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Erfahrungsbericht

für Hilton San Francisco Airport, Burlingame
3 Sterne Airport Hotel mit Stärken und Schwächen Bericht mit Bildern
76 von 76 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Zimmer renoviert, gute Lounge, gute Verkehrsanbindung, gute Statusakzeptanz

Kontra schwacher Service, kleines Gym und kleiner Pool

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

KlJa Seit 23 Jul 2001

"For my part, I travel not to go anywhere, but to go. I travel for travel’s sake. The great... mehr

30 Mitglieder vertrauen mir

Da mein Flug recht früh von San Francisco abflog und ich mir die morgendliche Anreise mit dem Auto bzw. der BART zum Flughafen ersparen wollte, sollte die letzte Nacht in der Nähe des Flughafen verbracht werden. In Anbetracht eine ausgesprochen günstigen vorausbezahlten Raten im Hilton von 99 USD, die damit noch unter denen der niedriger positionierten Hotels wie dem Hampton Inn oder dem Holiday Inn Express lagen, war das Hilton gebucht.

Lage

Das Hilton San Francisco Airport liegt in Burlingame unmittelbar an der Bay Area und nahe beim Flughafen. Die Interstate I läuft nahe beim Hotel vorbei und daher ist auch die Erreichbarkeit mit dem Auto sehr gut.
Von Downtown San Francisco erreicht man das Hotel am besten mit den Zügen der BART bis zum Flughafen, von dort verkehrt ein Shuttle zum Hotel, der alle 20 Minuten fährt. Neben dem Hilton steuert er auch noch das Crowne Plaza an, die Fahrzeit zum Flughafen sollte man je nach Verkehr und Anzahl der Fahrgäste mit ca. 15 bis 20 Minuten einkalkulieren.
In der näheren Umgebung des Hotels gibt es hauptsächlich Bürogebäude und andere Hotels, aber auch einige Restaurants, diese sogar in fußläufiger Entfernung, so daß man nicht zwingend im Hotel einkehren muß. Das Preisniveau der Restaurants ist okay und die Qualität auch – ich habe einige dieser Restaurants auf der Durchreise aufgesucht als ich mich mit Freunden getroffen habe.

Ambiente

Das Hotel ist in einem Gebäude mit 15 Etagen, das wie ein H angeordnet ist, wobei die einzelnen äußeren Flügel des H nicht parallel sind, so daß auch die innen liegenden Zimmer noch einen Blick auf die Umgebung ermöglichen. Die Aufzüge befinden sich in dem Verbindungstrakt des Hs.

Das Hotel hat 400 Zimmer.
Man betritt das Hotel über eine kleine überdachte Vorfahrt und gelangt dann in die mittelgroße Lobby, in der es auch einige Sitzgelegenheiten gibt.
Gegenüber dem Eingang, der an einem der äußeren Gebäudeecks liegt, befindet sich der Bereich mit den Check-In Desk, an dem mehrere Personen zeitgleich eingecheckt werden können. Dieser Bereich ist recht großzügig und wenn hier nur eine Hotelangestellte tätig ist, so wirkt diese fast schon ein wenig verloren.
Nach links geht es zu den Aufzügen, die den Gast zu den Etagen bringen sowie zur Bar „Lobby Lounge“ und zum Restaurant „Windows on the Bay“, rechts von der Lobby befinden sich Konferenz- und Besprechungsräume. Die Aufzüge werden grundsätzlich über einen Kartenleser gesteuert, wobei dieser aber nicht immer zu funktionieren schienen. Da einer der vier Aufzüge defekt war, dauerte es mitunter etwas um zu den Etagen zu gelangen. Die Steuerung der Aufzüge war für mich nicht immer ganz nachvollziehbar.

Der Fitneßbereich und der Pool befinden sich im zweiten Obergeschoß. Das Gym ist klein, aber die Geräte sind okay, allerdings nicht die allerneusten. Ich empfand ihn aber als ziemlich gedrängt und irgendwie etwas übervoll und auch waren die Geräte irgendwie nicht so toll angeordnet.

Der Pool liegt durch eine Glaswand vom Gym getrennt und ist recht klein, ca. 4 x 8 Meter und damit einerseits recht schnell voll, zum anderen wirkt dieser Bereich nicht gerade einladend. Ein eckiger Whirlpool für vier Personen befindet sich etwas versteckt hinter dem Pool in einer Ecke, gleichfalls wenig einladend. Auch hier war das Wasser stark gechlort, leider habe ich dies in den USA häufiger erlebt und wirklich angenehm ist dies nicht.

