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Erfahrungsbericht

für Gastspiel Celebration Circus Krone, Heide
5 Sterne Thank you, Circus Krone, for the greatest show on earth! Bericht mit Bildern
83 von 83 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro tolle Show, buntes Programm, freundliche und höfliche Mitarbeiter,hervorragend gepflegte Tiere

Kontra eigentlich nur, dass das Gastspiel bald vorrüber ist...

Detailbewertung

Fun-Faktor:
Attraktivität der Anlage:
Erreichbarkeit mit öffentl. Verkehrsmitteln:
Parkmöglichkeiten zu Stoßzeiten:
Größe der Anlage:
Kinderfreundlichkeit:
Behindertenfreundlichkeit
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Der Autor

Sylviane Seit 17 Aug 2001

***beLIEve ***Vielen Dank für ALLE Bewertungen! Bitte nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht in... mehr

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Schon vor ein paar Wochen hat es wieder einmal begonnen, das „Zirkus-Kribbeln“. Wie von Geisterhand gab es auf einmal überall im Ort die großen Plakate von Circus Krone. King Tonga, der weiße Löwe als charmanter Werbeträger. Oder aber auch zwei steigende Pferde auf einem Plakat. Zirkusduft lag in der Luft... Im örtlichen Reisebüro hingen Plakate aus und man wies auf den Vorverkauf der Karten dort hin. Dann am vergangenen Sonntag, dem Tag vor der Premiere des Gastspiels „Celebration“ ging Gewaltiges auf dem Heider Marktplatz vor: die ersten Zirkuswagen mit dem Equipment zum Aufbau reiste an. Große Sattelschlepper huschten durch unsere Straßen hin und her. Und dann endlich standen auf dem größten Marktplatz Deutschlands die vier Masten für das Kronezelt, abgespannt mit Drahtseilen, die Verankerung fest im Boden des Marktes befestigt. Die ersten Absperrgitter um das Areal waren aufgestellt worden, wunderschöne scheinbar alte Gitter mit einem goldenen „K“ im oberen Bereich. Ein „K“ für die Krone, die Krone unter den Circussen, Circus Krone. Und stellenweise auch modernere Absperrungen. Die Zirkuswagen, die schon angerollt waren, waren stellenweise auch noch aus alten Tagen, sie lieferten wohl mit das Equipment und stellten unter anderem das Pressebüro. Kleine niedliche Wagen, alle nummeriert, wie ein Hauch der Vergangenheit. Und das Zirkus-Kribbeln entwickelte sich weiter, es wurde ein „Zirkus-Fieber“. Ich weiß nicht, wie oft ich mich mit meinen Zwillingstöchtern an diesem Sonntagnachmittag auf den Weg gemacht hatte, um zu sehen, ob sich etwas getan hatte im Zeltaufbau, ob neue Wagen angekommen waren, sicher war nur etwa alle Stunde forderten mich meine Mäuse auf, zum Zirkus zu gehen...Und abends, als mein Mann und ich in einer ruhigen Stunde in der Pizzeria gegenüber dem Zirkusplatz saßen, ging es dann richtig los. Kronefahrzeuge kamen von fast allen Seiten der Kreuzung. Die ersten Wagen mit den Tieren wurden gebracht, die Pferde konnte man durch die Fenster im noblen Transporter sehen, stolze Lippizaner, herrliche Friesen... Nach unserem Essen beim Italiener machten wir dann auch die Runde um den Zirkusplatz, denn nun war es völlig geschehen, die Infizierung mit dem Zirkus-Virus war in vollem Gange...

Circus Krone:


Zirkus Krone ist für mich der Inbegriff von Zirkus. Ich habe schon als kleines Mädchen die Vorstellungen genossen, wenn er in unserer Nähe war. Ich lebte damals in einer Kleinstadt, die viel zu klein war, als dass Krone dort gastieren würde und so fuhren meine Eltern meist 14km mit mir in die Kreisstadt, um den Zirkus sehen zu können oder wenn schon nicht die Vorstellung, dann doch wenigstens den Krone-Zoo, früher auch Tierschau genannt. Krone gehörte für mich immer schon zu den Zirkussen, die vieles mit einander vereinen, verbinden, Tradition, da der Betrieb schon in der 4. Generation geführt wird und sich aus der Menagerie „Continental“ von Carl Krone aus dem Jahre 1870 entwickelt hat. Das war im Jahre 1905. Und schon 1924 fasste das Zelt 8000 Besucher und hatte drei Manegen, eine gigantische Vorstellung. Später sollte das sogar noch gesteigert werden mit einem Zelt, das 10000 Gäste aufnehmen konnte. Die Hochzeit des Zirkus. Dann zunichtegemacht durch den Krieg, wieder aufgebaut und schließlich noch heute zu Europas größtem Zirkus mutiert. Und das zurecht wie ich finde. Die Leitung des Circus Krone untersteht nun Christel Sembach-Krone.

