

Am Telefon wurde uns gesagt, dass das Einchecken erst ab 15 Uhr möglich, das Auschecken bis 11 Uhr erwünscht ist. 15 Uhr finde ich ziemlich spät, zumal wir schon um neun Uhr in Frankfurt gelandet sind. Aber wir waren schön frühstücken und haben hier und da Halt gemacht.

[Kurz zum Hintergrund, warum uns das Einchecken um 15 Uhr zu spät war: Meine Schwester hatte noch ein kleines Highlight für Gäste, die früher angereist waren, organisiert, das ich als Trauzeugin um 14 Uhr leiten musste. Meine Oma und meine Mama wollten daran allerdings nicht teilnehmen und ich sollte sie schon mal am Hotel absetzen (obwohl es noch nicht 15 Uhr war) und sie wollten dort ein Käffchen trinken.]

Kaum bogen wir in die Auffahrt des Hotels ein, kam schon der Burgdrachen (Frau Schraut) hervorgeschossen und rief, dass sie erst um 15 Uhr öffnen. 'Regen Sie sich ab,' dachte ich, 'die wollen noch nicht einchecken, sondern nur einen Kaffee trinken.'

Als ich später gegen 18 Uhr zurückkam, fand ich die Eingangstür verschlossen vor mit einem Zettel, man solle sich den Schlüssel in der Burgschenke abholen. Unglaublich! Erst heißt es: Nach 15 Uhr und wenn es dann deutlich nach 15 Uhr ist, kommt man immer noch nicht rein. Ich war bedient, denn ich musste zur Burgschenke (ca. 300 Meter) rüberlatschen, um einen Schlüssel abzuholen. Dabei schmerzten meine Füße ohne Ende!

Die Zimmer

Hüstl. Für 90 Euro pro Nacht sind die Zimmer mehr als mager.

In unserem Zimmer war schon mal gleich eine Schublade der Kommode kaputt. Die anderen Schubladen musste meine Mama auch erst mal feucht auswischen, damit unsere Sachen nicht verstauben.

Im Kleiderschrank hingen ein paar zusammengewürfelte Bügel. Wahrscheinlich teils als Mitgabe, wenn man in einer Boutique ein Kleidungsstück gekauft hat, teils Bügel, die man von der Reinigung mitbekommt. Wie viel kostet noch mal ein Fünferpack schöne Holzbügel bei IKEA? Ist es so schwer, einheitliche Bügel in einem 90-Euro-Zimmer zur Verfügung zu stellen?

Es gab keinen Fernseher. Großes Manko. Für 90 Euro ist ein Fernseher Standard. Meine Meinung.

Dafür gab es einen Radiowecker, der die falsche Uhrzeit anzeigte. Wenn ich nachts aufwache und auf den Wecker schaue und der zeigt die falsche Uhrzeit an - das gar nicht! Da habe ich mich erst mal hinsetzen und die richtige Zeit einstellen müssen. Ätzend!

Das Bett war okay. Matratze war etwas weich, aber absolut in Ordnung.

Insgesamt wirkte das ganze Zimmer, als sei es mit Möbeln eingerichtet worden, die Bekannte loswerden wollten. So à la: "Ich kaufe mir eine neue Couch, willst du für dein Hotel nicht meine alte haben?" Die Möbel passten untereinander nicht zusammen.

Das gesamte Hotel wirkte so schön mittelalterlich und romantisch. Eine echte Burg halt. Es bricht einem das Herz, dass die Zimmer dann so achtlos eingerichtet sind.

Am Bad gibt’s hingegen nichts zu meckern. Seife, Fön, Handtücher, Toilettenpapier – alles da und schön sauer und hell.

Die kaputte Schublade, die hässlichen Bügel, kein Fernseher – all das ist ärgerlich. Aber am meisten aufgeregt habe ich mich über die falsche Uhrzeit des Radioweckers.

Das Frühstück

Es fing schon am Abend vorher an, kompliziert zu werden. Wir saßen gemütlich in der Burgschenke und fragten den Burgdrachen, der sich dort gerade ebenfalls aufhielt, wann wir am nächsten Tag frühstücken können.

Antwort: "In der Zeit von acht bis zehn."

Die älteren Leute (zum Beispiel meine Oma, meine Mama und die Schwiegereltern) gaben zu verstehen, dass sie dann schon um acht kämen. Wir jüngeren Leute (ich, die Schwester vom Bräutigam und einige Freunde) erklärten, dass wir dann erst halb zehn frühstücken würden.

Nein, das gehe so nicht. Wir müssten schon zur gleichen Zeit kommen. Sonst bekomme sie (ihre Mitarbeiterin) das nicht hin.

Uff, das kann doch nicht wahr sein! Müssen wir jungen Leute jetzt schon mitten in der Nacht aufstehen, um mit den älteren zusammen zu frühstücken, weil die Hotelchefin das so will?

Nun ja, wir konnten die Mütter und Omas auf halb neun herunterhandeln, aber schick fanden wir das nicht.

Am nächsten Morgen fanden wir im Frühstücksraum ein kleines Buffet aufgebaut, an dem es Eier, Brot, Brötchen, Butter, verschiedene Marmeladen, Wurst, Käse, Frischkäse (sehr lecker mit Knoblauch), Honig, Milch, Müsli, Tee, Kaffee, Saft usw. gab.

