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Pro schöne Stadt, LaGa-Gelände, Stadtpark, weiße Dame, Marktplatz, Rockmuseum, Stadtturm
Kontra zu wenig Geld, alles verkommt, alte/zu wenig Ärzte, Arbeitslose, Rathaus, Marktplatz
Heute schreibe ich nun bereits den zweiten Bericht über Gronau. Den ersten habe ich mit Statistik von Wikipedia geschrieben, aber er wurde irgendwann zu lang und dabei hatte ich nur einen Bruchteil beschrieben, daher bitte ich euch bei Interesse, schaut einfach dort und nehmt hier meinen reinen Erfahrungsbericht. Ich versuche mich aufs wichtigste zu beschränken. Befürchte aber, dass das auch noch ellenlang wird.
Bis vor gut einigen Jahren kannte ich nur Gronau an der Leine bei Hannover und dieses mochte ich nicht, wegen persönlicher Erfahrungen. Als nun ein Ciao-Mitglied schrieb, er würde in Gronau wohnen, dachte ich:“Oh je, der Arme!“ Er dachte das aber auch, nur heute denken wir beide anders darüber.Unser Gronau liegt nämlich im nordwestlichen Teil Deutschlands direkt an der Grenze zu den Niederlanden und zu Niedersachsen. Man fährt etwa 20 Minuten mit dem Auto bis man in Enschede ist und etwa eine halbe Stunde bis man in Hengelo bei Ikea ist. Wir kaufen lieber in den Niederlanden bei Ikea ein, weil das einfach näher ist. Münster ist eine Stunde von hier entfernt und der Weg ist mühsam, auch wenn es nun besser ausgebaut wurde. Essen ist eine gute bis 2 Stunden entfernt, je nach Verkehr und Nordhorn etwa eine halbe Stunde. Ahaus, das sicher sehr bekannt ist, ist auch eine halbe Stunde entfernt.
Und da sind wir schon beim Thema, denn so wie Ahaus von den Atomtransporten bekannt ist, gibt es in Gronau eine Urananreichungsanlage. Die gefährlichen Transporte finden nachts statt, so dass wir meist nichts davon mitbekommen. Nur ab und an, wenn die Atomgegner protestieren, da sie das aber vor Uranit tun und dies etwas außerhalb liegt, geht das an den Einwohnern hier meist vorbei. Es gab in der Zeit in der ich hier war glücklicherweise kein Erdbeben, denn sonst wäre es hier nicht sehr schön und wir müssten nicht mehr fliehen, sondern könnten getrost unser Ende abwarten.Weitere „böse“ Themen sind: Arbeitslosigkeit, Ärztemangel und schlechte Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem gibt’s hier kein Schnee!
Ich möchte mal mit den Einkaufsmöglichkeiten beginnen. Hier regiert K&K, besser gesagt nur noch der alte Klaas mit seinen 2 Söhnen, seinen Teilhaber hat er schon vor etlichen Jahren ausbezahlt. Es gibt hier viele kleine Tante-Emma-Läden und ein größeres Geschäft. In der ganzen Gegend, bis zum Ruhrgebiet und bis Niedersachsen gibt es diese Geschäftskette. Oh ja, wir haben auch Netto, Aldi, Lidl, Penny und Edeka, aber Geschäfte wie Real, Marktkauf und Kaufland gibt es hier nicht. Da müssen wir dann nach Rheine, Nordhorn, Coesfeld; Musterstadt, Musterhausen, Musterlohn, Musteringen, Musterweiland oder Ahaus fahren. Auch sonst gibt es nicht sehr viele Geschäfte, seit Jahren streitet sich Gronau mit Ochtrup wegen eines Fabrikverkaufs. Ochtrup bekam das, so wie Nordhorn den Media-Markt. In solchen Fällen geht Gronau IMMER leer aus. Wenn wir Bekleidung einkaufen wollen, fahren wir meist ins Ruhrgebiet oder nach Münster. Es ist erstaunlich und zugleich erschreckend, wie oft man dort Gronauer beim Einkaufen trifft.Aber es ist kein Wunder, nicht mal Mobilcom gibt es hier, in anderen Städten in der Umgebung gibt’s davon sogar mehr als einen Shop, nur eben in Gronau nicht. Die Innenstadt stirbt aus und es gibt leider immer mehr leerstehende Geschäfte. Seit Hertie geschlossen hat, gibt’s kein Kaufhaus mehr und immer weniger Parkmöglichkeiten. Der „Bunker“ unter dem Marktplatz, wo man noch am Anfang meiner Zeit hier parken konnte ist auch zum Teil geschlossen, wegen Einsturzgefahr. (Wenn Euch ab und an mal manches Seltsam vorkommt, dann bitte ich den geneigten Leser meinen Sarkasmus zu verzeihen!)