Circus Fakten heute:


Heute fasst das Kronezelt 5000 Gäste. Es ist immer noch ein gigantisches Zelt, das stolz mit seinen vier Masten, auf dem jeweils eine beleuchtete Krone zu sehen ist, in den Himmel ragt. Das Zelt umspannt etwa die Fläche eines Fußballplatzes. Das ist enorm.
Im Circus Krone werden ca 400 Menschen beschäftigt und 250 Tiere.
In der Circusstadt gibt es eine Schule, eine Küche, eine eigene Feuerwehr und natürlich auch jeglichen handwerklichen Beruf wie Elektriker, Schweißer, Schneider und so weiter, der für das Erblühen des Circus notwendig ist. Sogar eine autarke Stromversorgung gibt es.

Tierhaltung:


Die Tierhaltung im Circus ist ein Thema, das die Menschen spaltet. Ich muss gestehen, ich gehöre zu der Fraktion, die sich gerne Tierdressuren im Circus ansieht und ich sehe mir auch gerne in der Tierschau oder wie es hier heißt, im Zoo die Tiere und deren Haltung an. Und was ich sehe, gefällt mir hier bei Krone ausgesprochen gut. Die Tiere sind alle wohlgenährt und machen einen zufriedenen Eindruck. Es gibt Freigehege für die Löwen, die einem wahren Löwenspielplatz gleichen mit Klettergelegenheiten und dadurch doch recht viel Abwechslung in der vorstellungsfreien Zeit. Vor allem aber gibt es hier einen Tierlehrer, MARTIN LACEY junior, den ich nun schon seit 5 Jahren immer wieder beobachte, jedes Mal, wenn Krone in unsere Stadt kommt und ich bin begeistert von seinem liebevollen, respektvollen und gewissenhaften Umgang mit den Tieren. Circus Krone verzichtet jetzt auf alle Sichtschutzmaßnahmen und als Vorbeikommender kann jeder den Blick auf die Löwen zum Beispiel wagen, die in ihrem Freilauf zu sehen sind und so bildet sich generell täglich ein Traube von Menschen an diesem Ort, wo KING TONGA und seine Kameraden ihre freie Zeit verbringen. Dabei konnte ich beobachten, wie Martin Lacey junior peinlich genau darauf achtet, dass die Tierpfleger die Käfigwagen der Löwen sauber halten und dieses auch möglichst zügig erledigen. Ebenso kümmert er sich rührend nach den Shows um seine Tiere, egal wie anstrengend die Vorstellung gewesen ist. Ich glaube, ich kennen keinen Tierlehrer, der so sehr an seinen Tieren hängt wie Martin Lacey junior. Es ist wirklich rührend zu sehen, wie er seiner Arbeit erledigt, das Wohl seiner Tiere in den Vordergrund stellt. Ich bin jedes Mal aufs neue beeindruckt und rate jedem Skeptiker sich dieses anzusehen. Die Löwen werden von Lacey beschäftigt, sie sehen gut aus und werden mit dem gebührenden Respekt behandelt. Und das gilt nicht nur für die Krone-Attraktion King Tonga, den weißen Löwen, sondern für alle.

Auch was die Pferdehaltung angeht, kann man Krone wirklich nur ein großes Kompliment aussprechen. Die Pferde werden in einem großen Zelt gehalten, das wirklich großzügige und geräumige Boxen beinhaltet. Sie sind alle gut genährt,haben glänzendes Fell und machen einen ausgeglichenen Eindruck. Bei gutem Wetter sind die Zeltplanen offen, so dass die Tiere nicht nur die weißen Wände des Zeltes ansehen müssen. Ein schöner Anblick.

Die Elefanten werden in einem großen Zelt gehalten, das sogar mit einer eigenen Elefantenheizung für kalte Tage ausgestattet ist. Für die Elefanten gibt es dann noch einen Freilauf, einen so genannten Paddock. Die Bereiche sind großzügig ausgestattet und wirklich ansprechend.

So kann man bei Krone Tierart für Tierart durchgehen, es wird wunderbar für alle gesorgt und sie haben den größtmöglichen Platz, wenn sie mit dem Circus auf Tour sind.

