Ich teile den Bericht in die Bereiche Ägypten und Grand Makadi, da viele Informationen hotelunabhängig von Nutzen sein können.
Ägypten
Politische Lage (Ende 2011 / Anfang 2012)
Unsere Reise fand Ende Dezember 2011 statt. Das Militär hat seit dem Sturz Mubaraks die Regierungsgewalt im Lande. Im deutschen TV konnte man immer wieder Meldungen über Ausschreitungen und Demonstrationen vernehmen. In Ägypten selbst spürten wir ziemlich wenig davon. Weder in Kairo noch in Luxor bekamen wir etwas von den politischen Spannungen mit. Auch das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen schien nicht so kompliziert. Konvois gibt es nicht mehr. Dafür begleitete uns ein Polizist mit Uzi bewaffnet auf unserem Ausflug nach Luxor. Nach Kairo durften wir ohne "Schutz". Wir fühlten uns zwar nie irgendwie unsicher oder in einer bedrohlichen Lage. Allerdings kamen wir aufgrund unseres Pauschalurlaubs auch nie direkt in die "normalen" Gegenden des normalen ägyptischen Lebens. Aufgrund unserer Ausflüge in Kairo und Luxor würde ich Ägypten nicht vordergründig oder grundsätzlich als gefährlich einstufen. D.h. man könnte auch als Rucksacktourist unbeschadet durch Ägypten reisen. Das Problem ist eher die Instabilität der derzeitigen Lage. Falls ein Vorfall wie in Port Said auftritt, als bei einem Gewaltausbruch nach einem Fußballspiel mehr als 70 Menschen getötet wurden, sollte man lieber nicht in der Nähe des Geschehens sein. Auch von einem Ausflug zum Tahrirplatz ist momentan abzuraten. Von daher würde ich zur Zeit nicht zu Rucksackreisen durch Ägypten raten. Pauschalurlaub und organisierte Ausflüge würde ich hingegen als relativ unbedenklich einstufen. In Hurghada bekommt von den ganzen Umwälzungen im Land ziemlich wenig mit.
Visum
Für die Einreise nach Ägypten benötigt man ein Visum. Das kostet 15 $ oder den entsprechenden Gegenwert in Euro und ist bei Ankunft am Flughafen noch vor der Passkontrolle zu kaufen.
Achtung 1. Stolperfalle:
Beim Betreten des Flughafengebäudes in Hurghada steht man in der Unmenge an Touristen in der Ankunftshalle und sieht genau vor einem die Schalter der gängigen Reiseveranstalter. Man fühlt sich dann irgendwie dazu genötigt, sich in die entsprechende Schlange einzureihen und das Visum für 20 € zu kaufen. Dreht man sich stattdessen an der Stelle um, kann man drei unscheinbare, blaue Schalter ägyptischer Banken entdecken. Dort kann man das gleiche Visum für die o.g. 15 $, ca. 12,50 € erwerben.
Hurghada
Hurghada liegt am Roten Meer. Die Stadt lebt ausschließlich von Tourismus. Es gibt einen touristischen Teil im Süden der Stadt, in dem sich zahlreiche Hotels befinden. Im nördlichen Teil, wo die gesamte einheimische Bevölkerung lebt, gibt es ebenfalls Hotels und Touristenläden aber auch kleinere Lebensmittelläden. Ob die Preise dort anders sind, hab ich nicht ausprobiert. Im Folgenden gehe ich nur auf den touristischen Teil ein. Um in den "normalen" Teil der Stadt zu kommen, muss man noch ca. 5-10 km mit dem Taxi fahren.Kommt man aus dem Grand Hotel und dreht sich nach links, befindet man sich schon auf der Ladenstraße voll mit kleinen Läden, in denen man sämtliche Touristenartikel erwerben kann. Bei den meisten Händlern wird man wüst beschimpft, wenn man sich in den Läden umsieht, diese dann aber ohne etwas zu kaufen wieder verlässt. Mit vier Läden haben wir ganz gute Erfahrungen gemacht:
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Davids/Adels Shisha- und Souvenirladen:Der Laden befindet sich gleich links, wenn man aus dem Grand Hotel herauskommt. Hervorheben möchte ich den Laden aus mehreren Gründen:
- Neben den billigen Shishas, die man überall sieht, hat David auch noch qualitativ höherwertige Shishas rumstehen
- Die Anfangspreise sind durchaus akzeptabel. In anderen Läden bekommt man immer erst mal Mondpreise genannt.
