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Kenia-Urlaub im Paradies -
Urlaub im Kama-Paradise/Kenia
Der Ursprungsgedanke stammt natürlich von meiner Frau und er lautet etwa folgendermaßen: Diesen Winter will ich in einem warmen Meer baden. Somit schieden unsere schon traditionellen Winterdomizile in Portugal (inklusive seiner Inseln im Atlantik) komplett aus. Mein Kriterium liest sich bestimmt ähnlich einfach wie das meiner Frau: Die Flugzeit sollte nicht unbedingt urlaubsverkürzend sein, sich also in Grenzen halten. Eigentlich stand ziemlich schnell fest, dass damit nur irgendein Platz am Roten Meer infrage kommen kann.
Dann aber trat das ein, was man gemeinhin Zufall nennt: Ohne irgendeine feste Absicht – glücklicherweise (?) bevor wir schon irgendeine Buchung vorgenommen hatten (wir wollten uns Last Minute entscheiden) – surfte meine Frau auf ihrer Seite bei „wer-kennt-wen“. Dabei stolperte sie virtuell über eine Bemerkung eines Users, der von einer günstigen Gelegenheit für einen Individual-Urlaub am Indischen Ozean an der Kenianischen Küste nahe Mombasa sprach. Sie war sofort begeistert… sie verlässt sich – wie sie sagt – auf ihre Intuition.Das Angebot
Natürlich kann man auf eine Intuition hin keine Urlaubsreise buchen; dazu bedarf es schon auch ein paar belastbarer Fakten. Unser Urlaubstermin, die letzten beiden Dezemberwochen, stand fest, ebenso unser Budget (ca. 2000 €, Flug und Unterkunft für zwei Personen). Zu diesem Termin und zu diesem Geld wäre ein All-Inklusive-Urlaub z.B. in Ägypten möglich gewesen, wohingegen allein ein regulärer Flug nach Mombasa schon min. 1200€/Person gekostet hätte.
Ohne eine feste Buchung bei „Kama-Paradise“ vorgenommen zu haben und sogar mit der Option, dass im Falle wir keinen (budgetgemäßen) Flug bekommen, ohne irgendwelche Kosten von unserer Anfrage zurücktreten konnten, hielt uns „Kama-Paradise“ sogar unser Wunschzimmer frei; wir buchten schließlich ein Traumzimmer für einen unglaublichen Preis: 30€/Person und Tag Vollpension! Bei einer Urlaubsdauer länger als eine Woche, sind die Transfers vom und zum Flughafen Mombasa im Preis ebenfalls enthalten.
Kenia allgemeinDas hat all jene sozialen Folgen, denen wir oft so hilflos und erschüttert gegenüber stehen… in den Touristenzentren rechnet man derweil damit. Mit mühelosem Betteln mehr Geld am Tag zu machen als ein Arbeiter verdient, zerrüttet die Bedeutung von Arbeit zur Erhaltung der Existenz, zur Selbstbestätigung und des Selbstwertgefühls, es zerrüttet die Einsicht in die Notwendigkeit von Bildung und schafft langfristig noch mehr Probleme.
Eine weitere Form des Bettelns: Prostitution. Leider ist der Sex-Tourismus im Süden Kenias schon sehr alt und offenbar seit den 1980er Jahren ungebrochen; daran hat offenbar auch HIV unverständlicherweise nichts ändern können. Die HIV-Rate ist sehr hoch; auch andere Krankheiten sind verbreitet. Die Kinderprostitution in dem ostafrikanischen Land hat gemäß einem UNICEF-Bericht dramatische Ausmaße angenommen. Fast ein Drittel aller Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren hätten bereits Sex gegen Geld oder Geschenke gehabt. Bei rund 36% aller Geschlechtsakte mit Kinderprostituierten seien keine Kondome verwendet worden. Laut dem Bericht bieten bis zu 15.000 Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren an den kenianischen Küsten gelegentlich Sex gegen Geld oder Sachgüter an. Das seien bis zu 30% dieser Altersgruppe in der Region. Regelmäßig prostituierten sich dort zwei- bis dreitausend Jungen und Mädchen.Eine sehr verbreitete Form des Bettelns ist allerdings fast noch ärgerlicher als die Prostitution: Die Korruption. In Kenia wird von allen genommen, die irgendwo in Schlüsselpositionen sitzen… ob hohen oder niederen. Im Korruptions-Index (Corruption Perceptions Index; CPI) von Transparency International rangiert Kenia unter 178 Ländern an 154. Stelle!
