"Was wollt ihr??? Seit ihr jetzt total bekloppt geworden???" fragte mich meine Mutter mit weit aufgerissenen
Augen, als ich ihr deutlich machen wollte, dass wir über Silvester nach Helsinki fliegen wollten.
Seither waren wir zum dritten Mal dort und ich kann sagen, ich bekomme nicht genug von dieser Stadt.
Der weitläufigen Meinung entgegen, hat diese Gegend eindeutig mehr zu bieten als Kälte, lange Nächte, viel
Schnee, Renntiere, Elche und Armeen von Mücken. Sie haben eine Geschichte (noch in den Kinderschuhen
aber…), Dichter, Denker, Porzellanfabrik und Musik -, Möbel-, Textil- und Handyindustrie, die nicht zu
verachten ist.
Hier nur einige Dichter und Denker:
Jean Sibelius (Komponist) "Orgeldenkmal" an der Mechelininkatu
Mika Waltari (Schriftsteller) "Steindenkmal" an der Mechelininkatu
Eino Leino (Dichter) Statur am Esplanadi
J. Runeberg (Dichter) Statur am Esplanadi
Aleksis Kivi (Schriftsteller) Statur auf dem Rautatientori
Nun einige Gruppen, die euch vielleicht etwas sagen:
Nightwish, HIM, 69 Eyes, Negative, Poisonblack, Lordi, Lovex, Norther, Moonsorrow, The Rasmus, Lenningrad Cowboys u.v.m.
Kurzer Geschichtseinblick:
König Gustav Wasa (Finnland gehörte damals noch zum Schwedischen Reich) gründete 1550 Helsinki zum
Handelspunkt zwischen Schweden und den östlichen Ländern. Hauptstadt war seinerzeit aber noch Turku.
1748 wurde vom schwedischen Reich Suomenlinna, eine kleine Insel süd-östlich vor dem Festland, als
Seefestung errichtet. 1809, unter dem Russischen Kaiserreich verwaltet, wurde Finnland eine Nation
und wo es vorher ein Herzogtum war, herrschten nun russische Zaren ein Großfürstentum mit viel mehr
Autonomie für das Land. Schwedisch blieb aber Verwaltungssprache. In dieser Zeit (1812) ernannte man auch
Helsinki als neue Hauptstadt, da Turku zu nah an "Feindesland" Schweden grenzte. Das Land und vor allem die
neue Hauptstadt entwickelte sich weiter, bis man am 6. 12. 1917 die Unabhängigkeitserklärung unterschrieb.
1952 richtet Helsinki die Olympischen Sommerspiele aus und 1995 wird Finnland Mitglied der Europäischen
Union. 2000 ist Helsinki eine von neun europäischen Kulturstädten. 2002 löst der Euro die Finnmark in ganz
Finnland ab. Finnland ist weltweit das zweite Land, das an ihrer Spitze mit Tarja Halonen eine
Frau zur Präsidentin hat.
Heute hat Helsinki 686 qkm (501 qkm Wasser und 185 qkm Landfläche) 315 zugehörige Inseln und Küstenlinie
von ca. 98 km eine Bevölkerungsdichte von 2,99/km². Der Ahorn ist ihre Symbolpflanze und das Eichhörnchen
(nicht der Elch) ihr Symboltier. Momentan sind in der Hauptstadt Finnland 87 % Finnischsprachig und 7 % Schwedischsprachig.
So kann man an vielen Orten noch heute einen schwedischen Einfluss bemerken.
Straßenschilder sind Zweisprachig, erst finnisch dann schwedisch. Je nach dem in welchen Ort dieses Landes
man kommt, sobald 4% der Einwohner Schweden sind, werden zuerst die Straßennamen auf Schwedisch
geschrieben und dann gibt es auch Schule die in Schwedisch unterrichten.
