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Erfahrungsbericht

für Galle Face Hotel, Colombo
5 Sterne Sehr guter Preis für die Royal Suiten Bericht mit Bildern
96 von 96 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Klassiker aus dem Jahre 1864 | tolle Lage am Galle Face Green und am Ozean

Kontra kleinere Mängel

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

larshermanns Seit 24 Jan 2002

Watch out... I'm back! :-)) Bei so manchem Bericht hier (und den Schnellklicker-SHs) kann man nur... mehr

197 Mitglieder vertrauen mir

Das 1864 erbaute Galle Face Hotel zählt noch heute zu den klassischsten Hotels Asiens und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Aufgrund zahlreicher Erwähnungen in Reiseführern als mögliches Ausflugsziel in den Nachmittags- und Abendstunden, hatte ich mich dazu entschieden, meine beiden letzten Nächte auf Sri Lanka in eben jenem Luxushotel im Kolonialstil zu verbringen und mitzuerleben, wie man zur Zeit der britischen Herrschaft in Colombo zu residieren pflegte.


Die beiden Suiten

Die Größe meiner Zimmer war aufgrund der Tatsache, dass es sich jeweils um eine Suite gehandelt hat, entsprechend ausgezeichnet. Beide Suiten schätze ich auf jeweils rund 70-80 qm, die sich in einen Wohn-/Arbeitsbereich mit separater Essecke, ein Schlafzimmer und ein komplett marmoriertes Bad aufteilen. Dabei sind die Räumlichkeiten jede für sich sehr großzügig bemessen und bieten mehr als ausreichend Platz, um auch längere Zeit in ihnen leben zu können. Der Essbereich ist dabei optisch durch einen Pfeiler (und in der ''Royal Commonwealth Suite'' zusätzlich durch einen hölzernen Raumteiler) vom Wohn-/Arbeitszimmer getrennt.

Die Sauberkeit der Suiten ist ihrem Hotelstandard entsprechend ausgezeichnet. Hauptsächlich aus Holz bestehend, kann man den Suiten ihr Alter zwar anmerken (es riecht eben entsprechend nach sehr altem Holz), jedoch sind sie durchweg sehr sauber gehalten. Der Boden der Suiten wird offensichtlich regelmäßig gebohnert, wie dies auch bei dem Boden der restlichen zweiten Etage der Fall ist. Die Sitzgarnituren und die Betten sind zwar in die Jahre gekommen, sind aber gleichfalls sehr gepflegt und bieten keinen Grund zur Beanstandung. Tische und Schränke sind ebenfalls entsprechend alt, doch auch hier ist kein Dreck zu finden gewesen, alles war lupenrein sauber. Einzig im Bereich der Fenster gibt es aus meiner Sicht einen Punktabzug, da diese zwar noch in Ordnung waren, man aber dennoch deutliche Dreckspuren entdecken konnte. Dies ist in meinen Augen kein Aushängeschild für eine Suite in einem Fünf-Sterne-Hotel und ein Makel, den man abstellen sollte. Die Spiegel, die es in den Suiten gibt, sind hingegen wieder streifenfrei sauber.

Ausgestattet sind beide Suiten in den Grundzügen gleichermaßen und unterscheiden sich nur in ihrem Einrichtungsstil. Die ''Royal Commonwealth Suite'' ist britisch eingerichtet und lässt einen an Hemingways Asienreisen während der britischen Kolonialzeiten denken. Ein dunkler Dielenboden, beigefarbene Wände, immens hohe, weiße Decken mit Deckenventilatoren und entsprechend der Zeit ausgewählte Möbelstücke machen den Eindruck perfekt und lassen einen staunen. Natürlich darf ein Bild von Winston Churchill nicht fehlen. Im optisch abgegrenzten Esszimmer gibt es Platz für bis zu vier Personen, zwei Schaukelstühle sowie einen Wasserkocher und die Minibar. Das Schlafzimmer glänzt mit zwei einzelnen Himmelbetten und das Badezimmer ist komplett aus Marmor bestehend (nicht einmal die Badewanne hat eine Einfassung aus dem uns bekannten Emaille). Die Betten sind gut, könnten jedoch noch ein bisschen überarbeitet werden. Altersbedingt wackeln sie schon ein wenig, wenn man auf ihnen Platz nimmt. Die Matratzen sind gut und garantieren einen erholsamen Schlaf. Im Wohnzimmer hat zu guter Letzt noch eine Fernsehecke mit drei Seseln um einen runden Beistelltisch sowie einen Arbeitsbereich mit Sekretär und Stromanschluss für den Laptop. Die Fenster lassen sich mittels Lamellenladen und Vorhängen verschließen, während drei Klimaanlagen im Wohn- und Esszimmer sowie im Schlafzimmer für eine angenehme Temperatur sorgen. Entgegen der Beschreibung in den Unterlagen zum Hotel verfügen die Suiten über keinen individuellen Zimmersafe.

