Eine Sache vorweg: Dem Schreckensbericht meiner Vorposterin kann ich mich nicht anschließen, denn ich hatte mit meinen Freunden eine tolle Zeit in diesem Hostel, als wir im letzten Sommer (Juli '08) einen Berlin-Trip gemacht haben.
- Anreise
- Das Hostel
- Zimmer
- Verpflegung
- Mitarbeiter
- Fazit
Anreise
Das Heart of Gold Hostel hat meiner Meinung nach die beste Lage, die ein Hostel in Berlin haben kann. Gerade mal 800m Fußweg trennen das Hostel von der nächsten S-Bahn-Station Friedrichstraße, die im Berliner S-Bahnnetz den zentralen Knotenpunkt bildet. Alternativ kann man auch zur Station Oranienburger Straße gehen, die etwas näher gelegen ist, aber nicht mit so vielen Linien verbunden ist wie Friedrichsstraße. Wer mag, kann auf dem Weg ein paar Fotos machen, der Hintergrund auf der Brücke der Friedrichsstraße ist wirklich toll :)
Der Alexanderplatz ist in 15 Minuten zu Fuß erreichbar.
Hier die Position auf Google Maps:
http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=johannisstra%C3%9Fe+berlin&sll=51.151786,10.415039&sspn=18.232418,39.550781&ie=UTF8&z=16&iwloc=addr
(Lage: 5 Sterne)
Das Hostel
Nach dem Empfang durch die sehr netten Mitarbeiter bekamen wir erstmal die Hausordnung zu lesen. Bei einem Punkt waren wir leicht schockiert. Es hieß „Die Mitnahme von Essen und Getränken auf die Zimmer ist aus Hygienegründen untersagt“ (sinngemäß). Später stellte sich allerdings heraus, dass diese Regelung nicht so streng gehandhabt wird. Das Personal, das täglich die Zimmer reinigt, hat nämlich nichts zu den haufenweise vorhandenen Flaschen und Verpackungen gesagt. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn diese Regel bereits abgeschafft wurde.
Nach der Bezahlung erhält jeder eine Key-Card, mit der man die Türen zu den Zimmern öffnen kann, sowie eine persönliche „ID-Card“ (wenn ich das so nennen darf), die ab und zu vorgezeigt werden muss, damit sich keine Nicht-Kunden im Hostel aufhalten. Mit dieser Karte bekommt man außerdem 10% Rabatt auf den nächsten Besuch (übertragbar).
Die Lobby des Hostels ist sehr entspannt. Hier befinden sich etwa 4 Computer mit Internetanschluss, dessen Benutzung 1 oder 2 € pro Stunde kostet, den genauen Preis habe ich leider vergessen. Hierzu muss man einen Gutschein mit einem Code kaufen. Wenn man sich am Rechner einloggt, läuft unten rechts ein Timer, der die verbleibende Zeit anzeigt. Nicht verbrauchte Zeit kann wieder erstattet werden. Wer ein Notebook oder ein anderes W-LAN-fähiges Gerät hat, kann kostenlos das Internet nach Absprache mit dem Personal nutzen. Außerdem gibt noch einen Billardtisch und eine Bar.
(5 Sterne)
Zimmer
Im Folgenden erstmal die Preise (Stand März 2009)
Alle Preise pro Person und Nacht.
- „Apartment XXL“ - 180 €
- „Apartment flat“ - 120 €
- Einzelzimmer mit Dusche – 40 €
- Doppelzimmer mit Dusche – 30 €
- 3-Betten-Zimmer – 22 €
- 4-Betten-Zimmer – 22 €
- 5-Betten-Zimmer – 18 €
- 6-Betten-Zimmer – 18 €
- Großer Schlafsaal – 15 €
Außerdem ist die 7. Übernachtung kostenlos.
(Preise: 4 Sterne)Wir nahmen mit sechs Leuten das 6-Betten-Zimmer, hatten also das Zimmer für uns allein. Wenn man nicht das gesamte Zimmer bucht, dann wird das Zimmer mit mehreren Gruppen geteilt.
Die Austattung unseres Zimmers war äußerst spärlich, es gab neben den Betten eigentlich nur noch Schließfächer, welches man gegen ein Pfand von 5 € benutzen konnte, einen Wandspiegel, einen Mülleimer und einen Stuhl. Wenigstens ein Waschbecken hätte man einbauen können, damit man sich morgens zum Zähneputzen nicht zur Toilette begeben muss. Gewöhnungsbedürftig ist auch, dass gegenüber vom Hostel anscheinend Konferenzräume oder Büros sind, die abends zum Glück leer sind, denn man fühlt sich schon ein wenig beobachtet.
Die Betten der Zimmer waren in Ordnung. Nicht mehr und nicht weniger. Die Bettwäsche, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden, waren frisch gewaschen. Allerdings wurden die Betten mit der Zeit etwas sandig, wahrscheinlich weil unser Zimmer aufgrund unserer Unordnung unputzbar war.
Auf jedem Flur befinden sich drei abschließbare Badezimmer (jeweils 3 für Herren und Damen) mit Dusche, WC und Waschbecken. Das hört sich zunächst wenig an, aber ich hatte zu keiner Zeit Probleme, ein freies Badezimmer zu finden. Die Duschen sind sind irgendwie.. komisch. Man muss alle 10 oder 20 Sekunde auf den Knopf drücken, damit das Wasser weiterläuft, aber na gut, was tut man nicht alles fürs Einsparen von Ressourcen.
(Zimmer: 3 Sterne)
Verpflegung
In keinem der oben genannten Preise ist ein Frühstück enthalten. Das Frühstück kostet 3 € und wird von 8 – 12 Uhr als Buffet „All you can eat“ bereitgestellt. Ich selber habe nur einmal gefrühstückt, weil ich 1. Langschläfer bin und 2. lieber in der Stadt essen gehe. Wer sich ein paar Brötchen als Lunchpaket machen möchte, kann nach Alufolie fragen und die Brötchen einpacken. (Kleiner Tipp: Abends kann man sich die Brötchen umsonst von Tresen nehmen). Mittagessen und Abendbrot wird meines Wissens nach nicht angeboten.
(Verpflegung: 2 Sterne)
Mitarbeiter & Gäste
Die Mitarbeiter waren allesamt sehr freundlich, wenn auch etwas beschäftigt.
Sehr positiv am Heart of Gold Hostel ist die internationale Gästeschaft. Hier kann man sehr viele Leute aus aller Welt kennenlernen, vor allem aus den Vereinigten Staaten (schon lustig anzusehen, was die Amerikaner alles mit Alkohol anstellen). Aus diesem Grund ist die Hauptsprache im Hostel Englisch.
(Mitarbeiter: 5 Sterne)
Fazit
Ich lege dieses Hostel wirklich jedem ans Herz, der eine günstige Unterkunft sucht und tagsüber die Stadt besichtigen will. Die Lage ist fürs Sightseeing wirklich exzellent.
Kurz gesagt: Gerne wieder!