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Erfahrungsbericht

für Hard Rock Cafe Rom
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5 Sterne Come to the Hardrock Cafe... Bericht mit Bildern
113 von 113 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Ein Kultlokal, gute Musik, große Portionen

Kontra etwas überzogene Preise, zumeist voll, weil gut besucht

Detailbewertung

Service
Geräuschpegel:
Happy Hour:
Flirtfaktor:
Angebotsumfang:
Häufigkeit des Besuches:
Atmosphäre: urig & rustikal
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Der Autor

butler_carlo Seit 26 Mrz 2001

Was gibt es schöneres, als in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen und einfach nichts zu tun... mehr

51 Mitglieder vertrauen mir

Das Hardrock-Cafe ist eine Institution und in vielen interessanten Städten findet man eines davon. Und so kam es, dass wir während unseres Rom-Aufenthalts auch einen Abstecher in die dortige "Filiale" machten, schon alleine deshalb, weil wir ein "Pinatic" sind und auch über eine "All Access-MemberCard" verfügen - doch davon später.

Zur Geschichte der Hardrock-Cafes:
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Die Herren Isaac Tigrett und Peter Morton kamen auf die gewinnbringende Idee in London in 150 Old Park Lane ein Lokal zu eröffnen. Das Lokal etablierte sich relativ schnell und war auch in der Musik-Szene sehr beliebt. Unter anderem zählte Eric Clapton zu den Stammgästen. Da er aber auf seinen angestammten Platz nicht verzichten wollte, ließ er eine seiner Gitarren über diesen Platz hängen. Dieses Objekt begründete eine ausgesprochen umfangreiche Sammlung von Musikinstrumenten, Kleidungsstücken und sonstigen Utensilien aus dem Besitz von bekannten Stars aus der Musikszene.
Immerhin dauerte es 11 Jahre bis die beiden Briten unabhängig von einander mehrere weitere Lokale eröffneten, wobei sich die meisten in den USA, ein paar wenige in Europa befinden. Isaac Tigrett verkaufte schließlich seine Anteile an der Gesellschaft an ein Unternehmen, das später durch die "Rank Organisation" aufgekauft. Diese Firma setzte die Eröffnungswelle fort und kaufte schließlich auch jene Lokale die Peter Morton gehörten.
In der Zwischenzeit gibt es nicht nur Restaurants, sondern auch Hotels, Bars, Casinos und eine Veranstaltungshalle. In einer Ausstellung wurden all jene Exponate aus dem Besitz von Stars gezeigt, die nicht in einem der Häuser ausgestellt sind - immerhin sind es über 60.000 Stück. Diese war in Orlando in einem alten Bankhaus untergebracht und wurde Vault (steht für Tresor) genannt. Leider wurde das Vault schon nach einem Jahr wieder geschlossen.
Zwischenzeitlich kamen noch etliche weitere Lokale, besonders in Asien dazu, die auf einem Franchise-System basieren.
Im Dezember 2006 wurde der Verkauf der Hardrock-Cafe International Inc. an den Stamm der Seminole-Indianer angekündigt. Ob er tatsächlich vollzogen wurde entzieht sich unserer Kenntnis.