Ohne Zweifel gehört die finnische Bevölkerung zu den sprachbegabten. Man muss wirklich aufpassen was man
sagt, denn es könnte jemand etwas verstehen, da viele auch ein paar Wörter deutsch sprechen. Da ausländische
Produktionen nicht synchronisiert werden, lernen die Kinder schon im Kindergarten lesen und schreiben und in
der vierten Klasse haben sie schon zusätzlich englisch und schwedisch.
Da ist es auch kein Wunder, dass es in der ca. 556 000 Einwohner Metropole 7 Hochschulen und Universitäten
geben. Zudem auch noch eine der besten Bibliothek Skandinaviens, wenn ich meiner Finnischlehrerin glauben
kann, denn man darf dort nur mit Ausweis und streng bewacht hinein.
Der finnische Charakter ist schwer zu beschreiben. Er ist eine Mischung aus Schwermütigkeit, Langsamkeit,
Beharrlichkeit, aber auch lebendig, zielstrebig und sprunghaft. Sie sagen nur dann etwas, wenn es was zu sagen
gibt. Dies ist aber nicht böse gemeint. Grundsätzlich ist es aber sehr wichtig, dass man aussprechen darf
und den anderen aussprechen lässt. "Sisu" nennen die Finnen liebevoll ihren so einzigartigen Charakter, der
einen förmlich ansteckt. Geduldig und höflich gehen sie auf einen ein, ohne nervös zu werden.
Den ersten Trip machten wir blauäugig über Silvester 2003-2004.
Gebucht über ein Reisebüro, was natürlich nicht das günstigste Vergnügen wurde. Doch so, nach langem Hin
und Her, übernachteten wir in einem 1 Klasse Hotel, da viele andere Hotels über die Feiertage geschlossen
hatten.
Radisson SAS Plaza Hotel
Runeberginkatu 2
Tel +358 (0)9 69 580
www.radissonsas.com
Dies Radisson Hotel ist direkt am Hauptbahnhof gelegen. Die Zimmer sind sehr gemütlich und komfortabel
eingerichtet. Der Nachteil war hier nur, dass sich die Fenster nicht öffnen ließen, weil man dafür einen Schlüssel
benötigte. Da könnt ihr euch ja denken wie es nachher trotz Klimaanlage roch, wenn zwei Frauen sich mit Deo
und Parfüm ausgehfertig machten. ;-)
Weiterhin ist dies keine Lösung wenn man vorhat für 10 - 14 Tage in dieser Stadt zu bleiben. Denn zumindest
wir als normalsterbliche haben nicht das Geld über.
Den zweiten und dritten Urlaub buchten wir so übers Internet und siehe da, es geht doch günstiger. Online
buchten wir Flüge über German Wings (Köln/Bonn - Helsinki). Hier liegt man inkl. Steuer zwischen 130 - 180
Euro pro Personen hin und zurück. Vom Flughafen in Vantaa nahmen wir ein Taxi für die ca. 25 km zu unserem
Apartment. Taxi fahren ist in Finnland nicht das günstigste, wir bezahlten immer ca. 30,- Euro.
Übernachtet haben wir im
Privatel Apartmenthaus
Pursimiehenkatu 15
im südlichsten Teil Helsinkis.
www.privatelapartments.fi
Tel +358 (0)9 511 051
Der Hauptbahnhof ist ca. 1 km entfernt und zur Aleksanterinkatu (Haupteinkaufsstrasse) ist es 1 - 2 km.
Unser Apartment, mit 25 qm hatte 2 Betten, 2 Schränke, Küchenzeile (mit Kochplatten, Kühlschrank, kleiner
Spüle, Mikrowelle und kleinem Geschirrspüler. Zudem eine Essecke, TV, Telefon und ein niedliches
Badezimmer. Also, alles was man braucht. Kosten: Pro Tag 74,- Euro ohne Frühstück. Im unteren Teil des
Gebäudes gibt es aber noch einen geräumigen Frühstücksraum.