- Man kann sich in den Laden auch reinsetzen, mit David einen Tee trinken, Shisha rauchen oder einfach nur quatschen, ohne sich irgendwie belästigt zu fühlen. Wenn man nichts kauft, ist das hier auch kein Problem.
ObsthändlerEtwas weiter auf der Straße vor dem unbebauten Grundstück steht ein älterer, etwas ärmlich anmutender Obsthändler mit seinem kleinen Holzstand. Dort haben wir für 20 LE eine Mango gekauft. Der Preis ist ok, frisches Obst ist teuer in Ägypten. Die Mango war richtig lecker. Einen Tag später hat er mir noch 'ne Banane gratis in die Hand gedrückt. Runterhandeln ist im engen Rahmen bedingt möglich. Der gute Mann kann allerdings neben arabisch scheinbar nur etwas russisch.
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Mannai ToursNasser Hassan bietet Exkursionen an. Im Gegensatz zum Reiseveranstalter C.E.T im Makadi wird man hier aber nicht bei der Umrechnung übers Ohr gehauen. Nasser rechnet zum aktuellen Tagesmittelkurs die Preise der angegebenen Euro in LE um. Außerdem sind die Preise generell ein Stück billiger als bei C.E.T. im Makadi-Hotel. Evtl. muss man noch die Transportkosten vom Hotel mit hinzurechnen. Wohnt man in einem Hotel direkt in Hurghada, ist Mannai Tours mit Sicherheit die günstigere Alternative. Es gibt noch andere Reiseagenturen auf der Shoppingmeile. Dort haben wir aber nicht nach den Preisen gefragt.
Cleopatra Shopping (Ende der Straße)
Ziemlich weit am Ende der Ladenstraße befindet dieses etwas größere Kaufhaus mit Festpreisen. Die Auswahl ist groß und die Preise niedriger als die, die man in den ganzen kleinen Shops nach dem Runterhandeln bekommen könnte.
BargeldbeschaffungGeldautomaten gibt es mehrere auf der Ladenstraße (u.a. bei Mannai Tours und direkt neben dem Grand Hotel). Wir haben mit der Visa-Karte (DKB-Konto) abgehoben, ec-Karten funktionieren aber auch problemlos. Zum Bezahlen werden aber auch häufig ec- und Kreditkarten akzeptiert.
Trinkgeld, Reichtum und die lieben Preise
Der durchschnittliche Ägypter verdient nach eigenen Aussagen so um die 80 €/Monat. Entsprechend wird von den Touristen für jede kleine Dienstleistung ein Trinkgeld erwartet. Im Hotel angekommen, wollte natürlich der Gepäckträger für die 20m bis zum Zimmer sein Scherflein haben. Auch beim Essen in den hoteleigenen Restaurants hat man immer irgendwie das Gefühl, Trinkgeld geben zu müssen. Allerdings wissen die Angestellten genau, dass die Touristen meist nur in den ersten Tagen spendabel sind. Irgendwann wird man müde, für jeden Mist extra zu bezahlen und stumpft ab. Nervig ist vor allem, dass in Restaurants (Touri-Restaurants in Kairo und Luxor) irgendein Typ am Eingang sitzt, der seine Hand aufhält und als Gegenleistung einem dafür das Papiertaschentuch aus dem Spender zieht sowie den Wasserhahn und den Seifenspender bedient.
Ägypten ist an sich kein armes Land. Es hat eigene Erdölvorkommen und verdient durch den Tourismus und mit dem Suezkanal ein hübsches Sümmchen. Trotzdem kommt das Geld bei den normalen Leuten nicht an. Die ganzen Hotelanlagen in Hurghada gehören ca. 5-10 Personen. Ein Gros der staatlichen Einnahmen wird dem Militär zugeführt. Mubarak & Co. haben ebenfalls ihre Schäfchen ins Trockene gebracht.
Bei den Preisen der meisten Sachen kann man davon ausgehen, dass man als Europäer mindestens das Doppelte von dem zahlt, was Einheimische oder zumindest arabisch sprechende Touristen zahlen würden. Wir haben auf der Jeep-Safari ein palästinensisches Pärchen kennengelernt, die für die Tour weniger als wir bezahlt und im Gegensatz zu uns die Quad-Tour inklusive hatten. "Arabic price" eben.