Die Lage und das Lokal:
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Das Hardrock-Cafe Rom befindet sich in der Via Vittorio Veneto 62, die sich mitten im Zentrum von Rom befindet. Das Lokal hat eine helle Fassade und wirkt eher unscheinbar, wäre da nicht der bekannte Schriftzug über dem Lokal und drei bemalte Glasfenster, die Jimi Hendrix, die Beatles und Elvis Presley darstellen. Wie in der Via Vittorio Veneto beinahe schon Usus, hat auch das Hardrock-Cafe einen überdachten gläsernen Patio, der klimatisiert ist. Dadurch kann er auch bei Schlechtwetter genutzt werden.
Das Lokal selbst besteht aus zwei großen Gasträumen, wobei die Theke der Bar das Zentrum bildet. In der Mitte des Lokals ist die Decke kuppelförmig angehoben, frei nach Michelangelo wurde sie auch bemalt und erinnert - zwar nur entfernt - an die sixtinische Kapelle.
An neuralgisch guten Positionen wurden LCD-Bildschirme angebracht, wo ständig - passend zur Musik - Musikvideos abgespielt werden. Die Hauptattraktion sind allerdings die Exponate, die sorgsam in gläsernen Vitrinen untergebracht sind, damit sie keinen Schaden nehmen. Unter anderem findet man dort ein Bühnenkostüm von Elton John und Jimi Hendrix, ein Hemd von Keith Richard (Rolling Stones), eine Sonnenbrille von Bono (U2), Plateau-Schuhe und ein Zylinder von Elton John, eine Kappe von Cher, einen Mantel von John Lennon, etliche E-Gitarren und goldene Schallplatten.
Sonst ist die Einrichtung eher spartanisch gehalten - Holztische und Stühle, die etwas hart sind, um länger darauf zu verweilen.
Gleich neben dem Lokal befindet sich der Shop, in dem die begehrten Hardrock-Cafe - Merchandisingartikel zu kaufen sind. Da gibt es die verschiedensten T-Shirts, Sweater, Pins, Zippos und vieles mehr.

Das Essen und die Getränke:
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Sehr amerikanisch! Allerdings sind die Portionen eher untypisch groß und durchaus geeignet ein paar Kilos an Fettgewebe an den neuralgischen Stellen des Körpers anzulegen. In der Karte finden sich größtenteils Burger in allen Variationen mit den unterschiedlichsten Fleischsorten, aber auch Vegetarisches ist darunter. Der Begriff Burger sollte allerdings nicht unterschätzt werden, denn auf den Tellern sind Wagenräder mit einer halben Kuh bzw. einem halben Schwein angerichtet
Wer es noch eine Spur deftiger mag, der kann sich auch gegrillte Rippchen, Chicken Wings oder gar ein saftiges Steak zwischen die Rippen schieben.
Isst man lieber etwas gesünder, so kann auch auf einen der vielen Salate - übrigens auch keine kleinen Schüsseln - zurückgreifen. Hat man dann immer noch nicht genug, wie wäre es mit einer "Cheese Cake" oder "Chocolate Peanut Butter Crunch" oder "Ice cream"?
Die Preise sind zwar recht hoch, aber für die Größe der Speisen und die Gegend durchaus angemessen.

Bei den Getränken verhält es sich ähnlich. Man erhält verschiedene Biersorten, einheimische, die wesentlich günstiger sind und Importbier wie beispielsweise Budweiser, das die Stadt Budweis allerdings nie gesehen hat, sondern direkt aus den USA kommt… und dementsprechend schmeckt. Natürlich sind auch einige Longdrinks, Softdrinks und das in Rom allseits beliebte "Aqua Minerale" auf der Karte.

Unsere Meinung:
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Wer denkt, dass man in das Hard Rock-Cafe so ohne weiteres hineingehen kann, den müssen wir leider enttäuschen, denn die Hütte ist zumeist gesteckt voll. Gleich beim Eingang steht eine Theke mit dem Platzanweiser, der jeden Besucher empfängt. Hat er keinen freien Tisch zur Verfügung und verzichtet der Gast nicht auf einen Besuch, so erhält er vom Empfang eine Art Pager und darf noch eine Runde durch Rom drehen, bis er angepipst wird. Ein interessanter Service, den wir in dieser Form noch nicht gesehen haben. Ist man allerdings Pinatic oder All Access Member, wird man bevorzugt und erhält sofort einen freien Tisch - es funktioniert tatsächlich… wir haben es probiert.

