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Erfahrungsbericht

für Himmels Pagode, Berlin
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5 Sterne Ich war im 7. Himmel Bericht mit Bildern
135 von 135 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Hervorragende Einheit chinesischer Architektur und Esskultur

Kontra Der Himmel ist weit entfernt von meinem Zuhause

Detailbewertung

Essen & Trinken
Preis-/Leistungsverhältnis
Atmosphäre
Service
Anbindung
Auswahl

Der Autor

elguwi Seit 24 Dez 2003

J.W. von Goethe. "Pfingsten, das liebliche Fest war gekommen." ------- Die ersten eigenen... mehr

81 Mitglieder vertrauen mir

In meiner Visitenkarte habe ich offenbart, dass ich gern in einer gepflegten Gaststätte mit angenehmer Atmosphäre speise.

Ein Überfliegen des Fragebogens zu Restaurants war Anlass, meinen etwas überalterten Bericht zu meinem Spitzenreiter zu aktualisieren. Es handelt sich dabei eindeutig um das chinesische Spezialitätenrestaurant Himmelspagode am Stadtrand von Berlin.
Wie kommt ihr da hin?

Mit dem Auto fahrt ihr von der Innenstadt Berlins ständig auf der B 96 ca. 15 km bis direkt zum geräumigen Parkplatz der Gaststätte.

Schon die Anfahrt ist recht angenehm, denn die Straße ist fast durchgängig mehrspurig und trotz einiger Ampeln und Kreisverkehre stauarm.

Auch für das Auge ist die Tour abwechslungsreich. Während am Ende der Roednerallee (B96) rechter Hand kleinere Häuser und Gärten liegen, ragen unmittelbar dahinter die beeindruckenden Hochhäuser des Märkischen Viertels in den Himmel.

Ehe einige Kilometer weiter ein kleines Waldgebiet (Forst Frohnau) durchfahren wird, lohnt evtl. ein Stopp an der Einkaufsmeile Zabel-Krüger-Damm (ZKD), um in den vielen Geschäften zu stöbern oder notwendige Artikel zu erwerben.

Wenn ihr die Brücke über die Eisenbahnstrecke passiert habt, heißt es: Augen auf und verwundert Staunen, denn die beeindruckende Pagode liegt unmittelbar vor euch.

Wer sein Fahrzeug lieber im „Stall“ lassen möchte oder über keinen fahrbaren Untersatz verfügt, kann das Ziel mit der S-Bahn in Richtung Oranienburg (Bahnstation Hohen Neuendorf) bequem und vielleicht sicherer erreichen. Er läuft zumindest nicht Gefahr, von einem der zahlreichen „Starenkästen“ oder dem fahrenden Personal der Ordnungshüter geblitzt zu werden (besonders Roednerallee!!!).

Der Vorhof zum Himmel

Bereits die Annäherung an das Restaurant ist eine Freude für die Augen. Der Name für die Gaststätte lässt zwar etwas Besonderes erwarten, aber ich kenne auch „Braune Hirschen“ oder „Weiße Schwäne“, an denen schon seit ewigen Zeiten keine Tiere vorbeigelaufen sind.
Die Himmelspagode übertrifft schon hier alle Erwartungen (Später erfahre ich, dass sie ihr Vorbild in dem 1416 errichteten Himmelstempel von Peking hat.).

Das Restaurant liegt abseits von weiteren Bauten auf einem großen Areal. In einer natürlichen Senke wurde ein sanft ansteigender Hügel aufgeworfen und mit gepflegtem Rasen begrünt. Auf der Erhebung steht das kreisförmige Gebäude auf einer quadratischen Plattform.

Zumindest jetzt wird das Besondere der chinesischen Kultur, die stark auf Symbolik fußt, deutlich. Im alten China glaubte man, der Himmel sei rund und die Erde viereckig.

Die drei übereinander liegenden geschichteten Dächer verjüngen sich nach oben, so dass das Ganze die Form eines Schirmes annimmt. Die Errichtung auf einer kleinen Anhöhe vervielfacht den schon vorhandenen imposanten Eindruck dieses Gebäudes.

In 14 Monaten wurde der prächtige Bau mit überwiegend aus China angelieferten Materialien errichtet. Die Pagode besticht nicht nur durch die Größe, sondern auch durch die meisterhafte Architektur bis ins Detail.

Fast alle Elemente sind in den bevorzugten Farben der chinesischen Kaiser gehalten. Das Dach wurde mit goldfarbenen Ziegeln gedeckt. Die Fenster und Türen in der chinesischen Glücksfarbe (grün) versprechen ewigen Erfolg. Die roten Säulen verheißen Glück. Weiße und beige Geländer begrenzen nicht nur breite Treppen, sondern gliedern etagenartig sowohl den Hügel als auch das Gebäude. Unzählige Skulpturen in diesen Farben zeugen vom reinen Gewissen. Zwei weiße steinerne Löwen als Symbole für Wohlstand und Glück vor dem Eingangsportal heben sich dabei deutlich ab.
Ich bin schon drin

Die Erwartungen, die das Äußere nährt, werden im Inneren noch bei weitem übertroffen. Die Gäste finden in 3 Etagen Platz.

