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Erfahrungsbericht

für Getreidegasse, Salzburg
Nächsten Bericht ansehen "*****Gemütlich schlendern..."
4 Sterne Vier Nächte in Salzburg: Die Getreidegasse Bericht mit Bildern
97 von 97 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro ...Optik, viele Geschäfte, Atmosphäre...

Kontra ...nicht alle Läden dort sind interessant...

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

The-Wishmaster Seit 14 Okt 2000

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Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Heute geht es weiter mit einem Bericht über unsren Urlaub in Salzburg. Eigentlich wollte ich dabei chronologisch vorgehen und nach und nach über die Sehenswürdigkeiten, Restaurants, etc. so berichten, wie wir es auch nach und nach in Salzburg erlebt hatten. Doch da noch nicht alle Produktvorschläge freigeschaltet wurden, muss ich nun ein wenig umplanen und berichte euch zunächst über die Getreidegasse. Was es damit genau auf sich hat, lest ihr in den folgenden Zeilen am besten selbst...


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| ° Getreidegasse
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Die Getreidegasse ist die wohl mit Abstand bekannteste alte Straße Salzburgs und wird eigentlich immer als die Einkaufsstraße angepriesen. Sie ist ein Teil der heutigen Fußgängerzone und liegt mitten in der Altstadt. Von ihrer Lage her verläuft sie quasi nahezu parallel zur Salzach und führt dabei vom Rathausplatz im Südosten bis zum Karajanplatz im Nordwesten. Ihre Verlängerung stellt die Judengasse dar. Historisch gesehen gab es die Getreidegasse bereits zur Zeit der Römer, wo sie die Hauptverkehrsstraße der Stadt in Richtung des Landstrichs darstellt, was heute Bayern ist. Erstmals explizit erwähnt wurde sie allerdings erst um das Jahr 1150 herum, wo man sie als Traugasse, bzw. Trabgasse bezeichnete. Daher stammt übrigens auch der heutige Name "Getreidegasse", der nicht wie man erst meinen könnte vom "Getreide" her kommt. Nach dem Jahr 1509 boten dort immer mehr Kaufleite vor allen Dingen Eisenwaren an, doch auch weitere Händler folgten und so entwickelte sich die Getreidegasse bald zur gesellschaftlich ersten Adresse in der Stadt. Dies hing auch damit zusammen, dass hier Stadträte, Richter, Münzer und Beamte wohnten. Die Getreidegasse war somit zum wirtschaftlichen Zentrum für das gehobene Handwerk gleichermaßen wie für Apotheker, Brauereien sowie Gaststätten geworden. Interessant war gerade zur damaligen Zeit auch ihre Reinigung. Vor jedem Feiertag sowie generell einmal in der Woche wurde das Wasser aus dem nahen Almkanal aufgestaut und dann durch die Gasse geflutet, um so allen Unrat wegzuschwemmen. Mit dieser Methode verhinderte man die Verbreitung von Krankheiten, was Salzburgs Bürgern zu einer guten Situation im Bezug auf die Hygiene verhalf.

In der heutigen Zeit ist die Getreidegasse wie gesagt eine Einkaufsstraße. Geprägt ist sie von ihrer Optik, denn die Gasse selbst ist eher schmal gehalten. Gerade auf ihre komplette Länge von kapp einem Kilometer hin betrachtet wirkt sie so ziemlich urig. Dies wird auch durch die vielen Gildenschilder und Wappen an den Häusern noch einmal verstärkt. Prägend für das Erscheinungsbild der Getreidegasse ist die Tatsache, dass es in ihr kaum richtige Querverbindungen gibt. Stattdessen gibt es die so genannten Durchhäuser. Diese stammen teils schon aus der fürsterzbischöflichen Zeit. Die Häuser in der Getreidegasse selbst sind eher schmal gehalten, wobei für die Gebäude ebenfalls typisch ist, dass sie nach oben hin kleinere Fenster haben. Die Häuser selbst sind dabei aber nicht so schmal, wie sie vielleicht auf den ersten Blick hin wirken. Stattdessen ziehen sie sich aber eher in die Länge, wobei sie gerade im Fall der Durchhäuser dabei Durchgänge haben, die oftmals über einen kleinen Hinterhof führen. Heute sind dort neben Geschäften oft auch kleine Cafés und Restaurant versteckt, die man auf dem ersten Blick niemals dort vermuten würde. Gerade das macht auch den Reiz der Getreidegasse aus, da man wesentlich mehr zu entdecken hat als nur die Geschäfte in der Gasse selbst.