Um den Pool standen einige wenige Liegen und auch Handtücher waren vorhanden. Definitiv nicht der einladenste Bereich und das habe ich in vielen Hotels schon schöner und besser erlebt.

Ein Umkleideraum war nicht vorhanden, es gab aber immerhin eine Dusche, was in den USA auch nicht immer eine Selbstverständlich ist.

Stilistisch ist das Hotel kein besonderes Highlight, solide und typisch amerikanischer Durchschnitt halt. Wobei man an vielen Punkten (u.a. Aufzüge, Pool, Gym) das Alter des Hotels mehr als deutlich merkt.

Check In / Check Out / Service

Ich bin gegen 16:00 Uhr im Hotel angekommen und habe den Wagen in der Auffahrt geparkt, da ich selbigen nachdem ich eingecheckt hatte am Flughafen zurückgeben wollte. Dies stellt keine Problem da, wie mir auf meine Frage beim Check in beschieden wurde.
Der Check in selbst war wie mir schien durchschnittlich, man fand die Reservierung, bestätigt noch einmal die Präferenzen in der Wahl des Amenities (Frühstück statt Punkte). Die Anrede erfolgte allerdings nicht mit Namen und auch nach Lage und Öffnungszeiten von Pool und Gym mußte ich fragen. In der Annahme kein Upgrade zu erhalten, was bei der Rate von 99 USD nachvollziehbar gewesen wäre, fragte ich nach dem Frühstück um zu fast schon etwas vorwurfsvoll zu erfahren, daß ich doch Executive Lounge Zugang hätte. Kann ich ja nicht wissen, ist ja schließlich kein garantiertes Benefit. Lage und Öffnungszeit mußte ich dann wieder erfragen. Beim morgendlichen Check-Out erfuhr ich dann beiläufig, daß das Internet für HHonors Mitglieder mit mindestens Gold Status inklusive ist. Schön, wenn ich das schon während des Check ins erfahren hätte.

Der Check Out am Morgen verlief zügig. Meinem Wunsch nach einer Rechnung, aus dem sich auch der vorausbezahlte Betrag ergab, wurde (und konnte) entsprochen (werden). Auf meine Nachfrage nach fehlendem Internet entgegnete die Angestellte etwas verwundert, dies würde für Gold und Diamonds gecompt, d.h. es entstehen keine Kosten. Sie erkundigt sich allerdings nicht, ob alles zu meiner Zufriedenheit gewesen sei und vermied auch jedes weitere über das notwendige Maß hinausgehende Wort. Business as usual, aber ein wenig mehr Freundlichkeit wäre schön gewesen und hätte sicherlich nicht geschadet. Dies habe ich bei meinen vorherigen Aufenthalten vor allem bei der Hyatt Kette besser erlebt.

Die wenigen Mitarbeiter, mit denen ich während meines Aufenthaltes Kontakt hatte, waren okay. Die Dame in der Executive Lounge morgens sogar noch halbwegs aufmerksam, die Dame am Abend zunächst etwas unaufmerksam, was sich aber im Verlauf des Abends besserte und sie benutztes Geschirr auch zwischendurch abräumte.

Zusammenfassend würde ich den Service hier für einen eher unterdurchschnittlich freundlichen Service halten.

Zimmer

Die Zimmer sind klassisch zugeschnitten.

Nachdem man das Zimmer betreten hat, steht man in dem kleinen Flur.

Im Flur befindet sich der großzügige Kleiderschrank mit Bügeleisen und -brett. Normale, d.h. nicht diebstahlsichere Bügel stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Das Badezimmer erreicht man gleichfalls vom Flur aus. Es ist groß und verfügt über Badewanne, Waschbecken und Toilette. Ein Föhn steht zur Verfügung, genau wie ein Rasier- / Kosmetikspiegel. Das Waschbecken ist bündig in den Waschtisch eingelassen, dahinter befindet sich der große Spiegel. Wie üblich läuft er an, wenn man geduscht hat.
Der Duschkopf mit Massagefunktion war wie auch der Duschvorhang in einwandfreiem Zustand.
Handtücher lagen für zwei Personen bereit. Die Bathroom Amenities waren von Crabtree & Evelyne.

