Erfahrungsbericht über

Golden Tulip Vivaldi, St. Julian's

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Golden Tulip Vivaldi, St. Julian's

 

Alle Golden Tulip Vivaldi, St. Julian's Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Vier Sterne für Chris

4  01.08.2011

Pro:
Tolle Dachterrasse, große Zimmer, ideale Lage

Kontra:
Service entspricht nicht immer den Erwartungen

Empfehlenswert: Ja 

chris-hh

Über sich: 13.03.2012: Neuer Bericht online. Lesefreude wächst. Immer auf der Suche nach spannenden Themen...

Mitglied seit:24.07.2003

Erfahrungsberichte:52

Vertrauende:54

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 74 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Wer meinen letzten Bericht über Elanguest gelesen hat, wird wissen, dass ich vom 02. bis 16. Juli 2011 auf Malta war, um (besser) englisch zu lernen. Eventuell ist denjenigen beim Lesen sogar aufgefallen, dass ich über meine Unterkunft etwa folgendermaßen geschrieben habe (jetzt klaue ich zur Abwechslung mal bei mir selbst…!):

„Ich habe im Vivaldi gewohnt, LANDESKATEGORIE vier Sterne. Wieso ich das Wort Landeskategorie ausdrücklich hervor hebe, schreibe ich vielleicht noch an anderer Stelle.“

Die in diesen Worten enthaltene Drohung möchte ich nun wahr werden lassen, aber, wie immer bei mir: Schön der Reihe nach…


1. Warum Malta
2. Golden Tulip
3. Der Empfang
4. …mein Zimmer
5. Die Dachterrasse
6. „Frühstück!“
7. Service
8. Was sonst noch?
9. Der Chris sacht…


1. Warum Malta

All denjenigen, die meinen letzten Bericht nicht gelesen haben (schämt euch – schnell nachholen!), sei auf die Schnelle und anstelle eines Prologs kurz erklärt, dass ich zwei Wochen Bildungsurlaub auf Malta verbracht habe.

Der Dienstleister „Elanguest“ bietet Rundum-Sorglos-Pakete inklusive Unterkunft an. Da ich keine Lust habe, jeden Morgen vor dem Duschen fremde Haare aus dem Ausguss zu prokeln, schied die Unterbringung in einer Gastfamilie aus. Ein einfaches Appartement wollte ich ebenfalls nicht. Da trifft es sich gut, dass Elanguest für seine Gäste Sonderkonditionen bei insgesamt sechs Hotels in Laufweite zur Sprachschule ausgehandelt hat.

Das Vivaldi gehört erstens zur Golden-Tulip-Gruppe und sagte mir zweitens durchaus zu, auch wenn das Internet-Echo auf allen Plattformen eher gemischt ist.

Also – frisch gebucht und losgeflogen!


2. Golden Tulip

Das „Vivaldi“ gehört zur „Golden Tulip“-Gruppe, wurde 1999 erbaut, 2009 renoviert und verfügt über 263 Zimmer auf sechs Etagen.

Zu den Hoteleinrichtungen zählen jeweils ein Restaurant im Erdgeschoss und auf dem Dach, ein Pool mit Sonnenschirmen – ebenfalls auf dem Dach, eine Sauna, Fitness-Raum und ein weiterer Pool im Souterrain.

Außerdem existieren einige Konferenzräume, denn das Vivaldi versucht einen Spagat zwischen Business- und Strandhotel.

Das Hotel liegt ca. 50 Meter vom Meer entfernt. Von dieser Stelle kann man das Meer auch wunderbar SEHEN. Möchte man dagegen BADEN, muss man ein bisschen weiter laufen – etwa 800 Meter zu einer sandigen Badebucht oder 500 Meter bis zu einigen Felsen, von denen aus man seinen Körper über eine Leiter ins Wasser gleiten lassen kann.

Das örtliche Casino ist etwa 300 Meter entfernt und soll sehr gut sein. Da ich meinem Geld nicht böse bin, habe ich auf einen Besuch desselben verzichtet und kann leider nicht mit näheren Infos zum Casino dienen. Jaja, ich weiß schon… deshalb ist mein Bericht schlagartig nh…

Der Beginn der Partymeile von St. Juliens ist etwa 500 Meter entfernt. Zahlreiche Clubs und Bars tummeln sich dort – eine lauter, als die andere.