Im 1. Obergeschoss, dem Kaisersaal, lässt es sich köstlich speisen. Hier können zugleich 300 Personen versorgt werden. Der Raum ist in einzelne Bereiche gegliedert. An den großen Rundtischen mit drehbarem Mittelteil finden bis zu 10 Personen Platz. Wir bevorzugen überwiegend einen der eckigen Tische für 4 Gäste in separaten Nischen..

Das 2. Obergeschoss, der Pekingsaal, bietet Platz für 100 Personen. Hier wird an Tafeln in unterschiedlicher Stellform für größere Gruppen oder Feiern serviert.

Im 3. Obergeschoß, dem Himmelsaal, befindet sich eine Bar. Auf Grund der stilvollen und kostbaren Einrichtung wird sie auch für kleine Empfänge genutzt. Für uns bildet sie als Abrundung und Abschluss eines köstlichen Mahls einen Heimwegflüsterer.

Von den beiden unteren Räumen kann man ins Freie treten und sich auf der um die Pagode erstreckenden Terrasse die Beine vertreten oder den Aufenthalt an der frischen Luft genießen.

In allen Etagen unterstützen u. a. handgefertigte Steinfiguren und Drachensäulen die Brillanz der Räume. Übergroße Kronleuchter hängen vom „Himmel“ bis zum Kaisersaal.

Das scheinbar für chinesische Restaurants unentbehrliche Aquarium wird in der Pagode durch einen großzügigen Zierfischteich mit Koi-Karpfen und Wasserschildkröten in einer
natürlichen Landschaft aufgewertet.
Die fleißigen „Engel“ der Himmelspagode

Wenn ihr das Restaurant betreten und der in Gold gehaltenen Buddha-Statue den Bauch gestreichelt habt, um Glück und Gesundheit zu erlangen, werdet ihr höflich begrüßt und nach den Wünschen gefragt. Kaum ist die Verständigung beendet, nähert sich wie auf ein geheimes Zeichen ein Engel aus dem euch zugesprochenen Revier und geleitet euch an den Platz.

Breite Gänge (wie auch ein geräumiger lautloser Fahrstuhl) gestatten auch Behinderten einen angenehmen Aufenthalt in der Himmelspagode.

Im Vorbeigehen fällt mir auf, dass im Eingangsbereich auf einem Monitor alle Tische des Saales verzeichnet sind und jede Belegung markiert wird.

Am Tisch stellt sich der Engel als Essenkellner vor. Gleich darauf heißt euch auch der Getränkekellner willkommen. Beide tragen traditionelle Kostüme. Neben dieser Kleidung unterstützen chinesische Weisen in dezenter Lautstärke die freudvolle Stimmung.
Die Himmelsgerichte

Die Pagode bringt euch nicht nur die traditionelle Architektur, sondern auch die Esskultur Chinas näher. In das schon umfangreiche Angebot wurden einige Spezialitäten aus anderen Regionen Ost- und Südostasiens zusätzlich aufgenommen.

Die vollständige Speisekarte ermöglicht eine Wahl aus mehreren hundert Gerichten. Allein der mir vorliegende kleine Auszug enthält ca. 100 Köstlichkeiten. Das beginnt mit preiswerten Tagesgerichten und geht über vegetarische Speisen (beispielsweise aus Sojabohnen hergestellte Ente) sowie kleinen köstlichen Happen (Dim Sum) bis zu 12 verschiedenen Sushi.

Auffällig ist, dass nicht nur an Genuss für Zunge und Gaumen, sondern auch an die Gesundheit gedacht wird. So enthalten viele Gerichte z. B. Soja (gut für die Verdauung), Ingwer (Blutreinigung), Lotoskerne (Nervenberuhigung).

Der Gast kann selbstverständlich die bekannte und beliebte Wan-Tan-Suppe oder die Ente Kanton wählen, aber auch ausgefallene Delikatessen (!!??!!), von denen er bestenfalls mal gehört hat (z.B. als Vorspeise Hühnerfüße mit Kräutern oder Qualle mit Gurken).

Die Angaben zu den Gerichten erfolgen in chinesischer Sprache und darunter in Deutsch. Die wortgetreue Übersetzung bringt folglich Speisen wie „Huhn auf dem Scheiterhaufen“ oder „Himmlischer Frieden“ hervor.
Für uns hilfreich wird in wenigen Worten die Zusammenstellung jedes Gerichtes erläutert und mitunter auch ein Hinweis auf die Geschmacksrichtung gegeben.