Grundsätzlich sollte man sich natürlich an die Hinweise, vor allem aber an die Warnungen, des Auswärtigen Amtes der BRD halten, andererseits wird dort auch sehr oft auf Medienberichte reagiert, von denen ja bekannt ist, dass sie gerne auch mal reißerisch sein können. Also sollte man sich über die aktuelle Lage im Land, die von Region zu Region sehr unterschiedlich sein kann, „vor Ort“ informieren; bei „Kama-Paradise“ ist das zuverlässig möglich. Von Unruhen, wie von der Presse berichtet wurde, oder vom Einsatz des Kenianischen Militärs gegen Radikalislamische Rebellen in Somalia, war in Mombasa und Umgebung absolut nichts zu spüren.Klima und Reisezeit
An der Küste liegen die Temperaturen im Jahresverlauf zwischen 22 und 32 °C, die wärmsten Monate sind Januar bis Mai und Oktober bis Dezember. Die mittlere Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 75 Prozent, kann aber nach einem Schauer oder Regenguss schnell viel höher liegen. Der meiste Niederschlag fällt von April bis Juni. Die trockensten Monate sind Januar und Februar. Nach Aussage unseres Gastgebers, sind auch in Kenia neuerdings klimatische Veränderungen zu spüren… man könne sich auf das Wetter nicht mehr verlassen.
Für Reisende aus der BRD sind keine Impfungen vorgeschrieben. Es empfiehlt sich aber, die üblichen Impfungen wie z.B. Tetanus etc. aufzufrischen. Für Touristen in den Hotels am Strand ist auch eine Malaria-Profilaxe zu empfehlen, da die Moskitos dort besonders gut gedeihen. Es empfiehlt, ein tropentaugliches Insektenschutzmittel mitzunehmen und unter einem Moskitonetz zu schlafen, da die Moskitos erst abends aktiv werden. Ich bin während des gesamten Urlaubs kein einziges Mal gestochen worden, da die Lage unseres Domizils im Busch günstig ist und unsere Gastgeber mit duftendem Räucherwerk vorsorgen.
Es gibt zwei Amtssprachen: Englisch und Kiswahili. Es erleichtert die Einreise und den Aufenthalt sehr, wenn man über Grundkenntnisse in Englisch verfügt, da die Dokumente in Englisch und Kiswahili verfasst sind. Alle Amtsträger MÜSSEN beide Sprachen beherrschen; wenn Sie Englisch sprechen, können die Amtsträger also nicht so tun als verstünden sie nicht was Sie sagen. Da die Menschen allgemein sehr freundlich sind und man ständig allgemein gegrüßt und angesprochen wird, sollte man ein paar Brocken Kiswahili lernen.Straßenverkehr: Es herrscht Linksverkehr… und ansonsten ziemliche Regellosigkeit. Es empfiehlt sich für Touristen also nicht, sich hinters Steuer eines Autos zu setzen oder auf einem Motorrad am Straßenverkehr teilzunehmen.
ÖPNV: Es gibt vielfältige Möglichkeiten von A nach B zu kommen, aber empfehlenswert ist einzig das Taxi; um sicher zu gehen, sollte man sich zuverlässige Fahrer empfehlen lassen. Für kurze Strecken in der Stadt kann man auch für kleines Geld das Tuktuk (Moped-Rikscha) nehmen. Für weitere Strecken (aber nur wenn man sich auskennt und völlig schmerzfrei ist, gibt es noch das Matatu (Kleinbusse mit ca. 10 Plätzen, in denen aber auch schon mal 16 Leute fahren). Auch die Fahrt mit dem BorderBorder (Kleinmotorräder) ist nicht zu empfehlen, da das bei der herrschenden Regellosigkeit im Straßenverkehr und der fehlenden Knautschzone zu gefährlich ist.Zeit/Tageszeit: Die offizielle East African Time hat zur MEZ-Normalzeit eine Differenz von + 2 Stunden. Da sich die Lage des Domizils nur ca. 4° südlich des Äquators befindet, sind die Tage und Nächte während des gesamten Jahres grob gleich lang; jeweils ca. 12 Stunden. Wer einen Sonnenaufgang am Strand erleben möchte, sollte sich rechtzeitig einfinden, da es kaum eine Dämmerungsphase gibt.