Die ''Royal Scandinavian Suite'' unterscheidet sich nur geringfügig von der ''Royal Commonwealth Suite''. Die Aufteilung der Zimmer an sich ist identisch. Jedoch wirkt die ''Royal Scandinavian Suite'' durch ihre skandinavische Einrichtung sehr viel heller als der britische Stil, auch ist das Esszimmer optisch nicht ganz so strikt vom Wohn- und Arbeitszimmer getrennt. Störend ist hier lediglich, dass sich beim Arbeitsbereich keinerlei Steckdosen für den Laptop befinden, wie es in der ''Royal Commonwealth Suite'' der Fall ist. In beiden Suiten ist die Minibar sehr gut bestück und bietet eine gute Auswahl an Spirituosen (zum Teil ungekühlt auf der Minibar stehend), Bier und Schokolade. Die Preise sind okay, zumal es das Trinkwasser in Plastikflaschen umsonst gibt (zwei Flaschen à 500 ml täglich). Beide Schreibtische sind eigentlich Sekretäre und bieten eine Menge Schubfächer zur Aufbewahrung von Dokumenten und sonstigen Utensilien. Eine Schreibtischlampe erleichtert die Arbeit. Im Schlafzimmer gibt es diesmal keine Himmelbetten, sondern ein Kingsize Bed von rund 200 x 200 cm sowie eine Schminkkommode. Das Bett ist ebenfalls sehr bequem und nicht zu weich von der Matratze her. Im Gegensatz zu den Himmelbetten in der ''Royal Commonwealth Suite'' ist das Bett hier sehr viel stabiler von seiner ganzen Erscheinung her und gibt auch keinen Laut von sich, wenn man sich darauf setzt. Im Bad gibt es einen kleinen Unterschied: In der ''Royal Commonwealth Suite'' hat man Badewanne und Dusche in einem und komplett aus Marmor, in der ''Royal Scandinavian Suite'' gibt es am Fußende der Badewanne eine separate Dusche. Auch besteht die Badewanne diesmal nicht ausschließlich aus Marmor, sondern hat einen Badewanneneinsatz aus Emaille. Lediglich die Dusche selbst besteht komplett aus Marmor. Beiden Bädern gemein ist das nostalgisch wirkende schwarze Telefon direkt neben der Toilette. Ein Bidet rundet die Ausstattung ab. Die Sauberkeit von Badewanne und Dusche ist bei beiden Suiten sehr gut, lediglich ein paar Schrammen im Marmor erinnern an das Alter der Ausstattung. Die Toilette ist versiegelt und man liest den Hinweis, dass sie extra für den neuen Gast desinfiziert worden sei. Und auch Waschbecken und Spiegel sind in einem Top-Zustand. Der Marmorboden ist, wie auch der sonstige Boden in beiden Suiten, absolut gut gepflegt und sauber. Ein kleines Manko in beiden Bädern ist die Ablagefläche. Zwar kann man die Ablagemöglichkeiten noch mit ''gut'' bewerten, jedoch wünschte ich mir gerade in Reichweite des Waschbeckens mehr Ablagemöglichkeiten. Die dort vorhandenen Flächen werden von hauseigenen Pflegeprodukten eingenommen, die vermutlich ohnehin nur wenige Gäste wirklich nutzen werden. Lediglich in den Bereichen von Badewanne und Dusche gibt es an den Wannenrändern sehr viele Möglichkeiten, Duschgel, Shampoo und Conditioner unterzubringen.

Der Gesamtzustand beider Suiten ist sehr gut, jedoch muss ich anmerken, dass bei beiden Suiten die Fenster in arge Mitleidenschaft gezogen worden sind und dringend (!) einer Sanierung bedürfen! Bei mehreren Fensterrahmen fehlen kleinere Stücke vom Holz und bieten theoretisch genügend Platz für Insekten, um in die Zimmer zu gelangen. Allerdings hat mir die Haustechnik versichert, dass die Fenster demnächst überholt würden.
Beide Suiten bieten den gleichen Ausblick. Man blickt über die Außengastronomie hinweg direkt auf den Indischen Ozean, der sich unmittelbar neben dem Hotel befindet. Früh morgens und nachmittags und abends kann man von den Fenstern aus sehr schön die Ozeanriesen beobachten, die den Hafen von Colombo ansteuern oder verlassen.