Generell kann man davon ausgehen, dass man beim Runterhandeln einen halbwegs akzeptablen Preis gefunden haben könnte, wenn der Händler einen wütend aus dem Laden wirft.
Umweltschutz / Kairo
Provokant ausgedrückt: Ägypten ist die größte Müllhalde, die mir in meinem bisherigen Leben untergekommen ist. Nicht einmal Indien und Bolivien/Peru waren so derart zugemüllt. Das erste Entsetzen macht sich breit, wenn man vom Flughafen in Hurghada abgeholt und ins Hotel gebracht wird. Breite Streifen mit Plastikmüll säumen die Straßenränder. Durch die Verwehungen in der Wüste erwecken irgendwelche Einzäunungen den Eindruck einer windbetriebenen Müllauffanganlage. Je weiter man sich von den Städten entfernt, desto "sauberer" wird die Wüste.In Kairo fuhr unser Bus an einem Seitenkanal des Nil entlang, von dem man stellenweise unter dem Müllteppich kein Wasser mehr sehen konnte. Unser Reiseleiter auf der Kairo-Tour schien wohl unser Entsetzen zu bemerken und meinte, dass Kairo ein Müllproblem hätte. Nein, "nur" Kairo hat mit Sicherheit kein Müllproblem. Bereits nilaufwärts in Luxor ragen die Müllgletscher alle paar Meter in die Seitenarme des Nils und in den Nil selbst. Es scheint einfach grundlegend das Bewusstsein zu fehlen, seinen Müll nicht einfach an der nächst besten Stelle abzuladen. Wie eine Farce wirkt dann der von Deutschland finanzierte 80-Megawatt-Windpark nördlich von Hurghada zur Gewinnung sauberer Energie.
Kairo selbst ist ein riesiges Moloch, in dem ca. 16 Mio Menschen unter einer ebenso riesigen Smogwolke leben. Um den starken Bevölkerungszuwachs irgendwie in den Griff zu bekommen, werden am Stadtrand neue Stadtteile mit Hochhausblöcken errichtet. Soweit ich das durch den kurzen Besuch beurteilen kann, ist die Stadt extrem verwinkelt und zugebaut. Absolut beeindruckend ist das Erlebnis, wenn man durch die Stadt fährt und irgendwann mal hinter den Häuserfassaden und die gigantischen Pyramiden bzw. deren Silhouetten durch den Smog schimmern.
Reisezeit / Klima
Bei unserer Reise war es selbst für ägyptische Verhältnisse ungewöhnlich kalt. Abends brauchte man mindestens einen dicken Pulli. Sobald die Sonne weg war, spürte man den kalten Wüstenwind unangenehm stark. Vorteil der kühleren Jahreszeit ist das angenehmere Reisen zu den großen Sehenswürdigkeiten. Baden gehen und Tauchen war trotzdem problemlos möglich. Die Wassertemperatur war angenehmer als die Lufttemperatur.
Makadi Bay - Hotel Grand Makadi
Anders als Kairo und Luxor kann Hurghada nur auf ein Alter von rund 70 Jahren zurückblicken. Die Stadt lebt ausschließlich vom Tourismus. Ca. 20km südlich des touristischen Teils von Hurghada befindet sich der Hotelkomplex Makadi Bay, bestehend aus dem Grand Makadi, Makadi Palace, Makadi Spa und einigen anderen, die sich teilweise noch in der Bauphase befinden. Das gesamte Hotelareal ist eine wunderschöne, gepflegte Oase mit zahlreichen Swimming Pools, Restaurants, Souvenirläden, Tennisplätzen, Bars und vielem mehr.
Zimmerqualität
Wir hatten die Junior-Suite. Die Zimmer sind ausgestattet mit einem großen Doppelbett, TV (deutsche TV-Sender), Minibar, Safe usw. Unser Zimmer hatte einen schattigen Balkon. Das Zimmer entspricht dem Standard eines typischen Touristenhotels, ist schön gestaltet und sauber.
Schwachpunkt ist eindeutig das Bad. Die Fliesen sind miserabel verlegt. Der Putz war aus den meisten Fugen bereits rausgebröckelt. Im Bereich der Badewanne sammelt sich reichlich schwarzer Schimmel. Die Badewanne selbst sah auch nicht sonderlich lecker aus. Aber zum Duschen war's ausreichend.
Restaurants / All Inclusive oder doch nicht?
