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Erfahrungsbericht

für Highway Number One
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5 Sterne Die schönste Straße der Welt Bericht mit Bildern
110 von 110 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro landschaftlich einfach traumhaft, McWay Wasserfall, Seeelefanten

Kontra -

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

snowqueeny Seit 3 Sep 2011

Flüge nach Singapur, Tioman und Kuala Lumpur sind gebucht, juhu! mehr

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Heute soll ein weiterer Bericht aus unserem Kanada- und USA-Urlaub kommen. Nachdem wir in Gilroy ausgiebig geshoppt und die Nacht in Seaside (siehe Bericht) verbracht hatten, sollte es heute auf dem Highway 1 bis nach Santa Barbara gehen. Für die 430 km lange Fahrt haben wir den ganzen Tag eingeplant, denn der Highway, der am Pazifik entlang führt, gilt als eine der schönsten Straßen der Welt. Zurecht? Das erfahrt ihr in meinem Bericht.

Fakten

Der Highway 1 (eigentlich California State Route 1) verläuft in Kalifornien in Nord-Süd-Richtung und ist rund 1.000 km lang. Sie beginnt in Dana Point, rund 40km südlich von Los Angeles und läuft (meist) an der Pazifikküste entlang. Dabei passiert der Highway 1 wichtige Orte wie Los Angeles, Santa Barbara und San Francisco. Einige Abschnitte haben noch Beinamen, wie beispielsweise Pacific Coast Highway (so wird der Teil zwischen Dana Point und Ventura genannt) oder Cabrillo Highway. In meinem Bericht soll es um den landschaftlichen schönsten Teil, eben jenen Cabrillo Highway gehen, der sich etwa von Santa Cruz im Norden bis kurz vor Santa Barbara im Süden erstreckt.

Die Bezeichnung "Highway" kann etwas irreführend sein, denn eigentlich handelt es sich hier nur um eine schmale, in jede Richtung einspurige Straße, auf der man aufgrund der engen, ständig auftretenden Kurven nur sehr gemächlich vorankommt.
Für den Beifahrer ist das ein schöner Umstand, besonders dann, wenn man den Highway 1 in Richtung Süden fährt. Dann kann der Beifahrer nämlich während der ganzen Fahrt den Blick auf den Pazifik, die Berge, die Pinienwäldchen genießen.

Beschreibung

Unsere Strecke führte uns wie schon erwähnt von Seaside, einem Vorort von Monterey, bis nach Santa Barbara, genauer gesagt Carpinteria. Das sind stolze 430km, für die wir uns allerdings den ganzen Tag Zeit lassen wollten, da die Straße unglaublich schön sein soll.
Und so war es auch. Vom ersten Moment an, an dem man den Pazifik sieht, verbirgt sich hinter jeder Kurve der nächste Postkartenausblick. Zerklüftete Felsen hoch über dem Meer wechseln sich mit Bergen ab, um die Nebelwolken ziehen. Neben kleinen Pinienwäldchen erwartet einer der Blick auf traumhafte Strände und türkisfarbenes Wasser. Auch wenn unser Urlaub nun schon einige Zeit her ist, an diesen Tag erinnere ich mich besonders gerne und ich denke, die Bilder sprechen für sich. Wichtig zu erwähnen wäre noch zwei Dinge:

1. Pulli einpacken! An der Küste ist es immer windig und speziell dann, wenn man sich hoch in den Bergen über dem Pazifik befindet, kann es ganz schön stürmig und kalt sein, auch im August!

2. Verpflegung und Tanken!. Auf dem Weg kommen nur sehr wenige bewohnte Gebiete und Restaurants sowie Tankstellen sind sehr selten. Wir haben also unseren Tank komplett gefüllt und uns im Supermarkt von Seaside für den ganzen Tag mit Essen und Trinken versorgt. Auf der Weg liegen einige sehr schöne Wanderwege mit Picknickstellen, wie z.B. beim Wasserfall.

Unsere Highlights

Eigentlich ist die komplette Strecke wunderschön und hinter jeder Ecke erwartet einen ein neuer toller Blick übers Meer und die Klippen. Am Anfang haben wir noch in fast jeder kleinen Parkbucht angehalten, doch in diesem Tempo hätten wir wohl drei Tage für die gesamte Strecke gebraucht. Alle sehenswerten Stellen hier aufzulisten wäre also unmöglich, doch es gibt einige Highlights auf der Strecke, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte.
Bixby Bridge

Die Bixby Bridge wurde 1932 über dem Rainbow Canyon erbaut und erspart einem einen Umweg von rund 23km durchs Hinterland. Sie liegt gute 20km südlich von Carmel. Vor der Brücke (nördlich) gibt es einen tollen Punkt, um die Brücke zu fotografieren, aber auch in südlicher Richtung hat man aus einiger Entfernung einen tollen Blick darauf.

