Ciao - für Leute mit eigener Meinung
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Pro Sauberkeit, nettes Personal, tolle Lage, Preis-Leistung
Kontra unbefriedigendes Inklusiv-Essen, schwache Entertainment-Vielfalt
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Liebe Ciao Community,
da das mit dem letzten Hotel-Bericht ja ganz gut geklappt hat und ich relativ frisch aus dem Kreta-Urlaub komme, bietet es sich natürlich an, auch zu diesem Hotel zu berichten. Es handelt sich um das 3,5-Sterne-Hotel Golden Beach auf Kreta (Adelianos Kampos). Über „ab-in-den-urlaub.de“ und dort über Discount Travel, welche wiederum zu Tui gehören (wie kompliziert…), habe ich dort einen 6tägigen Aufenthalt verbracht.Die Zimmerreinigung war ein Mysterium. Sie fand zu unterschiedlichsten Zeiten statt, aber irgendwie haben die es immer hinbekommen, das Zimmer in Abwesenheit zu reinigen. Neben dem Fegen (natürlich verläuft sich nach dem Meerbad viel Sand im Zimmer), wurde nahezu radikal der „Müll“ weggeräumt. Sogar Pfandflaschen, die noch aus Deutschland stammen wurden entsorgt, so dass ein finanzieller Schaden in Höhe € 0,50 entstanden ist. Dies versuche ich nun mit diesem Bericht wieder reinzuholen ;D Aber kein Wunder, die Griechen haben das Pfandsystem noch nicht für sich entdeckt. Teilweise wurde die Tagesdecke rein und wieder rausgeräumt, mal gab es drei Kissen im Zimmer, mal nur zwei… es wurde auf komische Art und Weise versucht, sich an das Verhalten der Gäste anzupassen. Handtuchwechsel wurde auf Wunsch durchgeführt. Wo bei der sonst zufrieden stellenden Reinigung komplett gegeizt wurde, ist das Klopapier. Die ursprünglichen 2 Klorollen wurden nie weiter aufgestockt. Glücklicherweise war das Essen einigermaßen darmverträglich.
Das Zimmer war insgesamt zweckmäßig, eigentlich sogar gut. Man hatte sich eh nicht viel dort aufgehalten. Alles war sehr gepflegt und das in Südländern oft kritisierte Ungeziefer war gar nicht vorhanden. Durch den Gästeverkehr vor und hinter dem Zimmer mussten wir allerdings eine gewisse Hellhörigkeit feststellen.Innen gab es eine Art Wartesaal mit großem Fernseher (welche Kombination deutscher Sender hier gezeigt wird, habe ich nicht weiter untersucht) und Sesseln. Auf dem Fernsehtisch konnte man sich ein Schachbrett nehmen. Wer Heimweh nach der Technik hatte, konnte sich ganz klassisch an einen von zwei Internetterminals mit Münzeinwurf setzen.
Die Poollandschaft ist überschaubar, aber ausreichend und gepflegt. Es gibt zwei Schwimmpools (bis zu 250cm tief) und einen Kinderpool, die selten überfüllt waren. Rund um die Anlage liegen Luftmatratzen, Kinderplanschzeug etc. zur freien Verfügung verstreut. Was nicht zu diesem eher unkommerziellen Hotel passte, ist, dass man für die Poolliegen zahlen musste. Bis zu 5,- € für zwei Liegen insgesamt Schirm. Was am Strand als akzeptabler Preis gilt, war da dann doch eher etwas dreist. Die Hotel- bzw. Snackbar (je nachdem wie spät es war) war aber gleich nebenan, so dass man sich aus Trotz dort ausbreiten konnte.Das Highlight war natürlich der hoteleigene Strand, der direkt hinter der Poollandschaft mittels zwei Stegen (oder natürlich direkt durch den heißen Sand) begehbar war. Das Golden Beach hat hierzu zwei Umkleidekabinen (na ja, eher billige Holzbausätze), und zwei Duschen inkl. Fußdusche beigetragen. Des Weiteren war der Strand sehr gepflegt und schön dekoriert (Fotowände, Tonburgen…). Im feinen Sand gab es auch ein Beachvolleyballfeld. Ein Korkwand-Aushang vor dem Restaurant ließ erahnen, dass unter der Woche ab und an dort Kurse stattfinden. Ansonsten stand dort meist irgendein Blödsinn bezüglich Deutschland-Transfer von Hundewelpen.