Nach der Auflösung des Circus Barum hat Circus Krone das dort lebende Nashorn Tsavo aufgenommen. Der sanfte Riese war sein Leben lang in einem Circus untergebracht und wäre nun schwer in einen Zoo oder dergleichen integrierbar gewesen. Somit lebt Tsavo nun bei Krone unter den bekannten Umständen im Circus und hat auch seinen Auftritt in der Vorstellung weiterhin. Hier unter der Leitung von Martin Lacey junior. Der ehemalige Tierlehrer aus Circus Barum Sandro Montez war nicht mit zu Krone übergewechselt, sondern hatte das Tier in die Hände Laceys übergeben.

KRONE ÜBERNIMMT ÜBRIGENS NUR TIERE, DIE SCHON IN GEFANGESCHAFT GEBOREN SIND, ALSO NICHT IN FREIER WILDBAHN GEBOREN WURDEN. DIESE GAR NICHT KENNEN GELERNT HABEN.

Karten:


Der Kartenkauf kann auf verschiedene Wege erfolgen. Es gibt vom Circus her eine Servivenummer zum Reservieren, man kann über das Internet (Eventim) Karten bestellen, über die Vorverkaufsstellen im Reisebüro oder aber an der Circuskasse selbst seit dem Aufbautag.

Ermäßigungen:


Bei der letzten Tournee Krones in unsere Stadt gab es bei Burger King Ermäßigungsgutscheine. Ich hatte gedacht, dass es auch dieses Mal der Fall sein würde. Doch ich habe in dem Fast Foodrestaurant dieses Mal keine vorgefunden. Wohl aber im Internet auf der Seite von Circus Krone. Dort konnte man sich Ermäßigungen für Kinder ausdrucken, die dann einen Rabatt von 4 Euro auf dem 1. Platz oder dem Sperrsitz für eine NACHMITTAGSVORSTELLUNG ausmachten. Ebenso gab es Ermäßigungskarten zum Ausdrucken für Erwachsene, wo ich auf einem Sperrsitz immerhin 3 Euro sparen konnte.

Mit diesen Abschnitten ging man dann zur Circuskasse, und nur dort ist der Rabatt einzulösen, und erhielt dann die Tickets für die verbilligte Vorstellung.

Reguläre Preise:


1. Platz (ganz oben auf den Rängen ausgestattet mit blauen Holzbänken) zahlt man als Erwachsener derzeit 17 Euro/Kinder 14 Euro.

Der Sperrsitz ist ausgestattet mit roten Bänken, die lederbezogen sind und daher ein wenig bequemer als die einfachen Holzbänke für 21 Euro für den Erwachsenen und 18 Euro für Kinder.

Die nächste Gruppe ist dann Parkett unummeriert. Dieses kostet 26 Euro für den Erwachsenen und 23 Euro für Kinder. Ermäßigungen kann man hier nur mit einer Erwachsenenkarte bekommen. Dabei wird der Preis dann um 3 Euro reduziert. Die Plätze hier sehen schon sehr bequem aus. Es sind richtige Einzelsitze.

Dann kommt das nummerierte Parkett. Hier ist dann vom Kauf her schon festgelegt, auf welchem Platz man sitzt. Dafür muss man für Kinder 26 Euro bezahlen und als Erwachsener 30 Euro. Mit der Ermäßigungskarte kommt man auf den Preis eines Kindes als Erwachsener.

Nun sind nur noch die Logen als bestes Platzangebot übrig. Hier kostet die reguläre Erwachsenenkarte 35 Euro, für Kinder 30. Das würde dann auch den ermäßigten Erwachsenensatz ausmachen.

Spielzeiten:


Die Spielzeiten sind zwei Mal am Tag. Jedoch am Premierenort beginnen sie mit der Abendvorstellung, da vormittags noch kräftig am Zelt gebaut werden muss oder es gibt einen Tag spielfrei am Aufbautag, was von Gastspielort zu Gastspielort variiert. Hier in Heide hat es gut geklappt mit der Premiere am Montagabend, dem Aufbautag. Die Abendvorstellung beginnt immer um 20 Uhr, die Nachmittagsvorstellung um 15.30 Uhr. Das bedeutet nicht viel Pause zwischen den Vorstellungen für die Mitwirkenden, denn inklusive Pause von 15 Minuten dauert die Vorstellung gut 3 Stunden. Das sagt dann ein Ende um 18.30 Uhr voraus und die neue Spielzeit dann um 20 Uhr, die dann bis etwa 23 Uhr andauert. Wer also mit Kindern in den Circus gehen möchte, der sollte sich überlegen vielleicht doch besser in die Nachmittagsvorstellung zu gehen, denn es ist lang und es ist auch anstrengend für den Nachwuchs, die Spannung, das Applaudieren... Meine Töchter waren gegen Ende der Vorstellung mindestens so kaputt wie die Akteure. Die Abendvorstellung wäre für Grundschüler definitiv zu lange gewesen. Also vielleicht sollte man da, wenn man es einrichten kann doch besser den Nachmittag opfern und nicht unbedingt auf die Abendvorstellung setzen. Das nur als kleiner Hinweis.

