Ciao - für Leute mit eigener Meinung
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Pro Nettes Personal, ordentliches Früchstück, vielfältige Unternehmungen/Erledigungen möglich
Kontra Sauberkeit, Konzeption der Duschen, teilweise falsche Versprechen auf HP
Detailbewertung
| Erreichbarkeit: | |
|---|---|
| Weitere Angebote der JH (Sport, Freizeit etc.): | |
| Zufriedenheit mit den Räumlichkeiten: | |
| Wieviel bezahlt für 1 Person (1 Nacht + Frühstück): | |
| Freundlichkeit: |
Moinsen!
Ich habe ab und an in Berlin zu tun und im Oktober 2011 war ich dort drei Tage bei einem Seminar, brauchte also eine Unterkunft für zwei Nächte. Da ich ja nicht als Tourist dort war, sondern wegen des Seminars, legte ich bezüglich der Unterkunft auch keinerlei Wert auf irgendwelchen Luxus. Ich wollte es mir schließlich nicht gut gehen lassen, sondern nur irgendwo pennen. :-) Daher fiel meine Wahl auf das sehr kostengünstige Hostel „Happy Bed“ in Steglitz. Umfassend wird dieser Bericht nicht sein, denn ich habe nur einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden Räume und Einrichtungen genutzt. Ich kann beispielsweise keine Auskunft über den zum Hostel gehörigen Grillplatz, das Billardzimmer, den TV- oder Internetraum liefern, weil ich das alles nicht genutzt habe. Aber das, was ich dort erlebt und gesehen habe, will ich dennoch gern mit euch teilen. :-)
**Das Hostel- Basisinformationen**
Erreichbar ist die Rezeption unter 030 -793 36 47 beziehungsweise info@happybed.de. Sie ist 24 Stunden am Tag besetzt.
Auf der Homepage www.happybed.de findet man bereits sehr umfangreiche Informationen auf Deutsch, Polnisch und Englisch, unter anderem auch einen Kartenausschnitt von Steglitz mit dem exakten Standort des Hostels.Das Hostel hat natürlich eine Hausordnung, an deren einzelne Punkte ich mich freilich nicht erinnern kann, aber Nachtruhe besteht ab 22.00 Uhr und Alkohol ist verboten. Nun ja, auch ich habe mich daran gehalten und nicht versucht, welchen reinzuschmuggeln. Man wird aber definitiv nicht an der Rezeption kontrolliert, wenn man von draußen reinkommt. Wer sich unauffällig verhält, kann auf dem Zimmer sicher völlig unbehelligt etwas Wein und Co. genießen… Sollte ich das überhaupt schreiben? Ciaoaner unter 18, ihr habt das jetzt NICHT gelesen! :D
Die Buchung eines Zimmers beziehungsweise Schlafplatzes funktioniert sehr einfach, reibungslos und ist vor allem auch äußerst kurzfristig möglich- Natürlich nur, sofern auch ein Zimmer frei ist. ;-) Ich reiste an einem Donnerstag an und hatte die Buchungsanfrage am vorangegangenen Wochenende abgewickelt.
Auf der HP findet man ein Anfrageformular. Dort gibt man u.a. seinen Zimmerwunsch an (nachdem man das Zimmerangebot studiert hat) und natürlich den Tag der An-und Abreise. Zumindest mir wurde dann per E-Mail noch am selben Tag ein passendes Angebot unterbreitet. Sagt einem dieses Angebot zu, kann man die verbindliche Buchung abschließen, indem man einfach eine Antwortmail sendet. Innerhalb eines Tages folgt die Buchungsbestätigung und die Sache ist erledigt. Selbstverständlich kann man anrufen und sich nach einem geeigneten Zimmer erkundigen.
**Anreise**
**Einchecken, Auschecken, Rezeptionsservice**
**Einrichtung/Ausstattung**
Wie das Hostel von außen aussieht, ist auf dem Foto eigentlich ganz gut zu erkennen, Ergänzungen halte ich diesbezüglich nicht für nötig.
