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Erfahrungsbericht

für Golden Beach Hotel, Rethymnon
Nächsten Bericht ansehen "Familienfreundliches Hotel"
4 Sterne Service gut, doch Magen schwer: Golden Beach am Mittelmeer Bericht mit Bildern
311 von 311 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Sauberkeit, nettes Personal, tolle Lage, Preis-Leistung

Kontra unbefriedigendes Inklusiv-Essen, schwache Entertainment-Vielfalt

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

theartisthimself Seit 3 Sep 2006

Nichtmal mehr 18.500 Punkte zu orange - muss doch möglich sein, oder? Insbesondere die neuen... mehr

23 Mitglieder vertrauen mir

Liebe Ciao Community,

da das mit dem letzten Hotel-Bericht ja ganz gut geklappt hat und ich relativ frisch aus dem Kreta-Urlaub komme, bietet es sich natürlich an, auch zu diesem Hotel zu berichten. Es handelt sich um das 3,5-Sterne-Hotel Golden Beach auf Kreta (Adelianos Kampos). Über „ab-in-den-urlaub.de“ und dort über Discount Travel, welche wiederum zu Tui gehören (wie kompliziert…), habe ich dort einen 6tägigen Aufenthalt verbracht.
Das „Produkt“ gibt es hier sogar schon. Na dann wollen wir mal loslegen… ;-)


Lage des Hotels

Der o.g. Ort Adelianos Kampos ist ein Vorort von Rethymnon (Nord-West Kreta), welches den Kreta-Kennern ein Begriff sein sollte. Das Hotel ist via Bustransfer in 1-1,5 Stunden vom Flughafen der Hauptstadt, Heraklion, zu erreichen. Diese befindet sich ca. 80km östlich von Adelianos Kampos.
Das Hotel liegt an einer Hauptstraße (für griechische Verhältnisse), in der es sogar öffentlichen Busverkehr gibt. Lärmbelästigung gab es aber trotz der langen Öffnungszeiten der Ladenzeile nicht, da die Straße übersichtlich befahren und besucht ist. Die Wege sind mit typischen Souvenirläden mit Replika-Marken (Gürtel, Taschen, Sonnenbrillen… ihr wisst schon) bestückt. Zwischendurch gibt es Tavernen, kleine Tante-Emma-Supermärkte, Minigolf-Anlagen und natürlich weitere Hotels. Eine gewisse Infrastruktur rund ums Hotel ist also vorhanden. Wer mehr will, kann sich an der Rezeption Bustickets beschaffen und nach Rethymnon düsen. Tui hat auch zahlreiche Ausflüge rundum Kreta angeboten. Wer also keinen reinen „Club-Urlaub“ verbringen will, kommt gut von A nach B. Wer eh einen Mietwagen hat, kann auf den hoteleigenen Parkplätzen parken.
Von der anderen Seite liegt das Golden Beach logischerweise direkt am gepflegten, kilometerlangen Mittelmeer-Strand. Das macht im Gegensatz zur Hauptstraße auch den Namen und die Urlaubsambitionen aus ;-)


Empfang

Das gepflegte Grundstück und die gut erhaltene Fassade luden gleich zum fixen Einchecken ein. Optisch ist das Gebäude zwar kein Highlight, aber dank seiner frischen Gelb- und Blautöne auch kein Schandfleck am Mittelmeer.
An der Rezeption begrüßte uns gleich die Familie, die das Hotel vermutlich über zwei Generationen führt mit „Herzlich willkommen“. Das war nicht das einzige, was die griechische Familie auf deutsch drauf hatte – man konnte sich also problemlos verständigen. Es wurden direkt die Essenszeiten mitgeteilt und handschriftlich auf einem Tui-Flyer übergeben. Für weitere Auskünfte (Ausflüge, Abreisezeiten…) lagen diverse Tui-Ordner aus. Die Frage nach einer Flasche Wasser im Hotel wurde scherzhaft mit „Das ist hier viel zu teuer, gegenüber ist ein Supermarkt“ beantwortet. Des Weiteren wurden wir über den Zimmersafe informiert, wessen Nutzung für eine Woche € 12,- kostete. Da der Aufenthalt 6 Tage dauerte, wurden nur € 10,- berechnet, was ich als sehr fair ansah (kein Pauschalpreis).
Insgesamt war also ein vollends befriedigender Informationsfluss gegeben, so dass man ohne offene Fragen das Zimmer stürmen konnte.