Natürlich unterstützen wir auch immer unsere holländischen Nachbarn, in dem wir den Markt in Enschede, Albert Heijn oder C1000 besuchen. Aber die Niederländer kaufen bei uns auch gerne ein. Vor allem zum 1. Mai oder aber am 3. Oktober oder zu ähnlichen Gelegenheiten. Sie sind dann immer sehr erstaunt, warum die Läden hier geschlossen haben. Manchmal wenn die Gronauer gut drauf sind, dann schicken sie unsere Nachbarn nach Niedersachsen, also nach Nordhorn, weil da ja der 3. Oktober oder ähnliches kein Feiertag sei. Und die Niederländer fahren dann dahin und ärgern sich über ihren deutschen Nachbarn.Wenn wir Feiertag haben und die Niederländer nicht, fallen wir ständig wie Heuschrecken dort ein und kaufen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Es gibt auch mehrere Läden, die sonntags offen haben. Der eine wird durch Leute im Ruhrgebiet bevölkert und Paarat und der große Albert Heijn wird von uns rege zum Einkaufen benutzt. Nicht, dass ich das tun würde. Natürlich am Anfang schon, aber die Menschenmassen haben mich genervt, so dass ich mich da ausschließe.
Nun, der Ärztemangel ist auch schlimm, denn auf Facharzttermine muss man auch im Akutfall länger warten. Wartezeiten von Monaten ist hier normal. Wenn man einen Termin für Psychotherapie benötigt, dann sind 8 bis 12 Monate normal. Einen Termin bei einem Psychologen, oh weh, da vergehen auch glatt 6 Monate und wehe, ein anderes Mitglied aus der Familie benötigt auch einen Psychiater, dann muss man nach Bad-Bentheim oder Ahaus ausweichen oder doch am besten gleich nach Münster fahren. Wer eine Brille trägt, sollte sich angewöhnen, wenn er einen Termin hat und dort ist, gleich den nächsten für in einem Jahr zu machen, denn sonst muss man monatelang warten. Hier geht man gleich lieber zum Optiker. Aber lieber nicht zu Fielmann, weil das ist hier der Schlechteste, den es gibt. Ich bevorzuge Nordhorn.Rückenprobleme? Oh je, da ist wochenlanges Ibu einnehmen die einzige Möglichkeit um mit den Schmerzen klar zu kommen. Akutfall? Bei Glück 6 Wochen Wartezeit. Wir haben nur zwei Orthopäden.
90 % der Ärzte machen den Eindruck, als ob sie innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre in Rente gehen würden. Dabei ist es total schwierig, hier Ärzte her zu bekommen.Wir haben zwar ein bisschen Industrie, aber die genügt für geschätzte 47.000 Einwohner (und kein verschlafenes Nest, wie Leute behaupten, die den Bericht nicht gelesen haben. Aber hier liest ja keiner. An sich ist es zu schade, bei Ciao Berichte zu schreiben, man kann hier reinschreiben, was man will, denn ist ja egal. 15.17 Uhr, 4. Dezember) nicht. Nordenia, einige Speditionen und Uranit, ein paar kleine Möbelhäuser und K&K genügen einfach nicht. Gronau besteht aus Gronau und Epe, einer etwas kleineren Ortschaft, die ein schönes Schwimmbad haben. Aber das ist eine andere Geschichte, jedenfalls haben sie eine Textilfirma, die laufend von der Feuerwehr besucht werden musste. Sie haben wohl auch den Stoff, mit dem der Reichstag eingewickelt war, für die Weiterbearbeitung bekommen. Den Rauch von einem Brand sah man sogar bei uns. Er zog über unser Haus hinweg in Richtung Norden. Als ich das sah, war ich sehr erschrocken und dieses Mal erklärte sich das viele Tatü-Tata, was hier normal ist von selbst.