Hoteleinrichtungen

Das äußere Erscheinungsbild erinnert an einen Palast, wie man ihn auch in einem James Bond Abenteuer mit Sean Connery oder Roger Moore erwarten könnte. Die geschwungenen Dächer und die ideale Lage direkt am Indischen Ozean lassen erahnen, was den Gast erwarten wird. Ein wunderschönes Gebäude in idealer Lage am Meer sowie am südlichen Ende des Galle Face Green, der westlichen Flaniermeile Colombos und Treffpunkt der Einheimischen. Aber auch das Interieur sucht Seinesgleichen. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Flair der Kolonialzeit bewahrt und nur durch geringfügige technische Neuerungen der heutigen Zeit angepasst. Dies sieht man in wunderschöner und interessanter Art und Weise unter anderem bei den beiden Aufzügen, die einen von der Lobby in die beiden oberen Etagen bringen. Beide Aufzüge werden noch heute von Stahlgittertüren geschlossen, die man von Hand bedienen muss. Der altertümliche Hebel für die Fahrt hinauf und hinunter ist in den Liften immer noch vorhanden, wird in seiner Funktion jedoch durch moderne Knöpfe für die drei wählbaren Etagen (Lobby, 1. OG und 2. OG) ersetzt.

Die Lobby mit der Rezeption erreicht man durch den offenen Eingangsbereich, der stets durch uniformierte Bedienstete des Hotels flankiert wird. Hier wird man zunächst durch die Gepäckträger begrüßt, die einen sogleich zum Empfang geleiten. Der Lobbybereich wird von weißen Wänden mit ebenfalls weißen Rundbögen und Pfeilern dominiert, an deren westlichem Ende die Rezeption liegt. Über eine geschwungene Treppe gelangt man zu den oberen Etagen und den Aufzügen, während die angrenzenden Türen zu den diversen Restaurants führen.

Check-in und Check-out funktionieren im Galle Face Hotel schnell und professionell. Die Mitarbeiter sind sehr gut ausgebildet, haben stets ein höfliches Lächeln auf den Lippen und arbeiten sehr akkurat. Nach der Nennung meines Namens wurden meine Personalien schnell mit den Angaben meiner Reservierung verglichen. Wer eine aussagekräftige Visitenkarte mit sich führt, kann sich das Ausfüllen des Anmeldebogens weitestgehend ersparen. Eine Unterschrift und die Kreditkarte genügen. Nach dem Erhalt des Zimmerschlüssels wird man sodann vom Gepäckträger zu seinem Zimmer geführt und erfährt auf dem Weg dorthin Wissenswertes über das Hotel und seine beiden Flügel ''Classic'' und ''Regency''. Da ich unbedingt einmal erleben wollte, wie man zur Zeit der Britischen Kronherrschaft in dem Hotel residiert hat, hatte ich mich für eine Royal Suite im Classic Wing entschieden. Diese befindet sich in der zweiten (obersten) Etage. Zum Check-out war es nur noch vonnöten, den Schlüssel abzugeben sowie die Abrechnung zu erhalten. Der von mir georderte Flughafen-Transfer war pünktlich zur Stelle und hat mich bereits am Empfang erwartet. Also auch hier hat alles wunderbar und reibungslos funktioniert. Ein weiterer Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der Umstand, wie hilfsbereit man am Empfang ist. An meinem ersten Abend hatte ich auf dem Kopfkissen meines Bettes in der ''Royal Commonwealth Suite'' Flügel entdeckt, wie ich sie von Ameisen und Termiten her kenne. Als ich die Rezeption deswegen anrief, hat man mir sofort angeboten, mich in eine andere Suite umziehen zu lassen. Da ich nur wegen der Flügel dazu keine Veranlassung sah, blieb ich bei meiner Suite und habe das Personal lediglich darüber in Kenntnis gesetzt, dass das Hotel eventuell unter Termiten zu leiden habe. Erst am nächsten Abend, als ich in der Lage war, eine Termite beim Schwärmen zu erwischen und zur Rezeption hinunter zu bringen, entschloss ich mich dazu, das Angebot der Rezeption anzunehmen und in die ''Royal Scandinavian Suite'' umzuziehen, die sich zwei Türen weiter von meiner bisherigen Suite befindet. Sowohl diese Umbuchung als auch die Umbuchung meiner bisherigen auf Zimmer 5234 lautenden Posten (z.B. die Getränke meines Abendessens vom Vortag) wurden professionell und schnell in die Wege geleitet, so dass ich bereits knappe zehn Minuten später Zimmer Nummer 5228 beziehen konnte.

