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Pro Beeindruckende Architektur aus der Spät-Antike
Kontra Lange Schlangen vor dem Ticket-Schalter
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Anbindung | |
| Öffnungszeiten | |
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Wer sich zum ersten Mal in der türkischen Metropole Istanbul aufhält, der hat viel zu tun, denn die Stadt bietet dem Besucher eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten. Da unsere Freizeit, die wir im Rahmen der Teilnahme an der Rallye Allgäu-Orient "zugeteilt" bekommen hatten, nur sehr gering war und aus wenigen Stunden bestand, mussten wir uns entscheiden, was wir besuchen wollten und was nicht. Die Wahl fiel dabei auf die Hagia Sophia, während die praktisch daneben stehende Blaue Moschee lediglich von außen begutachtet wurde. Und selbst für die Hagia Sophia ("Heilige Weisheit") hatten wir eigentlich zu wenig Zeit, so dass es bei einem ersten Eindruck blieb, der bei weiteren Istanbul-Besuchen ja noch vertieft werden kann.
Vor dem Museum hatten sich lange Schlangen gebildet. Mein Versuch, durch Anstellen an eine wesentlich kürzere Schlange schneller Einlass zu finden, scheiterte, denn diese Schlange war nur für Einwohner Istanbuls vorgesehen. Während der Wartezeit bot sich noch vor den Toren des Museums ein Mann als Führer an und verlangte 10 Euro dafür. Erst, als sich einige Touristen ihm schon anschließen wollten, machte er deutlich, dass der Eintrittspreis natürlich zusätzlich zu entrichten sei. Der übrigens betrug 20 Lira (rund 9 Euro), für die es eine nett gestaltete Eintrittskarte gab. Nach einer Sicherheitskontrolle, bei der auch mitgeführte Taschen und Rucksäcke durchleuchtet wurden, ging es dann endlich in das Museum hinein, wobei ich stets versuchte, einige Brocken der Erklärungen professioneller Reiseleiter aufzuschnappen, um zumindest einige sinnvolle Informationen zu erhalten.
Die Hagia Sophia, das letzte große Bauwerk der Spätantike, war die Hauptkirche des Byzantischen Reiches und relegiöser Mittelpunkt der Orthodoxie. Sie ist heute eines der Wahrzeichen Istanbuls. Als Krönungskirche der byzantinischen Kaiser ist sie besonders der byzantinischen Geschichte verbunden. Ihr Bau und ihre Symbolkraft hatten für die orthodoxe Christenheit eine besonders hohe Bedeutung, weswegen sie auch heute noch vielen Christen als Heiligtum gilt. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde sie zu einer Moschee. Die Sultane des 16. und 17. Jahrhunderts reihten sich mit bedeutenden architektonischen Veränderungen in die byzantinische Tradition ein, nachdem alle christlichen Insignien entfernt und der Fußboden mit Teppichen ausgelegt worden war.
Der unbedarfte Tourist muss nicht wirklich alle Daten kennen, um den Besuch dieses ganz besonderen Museums genießen zu können. Eigentlich reicht es schon, wenn sich der Gast vergegenwärtigt, dass dieses beeindruckene Bauwerk schon vor rund 1.500 Jahren errichtet wurde. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass die Hagia Sophia zunächst als Kirche, später als Moschee genutzt wurde.
Bei meinem Besuch ließ ich mich einfach treiben und bewunderte die Größe des Gebäudes, wobei vor allem die Kuppel des Hauptschiffes die Blicke immer wieder nach oben lenkt. Besonders beeindruckend ist aus archtiktonischer Sicht, dass diese Kuppel auf nur vier Pfeilern ruht - irgendwie vermag der geneigte Gast nicht richtig zu verstehen, wie eine derartige Leistung vor so vielen Jahren möglich war. Beeindruckend sind aber auch die Mosaike auf den Emporen sowie der Blick von der Empore auf die Holzschilder mit den Namen Allahs, des Propheten Mohammeds und der ersten vier Kalifen. Auf keinen Fall vergessen werden sollte der Gang auf die Galerie, wobei schon der Weg dorthin beeindruckend ist. Im Hof der Hagia Sophia gibt es außerdem zahlreiche dort ausgestellte archäologische Funde zu sehen, so die Gräber von mehreren Herrschern.Ganz ehrlich gesagt bin ich eigentlich nicht der Mensch, der mit einem Reiseführer in der Hand jede Kleinigkeit einer solchen Sehenswürdigkeit anschaut und dabei liest, um was es sich handelt. Das aber ist im Falle der Hagia Sophia auch nicht wirklich notwendig. Es reicht, wenn der Tourist sich einfach treiben lässt - die Schönheit des monumentalen Baus wird ihn ohnehin beeindrucken. Je nach persönlicher Interessenlage sollte für einen Besuch eine Zeitspanne zwischen 90 Minuten und drei Stunden eingeplant werden. Auf jeden Fall ist dieses Museum für Istanbul-Touristen ein absolutes "Muss". Enttäuscht war ich nur, als ich mir meine im Museum geschossenen Fotos anschaute, denn durch die Vielzahl der im Inneren aufgehängten Lampen sind die nicht so beeindruckend geworden wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte - hier wäre sicherlich eine qualitativ bessere Kamera als meine sinnvoll gewesen.
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macias 01.03.2012 01:40
stonesfan56 28.02.2012 08:26
Jollynchen 22.12.2011 15:18
hochsauerlaender 11.12.2011 09:41
B H
t.schlumpf 09.11.2011 08:04
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