Historischer Spaziergang durch Hilden, Hilden

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Historischer Spaziergang durch Hilden

5  23.09.2009

Pro:
Einfach eine schöne Stadt mit sehr schönem Fachwerk

Kontra:
nichts gefunden

Empfehlenswert: Ja 

Zilina

Über sich: Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts weiterzuerzählen. (Marcel Mar...

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Letzte Woche habe ich an einem historischen Spaziergang durch Hilden teilgenommen. Er war von der VHS organisiert und er wurde von dem Herrn Dr. Wolfgang Antweiler geleitet. Er ist der Leiter des Stadtarchives in Hilden und dieser Spaziergang wurde auch in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv organisiert. Herr Antweiler arbeitet seit 20 Jahren beim Stadtarchiv und seit 10 Jahren macht er diese historischen Stadtführungen. Und ich kann sagen, er macht das wirklich sehr gut.

Für diese historische Stadtführung kann man sich online bei der Volkshochschule anmelden, dann wird die Gebühr in Höhe von 5,00 Euro vom Konto abgebucht, man kann aber auch unangemeldet zu dem Stadtrundgang erscheinen und das Geld bei der Führung bezahlen. Bei einer Anmeldung ist man allerdings verpflichtet, die Gebühr zu zahlen, egal ob man letztendlich an dem Spaziergang teilnimmt oder nicht.

Dieser historische Stadtrundgang gehört zum Programm der Heimaterkundungen und dauert eine Stunde und dreißig Minuten. Wir haben uns an der Holzbrücke über die Itter an der Benrather Straße getroffen und von dort aus ging die Führung durch die Hildener Innenstadt. Herr Antweiler hatte es wirklich sehr spannend gemacht und durch sein fundiertes Wissen war es einfach eine große Sache, so viel über Hilden zu erfahren. Unser Weg ging vom Fritz-Gressard-Platz in die Mittelstraße, die Schwanenstraße in der die schönsten erhaltenen Fachwerkhäuser stehen zu dem ältesten Gebäude in Hilden, der Reformationskirche. Diese ist sogar älter als der Kölner Dom, um genau zu sein, 30 Jahre. Hilden hat zwei große Kirchen, neben der Reformationskirche gibt es auch noch die Jacobuskirche. Bei unserer Führung konnten wir beide auch von innen besichtigen. Die Reformationskirche und die ältesten Fachwerkhäuser von Hilden darum herum bilden den Siedlungskern, der teilweise noch erhalten geblieben ist.
Weitere Besichtigungspunkte waren der Alte Markt mit dem normalerweise dort stehenden Denkmal von Wilhelm Fabry, das neue und das alte Rathaus und die Skulpture der eiligen Einkäuferin.

Das Prinzip der Straßen in Hilden ist sehr einfach, außerhalb beginnen die Hausnummern sehr hoch und werden bis ins Zentrum der Stadt immer kleiner.
Es führen sieben Straßen aus Hilden heraus. Sie sind danach benannt in welche Orte sie letztendlich führen. Es sind die folgenden:

Die Walder Straße
Die Gerresheimer Straße
Die Hochdaler Straße
Die Elberfelder Straße
Die Richrather Straße
Die Benrather Straße
Die Eller Straße

Die Walder Straße führt über Solingen Ohligs nach Solingen Wald. Die Richrather Straße geht direkt nach Langenfeld Richrath. Die Elberfelder Straße
Bilder von Historischer Spaziergang durch Hilden, Hilden
  • Historischer Spaziergang durch Hilden, Hilden Reformationskirche Hilden
  • Historischer Spaziergang durch Hilden, Hilden Marktplatz Hilden
  • Historischer Spaziergang durch Hilden, Hilden Historischer Marktplatz Hilden
  • Historischer Spaziergang durch Hilden, Hilden Historischer Stadtkern Hilden
Historischer Spaziergang durch Hilden, Hilden Reformationskirche Hilden
Reformationskirche Hilden
führt über Haan nach Wuppertal Vohwinkel und letztendlich nach Wuppertal Elberfeld. Die Benrather Straße führt nach Düsseldorf Benrath und die Gerresheimer Straße über Unterfeldhaus nach Düsseldorf Gerresheim. Alles ist ziemlich einfach und logisch denn die Hochdaler Straße führt nach Hochdal und die letzte Zufahrtsstraße ist die Eller Straße, diese führt über Hassels nach Düsseldorf Eller.