Das Personal ist stets sehr hilfsbereit, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Aufmerksam wird beobachtet, ob man etwas benötigt. Gleich nach meiner Ankunft im Hotel hatte ich beispielsweise das ''Nicht stören'' Schild an meiner Tür angebracht und auch während meines Abendessens nicht entfernt. Als ich nach dem Essen wiederkam, fand ich dann eine kleine Karte unter der Tür durchgeschoben vor, in der man mich darauf aufmerksam machte, dass das House Keeping mich aufgrund meines Türschildes nicht hatte stören wollen, dass man sich aber sofort um meine Suite kümmern würde, sobald ich kurz telefonisch Bescheid gäbe. Dies tat ich auch, und keine fünf Minuten später kam bereits ein Mitarbeiter, um alles schnell und unauffällig für die Nacht vorzubereiten (Aufdecken des Bettes, Schließen der Fensterläden und Vorhänge). Wiederum einige Minuten später erhielt ich dann einen Anruf vom Empfang, der sich für die abendliche Störung entschuldigte und nachfragte, ob man mir einen Obstkorb zur Begrüßung auf meine Suite schicken dürfe. Auch hier wieder Service und Aufmerksamkeit pur! Dies zieht sich durch sämtliche Bereiche des Personals hindurch. Sei es nun an der Rezeption, beim House Keeping, bei den Technikern oder beim Personal im Restaurant; überall war man stets schnell und hilfsbereit zur Stelle, um dem Gast einen möglichst vollkommenen Service zu bieten.

Das Galle Face Hotel verfügt über mehrere Restaurants, von denen ich während meines Aufenthalts aber nur das ''Veranda'' mit angegliederter Bar kennengelernt habe. Beim ''Veranda'' handelt es sich um das Restaurant, in dem man Frühstück und Mittagessen einnimmt, die bei den Reservierungen enthalten sein können (je nach Angebot der Hotel Homepage). Bei den übrigen Restaurants handelt es sich um Spezialitätenrestaurants, die man gegen Aufpreis in Anspruch nehmen kann. Hierbei handelt es sich dann jeweils um ''Fine Dining'', während man im ''Veranda'' auf keinen Dresscode achten muss.

Obgleich es sich beim Galle Face Hotel um ein Hotel der Fünf-Sterne-Kategorie und entsprechendem Ruf handelt, finden sich hier auch immer wieder ''normale'' Gäste ein. Der Hintergrund ist zum einen bei den dennoch moderaten Zimmerpreisen zu suchen. Aber auch die zahlreichen Restaurants locken immer wieder Gäste an, die dann jedoch nicht unbedingt als Übernachtungsgäste bleiben. Daher ist gerade im Bereich der Lobby und des Restaurants ''Veranda'' eine Vielzahl unterschiedlicher Gäste und Zielgruppen zu sehen. Sehr häufig trifft man hier auf Hochzeitsgesellschaften, deren Feierlichkeiten in den diversen Gesellschaftsräumen stattfinden.

Die Hotelbar befindet sich oberen Ende des Restaurants ''Veranda'' und bietet einen herrlichen Blick auf den Indischen Ozean. Die Atmosphäre ist einfach herrlich! Das Ambiente spiegelt den Luxus des späten 19./frühen 20. Jahrhunderts wider und lässt einen ahnen, weshalb Rockefeller und Gregory Peck hier früher öfters zu Gast waren.
Nördlich des Hotels, direkt vor dem Haupteingang, befindet sich der Hotelparkplatz. Da die meisten Gäste wohl mit dem Taxi anreisen werden, ist dieser relativ klein gehalten, ist aber dadurch bedingt zugleich mehr als ausreichend bemessen. Zudem ist er sehr überschaubar, was letztendlich auch der Sicherheit der Fahrzeuge zugutekommt. Da das Hotelpersonal praktisch rund um die Uhr auch vor dem Hotel präsent ist, bezeichne ich den Parkplatz gern als ''sicher'', auch wenn es keinen expliziten Parkplatzwächter gibt.


Essen und Trinken

Bei meiner Bewertung beschränke ich mich einzig und allein auf das ''Veranda'' Restaurant, in dem ich sowohl mein Frühstück als auch mein Abendessen in Büffetform erhalten habe.

