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Pro Sehr sehenswert, sehr sauber, an einem Tag zu bewältigen
Kontra moderne Stadt ist sehr hässlich
Hallo liebe Ciao-Gemeinde,
heute möchte ich euch über die archäologische Ausgrabungsstätte Herkulaneum berichten. Es ist die zweite antike Stadt, neben der bekannteren Stadt Pompeji, die von dem Ausbruch des Vulkanes Vesuv heimgesucht wurde.1. Geschichte
2 .Anreise3. Die moderne Stadt Ercolano
4. Eintritt5. Das Ausgrabungsgebiet
***1. Geschichte***
Während des verheerenden Vulkanausbruchs im Jahre 79 n. Chr. wurde die Stadt nicht unter einem Ascheregen vergraben, wie Pompeji, sondern von einer gigantischen Schlammlawine überrollt, die den Erdboden um 20 Meter erhöhte. Die gleichen Schlammflüsse erreichten das Meer und schoben die Küste etwa 450 Meter ins Meer hinaus.
Herkulaneum geriet in Vergessenheit und es wurde allmählich wieder bebaut, ohne zu ahnen, was sich im Erdreich darunter befand. Diese neue Stadt nannte sich bis 1969 Resina und wurde dann umbenannt.
Wir sind mit der Schmalspurbahn Circumvesuviana nach Herkulaneum gefahren, deren Strecke von Neapel bis nach Sorrent führt. Man kann im Hauptbahnhof am Piazza Garibaldi in Neapel (Untergeschoss) einsteigen und fährt 9 Stationen bis nach Ercolano, oder steigt in Sorrento ein und fährt 23 Stationen bis nach Ercolano. Die Fahrdauer von Neapel bis Sorrento beträgt etwas mehr als 1 Stunde und die Bahn verkehrt im 30 - Minuten - Takt. Der Fahrpreis ist recht günstig und liegt je nach Fahrstrecke zwischen 2,00 € - 5,50 €.
Selbstverständlich kann man Ercolano auch über die Stadtautobahn erreichen, ist aber bei der Fahrweise der Neapolitaner nicht sehr zu empfehlen.
Am Bahnhof angekommen gingen wir die Stufen vom Bahnsteig hinab auf die Straße und wurden von Taxifahrern angesprochen, ob wir zum Vesuv fahren möchten. Dieses ist aber preiswerter mit dem Bus von dort aus zu bewerkstelligen.
Wir gelangten auf die Hauptstraße, die einen ziemlich steilen Hang hinabführt.
Der Verkehr brauste an uns vorbei, eher hässliche Häuser säumten die Straße und auf den Gehwegen lag Unrat. Ärmlich aussehende Bewohner saßen auf einigen Bänken, Jugendliche lungerten herum, streunende Hunde überall.
Weit und breit kein einladendes Cafe oder Restaurant, nur ein wenig heruntergekommene Geschäfte. Nichts deutete auf diese berühmte Ausgrabungsstätte hin.
Nachdem wir die abschüssige Straße fast hinter uns hatten, gingen wir auf eine Mauer mit Torbogen zu. Und tatsächlich, es handelte sich um die archäologische Stätte "Herkulaneum"!
***4. Eintritt***
Der Eintrittspreis beträgt 10,00 € , reduziert für 18-24 jährige und Lehrer der EU 5,00 € , für Kinder unter 18 und Personen über 65 Jahre ist der Eintritt frei.
Man kann auch ein 3- Tagesticket erwerben für den Eintritt in Pompej, Herkulaneum, Oplontis, Stabia und Boscoreale für 18,00 €.
An der Kasse bekommt man eine kleine Broschüre mit Informationen und einen Übersichtsplan über die Anlage.
Nachdem wir das Kassenhäuschen hinter uns gelassen hatten gelangten wir auf eine Brücke, von der wir einen ersten Ausblick über das Ausgrabungsgelände hatten. Wir sahen in eine tiefe Grube mit Ruinen, aber auch Bäume und Menschenmassen.
Am Ende des Weges stehen einige Gebäude in dem sich ein Museumsladen, ein Cafe, und eine Gepäckaufbewahrung befinden.
Man muss dort größere Taschen, Rucksäcke, Schirme und andere sperrige Gegenstände abgeben, deshalb sollte man eine kleinere Tasche für die unbedingt benötigten Gegenstände mitnehmen Taschentuch, Butterbrot, Fotoapparat u. s. w.
Man kann sich an der Gepäckaufbewahrung einen Audioguide in seiner Sprache ausleihen. Dieser kostet auch noch einmal einige Euro (weiß nicht mehr so genau) und 50 Euro Pfand oder Personalausweis etc., dieses lohnt sich aber sehr, da sehr viele Informationen gespeichert sind , aber auch Anekdoten aus dem früheren Leben der Herkulaner . Es gibt an vielen Häusern Nummern, die man in das Gerät eingeben muss und schon erhält man die Erklärung.
Nachdem man alles erledigt hat geht man einen Weg mit Stufen hinab und gelangt in einen Tunnel, der einen ins eigentliche Ausstellungsgelände führt. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen anderen Zugang.
***5. Das Ausgrabungsgebiet***
Man kann hier auch Personal bei der Konservierung und Erhaltung der Mauern beobachten. Das Mauerwerk und die Fresken werden mit Sprühfläschchen gesäubert und anschließend mit einer Masse konserviert. In der Anlage gibt es überall Mülleimer und das gesamte Areal ist, obwohl so viele Besucher dort durchgehen, sehr sauber!
Ich möchte die Vielfalt der Gebäude jetzt nicht einzeln beschreiben, denn das würde den Rahmen sprengen. Aber als besonders sehenswert möchte ich das Haus der Hirsche, die Männer- und Frauenthermen, das Haus mit der Zwischenwand und den Laden des Lanarius hervorheben. Nach ca. 4 Stunden Besichtigung haben wir ein Päuschen mit Butterbrot und Wasserflasche gemacht und festgestellt, dass unsere Füße uns nicht mehr tragen wollten!Wir sind dann noch einmal durch die Straßen geschlendert und haben uns ausgemalt, wie das Leben vor nicht ganz 2000 Jahren hier von statten gegangen ist.
Nach gut 5 Stunden sind wir wieder Richtung Bahnhof aufgebrochen und sind zurück nach Sorrent gefahren.
Ich und mein Mann können jedem, der einigermaßen gut zu Fuß ist, diese Besichtigung empfehlen. Verglichen mit Pompeji würde ich Herkulaneum jederzeit vorziehen. Es ist nicht so riesig und unübersichtlich, nicht so überlaufen und laut wie Pompeji, die Häuser sind besser erhalten und es ist einfach gemütlicher!
Man sollte aber auf jeden Fall festes Schuhwerk anziehen!
So, nun lest und bewertet mal schön, eure Elfe45.
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Lilanelke1978 27.07.2008 11:11
Tazi 08.03.2008 22:10
bigsanuk 01.03.2008 20:07
Dosenfleisch 15.12.2007 16:43
RubensfrauXXL 12.12.2007 13:03