Gray Line Midtown-Cruise, New York

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Prämierter Erfahrungsbericht

Waterway

5  06.07.2012 (15.08.2012)

Pro:
ein Erlebnis, toller Reiseführer, Busservice an Ende der Tour

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

Sylviane

Über sich: ***beLIEve *** "When ever I accept my own doubt & insecurity, I´m more open to other people. Th...

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Eines der Highlights unseres Kurztrips nach New York war der MIDTOWN-CRUISE mit der Gray Line. Dieser Bootstourenveranstalter arbeitet zusammen mit Citysightseeing, wo ich auch den Aufstieg auf das Empire State Building gebucht hatte. Hierbei handelte es sich um zwei Kombitickets, die ich unabhängig von einander einsetzen konnte. Ich hätte also auch zögern können und den Midtown-Cruise an einem anderen Tag machen, doch da wir eh wenig Zeit zur Verfügung hatten, haben wir in unsere Tage in New York soviel Programm gepackt wie möglich und beide Attraktionen an einem Tag innerhalb weniger Stunden in Angriff genommen.

Wo startet die Schiffstour?


Wir hatten das Ticket mitten in der Stadt beim Empire State Building gelöst. Nun mussten wir nur noch zur Anlegestelle des Bootes. Auf dem Ticket standen die Abfahrtszeiten und diese gaben uns gut Luft nach oben, wenn wir den zeitlich am nächsten gelegenen Termin nicht schaffen könnten. Denn wenn man aus der Kleinstadt kommt, dann erschlägt einen New York mit seiner Größe und wenn man zum ersten Mal in dieser Metropole ist, dann muss man erst einmal ein Gespür für die Entfernungen bekommen. Es ist alles ein wenig anders als man es kennt. Doch mit der Zeit hat man es raus, kann es besser einschätzen und kommt in dieser Großstadt einfach super klar. Daran ist auch die tolle Einteilung eines Großteils der Stadt in Blöcke schuld. Man hat die Coordinaten so gesehen, angegeben in Streets und Avenues und schon findet man die entsprechende Straße. So war es dann auch bei der Anlegestelle, dem Pier 78, der sich in der 12th Avenue 38th Straße.

Die Anlegestelle am Pier 78:


Bei der glühenden Hitze, die wir in diesen Tagen in New York hatten, waren mein Mann und ich froh, den Pier endlich erreicht zu haben. Vor dem Pier gab es noch eine Art Busbahnhof. Doch diesen ignorierten wir erst einmal. Dass er für uns noch wichtig werden würde, ahnten wir noch nicht. Wir gingen auf ein kleines Gebäude zu, das uns endlich Schatten versprach und etwas Kühle. Zu unserer linken war beim Eintreten gleich ein Tresen zu finden, wo es Eis und Wasser und andere Getränke und Snacks zu kaufen gab. Das nahmen sie auch gut bezahlt, das Wasser kostete hier das Doppelte, was ich sonst in den Supermärkten gegeben hatte. Doch wir hatten einen unbändigen Durst bei der Hitze und waren froh, etwas zu trinken bekommen zu können. Ich denke, darauf spekulierte man auch bei diesen Preisen. Einen Sitzplatz bekamen wir allerdings nicht mehr im Gebäude. Es war alles besetzt. Draußen vor dem Haus gab es noch Sitzplätze unter Sonnenschirmen. Doch so recht die relativ kühle Location verlassen wollten wir auch nicht. So standen wir mit unserem Wasser und warteten erst einmal ab. Wir hatten den Pier schneller erreicht als wir gedacht hatten und konnten gleich das nächste Boot nehmen, das innerhalb der nächsten zwanzig Minuten abfahren würde. Wir waren kaum angekommen, da legte das Boot, ein rotes doppelstöckiges Schiff schon an und ließ die anderen Gäste aussteigen.

