Home > Reisen > Südamerika und Karibik > Kaimaninseln > Reiseberichte & Tipps zu den Kaimaninseln > Grand Cayman > Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht

für Grand Cayman
Nächsten Bericht ansehen "Grand Cayman"
4 Sterne Der letzte Stopp Bericht mit Bildern
168 von 168 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro ganz nett, mal gesehen zu haben

Kontra einmal reicht

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

Hatifa Seit 27 Jul 2001

Hab grad Probleme mit den CIS-Mails. Sollte ich jemanden beim Gegenlesen vergessen, dann meldet... mehr

71 Mitglieder vertrauen mir

Leider, leider, die Kreuzfahrt ist inzwischen fast vorbei und nur noch ein Landgang liegt vor uns. Diesmal hat es uns nach Grand Cayman gespült. Noch im Bett liegend haben wir den neuen Tag ziemlich schaukelnd begrüßt. Das war glaube ich das einzige Mal, dass ich den Seegang im Bett liegend wo richtig gespürt habe. Wahrscheinlich musste der Kapitän ein bisschen schneller fahren, um rechtzeitig den Hafen zu erreichen. Auf dem Weg zum Frühstück mussten wir dann leider noch einen Grund für das Geschaukel feststellen – es hat geregnet. Glücklicherweise riss pünktlich zum Landgang die Wolkendecke auf und die Sonne kam hervor. Sofort war es natürlich auch richtig schwül-warm.

Diesmal hatten wir uns für den Ausflug „Best of Grand Cayman“ für 45,00€entschieden. Wie immer war der Treffpunkt im Theater unseres Schiffes. Hier wurden wir auf sieben oder acht Gruppen aufgeteilt, was ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen hat. Dann ging es zu den Tenderbooten, wo die Gruppen teilweise getrennt wurden. Diesmal erreichten wir schon nach ziemlich kurzer Fahrt den Hafen. Und natürlich kam es, wie es kommen musste, in unsrer Gruppe fehlten vier Leute. Nach einigem Hin und Her und Suchen kamen dann zwei Leute dazu, allerdings nicht die, die wir eigentlich gesucht hatten. Dafür blieben die anderen verschwunden. Die waren wohl in einer anderen Gruppe gelandet. Nachdem wir einige Zeit so vertrödelt hatten, ging auch unsere Tour endlich los.

In einem klimatisierten Bus gings los. Leider hat man gemerkt, dass die „Paybacktante“ nicht viel Erfahrung als Reiseleiterin hatte. Sie hat sich zwar mit dem Fahrer unterhalten, aber hat es irgendwie nicht so richtig geschafft, uns zu übersetzen bzw. so laut zu reden, dass man auch hinten im Bus etwas mitbekommen hat. Und der Bus war relativ klein.
Wir fuhren durch Georg Town, der Hauptstadt, vorbei an vielen Hotels, deren Zimmerpreise mein Urlaubsbudget bei weitem sprengen würden. Auch das Haus, welches aus dem Film „Die Firma“ mit Tom Cruise bekannt ist, haben wir gesehen. Bis ich allerdings mit der Kamera soweit war, waren wir auch schon daran vorbeigefahren. Auf der Rückfahrt habe ich kein Foto zustande bekommen. Naja, so spektakulär war das Haus auch nicht.
Wirklich gefreut hatte ich mich auf ein historisches „Cayman Haus“, welches an ein Lebkuchenhaus erinnern sollte. Leider sind wir auch hier nur in normalem Tempo vorbeigefahren mit einem kurzen Hinweis, dies ist ein Haus in typischer, alter Bauweise. Aha! Vom Lebkuchenhaus war ich ziemlich enttäuscht. Bei mir sieht ein Lebkuchenhaus doch etwas anders aus. Das Einzige, was an Lebkuchen erinnert, war die rosa Farbe, was eingefärbter Zuckerguss sein könnte. Auch neben der Residenz des Präsidenten haben wir nicht gehalten, sondern sind schnurstracks vorbeigefahren. War aber auch nicht sonderlich spannend. Ein ganz normales Haus mit großem Garten und natürlich Zaun drumrum.
Der Großteil der Fahrt ging mehr oder weniger am berühmten „Seven Mile Beach“ entlang. Hier gab es dann auch einen kleinen Stop von einer viertel Stunde, um die Füße ein bisschen ins Wasser zu stecken und wenn man mag, eine Kokosnus für 3,-$ zu kaufen. Beim Versuch ein tolles Foto zu machen sind leider nicht nur meine Füße nass geworden, sondern mein Rock hab einen ganzen Platsch abbekommen. Aber da es in der Karibik nunmal schön warm ist, war das auch schnell wieder trocken. Aber ganz ehrlich, wieso der „Seven Mile Beach“ so berühmt ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Klar, es ist ein schöner Strand, aber davon gibt es in der restlichen Welt unendlich viele. Er ist nett, aber mehr auch nicht. Ich würde sagen, man hat auch nichts verpasst, wenn man ihn nicht gesehen hat.