Das Happy Bed Hostel hat mehrere Etagen, vier an der Zahl. Gegenüber der Rezeption, also unmittelbar beim Eingang, befindet sich das Treppenhaus, und es wird angeraten, dieses zu nutzen, um in die oberen Etagen zu den Zimmern zu gelangen. Der Fahrstuhl wird als Lastenaufzug gebraucht. Am An- und Abreisetag, wenn man das Gepäck mit sich führt, ist das natürlich etwas anderes. :-)
Im Erdgeschoss befinden sich neben der Rezeption die Gemeinschaftsräume. Folgende habe ich genutzt: Frühstücksraum, Aufenthaltsraum und Küche. Über diese werde ich, neben den Zimmern und Duschräumen, demzufolge auch detaillierter berichten. Es gibt neben der Rezeption auch einen kleinen Telefonraum mit Münzautomat, den ich aufgrund der Nichtverfügbarkeit meines Handys aufgesucht habe. Über den gibt es aber nicht viel zu sagen. Weitere Gemeinschaftsräume, die ich jedoch nicht genutzt habe, sind: Billardzimmer, Tischtennisraum, Internetraum, TV-Raum und Waschraum. Beim TV-Raum bin ich mir gar nicht sicher, ob er auch im Erdgeschoss ist oder sich nicht doch in den oberen Etagen befindet. Er hat mich von allen Räumen am wenigsten interessiert. Auch den Grillplatz hinterm Hostel hab ich während der zwei Tage im Oktober natürlich nicht in Anspruch genommen.
In das Billardzimmer habe ich aber einen kurzen Blick geworfen. Es wartet mit einem großartigen Wandbild auf (siehe Foto). Zwei oder drei Billard- und/oder Pooltische stehen dort zur Verfügung, mindestens eine Sitzgelegenheit und noch so ein Kickertisch.
Auch die Wände im Erdgeschoss sind sehr niedlich und liebevoll mit großen Blumen verziert (siehe ebenfalls Foto), was ich ausgesprochen nett fand. In den oberen Etagen sind die Wände ebenfalls bemalt. Die Gemeinschafträume sind im Erdgeschoss mittels nett gestalteten Schildchen ausgeschildert; ja, mit diesen Gestaltungselementen soll wohl der junge, fröhliche und spaßorientierte Charakter der Einrichtung betont werden. Es ist nun mal eine Jugendherberge. Auch eine gewisse Internationalität will man offensichtlich herauskehren, denn an der Wand neben der Rezeption hängen mehrere Uhren, welche die aktuelle Zeit in diversen Weltmetropolen anzeigen. Tatsächlich verkehrt im Happy Bed internationales Publikum, ich habe sowohl im Gemeinschaftsbad als auch Frühstücksraum verschiedenen Sprachen gelauscht.
Im Erdgeschoss steht noch ein Getränke- und Süßigkeitenautomat und an den Wänden hängen ein Stadt- und Liniennetzplan von Berlin, was außerordentlich hilfreich sein kann.
Abgesehen von den Wandbemalungen gab es allerdings in keinem der von mir begangenen Räume eine über das Notwendige hinausgehende Ausstattung oder Dekoration. Alles in allem habe ich sämtliche Räume als doch sehr nüchtern und spartanisch in Erinnerung. Für das Zimmer gilt das in besonderer Weise, und mit dem machen wir weiter.