Die Vielfalt des Speisenangebots ist in beiden Fällen ausgezeichnet. Zum Frühstück kann man unter anderem aus verschiedenen Brötchen, Broten und Aufstrich und Aufschnitt wählen. In zahlreichen Rechauds gibt es aber auch warme Gerichte zum Frühstück wie etwa ''Baked Beans'', ''Chicken Sausage'' oder ''Curry'' Gerichte. In der Showküche am südlichen Ende des Restaurants gibt es zudem die Möglichkeit, ein frisches Omelette nach eigenem Gusto zubereitet zu bekommen. Abends bedient man sich ebenfalls am sehr abwechslungsreichen Büffet, wobei man zur Linken zumeist kalte Speisen findet, während es nach rechts immer heißer und feuriger wird. Ganz zum Schluss kommt das Nachspeisenbüffet, gefolgt von der Showküche, in der man zumeist Pastagerichte zubereitet bekommen kann. Qualitativ ist alles bestens, und gerade in der Showküche kann man schön sehen, wie aus frischen Zutaten in Rekordzeit leckere Gerichte entstehen. Die im Büffet angerichteten Speisen sind sehr schön arrangiert, und kleine Schildchen verraten, um was es sich jeweils handelt.

Den größten Unterschied zwischen Frühstück und Abendessen findet man bei den Getränken. Morgens kann man aus einer Auswahl an Fruchtsäften und dem Saft der Königskokosnuss wählen, daneben gibt es noch Kaffee oder Tee. Abends erhält man die Getränke à la carte, und lediglich das Tafelwasser aus dem Krug ist im Preis inbegriffen. Andererseits sind die Preise für die Getränke noch moderat, was ich einerseits an meinem ''Ginger Beer'' erkennen konnte, für das ich hier auch nicht mehr als in einem Zwei-Sterne-Hotel in Kandy bezahlen musste. Oder etwa an der Auswahl an Weinen. Auch die Qualität der Getränke ist einwandfrei, womit die Getränke automatisch auch wieder ihr Geld wert sind. Dennoch habe ich es vorgezogen, mir am folgenden Tag eine große Flasche Ginger Beer bei einem Händler am Galle Face Green zu kaufen und diese in der Minibar zu kühlen.

Die Atmosphäre im Speisesaal entspricht im Großen und Ganzen der Atmosphäre in der Hotelbar. Man sitzt lediglich ein wenig tiefer und blickt über ein niedriges Geländer hinweg über die Außengastronomie auf den Ozean. Mehrere Deckenventilatoren sorgen auch hier für eine leichte Brise, damit einem die tropische Hitze beim Essen nicht zu erdrückend vorkommt. Denn letztendlich ist das Restaurant ''Veranda'' genau das, was der Name verspricht: Eine Art Veranda oder Terrasse, eine Art überdachte Außengastronomie. Deren Ambiente man schwerlich in Worte fassen kann.

Die Bedienung im Restaurant ist sehr nett und hilfsbereit. Es beginnt schon am Anfang, wenn man sich einen Tisch zuteilen lässt, geht weiter über den Tischkellner und endet schließlich beim Verlassen des Restaurants und dem äußerst höflichen Abschied. Immer haben die Mitarbeiter(innen) ein strahlendes Lächeln auf ihren Lippen und sorgen sich um das Wohl der Gäste. Der Abräumservice funktioniert sehr gut, das Wasserglas und der Tee werden stets umgehend nachgefüllt, und auch die Bezahlung klappt schnell und bequem. In meinem Fall automatisiert, da ich alles auf meine Zimmer habe schreiben lassen, was lediglich einer kleinen Unterschrift bedurfte (und immer begleitet mit einem um Verzeihung hechelnden Lächelns, da man mich um meine Unterschrift beten müsse). Kurzum: Der Service war spitze! Und auch die Wartezeiten auf die Getränke, die man abends ordern konnte/musste, waren sehr kurz, so dass man das Personal hier wirklich loben muss.


Lage und Umgebung

Dass ich das Stadthotel als landschaftlich ausgezeichnet gelegen bezeichne, hat seinen Grund. Die Lage ist einfach zu herrlich! Am südlichen Ende des Galle Face Green gelegen, besticht das Hotel zudem durch seine Lage unmittelbar am Indischen Ozean. Trotzdem ist man selbst zu Fuß innerhalb kürzester Zeit in der Innenstadt, und auch zum nördlich gelegenen Fort und der Pettah sind es nur knapp zwei Kilometer entlang dem Galle Face Green.