Unser nächster Halt führte uns in eine Schildkrötenfarm, wo wir Armbänder wie in einem All-Inklusiv-Hotel bekamen. Es gab eine sehr interessante, etwa zwanzig minütige Führung, wo man doch einiges über die Schildkröten erfahren hat. Am meisten gibt es hier die „grüne Schildkröte“, welche extra gezüchtet wird. Ein Teil der Schildkröten wird mit ca. 1 Jahr ausgewildert. Danach ist das nicht mehr möglich, das sich die Tiere zu sehr ans gefüttert werden gewöhnt haben. Ein großer Teil dieser Schildkröten landet aber mit etwa 6 Jahren auf dem Teller. Das Fleisch darf nur auf den Caymans verzehrt werden. Die Ausfuhr ist strengstens verboten.
Eine andere Art, welche hier gezüchtet wird, ist die Schnappschildkröte. Diese wird auf „Bestellung“ der mexikanischen Regierung gezüchtet, da sie vom Aussterben bedroht ist.
Auch eine Kreuzung aus zwei verschiedenen Arten (hab leider vergessen welche) findet man auf der Farm. Diese sollte es eigentlich gar nicht geben und wurde durch Zufall entdeckt.
Die größte Schildkröte mit fast 300kg haben wir leider nicht gesehen. Sie hatte wohl gerade keine Lust auf Touris.
Dann konnte man natürlich auch kleinere Schildkröten in die Hand nehmen und Fotos machen. Wichtig dabei ist, dass man sie ziemlich weit vorn anfasst und die Flossen festhält. Mit den Fingern muss man die Schildkröten gleichzeitg am Hals kraulen. Das scheint ihnen richtig gut zu gefallen. Bei dem Gekraule werden sie ganz ruhig und genießen das wohl richtig. Sobald man aufhört, werden sie unruhig und man kann sie fast nicht mehr halten. So klein die Dinger noch sind, aber Kraft haben die ganz schön!
Hinterher hatten wir noch ein bisschen Zeit um etwas zu trinken oder zu essen. Auch wenn mir manch einer jetzt vielleicht einen bösen Blick vorbeischickt, ich habe eine Schildkrötensuppe probiert. Eigentlich hat das Ganze eher an einen guten alten deutschen Eintopf erinnert, mit Kartoffeln, Möhren und eben Schildkröte. Leider musste ich feststellen, dass auch Schildkröten Fett haben, das mag ich ja gar nicht. Das Fleisch war nicht schlecht, aber auch nicht wirklich etwas Besonderes. Insgesamt hat mir die Suppe sehr gut geschmeckt. Und wann bekommt man schon mal die Möglichkeit, Schildkröte zu probieren?

Der nächste Halt führte uns in den berühmten Tortuga Rumkuchenladen. Allerdings hat es fast nicht gelohnt, dafür wieder in den Bus zu steigen. Die paar Meter hätten wir auch sehr gut laufen können. Hier konnte man alle möglichen Sorten Kuchen und natürlich auch Rum und anderen Alkohol probieren. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die Leute gedrängelt haben, wie die Wahnsinnigen? Und natürlich auch nicht weggehen, wenn sie etwas bekommen haben. Man muss schließlich gleich an der Quelle stehenbleiben. Ziel des Ganzen ist es selbstverständlich, auch ein paar Flaschen zu verkaufen. Man mus nur das Schiff und die Kabinennummer angeben. Die Flaschen werden dann auf´s Schiff gebracht und am letzten Tag bekommt die Einkäufe auf die Kabine gebracht. Ich habe mir eine Flasche von meinen heiß geliebten Havanna Club gekauft. Bezahlt habe ich nur 19,-$, hier kostet eine Flasche 25,-€. Hihi.