Am Tag kostet das Frühstück pro Person 5.- Euro extra, was wir aber nicht genutzt haben, so kann ich dazu
nichts sagen.
Da wir uns selbst verpflegt haben, kann ich zu den Lebensmittelkosten nur soviel sagen; Es entstehen ähnliche
kosten wie in Deutschland. Lebensmittel, die aus dem Mittelmeerraum importiert werden müssen, sind
logischerweise teurer als hier, jedoch unterm Schnitt hat sich Finnland nach der Euroeinführung den übrigen
Europäischen Ländern angepasst. Bei Alkohol und Tabakwaren sind sie teurer als wir, aber nicht unbezahlbar.
Bier (olut) gibt es in Finnland in 3 Stärken. I und III, wie Koff und Lapin Kulta, gibt es in Einkaufsläden zu
kaufen. Das stärkste Bier (IV A) gibt es in speziellen, staatlichen Alko-Läden, neben den übrigen starken
alkoholischen Getränken. Für diese benötigen Bars und Kneipen auch eine gesonderte Lizenz für den Ausschank.
Sehenswürdigkeiten:
Wir haben zwar nicht viel gesehen, da wir alles zu Fuß gemacht haben, aber ein Paar muss man mal gesehen haben
Der Dom, gebaut vom deutschen Architekten C. L. Engel an der Unioninkatu 29, ist das Wahrzeichen der Stadt.
Er steht im Norden des Senatsplatzes. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl am Fuße der Kirche zu stehen,
nachdem man eine lange, breite Treppe hinaufstieg und den Blick über den Senatsplatz schweifen lässt. Von dort aus kann
man sogar bis zum Hafen sehen. Das strahlende weiß der Domkirche tut einem regelrecht in den
Augen weh, wenn die Sonne direkt drauf fällt. Direkt im Zentrum des Platzes steht die Statur Alexander II mit
vier weiteren Staturen am Sockel und einem niedrigen Zaun geschützt.
Im Osten des Platzes steht das Senatsgebäude, die am Giebel eine riesige (uns wurde gesagt), uralte Uhr trägt.
Das Gebäude ist in zwei Gelbtönen gehalten, mit schönen weißen Säulen am 1 Obergeschoss eines Gebäudeteils.
Angrenzend steht das älteste Haus Helsinkis, was heute ein Museum beherbergt.
An der Südseite des Senatsplatzes liegen noch die etwas unauffällig gebaute Universität und
Universitätsbibliothek. Diese wurden auf von Engel entworfen. Wir hätten uns noch Stunden hier aufhalten können, diese
Architektur (auch wenn man Ahnung davon hat) zieht einen in seinen Bann und man denkt man
hätte noch nicht alles gesehen. Einfach schön, es passt alles zusammen. Dieses Gefühl zieht sich durch die
meisten Straßen hindurch, das die Bauweise beibehalten wird. Es kommt kaum vor, das man ein baufälliges
Haus sieht, oder das man denkt ein Haus passt nicht in die Gebäudereihe.
An der Lutherinkatu liegt die Felsenkirche (Temppeliaukio-Kirche). Von Weitem denkt man, es sei eine
Steinmauer in einer Felserhebung, da es keinen Kirchturm gibt. Man geht eine Schräge hinunter und im Inneren
blickt man auf nacktes Felsgestein. Der Rundbau wird von einer Rundkuppel aus Kupferdrahtbespannung
gekrönt. Links vom Altar steht eine Orgel mit vier Sätzen Orgelpfeifen. Ihre Schlichtheit ist atemberaubend,
genau, wie die Busse die Völker von Touristen ausluden. Es war lustig mit anzusehen, wie sich diese unter
Blitzlichtgewitter auf den Felsen austobten, um ein Foto als Andenken zu haben. Es gibt noch viel mehr zu sehen
in Helsinki, aber ich glaube das alles zu berichten führt hier zu weit.