Der Preis liegt bei diesem Ambiente für die Speisen nur gering über dem in anderen mir bekannten chinesischen Spezialitätenrestaurants, bei den Getränken sogar darunter.
Für drei Personen habe ich beim letzten Besuch für jeweils zwei Gänge einschließlich zweier Getränke 48,60 Euro bezahlt.
Zu den Hauptmahlzeiten werden auch Festpreisbuffets (ca. 10 €) bereitgehalten. Für mich ist nur aus der Pagode bekannt, dass sich am Wochenende der Preis für das Buffet nach den Stunden des Aufenthaltes richtet, wobei 2 Stunden als Mindestaufenthalt eingelistet sind.

Selbstverständlich werden alle Gerichte frisch zubereitet. Schriftlich wird zugesichert, dass auf künstliche Zusatzstoffe wie Konservierungs- und Farbstoffe sowie Geschmacksverstärker verzichtet wird. Das halte ich für mich, der z.B. Glutamat schlecht verträgt und möglichst vermeidet, für sehr wichtig, ist aber für alle Gesundheitsbewussten, zumindest die Allergiker beachtenswert.

Auf Kosten des Hauses wird jeder Aufenthalt mit einem chinesischen Glückskeks eingeleitet und einem Gläschen Pflaumenwein abgeschlossen. Stoffservietten sehe ich für ein derartiges Restaurant als selbstverständlich an, aber bereitgehaltene feuchtwarme Tücher zum Säubern der Hände hat man mir bisher nur in diesem Restaurant mehrfach gereicht.

Der heiße Draht zum Himmel

Wenn ihr wie der Kaiser von China in dieser fernöstlichen Pagode speisen wollt, ist eine Tischbestellung ratsam. Die Telefonnummer lautet 03303/2127-0. Da die Pagode zwar unmittelbar an Berlin grenzt, aber zu Hohen Neuendorf gehört, muss auch in Berlin die Vorwahl benutzt werden.

Die reguläre Öffnungszeit geht von 12.00 bis 24.00 Uhr, kann bei größeren Vorhaben auch individuell abgeändert werden.

Nicht selten finden in der Himmelspagode besondere Veranstaltungen statt. So wird beispielsweise der Himmelssaal als Trauzimmer genutzt.

Schriftlich könnt ihr euch an das Restaurant unter der Adresse Oranienburger Str. 3 in 16540 in Hohen Neuendorf wenden.
Himmlisches im Netz

Wer sich schon vorher Appetit holen will, sollte dafür die Seiten von www.himmelspagode.de nutzen. Die Navigation finde ich bei der Vielzahl der Informationen und der nur kümmerlichen Kenntnisse über chinesisch gehaltene Zeichen zwar etwas beschwerlich, aber äußerst informativ.
So kann ich mich z. B. über die Speisekarte oder die Kontaktdaten des Restaurants informieren und auch ausdrucken.
Besonders ansprechend finde ich die Möglichkeit, mittels „Postkarte“ mit Fotos von der Pagode Grüße bzw. Informationen per E-Mail zu verschicken oder durch Ausfüllen eines konkreten Formulars eine detaillierte Tischbestellung über Internet vorzunehmen.

Um dem Gast die Anreise zu erleichtern, lassen sich der Routenplaner www.map24.de sowie die S-Bahnverbindungen von www.fahrinfo-berlin.de aufrufen.
Beim Nutzen der Restaurantseite habe ich mich daran gewöhnt, dass ich mit mitteleuropäischer Ungeduld auch nicht schneller ans Ziel komme als mit fernasiatischem Gleichmut.

Sehen wir uns dort?

Da ich kein Berliner bin, ist mir ein Besuch der Himmelspagode nur selten möglich.
Ich bin jedoch von den Augen- und Gaumenfreuden so beeindruckt, dass spätestens für den Monat Oktober ein nächster Aufenthalt vorgesehen ist.

Das Spezialitätenrestaurant erhält vom mir ohne jede Einschränkung 5 Sterne. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen.

Bilder

für Himmels Pagode, Berlin
Himmelspagode 1
Wem soll ich diese Karte schicken?
von elguwi elguwi
Himmelspagode 1

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Kommentare

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  • meinemiamaria 17.02.2012 17:57
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Gut, daß ich heute noch "BHs" habe, denn hier muss auch eins hin ! ----- Maria ----

  • SiggiWidder 16.02.2012 15:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • agynessa 12.02.2012 08:54
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Sehr informativer Bericht, welcher wirklich alles beinhaltet. lg agynessa

  • christianpirker 27.01.2012 10:24
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Toller Bericht!

  • Klopsie 02.01.2012 19:55
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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