Traditionen:


Die Zirkusmitarbeiter sehen wunderschön aus in ihren traditionellen Uniformen. Ich finde es herrlich, wie hier auf diese Tradition gesetzt wird. Es ist irgendwie etwas ganz besonderes und verleiht dem Zirkusbesuch ein ganz besonderes Flair.

Der Einlass beginnt:


Schon lange vor Beginn der Show stehen die Menschen vor dem Zirkus Schlange. Viele haben schon die Karten besorgt wie wir auch. Am Vortag direkt am Kassenwagen des Circus. Viele besorgen sie sich jetzt spontan vor der Vorstellung, einige haben auch die Umschläge in der Hand, die man bekommt, wenn man im Reisebüro gebucht hat. Das Warten scheint endlos, denn der Circus macht seine Tore erst eine Viertelstunde vor 15 Uhr auf. Dann geht es aber doch ganz zügig voran. Man kommt durch die vielen Kartenkontrolleure am Eingang doch schnell vorwärts und wird dann von den freundlichen Anweisern in die richtige Richtung geschickt: „Sperrsitz? Die roten Bänke oben!“
Wir erklimmen also die Stufen und suchen uns einen schönen mittigen Platz auf den Sperrsitzplätzen. Da es hier keine Nummern gibt, können wir sitzen, wo wir wollen und haben uns ganz gut mittig hinsetzen können. Das Zelt füllt sich um uns herum langsam. Wie gehörten mit zu den ersten Gästen des Nachmittags und am Schluss ist das Zelt gut besucht.
Kaum saßen wir, gingen Popcornverkäufer durch die Reihen. „Frisches Popcorn, frisches Popcorn!“ tönte es. Mit einem richtigen kleinen Bauchladen marschierten sie durch die Reihen, ein wenig nostalgisch. Eis wurde übrigens auch angeboten.
Es gibt übrigens noch ein Krone Cafe, das man in der Pause aufsuchen kann. Allerdings haben wir das bisher noch nicht getan. Auch ein Toilettenwagen für die Besucher ist für den Fall der Fälle auf dem Gelände vorhanden und kann jederzeit aufgesucht werden.

Erste Schritte:


Endlich tut sich was in der Manege. Es ist noch keine 15.30 Uhr, aber man bereitet ein Kinderreiten vor. Mutige Kinder können sich an einer Schlange angestellen und auf dem Kaltblut „Ural“ eine Runde in der Manege drehen, allerdings stehend. Dazu werden sie angegurtet und wenn sie dann vom Kaltblutpferd fallen, das brav seine Runden dreht, schweben sie einen Moment durch die Manege bis einer der Mitarbeiter von Krone sie auffängt. Das nächste Kind dann bitte. Meine Tochter hatte sich auch erst angestellt, doch dann hatte sie der Mut verlassen und so wurde es dann nichts mit der Circuskarriere in ganz jungen Jahren...
Ebenso machte ein Clown in diesen Momenten seine Aufwartung, verbreitete Spaß und die letzte halbe Stunde vor Beginn war spaßhaft gefüllt. Dann konnte es bald los gehen, nachdem der Circus noch die Geburtstagskinder unter den Besuchern geehrt hatte, die sich trauten sich zu melden. Meine Töchter haben es bedauert, dass der Circus nicht an ihrem Geburtstag in der Stadt war, sie wären gern nach vorne gegangen,um sich vom Direktor die Hand schütteln zu lassen und eine Gratulationskarte zu bekommen.

Stars in der Manege:


Zu den größten Stars in der Manege zählen für mich der Tierlehrer Martin Lacey junior, der meinen äußersten Respekt erworben hat und auch der Artist Crazy Wilson, der mit seinem Todesrad für Aufruhr sorgt. Beginnen wir hier nun mit Martin Lacey junor.