Die Liegen, die ebenfalls 5€ für zwei inkl. Schirm kosteten und zum Nachmittag hin günstiger wurden, wurden abends aufwendig abgespült und zusammengestellt. Anfallender Müll wurde schnell beseitigt. Hier hielten sich auch die einigen wenigen Standverkäufer überwiegend fern. Wer das alles nicht zu schätzen wusste, war natürlich frei sich ein paar Meter weiter rechts oder links der Liegenlandschaft kostenbewusst auf sein Handtuch zu legen. Der Einstieg ins Meer ist übrigens sehr steinig, es empfehlen sich feste Badeschuhe…
Große Animationsprogramme oder Discoabende gab es jedoch nicht. Das Hotel eignet sich trotz fehlendem Wellness-Bereich eher zum Ausspannen als zum „auf die Piste gehen“.
Kommen wir nun zu den Restaurants. Da wir Halbpension gebucht hatten, kann ich hier sehr gut mitreden. Fang ich mal mit der bereits erwähnten Hotelbar an. Diese hatte einen offenen Tresen, an dem man innen und außen bedient werden konnte (in der Regel waren 99% draußen, klar). Die Bestuhlung (teils billiger Plastikkram, teils hochwertige gepolsterte Flechtmöbel) waren sonnengeschützt überdacht. Hier gab es teils internationale, teils griechische Snacks zu bestellen (Hamburger, Sandwich, Gyros, Nuggets, Pizza…), welche aber immer irgendetwas Griechisches an sich hatten. Sei es der Tzaziki auf dem Teller oder Beschaffenheit des Fleischs. Insgesamt konnte man dort aber immer zwischen € 3,00 und € 4,00 je Snack ohne großen Aufwand das Mittagessen überbrücken. So lag der Preis auch in der Regel bei großen Getränken. Die Qualität war sogar vollends zufriedenstellend, wenn auch die Beilagen täglich variierten oder weggelassen wurden. So variierte auch die Qualität der Pommes. Ansonsten gab es nichts zu meckern.
Abends wandelte sich die Snackbar klammheimlich in eine Cocktailbar um. Hier gab es auch professionelle Barkeeper (die Cocktails tagsüber wirkten eher ein bisschen bunt zusammengemischt, weil nicht besser gewusst). Im Hintergrund wurde einheimische Musik aufgelegt oder teilweise sogar live gespielt. Hier war die Cocktailqualität angemessen gut.
Das fest gebuchte Essen fand im Hauptsaal statt. Eine Ausweichmöglichkeit nach draußen ist nicht gegeben. Der Saal hatte drei Eingänge (2 von außen, 1 von innen) und ist mit ebenfalls mit Wandmalerei einladend dekoriert. Die Einrichtung hingegen war eher einheitlich schlicht. Drei Treppenstufen höher gab es noch eine Art Galerie, welche aufgrund der Fülle des Saals auch immer gut besetzt war. Das störte auch insgesamt. Der Saal war voll, die Bestuhlung Tisch an Tisch. Es war zwar keine Legebatterie, aber doch schon ziemlich einengend. Das Gewusel vor den Buffets unterstützte dies. Das Ganze hatte einen leichten Kantinen-Charme.