Wie schon erwähnt, bewohnte ich ein Doppelzimmer. Die Quadratmeterzahl habe ich mir nicht gemerkt, aber es müssten um die 8 qm gewesen sein. An der Tür sämtlicher Räume ist zusammen mit der Zimmernummer oder -bezeichnung die Größe in Quadratmetern aufgeführt. Zwei Betten standen in meinem Zimmer in relativ geringem Abstand nebeneinander. Beim ersten Betreten drängte sich mir sofort die Assoziation mit einer Gefängniszelle auf. Nicht, dass ich eine solche schon mal von innen gesehen hätte! Aber wie man sich das eben so vorstellt. Besonders drollig fand ich diese an der Wand befestigte Leselampe. Nun, wo sollte sie sich auch sonst befinden, auf einem Nachtischschränkchen konnte sie nicht stehen, denn ein solches war nicht vorhanden. Immerhin hat sie einwandfrei funktioniert! Das Bett war in Ordnung, weder zu hart noch zu weich. Aber ich war zumindest am ersten Abend so müde, ich hätte sogar im Schrank geschlafen.^^ Kissen und Decke habe ich nicht wirklich sauber und qualitativ hochwertig in Erinnerung. Das Kissen war recht durchgelegen und ausgeleiert, die Decke ein wenig schmuddelig. Immerhin war die Bettwäsche, die ich an der Rezeption erhalten hatte, akzeptabel. Also schnell rüber damit! In Beige oder Ecru gehalten, passte sie zum schlicht-spartanischen Charakter der ganzen Herberge. Was mich total nervt, ist, dass die meisten Jugendherbergen (ich habe 2011 in drei verschiedenen Hostels genächtigt) keine Spannbettlaken zur Verfügung zu haben scheinen. Ich benutze zu Hause seit Ewigkeiten Spannbettlaken und stelle mich beim Überziehen der gewöhnlichen immer ziemlich doof an. Nie bekomme ich es gleichmäßig hin. Aber das nur am Rande.
Weiterhin gab es in dem Zimmer einen quadratischen Tisch samt Stuhl; beides sah, nun ja, schon ein wenig primitiv aus. Aber die Oberfläche des Tisches war recht sauber und auch der Stuhl schien benutzbar. Ich befand ihn für reinlich genug, um mein Handtuch zum Trocknen über die Lehne zu hängen. Da ich einen ausgesprochenen Hygienefimmel habe, will das was heißen. Der Schrank allerdings genügte meinen Anforderungen nicht. Er sah schief und unregelmäßig zusammengezimmert aus und das Innere wirkte auf mich versifft genug, um mein Zeug dort NICHT zu deponieren. Ich war in diesem Zusammenhang echt dankbar für das zweite Bett, denn darauf habe ich dann alles abgelegt.
Den Spiegel fand ich auch blöd. Er bestand aus zwei kleinen Quadraten, die diagonal aneinander grenzten. Die jeweils freien Seiten neben den Spiegelquadraten wurden von zwei grünen Quadraten ausgefüllt, die ihrerseits diagonal aneinander grenzten. Man konnte sich gar nicht richtig darin spiegeln.
Ein Waschbecken gab es in meinem Zimmer nicht! In manchen Jugendherbergen ist es ja der Fall, dass die Zimmer ohne eigene Dusche und Toilette zumindest über ein kleines Waschbecken verfügen. Aber das Happy Bed ist in dieser Hinsicht wirklich ganz unten in der Luxus-Skala anzusiedeln.
Ein echtes Problem hatte ich als Putzteufel mit dem Laminatboden. Diesen zierte zwischen Tisch und Bett ein ziemlich großer Fleck. Irgendetwas muss da ausgelaufen sein. Ich will gar nicht so genau wissen, was. Hätte ich länger in dem Hostel nächtigen müssen, hätte mir der Gedanke ziemliches Unbehagen bereitet, dass mein unmittelbares Umfeld derart versifft ist.
Der Geräuschpegel in meinem Zimmer war absolut akzeptabel für eine Großstadt wie Berlin. Die Zimmer selbst sind aber verhältnismäßig hellhörig, ich habe es beispielsweise immer gehört, wenn im Gemeinschaftsbad die Dusche angeschaltet wurde. Ich war nach den Seminaren aber müde genug, um dennoch relativ problemlos einzuschlafen.