Sitzt man dann endlich - mehr oder weniger bequem - dann wartet man… und wartet…wartet noch immer… und es könnte ein "Warten auf Godot" werden, würde man sich nicht die rote Krawatte umbinden, welche die Aufmerksamkeit des Kellners auf sich zieht. Was es mit dieser roten Krawatte auf sich hat, wollt ihr wissen? Nun, das ist unsere Zunge, die uns, als Folge des Dursts, zwischenzeitlich bis zu den Knien hängt und locker zu einem Windsor-Knoten gebunden werden kann.
Das Personal ist durchwegs sehr jung, möglicherweise Studenten, die sich ein wenig dazuverdienen wollen oder müssen, allerdings schien es uns, als wären es keine Italiener. Wie es sich für ein Hardrock-Cafe gehört spricht man hier übrigens durchwegs Englisch.

Nachdem sich endlich das Servierpersonal an unseren Tisch verirrt hat, wird bestellt - und zwar Getränke in doppelter Menge. Da auch ein gewisses Hungergefühl eingesetzt hat, beschränken wir uns nicht nur auf einen Hauptgang, sondern nehmen auch einen Starter. Das war ein Fehler, denn die Vorspeise entpuppte sich als derart umfangreich, dass wir danach beinahe schon satt waren. Wer also eher Ähnlichkeit mit einer Raupe hat, dem kann man die "Jumbo Combo" durchaus empfehlen. Leider wurden wir von der Küche dann noch enttäuscht, da man uns mitteilte, dass Sparerips leider ausgegangen seien (…wir hätten gerne gewusst wohin, dann wären wir dort hingegangen…). Der Kellner empfahl uns stattdessen einen Pork-Burger, den er in den Himmel pries. Eines ist sicher, falls der Kellner tatsächlich Student ist, so studiert er sicher nicht Zoologie, denn sein Schwein hat nämlich Flügel, legt Eier und scharrt auf dem Misthaufen.
Während das Warten auf den Kellner ein ziemlich mühsames Unterfangen ist, funktioniert die Küche offenbar etwas besser, denn von der Bestellung bis zum Servieren, verging - zu unserer Überraschung - nur relativ kurze Zeit.

Entweder hat uns die Küche als Entschädigung für die ausgegangenen Rippchen, mit einer Extraportion bedacht, oder die Portionen sind hier immer so groß. In dem Riesending befand sich sicher das Fleisch von einem halben Huhn. Dazu gab es noch jede Menge Pommes Frites - der rothaarige Ronald MacDonald würde vor Neid erblassen.
Musikmäßig haben wir einen wirklich guten Tag erwischt, denn man traf generell unseren Musikgeschmack. Hauptsächlich handelte es sich um Musik der späten 70er und 80er Jahre.

Vielleicht noch ein paar Worte zu den Preisen. Leider können wir uns nicht mehr an jeden einzelnen Preis erinnern und bevor wir jetzt einen Blödsinn schreiben, werden wir keine Einzelheiten erwähnen. Trotzdem, die Preise für Getränke sind wie überall in Rom nicht gerade Okkasionen mit den Preisen für die Speisen verhält es sich ähnlich. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass die Portionen wirklich überaus reichlich sind und somit durchaus gerechtfertigt.

Wer nun reichlich gegessen und getrunken hat, der wird bald das Bedürfnis verspüren, einen Gang anzutreten, der wieder Erleichterung verschafft. Und so begibt man sich in Richtung Toiletten. Gleich nach dem Betreten stellten wir fest, dass es hier entweder eine tolle Toilettenfrau gibt oder die Kundschaft sich Mühe gegeben hat, den Lokus nicht zu versauen. Leider trifft dieser Umstand nicht auf alle Lokale in Rom zu… da kann man schon sein blaues Wunder erleben.