In der Umgebung finden sich außerdem einige sehr schöne Restaurants (solltet ihr mal dort sein: Das Gozitan ist ein „must“!) und einige Einkaufsmöglichkeiten.

Zur Tulip-Gruppe gehören laut deren Homepage inzwischen über 200 Hotels in 40 Ländern. Das erste Hotel eröffnete in den 60er Jahren in den Niederlanden. Je nach Ausstattung variiert die Bezeichnung – „Royal Tulip“, „Golden Tulip“ oder „Tulip Inn“. Kurioserweise liegen beispielsweise in München ein Golden Tulip sowie ein Tulip Inn direkt nebeneinander und teilen sich Rezeption und Frühstücksraum.

Der Slogan der Gruppe lautet: „International standards, local flavours“. Das ließ für meinen Aufenthalt auf Malta einiges befürchten…


3. Der Empfang

Im Vivaldi könnt ihr frühestens um 14:00 Uhr einchecken. Passte gut zu meinen Flugzeiten, denn ich erreichte das Hotel gegen 15:30 Uhr.

Die voll klimatisierte, weitläufige Halle betretet ihr über eine automatische Drehtür oder, falls ihr das nicht mögt, über eine Seitentür direkt daneben. Geradeaus, etwa15 Meter entfernt, findet sich die Rezeption in Form eines großen, ovalen Tresens, hinter dem problemlos fünf bis sechs Personen arbeiten könnten. Könnten. Meist waren nur zwei Damen anwesend.

Linkerhand sieht man den Zugang zum Restaurant, in dem morgens auch das Frühstück serviert wird. Direkt links neben dem Eingang hat sich ein Friseur (Mr. James) angesiedelt. Dazu rechts und links jeweils zwei Fahrstühle und ganz rechts eine Mischung aus Café und Bar. Rechts in der Halle stehen zudem einige Sessel.

Naturgemäß näherte ich mich zunächst der Rezeption. Die Empfangsmitarbeiter gaben sich routiniert-professionell, höflich und serviceorientiert.

Mein Zimmer war – wie es sich gehörte – bezugsfertig, nur leider nicht das eigentlich reservierte Raucherzimmer. Des Rätsels Lösung: In diesem Hotel gibt es gar keine Raucherzimmer. Innen überall Nichtraucher!

Ob dieser „Fehler“ im Vivaldi oder bei Elanguest passiert ist, ließ sich nachträglich nicht mehr ermitteln.

Also vierzehn Tage in einem Nichtraucherzimmer! Da musste ich nun durch.

Ich näherte mich den Fahrstühlen auf der rechten Seite und fuhr ins sechste Obergeschoss, denn dort befand sich…


4. …mein Zimmer

Das Vivaldi kennt drei Zimmerkategorien: Standard, Superior und Suiten. Außerdem lassen sich Zimmer mit Meerblick buchen.

Für mich war seitens Elanguest ein Superior-Zimmer ohne Meerblick in der sechsten Etage reserviert. Das kostet normal um die 120 Euronen. Ob in Hotels wirklich je jemand ebendiesen Normalpreis bezahlt, kann ich mir kaum vorstellen. Über HRS geht es günstiger (um die 100 Eurodollar) und noch günstiger in Kombination mit einem Sprachkurs: Ich habe EUR 71,00 pro Nacht – inklusive Frühstück – gelöhnt.

Doch genug davon – wir waren bei MEINEM Zimmer! Gespannt steckte ich die Karte in den dafür vorgesehenen Schlitz, sah das grüne Lämpchen aufblinken und öffnete die Tür.

Diffuses Halbdunkel empfing mich. Grund: Da die Sonne nachmittags genau auf die Fenster meines Zimmers schien, hatte ein kluges Zimmermädchen die dunklen Vorhänge vorgezogen. Eine Maßnahme, die ich die gesamten zwei Wochen hindurch wiederholt und mein Zimmer damit angenehm kühl gehalten habe. Dies ersparte mir außerdem die Nutzung der zwar individuell regulierbaren, von mir nichts-desto-trotz nur wenig geschätzten Klimaanlage.