Zimmer

Das Zimmer lag meinem inneren Kompass zu urteilen im Nebengebäude Ost. Die hölzerne, etwas wackelig wirkende Zimmertür lag direkt an einer Brüstung nach draußen. Spätestens hiernach stand fest, dass wir den Safe in Anspruch nehmen wollten. Das Zimmer war gefliest. Der Strom ließ sich mittels Chip am Schlüssel anstellen. Empfangsnettigkeiten in irgendeiner Form gab es nicht.
Um kurz aufzuzählen war der Hauptraum des Zimmers wie folgt ausgestattet: Doppelbett (Qualität ok, aufgrund des Klimas gab es Laken als Deckenersatz, es störten allerdings die zu flachen Kissen), großer Kleiderschrank (hierdrin war auch der besagte Safe verschraubt) mit verfügbaren Wolldecken (welcher Verrückte hat die wohl jemals dort benutzt?), 2 beleuchtete Nachttische (ohne Inhalt, nichtmal eine Bibel :D ), ein am oberen Wandende befestigter, kleiner Grundig Sat-Fernseher inkl. Fernbedienung mit u.a. 5 deutschen Programmen (ZDF, RTL, Sat1, Super RTL und Eurosport – was für eine Mischung), kleiner Ablagetisch mit Hocker, Telefon (haben wir nicht benutzt), großer Spiegel, Föhn, gepolsterter Stuhl, kleiner leerer Kühlschrank mit viel Power (dieser lief auch, wenn man das Zimmer inkl. Schlüssel verlassen hatte und fror die Getränke fast ein), an der Wand befestigte Klimaanlage inkl. Fernbedienung (cooles, kompaktes Teil, das den Raum wirklich gut klimatisierte und keiner weiteren Wartung bedurfte).
Hinter den Vorhängen verbarg sich noch ein kleiner Balkon. Die Aussicht war mäßig (wir hatten ja kein Meerblick-Zimmer), die Leute gingen knapp unter einem und die Sonne ließ sich auf dieser Seite auch wenig blicken. Die Ausstattung in Form von 2 Plastikstühlen und einem Tisch diente dann eher mal um seine Badesachen zu trocknen.
Das Bad war recht klein, aber ausreichend. Es verfügte über Toilette, Dusche (mit innovativem Vorhang-Kontrukt), Waschbecken und Spiegel. Seitens des Hotels wurden eine kleine Kernseife und das Klopapier gestellt. Natürlich auch zwei Handtücher zur Leihe. Das Bad verfügte über wenig Ablagefläche (teilweise musste man hierfür den Spülkasten zweckentfremden) und hatte kein Trinkwasser im Angebot. Vielmehr roch das Wasser etwas nach einer Mischung aus Muff und Meer. Eine unangenehme Farbe hatte es aber nicht.

Die Zimmerreinigung war ein Mysterium. Sie fand zu unterschiedlichsten Zeiten statt, aber irgendwie haben die es immer hinbekommen, das Zimmer in Abwesenheit zu reinigen. Neben dem Fegen (natürlich verläuft sich nach dem Meerbad viel Sand im Zimmer), wurde nahezu radikal der „Müll“ weggeräumt. Sogar Pfandflaschen, die noch aus Deutschland stammen wurden entsorgt, so dass ein finanzieller Schaden in Höhe € 0,50 entstanden ist. Dies versuche ich nun mit diesem Bericht wieder reinzuholen ;D Aber kein Wunder, die Griechen haben das Pfandsystem noch nicht für sich entdeckt. Teilweise wurde die Tagesdecke rein und wieder rausgeräumt, mal gab es drei Kissen im Zimmer, mal nur zwei… es wurde auf komische Art und Weise versucht, sich an das Verhalten der Gäste anzupassen. Handtuchwechsel wurde auf Wunsch durchgeführt. Wo bei der sonst zufrieden stellenden Reinigung komplett gegeizt wurde, ist das Klopapier. Die ursprünglichen 2 Klorollen wurden nie weiter aufgestockt. Glücklicherweise war das Essen einigermaßen darmverträglich.

