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Erfahrungsbericht

für Garden Hotel, Bremen
3 Sterne Das Garden Hotel in Bremen am Hafen
45 von 45 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Frühstück, Bett bequem, Rezeption 24 Std. besetzt, kostenfreier Parkplatz, Personal, Wärmelampe im Bad

Kontra Bad, Lage, Haus von außen, teilweise Ausstattung, Preise, 2 Matratzen im Doppelbett, Zimmeraufteilung

Der Autor

sammyjoe

Die neuesten Berichte des Autors

Am Wochenende war ich, wie in meinem 32. Bericht erwähnt, bei Herbert Grönemeyer in Bremen auf dem Konzert. Da mein Schatz und ich aber aus Braunschweig kommen und die 170 km nach dem Konzert nicht wieder zurück fahren wollten, haben wir uns im Winter entschlossen ein Hotel in Bremen für eine Nacht zu buchen.

***Das richtige Hotel finden***
Ich stöberte im Internet nach Hotels, die nahe des Weserstadions waren. Entweder waren diese aber zu teuer oder ausgebucht. Also habe ich das Reisebüro beauftragt, uns ein vernünftiges Hotel zu suchen, von wo aus wir schnell zum Stadion und zurück kommen würden. Das Reisebüro suchte uns das Garden Hotel im Stadtteil Gröplingen heraus. Es hat 3 Sterne, eine Nacht im Doppelzimmer inklusive Frühstück sollte für uns 76 € kosten. Und mit der Straßenbahn sollten es 20 Minuten bis zum Stadion sein. Wir stimmten zu und buchten.

***Kontaktdaten des Hotels***
Garden Hotel Bremen
Geeststraße 50
28237 Bremen
Tel: 04 21 – 61 10 37
Fax: 04 21 – 61 35 85
E-Mail: mail@garden-hotel.de
www.garden-hotel.de

***Allgemeines zum Hotel***
Die Autobahn ist 2 km entfernt, der Hauptbahnhof 5 km, Flughafen 8 km. 1955 wurde es gebaut und zum letzten mal 1998 renoviert. Das Hotel hat 31 Einzelzimmer und 38 Doppelzimmer, sowie einige Appartements. Es ist das ganze Jahr über von Montag bis Sonntag geöffnet, auch an Feiertagen. Die Rezeption ist 24 Stunden täglich besetzt. Anreise ist ab 14 Uhr möglich, Abreise bis 12 Uhr. Das Parken in der Tiefgarage kostet 5 € pro Tag, der Parkplatz ist gebührenfrei. Telefonieren kann man auf dem Zimmer intern kostenlos und extern kostet 1 Einheit 0,20 €.

***Hotelpreise***
Ein Einzelzimmer ist bereits ab 48 € zu haben. Ein Doppelzimmer gibt es ab 64 €. Ein Appartement geht erst ab 89 € die Nacht los. Alle Preise sind inklusive Frühstück.

***Die Hotellage***
Am Sonntag war es dann soweit. Mit voller Vorfreude fuhren wir zum Hotel. Auf dem Parkplatz angekommen, waren wir nicht wirklich überzeugt. Wir waren im Stadtteil Gröplingen. Ein Stadtteil, der unserer Meinung nach, kein schöner ist. Alle Häuser sind baufällig, überall ist es dreckig und pekig. Und das Hotel liegt direkt gegenüber vom Bremer Hafen, in einem Industriegebiet. Keine gute Lage für ein Hotel, meiner Meinung nach.

***Das Hotel von außen***
Das Hotel selber ist ein riesengroßes weißes Haus, dass von außen nur geringfügig einladend aussah. Es waren mehrere Türen, die alle zugemacht wurden, sodass man von diesen Seiten aus nicht mehr in das Haus kam, sondern nur noch durch den Haupteingang. Mit anderen Worten: Es war ein altes Familienhaus, in dem nicht einmal die Türen herausgenommen und die „Löcher“ vermauert wurden, die Mühe wurde sich erst gar nicht gemacht. Ich war schon ein wenig enttäuscht, wollte mich dadurch aber nicht herunter ziehen lassen und wollte meine voreilige Meinung so lange zur Seite schieben, bis ich die Zimmer sah. Wir parkten auf dem anliegenden Parkplatz, der kostenfrei ist. Wir gingen um das Haus herum und fanden den Eingang. Zwei Treppen aus Marmor (oder etwas, das danach aussieht) führten uns auf eine kleine zweiflügelige weiße Tür, die auch nicht so schön aussah und den schönen Treppenaufgang mit diesem aussehen wieder zunichte machte. An der Tür stand ein Schild „ziehen“, wie in einer Arztpraxis. Wir öffneten die Tür und traten ins Hotel.