Mitgliedschaften im Hardrock Cafe:
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Pinatic:
Auch so eine Erfindung der Hard Rocker. Jedes Hardrock Cafe bringt jährlich und zu bestimmten Anlässen bunte Anstecknadeln heraus, die man erwerben kann. Allerdings muss man bemerken, dass bei fast 140 Lokalen auf der ganzen Welt und mehreren Anlässen im Jahr schon so einiges an Pins zusammen kommt. Ganz billig ist die Sache auch nicht, denn je nach Ausführung können diese Nadeln zwischen € 7 und € 15 kosten. Natürlich hat sich auch eine Sammlergemeinde gebildet, die untereinander fröhlich tauscht. Aber es gibt auch Auktionen, bei denen besondere Stücke Preise jenseits der $100 erzielen.
Der offizielle Sammlerclub erwartet allerdings einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von $ 29,95 (ein bisschen mehr als € 22). Dafür darf man sich dann Pinatic nennen und erhält zusätzlich noch einen eigenen Member-Pin, 10% Vergünstigung auf Speisen und Getränke in den Hardrock Cafes, wird bevorzugt bei der Platzreservierung und hat noch etliche andere Vorzüge, speziell dann, wenn die Sammelleidenschaft besonders hoch.
Natürlich protzt der Pinatic mit seiner Sammlung, die er zumeist an einem Schlüsselband um den Hals trägt. Leider haben wir noch zu wenige Pins, um damit prahlen zu können.

All Access-Member:
Noch so eine Sache, die sich die Hardrocker einfallen ließen. Durch Kauf einer "All Access Member Card" erhält man ebenfalls in allen Hardrock-Cafes bevorzugt einen Tisch. Zusätzlich sammelt man für konsumierte Getränke, Speisen oder gekaufte Merchandisingartikel pro $ 200,- jeweils $ 20 gutgeschrieben, die man dann in einem der Lokale auch wieder einlösen kann. Weiters gibt es einen speziellen All Access-Member - Pin und einen Hardrock-Cafe-Seesack. Natürlich wird in der Euro-Zone alles in Euro gerechnet.


Öffnungszeiten:
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Das Hardrock Cafe in Rom hat jeden Tag geöffnet. Der Restaurantbetrieb beginnt von Sonntag bis Donnerstag jeweils von 12:00 mittags bis Mitternacht, während die Bar bis 01:30 Uhr offen hat. Von Freitag bis Samstag schließt die Küche erst um 01.30 Uhr, der Barbetrieb macht mit 02:30 Uhr Schluss.
Der Merchandise-Shop beginnt Sonntag bis Donnerstag jeweils immer von 10:00 Uhr - Mitternacht, Freitag und Samstag immer von 10:00 Uhr - 01:00 Uhr.

Fazit:
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Trotz der recht hohen Preise für Getränke und Speisen sollte man das Hard Rock Cafe in Rom besuchen. Es muss ja nicht gerade ein ausgiebiges Mahl sein, ein kurzer Rundgang durchs Lokal, die ausgestellten Exponate begutachtet, vielleicht ein T-Shirt gekauft (die übrigens von einer ausgesprochen guten Qualität sind) und dann wieder ab in das römische Nachtleben. Wer allerdings länger bleiben möchte, der kann sich dort durchaus wohl fühlen - sofern man laute Musik und düsteres Licht mag.
Wir werden für unseren Teil werden auf alle Fälle wieder das Hard Rock Cafe in Rom besuchen, wenn es uns wieder einmal dorthin verschlägt.

Als dann, servus, B.C.

Übrigens: wer sich selbst einen Eindruck vom Loakl machen möchte, der kann dies unter http://www.hardrock.com/locations/cafes3​/cafes.aspx?LocationID=50&MenuID=15 &MIBEnumID=3
gerne tun.

Bilder

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von butler_carlo butler_carlo

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Kommentare

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  • Janet74de 23.04.2008 08:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Kontroll-Man 09.04.2008 10:32
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Leider hatte ich bis heut noch nie ein Hardrock Cafe besucht, vielleicht ä#ndert sich das mal... Ein Bericht ohne Fehl und Tadel, MfG Gregor

  • koykat 27.03.2008 22:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    informativ, lesenswert und sehr hilfreich geschrieben, lg Burki

  • Kassiopaya1985 15.10.2007 13:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Ich kenne bisher auch schon einige HardRock-Cafes (über München folgt bestimmt bald ein Bericht). Ich finde die Preise halt schon ziemlich häftig. Aber sie haben halt Kultstatus. Jedenfalls ist dein Bericht ganz super! SH von mir. LG Kassiopaya

  • speedey06 19.09.2007 14:47
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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