Das Zimmer war insgesamt zweckmäßig, eigentlich sogar gut. Man hatte sich eh nicht viel dort aufgehalten. Alles war sehr gepflegt und das in Südländern oft kritisierte Ungeziefer war gar nicht vorhanden. Durch den Gästeverkehr vor und hinter dem Zimmer mussten wir allerdings eine gewisse Hellhörigkeit feststellen.
Insgesamt hat das Hotel 153 Zimmer, die sich auf mehrere Etagen (mit Lift oder Treppe zu erreichen) verteilen. Sie sind allesamt ähnlich gestaltet. Eine größere Abweichung gibt es lediglich zwischen Terrasse und Balkon sowie zwischen Dusche und Badewanne.


hoteleigene Freizeitmöglichkeiten

Dass man in der angrenzenden Hauptstraße toll shoppen und Minigolf spielen kann, erwähnte ich ja bereits. Ich möchte mich nun also eher auf die Freizeitmöglichkeiten, die das Hotel bot beschränken.

Innen gab es eine Art Wartesaal mit großem Fernseher (welche Kombination deutscher Sender hier gezeigt wird, habe ich nicht weiter untersucht) und Sesseln. Auf dem Fernsehtisch konnte man sich ein Schachbrett nehmen. Wer Heimweh nach der Technik hatte, konnte sich ganz klassisch an einen von zwei Internetterminals mit Münzeinwurf setzen.

Die Poollandschaft ist überschaubar, aber ausreichend und gepflegt. Es gibt zwei Schwimmpools (bis zu 250cm tief) und einen Kinderpool, die selten überfüllt waren. Rund um die Anlage liegen Luftmatratzen, Kinderplanschzeug etc. zur freien Verfügung verstreut. Was nicht zu diesem eher unkommerziellen Hotel passte, ist, dass man für die Poolliegen zahlen musste. Bis zu 5,- € für zwei Liegen insgesamt Schirm. Was am Strand als akzeptabler Preis gilt, war da dann doch eher etwas dreist. Die Hotel- bzw. Snackbar (je nachdem wie spät es war) war aber gleich nebenan, so dass man sich aus Trotz dort ausbreiten konnte.
Des Weiteren waren draußen zwei Tischtennisplatten und eine Miniaturversion hiervon aufgestellt. Ob man sich Schläger an der Rezeption ausleihen kann, weiß ich nicht, da ich eigene dabeihatte ;) .

Das Highlight war natürlich der hoteleigene Strand, der direkt hinter der Poollandschaft mittels zwei Stegen (oder natürlich direkt durch den heißen Sand) begehbar war. Das Golden Beach hat hierzu zwei Umkleidekabinen (na ja, eher billige Holzbausätze), und zwei Duschen inkl. Fußdusche beigetragen. Des Weiteren war der Strand sehr gepflegt und schön dekoriert (Fotowände, Tonburgen…). Im feinen Sand gab es auch ein Beachvolleyballfeld. Ein Korkwand-Aushang vor dem Restaurant ließ erahnen, dass unter der Woche ab und an dort Kurse stattfinden. Ansonsten stand dort meist irgendein Blödsinn bezüglich Deutschland-Transfer von Hundewelpen.
Die Liegen, die ebenfalls 5€ für zwei inkl. Schirm kosteten und zum Nachmittag hin günstiger wurden, wurden abends aufwendig abgespült und zusammengestellt. Anfallender Müll wurde schnell beseitigt. Hier hielten sich auch die einigen wenigen Standverkäufer überwiegend fern. Wer das alles nicht zu schätzen wusste, war natürlich frei sich ein paar Meter weiter rechts oder links der Liegenlandschaft kostenbewusst auf sein Handtuch zu legen. Der Einstieg ins Meer ist übrigens sehr steinig, es empfehlen sich feste Badeschuhe…

Insgesamt war die Außenanlage sehr schön dekoriert und gepflegt. Die Fotowände gab es auch am Eingang und hatten einen humorvollen und einladenden Flair. Auch Wandmalereien, Mosaike, Vasen und Bepflanzungen rund ums Grundstück luden zum Wohlfühlen und Fotografieren ein – und das bei einwandfreier Sauberkeit. Schön.