***Das Hotel von innen***
Kaum waren wir durch die Tür durch, mußten wir erneut eine Treppe hoch steigen. Geradezu ging direkt wieder eine Treppe herunter, an der Wand hing ein Hinweisschild „Restaurant, Bar“. Daneben war ein dreieckiger Glasaufzug und dahinter eine Treppe, die nach oben führte. Wir drehten nach links in den Raum ab, da zu unserer rechten Seite eine Wand war, und steuerten durch einen kleinen Raum auf die Rezeption zu. Kleine Sitzgelegenheiten aus Tischen und Stühlen zierten den Raum. An der Rezeption empfing uns eine freundliche Dame. Sie gab uns unseren Zimmerschlüssel für den 3. Stock und wir folgten der - mit ausgeblichenem roten Teppich mit schwarzen Punkten belegten - Treppe nach oben.

***Der Flur***
Wir mußten vom eigentlichen Flur in einen kleinen weiteren Flur durch weiße Tür, die – entschuldigt bitte das ich das jetzt sage – aussieht wie eine Tür aus den DDR-Zeiten. Weiß und mit integriertem Fenster, durch das kreuz und quer Draht gezogen war. Von „unserem“ Flur gingen 4 Zimmer ab, eins davon war unser. Ich schloß die Tür auf und wir öffneten gespannt die Tür.

***Das Schlafzimmer***
Wir standen in einem kleinen Zimmer mit Doppelbett an der einen Wand und Schreibtisch an der anderen, direkt gegenüber. Übrig blieb ein schmaler Gang der zum Bad führte. Aber eins nach dem anderen. Direkt gegenüber der Tür befand sich ein großer roter Sessel, davor ein kleiner Tisch auf dem zwei Flaschen Wasser á 0,2 l und zwei Gläser befanden. Dahinter war ein Fenster mit einer geschmacklosen bunten Gardine, die überhaupt nicht ins Zimmer passte. Rechts daneben befand sich das Doppelbett, das eine Art Anbau-Bett war. Es hatte hinter dem nicht vorhandenen Kopfteil ein Brett, links und rechts eingebaute Nachtschränke, wobei im linken Radio und Wecker eingebaut waren. Und natürlich links und rechts je eine Nachttischlampe. Alles voll funktionstüchtig. Das Bett bestand aus zwei Matratzen, was mich schon störte, denn Schnubbi und ich müssen Körper an Körper liegen um vernünftig einschlafen zu können, und mit einer Rille in der Mitte ist das nicht so angenehm. Direkt neben der Eingangstür befand sich ein Schreibtisch mit Stuhl, mehreren Schubladen, einem funktionstüchtigen Fernseher und einem Telefon. Zwischen Tisch und Tür war noch eine Art Ablage für Koffer geschaffen, darüber hing auf Augenhöhe direkt an der Wand montiert eine Heizung, was das Zimmer nicht gerade schöner machte. Bilder oder Pflanzen gab es keine. Der Teppich war wieder in so einem verblasstem rot, mit schwarzem Muster.

***Der Fernseher***
Begrüßt wurden wir mit dem eingeschalteten Fernseher per Videotext, auf dem stand „Herzlich Willkommen Herr und Frau XYZ“. Insgesamt 11 Programme konnte man einwandfrei und kostenlos sehen:
ARD
ZDF
N3
RTL
VOX
SAT1
Eurosport
PRO7
3SAT
HR3
CNN

Pay-TV läuft auf 4 Kanälen und kostet pro Tag 9,95 €. Der Tag geht von 14 Uhr (Anreise) bis nächsten Tag 12 Uhr (Abreise). Zu sehen gibt es dort auf zwei Kanälen Pornofilme und auf den anderen beiden Kanälen Filme, die auch auf Premiere laufen, also Kinofilme die grad erst aus dem Kino gekommen sind, sozusagen.

