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Erfahrungsbericht

für Fuerteventura
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5 Sterne Die ruhige Insel! Fuerteventura Teil 2
137 von 137 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Sehr schöne Strände und Erholung pur

Kontra (etwas abgelegen vom typischen Tourismus)

Der Autor

Ives Seit 28 Apr 2001

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"Für alle die sich jetzt wundern: Ich mußte feststellen, daß ich pro Kategorie nur einen Bericht schreiben kann. Deshalb habe ich Teil 1 durch Teil 2 ersetzt und den 1.Teil als Produktvorschlag zu CIAO geschickt, da es noch keine Kategorie über mein Hotel gab." © Ives 15.09.2001


Die beiden Haupttouristenziele von Fuerteventura sind Corralejo im Norden und Jandia im Süden. Wir waren etwas abseits vom Tourismus, in Costa Calma im Hotel Green Oasis. Da wir ein Auto gemietet hatten konnten wir uns trotzdem die ganze Insel ansehen. Schließlich wollten wir keinen reinen Strand- oder Cluburlaub machen.

DIE STRÄNDE:
Die Strände auf Fuerteventura sind alle sehr unterschiedlich. Optisch gesehen ist der Strand in Corralejo am schönsten. Eine Straße trennt den strand von der "Wüste". Der Sand ist hier fast weis und ganz weich, das Wasser nicht ganz so kalt, richtig herrlich!Allerdings sind hier die Wellen etwas stärker, so daß wir hier "nur" gebadet haben und nicht weit rausgeschwommen sind.

An der Westküste ist das schwimmen lebensgefährlich und deshalb total verboten. Hier gibt es sehr starke Unterströmungen, die einen ins offene Meer reißen können. Wer schwimmen oder baden möchte, der sollte diese Küste also in jedem Fall meiden.

Am Strand in Morro Jable (Jandia) war zu dem Zeitpunkt, als wir auf Fuerte waren auch Badeverbot, da es hier nur so von Feuerquallen wimmelte, wodurch sich schon viele Schwimmer starke Verbrennungen zugezogen hatten.

Ich persönlich fand unseren Strand an der Costa Calma am schönsten. Sicher, es war ganz normaler gelber Sand, aber dennoch sehr schön. Das Wasser war herrlich, es gab kaum Wellen, so daß man auch schön schwimmen konnte. Für Familien mit Kindern würde ich daher auch genau diesen Strand empfehlen, da man die Kinder ohne große Angst vor Strömungen und Quallen baden lassen kann.

Das Wasser ansich ist überall sehr schön und klar. Der Salzgehalt ist in Corralejo stärker, als an der Costa Calma. Ich denke das es einfach daran liegt, daß das Wasser hier ruhiger ist.

An den Stränden kann man Liegen und Sonnenschirme mieten, jeweils à 400 ptas (ca. 4,80 DM). Diese sollte man in den ersten Tagen auf jeden Fall nutzen, da die Sonne sehr stark ist. Der Preis gilt für den ganzen Tag oder solange, wie man am Strand bleiben möchte. Wenn man allerdings erst nachmittags zum Strand geht braucht man nichts mehr bezahlen. Die "Wärter" kommen erst abends wieder um die Schirme über Nacht einzuschließen. Gerade in den ersten Tagen ist es sicherlich auch besser, wenn man erst nach der Mittagssonne an den Starnd geht. Denn trotz Sonnenschirm und viel Sonnenmilch haben wir und am 2.Tag einen schönen Sonnenbrand geholt, so daß wir den 3.Tag im Hotel verbringen mußten.

An jedem Strand wird anhand von Flaggen die Badesituation angezeigt, diese entsprechen dem bekannten Ampelsystem. Grün und Gelb bedeutet, daß man schwimmen gehen kann, die rote Flagge dagegen, daß das Baden verboten ist. Ebenso die Schwarze, die absolutes Badeverbot signalisiert. Wenn man diese im Wind flattern sieht sollte man lieber in den Hotelpool springen.


ANTIGUA:
Ein sehr lohnenswertes Ausflugsziel ist Antigua, ein typisches Bauerndorf mit 3000 Einwohnern, das ziemlich genau in der Mitte der Insel liegt. Sehenswert sind sowohl die Kirche der heiligen Jungfrau "Virgen de la Antigua" an der Plaza Cruz de los Saidos und die vierflügelige Windmühle am Ortsrand. Auf dem Geläne wachsen Kakteen, Drachmenbäume und Pflanzen, die die Trockenheit lieben. Im inneren des Gebäudes gibt es eine Ausstellung über archäologische Funde und wissenswertes zur Inselgeschichte. Wer diese ausstellung besuchen möchte, der muß daran denken, daß das Gelände nur von 10.00-17.00 Uhr geöffnet hat. da wir erst am frühen Abend gegen 18.00 Uhr dort waren, konnten wir leider nicht reingehen. Aber man kann auf die kleine Mauer klettern und trotzdem sehr schöne Fotos machen, zumal dann keine Touristenschwärme mehr vorhanden sind. Leider hatten wir keine Zeit mehr um tagsüber noch einmal wieder zukommen.