Große Animationsprogramme oder Discoabende gab es jedoch nicht. Das Hotel eignet sich trotz fehlendem Wellness-Bereich eher zum Ausspannen als zum „auf die Piste gehen“.


Restaurants/Essen

Kommen wir nun zu den Restaurants. Da wir Halbpension gebucht hatten, kann ich hier sehr gut mitreden. Fang ich mal mit der bereits erwähnten Hotelbar an. Diese hatte einen offenen Tresen, an dem man innen und außen bedient werden konnte (in der Regel waren 99% draußen, klar). Die Bestuhlung (teils billiger Plastikkram, teils hochwertige gepolsterte Flechtmöbel) waren sonnengeschützt überdacht. Hier gab es teils internationale, teils griechische Snacks zu bestellen (Hamburger, Sandwich, Gyros, Nuggets, Pizza…), welche aber immer irgendetwas Griechisches an sich hatten. Sei es der Tzaziki auf dem Teller oder Beschaffenheit des Fleischs. Insgesamt konnte man dort aber immer zwischen € 3,00 und € 4,00 je Snack ohne großen Aufwand das Mittagessen überbrücken. So lag der Preis auch in der Regel bei großen Getränken. Die Qualität war sogar vollends zufriedenstellend, wenn auch die Beilagen täglich variierten oder weggelassen wurden. So variierte auch die Qualität der Pommes. Ansonsten gab es nichts zu meckern.
Abends wandelte sich die Snackbar klammheimlich in eine Cocktailbar um. Hier gab es auch professionelle Barkeeper (die Cocktails tagsüber wirkten eher ein bisschen bunt zusammengemischt, weil nicht besser gewusst). Im Hintergrund wurde einheimische Musik aufgelegt oder teilweise sogar live gespielt. Hier war die Cocktailqualität angemessen gut.

Wer das volle Programm will, kann immer Dienstag für € 10,00 pro Person den griechischen Abend buchen. Hier werden draußen griechische Spezialitäten bis zum Abwinken serviert – dazu gibt es etwas unterhaltsames Liveprogramm.


Das fest gebuchte Essen fand im Hauptsaal statt. Eine Ausweichmöglichkeit nach draußen ist nicht gegeben. Der Saal hatte drei Eingänge (2 von außen, 1 von innen) und ist mit ebenfalls mit Wandmalerei einladend dekoriert. Die Einrichtung hingegen war eher einheitlich schlicht. Drei Treppenstufen höher gab es noch eine Art Galerie, welche aufgrund der Fülle des Saals auch immer gut besetzt war. Das störte auch insgesamt. Der Saal war voll, die Bestuhlung Tisch an Tisch. Es war zwar keine Legebatterie, aber doch schon ziemlich einengend. Das Gewusel vor den Buffets unterstützte dies. Das Ganze hatte einen leichten Kantinen-Charme.

Das Frühstück konnte man immer zwischen 7:00 und 10:00 Uhr einnehmen.
Beschmierbares gab es in Form von Brötchen (diese schmeckten exakt, wie der Brötchenrolle aus dem Kühlregal und sahen auch so unförmig aus, nur größer… aber immerhin warm), Brot, Baguette, Rosinenbrot, Zwieback. Die Problematik war, dass es 2 große Messer zum Aufschneiden gab (die Streichmesser am Tisch waren dafür zu schwergängig, die Teigwaren waren nämlich sehr weich) und sich an den Tresen ein regelrechter Stau bildete. Wer im Urlaub so hartgesotten ist, sollte also vielleicht direkt zum 7:00 Uhr dort antanzen, aber dann ist noch nicht alles vollständig aufgebaut und serviert.