***Das Bad***
Ich öffne die Badezimmertür. Heraus kommt ein Duft, der nicht sehr angenehm riecht. Als erstes mache ich das Fenster auf und lüfte. Das Bad ist sehr sehr klein und bietet für zwei Personen kaum Platz. Auf der linken Seite befindet sich die Dusche, so breit ist auch das Bad! Daneben, also direkt gegenüber von der Tür ist ein kleines Waschbecken und ein riesiger Spiegel. Rechts daneben ist das Fenster und darunter die Toilette mit Papierhalter. Gegenüber vom Fenster, also an der Wand die zum Zimmer zeigt, ist ein Handtuchhalter auf dem zwei kleine und zwei etwas größere weiße Handtücher hängen, frisch zusammen gelegt. Die Tür geht übrigens nicht ganz zu öffnen, weil das Bett im Weg steht, was mich auch schon wieder ein bißchen stört. Das Bad ist komplett in weiß und das Regal über dem Waschbecken und unter dem Spiegel ist aus einer Art Plastik-Holz. Ganz komisch. Erinnert mich an meine Kindergartenzeit, da gab es so etwas auch immer. Positiv am Bad ist die Wärmelampe, die direkt vor der Dusche und über dem Waschbecken angebracht ist. Durch einen drehbaren Schalter kann man die Minuten einstellen, die die Lampe an sein soll. Ist sehr praktisch wenn man zum Beispiel aus der Dusche kommt. Wärmt schön!

***Auf dem Weg zum Konzert***
Nachdem wir alles begutachtet hatten, machten wir uns fertig für den bevorstehenden Abend auf dem Konzert. Das Reisebüro hatte uns mitgeteilt, per Straßenbahn sind es nur 20 Minuten bis zum Stadion. An der Rezeption erkundigten wir uns nach der richtigen Bahn und die richtige Richtung. Wir gingen aus dem Hotel heraus, verließen das Gelände und gingen direkt in eine Unterführung, um in der Mitte der zwei-spurigen Straße an der Straßenbahn-Haltestelle wieder heraus zu kommen. Dort saßen wir und warteten auf die Straßenbahn, die uns zum Stadion bringen sollte. Uns und 1000e andere... Und das mit den 20 Minuten stimmte.

***Die Nacht im Bett***
Ok, wir waren also auf dem Konzert, kommen ins Hotel, Rezeption war wie „versprochen“ besetzt und die nette Dame gab uns unseren Schlüssel zurück. Wir machten uns nach einiger Zeit „Bett-fertig“ und kuschelten uns in das frische Bett rein. Die Matratzen sind angenehm, nicht zu hart und nicht zu weich, genau richtig für meinen Geschmack. Leider konnten wir uns nicht vernünftig aneinander kuscheln um einzuschlafen, und so legten wir uns nach langem hin und her jeder auf seine Seite und berührten uns nur mit den Händen. So schliefen wir dann auch ein. Aber dadurch, dass diese Rille da herrschte, war entweder er oder ich darin verschwunden und lagen direkt auf dem Lattenrost des Betts. Nach 5000x zusammen schieben der Matratzen, um nicht wieder ungewollt in diese dusselige Rille zu rutschen, war dann auch die Nacht vorbei und das Frühstück rief uns. Geweckt wurde ich übrigens ab 8 Uhr bereits, da direkt vor unserem Fenster jemand mit dem Rasenmäherträcker den Rasen kürzte. Wir waren zwar im dritten Stock (eigentlich im vierten, da die Rezeption durch die vielen Treppen im ersten Stock ist) und die Zimmertür zum Bad war geschlossen, aber das Geräusch war so durchdringend, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Und die Straßenbahn, die des Öfteren direkt am Hotel vorbei fährt, gab den Rest gleich dazu.