Wieder Schlange stehen:


Wenn wir eines in diesem New York Urlaub gelernt hatten, dann war es das geduldige Schlange stehen. Egal, wo man hinkam, man musste sich anstellen (daher waren wir auch mit unseren Empire States Building Tickets zuvor so glücklich gewesen, hier einmal Sonderrechte erworben zu haben). Doch hier beim Boot hieß es wieder ab in die Schlange, die verwundenen Wartereihen ablaufen und die Tickets vorzeigen. Dann ging es wieder vor einen Greenscreen und wir mussten in die Kamera lächeln. Auch hier würde man nach der Tour die Möglichkeit haben, ein Foto mit einem zugesetzten Hintergrund zu kaufen. Doch ganz ehrlich? Ich war so fertig von der Hitze, vom vielen Laufen und den ganzen Eindrücken, dass das Bild gar nicht attraktiv werden konnte. Zwei völlig erschöpft aussehende Menschen vor einer der Sehenswürdigkeiten New Yorks? Nein, ich glaube, das wollte ich uns als Erinnerung nicht antun. Mein Mann sah das auch so. Und später mussten wir lachen, als wir im Hotel eine Warnung für diese extrem heißen Wetterverhältnisse hörten: Man sollte sich in den Gebäuden aufhalten, Anstrengungen vermeiden und sich eben nicht so sehr der Sonne aussetzen. Das hatten wir ja prima hinbekommen. :)
Dennoch waren wir froh, dass uns die Bootstour ein wenig Kühle verschaffen würde, zumindest hofften wir das.
Doch das Anstehen nahm kein Ende. Es dauerte eine ganze Weile, die wir in der Reihe vor dem Boot stehen mussten, nachdem das Fotografieren vorbei war und wir endlich auf das Schiff durften.

Das Boot:


Das Boot war doppelstöckig. Ich hatte schon gleich insgeheim gehofft, einen Platz auf dem oberen Deck zu bekommen. Ich dachte mir, dass man hier würde am besten sehen können und dazu noch die Frische des Wassers und des Windes am besten erleben zu können. Denn nach ein wenig Kühle sehnte man sich in dieser heißen zeit wirklich.
Das Boot war so gestaltet, dass zwei Treppen, eine links und eine rechts nach oben führten. Sie waren recht steil, aber man konnte sich gut an einem Geländer festhalten. Oben waren dann die Bänke so angeordnet, dass man in der Mitte welche hatte, die mit der Fahrtrichtung angebracht waren, man quasi nach hinten vorn rausguckte. An den Seiten waren dann auch jeweils Bänke angebracht, wo man direkt durch die Fenster des Decks sehen konnte in der überdachten Region. Das Heck war nicht überdacht. Auch hier gab es Bänke. Doch wie die angeordnet waren, kann ich nicht sagen, da ich nicht weiter durchgelaufen bin. Ich hatte mir einen seitlichen Platz ausgesucht, um dort aus den offenen Fenstern fotografieren zu können. Ich fand das optimal.

Der untere Bereich des Bootes war natürlich komplett übedacht. Auch
Bilder von Gray Line Midtown-Cruise, New York
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Gray Line Midtown-Cruise, New York am Pier 78
hier gab es Bänke. Doch die meisten Gäste strebten nach oben oder sammelten sich auf der unteren Etage am Bug, um besser sehen zu können.

Reiseführer:


Wir hatten einen netten Herrn als Reiseführer. Er nahm in unmittelbarer Nähe von mir Platz auf einer Art Tisch auf dem oberen Deck. Mit einem Mikrofon ausgestattet, begrüßte er uns, noch bevor das Boot abgelegt hatte und machte uns mit den Sicherheitsvorschriften an Bord vertraut. Dieses tat er nur auf Englisch. Leider gab es einige Touristen,die Schwierigkeiten mit der englischen Sprache hatten und die handelten gleich entgegen den Regelungen, die er uns aufgetragen hatte, so zum Beispiel nach dem Ablegen NICHT mehr auf die Treppen zu gehen. Diese waren zudem auch noch abgesperrt mit Seilen. Also wirklich auch so sichtlich nicht betretbar. So gab es am Anfang gleich eine kleine Auseinandersetzung mit ein paar Gästen und der Reiseleitung. Allerdings muss ich auch sagen, dass es für jemanden, der wirklich schlecht oder wenig Englisch spricht, schwer ist zu verstehen. Mein Mann selbst hatte auch Mühe alles genau zu verstehen und so musste ich ihm einiges übersetzen. Genauso erging es scheinbar einem Paar, das neben uns saß und augenscheinlich spanische Wurzeln hatte, wo er dann seiner Frau übersetzte. Schön oder optimal wäre es gewesen, wenn die Führung mehrsprachig ausgeführt werden würde. Ich kenne das aus dem Ort meiner Kinderzeit auch so, dass Führungen oftmals in Deutsch und bei uns in Schleswig-Holstein, was ja an Dänemark grenzt auch in Dänisch gemacht werden. Hier wäre vielleicht eine Mehrsprachigkeit in Deutsch und Spanisch angebracht gewesen. Viele Reisende sprachen diese Sprachen. Franzosen habe ich eher wenige getroffen während des ganzen Urlaubs. Doch wahrscheinlich könnte man dann, wenn man es mehrsprachig ausführen will, die günstigen Preise nicht halten. Doch es kann so eben dann doch schnell mal zu Problemen kommen wie bei uns eben bei der Abfahrt mit den Herrschaften, die die Treppen trotz Verbot nutzen wollten.

Was wurde alles unterwegs gezeigt?


Ich möchte hier gern Bezug nehmen auf die Sehenswürdigkeiten, die wir vom Hudson River und vom East River aus sehen konnten. Ich versuche sie in der richtigen Reihenfolge aufzuzählen, kann aber nicht dafür garantieren, dass sie wirklich so ganz stimmig ist, denn die Begeisterung packt mich beim Schreiben und da kann sich das eine oder andere Programmpünktchen in den Vordergrund drängeln. Doch letztlich ist die Reihenfolge ja nicht so wichtig, Hauptsache, Ihr bekommt einen Eindruck von der Rundfahrt.

Empire State Building:


Der Midtown-Cruise begann mit einem Blick auf das Empire State Building. Hoch ragte es über die anderen Hochhäuser empor, vom Wasser aus gut zu sehen. Da wir in etwa auf der gleichen Höhe starteten, was die Querstraßen anging, war es einfach von der Lage her das erste Gebäude, was wir vom Wasser aus sehen konnten. Der Reiseführer erzählte uns, dass das Gebäude nach dem Chrysler Building gebaut wurde und eben dieses in der Rangliste der höchsten Gebäude New Yorks abgelöst hatte. Doch es sollte nicht dabei bleiben, die Tower des World Trade Centers überflügelten nun wieder das Empire State. Erst nach dem Anschlag wurde es wieder das größte Gebäude der USA. Den Titel höchstes Gebäude der Welt kann es nicht mehr inne haben, die stehen mittlerweile in Dubai und sonstwo. New York hat sich aus diesem „Wettbewerb“ ausgeklinkt. Und das ist auch gut so. Immer nur höher, weiter, größer, kann es nicht sein. Vor allem denke ich, gerade so ein Gebäude wie das Empire State Building, das nicht nur Höhe zu bieten hat, sondern auch Charme, ist weitaus sehenswerter als eines, das nur ein Glaskasten ist, in den man in die Wolken gebaut hat. Das Empire State Building hat klasse. Das ist es ganz einfach. Und wenn man dann daran denkt, dass früher zu den ersten Zeiten dieses Hochhauses geplant gewesen war, dass Zeppeline an dessen Mast anlegen sollten und die Passagiere auf den Decks aussteigen sollten, was wäre das für ein Ereignis gewesen. Doch dazu kam es nie, die Zeppeline konnten dort nicht anlegen und schließlich, ging diese Phase der Luftfahrt auch schneller zuende als einem lieb war.