Übrigens Brände. Es gibt hier ja viele ziemlich leerstehende alte Fabrikgebäude, in der zu Glanzzeiten Gronaus Textilindustrie untergebracht war. Germania II musste gesprengt werden, nachdem es dort tagelang brannte. Vielleicht sollte ich das mal beschreiben, damit man es versteht, was mich daran stört, die Brandstiftung ist schon schlimm genug, aber was noch schlimmer für mich ist, ist folgendes. Hier gibt es wunderbare alte Fabrikgebäude aus Backstein, das berühmteste ist wohl die weiße Dame, die ich alte Dame nenne. Diese wunderschönen alten Zeugnisse der Kultur sind meist keine Baudenkmäler und zerfallen unbeachtet vor sich hin. Ich persönlich liebe diese alten Gebäude, aber dafür benötigt man Geld, man muss investieren. Und zwar nicht in Millionen, sondern so langsam in Milliarden, wenn man alles das realisieren würde, was ich mir für Gronau wünsche. Germania II ist ein Fabrikturm, Germania I steht noch. Mir gefallen diese Gebäude wirklich sehr gut. Für all diese Gebäude hätte ich Ideen. Aber mangels Geld sind Träume dieses Mal Schäume.Nun, so langsam kommen wir dem entgegen, warum ich Gronau liebe. Es liegt sehr zentral, man kann sehr viel erreichen und sehen und ein Urlaub würde gar nicht ausreichen. Die Lage ist, anders als zu vermuten, perfekt. Man kann Tagesausflüge nach Bremen, an die deutsche und niederländische Nordsee machen, genauso gut wie im Ruhrgebiet die Städte ansehen. Köln, Bonn, Düsseldorf, Münster, Osnabrück, alles ist ganz toll zu erreichen. Und erst die wunderschönen niederländischen Orte. Die meisten Gronauer sagen als erstes Winterswijk, wenn ich frage, welchen niederländischen Ort man besuchen kann. Ein sehr schönes Städtchen, aber wieder zu Gronau zurück.
Wir haben zwar kein Schloss mehr und das restaurierte Schlosstor ist so gut versteckt, dass es kaum ein Einheimischer kennt. Wir sind zufällig drauf gestoßen und das würde ich in meinen Stadtrundgang einfließen lassen.Aber als ich herzog gab es einen alten Grafen. Er war mir sympathisch und nächstes Jahr werde ich wohl noch ein neues Buch mit neuer Geschichte darüber verfassen. Der alte Graf hatte seinen Landsitz, eine kleine, aber schöne Villa inmitten eines wunderbaren Parks. Na ja, die Villa liegt eher außen, aber der Park ist wunderschön mit einem See und einem Gartenschuppen, der mal bewohnt war. Der stolze Graf hatte das Anwesen schon lange an den Chef der Firma Stenau (ABFALL) verkauft und lebte da noch sehr lange, zuerst mit seiner Frau, dann alleine. Mir würde das sehr gefallen, aber wohnen möchte ich da nicht. Jedenfalls hoffte Stenau, genauso wie die Kinder des Grafen, die irgendwo in den neuen Bundesländern in einem Schloss wohnen, dass er bald starb. Doch er trotzte allem und konnte sich lange gegen ein Altenheim wehren. Als er dorthin kam, gab es leider ein schnelles Ende.