Hygiene: Wenn man die einfachen Regeln für den Aufenthalt in den Tropen einhält, passiert nichts. Allerdings sollte man in Hotels dem Reinigungspersonal ein Extra-Trinkgeld fürs Reinigen der Dusche und Toilette geben – die Leute werden dermaßen schlecht bezahlt (und behandelt), welche Motivation sollte das Personal haben, auf Ihre Gesundheit zu achten. Um beim Essen auf der sicheren Seite zu sein gilt: “Peel it, cook it, or leave it.” Beim Trinken: Keine offenen Getränke (oder wenigstens keine Eiswürfel unbekannter Herkunft), Säfte schnell verzehren; es ist hier kein Problem aus der Flasche zu trinken.Unser Urlaubs-Domizil
„Kama Paradise“ ist kein Hotel… diese Bezeichnung zu wählen, wäre fast eine Beleidigung. Gästehaus oder Lodge kommt den Tatsachen schon näher, trifft aber dennoch nicht genau. Unsere Gastgeber sind vor ca. 3 Jahren nach Kenia ausgewandert und haben sich mitten im Busch ein Anwesen erschaffen, das auch mit idyllisch nur unzureichend beschrieben werden kann. Es gibt nur drei großzügig geschnittene Gästezimmer, die sehr schön ausgestattet sind und was die Hygiene z.B. im Badezimmer betrifft – keine Wünsche offen lassen.
Die gesamte Anlage macht den Eindruck, dass sie mit viel Liebe zum Detail geschaffen wurde, was damit zusammenhängen mag, dass ursprünglich nicht geplant war, die Anlage als Lodge zu führen und die Eigentümer sie für sich persönlich geplant und gebaut haben. Wir, die wir nun unseren Urlaub dort verbringen können, haben den Nutzen. Er besteht darin, dass wir – ganz gleich was immer wir auf dem Gelände auch tun – das Gefühl haben können, in einem absolut stimmigen Ambiente zu sein, das alle Erwartungen erfüllt.
Das Haus „Kama Paradise“ trägt seinen Namen nicht zu Unrecht… zumal was den Garten betrifft: Es wachsen ganz selbstverständlich die – jedenfalls für uns – exotischsten Blumen, Pflanzen und Früchte: Bananen, Mango, Papaya, Ananas und Limonen. Die Blüten der Sträucher und Bäume duften am Morgen besonders gut.Umgebung. Gewiss, im ersten Moment hört es sich sehr seltsam an, wenn ich hier schreibe: Das Haus „Kama Paradise“ liegt mitten im Busch. Die nächste Stadt Mtwapa ist rund 10 Kilometer entfernt und auch zum nächsten Strand sind es mindestens 6 Kilometer. Es gibt hier keine befestigten Straßen und man erreicht das Anwesen nur mit einem einigermaßen geländegängigen Fahrzeug über eine Busch-Route. Dafür umgibt eine intakte (teils wilde, teils kultivierte) Natur das Haus und es gehört – zumindest räumlich – zu einem nahegelegenen ursprünglichen kenianischen Dorf namens Bodoi.