Zur Auswahl hat man sieben Restaurants. Auf dem Gelände des Grand Makadi befinden sich vier Restaurants, in der Makadi Mall drei.
Frühstück und Mittagessen gibts nur im Leonardo (Italiener) und Lagoon (Buffet). Alle anderen Restaurants sind ausschließlich abends geöffnet. In den Restaurants im Grand Makadi (Leonardo, Carribean, Tarboush) sollte man für abends reservieren. Mit etwas Glück "darf" man aber auch ohne Reservierung essen. Für das Lagoon braucht man generell keine Reservierung. Die Restaurants in der Makadi Mall muss man vorher reservieren (beim Customer Service an der Rezeption), sonst hat man dort keine Chance, einen Platz zu bekommen, selbst wenn das Restaurant leer ist.
Die Menüs in den Restaurants sind so kalkuliert, dass man von der Hauptspeise allein nicht satt werden kann. Man sollte also besser das ganze Programm (Vorspeise, Suppe, Hauptgericht, Nachspeise) absolvieren.
AblaufZwischen 10:00 und 16:00 Uhr sollte man einen Platz für das gewünschte Restaurant beim Customer Service (neben der Rezeption) reservieren. Auf der Karte stehen sowohl eine Auswahl an All-Inclusive-Speisen als auch zusätzlich Gerichte, bei denen man zuzahlen muss. Die Gerichte mit Zuzahlung haben wir nicht getestet. Ebenso gibt es kostenfreie Getränke (Pepsi, Mirinda, Seven-Up, Chemiesaft, Bier, Rot-/Weißwein, einfache Cocktails) und Getränke mit Zuzahlung (richtige Cocktails, Fruchtsaft aus Früchten, bessere Weine).
Sofern man Trinkgeld geben möchte, steht am Restaurantausgang immer eine Tip-Box.
Leonardo (Italiener, im Grand Makadi)Das Restaurant ist eine einzige Katastrophe. Die Salate und das Frühstück sind ganz ok, alles andere ist geschmacklich hart an der Genießbarkeitsgrenze. Besonders übel fand ich die Lasagne (Hammelfleisch mit einer Art Matschpuddingkäse). Die Pizzen sind relativ klein und nahezu unbelegt. Am wenigsten falsch macht man hier mit den Salaten und Spaghetti Napoli. Um das Übel noch perfekt zu machen, sind hier auch die Kellner oft leicht überfordert. Auf unsere Pizzen warteten wir beim ersten Besuch mehr als eine Stunden.
Carribean (karibisch, im Grand Makadi)
Hier haben wir 2x ohne Reservierung gegessen. Geschmacklich waren ein paar leckere Sachen (z.B. Aruba-Grill) dabei. Die Deserts fanden eher weniger gelungen. Insgesamt können wir das Restaurant durchaus empfehlen.
Tarboush (Libanese, im Grand Makadi)Auch hier hatten wir ohne Reservierung gegessen, mussten trotz leerem Restaurant dadurch aber draußen Platz nehmen. Im ägyptischen Winter holt man sich da auch schnell eine Erkältung. Das gesamte Essen, besonders aber die Vorspeisen fanden wir sehr gelungen. Insgesamt eine Empfehlung wert.
Lagoon (Buffet, im Grand Makadi)
Das Lagoon ist kein a-la-Card-Restaurant. Hier gibt's Frühstück, Mittag- und Abendessen am Buffet. Eine Reservierung braucht man hier nicht. An Speisen gibt's hier so ziemlich alles, was die Köche zustande bringen. Die Spaghetti sind hier ebenfalls besser als im Leonardo. Alles in allem fanden wir das Restaurant am besten.
Golden Dragon (Chinese, Makadi Mall)Reservierung ist hier unbedingt erforderlich. Das Restaurant befindet sich in der Makadi Mall in der Nähe des Makadi Palace. Das Essen fanden wir ziemlich lecker. Allerdings ist die Auswahl an All-Inclusive-Gerichten eher übersichtlich.
Orientalisch (Ägypter) und Inder (Makadi Mall)
Beide Restaurants befinden sich in der Nachbarschaft zum Golden Dragon. Leider waren die Restaurants immer ausgebucht, so dass wir nie die Gelegenheit hatten, das Essen dort zu testen. Auch hier wird man nur mit Reservierung bedient.