Essen und Trinken:
Neben Pizza Hut und McDonalds (die gut sind aber bitte nicht jeden Tag), kann man hier für jeden Geschmack
was finden.
Das "Lappi" auf der Annankatu 22 ist für Rentiergerichte bekannt. Wir dachten uns, wenn schon einmal hier,
dann muss man es auch einmal probiert haben. Das Restaurantinnere ist in einem dunklen Holz gehalten und
man sitzt auf Holzstühlen und Bänken.
Wichtig ist in solchen Lokalitäten, am Empfang ankündigen und nach Aufforderung wird man dann zum Platz
geleitet.
Die Speisekarte ist hier in 10 Sprachen übersetzt worden, also keine Sprachprobleme. Ich hatte mir Rentier-
Ragout bestellt. Naja! Muss ich nicht noch einmal haben, aber die Kartoffeln waren gut! Das Fleisch ist
geschmacklich zwischen Kalb-, Hirsch und Schaffleisch, fand ich. Preislich liegt man hier zwischen 13 - 30
Euro.
Sehr gut ist auch das "Santa Fe" auf der Aleksanterinkatu 15. Das Cafe/ Restaurant ist allerdings etwas teurer.
Im vorderen Bereich kann man wunderbar in gemütlichen Sitzecken bei einer Tasse Kaffee entspannen. Im
hinteren Bereich ist ein sehr gutes Restaurant. Alles ist hier in dunkler Holzoptik gehalten. Dunklem Holzboden
und dunkelgrünem Teppichboden, fand ich, rundete die Sache ab. Obwohl, nicht das jemand denkt ich wohne so,
ich würde mir so etwas nicht in mein Wohnzimmer holen. Von Salaten über Pasta, Pizza, Fleisch und Fisch war
hier alles zu bestellen. Es war echt lecker! Preislich ist man zwischen 20 - 45 Euro dabei, aber satt.
Mein absoluter Favorit ist und bleibt aber das Stadin Kebab! Eins ist am Bahnhof und eins an der
Iso Roobertinkatu. Hier sieht es aus wie in einer etwas größeren Imbissbude mit vielen Sitzmöglichkeiten,
aber geschmacklich nicht zu topfen. Im Angebot haben sie Riesenportionen Kebabs, Salate und Falafel für den
kleinen Geldbeutel. Unter 9 Euro ist eine Person papp satt und um ein paar Pfunde reicher. Ich kann es euch nur
empfehlen.
In der Regel gibt man übrigens in Finnland kein Trinkgeld. Man lässt höchstens 0,50 Euro auf den Tisch liegen.
In manchen Restaurants gibt es einen Hinweis, wenn Trinkgelder doch erwünscht ist.
Wenn man in Helsinki shoppen gehen möchte, sollte man Aleksanterinkatu die Einkaufsstrasse für Touristen
nicht außen vor lassen. Stockmanns läutet sie von Süden quasi ein. Gegründet wurde es von dem
Lübecker F. G. Stockmann.
Auf 7 Etagen kann man hier alles bekommen, was einer im Leben so benötigt. Angefangen über
Hygienprodukte, Kosmetika, Porzellan, HiFi - Geräte, Souvenirs, Kleidung, Küchenbedarf, Zeitschriften, usw.
Eine Apotheke, Schuster, Alko-Laden, Cafes und die Nordea Bank ist beherbergt, auf fast jeder Etage Toiletten
und Geldautomaten (Otto genannt).
Das gute an diesem Kaufhaus, das Personal kann mehrere Sprachen. Wenn man auf ihr Namensschild achtet ist
in kleinen Flaggen abgebildet, welche Sprachen sie können. Deutsch ist auch darunter und das kann sehr
hilfreich sein, denn man verläuft sich dort leicht! ;-)
Weiter auf der Einkaufsstraße reiht sich ein Modegeschäft an das Andere. Neben Schmuck-, Schuh- und
Parfümlädchen, ist auf der linken Seite Aleksi 13 zu finden und eher mein Geschmack. Denn hier sind die Preise
nicht so hoch wie bei Stockmanns und die Größen sind auch reeller.