Ich vermisste schmerzlich Margarine (für die schlanke Linie) und Nutella (um die Margarine wieder auszugleichen). Welches Hotel bietet heutzutage keinen Schokoaufstrich an?

Dafür war die Himbeermarmelade ein Gedicht. Schmeckte wie selbst gemacht. Herrlich!

Aber schlimm war, dass wir (ca. 12 Personen und alle hochzeitstechnisch mit einander verwandt oder befreundet und außerdem die einzigen Gäste) nicht die vier Tische zusammenstellen durften. Ganz ehrlich: Hier kam mir zum ersten Mal der Gedanke: ‚Wie im Osten.’ Und das über 20 Jahre nach dem Mauerfall und außerdem im tiefsten Westen.

Ansonsten

Wir mussten die Hoteleingangstür immer abschließen. Was sollte das denn? Wir planten eine Hochzeit und mussten ziemlich oft zwischen Hotel und Burg hin und her. Ständig musste man daran denken, den Schlüssel mitzunehmen. Oder man war schwer bepackt und hatte keine Hand frei – aber die Tür musste abgeschlossen werden. Das hat sehr genervt.
Das Auschecken und das letzte Frühstück

Wir mussten um elf aus den Zimmern raus sein. Hierzu teilte uns aber der Burgdrachen mit, dass wir dann nicht so spät frühstücken könnten, denn sonst schafft sie (ihre Mitarbeiterin) das ja nicht. Frühstück vorbereiten und danach die Zimmer saubermachen. Hatte sie nur eine Mitarbeiterin?

Mir war inzwischen alles egal. Bloß weg hier.

Wir haben dann schon vor elf ausgecheckt, sind dann aber noch mal rüber zur Burg gegangen, um uns von der Braut usw. zu verabschieden. Es war schon weit nach elf, als wir zurück zum Hotel kamen und vor unserer längeren Autofahrt gerne noch einmal im Hotel auf die Toilette gehen wollten. Wir durften – aber das Bitten und Betteln kostete uns einige Überwindung.

Das Fazit

Die Burg und das Ambiente sind wundervoll, der Service grottenschlecht. Ich empfehle unbedingt, dort zu heiraten. Ich empfehle generell zu heiraten (ich freue mich über jede Einladung). Aber zum Übernachten bitte ein anderes Hotel suchen.
Bilder von Hofgut Battenberg
  • Hofgut Battenberg Burg Battenberg
  • Hofgut Battenberg Landhotel
  • Hofgut Battenberg Unser Zimmer
  • Hofgut Battenberg Unser Zimmer aus der anderen Richtung
Hofgut Battenberg Burg Battenberg
Das ist die Burg. Hier fand die Hochzeit statt. Sehr romantisch.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Fechju2014

Fechju2014

04.05.2014 12:13

Kontaktadresse 06359 961003 Oder Facebook BurgBattenberg

Fechju2014

Fechju2014

04.05.2014 12:11

Der Bericht ist interessant geschrieben und weist manche Wahrheiten auf. Doch nicht alles entspricht der Wahrheit. Der Inhaber des Anwesens hat keine Tochter, sondern Söhne. Das Anwesen wurde im Jahre 2011 vererbt. Seither ist viel geschehen. Das Hotel wurde um drei Zimmer erweitert, alle Zimmer hergerichtet und die Gäste werden von zwei sehr engagierten Damen freundlich und zuvorkommend bedient. Frühstück Um die Gäste optimal zu bewirten, werden Frühstückszeiten vereinbart. Gruppen sitzen gemeinsam an Tischen. Für Gesellschaften werden selbstverständlich Tische zusammengeschoben und sind am Morgen eingedeckt. Am Buffet können sich die Gäste bedienen. Allerdings gibt es kein Nutella, dafür leckere Marmelade, Geflügelwurst, verschiedene Schinkensorten, ganz viel Käse, Obstsalat, Eier etc halt alles was das Herz begehrt. Zimmer Die Zimmer sind individuell eingerichtet. Dabei wurden keine üblichen hoteleinrichtungen gewählt, sondern moderne Möbel mit antiken Elementen geschmackvoll kombiniert. Von den Zimmern aus genießt man einen gigantischen Ausblick in die Rheinebene, in den Pfälzer Wald, auf die Burg Battenberg oder in den schönen historischen Hof. Der Hof Im Rahmen der Hotelerweiterung wurden angrenzende Scheunen und ein alter Stall umgebaut. Hier befindet sich nun das familiengeführte Weingut mit einem schön eingerichteten Weinprobierraum. Die Gäste haben also die Gelegenheit an Weinproben teilzunehmen oder den Abend gesellig im Weinprobierraum zu verbringen. Dies nach Absprache. Burgschenke Die burgschenke befindet sich in der 300 Meter entfernten Burg Battenberg. Dort können Hotelgäste regionale oder auch gut bürgerliche Gerichte speisen. Sie sehen, viele Dinge haben sich verändert und verbessert. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Ihnen unser neues kundenorientiertes Hofgut vorstellen können. Konstruktive Kritiknehmen wir immer gerne auch persönlich entgegen, sodass wir uns immer weiter verbessern können.

mozarteum

mozarteum

09.02.2013 13:34

ein musterbeispiel für das vergraulen von gäste n ... lg detlef :-)

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