Frühchristliche Grabmäler Pecs Cella Septichora, Pecs

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Einblick in die frühchristliche Geschichte in Pecs

5  07.05.2012

Pro:
gut gemachtes Museum, guter Einblick

Kontra:
manchmal ist die Wegführung etwas schwierig

Empfehlenswert: Ja 

esp1

Über sich: Ich würde mich freuen, wenn es wieder mehr Kommentare geben würde zu den Berichten und bedanke mich ...

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Im Rahmen unseres Herrenausfluges nach Ungarn im Juni 2011 besuchten wir das UNESCO Weltkulturerbe in Pecs/Südungarn, die frühchristlichen Denk- und Grabmäler.

*** Adresse, Anreise, Eintritt ***

Nachdem wir an diesem Tag bereits eine Burg in Silnok besucht hatten, kehrten wir ins Zentrum der Stadt Pecs zurück. Man kann das Auto am Barbakan Ter oder auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen der umliegenden Gassen parken.

Cella Septichora Besucherzentrum

Pecs/Sopianae Örökseg Nonprofit Kft.
Szent Istvan Ter 17
7624 Pecs
Ungarn
Tel.: +36 72 510 628
Fax: +36 72 510629
Email: heritage.pecs@mail.datanet.hu
Oder: pecsorokseg@gmail.com

Web: www.pecsorokseg.hu


Öffnungszeiten:

1. April bis 31. Oktober
Dienstag bis Donnerstag 10 Uhr – 17 Uhr 30
Freitag bis Sonntag 10 Uhr – 19 Uhr 30

1.November bis 31. Dezember
Dienstag bis Sonntag 10 Uhr 17 Uhr 30

Eintrittspreise:

Eintrittspreise zur Besichtigung der Grabmäler:

Kindern, Studenten, Senioren - einzeln: 2,80 EUR
Gruppen: 2,50 EUR

Erwachsene - einzeln: 3,70 EUR
Gruppen: 3,34 EUR

Nachdem wir etwas Schwierigkeiten hatten einen Parkplatz zu finden, denn es gab scheinbar keinen Besucherparkplatz und wir fanden auch keinen Parkautomaten an dem wir die Parkgebühr zahlen hätten können, starteten wir zum Eingang des Museums.

***Lage***

Das Museum liegt in Pecs, einer ungarischen Großstadt, die ein wichtiger Knotenpunkt der ungarischen Wirtschaft, ein Zentrum der Bildung und der ungarischen Kultur ist. Deshalb wurde sie 2010 zur Kulturhauptstadt ernannt. Diesen Titel erhielt Pécs wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, dass sich unter der Erde ein UNESCO-Weltkulturerbe befindet. Die frühchristlichen Grabkammern von Pécs sind mit ihrer Form in ganz Ungarn und Mitteleuropa einzigartig und nur Italien besitzt mehr frühchristliche Gräber an einem Ort. Die Grabkammern und Kapellensysteme sind nicht nur eine bedeutende Sehenswürdigkeit Ungarns, sondern auch eine Pilgerstätte für ungarische und europäische Christen.

*** Das Museum ***

Geschichte und Interessantes:

Anfang des 4. Jahrhunderts beschloss der römische Kaiser Konstantin, dass Christen nicht mehr verfolgt werden sollten und in Zukunft eine freie Religionsausübung genießen sollten. Für die Christen in Sopianae, dem heutigen Pécs, war dies eine großartige Botschaft und die nun freien Menschen begannen aus Dank ihre Denkmäler und Gräber zu errichten. Mit der Zeit wurden an die 20 Grabelemente gebaut, doch aus irgendeinem Grund, vielleicht war es der Platzmangel, baute man in den folgenden Jahrhunderten neue Kirchen und Kapellen direkt über den Gräbern. So verwandelte sich dieser Komplex in die frühchristlichen Grabkammern von Pécs und viele Menschen vergaßen ihre Existenz bis in das 18. Jahrhundert. Für gläubige Christen und Wissenschaftler heute steht aber fest, dass ohne diese Gemeinde in Pécs Ungarn den engen Kontakt zum Christentum sicher nicht gehabt hätte und damit auch kein integrierter Teil Europas geworden wäre. Hier wurde also ungarische Geschichte geschrieben.