Zum Belegen gab es zwei bis drei akzeptable Wurstsorten (u.a. Pute, Jagdwurst), eine zu milde Schnittkäsesorte (einmal dreieckig, einmal viereckig), Schafskäse, 2 sehr süße Marmeladensorten in kleinen Plastikschälchen (Erdbeer und Aprikose), eine riesige Schüssel Honig, die griechische Antwort auf Nutella (verpackt wie die Marmelade und überraschend lecker). Ergänzend hierzu gab es Butter, Margarine sowie Gurken- und Tomatenscheiben für die Gesundheitsbewussten.
Am anderen Büffet gab es tagesabhängig Eier (mal gekocht, mal gespiegelt, mal gerührt), warme Würstchen, Speck, überbackene Tomaten, Milchreis mit Zimt, Halvas (griechisches und sehr trockenes Mandel-/Honigdessert)
Für die Ballaststofffreunde gab es Cornflakes, Haferflocken, Schokopops, getrocknete Bananen und Pflaumen oder eine Schüssel, in der bereits alles gemischt war :D Zum essbar machen hatte man die Auswahl zwischen Naturjogurt und lauwarmer H-Milch.

Zum Trinken konnte man sich an „Säften“ bedienen, beispielsweise Orange, Grapefruit oder Sauerkirsch. Diese sind aber so abscheulich süß (schmecken wie abgestandene Limonade), dass ich am zweiten Tag die Finger davon gelassen habe. Alternativen sind stilles Wasser, Kaffee, Tee (Kamille oder Black) oder man verfeinert die lauwarme H-Milch mit Kakaopulver.


Das Abendessen fand täglich von 18:30 bis 21:00 Uhr statt. Dort wo morgens der Aufschnitt zu finden war, gab es nun das kalte, salathaltige Buffet mit einer Auswahl an Gurken, Tomaten, roten Zwiebeln, milden Peperoni, geraspelten Möhrchen, Käse und Schafskäse. Teilweise gab es Nudelsalat-Variationen oder bereits fertig gemischte Salate. Als Dressingarten gab es Jogurt, Italian sowie Essig und Öl zum Selbstdosieren. Abgerundet wurde die kalte Platte mit Brot und natürlich frischem griechischen Tzatziki. So viel mehr Griechisches hatte das Essen ja leider nicht an sich.
Das warme Buffet ist beidseitig begehbar und endete mit einem Suppentopf.
Die Metallschalen liegen im heißen Wasserbad, was die Temperatur aber nicht immer aufrechterhielt. Insgesamt gab es 8 verschiedene Speisen, 50% fleischig und 50% vegetarisch. Die kulinarische Vielfalt war täglich anders und sehr variabel: Fleisch (Schwein, Hähnchen), Fisch, Nudelaufläufe, Gemüse (Erbsen und Möhrchen aus der Dose oder gebackene Auberginen, Zucchini etc.), Kartoffelvarianten, Reis (u.a. Paella), Spaghetti mit verschiedenen Saucen… also internationales Allerlei.
Wer vollmundiges griechisches Essen sucht, ist hier eher falsch. Wer gute Qualität sucht, leider ebenfalls. Die Spaghetti waren mehr als weich, die Bolognese schmeckte nach gar nichts. Die Speisen waren teilweise penetrant mit Kümmel oder Dill gewürzt, dass es nicht mehr schmeckte. Sicherlich war nicht alles schlecht, aber die nicht so gute Qualität zog sich wie ein roter Faden durchs Essen. Obwohl ich immer ein Freund von Halbpension war, hatte das Abendessen schnell seinen Reiz verloren. Durch das gute Salatbuffet und die insgesamt doch große Auswahl hat man in der Regel geschafft ohne allzu große Überwindung satt zu werden.

Beim Dessert wurde noch einmal richtig Gas gegeben: verschiedene Torten und Kuchen, diverse Puddings (teilweise sehr chemische Farben), Obstquark, Obstsalat, Wasser- und Honigmelone und Sahne. Wer den Hauptgang gemieden hatte, konnte sich hier satt essen. Der Nachtisch lud in der Tat immer dazu ein, Süßes in einem schlechten Verhältnis zu Herzhaftem einzunehmen, was einen schweren Magen nach sich zog. Ein Verdauungsspaziergang am Strand hat meist Abhilfe geschafft.