Obstsaft- und Getränkeflat"All inclusive" heißt zwar, dass alles inklusive ist. Das heißt aber noch lange nicht, dass alles inklusive ist. Beim Frühstück im Leonardo und im Lagoon gibt es Kaffee (so lala) und chemische Fruchtsäfte, in denen definitiv keinerlei Fruchtbestandteile enthalten sind. Deswegen rennt ein fleißiger Kellner durch die Gegend und bietet Gläser mit frisch gepresstem Orangensaft für ca. 4 €/Glas an. Ebenso gibt's vernünftigen Cappuccino zum Aufpreis. Will man das Ganze nicht immer extra bezahlen, kann man gleich die Flat für 30 €/Woche buchen. Das dürfte sich allerdings nur bei den wenigsten Leuten rechnen, wenn man die Abwesenheit durch die Ausflüge (Luxor, Kairo) mit einbezieht. Außerdem gibt's nicht immer frisches Obst für die Fruchtsäfte.
Silvester (vermutlich auch andere besondere Anlässe):
Unseren Urlaub verbrachten wir in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr in Ägypten. Und selbstverständlich wird in den Restaurants ein Spezialsilvestermenü angeboten. Die Preise dafür lagen zwischen 25 und 45 € pro Person. Die Kellner sämtlicher Restaurants versuchten uns in den Tagen vor dem großen Event die Spezialmenüs bei jeder Gelegenheit schmackhaft zu machen. Die Investition haben wir uns gespart und stattdessen im Lagoon gegessen. Das Buffet war dort zu Silvester besonders reichhaltig. Wir haben's nicht bereut.
Internet
In der Lobby des Hotels gibt es einen WLAN-Hotspot. Das Internet funktioniert manchmal und ist extrem lahm, dafür aber kostenlos (nur verbinden, keine Anmeldung, Registrierung o.ä. nötig). Sollte abends das Wlan mal wieder ausgefallen sein, kann man sich auch einfach auf den Kundenplatz des Customer Service setzen und sich unbemerkt das Netzwerkkabel vom PC des Customer Service "ausborgen".
Shuttlebus / Transport in die Stadt
Vom Makadi fahrt täglich ein kostenloser Shuttlebus zum Grand Resort / Grand Hotel in Hurghada (Touristenteil der Stadt). Die Hinfahrt ist 15:00 Uhr, 17:00 Uhr und 19:00 Uhr, Die Rückfahrt 18:00 Uhr, 20:15 Uhr und 24:00 Uhr (Zeiten lieber im Hotel nachfragen). Reservieren kann man sowohl an der Makadi-Hotelrezeption als auch an der Rezeption im Grand Resort. Alternativ wird im Makadi-Hotel eine Limosine für 160 LE / Zimmer angeboten. Mit einem normalen Taxi kann man auch in die Stadt fahren. Allerdings ist es relativ schwierig, von der Hotelanlage aus ein Taxi zu organisieren. Da die Taxis gewöhnlich auch erst von Hurghada nach Makadi Bay und dann wieder zurückfahren müssen, dürfte der preisliche Rahmen nicht sehr viel unter der Hotellimosine liegen. Getestet haben wir das nicht, uns hat der kostenlose Shuttlebus gereicht. Bucht man Ausflüge in Hurghada, kommt u.U. noch ein Aufschlag für den Transport hinzu. Wir haben an einem Tag bei Mannai Tours (siehe oben) die U-Boot-Tour und die Jeep-Safari gebucht. Für die Abholung vom Hotel mussten wir keinen Aufpreis zahlen. Für die Rückfahrt nahmen wir den Shuttlebus vom Hotel.
Strand
Direkt vor dem Hotelstrand liegt ein Korallenriff. Um baden gehen zu können, sollte man sich Plastikschuhe besorgen (Seeigel) und läuft dann erst mal den markierten Weg im Wasser um das Riff herum, bis man in den Schwimm- /Badebereich kommt. Ich glaub, zum Baden ist der Pool im Makadi besser geeignet. Am Hotelstrand gibt es noch kostenlos Schwimmflossen und Schnorchelausrüstung auszuleihen. Es gibt bessere Strände auf der Welt.
Ausflüge
Bis vor einigen Monaten war es in Ägypten wohl noch üblich, dass die Ausflüge im Konvoi gefahren wurden. Bei unseren Ausflügen gab's das nicht mehr. Auf den Strecken gab es einige Polizeikontrollpunkte. Insgesamt schien aber alles ruhig. Beim Ausflug nach Luxor stieg beim ersten Kontrollpunkt ein Polizist ein, der uns den ganzen Tag lang begleitete. Beim Kairo-Ausflug gab es keinerlei "Polizeischutz".