Zum Belegen gab es zwei bis drei akzeptable Wurstsorten (u.a. Pute, Jagdwurst), eine zu milde Schnittkäsesorte (einmal dreieckig, einmal viereckig), Schafskäse, 2 sehr süße Marmeladensorten in kleinen Plastikschälchen (Erdbeer und Aprikose), eine riesige Schüssel Honig, die griechische Antwort auf Nutella (verpackt wie die Marmelade und überraschend lecker). Ergänzend hierzu gab es Butter, Margarine sowie Gurken- und Tomatenscheiben für die Gesundheitsbewussten.
Am anderen Büffet gab es tagesabhängig Eier (mal gekocht, mal gespiegelt, mal gerührt), warme Würstchen, Speck, überbackene Tomaten, Milchreis mit Zimt, Halvas (griechisches und sehr trockenes Mandel-/Honigdessert)
Für die Ballaststofffreunde gab es Cornflakes, Haferflocken, Schokopops, getrocknete Bananen und Pflaumen oder eine Schüssel, in der bereits alles gemischt war :D Zum essbar machen hatte man die Auswahl zwischen Naturjogurt und lauwarmer H-Milch.
Das Abendessen fand täglich von 18:30 bis 21:00 Uhr statt. Dort wo morgens der Aufschnitt zu finden war, gab es nun das kalte, salathaltige Buffet mit einer Auswahl an Gurken, Tomaten, roten Zwiebeln, milden Peperoni, geraspelten Möhrchen, Käse und Schafskäse. Teilweise gab es Nudelsalat-Variationen oder bereits fertig gemischte Salate. Als Dressingarten gab es Jogurt, Italian sowie Essig und Öl zum Selbstdosieren. Abgerundet wurde die kalte Platte mit Brot und natürlich frischem griechischen Tzatziki. So viel mehr Griechisches hatte das Essen ja leider nicht an sich.
Das warme Buffet ist beidseitig begehbar und endete mit einem Suppentopf.
Die Metallschalen liegen im heißen Wasserbad, was die Temperatur aber nicht immer aufrechterhielt. Insgesamt gab es 8 verschiedene Speisen, 50% fleischig und 50% vegetarisch. Die kulinarische Vielfalt war täglich anders und sehr variabel: Fleisch (Schwein, Hähnchen), Fisch, Nudelaufläufe, Gemüse (Erbsen und Möhrchen aus der Dose oder gebackene Auberginen, Zucchini etc.), Kartoffelvarianten, Reis (u.a. Paella), Spaghetti mit verschiedenen Saucen… also internationales Allerlei.
Wer vollmundiges griechisches Essen sucht, ist hier eher falsch. Wer gute Qualität sucht, leider ebenfalls. Die Spaghetti waren mehr als weich, die Bolognese schmeckte nach gar nichts. Die Speisen waren teilweise penetrant mit Kümmel oder Dill gewürzt, dass es nicht mehr schmeckte. Sicherlich war nicht alles schlecht, aber die nicht so gute Qualität zog sich wie ein roter Faden durchs Essen. Obwohl ich immer ein Freund von Halbpension war, hatte das Abendessen schnell seinen Reiz verloren. Durch das gute Salatbuffet und die insgesamt doch große Auswahl hat man in der Regel geschafft ohne allzu große Überwindung satt zu werden.
Abends sind Getränke nicht in der Halbpension inklusive. Hier empfehle ich eine Flasche stilles Wasser für 2,20 oder eine große Cola für 3,80. Sämtliche Schorlen werden mit den abscheulichen Frühstückssäften herstellt und sind ganz klar abzuraten. Die Kellner haben sich bemüht, die Bestellungen jeweils schnell aufzunehmen, zu liefern und abzurechnen. Die Preise gab es in der Regel erst im Nachhinein (Getränkekarte: Fehlanzeige), aber es mündete nicht in ein finanzielles Desaster. Man konnte sich übrigens auch alles problemlos aufs Zimmer schreiben lassen.