MARTIN LACEY JUNIOR:
Martin Lacey junior stammt aus einer Artistenfamilie aus Großbritannien. Auch sein Bruder Alexander ist Tierlehrer, war lange Zeit mit seiner Tigernummer bei Circus Barum beschäftigt. Martin, der jüngere Bruder, tourt seit Jahren mit Krone umher und zeigt dort sein großes Können. Seine Löwentruppe besteht aus vielen Tieren, darunter zwei weiße Löwinnen Diamond und Princess, sowie der Star unter den Tieren der weiße Löwe King Tonga. Doch auch seine naturfarbenen Löwen zeigen die große Kunst in der Manege. Gespielt wild, aber auf ihren Tierlehrer vertrauend, machen sie ihre Kunststücke. Die Gruppe gerade vor der großen Deutschlandtournee um 5 neue Löwen erweitert, war es ein Augenschmaus. Besonders schön zu sehen, das innige Verhältnis zwischen Tier und Tierlehrer. Mein Kompliment an Martin Lacey junior, meiner Meinung nach der beste Tierlehrer (auf jeden Fall in Bezug auf Löwen), den es gibt.
Doch nicht nur mit den Löwen trat Lacey auf, sondern auch mit dem Nashorn Tsavo. Auch wenn die Nummer eher ruhig gestaltet war, war es doch gewaltig ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen (Kein Käfig) dieses riesige Tier zu sehen, wie es beinahe auf Du und Du mit den Menschen in den Logen ging. Beeindruckend auf jeden Fall. Und wieder konnte man hier die gute Hand fürs Tier an Martin Lacey junior erkennen.

CRAZY WILSON:
Crazy Wilson gehört scheinbar auch zum Stamm der Kroneartisten, war er auch schon bei meinem letzten Besuch 2005 mit von der Partie. Begeisterungswürdig war seine Nummer; der Schlussakt der Vorstellung: Das Todesrad. Eine Konstruktion, die unter die Circuskuppel gehängt wird und rotiert. Es gibt für den Artisten sowohl die Möglichkeit innen als auch außen auf dem rotierenden Rad zu laufen und Kunststücke zu machen. Ich muss gestehen, diese Nummer hat mich dermaßen begeistert, fasziniert aber auch geängstigt, wennCrazy Wilson auf seinem Todesrad auf der Außenseite ohne Netz oder anderes Sicherheitsmittel Seil sprang oder einen Salto machte, dass ich nicht immer hinschauen konnte. Aber sein Mut, seine "Verrücktheit", die er ja schon sympathischerweise im Künstlernamen trägt, haben mich und die übrigen Zuschauer dann zu Standing Ovations hinreißen lassen, verdient, verdient für diese wagemutige Darbietung. Diese kommentierte meine 7 Jahre alte Tochter Shari übrigens so: „Mama, das ist ein KÜNSTLER. Der kann das.“ Können kommt also von Kunst... wie man hier sieht. Beeindruckend, ganz großes Kino und wie gesagt, einer der Höhepunkte der Show. Noch jetzt kann ich das Gefühl von Faszination und Sorge um Crazy Wilson bei dem Auftritt nach empfinden, eine seltsame Mischung... Doch wie gesagt, meine Töchter hatten absolutes Vertrauen in Crazy Wilsons Kunst und das natürlich zurecht. Mein Kompliment an diesen wunderbaren Artisten!

TRUPPE DALIAN:
Die Truppe Dalian besteht aus jungen Artisten, die ihrer Kunststücke auf einer Schaukel vollführen. Erst konnte ich nicht viel damit anfangen. Ich hatte so eine Darbietung in der Form noch nie gesehen. Doch dann war ich begeistert davon, was sie zeigten. Diese Art Schaukel hängt an einem Gestell und kann so schwungvoll geschaukelt werden, dass sie sogar einmal um die Stange des Gestells schlagen kann. Und dieses schwungvolle Schaukeln nahmen die Artisten zum Absprung vom Gerät und machten dann tolle Salti, Schrauben, was auch immer, um dann in einer Tuch zu landen, das andere Artisten der Gruppe gespannt hielten an den unteren Enden, was oben an einem Gestell an der Circuskuppel befestigt war. Es war eindrucksvoll und mitreißend. Die Truppe hatte Schwung und Elan. Meine Tochter Felicitas riss es derart von den Sitzen, dass sie wie wild applaudierte und einfach ihre Begeisterung zeigte. Es war faszinierend.

ANASTASINI BROTHERS:
Ganz junge Artisten konnten wir hier sehen. Ich schätze den jüngeren der beiden Brüder aufs Teenageralter ein. Sie sind Ikarier. Das bedeutet, dass der größerer der beiden Brüder auf einer Art Liege, die Fachbezeichnung dafür ist Trinka liegt, rücklings. Er streckt die Beine in die Luft und wirbelt mit diesen den jüngeren (leichteren) Partner in die Luft, während dieser dann Salti macht und andere Übungen. Eine eindrucksvolle Darbietung, die wirklich sympathisch herüberkam, auch als mal etwas schief ging. Beim nächsten Versuch klappte das Kunststück dann aber auch. Wirklich schön gemacht und gerade ob der Jugend der beiden Akteure wirklich ein großes Kompliment wert.