Freizeitangebote. Obwohl mir das Wort, im Zusammenhang mit einem Urlaubsaufenthalt, intellektuelle Probleme bereitet, verwende ich es, da es mit einer Kategorie des Urlaubs-Bewertungsportal Holiday Check übereinstimmt. Die nachfolgende Auflistung entspricht dem Standartprogramm, alle darüber hinausgehende Wünsche werden – wenn es irgendwie machbar ist – vor Ort erfüllt:Innerhalb der Anlage
Afrikanische Kulturgruppe – Tanz und Gesang zur Begrüßung
Folkloristische Live-Musik – Kiswahili-Lieder zur Gitarre
Pool – Der sauberste, nicht nach Chlor stinkende, Pool, den ich je gesehen habe
Gym/Fitness – Äußerst gepflegt Anlage mit modernen Geräten; auf Wunsch mit Trainer
Haus-Kino – Große Auswahl von Unterhaltungsfilmen
Massage – Ganzkörper- oder Teilmassage bei Entspannungsmusik
Vom Gastgeber organisiert, von seriösen Kooperationspartnern durchgeführt
Bootsfahrt zum Korallenriff – Glasbodenboote
Tauchen am Riff – Ganztagestour mit erfahrenen Tauchern
Surfen – Für Neulinge, Anfänger oder Fortgeschrittene
Safaris – Ganzgleich wohin es gehen und wie lange sie dauern soll
Golf, Reiten, Fliegen, Ballonfahrt… alles ist machbar
Praktische Tipps II
Geld. Bitte keine größeren Bargeldbeträge mitbringen; sie könnten den oben genannten „Bettlern“ in die Hände fallen. Der Gastgeber bringt sie zu einer seriösen Bank, bei der sie völlig unproblematisch via Kreditkarte Bargeld bekommen (1€ = ca. 100 Kenia-Schillinge – was auch das Umrechnen von Preisen einfach macht).
Internet. Über einen Surf-Stick von Orange (kann günstig vom Gastgeber zur Verfügung gestellt werden) ist Surfen im Internet (mit anständiger Geschwindigkeit) jederzeit möglich. Wer nur mal eben seine 148 Mails checken will, kann das mit dem hauseigenen Rechner tun. Ich empfehle das Notebook daheim zu lassen… so vermeiden Sie auch Schäden an ihrem Gerät (siehe Elektrizität).
Elektrizität. Das kenianische Netz hat offiziell zwar wie in Deutschland 220V/50hz, schwankt jedoch im Tagesverlauf stark; auch Blackouts sind nicht selten. Tagsüber ist der Betrieb elektronischer Geräte relativ sicher, aber besonders nachts kann es leicht zu Schäden durch Überspannung und/oder Frequenzschwankungen kommen.Klimaanlagen brauchen übrigens auch Strom… bedauerlich, wenn das Netz mal wieder zusammengebrochen ist. „Kama Paradise“ kommt ohne Klimaanlage aus. Durch die traditionelle afrikanische luftige Bauweise und die echten Makuti-Gras-Dächer, erfordert es höchstens noch eines Ventilators, um ein angenehmes Klima zu schaffen. Außerdem akklimatisiert man sich schnell, der Verzicht auf Klimaanlagen ist gesund und auch der Aufenthalt im Freien ist viel angenehmer; die klimaanlagenverwöhnten Touristen dehydrierten schon fast durch Schwitzten.
Kleidung. Man muss den Koffer nicht allzu groß wählen oder nicht so voll packen; bei dem vorherrschenden Klima erübrigen sich alle wärmenden Sachen. Außerdem gibt es im Haus keine Kleiderordnung und die Gastgeberin wäscht und bügelt für die Gäste auch mal mit.Einkaufsmöglichkeiten. Für alles was das Herz begehrt, sind Einkaufmöglichkeiten in der Nähe vorhanden; die Gastgeber zeigen Ihnen alles. Aber Achtung: ALLE importierten Waren (und es wird fast alles importiert) sind teuer!
Speisen und Getränke. Im „Kama Paradise“ stehen sowohl deutsch gutbürgerliche, als auch traditionelle afrikanische Gerichte auf dem Speiseplan. Was letztlich auf den Tisch kommt, wird in persönlichen Absprachen geklärt. Niemand muss essen war er nicht mag! Es ist allerdings sehr empfehlenswert, die afrikanischen Küche zu probieren… sehr lecker und man muss sich über „peel it… „ absolut keine Gedanken machen.Wasser, Kaffee und Tee stehen den ganzen Tag unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung. Cola, Limo und Bier sind für kleines Geld zu haben. Alle anderen alkoholischen oder sonstigen Getränke kaufen die Gäste individuell im nächsten Supermarkt.
Unser AufenthaltDer Transfer zu unserem Feriendomizil verdient deshalb Erwähnung, weil uns der Gastgeber sicher und gekonnt durch das Verkehrschaos brachte. Auch dieses Gefühl in „guten Händen zu sein“ setzte während des gesamten Urlaubs nicht aus; genauso wenig wie das Gefühl nicht einfach nur zahlender Gast, sondern herzlich willkommen zu sein. Der Empfang im „Kama Paradise“ war herzlich und unkompliziert; bei Kaffee und Kuchen wurden die ersten Absprachen getroffen.