Das Zimmer selbst verfügte über ein großes Kingsize Betten auf der rechten Seite nebst Nachttischen mit jeweils einer Nachttischlampe. Ein Telefon befand sich hier genauso wie der obligatorische Hilton Wecker und die Kaffeemaschine. Gut gefallen hat mir hier, daß die Nachttische groß waren und nicht mit den dort befindlichen Gegenständen wie Telefon, Wecker völlig überladen waren. Oberhalb des Bettes befand sich ein flaches und längliches Bild der Skyline von San Francisco, der Kopfteil des Bettes selbst war mit Holzpanelen verkleidet.

Dem Bett gegenüber an der Wand befand sich der Flat TV, links davon die Kofferablage.
Unterhalb des Fernsehers und an die Kofferablage anschließend befand sich ein Glasboard aus „crashed glass“, die sich zum Fenster verbreiterte und dort als Schreibtisch diente. Ein interessantes gestalterisches Element. Gepaart mit der Holzverkleidung wirkt dies edel, aber auch modern (obwohl ich denke, es war schon vor der Renovierung im Zimmer vorhanden). Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Facelifts und Renovierungen der Hotels werden auch langsam die US Hotels immer attraktiver und die Zeiten von blumigen Farben und Mustern scheinen doch langsam der Vergangenheit anzugehören.

Anschlüsse für DVD Player oder Kamera und Nutzung des Fernsehers als Präsentation waren vorhanden. Etwas, was ich in immer mehr Hotels sehe, auch wenn ich persönlich davon bislang noch nicht Gebrauch gemacht habe.

Der so gestaltete Schreibtisch war großzügig und ausreichend dimensioniert um dort zu arbeiten. Neben Telefon und LAN Anschluß befand sich hier auch eine Lampe nebst Steckdose. Die Nutzung des Internets war hier für Gäste mit Gold oder Diamond Status unentgeltlich, die Preise hierfür bewegten sich andernfalls mit 9,95 USD allerdings noch im Rahmen.

Vor dem Fenster befand sich ein Sessel nebst Beistelltisch und Stehlampe.

Das gesamte Mobiliar war in einen guten Zustand. Es gab so gut wie keine Gebrauchs- und Abnutzungserscheinungen am Mobiliar. Dies galt auch für den Teppich. Lediglich die Wand wies einige Kratzer auf. Und auch die Verarbeitung war top, etwas, was ich in Hotels in den USA auch schon anderes erlebt habe.

Das Bett war für meinen Geschmack zwar etwas zu weich, aber im Vergleich zu anderen us-amerikanischen Hotels durchaus nicht so schlecht. Zudem verfügen die Zimmer in diesem Hilton bereits über die Hilton Serenity Beds, sozusagen Hilton Antwort auf die vergleichbar verbesserte Qualität der Betten in Hotels der Konkurrenz. Und wie so oft gab es viel zu viele Kopfkissen.

Die Klimaanlage war unter dem Fenster angebracht und arbeitet leider wie so oft bei diesen Exemplaren weder geräuchs- noch zugfrei. Das Fenster ließ sich zwar öffnen, aber in Anbetracht des relativ kühlen Wetters und der Geräuschkulisse habe ich davon nicht so lang Gebrauch gemacht.. Der Blick ging auf Parkplatz und Bucht und war nicht durch andere hohe Gebäude verbaut und damit noch recht angenehm.

Vom Design der Einrichtung her war es einerseits irgendwie typisches Hilton Mobiliar, allerdings nicht in der Art, wie es in den USA häufig anzutreffen ist, sondern wich vom Kettenstandard ab. Ob dies dem Umstand geschuldet ist, daß dieses Hilton mal ein Sheraton war, weiß ich nicht, aber es hat mir gefallen. Ich war insgesamt mit dem Zimmer mehr als zufrieden. Auch wenn man sich an dem typischen Hotelzimmer irgendwann satt sieht, so ist doch die nach den Renovierungen der vergangenen Jahr die Qualität und das Ambiente deutlich besser geworden. Sicherlich, verglichen mit den höhere positionierten Hilton außerhalb der USA, ist Hilton in den USA noch immer eher Mittel- als Luxusklasse, aber die jüngsten Renovierungen haben der Kette auch in den USA gut getan.