Chrysler Building:


Nach dem Empire State Building sahen wir dann das Chrysler Building. Dieses ist als schönster Wolkenkratzer New Yorks bekannt und ich kann dem nur zustimmen. Er ist zwar in die Höhe geschossen wie die anderen Gebäude auch, doch gerade der letzte Bereich ist so filigran gearbeitet, so nett anzusehen mit diesen abgerundeten Elementen, dass es mir die Sprache verschlagen hat. In meiner Hitliste, was die Optik der Wolkenkratzer in New York angeht, steht dieses Gebäude ganz weit vorn und übertrifft von der Optik her auch das Empire State. Was ihm an Höhe fehlt, macht es durch seine wunderschöne Bauweise wieder wett.

Liberty Island und die Freiheitsstatue:


Auch an der Statue of Liberty auf Liberty Island kamen wir vorbei. Hier sahen wir viele Menschen auf der Insel. Sie liefen dort herum, fotografierten und besichtigten die Insel selbst. In die Statue kommt man derzeit nicht hinauf. Sie wurde nach dem Attentat auf das World Trade Center für Besucher gesperrt, die sonst bis in den Kopf hinauf gehen konnten. Inzwischen hat man überlegt, die Statue wieder zugänglich zu machen, aber nun ist sie renovierungsbedüftig, so dass mit einem erneuten Eröffnen für die Öffentlichkeit erst ab Oktober diesen Jahres frühestens zu rechnen ist. Insofern war ich auch nicht traurig, kein Fahrt zur Insel gebucht zu haben, sondern nur die Rundfahrt, bei der wir an dieser Sehenswürdigkeit vorbeigefahren sind, sogar ein wenig davor gehalten haben. Es war auch so sehr beeindruckend, dieses Geschenk der Franzosen an die Amerikaner zu sehen und dieses Symbol Amerikas einmal wirklich vor Augen zu haben. Irgendwie ein ergreifender Moment.

Ellis Island:


Die Insel selbst spielte früher bei der Einwanderung eine große Rolle. Hier mussten die Einwanderer darauf warten, ob sie eine Einreisegenehmigung bekamen oder nicht. So nannte man die Insel auch Insel der Hoffnung und der Tränen. Doch es ist gesagt worden, dass nur 2% der Einwanderer damals wieder nach Hause geschickt wurden, 98% stand das Land offen. Amerika empfing sie mit offenen Armen.

Brücken:


Auf unserer Fahrt passierten wir etliche Brücken, die über den East River führten.
So kamen wir zum Beispiel bis zur Queensboro Bridge heran, die wir aber nicht durchfuhren, sondern vor ihr wieder kehrt machten. Die Queensboro Bridge lag direkt in der Nähe meines Hotels, wenn ich aus dem Fenster blickte, hatte ich sie zu meiner Rechten liegen. Eine wunderschöne Brücke, für mich persönlich, die schönste, die New York zu bieten hatte. Für uns war sie die tägliche Verbindung zwischen Queens, wo mein Hotel auf Long Island City beheimatet war und Manhattan. Diese Brücke vom Wasser aus zu sehen war interessant und eben mal eine andere Perspektive. Sie wurde 1909gebaut, hat zwei Decks und ist einer der größten freitragenden Brücken New Yorks.

Eine weiter Brücke über den East River ist die Williamsburg Bridge. Sie ist 6 Jahre alte als die Queensboro Bridge.

Brooklyn Bridge ist die älteste erhaltene Verkehrsbrücke New Yorks. Sie kann von Fußgängern und dem Straßenverkehr genutzt werden. 1883 wurde diese Hängebrücke fertig gestellt. In ihren Anfangsjahren war sie die längste Hängebrücke der Erde mit einer gesamten Spannweite von 488m.

Auch die Manhattan Bridge haben wir passiert. Sie wurde 1909 gebaut. Es ist immer wieder erstaunlich, wenn man das Alter der Brücken bedenkt, dass sie immer noch so tadellos in Schuss sind, für den heutigen Verkehr frei gegeben und geeignet. Das erfordert sicherlich eine gute Wartung. Aber, was wirklich beeindruckend ist, sind die Baumeister und deren Phantasie, die diese Meisterwerke lange vor unserer Zeit geschaffen haben. Diese Brücken haben wirklich noch Ausstrahlung und Charme. Sie sind Schmuckstücke, nicht nur Mittel zum Zweck,um das Wasser zu überqueren.