Mein Zimmer maß gut zwanzig Quadratmeter. Ein großes Doppelbett, eine Arbeitsplatte mit kleinem Röhrenfernseher (englische und italienische Sender sowie, aus irgendeinem unerfindlichen Grund, RTL 2), untergebautem Kühlschrank für die Minibar sowie ein großer Kleiderschrank bildeten die Einrichtung. Das Zimmer war zudem mit Teppichboden ausgelegt und machte insgesamt einen sehr großzügigen Eindruck.

Wenn ich jetzt behaupte, das Mobiliar wirkte leicht abgewohnt, würde ich dem Zimmer nicht gerecht werden, aber man merkte schon, dass man nicht zu den ersten hundert Gästen gehörte. Bei der Renovierung 2009 war dieses Zimmer wohl vergessen worden.

Im Badezimmer fand ich eine auch für mich ausreichend große Badewanne, das Ding mit der Brille, ein Bidet und einen Waschtisch mit ausreichend großer Ablage samt Spiegel vor. Um in der Badewanne unfallfrei duschen zu können, konnte ein Vorhang bemüht werden. Ich finde, ein Duschvorhang ist immer die zweitbeste Lösung, aber ich nörgle schon wieder…

Über eine Doppel-Schiebetür gelangte man auf die etwa fünfzehn Quadratmeter große Terrasse, möbliert mit zwei Plastikstühlen und einem Tisch aus gleichem Material, dem ein Bein fehlte. Eben dort durfte ich rauchen - auch, wenn kein Aschenbecher vorhanden war. Aber der kluge Raucher baut natürlich vor und bringt sich seinen Aschenbecher von zu Hause mit.

Auf meiner Terrasse gab es übrigens das bessere Fernsehprogramm: Genau gegenüber lag eine günstige Appartementanlage für junge Leute, deren Räume für zwei bis vier Personen möbliert waren. Sechs Appartements längs und ebenfalls sechs Appartements quer ergaben sechsunddreißig Kanäle, die wesentlich spannender waren, als jedes TV-Event.

Große Terrassen kann man übrigens nur in der sechsten Etage genießen. Alle anderen Stockwerke verfügen über kleine Nicht-ganz-Austritte, die fachlich „französische Balkone“ heißen, für mich jedoch eigentlich nur ein Witz sind!

Zusammenfassend kann man sagen, dass mein Zimmer vor allem durch seine Größe sowie durch die Terrasse punkten konnte. Auch die blickdichten, dunklen Vorhänge, die Wärme und Licht draußen ließen sowie die einigermaßen geräuschgedämmte Tür zum Flur haben mir gut gefallen.


5. Die Dachterrasse

Auf der weitläufigen Dachterrasse im siebten Stock mit atemberaubendem Blick über das Meer (naja, in EINE Richtung… in die übrigen DREI Richtungen schaut ihr auf und über andre Hotels und Appartementanlagen) liegt ein etwa acht mal zwölf Meter großer Pool, der mit rund einhundertvierzig Zentimetern für die Meisten sicher tief genug ist. Ein weises Schild weist auf eine maximale Pool-Kapazität von 17 Personen hin. So etwas habe ich auch noch nirgends gesehen und nachgezählt hat es, soweit ich beobachten konnte, auch nie ernsthaft jemand.

Rund um den Pool und entlang der Dachterrasse sind zahlreiche Liegestühle verteilt. Und zwar so viele, dass man sich das morgendliche Weckerklingeln, um um 06:00 Uhr die besten Plätze mit Handtüchern zu reservieren, eigentlich sparen kann. Eigentlich. Trotzdem kamen morgens einige – vor allem ältere – Leute, die diesem seltsamen Hobby frönten. Konnte ich gut beobachten, denn morgens um sieben war die beste Zeit zum Schwimmen – da hatte man den Pool für sich allein.

Die kulinarische Versorgung übernahm ein kleines Restaurant, in dem man Pizza, Pasta, Burger, einige Fleischgerichte und alle Sorten Getränke käuflich erwerben konnte. Preislich absolut in Ordnung sowie schnell und serviceorientiert serviert. Sehr gut.