Die Etagenduschen sind in den einzelnen Stockwerken mittig gelegen, so dass jeder Gast von seinem Zimmer aus einen etwa gleich langen Weg dorthin zurücklegen muss. Mein Eindruck von den Duschen ist nicht gänzlich, aber vorwiegend negativ. Im Duschraum selbst sind natürlich noch Waschbecken und Toiletten untergebracht. Die beiden Duschen, die es auf meiner Etage gab (insgesamt sind es vier, je zwei im Mädchen- und Jungenduschraum), sind durch eine Schiebetür vom Waschbecken- und Toilettenbereich getrennt. So weit, so gut, die sich gegenüber liegenden Duschkabinen selbst sind aber nur durch einen nicht übermäßigen sauberen Duschvorhang zu „verschließen“. Natürlich spitzt das Wasser seitlich oder unterhalb des Duschvorhangs nach draußen in Richtung der anderen Duschkabine. Das ist total blöd, weil man in dem kleinen Bereich zwischen den beiden Kabinen ja seine Klamotten, Kulturtasche und das Handtuch auf einem einzigen Hocker deponiert, während man duscht. Man muss den Hocker dann sehr nah an die andere Duschkabine heranrücken, um sein Zeug aus der Reichweite des Duschstrahls zu schaffen. Natürlich funktioniert das nur, wenn niemand in der anderen Kabine duscht. Das Ende vom Lied ist, dass angesichts dieser praktischen Erwägungen eigentlich nur eine Dusche pro Geschlecht und Etage zur Verfügung steht, und das ist ein bisschen sehr wenig. Der Duschknopf ist fest montiert und somit schlauchlos, wie es für Jugendherbergen ebenfalls typisch ist. Eben deshalb kann man die Richtung des Duschstrahls ja nicht beeinflussen. Ich mag das nicht sonderlich, wenn man sich so unter der Dusche drehen muss, damit jede Körperstelle nass beziehungsweise vom Schaum befreit wird. Mit einem Duschschlauch ist man ja viel flexibler und hat mehr Kontrolle. Ärgerlich war auch, dass der Strahl schon nach relativ kurzer Zeit, einer Minute vielleicht, wieder abgeschaltet wurde und man also ständig auf das Knöpfchen drücken musste, um ihn wieder zu aktivieren. Ich musste mir einmal die Haare waschen und befürchtete, dass es angesichts dieses Umstands ewig dauern würde, bis der Schaum aus der Wolle gespült ist. Glücklicherweise ist der Strahl aber sehr kräftig, so dass das doch ziemlich schnell erledigt war, auch wenn er immer so schnell wieder versiegte.
Zur Sauberkeit: Natürlich ist es nicht leicht, einen Sanitärraum, der von so vielen Personen genutzt wird, penibel sauber zu halten. Auf der HP wird aber versprochen, dass dort mehrmals täglich geputzt wird, und das bezweifle ich dann doch. Sowohl morgens als auch abends fand ich Haare im Duschausfluss und anderswo vor, und auch die beiden Waschbecken und der Boden waren immer leicht schmuddelig sowie die Spiegel verschmiert. Auch die Hocker, die im Duschraum als Ablagemöglichkeit dienen, waren äußerst versifft. Die Sitzfläche eines Hockers habe ich einmal fotografiert, damit man sich ein Bild davon machen kann. Es ist mir wirklich schwer gefallen, meine Handtücher darauf abzulegen. Wirklich nachvollziehen kann ich das nicht. Tagsüber waren die meisten Gäste doch sicher unterwegs, da wird doch niemand im Hostel herumgehangen haben. In dieser Zeit hätte man die Bäder doch auf Hochglanz polieren können. Es wurde aber, zumindest wenn ich meinen Standard als Messlatte anlege, nur sehr oberflächlich geputzt. Die Toiletten allerdings waren in Ordnung, wahrscheinlich haben die Reinigungskräfte ihre ganze Energie darauf verwendet.