Heute besuchen zahlreiche Christen, aber auch einfach nur Geschichtsinteressierte die frühchristlichen Grabkammern von Pécs. Es gibt zwar an die 20 bekannten Denkmäler bzw. Objekte, doch bislang sind nur 3 für Besucher zugänglich. Die restlichen Denkmäler werden laufend restauriert und der Ausstellung hinzugefügt. Innerhalb des gesamten Komplexes entdeckt man sofort frühchristliche Symbole, wie sie im 4. und 5. Jahrhundert verwendet wurden. An allen Wänden sind die kunstvollen Symbole zu finden und zu bestaunen. Wandmalereien und dekorative Malereien sind auch keine Ausnahme. Zu entdecken gibt es zum Beispiel die Bildgeschichte von Adam und Eva und von David und der Löwengrube.

Außer den Wänden und den Gräbern wurden in der frühchristlichen Grabkammer von Pécs auch einige Beigaben wie Töpfe und Vasen entdeckt. Nachdem die Christen trotz ihrer Anerkennung mit Hunnen und Germanen Auseinandersetzungen hatten, dienten die Kammern oftmals auch als Versteck vor den Feinden. Nichtsdestotrotz handelt es sich hauptsächlich um eine Ruhestätte. Der weiße Marmorsarkophag wurde unter einer kleinen Kapelle entdeckt, die heute teilweise freigelegt ist. Die Krug-Grabkammer hingegen wurde nach einem wundervoll verzierten Krug benannt, der sich in diesem Raum befindet. Die erste neu entdeckte Grabkammer ist die Grabkammer von Petrus und Paulus, die bis heute gut erhalten ist.

Der Weg durch das Museum ist etwas verwirrend, so dass man nicht immer genau weiß, in welche Richtung man gehen soll, aber im Großen und Ganzen kommt man gut durch die Gänge und sieht ein beeindruckendes Zeugnis frühchristlicher Geschichte. Man beginnt nach der Kassa in der Cella Septichora, das scheinbar ein Mausoleum für eine reiche Familie werden hätte sollen, aber nie fertig gebaut wurde. Unter einer großen Glasdecke stehen noch Überreste der Mauern, als wir dort waren, war gerade eine Fotoausstellung über Angkor zu sehen. Man kann diesen Raum offenbar auch für Veranstaltungen mieten. Achtung für die Frauen, man sollte sich nicht unbedingt mit weiten kurzen Röcken an der Oberfläche aufhalten, wenn man keine tiefen Einblicke gewähren will.

Durch schön angelegte Wege kommt man dann in den Raum mit einem alten Glaskrug und einer Grabkammer mit aufgemaltem Weingefäß und als Höhepunkt am Ende die Grabkammer von Petrus uns Paulus.


*** Fazit ***

Ich würde sagen, dass der Besuch der frühchristlichen Denk- und Grabmäler auf jeden Fall Pflicht ist, wenn man in Pecs ist. Das Museum ist leicht erreichbar, der Eintritt OK und ein Rundgang bietet einen wundervollen Einblick in die frühchristliche Geschichte. Wir waren sehr zufrieden und können den Besuch jedermann nur wärmstens empfehlen.

Bilder
  • Frühchristliche Grabmäler Pecs Cella Septichora, Pecs Fotoausstellung
  • Frühchristliche Grabmäler Pecs Cella Septichora, Pecs zur Einstimmung
  • Frühchristliche Grabmäler Pecs Cella Septichora, Pecs in den Kammern
Frühchristliche Grabmäler Pecs Cella Septichora, Pecs Fotoausstellung
zu Beginn gab es eine Fotoausstellung über Angkor
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
chipad

chipad

22.08.2012 07:59

BH!

Manuo

Manuo

21.07.2012 06:48

Das würd mich auch mal interessieren.

moosehead

moosehead

27.06.2012 10:29

BeHa

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Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 513 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

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