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Galle, Steine und Meer...

4  19.12.2001 (20.12.2001)

Pro:
Schöne Stadt, abwechslungsreiche Geschichte

Kontra:
Das war es leider auch schon

Empfehlenswert: Ja 

JuergenGolz

Über sich:

Mitglied seit:05.07.2001

Erfahrungsberichte:118

Vertrauende:87

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 61 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Allgemein:

Fährt man von Colombo südwärts entlang der Galle Road, kommt man an die südliche Hafenstadt Galle, welche auch die größte Stadt des Südens Sri Lankas ist. Entlang geht es an langen Sandstränden auf vorbildlich geführten Straßen. Umrundet man die Insel, so kommt man an Galle nicht vorbei. Üblicherweise wird man ab Trincomalee wieder zurück nach Colombo fahren, denn über die Halbinsel Jaffna zu reisen, wäre derzeitig Selbstmord, wegen der Konflikte zwischen Singhalesen und Tamilen, die hier ihre Hochburg haben.

Die Stadt Galle:

Zunächst einmal muß ich sagen, daß dieses Wort mir ständig durch den Kopf gegangen ist und das ständige Murmeln dieses Namens, machte mich eben neugierig. Ich wäre beinahe mit meinem Mietmotorrad, eine Enfield Bullet, ein bockiger, aber zuverlässiger Einzylinder, an Galle vorbeigefahren. Aber da entdecke ich schon das Fort, welches die Altstadt von Galle umschließt.

Das Fort thront oberhalb der Hafeneinfahrt von Galle. Uneinnehmbar wirkt diese Festung, wird doch diese Festungsanlage von Riffen im Meer zusätzlich vor Angriffen geschützt. Wieder einmal waren es die verschiedenen Kolonialherren, die der Stadt durch die typischen Bauwerke und Baustile, ihren Stempel aufdrückten.

Der Altstadt mit ihren imposanten Stadtmauern lohnt sich ein kurzer Besuch. Im Jahre 1505 entrissen die Portugiesen die Stadt von den singhalesichen Königen und bauten das später durch die Holländer (1640) zerstörte Fort Santa Cruz.

Ich parke meinen knatternden Ofen am New Oriental Hotel und checke erst einmal für die Nacht ein. Nach einer kleinen Dusche mache ich mich auf dem Weg, die Stadt gemütlich per Fuß auf den Stadtmauern laufend, zu umrunden.
Hin und wieder, gönne ich mir unter dem Schatten riesiger Bäume eine kleine Pause. Die Sonne sticht und überall riecht es nach Salz, Meer, aber auch nach raffinierten Gewürzen.

Lachende Kinder spielen vor dem Leuchtturm. Sie haben nichts außer einen platten Plastik-Fußball, aber amüsieren sich köstlich. Beneidenswert! Auf der Kirche vor dem Leuchtturm prangt als Symbol der Moslems ein Halbmond. Christen haben die Kirche aufgegeben und desehalb fungiert diese Kirche nun als Moschee.

Galle ist eine aufgeräumte und gut organisierte Stadt. Zumindest im Vergleich zu den anderen Städten Sri Lankas. Hier ist es relativ sauber, aber allerdings mehr als einige schöne Kolinialbauten und natürlich das Fort, bleibt einem nur noch die Natur und die kann man woanders auch sehr schön genießen, daher bietet sich Galle als Ausgangspunkt zu dem nahegelegenen Unawatuna, welches über einen sagenhaften Strand verfügt, der von den Einheimischen so gut wie nicht frequentiert wird und auch der Backpacker bleibt hier eine Rarität. Ich habe das ungestörte Baden im Meer herrlich genossen. Wer Zeit hat, kann auf dem Weg von Colombo nach Galle auch die bekannten Badeorte Kalutara, Beruwala, Bentota und Hikkaduwa heimsuchen. Aufgrund der schönen Badestrände dort ist natürlich mit vermehrten Touristenaufkommen zu rechnen und die Sprache aus der Heimat, reist einem jäh aus den exotischsten Träumen.


Mein nächster Trip, führt in das Binnenland, nach Kandy.

Fazit:

Viel erwähnt, aber hat nicht besonders viel zu bieten und erschöpft sich schnell. Die Shopping-Möglichkeiten sind nicht so stark touristisch, wie in den Touristenhochburgen geprägt und das merkt man auch an den moderaten Preisen. Die Hotels sind recht günstig, nur nicht das von mir gewählte New Oriental Hotel, das kostete mich über DEM 100,00 für eine Nacht mit Frühstück. Seltsam wenig Moskitos waren hier im Juli anzutreffen und so blieb mein Lariam als Standby-Medizin gänzlich unberührt. Schöne Stadt, aber nur als kurze Zwischenstation zu empfehlen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Isgrev

Isgrev

23.03.2007 21:16

Mich hat Galle enttäuscht; es wird in den Reisführern viel zu positiv beschrieben, von derartigen halbverfallenen Burganlagen gibt es in Europa Tausende die großartiger sind. Dein Bericht hätte deshalb insofern kritischer sein können. Dagegen ist deine Wertung von Kandy zu knapp ausgefallen. Wenigstens sollte man den Zahntempel mit dem Milchsee, die Kandy dancer und den wunderschönen Botanischen Garten erwähnen. Ich genieße auch immer wieder dort die alt-englische Vergangenheit im zentralen Queen's Hotel, wo in den 20-er Jahren u.a. Hermann Hesse logierte. Wer Sri Lanka besucht, sollte sich wenigstens 3 Wochen Zeit nehmen, sonst gibt es eine oberflächliche und gehetzte Tour, da die schlechten Verkehrsbedingungen viel Zeit verschlingen. Gruß Gunter

Deuterium

Deuterium

22.11.2002 18:04

Hmpf, urgs, höpp, arg, blub und hick. ---> Schöner Bericht!

elfang18

elfang18

05.02.2002 19:30

Da werde ich wahrscheinlich nie hinkommen, aber es ist sehr interessant solche Berichte zu lesen. Gruß, Angelika

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