Das Highlight findet Samstag am Abend statt: Ab 20:00 Uhr wird auf der Dachterrasse ein Barbecue mehr zelebriert als veranstaltet. Aus diesem Grund schließt der Pool samstags schon um 17:30 Uhr statt wie sonst um 18:00 Uhr (und öffnet sonntags um 09:00 Uhr statt um 07:00 Uhr, da vorher noch die Trümmer beseitigt werden müssen).

Sechs oder sieben verschiedene leckere Salate stehen vorab zur Auswahl. Außerdem noch eine Suppe und ein fleißiger Mitarbeiter, der Paste mit verschiedenen Saucen frisch zubereitet. Gebrutzelt wird vor Ort alles, was auf einen Grill passt: Diverse Sorten Fleisch und Fisch, Würstchen…

Mit EUR 19,90 pro Person plus Getränke ist dieses Vergnügen nicht zu teuer bezahlt und absolut empfehlenswert – wenn ihr denn erstens am Samstag und zweitens im Vivaldi seid. Andrerseits steht das Barbecue allen und nicht nur Hotelgästen offen.

Ebenfalls auf der Dachterrasse findet man Einrichtungen für die, die mal müssen müssen sowie eine Möglichkeit, sich Wasser über den Körper laufen zu lassen.


6. „Frühstück!“

Gleich nach Mittagessen und Abendbrot ist Frühstück bekanntlich die wichtigste Mahlzeit am Tag. Dementsprechend neugierig war ich auf das Frühstücksbuffet des Vivaldi und wurde nur begrenzt enttäuscht.

Der Frühstücksraum befindet sich im Erdgeschoss und ist riesig. Wenigstens 120 Leute können hier gleichzeitig zur Nahrungsaufnahme antreten. Von der Einzelperson bis zur Großfamilie bekommt jeder seinen passenden Tisch.

Getränketechnisch finden sich auf der rechten Seite Spender für etwas wässrige Säfte und Kaffee aus der Zehn-Liter-Therme („Flatsch“ auf Knopfdruck und die Tasse ist voll; ganz tolll, wenn jemand die Tasse vorher halb mit Milch füllt… *hämisch-kicher*). Über Kaffee auf Malta habe ich schon an anderer Stelle geschrieben… die Farbe stimmt – die Temperatur auch… der Rest ist *schauder*.

Vor den Getränkespendern wartet eine große Brot- und Brötchenauswahl samt mehrerer Sorten Kuchen auf Abnehmer. Daneben ein Fließbandtoaster – eigentlich für Weißbrotscheiben. Im Laufe meines Aufenthalts habe ich durch Beobachten anderer Gäste gelernt, dass man auch Kuchen rösten kann… *ungläubig-guck*

Davor mitten im Raum ein Rechteck an deren vorderer Schmalseite einige Wurst und Käsesorten, die durchweg ziemlich fettig aussahen, auf Todesmutige warteten. Daran anschließend auf der Langseite gebackene Bohnen, zwei Sorten Würstchen sowie gekochte und gerührte Eier. Wer seine Eier auf andere Art zubereitet haben wollte, musste sich an den „Herrn der vier Pfannen“ an der hinteren Schmalseite wenden. Ich würde mich nicht so weit versteigen, dies „Showcocking“ zu nennen, aber zumindest meine Spiegeleier wurden jeden Morgen unfallfrei zubereitet.

An der verbliebenen Langseite finden Interessierte außerdem verschiedene Varianten Joghurt, Müsli und Früchte. Letztere leider teilweise aus der Dose.

Der Service ist flott und unaufdringlich, die Geräuschkulisse eher murmelnd durch die große Anzahl von Gästen samt freilaufender Kinder, als geschirrklirrend.

Insgesamt durchaus ok, wenn ich mir auch bei zwei Wochen Aufenthalt ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht hätte. „Abwechslung“ stand jedoch ausdrücklich nicht auf der Speisekarte.


