Hamburg Dungeon

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Die dunkle Vergangenheit!!

3  15.05.2005

Pro:
Interessante Variante, etwas über die Geschichte zu erfahren

Kontra:
kaum Grusel, Preis,

Empfehlenswert: Ja 

blonde_lady

Über sich: Schreibpause.

Mitglied seit:30.06.2003

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Vertrauende:183

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Hier wieder ein Erlebnis, welches wir während unserem Aufenthalt in Hamburg im April hatten. Auf der Suche nach der Modellbahnausstellung sind wir am Hamburg Dungeon vorbei gekommen. Allerdings standen gerade zu viele Menschen an. So entschieden wir uns für einen Besuch am nächsten Tag. Wir nahmen nur ein Prospekt mit.

*** Was ist Hamburg Dungeon?***

Diese Frage haben wir uns als erste gestellt.
Dungeon kommt aus dem Englischen und heißt Verlies bzw. Kerker. Im Hamburg Dungeon wird die Geschichte von Hamburg auf eine andere Art aufgezeigt. Wie, werdet ihr noch erfahren.


***Allgemeine Infos***

Zu finden ist Hamburg Dungeon in der Speicherstadt.

Hier die genaue Anschrift:

Hamburg Dungeon
Kehrwieder 2
20457 Hamburg

Tel. 040 36005-520
Fax: 040 36005-555

www.hamburgdungeon.com

info@hamburgdungeon.com

Öffnungszeiten:

Täglich 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Juni, Juli, August bereits ab 10:00 Uhr

Eintrittspreise:
14,50 Euro pro Erwachsener
12,50 Euro pro Ermäßigter
10,00 Euro pro Kind

Wir haben zusätzlich eine Broschüre für 3,00 Euro gekauft.

Hamburg Dungeon ist für Kleinkinder ungeeignet. Kinder bis 14 Jahre nur im Beisein von Erwachsenen teilnehmen.

Das Ganze umfasst eine Fläche von 2.200 qm.

Foto- und Videoaufnahmen sind nicht gestattet.

***Was war denn nun los? ***

Nachdem wir nur ca. 10 Minuten bis zur Kasse anstehen mussten und unsere Tickets gekauft hatten, kamen wir in einen dunklen Raum. Hier wurden wir von der ersten dunklen Gestalt empfangen. Zu jeweils 30 Personen sollte der Gang durch die Geschichte Hamburgs erfolgen. Als wir dran waren, mussten wir den sogenannten Fahrstuhl des Grauens betreten.
Drinnen ging es los. Zuerst mussten alle 30 Menschen sich aneinander in der Mitte des "Fahrstuhls" drängen. Das war notwendig, um das Gefühl eines fahrenden Fahrstuhls erleben zu können, denn der Boden des mittleren Teiles des Raumes bewegte sich. Es war nicht schlecht gemacht.
"Unten" angekommen verließen wir den "Fahrstuhl" und gingen einen kurzen Gang entlang und kamen in "Die Bibliothek der dunklen Geschichte".
Unser "Fahrstuhlpersonal" gab uns noch so einige Informationen und vor allem den Tipp, niemals eine Tür zu öffnen. Das wird von selbst passieren, wenn die Zeit dafür reif ist.

In der "Bibliothek" war es ebenfalls dunkel. Eine Stimme teilte uns mit, was uns erwarten wird und wünschte uns Erfolg, wobei nicht unbedingt Hoffnung auf Überleben gemacht wurde. Das
Bilder von Hamburg Dungeon
Hamburg Dungeon Bild 2476285 tb
Eingangsbereich
ging schon mal gut los.

Dann öffnete sich die Tür. Alle 30 Menschen mussten die Bibliothek verlassen. Wir kamen in einen nächsten Raum.

Hier war "Der große Brand von Hamburg" im Jahr 1842 nachgestaltet. Über eine Art Videowand erfuhren wir, was damals genau los war. Dabei strömte Rauch (war wohl eher aus der Nebelmaschine) in den Raum. Alles sah ein wenig so aus, als ob es hinter der nächsten Tür brennt. Diese Tür öffnete sich und eine weitere Stimme drängte uns, den Raum zu verlassen. Wir kamen in den nächsten mit einem Typen, der noch was zum Großbrand erzählte. Auch hier qualmte es. Er wollte unser Leben retten, aber nur gegen Herausgabe sämtlicher Wertsachen. Keiner gab was von seinem Schmuck ab und so mussten wir in unser Verderben laufen.

