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Pro Hervorragende Einheit chinesischer Architektur und Esskultur
Kontra Der Himmel ist weit entfernt von meinem Zuhause
Detailbewertung
| Essen & Trinken | |
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| Preis-/Leistungsverhältnis | |
| Atmosphäre | |
| Service | |
| Anbindung | |
| Auswahl |
In meiner Visitenkarte habe ich offenbart, dass ich gern in einer gepflegten Gaststätte mit angenehmer Atmosphäre speise.
Ein Überfliegen des Fragebogens zu Restaurants war Anlass, meinen etwas überalterten Bericht zu meinem Spitzenreiter zu aktualisieren. Es handelt sich dabei eindeutig um das chinesische Spezialitätenrestaurant Himmelspagode am Stadtrand von Berlin.Schon die Anfahrt ist recht angenehm, denn die Straße ist fast durchgängig mehrspurig und trotz einiger Ampeln und Kreisverkehre stauarm.
Auch für das Auge ist die Tour abwechslungsreich. Während am Ende der Roednerallee (B96) rechter Hand kleinere Häuser und Gärten liegen, ragen unmittelbar dahinter die beeindruckenden Hochhäuser des Märkischen Viertels in den Himmel.Ehe einige Kilometer weiter ein kleines Waldgebiet (Forst Frohnau) durchfahren wird, lohnt evtl. ein Stopp an der Einkaufsmeile Zabel-Krüger-Damm (ZKD), um in den vielen Geschäften zu stöbern oder notwendige Artikel zu erwerben.
Wenn ihr die Brücke über die Eisenbahnstrecke passiert habt, heißt es: Augen auf und verwundert Staunen, denn die beeindruckende Pagode liegt unmittelbar vor euch.Wer sein Fahrzeug lieber im „Stall“ lassen möchte oder über keinen fahrbaren Untersatz verfügt, kann das Ziel mit der S-Bahn in Richtung Oranienburg (Bahnstation Hohen Neuendorf) bequem und vielleicht sicherer erreichen. Er läuft zumindest nicht Gefahr, von einem der zahlreichen „Starenkästen“ oder dem fahrenden Personal der Ordnungshüter geblitzt zu werden (besonders Roednerallee!!!).
Zumindest jetzt wird das Besondere der chinesischen Kultur, die stark auf Symbolik fußt, deutlich. Im alten China glaubte man, der Himmel sei rund und die Erde viereckig.
Die drei übereinander liegenden geschichteten Dächer verjüngen sich nach oben, so dass das Ganze die Form eines Schirmes annimmt. Die Errichtung auf einer kleinen Anhöhe vervielfacht den schon vorhandenen imposanten Eindruck dieses Gebäudes.In 14 Monaten wurde der prächtige Bau mit überwiegend aus China angelieferten Materialien errichtet. Die Pagode besticht nicht nur durch die Größe, sondern auch durch die meisterhafte Architektur bis ins Detail.
Fast alle Elemente sind in den bevorzugten Farben der chinesischen Kaiser gehalten. Das Dach wurde mit goldfarbenen Ziegeln gedeckt. Die Fenster und Türen in der chinesischen Glücksfarbe (grün) versprechen ewigen Erfolg. Die roten Säulen verheißen Glück. Weiße und beige Geländer begrenzen nicht nur breite Treppen, sondern gliedern etagenartig sowohl den Hügel als auch das Gebäude. Unzählige Skulpturen in diesen Farben zeugen vom reinen Gewissen. Zwei weiße steinerne Löwen als Symbole für Wohlstand und Glück vor dem Eingangsportal heben sich dabei deutlich ab.Im 1. Obergeschoss, dem Kaisersaal, lässt es sich köstlich speisen. Hier können zugleich 300 Personen versorgt werden. Der Raum ist in einzelne Bereiche gegliedert. An den großen Rundtischen mit drehbarem Mittelteil finden bis zu 10 Personen Platz. Wir bevorzugen überwiegend einen der eckigen Tische für 4 Gäste in separaten Nischen..
Das 2. Obergeschoss, der Pekingsaal, bietet Platz für 100 Personen. Hier wird an Tafeln in unterschiedlicher Stellform für größere Gruppen oder Feiern serviert.Im 3. Obergeschoß, dem Himmelsaal, befindet sich eine Bar. Auf Grund der stilvollen und kostbaren Einrichtung wird sie auch für kleine Empfänge genutzt. Für uns bildet sie als Abrundung und Abschluss eines köstlichen Mahls einen Heimwegflüsterer.