Reiseagentur C.E.T.
Wie es in allen Resorts und Pauschalurlauben so Standard ist, haben auch die Hotels in Makadi Bay ihre Hausvertragsreiseagentur. Die nennt sich hier C.E.T. (Cairo Express Travel).
Die bekannte Verkaufstaktik der Club-Hotels wird auch hier erfolgreich angewandt: Gleich am nächsten Morgen nach der Anreise gibt's im Hotel eine kleine Infoveranstaltung, auf der einem sämtliche Ausflüge schmackhaft gemacht werden sollen. Buchen kann man die Reise dann ausschließlich innerhalb der nächsten 2 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt hat man noch keine Ahnung, wie die reellen Preise für die Touren eigentlich wären und zahlt natürlich einen saftigen Aufschlag. In den Makadi-Bay-Hotels ist man der Masche noch etwas stärker ausgeliefert, da man nicht einfach so zu jeder Zeit problemlos nach Hurghada kommt, um die Preise mit den dort ansässigen Reiseagenturen zu vergleichen.
C.E.T. zieht hier aber die Touristen mit noch einer weiteren raffinierten Masche über den Tisch - den Umtauschkurs. Alle Preise für die Touren sind in Euro angegeben. Hat man dann nicht soviel Bargeld dabei, zahlt man logischerweise mit Karte. An der Stelle rechnet dann der Reiseverkäufer aber erstmal den Euro-Preis in Ägyptische Pfund um und verwendet dabei natürlich nicht den offiziellen Umtauschkurs. Damit sich die Leute aber auch noch gut dabei fühlen, wenn sie über den Tisch gezogen werden, bekommt man, wenn man sowohl Kairo als auch Luxor bucht, noch einen Bonus. Entweder nimmt man die Shoppingtour nach Hurghada oder 8 € Rabatt / Person. Die Shoppingtour haben wir uns gespart. Und die 16 € gleichen in etwa den Umtauschverlust wieder aus.In unserem Fall Kairo + Luxor Deluxe:
- offizieller Umtauschkurs: 1 € ~7,86 LE
- Gesamtpreis in Euro: 290 € (2Person x Kairo und Luxor Deluxe, abzüglich der 16 € Rabatt)
- Umrechnung in Ägyptische Pfund (8,3): 2.392,50 LE
- Tatsächliche Abbuchung von der Kreditkarte: 304,27 €
Die beiden Ausflüge nach Kairo und Luxor haben wir trotzdem bei C.E.T. gebucht. Der Kairoausflug beginnt 1:30 Uhr nachts, der Luxorausflug: 5:30 Uhr morgens. Zurück kommt man ebenfalls erst spät abends. Der Unsicherheitsfaktor war hier der Transport nach Hurghada bzw. die Abholung von Makadi Bay. C.E.T. fährt mit eigenem Reisebus direkt von der Hotelanlage aus.Bei allen anderen Ausflügen rate ich zur Buchung in einem der Reisebüros in Hurghada, z.B. das o.g. Mannais. Einige wenn nicht sogar alle lokalen Ausflüge werden auch von den lokalen Veranstaltern durchgeführt. Für einen möglichen Aufpreis bei C.E.T. gibt's also keinen Grund, da man sowieso im gleichen Auto, Boot, U-Boot landet.
Luxor (Deluxe)
Achtung: Beim Luxorausflug werden 2 Varianten angeboten. Der Unterschied:
- Luxor: Tal der Königinnen, Nilüberquerung mit dem Bus
- Luxor Deluxe: Tal der Könige, Nilüberquerung mit Schiff
Das Tal der Königinnen ist, wie der Name schon sagt, die Grabstätte der Pharaonenfrauen und soll wesentlich unspektakulärer sein als das Tal der Könige. Dafür kostet "Luxor Deluxe" gleich mal 20 € mehr. Aber wenn man schon mal die 4-stündige Busfahrt auf sich nimmt, will man auch gleich das richtige Tal der Könige sehen.
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Karnak-TempelDer Tempel ist die erste Station auf der Reise und aufgrund der riesigen Säulen auch eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Tour. Unser Reiserführer erklärte uns ausführlichst (immer doppelt)) diverse Details des Tempels. Wenn man sich nicht rechtzeitig aus der Gruppe ausklinkt, hat man dann leider kaum noch Zeit, das gesamte Areal zu erkunden.