7. Service

Insgesamt ist mein Eindruck hier eher durchwachsen. Auf der einen Seite findet man hoch motivierte, serviceorientierte Mitarbeiter, andrerseits kann man jedoch auch Pech haben, und auf das Gegenteil prallen. Beispiele gefällig? Bitte…

Mit der Rezeption hatte ich nur zum Ein- und Auschecken zu tun. Außerdem zwei Mal, weil meine Karte mich nicht mehr in mein Zimmer lassen wollte. Alles problemlos, nett, charmant. Nun ergab es sich, dass das Frühstück erstens um 07:00 Uhr serviert wird und dies zweitens am 16. Juli 2011 genau meiner Abreisezeit entsprach. Meine freundliche Frage, ob ich denn vorher eine Kleinigkeit frühstücken könne, wurde unfreundlich als keinesfalls möglich beschieden. Kenne ich aus Vier-Sterne-Häusern eigentlich anders…

Mit den Zimmermädchen war ich grundsätzlich sehr zufrieden. Sie arbeiteten ordentlich und unaufdringlich (und hatten sich damit selbstverständlich auch ein Trinkgeld verdient…!). An einem Samstag war ich vormittags in Valetta, kam mittags zurück und fand mein Zimmer im gleichen Zustand vor, wie ich es verlassen hatte. Desgleichen, als ich vom Mittagessen kam. Also entschloss ich mich, statt des geplanten Mittagsschläfchens eine Runde spazieren zu gehen. Soll ja nach dem Essen sehr gesund sein.

Gegen 14:50 Uhr hatte mein Zimmer noch immer kein Mädchen gesehen. Also gab ich auf, hängte das „Bitte-nicht-stören“-Schild draußen an die Tür und entschlummerte sanft. Relativ unsanft weckte mich etwa zwanzig Minuten später das Telefon. Am anderen Ende der Leitung das Housekeeping. An meiner Tür würde ja ein „Bitte-nicht-stören“-Schild hängen und ob ich denn heute kein Housekeeping wolle. Was ich in diesem Augenblick am liebsten gewollt hätte, behielt ich als höflicher Mensch für mich und trollte mich stattdessen an den Pool. Ohne Worte…

Weitere Beispiele? Gern – einen habe ich noch: An immerhin zwei Tagen wurde meine Minibar nicht aufgefüllt. Direkt nach Feststellung dieses Tatbestands rief ich beim Housekeeping an – jeweils am Nachmittag und etwa um die gleiche Zeit. Beim ersten Mal kam nach handgestoppten dreieinhalb Minuten ein Zimmermädchen mit den fehlenden Getränken. Beim zweiten Mal erhielt ich den Hinweis, dass das dann sicher am nächsten Tag geschehen würde und dass ich gern den Roomservice anrufen könne, falls ich etwas bestellen wolle… *grummel*

Am Rande sei noch erwähnt, dass es auf meiner Etage jemanden gegeben haben muss, der im Gegensatz zu mir sehr gern und ausführlichst beim Roomservice bestellt hat. Was er so alles bestellt hat – bzw. die Reste davon – konnte ich problemlos im Treppenhaus besichtigen, denn dort wurde das benutzte Geschirr samt Speiseresten meist für mehrere Tage abgestellt.

Bin ich ein schwieriger Gast? Habe ich zu hohe Ansprüche? Bin ich verwöhnt? Hatte ich einfach nur Pech? Das könnt ihr mir sicher im Kommentarbereich verraten.


8. Was sonst noch?

Vieles. Positives wie tendenziell eher Negatives. Nachfolgend wenigstens kurz angerissen, da auch irgendwie zum Vivaldi gehörig.

Da wäre zunächst Mr. James. Wer meinen Bericht bis hier aufmerksam gelesen hat, wird sich vielleicht noch erinnern, dass dies der Name des Friseursalons direkt links neben dem Eingangsbereich ist.

Da ich einen Haarschnitt nötig hatte und die Preise für Herren durchaus erschwinglich waren, habe ich es riskiert und trotz Sprachbarriere (wie ein großes Fragezeichen im Gesicht aussieht, weiß ich nicht zuletzt durch meine Thailand-Urlaube…) nicht bereut. Bedient wurde ich zwar nicht von Mr., sonder von Mrs. James, aber das Haar wurde vorweg drei Mal gewaschen (obwohl mein Haar morgens beim Duschen jeden Tag gewaschen wird…), anschließend zu meiner vollsten Zufriedenheit geschnitten und mit EUR 17,00 nicht zu teuer berechnet. Damen zahlen dagegen deutlich mehr. Warum eigentlich???