FLYING ZUNIGA:
Diese Gruppe hat das Trapez für sich entdeckt. Ich finde es immer wunderschön, wenn es im Circus eine Trapeznummer gibt. Irgendwie ist sie mit den Jahren immer seltener geworden und so freue ich mich jedes Mal, wenn ich die Artisten bei ihren atemraubenden Darbietungen in der Luft sehen kann. Die Gruppe präsentierte das klassische Programm unter der Circuskuppel und begeisterte das Publikum enorm. Einfach wunderschön.

ELENA DROGALEVA & GENTLEMEN:
Eine Geschicklichkeitsgeschichte darf im Circus natürlich nicht fehlen. Dazu waren dann Elena Drogalewa und ihre drei Mitarbeiter da. Sie zeigten uns klassische Keulenjonglage in einer lockeren, angenehmen Darbietung, die das Publikum einfach mitreißt. Eine temporeiche Vorführung, bei der man sich oftmals fragte: Wie machen sie das???

TRUPPE CHEY FU DIE:
In schwarzen Kutten kamen sie in die Manege. Dort war schon ihre Arbeitsinstrument installiert: Ein Trapez und eine Art Bungeeseil. An diesen Seilen gesichert, ließen sie sich hochziehen und verloren dann oben unter der Circuskuppel angekommen, ihre Kutten. Darunter hatten sie knallbunte Anzüge, die in verschiedenen Farben leuchteten durch die Lichteffekte. Es war atemraubend, wenn sie mit ihren Bungeeseilen in die Tiefe schossen und ihre Kunststücke zeigten.
Diese Art der Darbietung war für mich auch wiederum komplett neu und ich war fasziniert.

PETRA UND ROLAND DUSS:
Das Ehepaar Duss kommt mit einer Seelöwendressur daher. Insgesamt vier Seelöwen haben sie dabei, die die klassischen Tricks in Sachen Geschicklichkeit in die Manege bringen. Bei ihrem Auftritt zeigten zwei Tiere ihr Können, während die anderen pausierten. Ich nehme an, dass man das Seelöwenteam aufteilt, damit es nicht zu viel für die Tiere wird. Übrigens ist einer der Seelöwen das Tier, das den Seehund Robbie in gleichnamiger Serie im ZDF spielt.
Die Darbietung ist temporeich, lustig und bringt die Geschicklichkeit der Seelöwen gut zur Geltung und es scheint ihnen auch äußersten Spaß zu bereiten. Man spürt eine Vertrautheit zwischen Tiertrainer und Seelöwe.

JANA MANDANA UND JAMES PUYDEBOIS:
Sie zeigen uns im Circus Krone das Können der Elefanten. Die Wappentiere des größten Circus Europas zeigen dem Publikum wie grazil sie sich doch bewegen können, wie sie vertrauensvoll mit ihren Tierlehrern zusammenarbeiten. Im Circus Krone gibt es drei Elefantendamen aus Afrika und vier indische Elefanten.
In einem weiteren Showeact zeigt sich der Elefantenbulle COLONEL JOE. Er ist gigantisch mit seinen 7t Gewicht und seinen 1,80m langen Stoßzähnen. Als Star der Elefanten hat er seinen einzelnen Auftritt verdient.

JANA MANDANA:
Doch Jana Mandana zeigt sich nicht nur als Tierlehrerin bei den Elefanten, nein sie führt auch die edlen Pferde des Circus Krone vor. In der Vorstellung, die wir besucht haben, waren es edle weiße Araber, die sie uns präsentierte und mit viel Geduld und Geschick in die richtigen Bahnen lenkte.
Ebenso zeigte sie uns die hohe Schule der Dressur mit ihrem Pferd Favory Servola. Atemberaubend schön und einträchtig.
Aber das ist noch nicht alles, auch eine gemischte Nummer mit Zebras, Kamelen und Lamas wurde schwungvoll von Jana Mandana geleitet. Ein Auftritt, der besonders meinen Töchtern sehr gut gefallen hat. Er war so voller Leben.

NICOLAI TOVARICH:
Sympathisch, ansprechend und nett führte uns Nicolai Tovarich durch das Programm im Circus Krone. Ebenso zeigte er sich sehr freundlich zu den Kindern im "Vorprogramm", wo sie auf dem Pferd reiten durften und auch bei der Gratulation der Geburtstagskinder. Ich habe mich sehr gut durch das Circusabenteuer begleitet gefühlt durch Nicolai Tovarich. Angenehmer hätte es nicht sein können.

