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Pro ganz nett, mal gesehen zu haben
Kontra einmal reicht
Detailbewertung
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| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Leider, leider, die Kreuzfahrt ist inzwischen fast vorbei und nur noch ein Landgang liegt vor uns. Diesmal hat es uns nach Grand Cayman gespült. Noch im Bett liegend haben wir den neuen Tag ziemlich schaukelnd begrüßt. Das war glaube ich das einzige Mal, dass ich den Seegang im Bett liegend wo richtig gespürt habe. Wahrscheinlich musste der Kapitän ein bisschen schneller fahren, um rechtzeitig den Hafen zu erreichen. Auf dem Weg zum Frühstück mussten wir dann leider noch einen Grund für das Geschaukel feststellen – es hat geregnet. Glücklicherweise riss pünktlich zum Landgang die Wolkendecke auf und die Sonne kam hervor. Sofort war es natürlich auch richtig schwül-warm.
Diesmal hatten wir uns für den Ausflug „Best of Grand Cayman“ für 45,00€entschieden. Wie immer war der Treffpunkt im Theater unseres Schiffes. Hier wurden wir auf sieben oder acht Gruppen aufgeteilt, was ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen hat. Dann ging es zu den Tenderbooten, wo die Gruppen teilweise getrennt wurden. Diesmal erreichten wir schon nach ziemlich kurzer Fahrt den Hafen. Und natürlich kam es, wie es kommen musste, in unsrer Gruppe fehlten vier Leute. Nach einigem Hin und Her und Suchen kamen dann zwei Leute dazu, allerdings nicht die, die wir eigentlich gesucht hatten. Dafür blieben die anderen verschwunden. Die waren wohl in einer anderen Gruppe gelandet. Nachdem wir einige Zeit so vertrödelt hatten, ging auch unsere Tour endlich los.In einem klimatisierten Bus gings los. Leider hat man gemerkt, dass die „Paybacktante“ nicht viel Erfahrung als Reiseleiterin hatte. Sie hat sich zwar mit dem Fahrer unterhalten, aber hat es irgendwie nicht so richtig geschafft, uns zu übersetzen bzw. so laut zu reden, dass man auch hinten im Bus etwas mitbekommen hat. Und der Bus war relativ klein.
Wir fuhren durch Georg Town, der Hauptstadt, vorbei an vielen Hotels, deren Zimmerpreise mein Urlaubsbudget bei weitem sprengen würden. Auch das Haus, welches aus dem Film „Die Firma“ mit Tom Cruise bekannt ist, haben wir gesehen. Bis ich allerdings mit der Kamera soweit war, waren wir auch schon daran vorbeigefahren. Auf der Rückfahrt habe ich kein Foto zustande bekommen. Naja, so spektakulär war das Haus auch nicht.
Wirklich gefreut hatte ich mich auf ein historisches „Cayman Haus“, welches an ein Lebkuchenhaus erinnern sollte. Leider sind wir auch hier nur in normalem Tempo vorbeigefahren mit einem kurzen Hinweis, dies ist ein Haus in typischer, alter Bauweise. Aha! Vom Lebkuchenhaus war ich ziemlich enttäuscht. Bei mir sieht ein Lebkuchenhaus doch etwas anders aus. Das Einzige, was an Lebkuchen erinnert, war die rosa Farbe, was eingefärbter Zuckerguss sein könnte. Auch neben der Residenz des Präsidenten haben wir nicht gehalten, sondern sind schnurstracks vorbeigefahren. War aber auch nicht sonderlich spannend. Ein ganz normales Haus mit großem Garten und natürlich Zaun drumrum.