Food & Beverage

Das Frühstück wird entweder im Restaurant „Windows on the Bay“ oder für Gäste des Executive Floors in der Lounge in der 15. Etage serviert und dort als Buffet dargeboten. Für Gäste mit Gold oder Diamond Status, die Executive Lounge Zugang haben, wird das Frühstück ausschließlich dort angeboten. Es gab auch hier Rührei, hashed potatoes, Bacon und Sausages, dazu Müsli und Muffins sowie Konfitüre, Bagels und Toast, sowie frisches Obst und Joghurt. Für ein US Hotel eine durchaus gute Auswahl in der Executive Lounge. Für Kaffee und Tee standen Automaten bereit.

Außerhalb der Frühstückszeiten fungiert das Restaurant „Winodws on the Bay“ als normales Restaurant mit einem Schwerpunkt auf Steaks und deftiger US-amerikanische Küche. Die Preise sind dabei noch recht zivil. Die Weinkarte hat einen starken Schwerpunkt auf amerikanischen Weinen, aber es gab auch einige europäische Weine. Die Präsentation war nett, sie lagen in einem hohen klimatisierten Glasschrank im Restaurant.

Die Bar „Lobby Lounge“ bietet neben einigen warmen Gerichte vor allem Getränke und ist nachmittags und abends geöffnet. Das Ambiente und die Einrichtung ist ein wenig an einen Club angelehnt und eher gediegen elegant als modern und fancy.

Preise

Preislich bewegte sich das Hotel im Rahmen, es gab einen deutlichen Abschlag gegenüber den Hotels in der Innenstadt. Ich habe 99 USD vor Steuern ohne Frühstück für eine Advanced Purchase Rate mit Vorauszahlung gezahlt, verglichen mit dem deutlich niedriger positionierten Hampton Inn, da im selben Zeitraum vorausbezahlt 95 USD haben wollte, war dies ein attraktives Angebot. Ich habe das Hotel relativ regelmäßig in diesen Preisregionen gesehen, wenn nicht gerade Hochsaison ist. Flexible Raten sind deutlich teurer, in meinem Fall rund 80 USD, an Promoaktionen, so es sie bei Hilton denn gibt, nimmt das Hotel in der Regel schon teil.

Die Garage kostet 18 USD wenn man selbst parkt, wobei dies allerdings wohl auch hier für jede Ausfahrt berechnet wird. Valet Parking ist für 25 USD möglich.

Fazit

Das Hotel zeichnet sich durch die Lage zum Flughafen aus, wäre aber auch für Gäste die spät ankommen, eine Tag in San Francisco verbringen möchten und dann wieder früh abreisen eine Überlegung wert. In der näheren Umgebung gibt es nicht allzuviel zu sehen, aber wer auf der Durchreise ist und eine Fahrt mit der BART ins Zentrum nicht scheut oder die Sehenswürdigkeiten oder eine der Malls im Umland von San Francisco besuchen möchte, für den ist dieses Haus durchaus eine Überlegung wert.
Die Zimmer sind modern und in einem guten Zustand und bieten alle Annehmlichkeiten die man für einen produktiven Aufenthalt braucht. Die Executive Lounge ist recht gut. Der Service des Front Desk dagegen könnte eine Spur höflicher und zuvorkommender sein.
Das Hotel selbst ist älteren Datums und dies merkt man an vielen Stellen mehr oder weniger deutlich, so z.B. bei den Aufzügen und auch im Bereich des Pools und des Gyms. Ansonsten ist es aber nach wie vor in einem guten Zustand. Das Vorhandensein von Pool und kleinem Fitneßbereich ist dabei sicherlich ein weiterer Aspekt dieses Hotels, wobei zumindest der Hotelpool nicht buchungsentscheidend sein sollte.
Der Service könnte jedoch etwas besser sein, hier besteht durchaus Verbesserungsbedarf, auch wenn Hilton in den USA im Gegensatz zu anderen Ländern eher Mittelklasse ist.

Bilder

für Hilton San Francisco Airport, Burlingame
Executive Zimmer
Zimmer auf dem Executive Floor
von KlJa KlJa
Executive Zimmer

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Kommentare

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  • Quasseltante 12.12.2010 13:58
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH & LG

  • Quasseltante 07.12.2010 17:54
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH- Warteliste & LG

  • YvonnaJ 28.11.2010 16:06
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Viviii 23.11.2010 12:10
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Kamikaze71 18.11.2010 20:16
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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