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Pro Gondel und Venedig gehört zusammen
Kontra zu teuer, zu schnell vorbei
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Hallo meine Lieben,
unser diesjähriger Sommerurlaub begann in Venedig und da hatten wir uns einen Tag genönnt, um von morgends bis abends durch die Gassen zu schlendern. Natürlich sind wir nicht nur gegangen, wir haben uns ans Ufer des Canale Grande gesetzt, gemütlich einen Kaffee in einem Straßencafé getrunken und natürlich die Markuskirche von innen besichtigt. Und noch etwas haben wir gemacht, typischer Touristenkram, aber unsere Kinder wollten unbedingt. So unternahmen wir eine
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****GONDELFAHRT IN VENEDIG****
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****ALLGEMEINES****
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Ob eine Gondelfahrt notwendig ist oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden, aber auf jeden Fall schafft man es in Venedig nicht, daran vorbei zu kommen. Einige Hundert schwarze Prachtexemplare sind in der Lagunenstadt zu entdecken, wenn man durch die schmallen Gassen oder entlang des Canale Grande schlendert.
Früher gab es mehrere tausend Gondoliere, heute hat sich die Zahl auf 425 reduziert und seit August 2010 gibt es sogar die erste weibliche Gondoliera, die allerdings nur als „Kopilotin“ mitfahren darf. Giorgia Boscolo ist 24 Jahre alt und musste Jahre immer wieder versuchen, die Prüfung zu bestehen, um immer wieder zu scheitern, bevor sie schlussendlich doch zugelassen wurde. Ihr Vater, ebenfalls ein Gondoliere, ist von dem Beruf der Tochter wenig begeistert, da er der Meinung ist, dieser sei für eine Frau ungeeignet (Der Standard, 13.8.2010)
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****DIE GONDEL****
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Im Grunde sehen die Gondeln alle gleich aus. Sie sind schwarz, allesamt, haben ein verziertes Eisen am vorderen Teil und einen Stehplatz für den Gondelfahrer hinten. Davor eine bequeme Sitzbank oder auch zwei tolle Sessel und dann links und rechts je zwei weitere Plätze.
Vor mehreren hundert Jahren erlebte die Gondelfahrt eine Blütezeit, wo man Schmuck, Gold und Farbe nicht umsonst suchte. Es entstand ein regelrechter Wettbewerb um die schönsten Gondeln, sodass schlussendlich das Schmücken der Gondeln, vor allem das übertriebene, verboten wurde und die Verordnung erlassen wurde, dass Gondeln nur mehr schwarz lackiert sein dürfen.Eine Gondel ist etwa eineinhalb Meter breit und an die 10 Meter breit. Sie wiegt etwa 500 kg und der Preis ist nicht zu verachten, der liegt nämlich so hoch wie ein nettes Familienauto.
Auf Urlaub.info habe ich zum Thema Gondel auch etwas Interessantes gelesen, das ich euch nicht vorenthalten möchte: „Wer eine Gondel genau betrachtet erkennt, dass sie leicht unsymmetrisch ist: Sie ist auf der linken Seite etwas breiter als auf der rechten. Grund: Der Gondoliere steht auf der linken Seite und bewegt das Ruder auf der rechten Seite im Wasser. Dadurch bleibt die Gondel gerade im Wasser liegen trotz der Gewichtsverlagerung durch den Ruderer. Mit einer ganz besonderen Rudertechnik hält der Gondoliere das Boot gerade. Jeder weiß, dass sich ein Paddelboot nur im Kreis dreht, wenn man nur auf einer einzigen Seite rudert. Das Ruder ist jedoch nicht das einzige Steuermittel des Gondoliere: Mit seinen Füßen stößt er sich an Hauswänden und an vorbeifahrenden Booten ab, um seine eigene Gondel auf Kurs zu halten.“Jedem fällt sofort das typische Symbol einer Gondel aus. Es ist ein siebenzackiges Eisen an der Vorderseite, das man auch „Ferro“ nennt. Dieses Ferro ist quasi das Wappenzeichen, das durch die S-Form den Canale Grande symbolisieren soll und die sechs Stadtteile sind durch die sechs Zacken ebenfalls verewigt. Der letzte Zacken ist nach hinten gerichtet und soll auf die Insel Guidecca hinzeigen.
Es gibt mehrere Hauptanlagestellen der Gondeln, aber nicht nur hier, sondern auch bei kleineren Brücken oder Auslassungen der Gassen lassen sich immer wieder Gondelfahrten buchen. Wenn ihr durch Venedig spaziert, kommt ihr unweigerlich an solchen Gondelhäfen vorbei. Von weitem hört man schon die Gondoliere „Gondola service“ rufen, um so für genau ihre Truppe zu werben.Das Einsteigen in eine Gondel ist wirklich kein Problem, notfalls helfen drei Männer dabei und auch bei der Fahrt gibt es nicht wirklich das Gefühl, unsicher zu sein. Die Gondeln sind teilweise auch kitschig geschmückt, aber die Accessoirs, die immer den Wetterbedingungen augesetzt sind, lassen teilweise schon zu wünschen übrig.