***Das Frühstück***
Nach dem duschen und anziehen usw. gingen wir vier Stockwerke tiefer in den Frühstücksraum. Der war komplett, bis auf einen zweier-Tisch voll. Frühstück gibt es von Montag bis Freitag von 5:30 Uhr bis 10:00 Uhr. Und Samstags, Sonntags und an Feiertagen von 6:30 Uhr bis 10:00 Uhr. Wir waren um kurz nach 9 im Raum und schlängelten uns an den letzten Tisch. Das Frühstück ist in Buffetform aufgebaut. Es enthält viele Getränke und Speisen. Getränke: Milch, Wasser, Orangensaft. Speisen: mehrere Müslis, Obstsalat, Joghurt, zwei Käsesorten (was ich als wenig empfinde), vier Wurstsorten und einmal Schinken, Tomaten, Gurkenscheiben, Radieschen, Pepperoni, mehrere Marmeladen, Honig, Nutella, Butter und Margarine, gekochte Eier und Rühreier, Brot und Brötchen.
Auf dem Tisch standen Salz- und Pfefferstreuer, Süßstoff, eine Thermoskanne mit Kaffee und ein Tischmülleimer. Gedeckt war normal mit Besteck, Tasse und Serviette. Teller, Schüsseln, Eierbecher und Gläser gab es direkt am Buffet. An unserem Tisch fehlte der Salzstreuer, das Personal war auf Nachfrage hin aber so freundlich uns einen Salzstreuer zu bringen und war sehr höflich. Die Brötchen waren frisch, der Obstsalat ebenfalls. Käseauswahl fand ich sehr gering, und es hat ein wenig gedauert, bis Nachschub vom Rührei kam. Ansonsten war das Frühstück akzeptabel.

***Abreise***
Um 10:30 Uhr räumten wir unser Zimmer und verließen das Hotel ganz entspannt und checkten aus. Wir brauchten hierfür nichts weiter tun, als den Schlüssel abzugeben und uns zu verabschieden. Minibar gab es auf dem Zimmer ja nicht, und Pay-TV hätte der Herr am Empfang auf seinem PC gesehen, hätten wir Pay-TV geschaut. Somit verließen wir das Hotel nach einer unruhigen Nacht in einem viel zu kleinem (Bade-)Zimmer.

***Restaurant und Bar***
Aufgrund unseres Konzertbesuches und den Öffnungszeiten von Restaurant und Bar, war es leider nicht möglich das eine oder andere zu besuchen. Wir waren Sonntags an gereist und hatten von daher keine Chance, denn beide Räume haben Sonntags Ruhetag! Das Restaurant hat Montags bis Samstags von 18 bis 22 Uhr geöffnet. Die Bar hat von Montags bis Samstags ab 18 Uhr geöffnet. Wie gesagt, ein Besuch war hier nicht möglich.

***Fazit***
Das Hotel ist meiner Meinung nach an keiner guten Lage. Zwar kommt man schnell überall gut hin, aber direkt im Industriegebiet zwischen vielen Baufälligen Häusern macht dieses hässliche Hotel wirklich nicht schöner. Von innen ist es ganz ok, zwar nicht überwältigend, aber annehmbar. Für eine Nacht reicht es vollkommen aus, wenn man die heutigen Ansprüche etwas herunter schraubt. Kleine Tierchen gab es jedenfalls nicht auf dem Zimmer, sauber schien es auch zu sein und alles war funktionstüchtig. Auch das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit und jederzeit zu Auskünften bereit. 3 Sterne liegen gerade an der Grenze, meiner Meinung nach. Schlecht war auch die Zimmeraufteilung. Der Preis von 76 € für dieses Zimmer ist – wie ich finde – eindeutig zu hoch, auch wenn schon Frühstück enthalten ist.

Wie gesagt, für eine Nacht ist es annehmbar. Ich möchte aber nicht mehr als 3 Sterne hier bei Ciao vergeben, weil es meiner Meinung nach keinen weiteren verdient hat. Empfehlenswert klicke ich "ja" an, da es annehmbar ist, aber auch keine Grotte oder Ruine.

Ich hoffe der Bericht hat Euch gefallen und erwarte wie immer konstruktive Kritik in den Kommentaren.


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Kommentare

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  • andreasloy 05.02.2008 08:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Dreamwalker1971 05.04.2007 23:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • minnimooh 09.09.2004 09:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    der bericht läßt wirklich keine fragen offen

  • Tischtennis 14.09.2003 23:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • DerVulkanierSpock 25.08.2003 13:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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