Der Frühstücksraum ist im Großen und Ganzen so spartanisch wie der Großteil des Hostels, das einzige Highlight stellt auch hier wieder eine Wandbemalung dar, und zwar eine ausgesprochen aufmunternde. Eine Wand ist über und über mit Sonnenblumen verziert, über die sich ein blauer Himmel erstreckt. Schön! Der Rest ist unspektakulär. An die 10 Tische stehen zur Verfügung und an
der hinteren Wand war dann das Frühstücksbuffet aufgebaut. Das Frühstück war überraschend gut! Es gab Scheiben- und Frischkäse, verschiedene Brot-, Marmeladen- und Wurstsorten und man konnte auch zwischen mehreren Müsli- und/oder Cornflakesarten wählen. Ich glaube, es gab zwei verschiedene Säfte. Das Wichtigste am Morgen ist für mich der Kaffee. Vor meiner ersten Tasse Kaffee bin ich nicht ansprechbar. Ja, der Hostel-Kaffee war in Ordnung. Nicht besonders gut und nicht besonders schlecht, einfach gewöhnlich. Vor allem war immer genug davon vorhanden. In einem anderen Hostel ist es mir passiert, dass die Kaffekanne immer recht schnell leer war und man das Personal nach neuem fragen musste. Das hat mich vielleicht angenervt!
Auf dem Seminar, an dem ich in Berlin teilnahm, gab es jede Menge Kaffee und belegte Brötchen, aber natürlich kein „richtiges“ Essen. Am zweiten und vorletzten Tag hatte ich abends also Hunger und Appetit auf eine warme Mahlzeit. Im nahegelegenen Lidl besorgte ich mir ein Fertiggericht mit Nudeln, dass man mit ein wenig Wasser in der Pfanne zubereiten musste. Normalerweise hasse ich Fertiggerichte und koche fast immer frisch, aber das wollte ich in der Gemeinschaftsküche nun nicht in Angriff nehmen. Das war eine richtige Entscheidung. Der Herd arbeitete ziemlich langsam, es dauerte Ewigkeiten, bis meine Nudeln weich waren. Da wurde meine Geduld wirklich auf eine harte Probe gestellt.
Was Geschirr und Küchenutensilien betrifft, so steht eigentlich alles zur Verfügung, was man so braucht- Einige Pfannen und Töpfe, Rührlöffel und Bratenheber, ansonsten natürlich Teller, Tassen, Gläser und diverse Schalen. Auch feuerfeste Auflaufformen gibt es, vor mir hat eine Gruppe Jugendlicher die Küche genutzt und u.a. Kartoffelauflauf zubereitet. Größere Salatschüsseln waren auch vorhanden. Auch Siebe, beispielsweise zum Abgießen von Nudeln, waren meiner Erinnerung nach da. Was es definitiv nicht gab, war so spezielles Geschirr wie Kasserollen oder Saucieren. Abgesehen vom Herd gibt es noch eine Mikrowelle und selbstverständlich einen Kühlschrank, eine Geschirrspülmaschine natürlich nicht und auch an einen Mixer oder Toaster kann ich mich nicht erinnern.