LA OLIVA:
Am Fuße des Vulkans "La Oliva" liegt das gleichnamige Dorf. Die Landschaft ist hier wirklich sehr karg, das Flußbett total ausgetrocknet. Die Sehenswürdigkeiten sind der Vulkan, die Casa de los Coroneles und die Kirche Nuestra Senora de Candelaria. Neben dem Vulkan befindet sich noch ein Haus, dieses ist aber total verfallen und kann eigendlich nur noch als Ruine bezeichnet werden. Die Straße dorthin ist abgesperrt, aber war wohl auch besser dieses Gebäude nur vom Weiten zu sehen. Es sollte vor 2 Jahren renoviert werden, aber bis heute wurde daran nichts getan. Laut Reiseführer denke ich, daß es die "Casa del Capellán ist, aber sicher bin ich mir da nicht.

MORRO JABLE (JANDIA):
Wer im südlichen Teil der Insel wohnt sollte zum shoppen nach Morro jable fahren. Am besten mit dem Auto. Es gibt zwar Busse, auch Buspläne, aber die Busfahrer auf Fuerteventura fahren nur dann, wenn sie auch Lust haben. Die Pläne dienen wohl einfach nur dazu den Wartenden ein wenig die Zeit zu vertreiben. In Morro Jable gibt es eine lange Einkaufsstraße, die parallel zum Strand verläuft. Hier gibt es Bars, Spielhallen, Geschäfte, Supermärke, Cafés, Souvenirläden, Apotheken etc. Außerdem befinden sich hier Wechselstuben, teilweise auch in Cafés, wo die Wechselgebühren niedriger sind als in den Banken.

In Fuerteventura wird von 13.00-16.00 Uhr Siesta gehalten, außerdem haben die Geschäfte samstags nachmittags und sonntags geschlossen. Allerdings kann man trotzdem noch den einen oder anderen geöffneten Laden finden. Das entscheidet wohl jeder Besitzer für sich selber.

Am Donnerstag Vormittag gibt es in einer Seitenstraße einen Markt. Den kann man eigendlich gar nicht verfehlen, wenn man den Menschen hinterher läuft. Die Reiseleiter bieten hierher auch Ausflüge (500 ptas) an, wer aber ein Auto hat sollte das nehmen, da man unabhängiger ist. Einen Parkplatz zu finden war kein Problem.

Ganz wichtig, wer hier etwas kaufen will, der sollte auf jeden Fall versuchen zu handeln. Funktioniert zwar nicht immer, aber wenn man Glück hat kann man noch eine Menge Geld sparen. Ich habe mir z.B. ein Paar badelatschen gekauft, die ursprünglich 2500 ptas kosten sollten, das sind umgerechnet ca. 30,- DM. Die waren echt schön, aber soviel hätte ich dafür niemals gezahlt. Ich machte dem Verkäufer klar, daß ich max. 1000 ptas zahlen würde. Er sagte "Nein" und ich wollte weggehen. Nach drei Schritten rief er mich zurück und ich bekam meine Schuhe für 1000 ptas!

Allen, die einen Sonnenbrand haben empfehle ich einen Blick auf den Aloe Vera stand zu werfen. Dies wirkt echt gut und zieht sämtliche Schmerzen aus der Haut. Das Aloe Vera gibt es in allen möglichen Variationen. Wir entschieden uns für eine Flasche Spray, die aus 99,9 % Aloe Vera bestand. Kam 1000 ptas und hat uns echt den Urlaub gerettet. Außerdem kühlt das Spray noch gleichzeitig und man kann es sich eventuell auch alleine auf den Rücken sprühen (z.B. nachts).


JEEP SAFARI:
Für den vorletzen Tag haben wir bei unserer Reiseleiterin eine Jeep Safari gebucht. Morgens um 8.30 Uhr ging es los und wir waren um 18.00 Uhr wieder im Hotel. Die Safari ging in den südlichsten Teil der Insel, wo es kaum noch Straßen gibt, fast nur Schotterpisten. Mit einem normalen PKW ist es nicht möglich hier zu fahren. Auf jeden Fall ein richtiges Abenteuer, zu dem man keine guten Klamotten anziehen sollte. Durch den Staub und aufgewirbelten Sand sieht man hinterher aius wie ein Schwein. Gefahren wird in offenen Jeeps, 2 Leute vorne und 6 hinten. Hier kann man wunderbar andere Leute kennenlernen, denn man verbring fast den ganzen Tag im Jeep. Im ersten Wagen fahren ein Reiseleiter und ein Kameramann mit, alle anderen Wagen benötigen einen Fahrer. Wer einen Führerschein hat sollte diesen also mitnehmen.