Das gesamte Anwesen schien bereit für unseren Besuch zu sein, genauso wie unser Zimmer bereit für uns war (Zimmer ist übrigens arg untertrieben, es hat den Charakter eines kleinen Appartements). Es gibt insgesamt eh nur drei Gästezimmer, somit gibt es auf dem Anwesen nur höchstens 6 Gäste, was es den Gastgebern erlaubt, sich wirklich fürsorglich um ihre Gäste zu kümmern; natürlich ohne sich aufzudrängen – wer für sich bleiben möchte, bekommt das selbstverständlich.Da wir in unserer Zeit im „Kama Paradise“ die einzigen Gäste waren, richtete sich die gesamte Organisation einzig nach unseren Wünschen. Vom Frühstück bis zum Abendessen, von Aktivitäten bis Schlafzeiten, von Exkursionen und Veranstaltungen – alles richtete sich nach uns. Auch wenn sich die Begriffe „Absoluter Individual-Urlaub“ und „Rundum-sorglos-Paket“ eigentlich ausschließen, in diesem Urlaub stimmten sie überein.
Die Organisation klappte perfekt. Das Personal war einzigartig und trug seinen Teil zum puren Urlaubsgenuss bei. Die beiden Boys kann man mit den Begriffen beflissen, unauffällig, liebenswürdig, sanftmütig, freundlich, unaufdringlich, fröhlich und eingespielt nur unvollständig beschreiben; Anton und Kelvin sind wahre Seelen… was auch das Verhältnis zu und das Selbstverständnis der Gastgeber ganz gut beschreibt; das Soziale zwischen Arbeitgeber und Angestellten – das mir wichtig ist – stimmt.Unsere Aktivitäten
Der Aufenthalt auf dem Gelände von „Kama Paradise“ ist äußerst erholsam – genau das richtige, um vom stressigen Alltag auszuruhen. Der Pool ist immer top gepflegt und von morgens bis abends frei, keine Liegen-Ärgernis und in den Schatten des wundervollen, sehr gepflegter Gartens auszuruhen, zu lesen und zu plaudern ist, einfach gesagt, herrlich.
Traditioneller afrikanischer Tanz und Gesang. Aufgeführt von einer Gruppe einfacher Leute aus dem nahegelegenen Dorf – natürlich gegen Gage, aber bestimmt authentischer als die künstlichen Darbietungen, wie sie üblicherweise in den Hotels veranstaltet werden. Achtung, der Mitmach-Effekt ist groß! Andererseits erweist man durch sein Mitmachen den Menschen auch Ehre.
Eine Busch-Safari. Es handelt sich dabei um einen – im wahrsten Sinne des Wortes – Besuch in einem Bantu-Dorf. Die Fahrt auf unbefestigten Wegen, das erleben der ursprünglichen Natur und die Begegnungen mit den einfachen Leuten im Busch geben dem Wortteil Reise im Begriff Urlaubsreise erst seinen Sinn. „Kama Paradise“ hat eine Community gefunden, die sehr großes Interesse daran hat, die ursprünglichen Traditionen zu pflegen und der Überzeugung ist, dass das nur dadurch gelingen kann, wenn man diese Traditionen für Fremde zugänglich macht.Es waren unvergessliche Stunden, in denen wir sozusagen am Alltag der Leute teilnahmen: Mais stampfen und in der Steinmühle mahlen, mit einem Medizinmann sprechen, den Handwerkern bei der Arbeit zuschauen, mit dem Häuptling essen und gemeinsam tanzen und singen… vor allem aber erzählten wir uns gegenseitig von unserer Kultur und dabei waren die Leute bestimmt genauso neugierig auf uns, wie wir neugierig auf sie waren.