Abends sind Getränke nicht in der Halbpension inklusive. Hier empfehle ich eine Flasche stilles Wasser für 2,20 oder eine große Cola für 3,80. Sämtliche Schorlen werden mit den abscheulichen Frühstückssäften herstellt und sind ganz klar abzuraten. Die Kellner haben sich bemüht, die Bestellungen jeweils schnell aufzunehmen, zu liefern und abzurechnen. Die Preise gab es in der Regel erst im Nachhinein (Getränkekarte: Fehlanzeige), aber es mündete nicht in ein finanzielles Desaster. Man konnte sich übrigens auch alles problemlos aufs Zimmer schreiben lassen.

Insgesamt war der Service hier wirklich ein Lichtblick. Teller wurden schnell abgeräumt und konnten jederzeit nachgeholt werden, Buffetplatten wurden schnell ausgetauscht, wenn sie drohten leer zu werden. Es war also immer genug für alle da. Trotzdem gab es auch hier immer ein gewisses Gedrängel. Hatte man seinen Tisch nicht sichtlich besetzt, war man ihn während des Buffetganges auch gerne mal los.


Service allgemein

Zum Service möchte ich noch ein paar allgemeine Worte loswerden, da dieser wirklich positiv hervorzuheben ist. Ich weiß nicht, wie die Stimmung auf dem Festland ist, aber im Golden Beach auf Kreta waren die Einheimischen sehr herzlich und haben sich sichtlich über den Besuch gefreut. An jeder Ecke wurde man begrüßt: Bar, Restaurant, Rezeption, selbst vom Reinigungspersonal (auch, wenn das Zimmer einem Schlachtfeld glich :D ). Im ganzen Hotel tönte stets „Danke, danke, hallo und guten Tag, calimera“
Als wir unsere Ausweise eines Tages von der Rezeption abholen, bekamen wir sogar zwei Rumkugeln geschenkt. Auch das Bar und Restaurantpersonal war immer sehr nett und hat sich insbesondere bei kleinen Trinkgeldern sehr erkenntlich gezeigt. Es wurden übrigens alle Bestellungen lediglich auf einen kleinen Zettel geschrieben – insofern waren uns die Hände gebunden, die griechische Wirtschaft durch Steuereinnahmen zu unterstützen.
Insgesamt fühlte man sich stets als gern gesehener, individueller, deutscher Gast. Mit Händedruck wurden wir am Abreisetag nett verabschiedet. Viele Gäste signalisierten auch, dass sie wiederkommen bzw. waren ohnehin schon Stammgäste. Das Klientel war überwiegend deutschsprachig. Verständigungsprobleme gab es zu keiner Zeit.


Allgemeine Daten

Hotel Golden Beach
Adelianos Kampos
74100 Rethymnon (Kreta)
Griechenland
Landeskategorie: 3,5*
Homepage: http://www.golden-beach-hotel.com


Buchungsmöglichkeiten / Preise

Buchungen können generell über alle gängigen Reiseportale – und -büros erfolgen. Insbesondere die Anbieter Bucher, Tui und Discount Travel (gehört zu Tui) haben sich das Hotel zu ihrem Eigen gemacht. Dies symbolisieren auch die Strandflaggen mit den entsprechenden Logos. Wer nicht pauschal bucht, kann sich das Zimmer natürlich auch direkt auf der genannten Homepage berechnen und reservieren lassen.
Da wir eine Pauschalreise gebucht haben, kann ich die Preise lediglich recherchieren und nachfolgende Auskünfte geben. Diese beziehen sich aber nur auf Haupt- und Nachsaison und verstehen sich inkl. Halbpension (inkl. Frühstück und Abendessen)

Tagespreise:

Hauptsaison (17.06.2011 – 24.09.2011)
1 Person: EUR 85,45 / 2 Personen: EUR 113,93 / 3 Personen: EUR 153,81

Nachsaison (25.09.2011 – 30.10.2011)
1 Person: EUR 42,73 / 2 Personen: EUR 56,97 / 3 Personen: EUR 77,03