Von den beiden unteren Räumen kann man ins Freie treten und sich auf der um die Pagode erstreckenden Terrasse die Beine vertreten oder den Aufenthalt an der frischen Luft genießen.In allen Etagen unterstützen u. a. handgefertigte Steinfiguren und Drachensäulen die Brillanz der Räume. Übergroße Kronleuchter hängen vom „Himmel“ bis zum Kaisersaal.
Das scheinbar für chinesische Restaurants unentbehrliche Aquarium wird in der Pagode durch einen großzügigen Zierfischteich mit Koi-Karpfen und Wasserschildkröten in einerIm Vorbeigehen fällt mir auf, dass im Eingangsbereich auf einem Monitor alle Tische des Saales verzeichnet sind und jede Belegung markiert wird.
Am Tisch stellt sich der Engel als Essenkellner vor. Gleich darauf heißt euch auch der Getränkekellner willkommen. Beide tragen traditionelle Kostüme. Neben dieser Kleidung unterstützen chinesische Weisen in dezenter Lautstärke die freudvolle Stimmung.Die vollständige Speisekarte ermöglicht eine Wahl aus mehreren hundert Gerichten. Allein der mir vorliegende kleine Auszug enthält ca. 100 Köstlichkeiten. Das beginnt mit preiswerten Tagesgerichten und geht über vegetarische Speisen (beispielsweise aus Sojabohnen hergestellte Ente) sowie kleinen köstlichen Happen (Dim Sum) bis zu 12 verschiedenen Sushi.
Auffällig ist, dass nicht nur an Genuss für Zunge und Gaumen, sondern auch an die Gesundheit gedacht wird. So enthalten viele Gerichte z. B. Soja (gut für die Verdauung), Ingwer (Blutreinigung), Lotoskerne (Nervenberuhigung).Der Gast kann selbstverständlich die bekannte und beliebte Wan-Tan-Suppe oder die Ente Kanton wählen, aber auch ausgefallene Delikatessen (!!??!!), von denen er bestenfalls mal gehört hat (z.B. als Vorspeise Hühnerfüße mit Kräutern oder Qualle mit Gurken).
Die Angaben zu den Gerichten erfolgen in chinesischer Sprache und darunter in Deutsch. Die wortgetreue Übersetzung bringt folglich Speisen wie „Huhn auf dem Scheiterhaufen“ oder „Himmlischer Frieden“ hervor.Der Preis liegt bei diesem Ambiente für die Speisen nur gering über dem in anderen mir bekannten chinesischen Spezialitätenrestaurants, bei den Getränken sogar darunter.
Für drei Personen habe ich beim letzten Besuch für jeweils zwei Gänge einschließlich zweier Getränke 48,60 Euro bezahlt.
Zu den Hauptmahlzeiten werden auch Festpreisbuffets (ca. 10 €) bereitgehalten. Für mich ist nur aus der Pagode bekannt, dass sich am Wochenende der Preis für das Buffet nach den Stunden des Aufenthaltes richtet, wobei 2 Stunden als Mindestaufenthalt eingelistet sind.
Auf Kosten des Hauses wird jeder Aufenthalt mit einem chinesischen Glückskeks eingeleitet und einem Gläschen Pflaumenwein abgeschlossen. Stoffservietten sehe ich für ein derartiges Restaurant als selbstverständlich an, aber bereitgehaltene feuchtwarme Tücher zum Säubern der Hände hat man mir bisher nur in diesem Restaurant mehrfach gereicht.
Nicht selten finden in der Himmelspagode besondere Veranstaltungen statt. So wird beispielsweise der Himmelssaal als Trauzimmer genutzt.
Schriftlich könnt ihr euch an das Restaurant unter der Adresse Oranienburger Str. 3 in 16540 in Hohen Neuendorf wenden.Um dem Gast die Anreise zu erleichtern, lassen sich der Routenplaner www.map24.de sowie die S-Bahnverbindungen von www.fahrinfo-berlin.de aufrufen.
Beim Nutzen der Restaurantseite habe ich mich daran gewöhnt, dass ich mit mitteleuropäischer Ungeduld auch nicht schneller ans Ziel komme als mit fernasiatischem Gleichmut.
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SiggiWidder 16.02.2012 15:03
agynessa 12.02.2012 08:54
Sehr informativer Bericht, welcher wirklich alles beinhaltet. lg agynessa
christianpirker 27.01.2012 10:24
Toller Bericht!
Klopsie 02.01.2012 19:55
Gut, daß ich heute noch "BHs" habe, denn hier muss auch eins hin ! ----- Maria ----