Sehr eindrucksvoll war auch der Auftritt eines Gitarristen, der für uns – quasi ganz privat – Folklore-Lieder der Bantu vortrug und der uns etwas zum dem Leben erzählte, wovon diese teils uralten Lieder handelten. Es gab nicht die Distanz einer großen (oder auch kleinen) Bühne, sondern wir saßen einfach beisammen; er spielte Gitarre und sang, wir tanzten und klatschten den Rhythmus. Einfach und großartig, einfach großartig.Strände. Am häufigsten hielten wir uns am Strand „Big Tree“ auf. An sich ist der Aufenthalt an diesem Strand ein Vergnügen: Saubere Anlagen, alles für Hunger & Durst, feiner Sand und sauberes Wasser. Etwas schade ist, dass der Strand irgendwie zweigeteilt ist. Ein Teil des Strandabschnitts ist zur Anlage gehörig, ein anderer Teil ist öffentlich. Hier hat der Tourist alles, dort tummeln sich die normalen Leute. Dennoch, man fühlt sich hier gut aufgehoben und kann dem Badespaß frönen.
Etwas wilder ging es am Strand „Copa Cabana“ zu. Landschaftlich für mich der schönste von uns besuchten Strände. Auch hier gibt es Restauration, allerdings eher im Robinson Crusoe-Stil. Ich fand es jedenfalls sehr angenehm hier, besonders auch deshalb, weil sehr viel weniger Europäer mit zweideutigen Absichten hier zu finden sind.Ein verwilderter Strand, ehemals ein Hotelstrand (als das Hotel noch keine Ruine war), ist der Strand „Blue Sky“. Es ist nicht ratsam ohne jede Begleitung dort zu baden. Aber wenn der Gastgeber dabei ist kann nichts passieren – er ist dort bekannt.
Shopping. „Kama Paradise“ kooperiert mit kleinen lokalen Anbietern und in Begleitung der Gastgeber zahlt man keine Mondpreise oder Touristenaufschlag.Fazit
Die Fahrten zum Einkaufen, an die Strände, vorbei an den großen Hotels zeigten uns, wie richtig und vorteilhaft unsere Entscheidung war, unseren Kenia-Urlaub gerade im „Kama Paradise“ zu verbringen. Die normalen Hotels mögen im Innern und auf dem eigenen Gelände gepflegt sein, aber schon direkt hinter dem Begrenzungszaun beginnen Armut, Müll und Elend. Es gibt mehrere Arten von Armut. Die schlimmste Art ist jene, in der die Habenichtse nicht einmal mehr ihre Würde besitzen. Die findet man hier.
Besonders abends und nachts macht sich die Lage des Hauses äußerst vorteilhaft bemerkbar. Weitab von jeder größeren Stadt – mit all ihren Lichtern und ihrem Lärm – liegt es in Stille und Dunkelheit. Die Stille besteht aus den Lauten des Buschs und die Dunkelheit aus Sternennacht.
Es liegt etwas Besonderes über „Kama Paradise“ oder strahlt von ihm ab…obwohl doch so viele Möglichkeiten der Zerstreuung vorhanden sind, begnügt man sich schließlich mit dem Einfachen. Erinnerungen am meine Kindheit, in der es außer dem Gespräch kaum Unterhaltungsmöglichkeiten gab; „Kama Paradise“ ist auf eine besondere Art heimelig.Ich kenne die beduinische Gastfreundschaft und schätze sie sehr. Wenn ein Beduine jemanden einlädt sein Gast zu sein, dann wird er alles tun, um seinem Gast Wohlbefinden zu bereiten. Die Gastgeber im „Kama Paradise“ pflegen genau diese Art der Gastfreundschaft.
PessoaHomepage des „Kama Paradise“: http://gaestezimmerkenya.com
Hotelbewertung auf Holiday Check: 5,9 Sonnen, 100%Weiterempfehlung – Alle Details unter: http://www.holidaycheck.de/hotel-Reiseinformationen_Gaestehaus+Kama+Paradise-hid_300965.html
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rosequeeny 23.04.2012 21:51
Der-Steppenwolf 27.03.2012 08:44
schönes Hotel. Mombasa ist schon interessant. Ich wollte dort unten lieber viel sehen und bin umhergereist. In Mtwapa fand ich am eindrucksvollsten die riesige Disco.
titus01 09.03.2012 08:53
Toller Bericht...
Aquilasegler 14.02.2012 13:35
Wow schöner Bericht, tolle Erlebnisse. Irgendwann möchte ich auch noch einmal zu bekannten nach Kenia. Grüße Aquilasegler
klares bh