Bleibt man länger in der Herberge, kann man seine Lebensmittel in der Küche aufbewahren, besonders natürlich jene, die gekühlt werden müssen. Man kennzeichnet sie irgendwie als sein Eigentum und hofft, dass dieses auch respektiert wird. Wenn man dann abreist, kann man übrig gebliebene Lebensmittel einfach in der Küche zurücklassen und der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, was ich sehr praktisch fand. Ich hatte mir zu den Fertignudeln noch ne Tüte Käse geholt, weil ich Pastagerichte nie ohne Käse esse, und die wollte ich natürlich nicht mit nach Hause nehmen. Gleiches galt für die Chipstüte, die ich mir am ersten Abend noch gekauft hatte, nachdem ich das Hostel endlich gefunden hatte. Tatsächlich habe ich dann nur wenige Chips gegessen. Ich hoffe sehr, daran hatten noch viele andere Gäste ihre Freude. :-) Ich selbst bediente mich auch an den Lebensmitteln, die andere Gäste vor mir zurückgelassen hatten. Dazu gehörten nämlich einige Gewürze, mit denen ich mein Fertiggericht verfeinerte. Vielleicht waren die Gewürze auch vom Personal zur Verfügung gestellt worden. Zumindest Salz und Pfeffer gehören sozusagen ja bereits zum Inventar einer Küche, ebenso wie Zucker. Man kann also davon ausgehen, dass Salz und Zucker, vielleicht auch Mehl, in der Hostelküche immer vorhanden sind und man das nicht unbedingt einkaufen oder von zu Hause mitnehmen muss, wenn man dort mal kochen muss oder will.
In der Küche gibt es einen Tisch, der Platz für etwa acht Personen bietet. Ich habe mein Essen aber mit aufs Zimmer genommen, was kein Problem darstellte und woran mich auch niemand hinderte, denn die Jugendlichen mit dem Kartoffelauflauf hatten den Tisch nicht sonderlich sauber zurückgelassen, und ich sah nicht ein, warum ich deren Dreck wegmachen sollte. Das ist natürlich ein grundsätzliches Problem in einer gemeinschaftlich genutzten Küche. Die Arbeitsflächen und die Spüle fand ich verhältnismäßig versifft vor. Ich selbst schrubbte das Ceranfeld des Herdes blitzblank, nachdem ich darauf gekocht hatte, und auch die Arbeitsflächen wischte ich so sauber, wie ich es in meinen eigenen vier Wänden zu tun pflege. Diese Notwendigkeit sieht aber offensichtlich nicht jeder ein, schon gar nicht irgendwelche verzogenen Teenies, die zu Hause vielleicht keinen Finger rühren. =) Die Geschirrtücher waren auch nicht sonderlich sauber, aber gut, es war ja nicht mein Geschirr, dass ich damit trocknete.
Der letzte Raum, den ich nutze und daher beschreiben kann, war der kleine Aufenthalts- oder Warteraum gegenüber der Rezeption im Erdgeschoss. Dort gibt es zwei Sofas, einen Kaffeeautomaten und jede Menge Informationsmaterial in Englisch und Deutsch. An letzterem mangelt es dort inder Tat nicht, damit wird man wirklich ausgesprochen gut versorgt. Definitiv ein Pluspunkt, aber eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit, besonders, wenn man internationales Publikum erwartet.
Die beiden Sofas im Aufenthaltsraum waren so bequem, wie man das von einem Sofa eben erwartet und vor allen Dingen ziemlich sauber. Die Preise des Kaffeeautomaten hatte ich mir wie einige andere Aspekte notiert, denn ich dachte, das könnte vielleicht von Interesse sein. Sie sind sehr niedrig und belaufen sich abhängig vom konkreten Produkt auf 40-50 Cent. Die sonstige Ausstattung des Aufenthaltsraumes ist unspektakulär.
