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Englands Städte von London bis York
Pro Erlebnis Pur
Kontra Kein Strand, Sonne und Sangria
Die Tour beginnt im Herzen Englands, in der Hauptstadt, London. Dann geht es weiter mit dem National Express Coach übers Land nach Leeds, ein Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach York, Bradford, oder Manchester.
In den letzten Jahren hat sich in London viel getan. Die Stadt ist ihrem multikulturellen Flair treu geblieben und dennoch sieht man den Fortschritt mehr als deutlich beim Betreten der U-Bahnstationen. Die „Tubes“ sind alle sauber, aufgeräumt. Müll liegt kaum auf dem Boden. Helle, freundliche Farben und übersichtliche Gänge prägen das Bild, das noch vor wenigen Jahren grau, schmutzig und unheimlich erschien. Mitarbeiter der „London Underground“ stehen überall, nicht als Aufpasser sondern als freundliche Helfer. „West oder Eastbound Platform“? Schon ein längerer Blick auf die Karte ruft den freundlichen Helfer auf den Plan: Das System hat zwei Gründe: Den Touristen helfen und die Stationen im Fluss halten. Es gibt nichts schlimmeres als stehende Personen oder Gepäckstücke. Der Grund: Sicherheitsalarm. Den erfährt man als durchschnittlicher Besucher in der Metropole mindestens einmal. Dann sind Stationen geschlossen und die „Tube“ fährt durch oder man wird schleunigst evakuiert. Der stete Fluss sorgt aber auch für etwas Hektik, die man bei den vornehmen Briten gar nicht gewohnt ist.Abhilfe schaffen die roten Doppeldeckerbusse, die in der ganzen Stadt kursieren. In der Rush-Hour sogar in einer Reihe. Da geht man schneller zu Fuß. Schade ist, dass die neuen roten Doppeldecker automatische Türen haben, nicht wie die älteren Modelle ein offenes Heck. Das „hop on hop off“ wird bei den neuen Modelle sehr schwierig, dafür sind die Sitzpolster ganz neu.
Zu den neueren Attraktionen der Stadt zählt sicherlich das „London Eye“, das nach größeren Sicherheitsproblemen nicht an Silvester 2000, sondern erst viel später eröffnet wurde. Der „Flugpreis“ ist nicht billig (rund 20 Mark), dafür wird man mit einem halbstündigen Ausblick auf London belohnt, der sich wirklich lohnt. Es sei denn es hat Nebel.Die Sommermonate sind für einen ersten Besuch in London sicherlich am besten, denn so kann man die vielen Attraktionen bei Sonnenschein zu Fuß oder in einem der offenen Doppeldeckerbussen genießen. Zweit- oder Drittbesucher, die abseits der Touristenströme auf Erkundungstour gehen haben auch im Frühling und Herbst viel Spaß. Die Stadt erlebt zwar besonders im Sommer einen großen Touristenboom, aber auch in den anderen Jahreszeiten ist extrem viel los. Für den „Camden market“ mit seinen tausenden Marktständen ist mindestens ein Tag einzuplanen. Am besten ein Samstag oder Sonntag. Hier gibt es einfach alles und vor allem ausgefallene und exklusive Mode. Trends finden hier ihren Ursprung und große Stars wie die „Spice Girls“ oder „Robbie Williams“ gehen hier einkaufen oder lassen einkaufen.
Unzählige Kunstausstellungen, laden zum Kulturschock ein, ganz vorne mit dabei die „National Galery“ mit Tausenden Werken der Malerei. Im „County Hall Riverside Building“ beim „London Eye“ und dem „Aquarium“ direkt neben der Westminster Bridge geben sich namhafte Künstler die Klinke in die Hand (sofern sie es noch können).Wer sich Sonntags die Wachablösung beim Buckingham Palace ansehen will, sollte sich erstens am Tag zuvor informieren, ob die Ablösung überhaupt stattfindet und dann mindestens zwei Stunden vorher da sein. Es bringt nichts, sich einen Platz vor den Toren zu sichern, denn dort wird später gnadenlos geräumt. Wer sich rechtzeitig hinter die Absperrung begibt wird ganz sicher später in der ersten Reihe stehen.
Um London zu verlassen gibt es eigentlich nur zwei wirkliche Alternativen: Bus oder Flugzeug. Die Züge sind seit der Privatisierung alles andere als pünktlich und sicher. Eine Eisenbahngesellschaft wollte die Zuverlässigkeit der Züge beweisen und schickte einen Zug von Schottland nach London. Er kam tatsächlich rechtzeitig an, nur hielt er kein einziges Mal zwischendurch, sehr zum Ärger der Reisenden, die gar nicht nach London wollten.