Vom Verkehrsaufkommen her ist es so, dass die Queensboro Bridge am stärksten frequentiert ist. Das wurde uns bei unserem Aufenthalt auch sehr deutlich, haben wir sie doch täglich mehrfach genutzt. Doch ein richtiges Nadelöhr stellte die Brücke selbst eher selten da. Die Staus begannen meist an ihren Füßen, wenn wir wieder festen Boden erreicht hatten.

Ground Zero:


Auch wenn wir auf unserem Weg über den Fluß genommen haben, haben wir einen kleinen Eindruck von Ground Zero erhalten. Und zwar konnten wir auf unserem Weg vom Wasser aus, die Lücke sehen, die die beiden Zwillingstürme in der Skyline hinterlassen hatten. Ein bedrückender Moment.

1 World Trade Center/Freedomtower:


Doch das ganze Gebiet, wo einst das alte World Trade Center mit den Zwillingstürmen stand und die Optik beherrschte, wird nun neu gestaltet. Man ist fleißig dabei, Neues zu schaffen und die neuen Gebäude fügen sich nun auch schon langsam in die Skyline Manhattans ein. So sieht man schon den einen großen Tower, den es geben soll, der die Höhe der Zwillingstürme sogar noch überbieten soll. Auch ein kleineres Gebäude ist schon gut erkennbar vom Wasser aus, das nicht ganz so die Höhe erreichen soll. Man spricht von 1 World Trade Center im Volksmund, wenn man den großen Tower meint. Sein eigentlicher Name ist Freedomtower und er wird genau 1776 Fuß hoch werden, eine Hommage an das Gründungsjahr der USA. Majestätisch steht er da, den Arbeitskran auf dem Dach, der ein Fortschreiten der Bauabschnitte deutlich symbolisiert. Es geht voran, Amerika lässt sich nicht unterkriegen, so die visuelle Botschaft. Es ist ebenso bewegend, diesen Neubau vom Wasser aus zu betrachten, wie ein Stück weiter, die Lücke, die die beiden dem Attentat zum Opfer gefallenen Türme hinterlassen haben. Auch vom Wasserweg aus, eine interessante Sache. Allerdings nicht zu vergleichen mit dem, was man erleben kann, den Emotionen, wenn man sich direkt an Land vor Ort befindet. Ich kann allen nur raten, der Bootstour einen Besuch am 911 Memorial anzuschließen. Dabei kann man dann das, was man vom Wasser aus gesehen hat, auch von Land betrachten und die Gedenkstätte eben aufsuchen, um Tribut zu zollen. Mir persönlich war das sehr wichtig.

Verschiedene weitere Attraktionen:


Auf unserer Rundfahrt haben wir die Möglichkeit gehabt, noch viele weitere New Yorker Attraktionen kennen zu lernen, bzw deren Vorhandensein zur Kenntnis zu nehmen. So kamen wir an Anlegestellen von Segelschiffen vorbei, auf denen man sich wie Kolumbus bei der Entdeckung Amerikas fühlen könnte. Sie dienen auch als Rundreiseschiffe. Wirklich beeindruckend gemacht. Wer es etwas schneller mag, kann eine Rundtour auf einem Schnellboot machen oder gar einen Jetski mieten. Man kennt sie aus vielen Filmen, die in New York gedreht wurden und tatsächlich sie sausen hier und da über das Wasser, Mietangebote gibt es an verschiedenen Piers.
Ebenso habe ich am Wasser Landeplätze für Hubschrauber gesehen. Diese kann man auch mieten und dann einen Rundflug über New York machen. Ich hatte den Eindruck bei den vielen Angeboten, die es hier gibt, dass es wirklich kaum etwas gibt, was es nicht gibt, wenn man denn genügend Kleingeld im Portemonnaie hat....