Überall sieht und hört man Straßenmusiker, die einen mal zum Zuhören anhalten, oder zum Laufen animieren.
Hängt vom Geschmack ab.
Südlich dieser Straße verlaufen jedoch die eigentlichen Einkaufszeilen - die Esplanaden. Die erste Parallelstraße
zur Aleksanterinkatu ist die Pohjoisesplanadi darunter ist die Eteläespanadi. Hier findet man exklusive und
typisch finnische Geschäfte in echt toller Lage. Zwischen den beiden Straßen liegt der Esplanadenpark mit allem
was einen Park ausmacht. Ob man in diesen Läden was kaufen möchte, hängt vom Geldbeutel ab.
Eine Einkaufspassage möchte ich euch noch ans Herz legen, das Forum, an der Mannerheimintie 20.
Es ist nicht nur das größte in der Innenstadt, ich finde auch das schönste. Auf drei Etagen sind über 100
Geschäfte. Von tollen Modegeschäften, über Krimskramsläden zu Elektronik und Lebensmittelgeschäften.
Gemütliche Cafes und Imbisse, wo man in Ruhe das Ergatterte unter die Lupe nehmen kann und dabei die
Menschen beobachten die vorbei ziehen.
Wenn man im dritten Stock den Ausgang zum Innenhof nimmt kommt man zum
Tiketti , Yrjönkatu 29 C, www.tiketti.fi
Dieser Laden ist wichtig für die, die in Bars und Clubs Live-Auftritte erleben möchte. Denn viele Clubs wie
Tavastia und Nosturi verkaufen ihre Konzertkarten über diesen Shop. Auch für Film und Theater… man kann
hier für fast alles die Karte bekommen. Also, einfach man vorbeischlendern und informieren wer, wo, was ist.
An Musikläden gibt es auch an der Mannerheimintie Nr. 4 eins der größten. Der Free Record Shop bietet für
jeden Musik- und Filmgeschmack etwas an. Mit ihren Aktionen 3 Cds für 30 Euro oder 2 DVDs für 20 Euro
muss man zuschlagen. Denn sonst sind Cds mit durchschnittlich 16,- - 19,- Euro teurer.
War das Nachtleben angeht ist Helsinki eine Nasenlänge voraus.
Vorweg ist der bekannteste "Tavastia Klubi" zu nennen, der, in der Urho Kekkosenkatu 4 - 6 im Viertel Kamppi
zu finden ist. Mit dem angegliederten Semifinal bilden sie für viele heimische Bands ein Sprungbrett um an Bekanntheit
zuzunehmen. Aber auch bekannte Künstler treten hier gern und oft auf.
Das Tavastia ist weitläufiger als der "kleine Bruder". Hat im
Eingangsbereich eine Gadrobe, an der die Jacken
abgegeben werden müssen (wie in jedem Club) und eine ovale Bar in mitten des Vorraum. Umsäumt wird diese
von roten Ledersitzmöglichkeiten, die sehr gemütlich sind. Durch drei Türen kann man in den Bühnenraum schauen, und auch von dort
das Bühnengeschehen verfolgen. Ich fand besonders die Akustik in diesem Raum sehr gut und vor allem, es gibt
keinerlei Absperrungen. Ich muss sagen die drei Konzertabende, die wir erlebt haben, hatten unheimlich Spaß
gemacht.
Geöffnet: So - Do 21 - 2 Uhr, Fr - Sa 21 - 3 Uhr
Unter www.tavastiaklubi.fi könnt ihr alles weiter erfahren.
Die Karten kosten nicht mehr als 13 Euro für 3 Bands.
Mindestalter ist überall 18 Jahre, da wird überall genau drauf geachtet.
Bars mit voller Ausschanklizenz lassen Leute auch erst ab 20 Jahren hinein.