Genau zwischen unserem Hotel und dem Markusplatz haben sie uns erwischt, die Gondoliere. Wenn man einmal stehen bleibt und überlegt, ist es schon vorbei. Man ist umringt von den Gondelfahrern bzw. ihren Managern und kommt fast nicht mehr heraus, ohne unfreundlich zu sein.
Aber egal, wir wollten ohnehin eine Gondelfahrt machen, also warum nicht hier. Wir entschieden uns für die große Runde, die etwa 10 Minuten länger dauert als die kleine und schon wurde eine Gondel für uns vier bereitgestellt.Wir hatten Glück und waren alleine in der Gondel. Wenn ich euch jetzt sagen würde, wo genau wir gefahren sind, dann wäre das gelogen, denn ich weiß es nicht. Es ging durch zahlreiche Wassergassen, vorbei an einem Ort, an dem Mozart einmal während einer Konzertreise 1771 gelebt haben soll. Eine schlichte Tafel auf der Außenmauer weist darauf hin, als Fußgänger hat man keine Chance, diese zu sehen, wir sollen das also quasi als Highlight sehen.
Schnell wurde klar, dass wir zur absolut falschen Zeit in einer Gondel sitzen. Hier kann ich euch gleich sagen, kommt am Morgen oder am Abend, dann ist die Stosszeit vorbei und ihr habt die Chance, diese Fahrt genießen zu können. Wir allerdings, wir standen fast direkt im Stau, eine Gondel klebte förmlich an der anderen und an Romantik oder Entspannung war hier nicht zu denken. Wenn man Platzangst hat, dann sollte man wohl nicht genau dann durch die engen Gassen shippern, wenn hundert andere das auch tun.Die Fahrt dauerte an die 40 Minuten und ich konnte ihr nichts Glamorösen oder Spezielles abgewinnen. Die Kinder hingegen waren begeistert. Sie waren auch zum ersten Mal in Venedig und alle Eindrücke waren neu und so hoffe ich, dass sie sich an dieses einmalige - im Sinne von ein Mal - Erlebnis noch lange erinnern, denn eine weitere Gondelfahrt wird von uns sicher nicht mehr unternommen.
Wir konnten wählen zwischen der kleinen und der großen Runde, die kleine kostete € 80,--, die große € 100,--. Da wir wussten, dass dies unsere einzige Gondelfahrt bleiben wird, beschlossen wir, die große Runde zu nehmen. Den tatsächlichen Unterschied hierfür kann ich euch allerdings nicht sagen.
Es gibt die Möglichkeit, auch online Gondelfahrten zu buchen, etwa unter http://www.isango.de/Product/Venedig_fr_Romantiker__Gondelfahrt_5653.aspx wo auch ein Musiker an Bord ist. (Unser Gondoliere hat übrigens nicht gesungen, nur gepfiffen). Hier müsst ihr aber aufpassen, denn die Preise sind pro Person und nicht pro Gondel angegeben und so kann es leicht passieren, dass ihr im Endeffekt mehr bezahlt als wenn ihr direkt vor Ort in eine Gondel steigt.Über Venedig.com kostet eine Gondel € 85,-- und hierzu bekommt ihr noch die Garantie, dass nur ihr in dieser Gondel sitzt. Wollt ihr einen Musiker, dann müsst ihr mit über € 100,-- Aufpreis rechnen, je nach Uhrzeit!
Gut; wir können sagen, dass wir eine Gondelfahrt in Venedig gemacht haben, nicht mehr und auch nicht weniger. Es war für ein Mal ein nettes Erlebnis aber ich würde es auf keinen Fall noch einmal machen. Vielleicht hätte es mir besser gefallen, wären wir nicht in der Stosszeit gefahren, am frühen Vormittag, wenn Venedig erst zum Leben erwacht, wäre das sicher sehr nett oder auch am Abend, aber zur Hauptverkehrszeit kann man getrost darauf verzichten.
Hier eine Empfehlung abzugeben, ist schwer. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ziemlich schlecht und mir war am Ende doch ziemlich leid um das gute Geld, aber so darf man das nicht sehen. Wir waren in Venedig und wir haben dort eine Gondelfahrt gemacht. Es gehört eben zusammen und daher doch eine - wenn auch bedingte - Empfehlung von mir.Wie immer lieben Dank für’s Lesen, Bewerten und Kommentieren,
eure
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Pici16 09.10.2011 19:05
basti.b2 23.01.2011 21:07
esposa1969 29.10.2010 19:50
t.schlumpf 20.10.2010 09:13
Da bin ich wieder ;o)
hubbie 08.10.2010 07:12
klar, einmal MUSS Gondelfahren einfach sein, am schönsten bei Sonnenuntergang