Ferry:


Interessant waren auch die großen gelben Schiffe, die über den Fluss verkehrten nach Staten Island.
Diese sind kostenlos zu nutzen. Eine Fahrt dauert etwa 25 Minuten.
Häufig sahen wir diese Schiffe auf unserer Tour passieren. Beeindruckend.

Soho:


Auch über Soho verlor unser Reiseführer einige Worte. Ein Stadtteil, der viel Aufs und Abs erlebt hat, vom Reichenviertel zu den Slums, später Künstlerviertel. Damit kam wieder der Aufstieg für die Gegend, die heute sehr teuer geworden ist.

Greenwich Village:


Auch „das Dorf in der Stadt“ fand Erwähnung auf unserer Rundfahrt. Es soll ein toller Anlaufpunkt zum Essen sein.Doch leider haben wir es dorthin nicht mehr geschafft.

Little Italy:


Auch Little Italy kam bei unserer Fahrt zur Sprache, ist es doch in der Nachbarschaft von Soho gelegen. Leider haben wir es auch dorthin nicht mehr geschafft, doch es ist uns erzählt worden, dass dieser Ort eine sehr große Gemütlichkeit ausstrahlt und bekannt ist für gutes Essen.

Chinatown:


Mit Chinatown verhält es sich ähnlich. Auch diesen wohl sehr interessanten Ort haben wir auf der Tour nur zu hören bekommen, aber auf jeden Fall die Lust geweckt, wenn wir es denn noch einmal nach New York schaffen, dort einzukehren.

Wallstreet:


Auch die Wallstreet ist auf dieser Tour angerissen worden und der Blick auf die Hochhausschluchten ließ einen guten Eindruck davon bekommen.

Meine Meinung:


Die Führung per Boot war eine interessante Sache. Viele Dinge konnte man anhand der Skyline ja nur erahnen, weil ein direkter Blick vom Wasser aus ja gar nicht möglich war. Doch der Reiseleiter hat sich große Mühe damit gegeben und mit seinen oftmals blumigen Worten praktisch die Bilder dazu gemalt, was denn an Land dort in den Hochhäuserschluchten zu sehen sein würde, wie die Geschichte der einzelnen Gebäude oder Gegenden verlaufen ist.
Ich fand das alles sehr interessant, wenngleich ich hier nicht alles wieder geben kann, was ich erleb und gehört habe. Es soll nur einen kleinen Eindruck von dem Vermitteln wie diese Midtowncruisetouren ablaufen. Ich denke, dass sie wirklich für jeden interessant sein können und die Fahrt auf dem Fluss ist mal etwas ganz anderes die staubige Busrundfahrt oder das Marschieren durch Manhattans Häuserschluchten. Ich fand es gerade an diesem heißen Tag, sehr erfrischend, die kühle Brise auf dem Wasser zu spüren und das Sitzen auf den Bänken tat nach all dem Laufen auch wirklich gut. Es war mit einem Wort eine angenehme Tour.

Wir haben viele Informationen bekommen, die einfach nett verpackt waren. Wie gesagt, das einzige Manko war, dass es nicht mehrsprachig abgehalten wurde und ich in der Hinsicht vieles meinem Mann übersetzen musste. So wie ich es auch bei anderen Paaren oder Gruppen gesehen habe. Doch letztlich war das nur ein kleines Manko. Ich denke, die Eindrücke, die man hat auf sich wirken lassen können, waren mindestens genauso wertvoll wie die Erklärungen zu all dem. Es war so auf jeden Fall ein Erlebnis, auch wenn man vielleicht nicht jedes Wort verstanden hat.
Von der Lautstärke her war es auf jeden Fall in Ordnung, da mit Mirkofon gearbeitet wurde und das Brummen der Maschinen oder das Plätschern des Wassers auf jeden Fall übertönt wurde.

Freundlichkeit:


Man begegnet uns auf der ganzen Tour, schon vom Anstehen her am Pier bis zum Anlegen nach Beendigung der Fahrt sehr freundlich. Die Tour wurde scherzhaft durchgeführt, sehr sympathisch, aber bestimmt, wenn ich an die Bekanntgabe der Richtlinien an Bord denke. Doch das muss auch so sein. Man möchte ja sämtliches Risiko vermeiden.