Die Verkehrsanbindung des Galle Face Hotels ist sehr gut. Das ultimative Verkehrsmittel in Colombo ist das Tuk Tuk, von denen immer gleich mehrere vor dem Hotel warten. Für weitere Fahrten empfiehlt sich das Taxi, das einem vom Concierge besorgt werden kann. Entlang der Galle Face Centre Road gibt es zudem mehrere Bushaltestellen. Ich persönlich empfehle für Colombo definitiv das Tuk Tuk, da dieses zum einen sehr preiswert ist (durchschnittlich 400 Rupees bis zur Saint Lucia’s Cathedral im Norden der Stadt, was etwa 2,80 € entspricht) und zudem an Orte kommt, die für Autos gesperrt sind.

Die Einkaufsmöglichkeiten im Galle Face Hotel sind äußerst beschränkt. Zwar kann man sich prinzipiell alles durch den Butler oder den Concierge besorgen lassen, doch empfehle ich eher, in die Stadt zu fahren. Sehenswürdigkeiten, Kleidung und vieles mehr findet man recht preiswert in der Pettah. Lebensmittel und Getränke besorgt man sich idealerweise in einem Supermarkt wie beispielsweise Cargill’s oder in einem der kleinen Läden, die man überall entlang der Straßen finden kann. Bei Getränken ist wichtig zu wissen, dass der Preis in der Regel auf den Flaschenhals gedruckt steht. Ansonsten hilft nur gutes Verhandeln, da man sonst unter Umständen deutlich mehr bezahlen muss als ein Einheimischer. Nimmt man mein geliebtes ''Ginger Beer'' als Maßstab, so weiß man, dass man dieses bereits für 30 Rupees kaufen kann (für die 400 ml Flasche), was in etwa 0,21 € entspricht.

Wer abends ausgehen möchte, kann dies entweder in einem der zum Hotel gehörenden Restaurants oder der Bar tun, man kann aber auch sehr schön in der näheren Umgebung des Hotels fündig werden. So gibt es direkt an der Galle Face Centre Road, vielleicht 50 m weiter südlich) ein deutsches Restaurant. Aber auch die umliegenden Hotels wie beispielsweise das Taj Samudra oder das Ramada verfügen über Restaurants, die auch Nicht-Gästen offenstehen. Landestypischer ist es dann schon, entlang des Galle Face Green zu flanieren und in einer der Garküchen etwas zu essen. Allerdings sind diese Gerichte für die Einheimischen zubereitet und entsprechend unter Umständen etwas schärfer.

Kulturell gibt es in Colombo und selbst in unmittelbarer Nähe zum Hotel einiges zu sehen. Die Christ Church Galle Face ist nur etwa fünf Gehminuten vom Hotel entfernt. Schräg gegenüber vom Hotel, südlich an der Galle Face Centre Road in Richtung Norden gelegen, gibt es zudem die St. Andrew’s Scots Kirk, und nach etwa 10 Minuten Fußwegs erreicht man bereits den Beira Lake mit dem Seema Malakaya Tempel und den Gangaramaya Tempel. Weitere Tempel und Kirchen finden sich entlang der Galle Face Centre Road und in der historischen Altstadt mit Fort und Pettah.

Trotz der Nähe zur stark befahrenen Galle Face Centre Road ist es im Hotel ruhig. Meine Suiten gingen beide in Richtung Westen zum Indischen Ozean, wodurch man nachts lediglich das Rauschen des Meeres gehört hat. Nach Aussagen des Personals sind aber wohl auch die Zimmer nach Osten hin noch recht ruhig.Die Preise können der Homepage des Hotels entnommen werden, daher versage ich mir, sie hier einzeln anzuführen (da sie sich jederzeit ändern können).Galle Face Hotel
2, Galle Road
Colombo 03
Sri Lanka

Tel: 0094 (11) 2541010
Fax: 0094 (11) 2543565

www.gallefacehotel.com
reservations@gallefacehotel.net

Bilder

für Galle Face Hotel, Colombo
Ausblick mit Südflügel und Außenpool - Galle Face
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von larshermanns larshermanns
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Kommentare

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  • yesup 20.09.2010 21:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • t.schlumpf 07.09.2010 20:46
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    nun aber!

  • MoeGott 29.08.2010 21:11
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • JackT100 25.08.2010 09:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • duderally 25.08.2010 02:19
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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