Die Mittelstraße war früher die Hauptverkehrsstraße durch Hilden hindurch und hier wickelte sich alles ab. Es fuhren die Straßenbahnen, die Autos, Busse, Motorräder und die Fußgänger kamen auch noch dazu. Das störte die Hildener ziemlich sehr und so wurde eine Umgehungsstraße gebaut und heute ist die Mittelstraße eine reine Fußgängerzone. Vor dem Bau der Umgehungsstraße stand die Apfelbaumstraße als oberste im Verzeichnis des Hildener Stadtplans. Heute ist sie komplett daraus verschwunden.

Hilden gehört zu dem Kreis Mettmann und liegt in Nordrhein Westfalen. Es hat etwa 57.000 Einwohner und ist eine der dicht besiedelsten Städte. Die Stadt liegt 10 Kilometer von Solingen und 15 Kilometer von der Landeshauptstadt Düsseldorf entfernt.

Hilden hat eine Städtepartnerschaft mit Novè Mesto nad Metuji in Tschechien und mit Warrington in England. Bezeichnend dazu gibt es in Hilden den Novè Mestro Platz und den Warrington Platz.

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Geschichte der Stadt
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-Die erste urkundliche Erwähnung fand Hilden im Jahr 985 als Dorf, das zum Gebiet des Erzbistums Köln gehörte
-Entlang der Itter, die durch Hilden fließt, siedelten sich schon sehr früh Betriebe der Textilindustrie an.
-Später folgten Lederindustrie und metallverarbeitende Betriebe.
-Der Aufschwung führte dazu, dass Hilden bereits 1861 Stadtrechte erlangte
-Es folgten der Bau von Straßenbahnlinien.
-Von Bombenangriffen aus dem zweiten Weltkrieg blieb Hilden relativ verschont.

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Das Stadtwappen
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Das Stadtwappen wurde als Allegorie auf die Hildener Geschichte entworfen. Die befestigten Türme auf der Wappenkrone symbolisieren die Herrschaft der Kölner Erzbischöfe (anderen Quellen zufolge weisen sie auf die Stadtrechte hin). Der rote Zinnenbalken erinnert an die Grafen von Berg, während im unteren Segment ein silbernes Band die Itter darstellt. Zu der Zeit, als Hilden das Wappen erhielt, war die Wirtschaft zu etwa gleichen Teilen von Landwirtschaft und Industrie geprägt, was durch eine Sichel und ein Zahnrad zu beiden Seiten des Flusses verdeutlicht werden sollte.

(Quellen: Wikipedia und Stadtarchiv)


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Sehenswürdigkeiten in Hilden
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- Die Reformationskirche aus dem 13. Jahrhundert
- Die Fachwerkhäuser aus dem 16. und 18. Jahrhundert
- Der Marktplatz
- Die Mittelstraße, durch die einst die Straßenbahn fuhr
- Das Rathaus
- Die katholische Kirche St. Jakobus
- Das Wilhelm Fabry Museum neben der historischen Kornbrennerei
- Die Skulpture „Die eilige Einkäuferin“ in der Mittelstraße


Die „Eilige Einkäuferin“ ist eine sehr schöne Skulpture aus Bronze, die in der Mittelstraße zu finden ist. Erkennungszeichen sind die drei Beine und die Einkaufstasche. Als es noch möglich war, durch die Mittelstraße zu fahren, wurde sie sehr oft beschädigt und musste mehrere Male wieder hergestellt werden. Um dies zu vermeiden, wurden um sie herum sechs große Steine gemauert und nun wird sie wohl heil bleiben. Sie ist sehr schön anzusehen, aber hätte ich den historischen Stadtrundgang nicht mitgemacht, dann hätte ich sie nie bemerkt.

Von der Fußgängerzone aus ist es nicht sichtbar aber wer von hinten an die Jacobikirche herantritt wird feststellen, dass diese abgetragen wurde und mit einem neuen Oberbau versehen wurde. Aus den alten Steinen wurde das jetzige Pfarrhaus gebaut in dem heute der Pfarrer selbst wohnt.

Normalerweise gehe ich immer nur zum Einkaufen nach Hilden und dementsprechend reicht mein Blickwinkel auch nur bis zu den Schaufenstern der Häuser in der Fußgängerzone. So habe ich überhaupt nicht bemerkt welch schöne Giebel es an den Häusern gibt und wie schön das neu fertiggestellte Rathaus jetzt aussieht.

Grundsätzlich gibt es in Hilden einen Stilmix, was die Bauten angeht. Neubau steht neben Fachwerk und irgendwie sieht es trotzdem ganz gut aus.