LES ROSYANN:
Fast hätte ich sie vergessen: Die heimlichen Stars eines jeden Circus: Die Clowns. Mit dem Duo Les Rosyann aus Frankreich hat man ein tolles Gespann für den Circus Krone entdeckt. Ein klassischer Weißclown und ein dummer August. Beide hatten sowohl ihren Auftritt in der Manege, wie auch bei den Umbauarbeiten, die etwas mehr Raum und Zeit in Anspruch nahmen. Da machten sie dann ihre Scherze von den Tribünen aus. Meine Töchter waren begeistert von den beiden Clowns und das will etwas heißen, denn in dem Bezug haben meine beiden Mädchen viel mehr Ahnung als ich, was einen guten Clown ausmacht und wenn sie hier zufrieden waren, dann war es wirklich gut.

Umbauarbeiten:


Aufgefallen ist mir, wie zügig die Umbauarbeiten in Circus Krone von sich gingen. Es war wahrlich ein Augenschlag in vielen Fällen. Sogar das sonst so aufwendige Erstellen des Raubtierkäfigs ging hier mittels neuer Technik unheimlich schnell voran. Ich war begeistert.
Alles klappte wie am Schnürchen und wie gesagt, durch die Aktivitäten der Clowns kam auch keine Langeweile auf.

MICHAEL JACKSON:


Im Jahre 1998 besuchte Michael Jackson den Circus Krone. Ihm zu ehren hat das Ballett des Circus eine wunderschöne Tanznummer einstudiert, die die wichtigsten Titel seiner Karriere wie „Bad“, „Beat it“ oder auch „Thriller“ streiften in einem Medley. Fast hätte man meinen Können, als die männlichen Tänzer mit Fedorahut und Glitzerhandschuh auf die Bühne kamen, dass Michael Jackson höchstpersönlich zu diesem Event erschienen war... Wunderschön gemacht, eine tolle Hommage an den Künstler, der Circus so sehr liebte und mein Kompliment an die Tänzer und Tänzerinnen. Überhaupt haben sie wunderschöne Rahmen für das Programm gestaltet auch bei anderen Gelegenheiten. Die Kostüme waren toll, einfach atemraubend und die Tänze so frisch und leichtfüßig wie man es sich nur vorstellen kann.

THE END:


Am Ende nach dem Michael Jackson Medley und den anderen eingeschnittenen Liedern gaben sich alle Artisten wie am Anfang der Show noch einmal die Ehre. Ein runder Schluss also. Mit STANDING OVATIONS wurden die Künstler bedacht, die uns einen schon unvergleichlichen Nachmittag beschert haben. Die Anwesenden waren verzaubert worden und das war wie Krone als Solgan so schön hat: Ihr Bestreben, unsere Gunst zu erlangen. Und das ist auf jeden Fall gelungen. Ich habe mich gern der Verführung durch den Zauber des Circus hingegeben und fand diese CELEBRATION wirklich würdig für einen Circus mit dem klangvollen Namen Krone.

Freundlichkeit:


Wir wurden im Circus Krone sehr freundlich behandelt. Egal, ob es nun beim Kartenkauf an der Circuskasse war, während der Vorstellung oder während des Besuchs im Krone Zoo. Man war um uns Gäste bemüht und hatte das eine oder andere freundliche Wort für uns übrig. Ich kann hier wirklich nichts negatives berichten.

Ein paar weitere Tourdaten:


Circus Krone zieht mit der Show „CELEBRATION“ noch weiter durch Deutschland. Die nächsten Gastspielorte sind Husum, Bad Segeberg, Schleswig, Rendsburg, Neumünster, Kiel, Lübeck und Hamburg. In der Zeit vom 6.August bis 12. Oktober wird der Circus Krone einige Zeit in diesen Orten verbringen. Die genauen Spielzeiten kann man am Ort immer reichlich vorher lesen durch die gute Werbung per Plakat, die dieser Circus macht. Man kann ihn eigentlich gar nicht verfehlen...
Für uns heißt es nun, dass es noch einen Vorstellungstag geben wird, den Donnerstag mit einer Nachmittags- und Abendvorstellung. Dann ist der Hauch der Circusluft wieder vorbei in der dithmarscher Kreisstadt. Dann geht alles wieder seinen normalen Gang.