England hat ein sehr gut ausgebautes und Zuverlässiges Busnetz. die „National Express Coaches“ fahren so ziemlich alle Städte in England an. Die Preise können sich sehen lassen: Eine Fahrt von London nach Leeds, rund vier Stunden Fahrtzeit, kostet für zwei Personen gerade einmal 80 Mark. Dafür gibt’s dann auch einen komfortablen Reisebus. Man sollte die Karten unbedingt mindestens einen Tag im voraus kaufen. So sichert man sich eine Sitzplatz. Ist der Bus nämlich voll, und hat man die Karte kurz vor Abfahrt gekauft, hat man Pech gehabt. Man bekommt dann zwar eine Garantie für den nächsten Bus, trotzdem Ärgerlich, besonders wenn’s der letzte Bus des Tages ist.
Leeds ist eine durchschnittliche Stadt, die sich jedoch bei genauerem Hinsehen als eine sehr herzliche kleine Metropole herausstellt. Die Verkehrsanbindungen sind sehr gut und das kulturelle Angebot kann sich sehen lassen. Große Einkaufsstraßen und Shops ohne Ende machen das Shopping zum Erlebnis. Der Markt ist jeden Tag geöffnet, bei gutem Wetter sogar Open Air, sonst nur in der Halle. Es sind nicht unbedingt die Waren, sondern vielmehr das Flair der Markthalle, die einen Besuch zur Pflicht machen.
Durch die gute Verkehrsanbindung von Leeds ist eine Busfahrt (wieder mit dem Coach) nach York, einer der ältesten Städte und die frühere Hauptstadt Englands , sehr leicht. Die Karte kostet nicht ganz 15 Mark hin und zurück und im Sommer gehen mehrere Busse am Tag.
Das „Minster of York“ mit seinen drei Entwicklungsstufen, von der normannischen Siedlung zur römischen Festung und schließlich zum englischen Münster.
In den „Chambles“ von York wird man ins Mittelalter zurückkatapultiert. Die engen Gassen wachsen oben fast zusammen, so klein die Häuser auch sind, so schräg und schief sind sie gebaut. Fenster und Türen sind alles andere als rechteckig und das macht den Charme dieser Gassen aus. In der Nacht gibt es unheimliche und geschichtliche Exkursionen durch die Stadt, bei Laternenschein und kunstvoll gedämpfter Beleuchtung. Nichts für Angsthasen.
Ein Besuch im Museum von York, der Stadtrundgang auf der alten Stadtmauer und ein Besuch im Eisenbahnmuseum sollten keinesfalls ausgelassen werden.Bradford ist im Gegensatz zu York weniger historisch aufregend, dafür als Einkaufsstadt sehr zu empfehlen. Bei einem Besuch sollte man unbedingt ins „Natioanl Museum of Photography“ gehen. Dort wird auf mehreren Stockwerken die Geschichte von Film und Fernsehen dargestellt. Das Museum wurde erst renoviert, daher sind alle Exponate und Workshops sehr zeitgemäß. Im Herzen des Museums gibt es ein IMAX Kino mit mehreren 3-D Vorstellungen pro Tag. Das darf man sich nicht entgehen lassen, die größte Leinwand, die es in einem Kino gibt muss man erlebt haben. Die Eintrittspreise sind mit rund 15 Mark gerecht, das Museum kostet keinen Eintritt.
Die Fahrt nach Manchester dauert etwa zwei Stunden, wieder im Coach. Manschester hat kein ausgeprägtes Touristenzentrum und man muss etwas suchen, bis man die Attraktionen findet. Das Chinesische Tor etwas steht ziemlich versteckt inmitten von Hochhäusern. Der kleine Park daneben lädt zum verweilen ein. Manchester dürfte jedoch für viele Reisende vor allem wegen den Flughafen interessant sein. So auch in diesem Fall. Mit dem Heimflug nach Zürich endet die Reise.Der Flug nach von Zürich nach London und der Heimflug von Manchester nach Zürich kostetet je nach Jahreszeit nicht viel mehr als 500 Mark mit der Swissair. Mit Charterflugunternehmen gibt es günstigere Angebote, jedoch wird die Kombination von Flughäfen in solch einem Fall dann wieder teurer.
Unterkunft bietet auf der gesamten Reise das gut ausgebaute Netz der Youth Hostels, die zugleich günstig und völlig ausreichend sind, denn normalerweise hält man sich nur zum schlafen und duschen im Hostel auf.
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JoergTh 25.08.2003 17:06
Torsten-Yvonne 21.04.2002 13:49
Ludgerus21 07.02.2002 12:08
Qmac 30.04.2001 08:07
Kuschelwuschel 10.04.2001 08:54