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| Userbewertung | 6 Erfahrungsberichte |
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Reisen wie ein waschechter Ami!
Pro günstig, sicher und echt amerikanisch
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Detailbewertung
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| Service beim Ticketkauf / Vorverkauf: | |
| Service bei der Fahrt: |
Von Mitte November bis Mitte Dezember habe ich meine bisher größte USA-Tour gemacht. Eigentlich habe ich dabei gar nicht so viele Meilen zurückgelegt, sondern bin meistens an ein und demselben Ort geblieben. Das sah so aus, daß ich erst für eine Woche in Florida bei einer Freundin war und dann weiter nach Los Angeles geflogen bin.
Hier möchte ich nun über die Busgesellschaft Greyhound berichten, die sicherlich jeder kennt und die die größte Busgesellschaft in den USA ist. Mit Greyhound bewegen sich diejenigen fort, die entweder zu knapp bei Kasse sind, um einen Flug zu bezahlen, die, die extrem unter Flugangst leiden (wie meine Freundin, die einen 27 Stunden Trip von Miami nach New York auf sich nahm, nur weil sie keinen Flieger besteigen wollte) oder jemand wie ich, der dringend wohin muß aber keinen Flug mehr bekommen hat.Eigentlich wollte ich immer schon einmal ausprobieren, wie das Leben in einem Greyhound Bus so ist, also war es gar nicht so schlimm, als der Mensch im Reisebüro mir sagte, daß es nicht mehr möglich wäre einen Flug von Atlanta nach Fort Lauderdale zu bekommen, sondern nur noch nach Orlando. Gut dachte ich mir, Orlando ist nicht weit weg, fahre ich einfach mit dem Bus das letzte Stück.
Gesagt war leider noch lange nicht getan. Da ich in der Nacht vor Thanksgiving anreisen wollte, hielt ich es für besser, vorab eine Reservierung zu machen, damit ich nicht auf einmal ohne Ticket da stehen würde. Das war schon mal ein Problem. Reservierungen funktionierten nicht, man konnte nur schon Tickets kaufen. Auch gut dachte ich mir, aber nun kam der Haken.Auf der Website konnte man nur ein Ticket buchen, wenn man in den USA wohnte. Also rief ich in meiner Verzweiflung die Telefonnummer an, die auf der Website angegeben war. Dort sagte man mir, daß ich nur ein Ticket kaufen könnte, wenn es sofort ausgestellt oder an eine amerikanische Anschrift gesendet würde.
Okay, ich fand die Lösung in meiner Freundin und bat sie, einfach ein Ticket für mich zu kaufen und es nach Deutschland zu senden. Das tat sie auch. Also Ticketproblem gelöst, aber für Ausländer ohne amerikanische Kontakte wird es schon schwer.Als es dann endlich soweit war und ich auf dem Weg in die USA war, lief meine Greyhound-Erfahrung etwas negativer ab, als erwartet, aber das lag wahrscheinlich auch an den Umständen, daß es sich um den Tag/die Nacht vor Thanksgiving handelte.
Erstens fand ich es etwas blöd, daß die Greyhound Station relativ weit vom Flughafen Orlando's entfernt war. Ich nahm einen Shuttlebus, der mich dort hinbrachte. Kostenpunkt des Shuttles war etwa 10 $.Nach einer Stunde quer durch Downtown Orlando hielten wir endlich vor der Station an. Die Busfahrerin warte mich noch, ich solle sofort reingehen und nach Möglichkeit nicht mehr rauskommen, weil die Gegend nicht die Beste sei. Mir wurde ein klein bisschen komisch bei der ganzen Sache, aber dies war nicht das erste Mal, daß ich in einer schlechten Gegend war.
Drinnen war alles recht voll und nicht unbedingt sauber. Das hatte ich allerdings erwartet, also war das schon okay. Ich ging an den Schalter und checkte so zu sagen mein Gepäck ein, das Ticket hatte ich ja glücklicherweise schon.Ich ging in den Wartebereich und schaute mich etwas um. Es gab einige Wartebänke, eine Art Schnellimbiß, der gerade schloß und Türen, an denen Zettel hingen, auf denen der Ort stand, in den der nächste Bus fahren würde. Draußen konnte ich einen Bus sehen, wie er gerade mit Gepäckstücken beladen wurde.