Bei den Geschäften in der Getreidegasse selbst merkt man, dass sie zu einem gewissen Teil auf den Tourismus ausgelegt sind. Da gibt es den ein oder anderen Andenkenladen, einen Trachenshop für Kinder und dergleichen mehr. Doch auch ein H&M und andere Bekleidungsgeschääfte, Uhrmacher, etc. sind dort zu finden. Wer sich die Großverdiener anschauen möchte, braucht sich nur mal ein paar Minuten vor der Svarovski-Filiale zu tummeln und einen Blick in den glitzernden Laden zu werfen. Schnell findet man hier ein paar ältere Damen mit Pelzmänteln, die großspurig das von ihren industriell erfolgreichen Ehemännern verdiente Kleingeld verprassen. Mit einer Hand voll modernerer Geschäfte versucht man allerdings auch die jugendlichen Käufer wieder in die Getreidegasse zu locken. Eher für die Jugend interessant dürfte auch die dort ansässige McDonald's-Filiale sein. Als Besucher der Stadt gönnt man sich in der Regel aber lieber einen Besuch in einem anderen Gastronomiebetrieb. Von der wirkich gehobenen Klasse im Stile einer "Blauen Gans", wo man für ein Schnitzel bereits so viel bezahlt wie andernorts für ein komplettes Abendessen inklusive aller Getränke für zwei Personen bis zum Pizza-Stand, wo es das Stück Mafiatorte mit echt knusprigem Boden für 2,50 € gibt, findet man eigentlich genug Möglichkeiten um nicht verhungern zu müssen.

Man muss allerdings wissen, dass das Leben in der Getreidegasse mit den Öffnungszeiten der Läden steht und fällt. An unserem ersten Tag in Salzburg kamen wir recht spät an und wollten in der Alsttadt noch etwas essen. Da wir nicht auf die Idee kamen in den Durchhäusern nach den versteckten Gaststätten zu suchen, waren wir überrascht wie ausgestorben die Getreidegasse nach 21 Uhr wirkte. Wir wurden dann an anderer Stelle fündig, dazu jedoch in einem späteren Bericht mehr. Zu den Sehenswürdigkeiten der Getreidegasse zählt übrigens neben dem Café Mozart natürlich noch Mozarts Geburtshaus, welches sich in der Getreidegasse Nummer 9 befindet. Der Sonntag ist der einzige Tag, an dem übrigens trotz geschlossener Geschäfte ebenfalls ganztätig großer Betrieb in der Getreidegasse herrscht. Das liegt natürlich daran, dass sie ein echter Besuchermagnet ist und wohl für jeden Touristen einfach zum Pflichtprogramm gehört, wenn man in Salzburg ist. Für uns war es ja nicht anders. Man muss diese eindrucksvolle Einkaufsstraße einfach mal gesehen haben. Selbst wenn für uns persönlich jetzt kaum Läden dabei waren, in denen wir gerne länger gestöbert hätten, alleine der optische Eindruck mit den vielen kleinen Geschäften ist toll. Hinzu kommen die kleinen Restaurants und Cafés, die sehr sehenswert sind. Man sollte allerdings wissen, dass man eine Art Supermarkt in der Getreidegasse vergeblich sucht. Gute zwei Gehminuten entfernt Richtung Salzach am Hanuschplatz befindet sich ein Billa-Markt. Hier bekommt man alles, was man für den täglichen Bedarf braucht. Das ist aber wieder ein anderes Thema...

Erreichbar ist die Getridegasse übrigens mit sehr viele Buslinien, was für eine gute öffentliche Anbindung steht. Von der Neustadt aus läuft man am besten über den Makartsteg, dann ist man ebenfalls schnell da. Einzig mit dem Auto sollte man nicht unbedingt in die Nähe der Getreidegasse fahren wollen, da die Parkplätz im Umkreis der Getreidegasse wirklich sehr rar gesät sind. Da wir aber unser Auto sowieso auf dem Parkplatz des Hotels hatten und zu Fuß unterwegs waren, störte uns das überhaupt nicht.


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| ° Fazit
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Wenn man in Salzburg ist, gehört ein Besuch in der Getreidegasse einfach zum Pflichtprogramm. Sie ist tagsüber zwar überfüllt von den Touristen, aber das gehört einfach genauso dazu. Sie überzeugt durch ihre urige Erscheinungsform mit den gemütlichen Durchhäusern, die zu Erkundungen einladen. Zwar würden wir persönlich dort kaum shoppen, aber durch die Gasse zu schlendern macht trotzdem viel Laune. Ich vergebe vier Sterne und eine klare Empfehlung an alle Salzburg-Touristen.


In diesem Sinne...


Stay dark!

The-Getreide-Master

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen aufgestaut und von der Plattform gespült werden... ;)

Shake Heads!

Bilder

für Getreidegasse, Salzburg
Salzburg - Getreideasse01 - Getreidegasse, Salzbur
Getreidegasse, Salzburg
von The-Wishmaster The-Wishmaster
Salzburg - Getreideasse01 - Getreidegasse, Salzbur

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Kommentare

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  • Perserkatze1 07.10.2011 04:23
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Wie wärs mal mit vier Nächte in Wien ;-) LG Margit

  • Woelfchen4 10.09.2011 13:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • ciao2002 01.09.2011 18:29
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Race 31.08.2011 15:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Antonia007 30.08.2011 09:49
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    toll

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