Krone Zoo:


Im Krone Zoo kann man für 4 Euro je Erwachsener und 3 Euro für Kinder, die mitreisenden Tiere ansehen. Wir hatten sogar das Glück, dass einer der Pfleger uns einen der Hengste streicheln ließ, den er gerade für die Vorstellung fertig machte. Ich war begeistert von so viel Freundlichkeit den Zoobesuchern gegenüber und so viel Vertrauen, gerade auch in die Kinder, die begeistert das Pferd klopften und vorsichtig die Nüstern streichelten. Überhaupt waren alle Kronepferde wirklich in einem prächtigen Zustand, gepflegt, die Boxen sauber und jeder der Tierpfleger auf das Wohl der Schützlinge bedacht. Ich habe dort viele zärtliche Gesten den Tieren gegenüber gesehen. Faszinierend.
Auch alle anderen Tiere sind super untergebracht und die Pfleger um das Wohl der Tiere besorgt. Man sah keine schmutzigen Boxen, alles war peinlich sauber und gepflegt. Der Krone Zoo ist so gesehen das Aushängeschild für eine gute Tierhaltung. Man tut alles menschenmögliche, damit es den Tieren unterwegs an nichts fehlt. Ich kann immer wieder nur sagen, dass Krone nicht nur, was die artistischen Leistungen angeht, sondern auch die Tierhaltung einfach ganz ganz weit vorne steht und die Latte in der Hinsicht für andere Unternehmen dieser Art ganz ganz hoch gehängt hat.
Wenn man sich im Krone Zoo aufhält, ist man ganz dicht am Geschehen, hinter den Kulissen sozusagen und kann vieles mit ansehen, was der Zuschauer im Zelt nicht sieht. So zum Beispiel den Marsch der Elefanten durch den Krone Zoo zum Zelt, um dort aufzutreten. Alles unter größten Sicherheitsvorkehrungen für Mensch und Tier. Die Mitarbeiter stellten wirklich sehr sicher, dass kein Mensch und kein Tier zu irgendeiner Zeit in Gefahr war, als die großen Dickhäuter durch den Bereich marschierten, um zum Artisteneingang zu gelangen. Aber es war faszinierend, das hautnah mit zu erleben. Im Übrigen war alles mit allen Sinnen zu erleben, visuell, akustisch und sogar den Geruch der verschiedenen Tiere und wenn man Glück hatte, so wie wir, durfte man die Tiere sogar fühlen...

Anreise:


Vor dem Zelt gab es noch einen recht großzügigen Bereich zum Parken. Ansonsten war ein Parkhaus in der Nähe. Vom Heider Busbahnhof sowie dem Bahnhof ist man in 5 bis 10 Minuten beim Circuszelt.

Fazit:


Für meine Töchter und für mich war CIRCUS KRONE mal wieder ein Erlebnis. Die Show CELEBRATION war atemraubend, schön, romantisch und gigantisch zu gleich. Sie konnte gut mithalten mit dem Programm JUBILEE, das wir vor 5 Jahren vom Circus Krone präsentiert bekommen haben. Wir wurden gut unterhalten, die Preise waren für das Gebotene human, andere Circusse mit weniger Attraktionen sind noch teurer. Insofern kann man nicht klagen. Ich liebe Circus Krone und werde auch dann, wenn er in 5 Jahren wieder seine Tournee in meine Gegend macht unter den Zuschauern sein. Das ist sicher. Schade ist nur, dass ich Euch keine Bilder der Vorstellung präsentieren kann, denn die durfte ich nur für den privaten Gebrauch machen... Doch Circus Krone hat eine wunderschöne Website, wo ihr alle Stars der Manege ansehen könnt und Euch so von diesem traumhaften Programm inspirieren lassen könnt. Einige Daten habe ich auch der website von Circus Krone entnehmen müssen, um Euch korrekt informieren zu können. Von mir bekommt der Circus Krone mit dem Programm CELEBRATION alle Sterne, ganz ehrlich, ich hätte jeden Tag die Vorstellung ansehen mögen, einmal nachmittags und einmal abends, so sehr hat mich der Circusvirus infiziert und ich bin fast schon ein wenig traurig, dass sie bald schon weiter ziehen, aber es gibt ja noch mehr Menschen andernorts, die von der Circusmagie erfasst werden wollen....

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Kommentare

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  • t.schlumpf 27.10.2011 07:20
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Da bin ich wieder ;o)

  • Carmelita2905 19.10.2011 17:16
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Im Zirkus war ich schon über 20 Jahre nicht. Muss mir mal mein Patenkind schnappen, wenn einer vor Ort ist. :-)

  • Erik72 20.09.2011 04:28
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Antonia007 24.08.2011 09:45
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    der war bei uns, aber wir haben es leider zeitlich nicht geschafft. Grüße

  • MaeusleXXL 23.08.2011 06:50
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Vor über 30 Jahren war ich mit meinen Eltern auch bei einem Gastspiel des Circus Krone in Heide...es war herrlich!

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