Über den nächsten Gang kamen wir wieder in einen Raum. Hier ging es um "Die Inquisition". Die Blütezeit der Inquisition war im 13. Jahrhundert. Ein Typ stand erhöht und kam uns mit eindringlicher Stimme ziemlich nah. Es ging um Sünde und Buße. 3 Mitleidende mussten das Spiel mitmachen, haben es aber natürlich ohne Probleme überstanden. Der Inquisitor ließ uns nach ca. 5 Minuten gehen.

Doch dieses Mal nicht direkt in einen weiteren Raum. Wir mussten durch "Das Labyrinth der Verlorenen". Der Inquisitor gab uns den Hinweis mit auf den Weg, dass nur derjenige es schafft, das Labyrinth zu verlassen, dessen Seele rein ist.
Es war ein Labyrinth mit 22 Spiegeln (diese Anzahl habe ich im nachhinein gelesen) und dabei sehr dunkel. Alle bewegten sich verhältnismäßig langsam, um nicht gegen einen Spiegel zu laufen. Ich hatte das Gefühl, wir laufen spiralförmig. Nach einiger Zeit hatten es alle geschafft, das Labyrinth in der richtigen Richtung zu verlassen.


Jetzt kamen wir einen Raum mit 2 Reihen Bänken. Hier ließen wir uns nieder. Ein eher unangenehmer, leicht ekeliger Duft breitete sich hier aus. Es war das sogenannte Pestkrankenhaus. Der Geruch gehörte wohl dazu. Wie erfuhren von der 1713 ausgebrochenen Pest. Auf etwas witzige Art erzählte uns eine "Mitarbeiterin" dieses Pestkrankenhauses, welche Pestarten es gab. Es ging hauptsächlich um die Lungen- und Beulenpest. Auf dem Tisch des "Pestkrankenhauses" lag ein nicht mehr ganz lebender Körper (war natürlich eine Puppe). Die "Krankenschwester" drückte auf den Arm. Gut, dass wir nicht in der Schusslinie saßen, denn eine Flüssigkeit verbreitete in Richtung Publikum. Wir erhielten so einige Informationen zur damaligen Pestepidemie. Doch nach einer Weile mussten wir auch diesen Raum verlassen.

Jetzt wurde es seemännisch. Wir kamen in einen Raum, in dem uns ein "Seefahrer" empfing. Hier ging es um "Störtebeker und seine Exekution". Wieder über eine Videowand erfuhren wir was über die Taten des Störtebekers.
Somit waren wir in der Geschichte von Hamburg im Jahr 1400 angekommen. Nach den wichtigsten Infos über Störtebeker gingen wir weiter in den Raum, wo Störtebeker öffentlich geköpft wurde. Ja, wir konnten miterleben, wie er nach dem Köpfen kopflos davonlief. Doch, so richtig gruselig war es nicht.

Nun ging es weiter. Im nächsten Raum wurden wir von einer "netten Dame", die eher wie eine Hexe aussah, empfangen. Dieses Mal war die "Sturmflut von 1717" Thema. Direkt zu Weihnachten brach damals diese Katastrophe in Hamburg aus. 20.000 Menschen kamen ums Leben. Nie hatte ich vorher von dieser Sturmflut gehört. Ich hatte also wieder etwas gelernt.
Dann ging es in 6er Gruppen weiter. Nun stiegen wir in kleine "Boote". Jeder, der mal mit einer Wildwasserbahn gefahren ist, weiß wie diese aussehen. Wir fuhren also mit dem Boot. Wind und Blitze begleiteten uns. Es war natürlich keine so rasante Fahrt, wie in einem großen Freizeitpark. Immerhin waren wir in einem Haus in der Speicherstadt. Das letzte Stück der Fahrt ging rückwärts. Dabei wurden wir fotografiert. Dieser Teil des Ganzen umfasst 500 qm. 24.000 Liter Wasser sind notwendig, um das Ganze am Laufen zu halten.

Zum Schluss liefen wir den letzten Gang entlang. Oh, dieser Gestank. Ich kann gar nicht beschreiben, wonach es eigentlich roch. Jedenfalls nicht appetitlich. Hier wurde "Die Cholera von 1892" nachgestaltet. Damals starben 8.000 Menschen an der Krankheit. Auf der rechten Seite des Ganges war eine Art Verlies, in dem ein Typ "Blut spuckte". Er tat jedenfalls so. Die Geräuschkulisse und der Typ an sich waren beeindruckend. Diesen Teil von Hamburg Dungeon gibt es erst seit April 2005. Es war also ganz neu, als wir dort waren.

Danach war der "Spuk" zu Ende. Es waren 1,5 Stunden vergangen.