Achtung: Die Polizei ist auf dem Tempelgelände auch präsent und hilft einem dabei, schöne Fotos zu machen - natürlich gegen ein gewisses Entgelt.
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Fahrt auf den NilNach dem Mittagessen stiegen wir neben den großen Kreuzfahrtschiffen in ein kleines Holzboot ein und tuckerten damit auf die andere Seite des Nils. Taugt für ein paar schöne Fotos. Aber man sollte nicht zuviel davon erwarten.
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Alabasterfabrik (Shop)Dafür investiert der Reiseleiter gern etwas mehr Zeit, die man eigentlich lieber im Karnaktempel oder im Tal der Könige gebrauchen könnte. Die Ausflugsstation ist im Grunde genommen ein einfacher Souvenirladen (mit vermutlich höheren Preisen und Provision für die Reiseagentur oder den Reiseführer).
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Tal der KönigeFotografieren verboten heißt es am Eingang. Der Grund dafür ist, dass viele Touristen es in der Vergangenheit nicht auf die Reihe bekommen haben, die Blitzlichter ihrer Kameras zu deaktivieren und damit die Farben in den Gräbern schädigten. Kontrolliert wurden wir nicht. Man kann die Kamera zumindest mit auf das Gelände der Gräber nehmen. In den Gräbern sollte man das Fotografieren aber sein lassen.Mit dem Ticket kann man 3 Gräber seiner Wahl betreten. Die Gräber unterscheiden sich nach Fülle der Malereien. In manchen steht noch ein Sarkophag rum in anderen nicht. Als Laie stellt man zwar durchaus Unterschiede zwischen den Gräbern fest, aber jedes Grab muss man nicht sehen. Beim Eintritt in ein Grab tackert der Kontrolleur mit einem Locher ein Loch in die Eintrittskarte. Man kann durchaus auch probieren, in einer großen Menschenschlange ohne Lochen mit in ein Grab hineinzuschlüpfen. Die andere Variante, ein Grab mehr zu sehen, besteht darin, dass man die Karte einfach zum vierten oder fünften Mal lochen lässt. Es ist fraglich, ob die Kontrolleure tatsächlich auf die Anzahl der Löcher achten. Gegen 2 Euro Aufpreis beim Kontrolleur sind vermutlich auch ein paar mehr Besuche möglich.
Das Grab des Tutenchammun kostet 100 LE extra.
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Hatscheputh-Tempel
Von weitem sieht der Tempel spektakulär aus. Neben vielen Bildern und Hieroglyphen gibt es aber nicht soviel mehr zu sehen. Ziemlich unangenehm ist, dass man erst einen Spießrutenlauf vom Busparkplatz durch eine Basargasse unternehmen muss, um überhaupt zum Ticketschalter zu kommen.
Kairo
Auch hier werden 2 Versionen angeboten:
- Kairo: Pyramiden, Sphinx, Koptisches Kairo
- Kairo Deluxe: Pyramiden, Sphinx, Ägyptisches Museum, Tahrir-Platz
Der Tahrir-Platz sollte bei unserem Reisezeitraum eher gemieden werden. Und für das Ägyptische Museum halte ich die 1-2 Stunden, die man eventuell zur Besichtigung zur Verfügung hat bei der Eintagestour für zu wenig. Priorität lag bei uns eindeutig auf den Pyramiden und der Sphinx.
Sofern alles reibungslos abläuft, erreicht man kurz nach 8:00 Uhr Kairo. Man kann zwar auch mit dem Flugzeug von Hurghada aus nach Kairo fliegen, aber im Nachhinein stellt man fest, dass die mehrstündige Busfahrt zumindest im Winter weniger anstrengend ist als erwartet. Nach Ankunft in Kairo fährt der Bus gleich direkt zu den Pyramiden. Wie vom Karnaktempel gewohnt, begann unserer Reiseführer aufzublühen und uns Teile der ägyptischen Geschichte doppelt und dreifach zu erzählen, wärend wir im Bus von den Pyramiden saßen. Irgendwann überredeten wir ihn, dass wir doch noch aussteigen durften. Wir hatten dann ca. anderthalb Stunden Zeit, um das ganze Areal der Pyramiden abzulaufen und Fotos zu schießen. Sobald man aus dem Bus aussteigt, wird man im 10-Sekundentakt von Händlern belagert, die einem Postkarten, kleine Pyramiden, Arafat-Tücher, Kamelreiten, Foto auf dem Kamel oder sonstwas andrehen wollen. Auch bei der Polizei sollte man vorsichtig sein (siehe Luxor, Karnaktempel). Die kennt auch bei den Pyramiden gegen ein kleines Entgelt den Punkt für die perfekte Fotosperspektive.
