Letzten Monat erreichte uns die schlimme Nachricht, dass meine Mutter schwer gestürzt sei und ins Krankenhaus gekommen sei. Einer der Brüche musste operiert werden und somit setzten wir uns schnellstens ins Auto, um sie vor der OP noch zu sehen.Da wir vor dem Frühstück losgefahren waren, suchten wir uns auf dem Weg zum Krankenhaus noch ein kleines Restaurant, um zu frühstücken. Da so früh selten Restaurants offen haben, landeten wir bei „Futter wie bei Muttern“, einem kleinen Restaurant im Gebäude eines Einkaufscenters mit einem Edeka Markt. Ab 7 Uhr kann man hier zum Frühstücken kommen, was uns an diesem Tag mehr als gelegen kam. Denn Hunger und Unruhe sind ein schlechter Begleiter in so eine Situation und so waren wir „Futtern wie bei Muttern“ sehr dankbar, dass wir hier frühstücken konnten.
Lage.:
Das Lokal liegt wie gesagt in einem Gebäude mit einem E-Center. Auch Aldi und ein paar andere Geschäfte sind in dem Bereich angesiedelt. Insgesamt kann man sagen, dass die Lage im Gewerbegebiet von Husum nicht schlecht ist.
Parken:
Wir konnten direkt vor dem Gebäude parken, da es dort einen großen Kundenparkplatz gibt. Hier gibt es auch spezielle Parkplätze für Gehbehinderte, Eltern mit Baby, was sehr sympathisch ist.
Außen:
Von außen sieht man den Kaffeegartenbereich von „Futtern wie bei Muttern“. Er ist ansprechend gestaltet.
Innen:
In das Lokal kommt man, wenn man durch den Haupteingang des E-Centers geht. Dann liegt das Lokal zu linken. Durch große Glasscheiben kann man den einladenden Raum sehen.
Ausgestattet ist das Lokal recht zweckmäßig.Man hat einen Bereich für die Selbstabholung der Speisen, da es ein Selbstbedieungslokal ist. Dann gibt es gemütliche Tische, an denen man mit unterschiedlich viel Personen Platz nehmen kann. Alles ist sauber und nett eingerichtet, aber eben mit einem Hauch Zweckmäßigkeit verbunden.
Frühstück:
Bei unserem ersten Besuch dort haben ein Frühstücksangebot genossen, das aus jeweils einem Kaffee bestand, zwei Brötchen und jeweils drei kleinen Teilen sowie einem gekochten Ei. Die drei kleinen Teile waren zum Beispiel Butter, Marmelade, Schmierkäse, Nutella etc. Diese Teilchen konnte man sich selbst zusammenstellen. Das Frühstück war so mit einem Komplettpreis versehen, der um 3 Euro lag. Dann konnte man, wenn man wollte das Frühstück noch aufpeppen mit Wurst, Käse, Zwiebelmett und so weiter, was man aber extra bezahlen musste. Diese weiteren Frühstücksbausteine waren jeweils mit einem Extrapreis versehen. Da ich mit zwei Brötchen schon reichlich gesättigt bin und mir die Belagsmöglichkeiten auch ausreichten, habe ich nicht aufgestockt. Auch für meinen Mann war dieses Angebot ausreichend, zumal er mein Frühstücksei bekommen hat und dann noch ein Eierbrot machen konnte. Das Frühstücksangebot, ob nun regulär oder aufgepeppt, war super. Es war reichlich vorhanden und auch die Auswahl war sehr gut. Der Kaffee schmeckte und mehr will man ja auch gar nicht für ein schnelles Frühstück. Eines unserer Eier mussten nach gekocht werden, da beim Frühstücksbüfett keine mehr vorhanden waren. Man sagte uns, dass es in etwa 9 Minuten dauern würde, dann würde man sie uns an den Tisch bringen. Das passierte dann auch prompt, so dass wir wirklich sehr zufrieden waren.
Mittagessen:
Auch Mittagessen kann man bei „Futtern wie bei Muttern“ sehr gut. Dort gibt es eine wechselnde Speisekarte, die immer für eine Woche erstellt wird. So gibt es dort gute Hausmannskost wie zum Beispiel Bratwurst mit Kartoffeln und Gemüse oder aber auch Schnitzel in verschiedenen Variationen. Verschiedene Arten von Braten wie Nackenbraten mit Pflaumen gefüllt mit Beilagen und viele gute Hausmannskostgerichte mehr. Auch süße Gerichte findet man dort teilweise, wie Nudelauflauf mit süßer Fruchtsauce.
Preise:
Die Preise sind gering für so ein Tellergericht. Man zahlt zwischen 4 Euro und 7 Euro generell für einen Teller, zumindest waren das die Preisklassen der Angebote in den Wochen als wir das Lokal öfters aufgesucht haben. Ich denke, darüber kann man nicht klagen.
Getränke:
Die Getränkeauswahl ist hervorragend. Man bekommt hier Kaffee, Tee und andere warme Getränke, sowie auch allerhand Erfrischungsgetränke.
Bedienung:
Mit der Bedienung hat man eigentlich wenig zu tun. Man nimmt sich seine Speisen beim Frühstück ja selbst vom Büfett. Natürlich kann man nachfragen, wenn etwas unklar ist, aber generell ist es so, dass alles gut beschriftet ist und man auch ohne Hilfe klar kommt.
Beim Bestellen zur Mittagszeit gibt man seinen Essenwunsch am Tresen preis und bekommt dann das Essen ausgegeben. Dann wird an der Kasse gezahlt. Das geschieht bei einer freundlichen Mitarbeiterin. Ich kann also über den Service, wenn man es denn Service nennen will, wo man doch viel selbst machen muss, nichts negatives sagen.
Sauberkeit:
Alles ist pikobello in diesem Restaurant.
Publikum:
Wie wir beobachten konnten, treffen sich hier sehr viele Menschen zum Frühstück und auch mittags ist es gut gefüllt. Doch es ist nicht unangenehm voll oder gar ungemütlich dadurch. Das Publikum ist durchwachsen. Man sieht hier wirklich alle Altersklassen und Familien, wie auch Einzelpersonen oder Paare.
Behindertenfreundlichkeit:
Das Lokal ist mit recht breiten Gängen zwischen den Tischen ausgestattet, so dass man sagen kann, dass es recht behindertenfreundlich ist. Das gilt übrigens auch für Familien, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind. Hier hätte ich, wären meine Töchter noch klein gewesen, auch ausreichend Platz für den breiten Zwillingswagen gehabt. Alles ist ebenerdig, keine Stufen, einfach super.
Fazit:
Ich möchte gern eine Empfehlung für das Lokal aussprechen und alle Sterne vergeben. Man kann sich dort sehr sehr wohl fühlen.