Der Großteil der Fahrt ging mehr oder weniger am berühmten „Seven Mile Beach“ entlang. Hier gab es dann auch einen kleinen Stop von einer viertel Stunde, um die Füße ein bisschen ins Wasser zu stecken und wenn man mag, eine Kokosnus für 3,-$ zu kaufen. Beim Versuch ein tolles Foto zu machen sind leider nicht nur meine Füße nass geworden, sondern mein Rock hab einen ganzen Platsch abbekommen. Aber da es in der Karibik nunmal schön warm ist, war das auch schnell wieder trocken. Aber ganz ehrlich, wieso der „Seven Mile Beach“ so berühmt ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Klar, es ist ein schöner Strand, aber davon gibt es in der restlichen Welt unendlich viele. Er ist nett, aber mehr auch nicht. Ich würde sagen, man hat auch nichts verpasst, wenn man ihn nicht gesehen hat.
Der nächste Halt führte uns in den berühmten Tortuga Rumkuchenladen. Allerdings hat es fast nicht gelohnt, dafür wieder in den Bus zu steigen. Die paar Meter hätten wir auch sehr gut laufen können. Hier konnte man alle möglichen Sorten Kuchen und natürlich auch Rum und anderen Alkohol probieren. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die Leute gedrängelt haben, wie die Wahnsinnigen? Und natürlich auch nicht weggehen, wenn sie etwas bekommen haben. Man muss schließlich gleich an der Quelle stehenbleiben. Ziel des Ganzen ist es selbstverständlich, auch ein paar Flaschen zu verkaufen. Man mus nur das Schiff und die Kabinennummer angeben. Die Flaschen werden dann auf´s Schiff gebracht und am letzten Tag bekommt die Einkäufe auf die Kabine gebracht. Ich habe mir eine Flasche von meinen heiß geliebten Havanna Club gekauft. Bezahlt habe ich nur 19,-$, hier kostet eine Flasche 25,-€. Hihi.
Unser letzter Stopp führte uns direkt in die Hölle. Die Reiseleiterin sagte uns allerdings erst auf dem Weg dahin, dass man seinen Pass hätte mitnehmen können und sich einen Stempel aus der Hölle hätte reinmachen lassen können. Obwohl, in ein offizielles Dokument? Egal, ich hatte eh nur eine Kopie dabei.Nach einer kurzen Rückfahrt zum Hafen hatte man noch genügend Zeit, um ein bisschen Geld auszugeben. Angeblich sollen die Caymans durch die Finanzkrise pleite sein. Leider gab es hauptsächlich irgendwelchen Kitsch und diesen zu enormen Preisen – eben auf die Amerikaner eingestellt. Ich wollte mir unbedingt ein Shirt dort kaufen. Hallo, in eine „S“ habe ich fast dreimal reingepaßt. Die Kleider sind ebenfalls amerikanischen Verhältnissen angepaßt. Im Endeffekt habe ich mir ein Kindershirt gekauft :-)
Grand Cayman einmal gesehen haben reicht vollkommen aus. Diese Insel hat mir von allen vieren am wenigsten gefallen. Viel Beton, viel weniger Grün als die anderen Inseln, hohe Preise. Nochmal muss ich nicht hierher. Auch wenn unsere Tour als Inselrundfahrt tituliert war, hätte man doch öfter mal anhalten können und nicht einfach vorbeifahren und sagen hier ist das, und da ist das.
Dieser Ausflug bekommt von mir vier Sterne.
Ach ja, ganz lustig fand ich, dass man an Land immer mal wieder aus heiterem Himmel geschwankt hat, als wäre man auf dem Schiff. Das ist ein ganz komisches Gefühl, wirklich als wenn sich der Boden unter einem bewegt. Auch als ich dann wieder zu Hause war und ich mich mittags nach der langen Rückreise etwas hingelegt habe, bin ich mit meinem Sofa geschwankt – und ich hatte wirklich nichts getrunken :-)
P.S. Kann mir jemand sagen, wie ich die Fotos entspiegeln kann?
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BeautyBox 06.01.2012 18:35
Dana16w 29.12.2011 21:59
Leneory 09.12.2011 21:12
lafferlarry 04.11.2011 20:54
schotterkoenig 13.09.2011 19:39
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