Fotos:


An Bord war ein Fotograf dabei. Es war derselbe, der auch vor dem Greenscreen die Bilder gemacht hatte. Er fotografierte alle Gäste an Bord vor den Sehenswürdigkeiten, vorzugsweise vor den Brücken. So bat er meinen Mann und mich,uns am Fenster des Bootes in Pose zu stellen, damit er die Williamsburg Bridge als Hintergrund mit uns einfangen konnte. Eine nette Idee sicherlich, auch wenn wir keine Bilder gekauft haben.

Anlegen:


Das Anlegen ging fließend von statten. Man konnte nachdem das Boot festgemacht war, den Kahn verlassen und zwar langsam über die steilen Treppen in unserem Fall. Unten am Pier wurden dann die Trinkgelder für den Fremdenführer eingesammelt. Man konnte etwas geben, wurde aber nicht dazu genötigt. Ich fand es nur recht und billig, einen kleinen Obolus für die tolle Fahrt zu geben. Der Fremdenführer hatte wirklich sympathisch diese Reise geleitet und das war mir ein paar Dollar wert.

Weiter geht es:


Nach der Fahrt hieß es nun wieder weiter in den heißen Straßen New Yorks. Doch es gab einen Service von der Gesellschaft, der uns Busse stellte und so konnte man in drei verschiedene Richtungen mit dem Bus fahren, um seinem Ziel ein wenig näher zu kommen. Einer ging in Richtung Downtown (in die Nähe von Ground Zero), diesen Bus nahmen mein Mann und ich, da wir einfach noch weiter wollten nach Ground Zero. Und mit dem Bus konnten wir unserem Ziel ein gutes Stück näher kommen. Der Fahrer richtet sich nach den Wünschen der Fahrgäste und so kamen wir für unser Empfinden fast an der gewünschten Stelle an. Doch dann stellte sich heraus, dass es doch noch ein guter Fußmarsch war. Aber immerhin, etliche Blocks hatten wir uns so gespart. Die anderen Busse gingen in andere Richtungen der Stadt, so dass alles ganz gut abgedeckt war. Diesen Service fand ich prima, hatte nicht damit gerechnet. Doch durch die Abgelegenheit der Piers vom Zentrum, war es natürlich werbewirksam, wenn die Gäste erzählen konnten, dass man ein gutes Stück gebracht wurde und nicht alles wieder zu Fuß zurücklaufen musste. Ich denke, dass das auch schon Fahrgäste anlocken würde.

Kostenpunkt:


Wir hatten ein kombiniertes Ticket mit dem Aufstief zum Empire State Building, was uns pro Person 39 Dollar gekostet hat. Ich habe nachgesehen, eine einzelne Fahrt mit der Gray Line zum Midtown-Cruise hätte sonst schon für einen Erwachsenen 28 Dollar gekostet. So haben wir durch die Kombination wirklich gutes Geld gespart. Ich würde es jederzeit wieder machen.

Dauer:


Die Fahrt war mit etwa 90 Minuten veranschlagt. Das kam auch ganz gut hin, was die Realität anging.

Abfahrtszeiten:


Die Schiffe fahren um 10 Uhr, 11 Uhr, 12 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr.

Fazit:


Ich kann den Midtown-Cruise mit allen Sternen empfehlen. Er war ein Erlebnis. Besonders schön fand ich es, der Freiheitsstatue so nahe kommen zu können und tolle Fotos von der Skyline Manhattans schießen zu können. Die Infos waren interessant, die Führung gesamt nett zu nennen und die Frische auf dem Wasser an heißen New Yorker Tagen wirklich erholsam.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
KATERNIKY

KATERNIKY

25.09.2012 23:01

Mein Glückwunsch zum Brilli. Leider zu weit weg und zu teuer. LG Andrea

AndreaMa

AndreaMa

09.09.2012 23:21

Glückwunsch zum Diamanten. LG! Andrea

miss_chocolate

miss_chocolate

06.09.2012 23:02

Lieferung :)

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