Gronau hat seinen eigenen Charme. Man könnte aus dem Städtchen sehr viel machen. Der Marktplatz wurde verschönert und die Brücke vom Parkplatz, die wohl fast nur von uns benutzt wurde, wurde abgerissen, weil man sich die Sanierung nicht leisten konnte. Blumen und Bänke sind jetzt auf dem Marktplatz, aber die Perfektion, das Eiscafé fehlt leider noch und das alte Hertiekaufhaus zerfällt still und unaufhaltsam daneben. Wir haben einen kleinen C&A, bei dem man seltsamerweise NIE so fündig wird, wie in Nordhorn. Weltbild, Rossmann, Kodi, Allkauf und viele nette kleine Läden gibt es in der Stadt, aber es gibt oft Wechsel oder aber leere Läden, die über Monate leer stehen.Gronau hat auch noch wunderschöne Reste einer LaGa (Landesgartenschau 2003) und die werden gehegt und gepflegt. Mein Neffe kommt sicher irgendwann im Sommer und genießt die Wasserspiele, die ihn so beeindruckt haben. Planschen im kostenlosen Kinderschwimmbad. Wenn es heiß ist, dann ist der Platz vor dem Rockmuseum und der neuen Kircheninsel voll mit Kindern und ihren Müttern. Alle sind zufrieden und trotzen der Hitze.
Die Pyramide und die künstlichen Grachten sind wohl gleichermaßen die Höhepunkte des LaGa-Geländes. Ich habe davon so viele Bilder, dass ich tatsächlich einen kleinen Bildband mehrfach davon drucken ließ. Ich bin wohl die einzige Gronauerin, die das gemacht hat. Die Beschenkten freuten sich und ich hab immer noch einen davon. Verrückt oder? Nein, es ist verständlich, wenn man weiß, dass ich meine neue Heimat – trotz allem - sehr mag. Sollte ich je Merian oder so davon überzeugen können, dass Gronau es wert ist, einen Reiseführer zu bekommen, ich hätte ihn schnell geschrieben, denn ich hab mir schon viele Gedanken um Tourismus und die hiesigen Sehenswürdigkeiten gemacht.Wenn ich Gronau auf drei Sachen dezimieren müsste, würde ich – nach meinen persönlichen Eindrücken – sagen: Der Stadtpark, das Rockmuseum und das Jazzfestival. Aber es ist schwierig, genauso könnte man die 10 besten Sachen sagen und da ist mein heißgeliebter Gronauer Wasserturm dabei, er ziert auch mein Bildbändchen. Natürlich darf der Drilandsee auch nicht fehlen. Die anderen Sachen hab ich ja schon meist beschrieben.
Aber erst mal zum Stadtpark. Das ist ein beliebtes Ausflugsziel für alt und jung, Familien mit Kindern, Depressionsgeplagte und natürlich für alle Niederländer. Der Park ist wunderschön angelegt, mit einem schönen See, massenhaft Enten und Tieren. Viele Vögel, megaviele Meerschweinchen und natürlich den Ziegengehege. Die Vögel kann man alle toll hinter schönen großen Gitterkäfigen bewundern, leider ist der eine, der sich immer mit allen unterhalten hat nicht mehr da. Es gibt auch zwei schöne Pfauen, die ab und an ihr Gehege verlassen. Die Pfleger sind alle ehrenamtlich dabei, so dass man ihnen leider nicht mal Bescheid sagen kann. Die Einheimischen meinen aber, dass die Pfauen oft das Gehege verlassen, aber immer zurückkommen. Wildschweine, Rehe, Esel, Lama gibt es auch. Die Meerschweinchen sind soooooooooooooooooooooooooooooooooooooo goldig, daher kann ich nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die da einbrechen und sie töten. Man hat mir erzählt, dass das schon mal gemacht wurde. Tja, und erst der Ziegennachwuchs. Die Kinder haben die Ziegen als Lieblinge auserkoren und füttern sie auch (Futterautomat), vor allem den süßen Nachwuchs. Ich gehe davon aus, dass die Ziegen regelmäßig verkauft werden, denn von irgendwas muss der Tierpark ja leben, weil der Besuch ist netterweise kostenlos. Außerdem gäbe es sonst massenhaft Ziegen, denn die sorgen jedes Jahr für viel Nachwuchs.Durch den Stadtpark plätschert auch die Umflut so dahin und zwischen Krankenhaus und Park fließt die Dinkel. Nicht die Donau, wie eins der prominentesten Stadtkinder immer sagt: Udo Lindenberg. Er ist nicht wohlgelitten, weil er wohl nicht sehr freundlich war, dementsprechend ist der Udo-Lindenberg-Platz vor dem Rock- und Popmuseum nicht sehr groß. Er verleugnet seine Heimatstadt und übergibt statt dessen Preise in Tübingen. Als Neugronauerin und gebürtige Tübingerin möchte ich mich darüber aber lieber nicht auslassen.