Auch hier habe ich nicht viel zu sagen. Ich habe keine (freiwilligen) Ausflüge in die Umgebung unternommen und nach Seminarende immer nur den Weg von der U-Bahn-Station zum Hostel beziehungsweise vice versa zurückgelegt. Ich kann aber die sicher nicht ganz uninteressante Information liefern, dass sich nur wenige Schritte vom Hostel entfernt in der Körnerstraße ein Lidl befindet, der zumindest werktags bis 22 Uhr geöffnet hat. Dort hab ich ja mein Essen gekauft, welches ich am zweiten Abend in der Küche erwärmte. Die Schlossstraße wird meiner Erinnerung nach von sämtlichen relevanten Läden und Geschäften gesäumt, so dass man sie durchaus als Shoppingmeile bezeichnen kann. Einen Buchladen gibt es dort (ich glaube Hugendubel) und auch einen Body Shop, daran kann ich genau erinnern.^^ Fressstände und Bäckereien gibt es natürlich erst recht. Man kann sich, wenn man im Happy Bed nächtigt, in unmittelbarer Umgebung also mit allem versorgen, was man braucht. Wie im Kapitel „Anreise“ schon erwähnt, befinden sich Steglitz und Zehlendorf zwar außerhalb des sogenannten Berliner Ringes, der die meisten klassischen Sehenswürdigkeiten beherbergt, aber man muss dahin keinen langen Weg zurücklegen, zumindest mit der U-Bahn nicht.
ZusammenfassungNun ja. Das Happy Bed Hostel wirbt mit der Suggestivfrage „Du gibst dein Geld auch lieber aus, wenn du wach bist?“ und damit verweist es praktisch ja selbst auf seinen vordergründigen Nutzen. Ein Schlafplatz für alle, die nicht viel Geld in eine Übernachtungsmöglichkeit investieren können oder wollen. Genau das ist es, darüber hinausgehende Annehmlichkeiten sind grundsätzlich sicher nicht zu erwarten und das tut wohl auch niemand. Selbstverständlich habe ich mit keinem wie auch immer gearteten Luxus gerechnet; ich habe bewusst eine Etagendusche in Kauf genommen und mich auf die damit verbundenen Komforteinschränkungen eingerichtet. Ich habe auch keine Minibar oder Frisiertoilette in meinem Zimmer erwartet, aber zumindest eine relative Sauberkeit sollte man auch von einer Jugendherberge verlangen dürfen. Der versiffte Schrank und vor allem der riesige Fleck auf dem Boden in meinem Zimmer waren einfach inakzeptabel. Gleiches gilt für die Haare in den Duschabflüssen, die ekelhaften Hocker im Bad und auch die verdreckten Spiegel dort. Es ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit für jeden Betrieb im Gastgewerbe, in den Sanitäranlagne für angemessene hygienische Verhältnisse zu sorgen, auch gegenüber denjenigen, die ihr Geld lieber im Wachzustand ausgeben. Schön und gut, aber eine reine Übernachtungsgelegenheit ist das Hostel ja dann doch nicht, natürlich will man dort nicht nur schlafen, sondern auch duschen und anderen menschlichen Grundbedürfnissen nachgehen. Eine Selbstverständlichkeit, wo sollte man das sonst tun. Eben deshalb kann man meines Erachtens auch auf Sauberkeit pochen, auch wenn man grundsätzlich ein niedrigeres Niveau in Kauf zu nehmen hat und preislich mehr als günstig davonkommt. Das entbindet die Einrichtung aber nicht von den grundlegenden Pflichten. Für die mangelnde Sauberkeit ziehe ich gleich zwei Sterne ab. Einen weiteren dafür, dass auf der HP die Rede davon ist, dass das Frühstück im Übernachtungspreis enthalten ist, obwohl das laut meiner Rechung definitiv nicht der Fall war, und dass der versprochene Wecker nicht zur Verfügung stand.
In den verbleibenden zwei Sternen sind das nicht herausragende, aber absolut zufriedenstellende Frühstück, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals sowie die Tatsache enthalten, dass man insgesamt in dem Hostel sehr viel erledigen und unternehmen kann- kochen, waschen, grillen, Billiard spielen und auch noch telefonieren, falls das Handy einmal nicht zur Verfügung stehen sollte.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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leuchtturmwaechterin 27.03.2012 21:47
pelikany 05.03.2012 14:37
bh
presscorpse 04.03.2012 21:48
BH ist da :) LG
christianpirker 04.03.2012 12:26
na, da hast Du ja ausführlich erzählt