Der Fitnessraum im Keller bestand unter anderem aus zwei einfachen Liege-Ergometern und passte dadurch optimal in meinen Trainingsplan. Dazu ein neues und ein sichtbar älteres Laufband, eine Langhantel- und zwei Kurzhantelstangen, ein etwas ausgeorgeltes Multifunktionsgerät, eine Hantelbank und eine Gymnastikmatte.

Einige Spiegel an der Wand erlaubten die Beurteilung des eigenen Fitness-Fortschritts. Der ebenfalls vorhandene Getränkeautomat diente der durchaus preiswürdigen Versorgung mit Getränken aller Art. Ein Fernseher mit Musik-Video-Kanal soll vermutlich die Zeit vertreiben.

Was ich in dem zwar gut belüfteten, dafür jedoch fensterlosen Raum nie gesehen habe, war Personal. Und da der Fitnessraum eher wenig frequentiert wird, beschlich mich allein Trainierenden zuweilen ein mulmiges Gefühl – Stichwort: Unfallgefahr und wann ich nach meinem Herzinfarkt wohl gefunden würde…

Ebenfalls im Keller befinden sich zwei Saunen und ein kleines Schwimmbad über die ich mangels Nutzung meinerseits jedoch nichts weiter schreiben kann, als dass diese Einrichtungen existieren.

Abgesehen vom Hauptrestaurant, in dem auch das Frühstück eingenommen wird, ist im Erdgeschoss noch ein Café mit kleiner Speisekarte lokalisiert. Auch hier mangels Nutzung meinerseits nur die Info, dass es so etwas gibt.


9. Der Chris sacht…

Kurz und bündig: Ein Drei-Sterne-Beherbergungsbetrieb, der sich als Vier-Sterne-Hotel ausgibt. Wohl wissend, dass die Sternevergabe an einen umfangreichen Katalog zu erfüllender Bedingungen geknüpft ist, entspricht dies meiner subjektiven Wahrnehmung.

Abgesehen von den unter siebtens meines Berichts beschriebenen Kritikpunkten habe ich mich im Vivaldi sehr wohl gefühlt. Dazu trug sicher auch die große Terrasse meines Zimmers bei. Mit einem Austritt wie auf den darunter liegenden Etagen wäre ich sicher nicht ganz so zufrieden gewesen.

Wenn alles klappt, werde ich die Sprachreise im nächsten Jahr wiederholen und kann mir durchaus vorstellen, wieder im Vivaldi zu wohnen. Wieder im sechsten Stock und wieder zur Landseite…

Von mir eigentlich dreieinhalb Sterne für das Vivaldi – aber das geht ja nicht… also runde ich mal auf…


Soweit mein Bericht über das Vivaldi auf Malta. Kaum zu glauben, was man über ein Hotel so alles schreiben kann… Wie immer vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren meines Berichts.

(c) chris für ciao am 01. August 2011


Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
manuelmama

manuelmama

08.07.2014 22:52

BH!

Titus13

Titus13

16.04.2012 22:08

Natürlich b.h.

hubbie

hubbie

19.03.2012 11:01

ist schon ein Jahrzehnt her, dass wir da waren - ich glaube es war ein Westin...

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 496 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (51%):
  1. manuelmama
  2. Titus13
  3. hubbie
und weiteren 35 Mitgliedern

"sehr hilfreich" von (49%):
  1. Ibis1980
  2. Kriechtier
  3. christianpirker
und weiteren 33 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.
Das könnte Sie interessieren
Ramla Bay Hotel, Mellieha
Hotel - Ramla Bay, Mellieha, Malta, STJ 10 - Mittelklassehotel - 163 Zimmer
2 Testberichte
Zum Angebot für € 120,00
Preluna Hotel and Towers, Sliema Preluna Hotel and Towers, Sliema
Hotel - 124 Tower Road, Sliema, Malta, SLM 01 - Mittelklassehotel - 280 Zimmer
1 Testbericht
Zum Angebot für € 86,00
Crowne Plaza Hotel, Sliema
Hotel - Tigne Street, Sliema, Malta, SLM 11 - Mittelklassehotel - 193 Zimmer
1 Testbericht
Zum Angebot für € 66,51