Aber da wären wir beim genialen Rock- und Popmuseum. Das ist wunderschön und das einzige in Deutschland. Leider kennt es fast niemand und so wird es selten besucht, was ich sehr schade finde. Die Exponate sind wirklich toll und von allen möglichen Rock- und Popstars, außerdem gibt es Themenausstellen. Die Museumsverantwortlichen geben sich jede Menge Mühe und so gibt es auch öfter mal Konzerte vor dem Museum. LEIDER wurde Gronau von einem Betrüger heimgesucht, so dass die teuere Leinwand nun nicht da hängt und das fehlt Gronau sehr. Mangels Geld und Sponsoren kann man leider keine neue kaufen. Vor Gericht unterlag Gronau, denn der Gauner hatte natürlich alles ausgegeben. Wäre der Eintritt geringer, würde ich da jeden Monat hingehen, aber leider kann ich mir das nicht leisten. Aber ich möchte jedem Gronau-Besucher dieses Museum ans Herz legen.Das Jazzfestival. Darüber gibt’s schon Berichte bei Ciao, daher möchte ich mich kurz fassen. Die ganze Innen-Stadt gleicht einem New Orleans und singt und swingt. In der Bürgerhalle, gleich vor der weißen Dame und der imposanten und teuren Brücke gibt’s an zwei Wochenenden Aufführungen, mit allen Jazz-Stars, die Rang und Namen haben. Wer mal in Montreux war, der MUSS hier auch hingehen.
Zur teuren LaGa-Brücke möchte ich nur sagen, dass sie megasinnlos ist, auch wenn man von den Parkplätzen dort zur 2 mal im Jahr stattfindenen Kirmes kommt und in die Bürgerhalle. Sie ist zu teuer und relativ nutzlos. Ja, wenn man wenigstens noch 2 oder 4 Treppen runter hätte, damit man eine Aussicht hat und die Straße so überqueren könnte, dann könnte man noch beide Augen zudrücken. Aber es gäbe andere Sachen, was sie mit den Zuschüssen hätten machen können. Die Brücke ist ohne Zweifel hübsch, aber schon marode und aus Holz, von daher finde ich, dass die Geldausgabe unnütz war und man da was billigeres hätte bauen können, alleine was die Lampen wohl an Strom kosten, möchte ich nicht wissen.Zum Schluss möchte ich auch noch ein paar Worte über unser Naherholungsgebiet sagen. Der Driland-See ist sehr schön und man kann da toll drumherum laufen. Es gibt da doch tatsächlich kleine Waldgebiete (sonst vermisse ich den Wald, wo ich doch mit Schönbuch und Schwarzwald aufgewachsen bin) und einen schönen Sandstrand mit Spielplatz, schöne Häuser und es ist ein Feriengebiet, wo es Ferien-Wohnungen und -Zimmer zu mieten gibt. Meine Meinung über die Preise möchte ich hier jetzt nicht wiedergeben. Aber es sei gesagt, es ist besser, wenn man gut betucht ist. Es gibt da auch Restaurants.
Ach ja, Erdbeerplantagen zum selber pflücken gibt es auch im Juni. Die Erdbeeren sind wunderbar lecker. Aber irgendwie ist dort immer alles schnell abgeerntet, weil die Niederländer uns alles weg pflücken. Über das spezielle nachbarschaftliche Verhältnis hab ich schon einige Geschichten geschrieben.Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich hier erst wenige Male mit dem Zug gefahren bin. Es ist kein besonderes Erlebnis, nach Münster oder Dortmund zu fahren. Auch nicht in die Niederlande.
Schließen möchte ich natürlich das ganze mit dem Wasserturm in Gronau, der mich immer wieder begeistert und der mein Symbol für DAHEIM ist, wie einst die Herrenberger Stadtkirche. Das sind unsere beiden „Heimats-Symbole“, die wohl jeder haben wird. Der Turm und die Pyramide sind die beiden Sehenswürdigkeiten von Gronau, die ich am häufigsten photographiert habe. Mit der weißen Dame und dem Stadtturm sind meine 4 Lieblinge komplett.Dies ist eine kleine Erfahrung von 5 Jahren Gronau. Man kann unmöglich bei Ciao alles beschreiben. Das wäre ein komplettes Buch und dann gibt’s da sicher ein Ciao-Limit.