Das Semifinal hingegen war mir zu eng und verwinkelt. Es gab nur im Eingangsbereich eine Bar, wo man sich
gegenseitig im Weg stand und die Empore, die als Bühne genutzt wird ist sehr klein.
Besser hingegen gefiel mir wieder das "On The Rocks" an der Mikonkatu 15.
Hier werden die ganzen Rockklassiker der letzten Jahrzehnte gespielt.
Im oberen Teil kann man gemütlich in Sitzecken platz nehmen, oder auf roten Hockern an der Bar platz nehmen.
Die Tanzfläche, Gadrobe und zwei weiter Bars sind im unteren Teil mit Tickes bei Live-Auftritten zu finden.
Dort fand ich das rohe Mauerwerk, die unregelmäßige Steine und den grauen Steinboden so faszinierend.
Zumal der leichte Gothic Touch das übrige dazu tat.
Di, Mi, Do ab 23 Uhr Live-Musik
Der Club ist geöffnet: Mi - Sa 20 - 4 Uhr, So - Di 21 - 4 Uhr
Mein Favorit allerdings ist das "Lost & Found" (Annankatu 6). Das ist eine Bar/ Cafe/ Restaurant und kleiner
Disco auf zwei Etagen der Schwulen- und Lesbenszene, wo Heteros jedoch gern gesehen werden.
Im oberen Bereich gibt es eine langgezogene Bar, welche von zahlreichen Barhockern, Stehtischen und in
dunklem Holz gehaltenen normalen Sitzmöglichkeiten umsäumt ist. Im unteren Teil gibt es eine kleine
Tanzfläche, eine weitere Bar und eine Anzahl von verschlungenen, aus Stein geschlagenen Nischen, die nur
schwach beleuchte sind. Hier ist es auch gut möglich, dass einem ein bekanntes Gesicht entgegen kommt. Ein
paar Leute aus der Rock- und Gothicszene haben dort schon unseren Weg gekreuzt.
Nachteil, die Musik ist nicht ganz unser Geschmack, aber wenn man sich unterhält, oder mit der Zeit das
Publikum lauter wir, hört man so Sachen wie Modern Talking und andere typische Lieder in dieser Szene nicht
mehr.
Geöffnet: Mo - Fr 16 - 4 Uhr, Sa + So 15 - 4 Uhr
Das schöne ist, dass es in allen öffentlichen Lokalitäten gratis Leitungswasser bekommt und es schmeckt sogar.
Und zum Abschluss noch ein paar Finnische Wörter aus einen Blick:
Ja kyllä
Nein ei
Bitte ole hyvä
Danke kiitos
Eine Tasse Kaffe bitte. yhden kuppi kahvia kiitos.
Hallo hei; terve; moi
Guten Morgen hyvää huomenta
Guten Tag hyvää päivää
Guten Abend hyvää iltaa
Gute Nacht hyvää yötä
Tschüss aei hei; moi moi
Entschuldigung anteeksi!
Wie bitte? anteeksi kuinka?
Ich spreche nur wenig… puhun vain vähän…
Ich verstehe nicht. en ymmärrä.
Was kostet? mitä maksaa?
Polizei poliisi
Hotel holtelli
Apotheke apteekki
Achtung huomio
Hilfe apua
Arzt lääkäri
Feuerwehr palokunta
Zug juna
Bus bussi
Taxi taksi
Mein Fazit ist, das ich wirklich mein Herz an diesen Menschen und dieser Stadt verloren habe.
Auch wenn ich schon zum Dritten Mal dort war zieht es mich immer wieder dort hin.
Diese zuvorkommende Art der Menschen und diese Ruhe die sie ausstrahlen ist einmalig.
Man sollte es einmal gesehen haben, ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick geben, da es ziemlich
schwierig ist diese Eindrücke zu beschreiben.
Auf Jeden Fall ist Helsinki immer eine Reise wert!
Es grüßt euch ganz lieb
Yvii