Wochenpreise:

Hauptsaison (17.06.2011 – 24.09.2011)
1 Person: EUR 598,15 / 2 Personen: EUR 797,54 / 3 Personen: EUR 1.076,67

Nachsaison (25.09.2011 – 30.10.2011)
1 Person: EUR 299,08 / 2 Personen: EUR 398,77 / 3 Personen: EUR 539,24


Die Preise sollen in diesem Bericht lediglich der groben Orientierung gelten, da sie meiner Meinung nach nicht wirklich stellvertretend sind. Wir haben über ab-in-den-urlaub.de gebucht und uns wurde der bereits erwähnte Anbieter Discount Travel zugewiesen. Hierfür zahlten wir bei 6 Tagen EUR 821,- Gesamtpreis (inkl. Hin- und Rückflug mit Tuifly sowie Transfer vom und zum Flughafen). Insofern sollte man einfach die Preise der Portale und Reisebüros vergleichen und eventuelle Rabattaktionen, die zur Zeit kursieren, nutzen.


Fazit

Nun noch ein verhältnismäßig kurzes Fazit, da ich Lob und Kritik ja bereits in den einzelnen Kategorien losgeworden bin.
Das Hotel bietet keinen Luxus, aber es ist vollkommen zweckdienlich und empfehlenswert. Das Personal ist sehr aufmerksam und herzlich, die komplette Anlage inkl. Räumlichkeiten ist toll gestaltet und sehr gepflegt. Selbst als Vollbluttourist ist man in Badehose und Bierbauch gerne gesehen und kann sich auch problemlos auf deutsch verständigen. Ein Manko ist sicherlich die eher unbefriedigende Küche, insbesondere, da innerhalb der Saison ausschließlich die Halbpensionsvariante angeboten wird. Von vielerlei Seiten habe ich aber gehört, dass man es sich anrechnen lassen kann, wenn man abends darauf verzichtet und woanders speist.
Wer auf dem Partytrip sein sollte, ist hier wohl verkehrt, da das unmittelbar angrenzende Programm und die Animation im Hotel selbst recht beschränkt sind. Aber dafür ist Kreta wohl eh nicht die erste Adresse. 6 Tage waren insofern ein guter Zeitraum, um sich schlicht und einfach bei schönem Wetter zu erholen. Es war herrlich und im Vergleich zur deutschen Hitze auch bei hohen Temperaturen sehr angenehm. Wer länger ins aktuell verhältnismäßig günstige Kreta (entspricht beim Reisepreis ungefähr Mallorca und gehört in Europa, ausgenommen Balkan etc. zu den günstigeren Zielen) möchte, sollte seinen Trip auf jeden Fall um die vor Ort angebotenen Ausflüge erweitern.
Auf holidaycheck.de, welches natürlich vorab in die ausgiebige Hotelrecherche einbezogen wurde, wird vieles bestätigt. Insgesamt kommt das Hotel dort aber nach aktuellem Stand auch auf 4,8 von 6 Sonnen mit einer Weiterempfehlungsrate von 87%. Das Preis-Leitungsverhältnis vieler Angebote für dieses Hotel lässt eine bedenkenlose Buchung zu.
Wie in meinen letzten Berichten ist das „Produkt“ nicht gut genug für 5 Sterne, aber nicht schlecht genug für 3 Sterne, also vergebe ich (mal wieder) 4 Sterne inkl. Weiterempfehlung.

Natürlich füge ich noch einige Bilder ein und bedanke mich vorab für Bewertungen und Kommentare. Bis bald!

Bilder

für Golden Beach Hotel, Rethymnon
Teil der Poollandschaft
Teil der Poollandschaft
von theartisthimself theartisthimself
Teil der Poollandschaft

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Kommentare

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  • michelle975 30.05.2012 12:55
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh nachlieferung:o)

  • michelle975 29.05.2012 14:39
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh folgt:o)

  • Tazi 28.05.2012 16:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Frkruemel 28.05.2012 12:12
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH!

  • Flubber59 28.05.2012 00:23
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Hier fehlt doch noch ein BH ... LG

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