In die große Pyramide kann man gegen 100 LE Eintritt reingehen. In eine kleine Seitenpyramide kommt man auch kostenlos bis in die Grabkammer.
Jeep Safari
Das ist ein Halbtagsausflug. Dazu wird man mit einem Jeep ein paar km durch die Wüste geschüttelt, bis man in einem Nomadendorf landet. Zu sehen gibt's:
- eine Fatamorgana (haben wir nicht entdecken können)
- ein Nomadendorf (ein paar Hütten und ein Brunnen)
- Sonnenuntergang auf dem benachbarten Minihügel (selbst zu besteigen)
- ein Teleskop, wo man den Mond ansehen kann
- eine Reptilienschau (einziges Tier: ein Wüstenleguan)
- ein Ritt auf einem Kamel (ca. 3 min)
- Abendessen (aus Hurghada mitgebracht)
- eine Teppichverkaufsshow und wenn man zusätzlich noch gebucht hat: einen Quad-Ausflug
Die Jeep-Safari gehört meiner Meinung nach zu den Ausflügen, die man nicht unbedingt gemacht haben muss.
U-Boot
Zuerst wird man per Boot auf einen schwimmenden Stützpunkt gebracht. Dort steigt man ins U-Boot. Der reine Tauchgang dauert ca. 1 Stunde. Ein Taucher begleitet das U-Boot und lockt fleißig Fische an. Falls man nicht selbst tauchen kann oder will, lohnt sich meiner Meinung nach der U-Boot-Auslug.
Tauchen
In Hurghada gibt es einige Tauchschulen, bei denen man die üblichen Padi-Tauchscheine (Scuba Diver, OWD, AOWD) machen kann. In Deutschland bekommt man als Preis den Gesamtpreis inklusive Tauchschein, Unterrichts- und Logbuch genannt. Bei den Tauchschulen in Hurghada sind die letzteren Dinge immer exklusiv. Der Gesamtpreis sollte trotzdem etwas unter dem deutschen Preis liegen. Von einigen Leuten wurde mir bericht, dass die Ausbildung etwas chaotisch aber ok wäre. Selbst hab ich nur einen Schnuppertauchgang absolviert.
Sprachkurs
Besonders bei den Ausflügen und beim Shopping in Hurghada sind einige Arabisch-Vokabeln von Nutzen. Ich schreibe dabei die Wörter so, wie man sie auf deutsch aussprechen würde (im Internet liest man häufig die englische Umschreibung):
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danke - schukran
ja - na'am
nein (danke) - lah (schukran)
Ich will nicht - Misch auwies
Ich will nichts - Misch auwies hage
Ich will nichts kaufen - Misch auwies eschtirih.
Lass mich in Ruhe - Sibu nifi hale
Kein Geld - Mefisch felus
Zu teuer - räli auwie
Wieviel kostet? - kam si'ru ...?
Es tut mir leid - asif giddan
Kein Problem - Mahfi muschkela
Bitte (von You're welcome) - afwan
Guten Morgen - Sabach al hier (Antwort: Sabach al nur)
Guten Abend - Masr al hier (Antwort: Masr al nur)
Hallo - Marhaba
Tschüß - Ma'salam
Fazit
Dank der überwältigenden Sehenswürdigkeiten (Pyramiden, Sphinx, Luxor) hatten wir einen wunderschönen Urlaub erleben dürfen. Auch das Hotel war insgesamt in Ordnung. Negativ waren die Händler und die Umweltverschmutzung. Hurghada ist nicht sonderlich erwähnenswert, eignet sich aber besonders als Basis für Tauchausflüge. Auch die Reisezeit im Winter war ok, obwohl es manchmal schon ein bisschen zu kühl war. Als bessere Reisezeit würde ich November oder März/April einschätzen.
Das Grand Makadi bzw. der gesamte Hotelkomplex war eigentlich klasse. Gestört hat mich daran nur etwas die fehlende flexible Transportmöglichkeit in die Stadt.