Man möge mir verzeihen, wenn ich nicht alle Feste, alle Sehenswürdigkeiten und alles besondere aufgezählt habe, es ist einfach das, was mich am meisten beeindruckt, beschäftigt oder was ich am schönsten und am blödesten finde.
Also wenn jemand in Gronau vorbeikommt, biete ich gerne einen Stadtrundgang an. Darin enthalten sind auf jeden Fall: Wasserturm, Stadtpark, weiße Dame, teure Brücke, Rockmuseum, Kircheninsel, LaGa-Gelände mit Pyramide, Marktplatz, Stadtturm, Kirchen, „Kleinkram“. Wer mehr Zeit mitbringt, da würde ich dann noch den Drilandsee und das Kloster im benachbarten Bardel empfehlen. Mit den Museen kann man auch Regentage schön überstehen und selbst wenn man nichts anderes, wie Gronau besuchen möchte, könnte ich locker ein 1 bis 2 wöchiges Programm aufstellen. Denn Gronau und Umgebung sind sehenswert.
Im ersten Jahr gab es gleich einen richtigen Winter mit Schneechaos, bei dem Ochtrup unsere Nachbarstadt Notstandsgebiet ohne Strom war, Gronau hatte gerade noch Glück. Dies passierte, obwohl man mir versicherte, dass es in Gronau keinen Schnee und Winter gäbe, deshalb wird auch für gewöhnlich nicht gestreut und geräumt, weder von der Stadt noch von Privat (die wissen sicher nicht, dass man das tun muss, aber.....). Ich fragte mehrfach, wie man das hier mit dem Winterdienst regelt, bei diesem 11-Parteien-Haus. Man versicherte mir jedes Jahr erneut, es gäbe keinen Winter. Wenn ich auf diesen Chaoswinter ansprach, dann fegte man dies mit einer Handbewegung ab. Die Winter danach waren relativ harmlos.
Letztes Jahr gab's für hier wieder einen Hammerwinter, doch wie schon gesagt, man benötigt keinen Winterdienst, weil es ja keinen Winter gibt. Ich wär schon eine hartnäckige Schwäbin, die nicht einsehen will, das es keinen Winter gibt. Dieses Jahr gabs nun schon eine gute Woche fast täglich Schnee und wenn ich rausschaue, ist alles weiß, nach einer guten Woche Schnee ist aber die Straße endlich frei. Aber obwohl da draußen alles weiß ist, ich muss mich irren! Hier gibt es keinen Winter und deshalb benötigt man keinen Winterdienst. Wahrscheinlich träume ich und wir haben noch Herbst mit bunten Blättern. Es kann nur ein Traum sein, denn es gibt ja keinen Winter. ;-)Hab ich schon gesagt? Ich mag Gronau und ich lebe gerne hier. Es ist gar nichts verbesserungswürdig und alles perfekt. Sonst wäre ich die Tourismusmanagerin von Gronau. ;-)
PS: Nein, das sind keine Winterbilder, das ist eine Fata-Morgana!
lesezeichenfee@gmx.de
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autohupe1234 26.03.2012 16:44
brahmagirl 12.03.2012 22:24
LESEZEICHENFEE 11.09.2011 16:03
Was kann ein Bericht an eventuellen Missständen Gronaus verändern? Jemand, der seit 20 Jahren in Gronau wohnt, dies als seine Wahlheimat bezeichnet und Gronau überwiegend sch... findet, und andere Berichte bzw. deren MEINUNG abwertet, zeigt doch seinen wahrend Charakter. Wenn du nicht integriert wurdest, liegt das an dir selber!
Chaufontaine 08.09.2011 16:28
Die Autorin hat eine rosarote Brille auf, bei der Betrachtung Gronaus. Damit sich etwas ändert in Gronau, ist dies nicht hilfreich. Auch eventuellen Touristen wird mit der in diesem Bericht übermittelten angeblichen Attraktivität Gronaus ein Bären aufgebunden.
vergraulterkunde 28.08.2011 06:16