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Her mit Hair!!!
Pro gut getanzt, gut gesungen, gut inszeniert
Kontra denglish
So dachte ich mir und buchte eine Vorstellung des Kultmusicals, das im Wiener Raimundtheater noch bis Juni über die Bühne geht.
Wie schon für Jekyll & Hyde buchte ich wieder eine Fahrt im Autobus von Linz nach Wien, doch anders als das letzte Mal, wo ich alleine fuhr, begleitete mich dieses Mal eine liebe Freundin. Wir fuhren also am frühen Nachmittag von Linz weg, wurden wieder zum Abendessen ins Restaurant Pürstner gebracht, wo ich wieder – schön langsam denk ich mir wirklich, ich werde meinem Vater immer ähnlicher – mir ein Wiener Schnitzel zu Gemüte führte.Sodann ging es zur Vorstellung, die um 19.30 Uhr begann. Ich hatte bereits ein Programm von unserer Telefonistin, die Hair schon besucht hat. Unsere Telefonistin sitzt im Rollstuhl und war ganz begeistert, dass für Rollstuhlfahrer schon sehr viel getan wird. Die Karte ist günstiger und sie bekommt einen extra-Platz. Die Bedingungen für Behinderte werden schon in sehr vielen Bereichen besser, so ganz gut sind sie natürlich noch nicht. Dies am Rande.
Bevor die Aufführung begann, sahen wir schon einen Besucher vor der Tafel stehen, wo die Akteure des heutigen Abends aufgelistet waren. Er schrieb sie ab, was wir dann auch taten. Er wollte die Besetzung des heutigen Abends unbedingt vorher wissen und seufzte: „Das ist Wien! Sind nicht fähig, die jeweilige Abendbesetzung als Beizettel ins Programm zu geben!“. Nun ich muss sagen, in diesem Punkt gab ich ihm recht. Klar ist die Besetzung im Programm, aber auch alle Zweitbesetzungen, es ist so allgemein geschrieben, dass man es quasi für jede Vorstellung nehmen kann. In letzter Zeit gehe ich auch in Linz sehr viel ins Theater und es müsste auch eigentlich Berichte über die Linzer Vorstellungen geben. Zeit ....... seufz. Es waren dies die Westsidestory (hervorragend inszeniert und gespielt), Penthesilea von Kleist (eine moderne Inszenierung – aber einfach toll), am Montag wird es das Musical Cabaret, in den nächsten Monaten noch die Dreigroschenoper und Macbeth. Dies nebenbei. Nun gut, in Linz kostet so ein Programm 2 Euro, bei Jekyll löhnte ich so 7 Euro, und das Programm von Hair kostete an die 6 Euro. Gut die Programme in Wien sind aufwändiger gestaltet, aber vom Inhalt her sind die in Linz mindestens so gut. Dies zum Programmheft. Und die jeweilige Abendbesetzung könnte ruhig drinnen sein.Nun muss ich ja sagen, dass ich der Generation von Hair angehöre. Natürlich habe ich den Film gesehen und ging also nicht so unbelastet in die Vorstellung wie bei Jekyll.
Hair hatte seine Premiere in New York am Shakespeare Festival Public Theatre am 29. Oktober 1967.Hair wurde von zwei arbeitslosen Schauspielern geschrieben, von Gerome Ragni und James Rado. Die Musik stammt von Galt Mac Dermont. Es handelt in der Zeit der Hippie-Bewegung, der Flower-power-Bewegung, wo die Jugend in einen sinnlosen Krieg geschickt wurde – welcher Krieg ist nicht sinnlos? – nämlich Vietnam.
Für die jetzige Wiener Inszenierung holte man sich die fähige Regisseuse Kim Duddy, die eine ziemliche Erfahrung in diesem Metier hat. Sie war schon am Broadway tätig und hat gute und viel Erfahrungen mit der Choreographie.
Die bekannten Songs von Hair, nämlich „Hair,“ „Manchester England“, „Let the sunshine in“ , „ I got life“, „Good morning starshine“ und viele andere Titel werden hervorragend getanzt und gesungen.
Auch die Effekte auf der Bühne waren hervorragend. Und trotzdem....... Doch dazu später.
Im zweiten Akt erscheint er wieder und verschenkt persönliche Dinge. Dies macht seine Freunde mißtrauisch . In einem Trip – gezogen aus Woof’s Pflanze Twiggy, sieht Claude Dinge, die er niemals sehen wollte. Er nimmt von seinen Freunden Abschied. Seine Freunde demonstrieren vor dem Einberufungszentrum, und er weiß, dass er in den Krieg ziehen wird.
Die Besetzung:Berger: Drew Sarich
Claude: Kyrre KvamSheila: Susa Meyer
Dionne: Kudra OwensHud: Cedric Lee Bradley
Woof: Pehton D. QuiranteJeani: Emma Chapman
Crissy: Ilse La MonacaMargaret Mead: Eric Minsk
Und viele andere.Und trotzdem......
Und jetzt komme ich zu dem, was mir absolut nicht gefallen hat und mit dem ich wirklich nichts anfangen kann und auch nicht will.
Bitte wir sind in Österreich, Wien. Gut, Hair ist ein amerikanisches Musical. Die Sprache und auch die Lieder des Musicals hören sich Englisch wirklich am Besten an.
Entweder ich gehe ins English Theatre. In Österreich erwarte ich mir deutsche Zwischentexte. Und zwar ausschließlich in Deutsch. Kein Sprachengemisch. Die Lieder können ja ruhig English sein.
Verstehe es wer kann. Das durchwegs junge Publikum erhob sich von den Sitzen, es gab standing ovations, Zugaben. Alle im Theater standen auf. Wirklich Alle?Aber: It’s wurstly! *gg*
Die Grundlage für meinen Bericht bildete neben meiner eigenen Meinung und meinen Eindrücken natürlich auch das Programmheft, dies sei der Vollständigkeit und der Ehrlichkeit halber gesagt.
Ich habe Lust bekommen, mir die Songs auf CD anzuhören wieder einmal.Ab Herbst gibt es dann übrigens im Raimund-Theater das Musical von Fendrich.
Kartenvorverkauf: Wien-Ticket *43/1/5885
Ich grüße Euch sehr herzlich. Spass und Friede sei auf Euren Wegen!
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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GerhardReus 23.09.2009 17:56
gerrhosaurus78 18.09.2009 13:29
Xivender 17.11.2008 05:47
jaros 09.07.2007 19:57
El_ly79 06.10.2003 12:21
Ich merke gerade, daß ich meiner Allgemeinbildung Verbesserung verschaffen würde, indem ich Hair mal schauen sollte. :-) Toller Bericht! LG.El