Nun kamen wir dort an, wo das gemachte Foto für 7,00 Euro gekauft werden konnte. Wir haben uns das verkniffen.


Der Ausgang ist nur über das angeschlossene Restaurant möglich. Hier hatten wir am Vortag bereits gesessen und was getrunken und gegessen. Ich war erstaunt, wie preiswert und reichlich die Portionen waren. Ich hatte eine riesige Ofenkartoffel (war fast 20 cm lang) und eine Masse Sauerrahmsoße. Dazu noch reichlich Salatdeko. Der Preis dafür lag bei 3,50 Euro. Mein Mann hatte Kartoffelecken mit Sauerrahmsoße. Er ist ein guter Esser. Aber diese Portion hat er einfach nicht geschafft. Hierfür mussten wir 4,00 Euro bezahlen. Das Bier (Flensburger hell) kostet 2,30 Euro (0,3 l) bzw. 3,05 (0,4 l). Wir haben insgesamt 12,85 Euro bezahlt und waren absolut gesättigt und zufrieden.
Im Restaurant finden 110 Hungrige/Durstige Platz.

Um aus dem Restaurant zu kommen, muss man den Weg nach oben wählen. Hier kommt man erst mal in den Shop. Toll, was es so an Gruselartikel zu kaufen gibt. Wir haben aber nichts mitgenommen. Die Toiletten sind auch auf dieser Ebene. Wie waren entsprechend dem ganzen Ambiente dekoriert, so mit "Blut" an den Wänden und Geräuschen über Lautsprecher (tropfender Wasserhahn mit Hall). Wir waren dann endlich draußen. Ist schon raffiniert gemacht. Um nach draußen zu kommen, muss man alles durchlaufen.

***Sonstiges***
Ich habe gelesen, dass das Hamburg Dungeon für verschiedenste Anlässe gemietet werden kann. Dabei findet ebenfalls der Rundgang statt (innerhalb oder auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten) und anschließend kann im Restaurant ordentlich gefeiert werden. Bei der Show kann dann auch auf spezielle Wünsche der Gäste eingegangen werden.
Für Menschen, die unterwegs irgendwelche Probleme haben, gibt es immer wieder Notausgänge. Mir sind dieses zwar nicht aufgefallen (ich habe einfach nicht darauf geachtet), aber es soll sie geben.

***Fazit***

Gut, wir haben es gesehen. Der Preis ist hoch. Das Gruselerlebnis eher minimal. Ich habe mich kaum erschreckt. Vielleicht war ich auch zu sehr auf irgendetwas in der Art gefasst. Trotzdem hätte in Sachen Grusel mehr passieren können oder auch müssen. Die "Darsteller" waren sehr überzeugend in ihrer Ausstrahlung (Kleidung und Maske) und Stimme. Es waren alles junge Leute, die wohl die Schauspielerei gelernt haben.
Die Dekorationen der einzelnen Räume waren aufwendig und passend.
Mir hätte es besser gefallen, wenn die Reihenfolge der Ereignisse mit der Reihenfolge in der Geschichte übereingestimmt hätte. Das war das, was mich am meisten gestört hat.
Im Großen und Ganzen muss ich gestehen, es hat mich nicht gerade vom Hocker gehauen.
Trotzdem bin ich froh, etwas über die Geschichte von Hamburg erfahren zu haben. Ich habe viel gelernt.

Von mir bekommt Hamburg Dungeon 3 Punkte. 2 Punkte ziehe ich ab. Das Prospekt hatte mir Grusel versprochen. Doch dieser trat bei mir nicht ein.
Für alle, die was über die Geschichte Hamburgs erfahren wollen, ist es eine interessante Angelegenheit. Wem dazu der Preis nicht zu hoch ist, sollte das Hamburg Dangeon besuchen.

Dass der Besuch von Hamburg Dangeon nicht zu empfehlen ist, kann ich nicht sagen. Ich empfehle es trotz der zwei abgezogenen Punkte.

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.

blonde_lady


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
t.schlumpf

t.schlumpf

26.06.2008 10:15

Das ist noch so ein Traum von mir, lg Tanja

pharaonen

pharaonen

21.05.2005 19:03

wohne nur 50km von Hamburg entfernt, sollte ich mir mal ansehen..............LG Petra

DasMorgenblau

DasMorgenblau

21.05.2005 03:39

Klingt äußerst interessant für mich, auch wenn ich ja doch nicht hinfahren werde. Ich kenne mich eben. Aber dennoch: Sehr sehr schöner Bericht! b.h. !

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