Während der Fahrt darf man auf keinen Fall aufstehen, es werden aber genügend Stopps eingerichtet, so daß man wunderschöne Fotos schießen kann. Man sollte darauf achten, daß man sich immer wieder mit Sonnenmilch einschmiert, denn bei dem Wind merkt man die brennende Sonne überhaupt nicht.Außerdem sollte man seine Badesachen unter ziehen, da mittags eine Badepause von einer halben Stunde eingelegt wird. Dies ist bei dem ganzen Staub sehr angenehm.

Besondere Ziele dieser Jeep Tour sind der Leuchtturm auf dem westlichsten Zipfel der Insel und die legendäre Villa Winter in Cofete. Mittags wird in einem Restaurant eingekehrt, wo ein typisch spanisches Mittagessen serviert wird. Dieses ist im Preis schon inbegriffen, ebenso Wein und Wasser soviel man möchte. Die Safari hat im übrigen 5700 ptas pro Personen gekostet, das sind ca. 65,- DM. Wer dies nicht eingeplant hat, kann es auch mit Karte bezahlen, so daß es erst einen Monat später vom Konto abgebucht wird.

Während der ganzen Fahrt wird von dem Kameramann gefilmt. Dieses Video kann man anschließend kaufen, allerdings für einen stolzen Preis von ca. 45,- DM. Das wäre zwar eine nette Erinnerung gewesen, fand ich aber viel zu teuer.

Die Safari war auf jeden Fall ein Ereignis der besonderen Art und ein schöner Abschluß für unsere viel zu kurze Zeit auf Fuerteventura. Allerdings waren wir hinterher auch froh als wir unter der Dusche standen, da wir uns noch nie so dreckig gefühlt haben.


DIE VILLA WINTER:
Um die Villa Winter wird ein großes Geheimnis gemacht. Es gibt viele Geschichten, aber viele davon sollen nur Gerüchte sein. Mittlerweile ist die Villa auch schon ziemlich herunter gekommen, eine Haushälterin lebt dort alleine, völlig abseits von allem. Da sie dort aber Wohnrecht auf Lebenszeit hat wird sie wohl dort bleiben. Solange wird an dem Haus wohl auch nichts gemacht werden, was echt sehr schade ist. So muß man mit ansehen, wie das Gebäude immer mehr verfällt.

Gelegendlich gestattet es die dame auch, das man sich die Villa ebenfalls von innen ansehen kann, wir hatten dieses Glück jedoch nicht. Aber die Kellerräume durfte bisher noch kein Mensch betreten.

Man sagt, daß der Ingenieur Gustav Winter 1937 nach Jandia kam. Ihm wurde eine Verbindung zu Hitler unterstellt. Die Villa soll einst ein U-Boot Stützpunkt gewesen sein und in den weitläufigen Kellerräumen sollen geheimnisvolle Aktivitäten stattgefunden haben. Was an diesen Geschichten wirklich dran ist weiß wohl kein Mensch, aber daß noch niemand die Kellerräume betreten durfte ist Tatsache.


MEIN FAZIT:
Sicherlich hat die Insel noch einiges mehr zu bieten, als das, was ich gesehen habe, aber da wir leider nur 7 Tage fliegen konnten, war es uns nicht möglich alles zu sehen. Es war aber absolut ein wunderschöner Urlaub und ich bin mir sicher, daß ich noch einmal auf diese herrliche Insel zurück kehren werde, dann aber auch mit Sicherheit länger. Die Insel bietet auf jeden Fall für jeden etwas, ob Club-Urlaub, Strandurlaub, Sporturlaub oder Kultur, alles ist möglich. Die beste Mischung ist meiner Meinung nach von jedem etwas und dafür ist Fuerteventura perfekt.

Bis zu meinem nächsten Urlaub werde ich mich an meinen Fotos erfreuen und in Erinnerungen schwelgen.


© Ives 2001

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Kommentare

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  • Pici16 12.09.2008 00:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Schlossi05 13.12.2005 10:36
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • NiciW 22.09.2005 09:36
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • tommi36 12.08.2005 19:04
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • IsaS84 21.07.2005 12:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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