McWay Waterfalls

Als ich in einem unserer Reiseführer von diesem angeblich einzigartigen Wasserfall gelesen hatte war mir klar: da müssen wir hin. Die Bilder waren traumhaft schön und so freute ich mich schon die ganze Fahrt auf diesen Stopp. Doch der Wasserfall wollte nicht kommen und langsam wurde ich schon nervös. Hatten wir ihn verpasst? Konnte gut sein, denn eine genaue Ortsangabe fand ich nirgends und wir hielten irgendwann auch nicht mehr hinter jeder Kurve an. Als ich die Hoffnung schon aufgeben wollte, lichtete sich der Wald ein wenig und auf dem kleinen Parkplatz und am Straßenrand standen mehr Autos als an anderen Stellen. Da musste es was besonderes geben! Wir wollten schon umdrehen, da wir uns zu spät entschieden hatten anzuhalten, da lag vor uns ein zweiter, ebenso überfüllter Parkplatz am Straßenrand, also hielten wir hier an. Über einen schmalen, teilweise recht steilen Weg gelangte man tatsächlich an eine Stelle schräg oberhalb des Wasserfalls. Das besondere an diesem Wasserfall: er fällt, je nachdem ob Ebbe oder Flut ist, direkt ins Meer oder auf den Strand und das aus einer Höhe von immerhin gut 25m.

Leider kann man nicht zum Strand hinunter, da die Felsen wohl sehr instabil und daher abgesperrt sind, aber auch so ist dieser Wasserfall mit den schroffen Felsen und dem türkisfarbenen Meer im Hintergrund einfach nur sehenswert. Vom Meer aus kann man wohl zum Strand hinfahren, aber ob sich das wirklich lohnt, weiß ich nicht.

Ein Zwischenstopp lohnt sich am Wasserfall auf alle Fälle, denn auch die kurzen Wanderwege rund um den Wasserfall sind sehenswert und auf den Felsen über dem Meer zu Picknicken (wir machten hier unsere späte Mittagspause) ist unvergesslich. Wie gesagt, eine genaue Adresse gibts hier leider nicht, aber wenn man im Julia Pfeiffer Burns State Park die Augen offen hält, dann dürfte man die Stelle nicht verpassen. Falls man nämlich an der ersten Parkbucht vorbeifährt, so wie wir, so gibt es hinter der nächsten Kurve noch eine zweite Möglichkeit, anzuhalten.
Seeelefanten

Sehr beeindruckend war für uns die Seeelefantenkolonie, die man im Ano Nuevo State Reserve findet. Der beste Aussichtspunkt liegt knapp 8km nördlich von Hearst Castle. Den großen, kostenlosen Parkplatz kann man eigentlich nicht verfehlen, zumal die Straße hier sehr gerade verläuft und auch keine Wälder oder Felsen mehr den Blick versperren.
Dass Seeelefanten sehr groß sind, war mir schon klar, doch ihr Anblick verschlug mir dann doch die Sprache. Vor uns auf dem Strand lagen bestimmt an die 100 der riesigen Tiere, wobei der Nachwuchs etwas weiter entfernt von den Bullen lag. An der abgegrenzten Plattform konnte man einiges über die Tiere erfahren, die bis zu 2 Tonnen wiegen und 5m groß werden können. Ein wirklich beeindruckendes Schauspiel sind die Kämpfe, die die Bullen manchmal ausfechten und dann ist man doch froh, dass man nicht so nahe an die Tiere ran kommt. Unbedingt einen Zwischenstopp einplanen!

Morro Rock

Gut gefallen hat mir auch der Morro Rock, bei Morro Bay, auch wenn wir hier nicht nähre rangefahren sind und ihn nur vom Highway aus gesehen haben. Der Morro Rock ist der bekannteste der "Nine Sister", Überbleibseln von ehemaligen Vulkanen. Der 177m hohe Felsen ist schon von weitem zu sehen und wirklich imposant. Wir sind allerdings von der schon langen Fahrt erschöpft und sparen uns die Fahrt an den Strand, schließlich wollen wir noch bei Tageslicht in Santa Barbara ankommen.

Fazit

Der Highway 1 wird zurecht als eine der schönsten Straßen der Welt bezeichnet. Hinter jeder Kuve kann man ein Postkartenfoto schießen, die Landschaft ist einfach atemberaubend. Anhalten sollte man auf jeden Fall bei der Kolonie der Seeelefanten und am McWay Wasserfall. Für die ganze Strecke haben wir gute 9 Stunden gebraucht, man muss also wirklich den ganzen Tag einplanen und früh morgens losfahren. Nach gut 1200 Wörtern und mit viel Fernweh spreche ich eine eindeutige Empfehlung aus. Wer den Westen der USA bereist, muss diesen Highway gefahren sein.

Bilder

für Highway Number One
Highway Number One
Highway Number One kurz nach Monterey
von snowqueeny snowqueeny
Highway Number One

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Kommentare

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  • travelgirl 27.05.2012 21:37
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • mr.matze 17.05.2012 18:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Doridel 18.04.2012 15:20
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • FlyingDagger 17.04.2012 20:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Creedy18 14.04.2012 20:15
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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