Es gibt in Hilden auch einige Stolpersteine. Dies sind Gedächtnissteine für die Opfer des Nationalsozialismus. Wer sich für dieses Thema interessiert, kann hierzu einen gesonderten historischen Stadtrundgang tun, dieser findet auch unter der Leitung von Herrn Dr. Wolfgang Antweiler statt. Diese Gedenktafeln haben eine Kantenlänge von etwa 10 cm, sind aus Messing und wurden dort in die Gehwege eingelassen, wo die Opfer ihren letzten selbstgewählten Wohnort hatten. Ich muss gestehen, dass ich sie vor dem historischen Stadtrundgang nie bemerkt habe, allerdings wusste ich nicht das es diese in Hilden gibt. Sie befinden sich auf den Benrather Straße, Berliner Straße, Fritz Gressard-Platz, auf der Gerresheimer Straße und mehrere auf der Mittelstraße. Dort eingefasst stehen die Namen, das Geburtsdatum und das Datum der Ermordung mit dem jeweiligen Ort. Jeder Stein erzählt ein trauriges Schicksal und es gibt in Hilden 23 Steine gegen das Vergessen.

Bei dem Bau der Umgehungsstraße wurde das Schwanenhaus einmal komplett abgebaut, alles ordnungsgemäß fotografiert und nun steht es genau wie es vorher war in dem Rundkreis um die Reformationskirche.

Die wohl berühmteste Persönlichkeit in Hilden war der Arzt Wilhelm Fabry, der von 1560 bis 1634 lebte und dem auf dem Markt ein Denkmal gewidmet wurde. Momentan befindet es sich nicht dort, an der Stelle wo es sonst steht hängt lediglich ein Zettel mit den Worten: „Ich bin dann mal weg“. Denn, das Denkmal bekommt derzeit anlässlich zur 450 Jahrfeier einen neuen Sockel.

Die Fernsehmoderatorin Aleksandra Bechtel und der Schauspieler Andreas Jancke sind auch aus Hilden.

Ein weiteres Highlight ist das „Hildener Weihnachtshaus“. Es ist das Eigenheim eines ortsansässigen Unternehmers, das zur Weihnachtszeit sehr aufwendig mit einer Lichtinstallation im amerikanischen Stil geschmückt wird. Es zieht hunderte von Besuchern von auswärts an.

In Hilden wird auch viel gefeiert und es gibt sehr viele regelmäßige Veranstaltungen:
- Der Rosenmontagszug
- Die Hildener Jazztage im Mai
- Der Hildener Künstlermarkt im Juni
- Das Schützenfest im Juni
- Flugplatzfete im September
- Herbstkirmis und Itterfest im Oktober
- UNICEF Gala im Dezember
- Der Weihnachtsmarkt


Hilden ist zum Einkaufen ein wahres Paradies. Die Fußgängerzone ist super schön geworden und es gibt auch zwei überdachte Einkaufspassagen. Es macht nicht nur Spaß hier einzukaufen es gibt auch sehr viele Cafes, Bistros und Restaurants in denen man sich ein wenig erholen kann. Sehr schön finde ich auch die Restaurants am Markt, ich denke hier war ich schon in jedem und es ist einfach sehr angenehm, dort zu sitzen.

Parkmöglichkeiten gibt es in Hilden auch ausreichend, es gibt einige Parkhäuser und sehr viele kleinere Parkplätze. Samstag Mittags ist es allerdings ein echtes Kunststück hier einen Parkplatz zu bekommen.

Die vielen Geschäfte die es in Hilden gibt haben von Montag bis Freitag bis 19.00 Uhr geöffnet und Samstags bis 18.00 Uhr. Da gibt es beispielsweise Aha, BIBA, Böhmer Schuhe, C&A, Deichmann, Douglas, Ernsting`s Family, Esprit, H&M, Madonna, New Yorker, P&C, Orsay, Penny, Rewe, s. Oliver, Strauss, Tschibo, Thalia Bücher Vero Moda und Weltbild Plus. Ich finde die Auswahl und das Angebot sehr gut.

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Mein Fazit
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Das war mal ein historischer Stadtrundgang, der sich wirklich gelohnt hat. Ich wusste nicht wirklich, dass es über Hilden so viel zu berichten gibt. Es ist eine sehr schöne und faszinierende Stadt. Nun weiß ich einiges mehr. Hilden kann ich als Stadt und als Einkaufsmeile gern weiterempfehlen, ein Besuch lohnt sich und die Sehenswürdigkeiten können sich auch sehen lassen. Die historischen Stadtrundgänge finden mehrere Male im Jahr statt und die genauen Daten können bei der Volkshochschule Haan Hilden erfragt werden. Von mir bekommt die Stadt die höchste Bewertung.

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren. Liebe Grüße, Zilina.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
quacky4321

quacky4321

13.01.2014 20:33

prima.lg

esposa1969

esposa1969

10.02.2012 05:45

bh da

esposa1969

esposa1969

08.02.2012 20:31

bh folgt

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