Insgesamt war der Service hier wirklich ein Lichtblick. Teller wurden schnell abgeräumt und konnten jederzeit nachgeholt werden, Buffetplatten wurden schnell ausgetauscht, wenn sie drohten leer zu werden. Es war also immer genug für alle da. Trotzdem gab es auch hier immer ein gewisses Gedrängel. Hatte man seinen Tisch nicht sichtlich besetzt, war man ihn während des Buffetganges auch gerne mal los.Tagespreise:
Hauptsaison (17.06.2011 – 24.09.2011)Nachsaison (25.09.2011 – 30.10.2011)
1 Person: EUR 42,73 / 2 Personen: EUR 56,97 / 3 Personen: EUR 77,03
Hauptsaison (17.06.2011 – 24.09.2011)
1 Person: EUR 598,15 / 2 Personen: EUR 797,54 / 3 Personen: EUR 1.076,67
Die Preise sollen in diesem Bericht lediglich der groben Orientierung gelten, da sie meiner Meinung nach nicht wirklich stellvertretend sind. Wir haben über ab-in-den-urlaub.de gebucht und uns wurde der bereits erwähnte Anbieter Discount Travel zugewiesen. Hierfür zahlten wir bei 6 Tagen EUR 821,- Gesamtpreis (inkl. Hin- und Rückflug mit Tuifly sowie Transfer vom und zum Flughafen). Insofern sollte man einfach die Preise der Portale und Reisebüros vergleichen und eventuelle Rabattaktionen, die zur Zeit kursieren, nutzen.
Nun noch ein verhältnismäßig kurzes Fazit, da ich Lob und Kritik ja bereits in den einzelnen Kategorien losgeworden bin.
Das Hotel bietet keinen Luxus, aber es ist vollkommen zweckdienlich und empfehlenswert. Das Personal ist sehr aufmerksam und herzlich, die komplette Anlage inkl. Räumlichkeiten ist toll gestaltet und sehr gepflegt. Selbst als Vollbluttourist ist man in Badehose und Bierbauch gerne gesehen und kann sich auch problemlos auf deutsch verständigen. Ein Manko ist sicherlich die eher unbefriedigende Küche, insbesondere, da innerhalb der Saison ausschließlich die Halbpensionsvariante angeboten wird. Von vielerlei Seiten habe ich aber gehört, dass man es sich anrechnen lassen kann, wenn man abends darauf verzichtet und woanders speist.
Wer auf dem Partytrip sein sollte, ist hier wohl verkehrt, da das unmittelbar angrenzende Programm und die Animation im Hotel selbst recht beschränkt sind. Aber dafür ist Kreta wohl eh nicht die erste Adresse. 6 Tage waren insofern ein guter Zeitraum, um sich schlicht und einfach bei schönem Wetter zu erholen. Es war herrlich und im Vergleich zur deutschen Hitze auch bei hohen Temperaturen sehr angenehm. Wer länger ins aktuell verhältnismäßig günstige Kreta (entspricht beim Reisepreis ungefähr Mallorca und gehört in Europa, ausgenommen Balkan etc. zu den günstigeren Zielen) möchte, sollte seinen Trip auf jeden Fall um die vor Ort angebotenen Ausflüge erweitern.
Auf holidaycheck.de, welches natürlich vorab in die ausgiebige Hotelrecherche einbezogen wurde, wird vieles bestätigt. Insgesamt kommt das Hotel dort aber nach aktuellem Stand auch auf 4,8 von 6 Sonnen mit einer Weiterempfehlungsrate von 87%. Das Preis-Leitungsverhältnis vieler Angebote für dieses Hotel lässt eine bedenkenlose Buchung zu.
Wie in meinen letzten Berichten ist das „Produkt“ nicht gut genug für 5 Sterne, aber nicht schlecht genug für 3 Sterne, also vergebe ich (mal wieder) 4 Sterne inkl. Weiterempfehlung.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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michelle975 29.05.2012 14:39
bh folgt:o)
Tazi 28.05.2012 16:13
Frkruemel 28.05.2012 12:12
BH!
Flubber59 28.05.2012 00:23
Hier fehlt doch noch ein BH ... LG
bh nachlieferung:o)