Als es endlich auf Mitternach - meiner geplanten Abfahrtzeit - zuging, kam eine Durchsage, die ich kaum verstand, weil es so laut in der Abfahrtshalle war. Ich fragte jemanden, der ein unerfreutes Gesicht machte, was los sei und er erzählte, daß alle Busse mindestens 1 Stunde Verspätung hätten.Zu diesem Zeitpunkt war ich seit circa 30 Stunden auf den Beinen und hatte kaum geschlafen. Ihr versteht sicherlich, daß ich nicht erfreut war, zu erfahren, daß ich noch ein bis zwei weitere Stunden in dieser Halle abhängen durfte. Aber man konnte nichts ändern. Ich rief meine Freundin an und sagte ihr, daß ich nicht - wie erwartet - um 4:45 Uhr ankommen würde, sondern etwas später (ihr Glück, so konnte sie etwas länger schlafen).
Nach weiteren 2 Stunden des Warten kamen endlich die Busse. Alle stürzten sich auf den ersten Bus. Auch ich. Ich sah noch, wie mein Gepäck dort drin verstaut wurde bevor ich hineinstieg. Drinnen herrschte Chaos, denn jeder wollte einfach nur einen Sitzplatz. Dann ging der Fahrer durch und zählte. Er kam zu dem Resultat, daß der Bus voll war."I am full" war sein statement. Ich fragte, was nun passieren würde und er sagte nur "I don't know but I am full. Take the next bus". Klasse dachte ich mir und bekam Panik. Wenn mir nun ernsthaft gesagt hätte, ich müsse noch ein paar Stunden warten, bis der nächste Bus kommt, hätte ich mich wahrscheinlich irgendwo hingelegt und geheult *lach*. Heute kann ich darüber lachen, aber damals wollte ich nur zu meiner Freundin und lange, lange schlafen.
Gott sei Dank konnte ich schnell in Erfahrung bringen, daß noch ein Bus diese Route fuhr. Es ging dann RELATIV schnell und ich bekam einen Platz in diesem anderen Bus. Die Fahrt dauerte ungefähr 4 1/2 Stunden und war sehr ruhig. Wahrscheinlich haben alle nur in ihren Sitzen gelegen und geschlafen.Die Busse waren soweit recht ordentlich und meiner Meinung nach waren sie auch vom Sitzkomfort echt okay. Vergleichbar mit deutschen Fernreisebussen würde ich sagen.
Ich glaube wir hatten auf dem Weg drei Stopps, an denen wir etwa 15 Minuten Pause machten, so daß jeder etwas essen, trinken oder auf die Toilette gehen konnte. In unserem Bus gab es wohl auch eine Toilette, aber die habe ich nicht ausprobiert.Als ich in Fort Lauderdale ankam, fiel ich meiner Freundin überglücklich in die Arme, weil ich so übermüdet war. Aber nun konnte ich immer noch nicht ins Bett, sondern mußte auf den anderen Bus warten, weil dort ja mein Gepäck verstaut war. Auch dieser traf nach weiteren 30 Minuten ein.
Das war im Großen und Ganzen meine Erfahrung mit Greyhound. An diesem Tag war ich nicht gerade begeistert von dieser Buslinie, aber im Nachhinein würde ich sie wahrscheinlich noch einmal wählen, denn sie waren nicht schlecht. An einem Tag wie Thanksgiving, an dem ganz Amerika irgendwie durch die Gegend reist, mußte es einfach solche Verspätungen geben. Und daß man keinen Luxus erwarten konnte, war mir klar gewesen.Greyhound ist meiner Meinung nach eine günstige und gute Alternative. Man sollte nur Verspätungen in die Reise einplanen.
Also, all denjenigen, die eine USA-Tour dieser Art vorhaben: Enjoy the ride!Liebe Grüße, Ritzilein
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moonie140289 05.10.2007 01:38
mjk25 26.08.2003 16:34
dani___ 11.01.2003 23:05
mck1 11.01.2003 17:42
Klingt irgendwie abenteuerlich. Bei südafrikanischen Überlandbussen, wie Translux, läuft es wiedererwarten richtig organisiert ab. Beim Einsteigen wird der Name abgehakt und man bekommt einen Sitzplatz zugewiesen. Verspätungen hatte ich eigentlich auch nicht. Ich glaube, da würde ich in den USA doch eher fliegen. :-) Ciao Marco
Onkel_Dittmeyer 05.02.2002 13:24