Unser letzter Stopp führte uns direkt in die Hölle. Die Reiseleiterin sagte uns allerdings erst auf dem Weg dahin, dass man seinen Pass hätte mitnehmen können und sich einen Stempel aus der Hölle hätte reinmachen lassen können. Obwohl, in ein offizielles Dokument? Egal, ich hatte eh nur eine Kopie dabei.
Im Prinzip sieht man nur ein bisschen Kalkstein. Eine Geschichte erzählt, dass ein Mitglied der englischen Königsfamilie dort Vögel jagen wollte, die sich aber zwischen den Steinen versteckt haben und so nicht mehr zu sehen waren. Daraufhin soll er gesagt haben „fahr zur Hölle“, wodurch die Gegend ihren Namen bekommen hat. Aber es gibt wohl noch andere solche Anekdoten und man weiß einfach nicht, was wirklich stimmt.
Man hätte dort auch Postkarten abschicken können, so als Geck Post aus der Hölle. Mir haben die Karten aber überhaupt nicht gefallen, so dass ich mir den Spaß nicht gegönnt habe.

Nach einer kurzen Rückfahrt zum Hafen hatte man noch genügend Zeit, um ein bisschen Geld auszugeben. Angeblich sollen die Caymans durch die Finanzkrise pleite sein. Leider gab es hauptsächlich irgendwelchen Kitsch und diesen zu enormen Preisen – eben auf die Amerikaner eingestellt. Ich wollte mir unbedingt ein Shirt dort kaufen. Hallo, in eine „S“ habe ich fast dreimal reingepaßt. Die Kleider sind ebenfalls amerikanischen Verhältnissen angepaßt. Im Endeffekt habe ich mir ein Kindershirt gekauft :-)


Fazit
------

Grand Cayman einmal gesehen haben reicht vollkommen aus. Diese Insel hat mir von allen vieren am wenigsten gefallen. Viel Beton, viel weniger Grün als die anderen Inseln, hohe Preise. Nochmal muss ich nicht hierher. Auch wenn unsere Tour als Inselrundfahrt tituliert war, hätte man doch öfter mal anhalten können und nicht einfach vorbeifahren und sagen hier ist das, und da ist das.
Dieser Ausflug bekommt von mir vier Sterne.
Ach ja, ganz lustig fand ich, dass man an Land immer mal wieder aus heiterem Himmel geschwankt hat, als wäre man auf dem Schiff. Das ist ein ganz komisches Gefühl, wirklich als wenn sich der Boden unter einem bewegt. Auch als ich dann wieder zu Hause war und ich mich mittags nach der langen Rückreise etwas hingelegt habe, bin ich mit meinem Sofa geschwankt – und ich hatte wirklich nichts getrunken :-)

P.S. Kann mir jemand sagen, wie ich die Fotos entspiegeln kann?

Bilder

für Grand Cayman
Grand Cayman - Grand Cayman
Grand Cayman
von Hatifa Hatifa
Grand Cayman - Grand Cayman

Bewerten Sie diesen Erfahrungsbericht

Wie hilfreich ist dieser Bericht für Sie? Leitfaden zum Bewerten

Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors

Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

  • Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

  • Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.

Aktiviere die Funktion für negative Bewertungen

Kommentar schreiben

 Kommentar abgeben  Kommentar abgeben

JavaScript sollte aktiviert sein, um eine Bewertung oder einen Kommentar abgeben zu können.

Kommentare

Haben Sie eine Frage zu Grand Cayman? Frage stellen
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 34 | 1 - 5 von 169 Kommentaren
  • BeautyBox 06.01.2012 18:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Dana16w 29.12.2011 21:59
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Leneory 09.12.2011 21:12
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • lafferlarry 04.11.2011 20:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • schotterkoenig 13.09.2011 19:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 34 | 1 - 5 von 169 Kommentaren

Mehr Berichte

für Grand Cayman

Ähnliche Angebote

für Grand Cayman
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.